Navigation

Raumcon-Seiten

Benutzer im Chat: 6

19. Mai 2013, 02:52:26
Raumcon
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Neuigkeiten: Willkommen in der Raumcon
   Erweiterte Suche

Autor Thema: SpaceXs Dragon  (Gelesen 70902 mal)

Offline MR

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 744
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #270 am: 02. September 2010, 09:57:29 »
Für die unbemannte Dragon sind 10 m³ unter Druck und 14 m³ für Außenlasten vorgesehen. Die Kabine wird also wohl 10 m³ Raum bieten. Da sollte die Reise zum Ziel besser keine 2 Tage dauern.

Apollo hatte für 3 Personen 6 m³ und war bis zu 14 Tägige Missionen ausgelegt. Bei Dragon hätte bei 5 Personen jede Person so viel Platz wie bei Apollo. Damit sollten auch 7 Personen für 2 Tage transportiert werden können, sofern 7 Personen auf einmal überhaupt notwenig sein sollten.

Offline tomtom

  • Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1992
  • Real-Optimist
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #271 am: 02. September 2010, 11:49:31 »
Das ist nicht der Fall.

Bei Apollo ist das die Netto-Angabe, bei SpaceX dürfte das die Brutto-Angabe sein (also Gesamt-Volumen unter Druck ohne Equipment). Dragon wird mit Sicherheit enger. ;)

Aber Dragon ist aktuell ein unbemanntes Labormodul.
Bemannt mit LAS u.a. kann das wieder anders aussehen.

Offline klausd

  • Raumcon Administrator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 9895
    • spacelivecast.de
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #272 am: 23. September 2010, 14:32:39 »
Wie SpaceX heute mitteilte, war der Test der DragonEye Sensorsystems bei STS-127 erfolgreich. Es beinhaltet den LIDAR (Laser Imaging Detection and Ranging) Sensor, über den schon im STS-127 Thread diskutiert wurde.

Die Bilder rechts wurden von LIDAR aufgenommen. (Bilder: NASA / SpaceX)


Wer mal genauer wissen möchte wie das funktioniert, schaut sich dieses etwas längere Video an. Zum Beispiel ab 17:50 sind 3D Animationen zu sehen.

Es handelt sich beim DragonEye ebenfalls um eine ASC LIDAR Kamera. Auch wenn google damit wohl-möglich was anderes vor hat, ist das Prinzip das gleiche. Noch ein paar Sachen und ein anderes Video gibt es hier.

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ba_8fq5CO-g" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=Ba_8fq5CO-g</a>


Viel Spass damit,

Gruß, Klaus

Offline Han_Solo

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 188
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #273 am: 18. Januar 2011, 21:02:35 »
Der Weg zur bemannten Dragon - mit innovativem Abordsystem:
http://www.spaceflightnow.com/news/n1101/18spacex/
---------------------------------------------------
"Glaubst Du noch, oder denkst Du schon?" Giordano Bruno / "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein.

Offline Fabi485

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 182
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #274 am: 18. Januar 2011, 22:43:14 »
das hört sich mal interessant an, ob es dann wirklich so und von den Entwicklungskosten her hinhaut ist wieder eine andere Sache.

Das Problem das ich bei dieser Lösung für ein LAS sehe ist folgendes.
Ein LAS muss sehr schubstark sein um die schwere Kapsel schnell genug von der (explodierenden) Rakete wegzubringen. Aus diesem Grund hat man früher dazu Feststofftriebwerke eingesetzt die oben auf der Kapsel aufgesetzt waren und nach verlassen der Atmosphäre abgeworfen wurden um die Nutzlast nicht unnötig zu reduzieren.

Da SpaceX diese Triebwerke in die Kapsel integrieren und auch zur gesteuerten weichen Landung verwenden will scheiden Feststofftriebwerke schonmal aus, da diese nicht im Schub regelbar sind.

Das macht die ganze Sache technisch komplexer, außerdem wird das Gewicht des LAS mit in den Orbit und zurückgebracht was sich negativ auf die Nutzlast auswirken wird.

Mal sehen was daraus wird, spruchreif ist das ganze sowieso bei weitem noch nicht, erstmal muss sich SpaceX noch mit dem Transport von Fracht zu ISS beweisen, bevor man auch nur über solche Dinge ernsthaft nachdenken kann.

Offline MSSpace

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2023
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #275 am: 18. Januar 2011, 22:56:33 »
Aus diesem Grund hat man früher dazu Feststofftriebwerke eingesetzt die oben auf der Kapsel aufgesetzt waren und nach verlassen der Atmosphäre abgeworfen wurden um die Nutzlast nicht unnötig zu reduzieren.

