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  • 18:30 MESZ Philae Landung: 12. November 2014

Autor Thema: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014  (Gelesen 224190 mal)

McFire

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #950 am: 16. November 2014, 00:57:11 »
Nun, ich bin davon ausgegangen, was hier im Forum berichtet wurde. Und da wurde das so gesagt. Freilich, es wurden Unmengen Text abgelegt, ich weiß auch nicht mehr von wem. Die Interviews mit den Leuten jedoch kann man nur teilweise verfolgen, alles ist beim besten Willen nicht zu schaffen.

Offline astroman

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #951 am: 16. November 2014, 01:24:37 »
PS: Mir fällt gerade noch eine Info zum Flywheel ein: Stephan Ulamec sagte ..., dass das Herunterfahren um die 50-60 Minuten dauerte. .... Aber weil der Lander dabei nicht auf dem Boden stand, sondern über den Kometen hüpfte, hat sich der Drehimpuls des Rades über die Lagerreibung so nach und nach auf den Lander übertragen und daher dessen Rotation.

Mit Hüpfen hatte die Bewegung während des Abbremsen des Rades wenig zu tun. Philae befand sich während der gesamten Abbremsphase im freien Flug auf einer annähernd Parabelbahn und bereits etwa im Scheitelpunkt hatten Rad und Sonde die selbe Drehzahl, wenn die bekannten Zeiten stimmen.
« Letzte Änderung: 16. November 2014, 08:47:21 von astroman »

Offline Siliziumdioxid

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #952 am: 16. November 2014, 01:27:54 »
Hallo erstmal,
Bin durch Rosetta hier dazugekommen, beobachte den Thread seit Anbeginn.
Durch eure tatkräftige Mitarbeit gibt es meiner Ansicht nach keine Bessere deutsschhprachige Informationsquelle als RAUMFAHRER.net - großes Lob an alle!

Wegen dem Bohrer:

Zu der 3. Landestelle ist zu sagen dass er wahrscheinlich an einer Art Kraterrand liegt (die großen Felsen "nordöstlich" der 1. Landestelle liegen in der Struktu. Falls es ein erodierter Impaktkrater und keine Ausgasungserscheinung (sehr groß?) ist, könnte es sich um eine art Schlacke / ehemals durch den Impakt geschmolzenes silikatisches Material (was sonst am Kraterrand)handeln. Das wäre dann wirklich äußerst hart
Alles ist eins und eins ist Alles - Wir sind Quarks - Atome - Sternenstaub - Meteoriten - die Erde - Leben - System - Galaxien - Cluster - Universum - Alles, Es und Wir erschafft sich selber. Gemeinsam. Und dürfen es dann in aller Pracht bewundern - zum Genießen bleibt keine Zeit...

Offline Dexter

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #953 am: 16. November 2014, 02:09:06 »
@terminus: Natürlich war es ein Erfolg!
Zitat
Die letzten Batteriereserven hat der Miniroboter "Philae" genutzt, um nach einem Bohrversuch noch einmal Daten zur Erde zu funken. Dann schaltete das Labor in einen Schlafmodus um. Für die Wissenschaftler der ESA ist die Mission dennoch ein Erfolg.
| Artikel auf tagesschau.de
Klingt subtil so, als wäre die Mission halt nur für die Wissenschaftler (und auch nur die der ESA) ein Erfolg. Man impliziert hier, das es für den Rest durchaus als Misserfolg deutbar ist.

"Batteriereserven", "Miniroboter", "Bohrversuch", "Daten zur Erde funken", "Labor schaltet in Schlafmodus um" - das alles in dem winzigen Anreissertext. Wer schafft sowas?

Ich wünschte mir, Journalisten würden nur einmal einen Tag lang ebenso gewissenhaft arbeiten, wie es die Damen und Herren Raumfahrttechniker gewöhnlich tun.

Offline akku

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #954 am: 16. November 2014, 02:10:46 »
Hallo erstmal,
Bin durch Rosetta hier dazugekommen, beobachte den Thread seit Anbeginn.
Durch eure tatkräftige Mitarbeit gibt es meiner Ansicht nach keine Bessere deutsschhprachige Informationsquelle als RAUMFAHRER.net - großes Lob an alle!

