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Landeverfahren (Fallschirm, Triebwerk, etc.)
HausD:
Hallo Freunde!
Ein Bissschutz wäre naheliegend, zumal die Boxer solche Teile schon seit Jahrzehnten verwenden. Doch davon ist mir bei der Sojus-Landung nichts bekannt. Im SOKOL-Anzug, der ja auch bei der Landung getragen wird, gibt es definitiv keinen Gebissschutz. Wohl auch aus der Überlegung heraus, dass dieser Extremfall einfach viel zu selten vorkommt. Schließlich zählt jedes Gramm, das Nutzlast und nicht Ballast ist, in so einer kleinen Landekapsel.
Bei NovKos habe ich schon vor einiger Zeit einmal gelesen, dass es schon einmal Zahnschäden gab... aber fragt mich nicht in welchen Zusammenhang, realer Flug, Training, Erprobung, bei wem, ... oder ob es eher ins Reich der Märchen und Legenden gehört.
Beste Grüße HausD
Ilbus:
@DK
ich habe ein größeres Problem mit deinen Betrachtungsweise, bzw. dem Versuch der Parametrisierung deiner Deffinition:
Um etwas im freien Fall abzubremsen muss der Schub immer größer als das Gewicht sein. Zu mindest hatte ich es mal in der Schule ;) Aber da man schon Neutrinos die schneller als Licht bejubelt ohne Physiker nachzufragen...wundert es mich nicht mehr, wen die Physik gan aussen vor gelassen wird. Politik macht es ja schon länger vor.
...es sei dem, du beziehst die aerodynamische Abbremsung mit in die Rechnung ein. Aber da hätte ich unbedingt ein Paar Rahmen klarer stellen müssen.
Privet
klausd:
--- Zitat von: Schillrich am 24. Februar 2012, 08:42:33 ---Die Besatzung hat keinen Bissschutz im Mund, oder? Das wäre vielleicht sogar sinnvoll ... macht die Kommunikation aber schwer.
--- Ende Zitat ---
Nach Aussage von Sigmund Jähn und Roman Romanjenko ist nicht die Landung auf dem Grund das härteste, sondern die Entfaltung des Hauptfallschirms. Schließlich hat man am Boden Bremsraketen und einen gefederten Sitz.
Gruß, Klaus
DK:
Illbus,
ich kann jetzt in deiner Sichtweise keinen Unterschied zu meinem letzten Post erkennen.
Selbstverständlich beziehe ich die aerodynamischen Rahmenbedingungen in die Betrachtung mit ein. Daher schrieb ich ja auch:
--- Zitat ---Beim Schub-Gewichtsverhältnis = 1, wird der Fall nur noch durch die Luftreibung gebremst, was wahrscheinlich bis zum Aufschlag einfach nicht reicht.
Beim Schub-Gewichtsverhältnis < 1 stellt sich theoretisch irgendwann (wenn die Erdoberfläche nicht im Weg wäre) eine konstante Gleichgewichtsgeschwindigkeit > 0 ein, die für die Landung wahrscheinlich ungeeignet hoch ist.
--- Ende Zitat ---
Die Gleichgewichtsgeschwindigkeit ergibt sich aus der Fallbeschleunigung und dem Luftwiderstand.
Zünde ich zusätzlich Raketen mit einem Schub-Gewichtsverhältnis < 1 ergibt sich eine kleinere Gleichgewichtsgeschwindigkeit, da ja eine zusätzliche Bremskraft wirkt gegenüber dem reinen Luftwiderstand. Also hat man auch dabei durchaus eine Bremswirkung, nur kann ich damit nicht bis v=0 abbemsen. Das geht nur, wie du richtig sagst, mit einem Schub-Gewichtsverhältnis F/G > 1 oder: F/G = 1, wenn ich einen sehr langen Bremsweg in kauf nehme (Gewichtskraft der Kapsel ist dabei kompensiert, die Kapsel wird also nur noch aerodynamisch abgebremst, was bei kleinem v sehr lange dauert).
DK
-eumel-:
--- Zitat von: DK am 24. Februar 2012, 14:24:18 ---Die Gleichgewichtsgeschwindigkeit ergibt sich aus der Fallbeschleunigung und dem Luftwiderstand.
--- Ende Zitat ---
Der Probenbehälter von Phobos Grund sollte auf diese Weise auf der Erde landen.
Der wäre dann wohl mit ca. 450 km/h auf dem Boden aufgeschlagen.
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