Na was hat sich denn hier eingeschlichen?  ;)
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit!
SSRMS, EVA und SARJ???  Hier hilft das Abkürzungsverzeichnis!

Offline klausd

  • Raumcon Administrator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 9895
    • spacelivecast.de
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #276 am: 19. Januar 2011, 01:06:50 »

Nach dem Verlassen der Atmosphäre unnötig, daher abgesprengt um etwas Nutzlast zu gewinnen.

Ich versteh Dich nicht was sich da eingeschlichen hat?  ???

Grüße,

Klaus

Online technician

  • Raumcon Berater
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2322
    • ISS-Position
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #277 am: 19. Januar 2011, 01:08:05 »
Aus diesem Grund hat man früher dazu Feststofftriebwerke eingesetzt die oben auf der Kapsel aufgesetzt waren und nach verlassen der Atmosphäre abgeworfen wurden um die Nutzlast nicht unnötig zu reduzieren.

Na was hat sich denn hier eingeschlichen?  ;)

... weiss nicht - aber ein paar Gramm Nutzlast bringen ein paar kg Rettungssystem schon ...
aber andererseits, wenn man es nicht mehr brauchen kann kann es auch weg - eigentlich ging es bei dem System doch wohl darum die Kapsel auf "Fallschirmhöhe" zu bringen und von der Rakete weg....

Online -eumel-

  • Raumcon Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 6069
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #278 am: 19. Januar 2011, 01:39:40 »
Den Einwand von MSSpace verstehe ich auch nicht.

... weiss nicht - aber ein paar Gramm Nutzlast bringen ein paar kg Rettungssystem schon ...
Etwas mehr als ein Paar kg werden es schon sein. ;)
Das wird wohl so im Tonnen-Bereich liegen.
Deshalb spielt das schon eine Rolle für die Masse der Nutzlast.

eigentlich ging es bei dem System doch wohl darum die Kapsel auf "Fallschirmhöhe" zu bringen und von der Rakete weg....
Nicht nur. Das Rettungssystem sollte die Kapsel auch noch während der frühen Aufstiegsphase von einer havarierenden Rakete wegbringen können.

...wenn man es nicht mehr brauchen kann kann es auch weg
Aber wer wird denn gleich alles wegwerfen?! ;)

Wenn das Rettungssystem in die Kapsel integriert ist, kann man erstmal Masse einsparen, weil man keine zusätzlichen Strukturen, wie etwa einen Rettungsturm anbauen muß.
Eingebaut wird´s bestimmt leichter.
Wenn man das Rettungssystem beim Start nicht braucht, kann man es vielleicht im Orbit als (OMS) einsetzen, oder zum Bremsen beim Wiedereintritt (Deorbit Burn).
Dazu sollte man es allerdings in der Leistung drosseln (regeln) können.
Vielleicht könnte man die Triebwerke dazu auch einzeln feuern, um den Schub zu reduzieren?
Wenn das möglich ist, wäre es schon sinnvoll.

Offline MSSpace

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2023
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #279 am: 19. Januar 2011, 09:04:07 »
Guten Morgen,
ich hatte mich eigentlich nur an der Formulierung aufgehangen. Sollte es nicht eher sinngemäß heißen: "Das LAS wird abgeworfen, um die unnötige Nutzlast zu reduzieren". - Das Reduzieren der unnötigen Nutzlast ist jedenfalls nicht unnötig.   ;D
Ist ja auch egal, wir wissen ja wie es gemeint ist.  ;)  :-X
Gruß,
MSSpace...
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit!
SSRMS, EVA und SARJ???  Hier hilft das Abkürzungsverzeichnis!

Offline runner02

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2526
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #280 am: 19. Januar 2011, 10:40:50 »
Zitat
Da SpaceX diese Triebwerke in die Kapsel integrieren und auch zur gesteuerten weichen Landung verwenden will

Dann darf man aber nicht auf Fallschirme verzichten (wie es ja bei der neuen Russischen Kapsel sein soll) ... Sonst gibt es einen LA, und dann ist kein Treibstoff zum Landen mehr da  :o


Wenn man das LAS gleichzeitig als OMS benutzen kann, dann spart man sich das Gewicht des LAS... Denn bei einem Abort braucht man das OMS ohnehin nicht mehr, kann es verbraten... Und sonst müsste man das OMS sowieso in einen Orbit bringen.

