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Autor Thema: Mars-500  (Gelesen 97134 mal)

H.J.Kemm

  • Gast
Mars-500
« am: 27. April 2007, 16:32:46 »
Moin,

die Thema habe ich jetzt separiert und die älteren Beiträge nachgesetzt und dann aktualisiert; schwitz, grübel, keuch!

Der Start war Rollis Beitrag in # 33:

Zitat Anfang:
>>> ESA bereitet simulierte Marsmission vor
 
Eine bemannte Mission zum Mars stellt nicht nur große Anforderungen an die Technik, sondern auch an die Astronauten: Eineinhalb Jahre lang muss die Mannschaft auf engstem Raum zusammenleben und gemeinsam alle auftretenden Probleme meistern. Auch diese zwischenmenschlichen Aspekte will die ESA ab dem nächsten Jahr genauer unter die Lupe nehmen - im Rahmen einer simulierten Marsmission. <<<

Weiterlesen kann man hier:  http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=4651.msg83723#msg83723

Jerry
« Letzte Änderung: 20. Juni 2009, 17:25:29 von H.J.Kemm »

jakda

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #1 am: 27. April 2007, 08:56:19 »
Auf "Nowosti Dnja" gibt es einige Ergänzungen zur simulierten Marsmission in Russland.
520 Tage sollen sich 6 Teilhehmer in einem Modul aufhalten, in dem nicht nur die Flug- und Forschungszeit eine Rolle spielt, sondern auch die autonome Versorgung.

Grüße
jakda

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #2 am: 27. April 2007, 11:20:00 »
Moin Andreas,

@ Jakda: Auf "Nowosti Dnja" gibt es einige Ergänzungen zur simulierten Marsmission in Russland.
520 Tage sollen sich 6 Teilhehmer in einem Modul aufhalten, in dem nicht nur die Flug- und Forschungszeit eine Rolle spielt, sondern auch die autonome Versorgung.

Da haben wir doch in diesem Thread unter Antwort 33 & 34 was berichtet, gibt es dazu noch mehr Informationen? Wenn ja, dann könntest Du doch noch was dazu schreiben.

Jerry
 

jakda

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #3 am: 27. April 2007, 12:54:19 »
Ja, Jerry, werde mal eine sinnhaft Überstzung versuchen (Russischschule ist auch schon ewig her...)

Der Artikel ist von heute, 27.04.2007 00:06 Uhr

Überschrift: Im Institut der medizinisch-biologischen Probleme ist das Wohnmodul für das Experiment das "Mars-500" fertig

- Die Wohnmodule für den Maraufenthalt und für den Flug sind hergestellt.
- Die Inneneinrichtung, incl. die   Systeme für die Lebenserhaltung sind montiert
- Bis zum Herbst werden die Lager für die (Versorgungs-) Produkte und    
  technischen Geräte eingerichte. Die Prüfung auf hermetische Dichtheit ist bereits
  erfolgt.
- z.Z. wird das Medizinische Modul, das für die Isolierung von kranken Kosmonauten und die Durchführung von  
  Operationen notwendig ist, präzisiert und gebaut.
- Die innere Einrichtung des Moduls für den Marsaufenthalt und die speziellen  
  technischen Apparaturen werden als nächstes installiert.
  Im Modul wird eine medizinische Einrichtung für die Ausbildung der motorischen Bewegungen vorhanden sein, um
  eine Anpassung von der Schwerelosigkeit an die Gravitation des Mars zu erreichen.
- Die Produkte für die Lagerhaltung über 520 Tage sind ausgewählt, sowohl für die Verpflegung, als auch Produkte
  des täglichen Gebrauchs.
- Die Produkte der ISS haben nicht die erforderliche Haltbarkeit, so dass man auch Speisen aus gewöhnlichen (Erd-)
   Produkten nachdenkt, die hergestellt (gekocht) werden.
   Einige Produkte kommen auch von der ESA.
- Die 6 Teilnehmerwerden werden alle Pflichten für den Marsflug ausführen müssen, die auch in der Realität auftreten


Sicher kommen in Kürze darüber auch noch Infos in deutsch...

Grüße
jakda



« Letzte Änderung: 27. April 2007, 12:58:56 von jakda »

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #4 am: 27. April 2007, 13:01:14 »
Moin Andreas,

danke, sehr gut.

Steht da eigentlich auch was über die Kommunikation zwischen der Besatzung und der Aussenwelt? So wie ich das mal verstanden habe, soll das alles mit der entsprechenden Zeitverzögerung geschehen, so wie es beim Funkkontakt Bodenstation / Marsstation passiert.

