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Autor Thema: Magellansche Wolken  (Gelesen 16482 mal)

H.J.Kemm

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Magellansche Wolken
« am: 16. November 2005, 19:20:48 »
Moin,

ich habe unter *Universe today* folgenden Beitrag gelesen:

http://www.universetoday.com/am/publish/two_supernova_remnants_chandra.html?15112005

Wer kann mir sagen, wo ich etwas Genaues über DEM L 312 finde.

In welcher Durchmusterung ist die SN gelistet?


Jerry






Offline Volker

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #2 am: 05. Dezember 2005, 22:31:35 »
Zitat
Wer kann mir sagen, wo ich etwas Genaues über DEM L 312 finde.

Den Artikel zum bunten Bild gibt es unter http://arxiv.org/abs/astro-ph/0509696 :
Williams & Chu, 2005, "Supernova Remnants in the Magellanic Clouds. VI. The DEML316 Supernova Remnants", Astrophysical Journal 635

Gruss, Volker


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H.J.Kemm

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #3 am: 26. Juli 2006, 21:42:27 »
Moin,

über die *Supernova 1987A* wird ja hin und wieder berichtet, deshalb meine ich, sollte auch hier im Raumcon ein entsprechender Thread vorhanden sein um da die verschiedenen Entdeckungen bzw. Erkenntnisse aufzulisten.

Die *Supernova 1987A* war die erdnächste Supernova seit der Supernova 1604. Sie wurde am 24. Februar 1987 entdeckt und fand in der Großen Magellanschen Wolke (GMW) statt. Diese ist etwa 179.000 Lichtjahreentfernt.

*SN 1987A* war vermutlich eine Variante des Typs SN II-P. Die Einordnung in eine spezielle Klasse erfolgt aufgrund der abweichenden Lichtkurve, die sich in den ersten drei Monaten deutlich vom Standardfall unterschied. Verursacht wurde dieses besondere Verhalten wohl durch die besondere Gestalt des Progenitors Sanduleak 69202, einem relativ kompakten blauen B3-Überriesen. Die geringe Größe des Ausgangssystems führte zum Verlust fast aller schockinduzierter Hitze durch adiabatische Expansion, noch bevor das abgestoßene Material durch die zunehmende Ausdünnung transparent wurde. Dementsprechend war die Maximalhelligkeit relativ gering. Im Gegensatz zu dem nahezu reinen Kontinuum der Typen II-P und II-L im Maximum zeigte *SN 1987A* starke P-Cygni Eigenschaften der Balmer-Linien. Später wurden dann deutliche Charakteristika des Typs SN II-P sichtbar. (www.maa.mhn.de)




Jerry
« Letzte Änderung: 26. Juli 2006, 22:05:10 von H.J.Kemm »

jps-fan

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #4 am: 26. Juli 2006, 23:25:26 »
Ich habe heute gelesen, leider finde ich die Seite nicht mehr, dass das Weltraum-Teleskop Spitzer jetzt Aufnahmen von der SN 1987A gemacht hat, und daraus wollen Wissenschaftler ableiten, wie Leben angefangen hat.

jps

H.J.Kemm

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #5 am: 06. Januar 2010, 23:55:43 »
Moin,


Die Milchstrasse und die beiden Magellanschen Wolken
Bild: Peter Stinner (pers. freigegeben)

Die beiden *Magellanschen Wolken* sind zwei irreguläre Zwerggalaxien in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Sie werden mit GMW und KMW (Große/Kleine Magellansche Wolke)  abgekürzt.

Sie sind von der Südhalbkugel unserer Erde aus gut zu sehen.
Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sie beide durch einen Stron aus Gas verbunden sind und dass ein weiterer Strom auch im Kontakt zu unserer Milchstrasse hat.

Das hat die Astronomen schon seit geraumer Zeit beschäftigt, da sie sich diese Situation nicht erklären konnten.

Es wird angenommen, dass sich beide Wolken vor ~ 2,5 Mrd Jahren kontaktierten und dabei Teile ihres Volumens verloren haben. Dadurch erhielten sie jeweils eine noch heute klar sichtbare Fahne. In diesen Fahnen entwickelten sich dann sehr schnell neue Sterne, von denen ein Großteil nur sehr kurzlebig war. Sie endeten in SN. Der dadurch entstandene gewaltige Sternenwind hat einen Teil der Fahnen in Richtung unserer Heimatgalaxie verschoben, sodass dadurch eine unmittelbare Berührung entstanden ist.