Zitat
Dazu sollte man es allerdings in der Leistung drosseln (regeln) können.
Vielleicht könnte man die Triebwerke dazu auch einzeln feuern, um den Schub zu reduzieren?
Je mehr Triebwerke, desto größer die Verluste... Allerdings muss man was machen, sonst wird der mit 3-4g De-Orbit äußerst unbeliebt bei den Astronauten :)

Nur, wenn man zb. 4 Triebwerke auf gegenüberliegenden Seiten hat, dann bekommt man beim Feuern von nur einem evt ein Drehmoment...
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline Ruhri

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2513
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #281 am: 19. Januar 2011, 10:48:09 »
Wenn man das LAS gleichzeitig als OMS benutzen kann, dann spart man sich das Gewicht des LAS... Denn bei einem Abort braucht man das OMS ohnehin nicht mehr, kann es verbraten... Und sonst müsste man das OMS sowieso in einen Orbit bringen.

Genau das ist es doch. Wenn ein System gleichzeitig LAS und OMS sein kann, würde man Gewicht einsparen. Das LAS/OMS hätte als primäre Aufgabe, die Crew von der versagenden Trägerrakete weg zu reißen, die aber natürlich möglichst nie würde erfüllt werden müssen. Nach Erreichen des Orbits käme dann die sekundäre Aufgabe dran, das Raumfahrzeug zu manövrieren. Das Dilemma der heutigen Rettungstürme, zur Sicherheit der Besatzung Extra-Triebwerke und -Treibstoff (mit entsprechender Masse) mitführen zu müssen, wäre damit beseitigt.

Offline Marauder

  • Senior Member
  • ****
  • Beiträge: 375
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #282 am: 19. Januar 2011, 12:47:44 »
Nur als Gedankengang:
Wenn man sagt, man möchte ein Feststoff-LAS wegen des raschen Schubmaximums und der technischen Einfachheit (= Zuverlässigkeit), kann man das vielleicht nicht als OMS, aber zumindest als Retro-Triebwerk einsetzen. Wenn man jetzt eine symmetrische Anordnung von z.B. 4 Feststoffkartuschen hat für einen LAS-Einsatz, für den Wiedereintritt aber nur 2 benötigt, dann wäre doch das Problem mit der unsymmetrischen Zündung gar nicht gegeben - man würde einfach nur 2 Kartuschen zünden und die anderen beiden eben nicht. Selbst wenn man die dann vor dem Abstieg aus Sicherheitsgründen mit wegwirft, hat man immerhin noch weniger "verschwendet", als wenn man das ganze LAS ungenutzt entsorgt. Das setzt aber natürlich voraus, daß man die Treibstoffkartuschen so dimensionieren kann, daß eine 2-Fach-Retro/4-fach-LAS-Kombination sinnvoll nutzbar ist und beiden Aufgaben gerecht wird.
« Letzte Änderung: 19. Januar 2011, 15:58:09 von Marauder »

Online -eumel-

  • Raumcon Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 6069
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #283 am: 19. Januar 2011, 14:44:17 »
Nur, wenn man zb. 4 Triebwerke auf gegenüberliegenden Seiten hat, dann bekommt man beim Feuern von nur einem evt ein Drehmoment...

Das ist eine Frage der Ausrichtung und Lagekontrolle.
Wenn man nur ein Triebwerk von Vieren zum Deorbit Burn zünden will, muß die Kapsel exakt so ausgerichtet sein, daß dieses eine Triebwerk entgegen der Flugrichtung schiebt.
Außerhalb der Atmosphäre sollte das schon möglich sein, weil dort noch keine aerodynamischen Kräfte stören.

Offline tobi

  • Raumcon Administrator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 10678
  • Optimist
Re: SpaceXs Dragon
« Antwort #284 am: 19. Januar 2011, 15:20:52 »
@Marauder: SpaceX macht keinen Feststoff, das LAS wird mit Sicherheit mit hypergolen Treibstoffen ( z.B. MMH/NTO) laufen. Und der Schubvektor muss vor allem durch den Schwerpunkt gehen, sonst gibt es in der Tat ein Drehmoment.

Auch interessant ein anderer Punkt: Der Schwerpunkt der Kapsel liegt ziemlich tief, der Druckpunkt dürfte darüber liegen. Die Kapsel ist also aerodynamisch instabil bei dieser Flugrichtung. Um bei einem Abbruch auf Kurs zu bleiben, müssen die Triebwerke entweder drossel- oder schwenkbar sein. Schwenkbar halt ich für unwahrscheinlich, also drosselbar. Bei dem Apollo LAS an der Spitze musste glaub ich der Schwerpunkt extra mit Uran Richtung Spitze verschoben werden.
Das Leben ist zu kurz um Pessimist zu sein.