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08.06.2002 / Autor: Mark Weimar |
Astronomie > Sterne / Sonne |
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Herbig-Haro-Objekte Ende der 40er-Jahre entdeckten die Astronomen George H. Herbig und Guillermo Haro, dass in den Dunkelwolken des Orionnebels ungewöhnliche Emissionslinien auftreten.
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Am Anfang schrieb man diese Emissionslinien den T-Tauri Sternen zu doch später entdeckte man, dass sich die Herbig-Haro-Objekte von den T-Tauri Sternen in mancher Hinsicht unterscheiden.
Doch die wirkliche Erklärung des Phänomens der Herbig-Haro-Objekte wurde erst in den späten 70er Jahren gefunden als die zwei Astronomen Schwartz und Raymond herausfanden, dass es sich bei den Herbig-Haro-Objekten um Interstellare Gasnebel handelt, die durch Materieausflüsse neu entstehender Steren ionisiert werden.
Heute ist bekannt , dass Sterne in ihrer Entstehungsphase Gasströme aussenden, die sich mit Überschallgeschwindigkeit im Raum ausbreiten. Wenn diese Gasströme auf die kalte Materie einer relativ dichten interstellaren Wolke treffen werden sie abrupt abgebremst, wobei eine Art Schockwelle entsteht. Das bedeutet, dass die kinetische Energie wird bei der Kollision in Wärmeenergie umgewandelt, das heißt das Gas wird erwärmt und in Form von Herbig-Haro-Objekten für uns sichtbar. Wir wissen heute von etwa 300 Herbig-Haro-Objekten.
Herbig-Haro-Objekte treten als Sternenähnliche knotenförmige Nebel auf, die sich im inneren oder am Rand von Sternentstehungsgebieten befinden. Bisweilen treten sie auch in bogenförmiger Gestalt auf. In ihren Spektren findet man Emissionslinien von neutralen Elementen wie Wasserstoff, Stickstoff oder Sauerstoff oder von ionisierten Elementen wie Schwefel, Eisen, Kalzium oder Sauerstoff. Die meisten Herbig-Haro-Objekte befinden sich in der Nähe des Sonnensystems also 500 bis 3000 Lichtjahre entfernt. Ihre Masse bewegt sich etwa im Bereich von zehn Erdmassen. Früher glaubte man, dass die Sterne, die für die Entstehung der Herbig-Haro-Objekte verantwortlich sind, keine große Masse aufweisen, das heißt, dass sie unter zwei Sonnenmassen liegen. Da aber viele dieser Objekte keinen jungen Stern in ihrer Nähe hatten, der sich optisch hätte beobachten lassen, verlegte man sich auf die Infrarotsuche, da diese Strahlung nicht vom Staub und Gas absorbiert wird und deshalb auch Objekte zu enthüllen vermag, die noch in ihre primordiale Wolke gehüllt sind. Bei dieser Forschungsarbeit traten oftmals Körper zutage, die man zu den so genannten Young Stellar Objects zählt. Diese Gruppe umfasst verschiedene Kategorien von Körpern, die sich in unterschiedlichen Stadien der Vor-Hauptreihen-Entwicklung befinden.
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