Jerry

jakda

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #5 am: 27. April 2007, 13:07:34 »
Zitat
Steht da eigentlich auch was über die Kommunikation zwischen der Besatzung und der Aussenwelt? So wie ich das mal verstanden habe, soll das alles mit der entsprechenden Zeitverzögerung geschehen, so wie es beim Funkkontakt Bodenstation / Marsstation passiert.
 

Nein, über den Ablauf oder technische Einzelheiten steht da nichts. Es ist eher eine "Rechentschaftslegung" der ausführenden Institute über den Stand der Vorbereitung "Mars 500".

Grüße
jakda

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #6 am: 27. April 2007, 13:13:08 »
Moin Andreas,

ok, aber falls Du wieder etwas hörst oder siehst, dann informiere uns bitte hier im Forum.

Jerry

jakda

  • Gast
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #7 am: 27. April 2007, 13:21:59 »
@ Jerry
selbstverständlich....


Was man bei der Info zwischen den Zeilen rauslesen kann, ist, dass es nicht nur um den zeitlichen Test geht,
sondern das scheinbar auch ein Teil der technischen Ausrüstungen für so einen Flug schon vorhanden und getestet werden soll....

Grüße
jakda

Offline alswieich

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  • Peter Ruppert ≡ alswieich
    • Gera und seine Straßenbahn
Re: Russen zum Mars...?!
« Antwort #8 am: 27. April 2007, 14:40:39 »
Mahlzeit!


Da habe ich aber was mit meinem vielleicht auch etwas provokanten Beitrag angerichtet! Was für eine lebhafte und interessante Diskussion! Das freut mich.
 :)  <--- ich

Zu "Mars 500":
Meiner Meinung nach wird dieses Experiment vor allem für bemannte Mondstationen erkenntnisreich sein, denn die notwendige Technik dürfte sich ja ähneln. Die einzigen Unterschiede, die mir zwischen Mars- und Mondmissionen einfallen sind:
- Distanz zur Erde
- Gravitation
- chem. Zusammensetzung des Staubs
- Tag-/Nachtrhythmus
- Temperaturen
- fällt euch nochwas ein?


Gruß
Peter
« Letzte Änderung: 27. April 2007, 14:42:13 von alswieich »

knt

  • Gast
Mars-500
« Antwort #9 am: 27. April 2007, 16:02:11 »
Zitat
Moin Andreas,

danke, sehr gut.

Steht da eigentlich auch was über die Kommunikation zwischen der Besatzung und der Aussenwelt? So wie ich das mal verstanden habe, soll das alles mit der entsprechenden Zeitverzögerung geschehen, so wie es beim Funkkontakt Bodenstation / Marsstation passiert.

Jerry
Habe ich auch gelesen und zwar hier:
http://www.astronews.com/news/artikel/2007/04/0704-002.shtml

weitere Links zum Thema Mars-500:
http://www.imbp.ru/Mars500/Mars500-e.html (offizelle seite)
http://www.esa.int/esaCP/SEMYNY6DWZE_index_0.html

und allgemein zum russischem "mars program":
http://www.energia.ru/english/energia/mars/condition.html

Es gibt auch irgendwo Bilder von den Innnen Räumen des Mockups - schaut recht gediegen aus - viel sperrholz und teppiche - aber leider finde ich die nicht mehr :/
« Letzte Änderung: 27. April 2007, 16:19:02 von knt »

jakda

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #10 am: 30. April 2007, 09:17:11 »
Hier 2 erste Bilder vom spartanischen Inneren - die "Sperrholzatmosphäre", die knt meint...
Quelle: http://rnd.cnews.ru/tech/news/line/index_science.shtml?2006/12/29/230179



Grüße
jakda

Corsar

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #11 am: 30. April 2007, 10:14:28 »
Bonjour, mon dieu, et qui pour 500 jours !
Ob das gut geht? J.C.

Offline Plutoman

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  • Beiträge: 381
Re: Mars 500
« Antwort #12 am: 30. April 2007, 10:34:29 »
Simulation hin oder her, leider kann man hier auf der Erde keine Schwerelosigkeit und Kosmische Strahlung 520 Tage lang Simulieren.