~
 könnte es sich um eine art Schlacke / ehemals durch den Impakt geschmolzenes silikatisches Material (was sonst am Kraterrand)handeln. Das wäre dann wirklich äußerst hart
wilkommen  :D

ja genau !  ::)
an DAS hab ich noch gar nicht gedacht ,
weil geringe dichte + flüchtige stoffe  passt eigentlich nicht zu harten gestein   *ihmo

Offline Siliziumdioxid

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #955 am: 16. November 2014, 02:12:28 »
Tschuldigung wegen der Rechtschreibfehler, Schreiben Button war irgentwie plötzlich im Weg.

Wenn man im Zeichenprogramm den "Zauberstab" auf die Landeplatzfotos für Philae von Rosetta anwendet, sieht man gut hervorgehoben die Schatten- und Halbschattengebiete, in der prognostizierten Flugrichtung ist da der "steile" zerklüftete Bereich (Blaue Raute ESA-Foto) - die o.g. Kraterwand mit den Spalten (und in einer Spalte kann man auch mit 3 Beinen landen) zu sehen. Philae muss ja in einer dieser "Schattenbereiche" ausharren.

Der mögliche Kraterrand an Landestelle 3 würde das harte Material und die Bohrprobleme erklären.

Tschuri ist halt der Rest eines "gealterten" Kometen, woanders stand, dass er schon ziemlich ausgegast ist  - da bleibt dann die Organik und der Rest an schwerflchtigen Elementen übrig oder? Wie ist das Verhältnis von Kohlenstoffverbindungen zu anderen Schwerflüchtigen Substanzen  - es bleibt interessant.

PS: Durch diesen thread bin ich vorhin auf das NASA´s eyes Programm gestoßen, auch danke dafür.

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Offline Dexter

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #956 am: 16. November 2014, 02:13:45 »
@siliziumdioxid: Ich hab keine Ahnung von Geologie, aber ein Krater bedingt zu seiner Existenz nennenswerte Gravitation, oder (Auswurf!hügel..)? Bei Erosion kommt noch ein erodierendes Medium hinzu ...

(Nachtrag) Bzw. kann ich mir nicht vorstellen, dass der Komet einen Aufprall am Stück überstanden hätte, der die Energie gehabt hat, derartig viel silikatisches Material zu schmelzen.

Offline Siliziumdioxid

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #957 am: 16. November 2014, 02:41:49 »
Ein
@siliziumdioxid: Ich hab keine Ahnung von Geologie, aber ein Krater bedingt zu seiner Existenz nennenswerte Gravitation, oder (Auswurf!hügel..)? Bei Erosion kommt noch ein erodierendes Medium hinzu ...

Ja, ein Krater entsteht, wenn ein kleiner und großer Körper schnell zusammenstoßen (zum glck war dabei Philae so langsam), der Auswurfhügel eines Kraters verteilt sich bei einem klenen Körper wahrscheinlich auf der gesamten Oberfläche, und dann wird weiter ausgegast und die Entenform entsteht - is ja nich so das Tumi früher nich doch rund war - 4,x Milliarden jahre haben anscheinend so ihren Apfelgripseffekt. Erosion durch Ausgasung - ist das dann äolische Erosion oder?

Wenn die Proben Analysiert worden sind und die Ergebnisse Vorliegen wissen wir mehr - dazu wars ja:




hier mal ein modifiziertes Bild der Landestellen mit von mir vermutetem Krater:
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up042666.png Copyrhight:Esa


 verletze ich eigentlich momentan Vrheberrechte?
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Offline akku

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #958 am: 16. November 2014, 02:50:42 »
quellenangabe  + aus veöffentlichen  quellen reicht
also idealerweise quellenlink noch des rohbildes

es sei den das ist ein internes bild ;)

ich denk genau  in der mitte ist ein abdruck vom 2en hop ?
müsste man vergleichen vorher nachher

da is der krater  ja auch gut zu sehen / kraterboden im schatten
nur nicht so gross



quelle http://sci.esa.int/rosetta/54472-comet-67p-on-3-august-2014/

Offline Siliziumdioxid

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #959 am: 16. November 2014, 03:10:16 »
Danke der Antwort, hab das Bild welches ich bearbeitet habe ja aus dem Thread - wem gehören die veröffentlichten Rosetta Bilder eigentlich?
Ich/Alle haben nix/ne menge Steuern - und seien es nur 0,0333 eurocent pro Arbeiter der Steuern abführt dafür bezahlt (und das gerne)?

