02.03.2002 / Autor: Karl Urban Astronomie > Sonnensystem

Der Einfluss des Mondes

Viele schreiben ihm magische Kräfte zu, er wurde als einziger Himmelskörper nach der Erde bereits von Menschen besucht. Was macht den Mond so besonders?

Der Mond von der Erde aus betrachtet

Der Mond von der Erde aus betrachtet
Der Mond ist uns in letzter Zeit, wie jeder sehen konnte, der mal in den Himmel geschaut hat, ziemlich groß erschienen. Am Mittwoch, dem 27. 2. war er uns so nah, wie er es in diesem Jahr nie wieder sein wird. Woran lag das?
Erstens: Ein Vollmond sieht immer größer aus als ein Halbmond.
Zweitens: Er vollzieht eine elliptische Bahn um die Erde und ist somit der Erde manchmal näher und manchmal ferner. So ist er mit 356.000 km am nähesten an der Erde und 14 Tage später mit 406.000 km am weitesten entfernt.
Der Mond hat viele Einflüsse auf die Natur und das menschliche Leben. Bei Vollmond z. B. wachsen und keimen Pflanzen besonders gut. Außerdem regelt der Erdtrabant Ebbe und Flut. Das liegt daran, dass seine Gravitationskraft - also seine Anziehung - das Meerwasser ein Stück in seine Richtung bewegt. Wenn nun Sonne und Mond in einer Linie mit der Erde stehen ist die Anziehung besonders stark und es entstehen sogenannte Springfluten. Auch die Kontinente werden dadurch angezogen und heben bzw. senken sich um ca. 26 Zentimeter. Unter anderem durch diese extreme Belastung können Vulkanausbrüche und Erdbeben entstehen.
Die Erde vom Mond aus betrachtet

Die Erde vom Mond aus betrachtet
Der Mond soll auch Einflüsse auf den Menschen haben. Viele Ärzte bestätigen, dass bei Vollmond viele Patienten unter Schlafstörungen leiden. Richtig bewiesen wurde dieses Phänomen aber nie. Richtig bewiesen ist aber, dass der Mond unser Gemüt beeinflusst. Ein Psychiater aus Florida hat festgestellt: Im Durchschnitt aller Mondphasen geschehen 63 Morde, bei Vollmond sind es mehr als 80. Der mögliche Grund ist unser Körper. Er besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Vielleicht sorgt eine Miniebbe oder -flut für diese Stimmungsschwankungen.
Die Fortpflanzung vieler Tiere ist auch von "der nächtlichen Sonne" abhängig. Sie werden nämlich immer zu einem bestimmten Zeitpunkt im Mondzyklus geschlechtsreif.
Forscher der Technischen Hochschule in Zürich haben jetzt belegen können, dass es in Bäumen auch Ebbe und Flut gibt. Die Biologen haben dafür tropische Bäume untersucht. Mit einer Apparatur maßen sie den Durchmesser der Pflanzen auf Hundertstel Millimeter genau. Das Ergebnis zeigt ein schwellen und schrumpfen der Bäume im Rhythmus der Gezeiten. Der Zweck dieses Naturschauspiels ist aber noch ungeklärt.

Ein weiterer Vorteil ist die Stabilisationswirkung des Mondes. Er verhindert, dass die Erde in eine Torkelbewegung verfällt, da sonst die Schwerkraft der Nachbarplaneten die Rotationsachse beeinflussen würde. Erst dadurch konnten sich stabile Klimazonen entwickeln und Jahreszeiten entstehen. Ohne den Mond wäre also entweder gar kein Leben auf der Erde möglich, oder nur ein sehr Unregelmäßiges und Gefahrvolles.
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