ILBUS

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #13 am: 30. April 2007, 10:41:01 »
Ja, aber ein sehr wichtiger Aspekt der Psyhischen Belastung schon. Es geht in erster Lienie darum.

jakda

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #14 am: 30. April 2007, 10:47:47 »
Die Russen haben das schon vor ihren Langzeit - Soljut - Flügen gemacht.
Allein der psychologische Test für das Zusammenlebens auf engsten Raum über eine so lange Zeit...
Dabei sollen die (Wohn-) Raumgrößen schon realitätsnah sein.

Grüße
jakda
« Letzte Änderung: 30. April 2007, 10:49:07 von jakda »

Offline MSSpace

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Re: Mars 500
« Antwort #15 am: 30. April 2007, 10:47:53 »
Es geht hier vermutlich eher um die soziale Komponente, also wie sich eine Crew über einen langen Zeitraum auf so engem Raum verhält. Diese hölzerne Einrichtung erinnert nicht gerade an ein Raumfahrt-Modul. Big Brother der Raumfahrt?
Gruß,
MSSpace...


P.S.: Da hatten wir wohl die gleichen Gedanken zur gleichen Zeit...
« Letzte Änderung: 30. April 2007, 10:48:58 von MSSpace »
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit!

SSRMS, EVA und SARJ???  Hier hilft das Abkürzungsverzeichnis!

Offline KSC

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Re: Mars 500
« Antwort #16 am: 30. April 2007, 11:48:52 »
Zitat
Big Brother der Raumfahrt?
Genau das ist mir bei den Bildern auch durch den Kopf gegangen  ;D

Gruß,
KSC
« Letzte Änderung: 30. April 2007, 11:49:08 von KSC »

knt

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #17 am: 30. April 2007, 13:42:18 »
Zitat
Big Brother der Raumfahrt?

Naja sowas ähnliches - wo es bei Big Brother um das provozieren von Konflikten geht, geht es bei Mars-500 um Methoden der Vermeidung und Bewältigung. Ein weiteres wichtiges Ziel ist sicher herrauszu finden welche Wergzeuge und Versorgungsmittel am besten mitgenommen werden. Allein die nötige Haltbarkeit der Nahrungsmittel wirft sicher einige Problem auf - die wollen ja wahrscheinlich nicht nur Pemikan essen..

danke für die Bilder jakda! Genau die meinte ich  :) - beim Teppich schein ich mich allerdings geirrt zu haben
« Letzte Änderung: 30. April 2007, 13:43:13 von knt »

knt

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #18 am: 13. Mai 2007, 01:26:46 »
Ein Telepolis Artikel über Mars500. Wenig/Nichts neues, enthalten aber noch einmal nett beschrieben:

Zitat
Unter der Federführung des russischen [extern] Institute of Biomedical Problems of the Russian Academy of Sciences in Moskau, versucht man nun auf Basis dieser Langzeitstudie herauszufinden, wie der Mensch aus psychologischer und medizinischer Sicht solche Langzeitmissionen in der Zukunft übersteht. Die wichtigsten Testfaktoren:
  •       Studieren verschiedener Einflüsse und simulierter Zustände auf die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit der Mannschaft
  •       Organisation der Mannschaftsaktivitäten und deren Zusammenspiel mit dem Kontrollzentrum
  •       Steuerung, Diagnose und Vorhersage des Gesundheitszustands der Crew, sowie die Erprobung des Einsatzes neuer telemedizinischer Technologien
  •      Psychologische Unterstützung
  •        Überprüfung neuer Technologien und Werkzeuge, die zur Lebenserhaltung und zum Schutz der Mannschaft dienen
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25258/1.html
« Letzte Änderung: 13. Mai 2007, 01:27:31 von knt »

rolli

  • Gast
Mission to Mars
« Antwort #19 am: 14. Mai 2007, 08:23:00 »
Es wird weiter gehirnt:

Siehe auch bei uns:

http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=3811.msg64170#msg64170

Zitat:

Mission to Mars

Wer schon immer mal zum Mars wollte, kann sich in Kürze um einen Platz bewerben


Was vor einiger Zeit noch unmöglich erschien, könnte in gar nicht mehr so langer Zeit Wirklichkeit werden: eine bemannte Mission von der Erde am Mond vorbei zum Mars (Bild: ESA)

Um sich auf solche zukünftigen Missionen zum Mars vorzubereiten, wird die Europäische Weltraumorganisation ESA gemeinsam mit der russischen Weltraumagentur Roscosmos im Frühjahr nächsten Jahres eine Mannschaft aus sechs speziell ausgewählten Personen, die gewisse Kriterien an Fitness und Intelligenz erfüllen müssen, zu einer simulierten Reise zum Mars schicken. Die Anforderungen sind sehr hoch und entsprechen denen, die auch ein ESA-Astronaut erfüllen muss. 520 Tage ohne Test- und Vorbereitungszeit wird diese Mannschaft in einer abgeschlossenen Raumschiff-/Mars-Umgebung verbringen, die einen zum Mars und zurück führt.