Ja dann nocheinmal Credits an unsere European Space Agency und alle die diese Sonde soweit gebracht haben.
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Offline Siliziumdioxid

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #960 am: 16. November 2014, 03:33:40 »
es sei den das ist ein internes bild ;)

ich denk genau  in der mitte ist ein abdruck vom 2en hop ?
müsste man vergleichen vorher nachher



quelle http://sci.esa.int/rosetta/54472-comet-67p-on-3-august-2014/
[/quote]

ja wenden wir uns wieder der Amateurauswertung zu...
Da is der sog. Krater  ja auch gut zu sehen / sog. Kraterboden im Schatten - Potzblitz!

wie gesagt, die Ergebnisse der Bohrung werden hoffentlich Klarheit ins sprichwörtliche Dunkel bringen?
Ja wenn das die schwarze Fläche am "Entenkopf" ist wird es aller wahrscheinlichkeit so sein, schaut ja fast aus wie ein Mund - hoffentlich nehmen wir den EsArbeitrern nich die Arbeit wech.

frohes Schaffen geh in Feierabend
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Offline Caladaris

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #961 am: 16. November 2014, 04:50:36 »
Hi,

Philae stand nicht mit einem Bein in der "Luft", sondern alle drei Füße berührten Boden. Das ist gestern, wenn ich mich recht erinnere, auch irgendwo (von S. Ulamec?) gesagt worden.

Ich habe mal das Panorama vom Landeort mittels einer einfachen Tonwertkorrektur Richtung heller verschoben. Da sieht man sehr deutlich eine Struktur am oberen Fuß.

Das kam daher, dass in der zweiten oder dritten PK gesagt wurde, Philae würde "almost vertical" stehen. Das ist also nicht komplett aus der Luft gegriffen.

Offline astroman

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #962 am: 16. November 2014, 08:38:06 »
Ich/Alle haben nix/ne menge Steuern - und seien es nur 0,0333 eurocent pro Arbeiter der Steuern abführt dafür bezahlt (und das gerne)?

Damit du mit deinem durchschnittlichen Bundesbürgerbeitrag von 290Mio€/80MioBürger=3,63€ auf Kosten pro Bild von 0,0333ct kommst, müßtest du schon eine Videosequenz mit 11000 Bilder nutzen.

Offline Lorien

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #963 am: 16. November 2014, 09:05:50 »
Philae stand nicht mit einem Bein in der "Luft", sondern alle drei Füße berührten Boden. Das ist gestern, wenn ich mich recht erinnere, auch irgendwo (von S. Ulamec?) gesagt worden.

Ich habe mal das Panorama vom Landeort mittels einer einfachen Tonwertkorrektur Richtung heller verschoben. Da sieht man sehr deutlich eine Struktur am oberen Fuß.

Das kam daher, dass in der zweiten oder dritten PK gesagt wurde, Philae würde "almost vertical" stehen. Das ist also nicht komplett aus der Luft gegriffen.

"almost vertical" - in Bezug auf was? Wer sagt denn, dass so weit an der vermuteten Kante die Gravitation im 90°-Winkel zur Oberfläche wirkt. Warten wir mal ab, bis weitere Infos kommen  :D

Offline Terminus

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #964 am: 16. November 2014, 09:13:48 »
... weil der Lander dabei nicht auf dem Boden stand, sondern über den Kometen hüpfte ...

Mit Hüpfen hatte die Bewegung während des Abbremsen des Rades wenig zu tun. Philae befand sich während der gesamten Abbremsphase im freien Flug auf einer annähern Parabelbahn

Schon klar. Verzeih' bitte die etwas saloppe Ausdrucksweise. :)

Zitat
und bereits etwa im Scheitelpunkt hatten Rad und Sonde die selbe Drehzahl, wenn die bekannten Zeiten stimmen.

Jetzt wüssten wir nur noch gerne, wie hoch Philae bei seinem Parabelhüpferflug gestiegen ist und wohin es ihn eigentlich verschlagen hat. Bei unmannedspaceflight.com haben sie ja diskutiert, dass auf dem NAVCAM-Bild von der ersten Landestelle ca. 1 Minute nach der Landung außer dem aufgewirbelten Staub auch Philae selbst und sein Schatten als je ein Pixel zu sehen sein könnten. Wenn das stimmt, dann wäre ja ziemlich klar, in welche Richtung man suchen muss. Es gibt aber auch Gegenstimmen, die sagen, das könne nicht Philae sein, weil er dann auf dem Bild anders aussehen müsse.