Von den beiden Magellanschen Wolken geht der mehrere hunderttausend Lj lange Schweif aus Wasserstoffgas aus (rot, Radioaufnahm), der sich über den gesamten Nachthimmel erstreckt. Der Hintergrund zeigt zur Orientierung die Milchstraße im sichtbaren Licht.
Bild: © Nidever, et al., NRAO/AUI/NSF and Meilinger, Leiden-Argentine-Bonn Survey, Parkes Observatory, Westerbork Observatory, Arecibo Observatory.

Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass nicht ein wie bisher angenommener früherer enger Vorbeiflug der beiden kleinen Galaxien an unserer Milchstrasse Auslöser des Materiestromes sein kann.

Falls es jemals zu einer Vereinigung von der KMW und der GMW, einschliesslich der extrem langen Fahne, kommen sollte, dann wäre das neue Gebilde ungefähr so gross wie M 32 und das in nur ~ 150.000 Lj!

Jerry   
 
 

H.J.Kemm

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #6 am: 08. Januar 2010, 02:07:28 »
Moin,


Bild: NASA / JPL-Caltech / STScI

Auf diesem Falschfarben-Infrarotmosaik von Spitzer ist ganz deutlich die Fahne aus Gas und Staub (grün) und neu gebildeten Sternen (blau) von der KMW zu sehen. Sie verläuft nach rechts. Mittig sieht man Sternentstehungsgebiete (rot).

Jerry

Offline redmoon

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #7 am: 28. Mai 2011, 21:09:53 »
Hallo,

die beiden Magellanschen Wolken stellen für die professionellen Astronomen immer noch ein durchaus interessantes Forschungsgebiet dar. Bei der Durchmusterung der Großen Magellanschen Wolke ( LMC ) stießen sie dabei auf einen ungewöhnlichen Stern. Mehr dazu auf unserer Portalseite : 
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/28052011210028.shtml 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
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Offline -eumel-

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #8 am: 30. Mai 2011, 00:53:03 »
Der Tarantula-Nebel liegt noch vor dem hellen Einzelgängerstern VFTS 682 und dem Sternhaufen R 136 ?
Gehört die Wolke, die das Licht von VFTS 682 teilweise absorbiert, zum Tarantula-Nebel, oder ist die Wolke in der Nähe des Sterns ?
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. Februar 2020 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline Gertrud

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #9 am: 11. November 2011, 15:13:57 »
Hallo Zusammen,

die Magellanschen Wolken mit der Stern -Region 30 Doradus
wurde dem Chandra X-ray Observatorium beobachtet.

Die ca. 2.400 massereichen Sterne in der Mitte der 30 Doradus, auch Tarantula Nebel genannt, produzieren eine intensive Strahlung und starke Winde.
Multimillionen-Grad-Gas wurden in den X-Strahlen (blau) von dem Chandra X-ray Observatory entdeckt.

Durch die stellaren Winde und durch Supernova -Explosionen hat sich eine Schockfront,ähnlich wie beim Überschallknall, riesige Blasen gebildet.
 
Credit: X-ray: NASA/CXC/PSU/L.Townsley et al.; Infrared: NASA/JPL/PSU/L.Townsley et al.
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up038256.jpg

in der Umgebung das kühlere Gas und Staub hier in dem Compositbild in der Infrarot-Emission aus dem Spitzer Space Telescope (orange) dargestellt.

Credit: X-ray: NASA/CXC/PSU/L.Townsley et al.; Infrared: NASA/JPL/PSU/L.Townsley et al.
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up038258.jpg

Quelle:
 http://chandra.harvard.edu/photo/2011/30dor/

Edit: altes Autobild  ::) gelöscht und richtiges Bild reingesetzt, Gruß Gertrud
Gertrud
« Letzte Änderung: 19. April 2019, 21:27:47 von Gertrud »
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Offline Gertrud

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #10 am: 22. November 2011, 19:38:30 »
Hallo Zusammen,

in den äußeren Halo der großen Magellanschen Wolke hat Hubble den Kugelsternhaufen NGC 1846 aufgenommen.
Als Mitglied der Großen Großen Magellanschen Wolke befindet sich NGC 1846 rund 160.000 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Doradus.

Am Rande des Cluster ist ein faszinierendes Objekt zu sehen.
Die schwache grüne Blase ist in der unteren Mitte des Bilder zu sehen.