Moskau statt Mars

Leider ist es nur eine Simulation, und man befindet sich in Wirklichkeit nur in einem speziell dafür erstellten Raumschiffmodell mit einer Größe von ca. 200m in der Nähe von Moskau. Nach einem Drehbuch werden die auserwählten Sternenbummler die komplette Reise zum Mars mit Landung, Exkursion und Rückkehr zur Erde erleben. Sämtliche durchzuführende Aufgaben sowie Experimente, die während dieser langen Reise anstehen, ähneln denen, die auch bei einem realen Ausflug zum 'Roten Planeten' anfallen könnten.

Natürlich können in dieser Zeit viele unterschiedliche Probleme auftauchen, von Krankheiten bis hin zu Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb der Crew, aber auch mit der Zentrale auf der Erde, diese gilt es dann bestmöglich zu lösen. Der simulierte Reiseablauf ist folgendermaßen aufgebaut:

 Flug von der Erde zum Mars: Dauer 250 Tage
 Exkursion auf der Marsoberfläche und die Durchführung verschiedener Experimente von 3 der insgesamt 6 Mannschaftsmitglieder: Dauer 30 Tage
 Flug zurück vom Mars zur Erde: Dauer 240 Tage.


Im Zuge des ESA-Aurora-Projektes (3) (Missionen zur Erkundung des Sonnensystems und unter anderem eine bemannte Mission zum Mars) hat die ESA auch schon eine klare Vorstellung von der simulierten 'Reiseumgebung' zum Mars.

Das Raumschiff selbst wird aus mehreren miteinander verbundenen Metallcontainern bestehen, die sich aufteilen in einen Forschungs- und Wissenschafts-Raum, einen medizinischen Bereich, einen Gemeinschaftsraum und eine Küche. Zudem wird es einen speziellen Container geben, der für die Exkursion auf die Marsoberfläche bereit steht.
 Die beteiligten Wissenschaftler können damit erstmalig einem Experiment beiwohnen, das in dieser Form bisher einmalig ist.

Das ist sehr wichtig für uns. Wir haben zwar Erfahrungen mit Astronauten, die zur internationalen Raumstation fliegen und sich dort länger aufhalten, aber Astronauten, die sich auf die Reise zum Mars begeben, dass ist eine völlig andere Herausforderung.
Marc Heppener, ESA

Wie solche Langzeitmissionen überstehen?

Unter der Federführung des russischen Institute of Biomedical Problems of the Russian Academy of Sciences in Moskau (4), versucht man nun auf Basis dieser Langzeitstudie herauszufinden, wie der Mensch aus psychologischer und medizinischer Sicht solche Langzeitmissionen in der Zukunft übersteht. Die wichtigsten Testfaktoren:

 Studieren verschiedener Einflüsse und simulierter Zustände auf die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit der Mannschaft
 Organisation der Mannschaftsaktivitäten und deren Zusammenspiel mit dem Kontrollzentrum
 Steuerung, Diagnose und Vorhersage des Gesundheitszustands der Crew, sowie die Erprobung des Einsatzes neuer telemedizinischer Technologien
 Psychologische Unterstützung
 Überprüfung neuer Technologien und Werkzeuge, die zur Lebenserhaltung und zum Schutz der Mannschaft dienen

Eine der größten Herausforderungen für die Mannschaft wird neben den medizinischen Aspekten die psychologische Verfassung sein, in der sich die Crewmitglieder befinden und die auch die Kommunikation und Interaktion innerhalb dieser Mannschaft bestimmt. So sind sie in brenzligen Situationen auf sich selbst gestellt, da die Kommunikation mit der Erde eine Zeit von ca. 40 Minuten in Anspruch nimmt, bevor man mit einer Antwort, Hilfe oder Lösung rechnen kann.

Erschwerend kommt die exakt bemessene Nahrungsmittelversorgung für die Dauer dieser Mission hinzu, die der Selbstkontrolle unterliegt und für zusätzliche Spannungen unter der Mannschaft führen kann, je nachdem, wie man mit seinem Lebensmittelvorrat haushaltet.