Hier ausführlicher: http://www.unmannedspaceflight.com/index.php?showtopic=7896&view=findpost&p=215248

Offline proton01

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #965 am: 16. November 2014, 09:36:37 »
Damit du mit deinem durchschnittlichen Bundesbürgerbeitrag von 290Mio€/80MioBürger=3,63€ auf Kosten pro Bild von 0,0333ct kommst, müßtest du schon eine Videosequenz mit 11000 Bilder nutzen.
Man könnte es auf die Missionsdauer von 10 Jahren verteilen, dann sind es 36,3 €cent/Bürger/Jahr. Und damit bekommen wir 1100 Bilder aus allen 10 Jahren, also von allen angeflogenen Zielen.

Offline GG

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #966 am: 16. November 2014, 10:06:25 »
... Ich wünschte mir, Journalisten würden nur einmal einen Tag lang ebenso gewissenhaft arbeiten, wie es die Damen und Herren Raumfahrttechniker gewöhnlich tun.

Ich auch. Aber dann würden die in der Mehrzahl armen Schweine wahrscheinlich nie mit ihrer Arbeit fertig. Mittlerweile arbeiten da viele in Billigjobs. Dies trifft aber nicht für die Nasen beim ersten deutschen Fernsehen zu. Die werden gut bezahlt.

Im Prinzip haben die wissenschaftlichen Instrumente fast wie gewünscht funktioniert. Was nicht geklappt hat, ist oft auf die ungünstige Lage zurück zu führen. Hier muss an einem neuen Verfahren gearbeitet werden, was bei unbekannter Bodenbeschaffenheit größere Erfolgsaussichten hat. Die Harpunen hätten dies vielleicht geschafft, wenn sie funktioniert hätten. Vielleicht sollte man eine Mini-Rakete von der Muttersonde los schicken, die ein Seil mit sich zieht, das der Lander dann wieder aufrollt und sich damit nach unten hangelt.

Nochmal zum Bohren: Wenn man tatsächlich Materie mit dem Bohrer raus geholt hat, müsste diese ja zumindest mit CIVA untersucht worden sein. Dann gäbe es auch Bilder davon. Kam eigentlich auch das Massenspektrometer PTOLEMY zum Einsatz? Das müsste dann ja eigentlich eine minimale Probe "genommen" haben.

Offline stonemoma

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #967 am: 16. November 2014, 10:16:52 »
Zur Frage welche Experimente man nochmal anwerfen kann wenn wieder Strom da ist:
Fast alle. Keines der Geräte ist darauf ausgelegt nur die in der First Science Sequence fedstgelegten Messungen zu machen, die wollten alle mehr und länger messen.
*MUPUS nicht mehr komplett, weil der Hammer kaputt ist, aber die Temperaturmessungen würden gut laufen.
*CIVA mit allen Kameras um noch die Veränderungen in der Umgebung zu beobachten
*COSAC da sind noch viele Öfen unbenutzt und Helium gibts noch ganz viel und von den 8 GC Säulen wurde ja nur eine einzige benutzt.
*Ptolemy ist ja auch noch so gut wi neu.
*SD2 der Bohrer könnte ruhig noch ein paar mal laufen
*ROMAP hat nur Sinn wenn sich was magnetisches tut, aber die haben haben ja 3 mal die Umgebung in der Höhe vermessen, was mehr war als sie am Anfang dachten.
*DIM braucht Zeit um Staubteilchen zu sehen also die wären froh um jede Minute
*Die Mikrofone in den Füßen sollen auch eher länger messen um Kometenbeben zu hören.

Also da gibts keinen der sich nicht über mehr Messzeit freuen würde.

Oh ich habe die Beschleunigungssensoren in den Harpunen vergessen, die Messen wirklich nur einmal, aber die waren auch noch nicht dran.


Offline proton01

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #968 am: 16. November 2014, 10:22:50 »
ich denk genau  in der mitte ist ein abdruck vom 2en hop ?
müsste man vergleichen vorher nachher
Das verlinkte Bid ist vom 3. August, da kann wohl kein Abdruck von Philae zusehen sein. Mit welchem Bild 'nachher' soll das verglichen werden?

