Gerade was Missionen auerhalb des
LEO angeht, muss ich mic absolut recht geben. Eine Kapsel hat weniger Masse und das ist meiner Meinung nach der wichtigste Aspekt am Orion-Raumschiff.
Überlegt mal, wieviel mehr Masse man beim Space Shuttle in den Orbit und zurück bringen musste:
- eine relativ große Nutzlastbucht, die auch beim Wiedereintritt geschützt werden muss (für einige Missionen ist das ein essentieller Vorteil, für Mond/Marsmissionen unnötig)
- Flügel und Fahrwerke für eine weiche Landung (diese sind der hohen Masse und der Wiederverwendbarkeit des Orbiters geschuldet, bei kleinen Kapseln kann man deutlich einfacher landen und durch Reservefallschirme die Sicherheit erhöhen)
- Erststufentriebwerke
- wiederverwendbarer Hitzeschild, der nicht nur Mannschaftsbereich und Nutzlastbucht schützen musste, sondern auch die Flügel und Leitwerke (der Hitzeschild war eines kritischsten Bauteile der Shuttles. Seit den ersten Flügen hatte man immer wieder mit beschädigten und abgefallenen Kacheln zu kämpfen. Zudem machte die Reparatur des Hitzeschilds einen großen Teil der Kosten und Risiken jeder Mission aus)
Mit so viel Masse wie beim Space Shuttle will man nur wenige Manöver fliegen, da jede Geschwindigkeitsänderung sehr viel Treibstoff benötigt.
Damit man Ziele wie den Mond, einen Asteroiden oder den Mars in Angriff nehmen kann, sollte man möglichst viel Masse vermeiden bzw. früh abwerfen. Das ist die Philosophie der Apollomissionen gewesen und das halte ich für neue Explorationsziele auch wieder für einen guten Ansatz.
Schade um die Shuttles ist es aber trotzdem, denn im
LEO haben wir natürlich viele Optionen zur Wartung/Erweiterung von Satelliten oder der
ISS verloren.