Der "planetarische Nebel"  ist die Folge eines ausgebrannten Zentralstern, welcher innerhalb der Blase zu sehen sein könnte.
Es ist auch noch nicht sicher,
ob der planetarische , grüne Nebel ein Mitglied von NGC 1846 ist,
oder ob er nur einfach in der Sichtlinie des Cluster liegt.
Dieses Bild wurde 2006 von Hubble mit der Advanced Camera for Surveys aufgenommen.
 

Credit: NASA und das Hubble Heritage Team, STScI / AURA, Danksagung: P. Goudfrooij, STScI
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up038254.jpg 
Quelle:
http://www.nasa.gov/mission_pages/hubble/science/life-death.html

Gertrud
 
   
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Offline Olli

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #11 am: 22. November 2011, 20:50:51 »
Es ist auch noch nicht sicher, ob der planetarische , grüne Nebel ein Mitglied von NGC 1846 ist, oder ob er nur einfach in der Sichtlinie des Cluster liegt.

Dazu eine Überlegung: durch die relative Bewegung der Sterne im Cluster und des Zentralsterns im planetarischen Nebel zueinander sollte sich doch rausfinden lassen, ob der Nebel zu NGC 1846 gehört oder nicht. Bewegt sich der Nebel relativ von den Clustersternen befindet er sich im Vordergrund, bewegt er sich nicht, dann gehört er zum Cluster.

Passt der Gedankengang oder ist das zu einfach?

Grüße
Olli
Einmal mitfliegen - was gäb' es Schöneres? Nichts!

Offline Gertrud

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #12 am: 22. November 2011, 23:58:42 »
Es ist auch noch nicht sicher, ob der planetarische , grüne Nebel ein Mitglied von NGC 1846 ist, oder ob er nur einfach in der Sichtlinie des Cluster liegt.

Dazu eine Überlegung: durch die relative Bewegung der Sterne im Cluster und des Zentralsterns im planetarischen Nebel zueinander sollte sich doch rausfinden lassen, ob der Nebel zu NGC 1846 gehört oder nicht. Bewegt sich der Nebel relativ von den Clustersternen befindet er sich im Vordergrund, bewegt er sich nicht, dann gehört er zum Cluster.

Passt der Gedankengang oder ist das zu einfach?

Grüße
Olli

Hallo Olli,
nach dem Bericht könnten Messungen der Bewegung der Cluster-Sterne und des, im planirarischen Nebel befindlichen, Zentralstern darüber Aufschluss geben, ob der Nebel ein Clustermitglied ist oder werden wird.

mit den besten Grüßen
Gertrud

 
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Offline Gertrud

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #13 am: 07. Dezember 2011, 00:17:18 »
Hallo Zusammen,

Astronomen haben den schnellsten rotierenden Stern VFTS 102  gefunden.

Die Forscher haben die Südsternwarte das Very Large Telescope auf dem Paranal-Observatorium in Chile benutzt,
um die schnellsten drehenden Sterne zu entdecken.

Credit:  NASA , ESA und G. Bacon ( STScI )

Diese massiven, hellen heiße blaue jungen Riesen liegen in der der Großen Magellanschen Wolke, etwa 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Diese Ansicht zeigt einen Teil der stellaren Kinderstube "Tarantula Nebula" in der Großen Magellanschen Wolke. Im Zentrum liegt der leuchtende Stern VFTS 102 Diese Ansicht enthält sowohl sichtbares Licht und Infrarot-Bilder aus dem Wide Field Imager am MPG / ESO 2,2-Meter-Teleskop auf La Silla und dem 4,1-Meter-Infrarot-VISTA-Teleskop auf dem Paranal. 

(Credit:.. ESO / M.-R Cioni / VISTA Magellanschen Wolke)

Unter den vielen hellen Sternen in dieser stellaren Kinderstube hat das Team  VFTS 102 entdeckt.
"VFTS 102" ist als der schnellste rotierenden Stern.
Er dreht sich mehr als zwei Millionen Kilometern pro Stunde.

 Die Astronomen haben ermittelt, das die Sterne rund 25-fache Masse der Sonne haben und über hunderttausend Mal heller sind.
Die bemerkenswerte Drehzahl und die ungewöhnliche Bewegung im Vergleich zu den umgebenden Sternen  lässt die Wissenschaftler rätseln, wie das frühere Leben der Sterne  war.
Der Unterschied in der Geschwindigkeit könnte bedeuten das VFTS 102 runaway Stern ist.
Nach der Vermutung der Forscher wurde der Stern aus einem Doppelsystem ausgeworfen, nachdem sein Begleiter zu einer Supernova explodiert ist.   
 Ein Pulsar und der Supernova-Überrest in der Umgebung stützt diese Idee.