Offline Volker_S

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #969 am: 16. November 2014, 11:14:12 »
Hi,
Das Bohren kann ich auch nicht glauben - Philae fast 90° gekippt und ein Bein schwebend....

eine Meinung die mir sehr gefällt.

Ich finde, dass hier Vieles sehr positiv ausgelegt wird, wenn beispielsweise über Twitter (was ist das überhaupt ein Kanal für verifizierbare Ergebnisse?) gezwitschert wird, dass alle Experimente gestartet werden konnten (und das Daten ausgewertet werden).

Die beteiligten Institute sind von öffentlichen Forschungsgeldern abhängig und damit natürlich auch (indirekt) von der öffentlichen Meinung. Also werden sie so positiv wie nur möglich über diese Mission berichten - es geht dabei schließlich um Zuwendungen/Unterstützungen in Millionenhöhe.

Wenn es also heißt, dass also der Bohrer angeschaltet wurde - kann es auch genau nur das bedeuten (und nicht das das MS oder der GC zwangsläufig mit Material beschickt wurden).

Was letztendlich 'da oben' wirklich passiert ist, werden wir erst später erfahren (Öffentlichkeitsbericht anfordern, o. Ä.)

PS: ...bevor ich hier nun allzu stark kritisiert werde - ich empfinde diese Gesamtmission als einen Riesenerfolg der beteiligten Institute. Sie haben alle meinen allerhöchsten Respekt.

-volker-

Offline stonemoma

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #970 am: 16. November 2014, 11:41:09 »
Nochmal zum Bohren: Wenn man tatsächlich Materie mit dem Bohrer raus geholt hat, müsste diese ja zumindest mit CIVA untersucht worden sein. Dann gäbe es auch Bilder davon.

Soweit ich gehört habe gibts leider kein Bild vom CIVA Mikroskop.

Offline stonemoma

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #971 am: 16. November 2014, 11:46:33 »
Hi,

Die beteiligten Institute sind von öffentlichen Forschungsgeldern abhängig und damit natürlich auch (indirekt) von der öffentlichen Meinung. Also werden sie so positiv wie nur möglich über diese Mission berichten - es geht dabei schließlich um Zuwendungen/Unterstützungen in Millionenhöhe.

Wenn es also heißt, dass also der Bohrer angeschaltet wurde - kann es auch genau nur das bedeuten (und nicht das das MS oder der GC zwangsläufig mit Material beschickt wurden).
-volker-

Die beteiligten Institute sind vom Wohlwollen  der DLR und damit des Wirtschaftsministers abhängig. Und bei unserer Auslegung der Politik sind da die Interessenverbände der Luft und Raumfahrtindustrie eher entscheidend.

Ja genau,  wenn da steht der Bohrer ist ausgefahren worden und hat sich gedreht, dann kann man daraus nicht folgern, daß was im Ofen gelandet ist.


Offline spacecat

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #972 am: 16. November 2014, 12:15:47 »
Hallo stonemoma,

da bin ich anderer Meinung:

Laut diesem Paper hat das SD2 einen sogenannten volume checker (Seite 4) mit dem die Menge des Komentenmaterials, welches in die jeweilige Ofenkammer gefüllt wird, gemessen werden kann.

Quelle:http://www.unmannedspaceflight.com/index.php?act=attach&type=post&id=34251

Dennoch sind wir natürlich jetzt auf die Aussagen der beiden Teams SD2 und COSAC angewiesen.

Grüße
spacecat

Offline KarstenS

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #973 am: 16. November 2014, 12:23:16 »
n. Kam eigentlich auch das Massenspektrometer PTOLEMY zum Einsatz? Das müsste dann ja eigentlich eine minimale Probe "genommen" haben.
Ja, Ptolemy lief als vorletztes Experiment und schickte wenn ich mich richtig an Twitter erinnere etwas über 400 Datenpakete.

Offline KarstenS

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Re: PHILAE - die Landung am 12. Nov. 2014
« Antwort #974 am: 16. November 2014, 12:26:26 »
SIe müssen Daten haben den Cosac twitterte gerade an Ptolemy:

Philae COSAC ‏@Philae_COSAC 15. Nov.

@Philae_Ptolemy happy you had your data ! Hope to exchange about our respective measurements very soon !

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