'In unseren Mythen, in jeder menschlichen Kultur, besitzt der Mars eine ganz besondere Anziehungskraft. Leben sucht stets anderes Leben. Die Entdeckung neuer Welten, um von da aus zu den nächsten vorzudringen. Dazu sind wir Menschen da.' (Mission to Mars). Bild NASA/JPL

Die Freiwilligen sind aber nicht nur über ein Jahr von Familie, Arbeit und Freunden abgeschnitten und extremen Situationen ausgesetzt, sie müssen auch damit rechnen, mit eventuellen gesundheitlichen und psychischen Folgen noch einige Zeit nach dieser Mission zu leben. In welcher Form und wie lange, wird man erst nach der Studie wissen - das Risiko trägt jeder Proband selbst.

Für uns ist es auch sehr wichtig zu wissen, welche Menschen nicht nur physisch sondern auch psychisch für solch eine Mission überhaupt in Frage kommen.

In circa vier Wochen wird die ESA unter anderem auch über das Internet das gesamte Prozedere mit Bewerbungsvoraussetzungen bekannt geben, im November sollen die Probanden dann feststehen - es bleibt also noch etwas Zeit, darüber nachzudenken, sofern man sich innerhalb der festgesetzten Altersgrenze zwischen 25 und 50 Jahren befindet.

Zitatende

Quelle:

http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=25258&mode=print

 :o
« Letzte Änderung: 14. Mai 2007, 09:00:27 von rolli »

rolli

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #20 am: 14. Mai 2007, 16:18:34 »
So, nachdem Jerry in seinem Eifer meinen Beitrag 1000 mal verschoben hat,
doch noch mal den entscheidenden Passus in "meinem" Beitrag:

"Das Raumschiff selbst wird aus mehreren miteinander verbundenen Metallcontainern bestehen, die sich aufteilen in einen Forschungs- und Wissenschafts-Raum, einen medizinischen Bereich, einen Gemeinschaftsraum und eine Küche. Zudem wird es einen speziellen Container geben, der für die Exkursion auf die Marsoberfläche bereit steht."

Also nix von Orion oder kleinen Kapsel nach Mars.
Das habe ich von Anfang an behauptet.

Na, da wird noch einige Zeit den Rhein runterfliessen, denke ich mal

 [smiley=bath.gif]




jakda

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #21 am: 14. Mai 2007, 20:19:12 »
@ rolli
der Beitrag bei "heise" ist etwas vermischt.
Das Aurora-Projkt der ESA ist ja eine Strategie-Suche für die Langzeiterforschung (Robotik + Human) des Sonnensystems - also nicht nur Mars.
Das Bild dürfen wir nicht als Beispiel für den MARS 500 Test nehmen.

Die Russen sollen Mitte / Ende der 80ger 30% des Marsequipments fertig gehabt haben....
Ist aber schon ewiglich her, dass ich darüber gelesen habe. Weiß jenmand was darüber?

Grüße
jakda

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #22 am: 14. Mai 2007, 20:34:48 »
Moin jakda,

das ist aber nicht Rolli´s Schuld, sondern ich bin der Übeltäter. Ich habe Rolli´s Beitrag hier in diesen Thread gepackt, da ich meinte, daß solche Vorbereitungen irgendwie unter einem Titel bleiben sollten.

Vielleicht sollte wir den Titel ändern, damit beide Projekte hier drin bleiben können. Z.B.: Weltraumreise simuliert

Gibt´s da ´nen besseren Vorschlag?

Jerry
« Letzte Änderung: 14. Mai 2007, 20:37:00 von H.J.Kemm »

Offline Schillrich

  • Raumcon Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 18762
Re: Mars 500
« Antwort #23 am: 14. Mai 2007, 20:40:05 »
Mein Vorschlag wäre ein Thread, der sich mit Marsmissionen und -konzepten allgemein beschäftigt und auch einen entsprechenden Titel tragen sollte. Der könnte aber auch schnell unübersichtlich werden ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"We are following you ... but not on twitter." (Futurama)

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Mars 500
« Antwort #24 am: 14. Mai 2007, 21:05:39 »
Moin Daniel,

unübersichtlich wird´s, wenn man jedesmal nach hinten durchsuchen muß, weil wir für jede aktuelle Meldung einen neuen Thread angefangen haben (früher). Jetzt weiß jeder, wo was geschrieben steht, auch wenn man da zurückblättern muß, aber es ist in dem Thread vorhanden.

Jerry
« Letzte Änderung: 14. Mai 2007, 21:05:57 von H.J.Kemm »

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