Dieses Diagramm zeigt eine Theorie für die Schaffung der am schnellsten drehenden Sterne,welche bis heute gefunden wurden.
 
Credit:  NASA , ESA und A. Feild ( STScI )

Quelle der Bilder:
http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2011/39/image/

http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2011/39/full/

Gertrud
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Offline -eumel-

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #14 am: 07. Dezember 2011, 00:48:17 »
Aber woher kommt die hohe Drehzahl? ???
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. Februar 2020 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Offline Gertrud

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #15 am: 07. Dezember 2011, 15:53:28 »
Hallo@-eumel-,
zuerst habe gaaanz schnell die Zahlen kontrolliert,
da mir ja auf dem Gebiet schon einige Fehler unterlaufen sind. ::)
 Aber nach dieser Kopie aus dem Bericht habe es korekt wieder gegeben.
Zitat
....Unter den vielen hellen Kandidaten fiel den Wissenschaftlern insbesondere der Stern mit der Bezeichnung  VFTS 102 [1] auf: Messungen zeigen, dass er mit einer enormen Geschwindigkeit rotiert – die Äquatorregionen der Oberfläche laufen dabei mit mehr als 2 Millionen km/h um das Sternzentrum. Das entspricht mehr als der 300fachen Rotationsgeschwindigkeit unserer Sonne [2]. Der Stern ist demnach kurz davor, durch starke Zentrifugalkräfte zerrissen zu werden. VFTS 102 ist ist der am schnellsten rotierende bekannte Stern [3].....
Quelle:
http://www.eso.org/public/germany/news/eso1147/

Nach dem Bericht vermuten die Forscher ,
das dieser schnell routierende Stern VFTS 102 möglichersweise früher zu einem Doppelsternsystem gehörte.
*Dabei könnte VFTS 102 sehr schnell Materie von zu einem anderen Stern aufgenommen abgegeben haben.
Durch diesen Massentransfer soll die Rotation von VFTS 102 immer schneller geworden sein.
So erklären die Wissenschaftler sich die extrem hohe Rotationsgeschwindigkeit

mit den besten Grüßen
Gertrud   

Edit:* falsche Wörter berichtigt.
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2011, 18:39:30 von Gertrud »
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Offline rene.eichler2

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #16 am: 07. Dezember 2011, 18:14:47 »
Hi

Mir ist aufgefallen, dass das Szenario der Forscher nicht ganz stimmen kann.
Wenn der Stern wirklich einen Begleiter hatte, von dem er Materie akkretiert hat, muss sein Begleiter doch masseärmer gewesen sein.
Jetzt gibt man aber einen Pulsar als Begleiter an.
Der Stern aus dem der Pulsar hervorgegangen ist, sollte aber doch Massereicher gewesen sein als
der schnelle Stern. Denn er ist ja früher zum Pulsar geworden.
Wie kann dann ein masseärmerer Stern von einem massereicheren Materie absaugen?
Das geht doch nicht.
Gruß René
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Offline Gertrud

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #17 am: 07. Dezember 2011, 18:29:33 »
Hallo @rene.eichler2

nach meinem Verständniss des deutschen Artikels von ESO
http://www.eso.org/public/germany/news/eso1147/
verhält es sich genau anders herum, wie Du es auffasst.

Nach meinem Verständniss ist aus dem Stern, welche die Masse verloren hat, der schnell routierende Stern VFTS 102 geworden.
Der massereiche Begleiter- Stern ist zu einer Supernova explodiert.
Zitat
Nach einer kurzen Lebensdauer von nur 10 Millionen Jahren wäre der massereiche Begleiter dann als Supernova explodiert.

So verstehe ich den Artikel.
Gertrud
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Offline rene.eichler2

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #18 am: 07. Dezember 2011, 18:57:17 »
Hi Gertrud

Ein Stern wird aber nicht schneller wenn er Masse verliert.
Er wird nur schneller wenn er Masse ansaugt.
Du als Schlittschuhfahrer drehst dich ja auch nicht schneller wenn du ebi einer Piruette die Arme
von dir streckst.
Die Millisekundenpulsare sind ein gutes Beispiel dafür, dass sie schneller werden wenn sie von einem Begleiter Materie absaugen und nicht abgeben.

mfG
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Offline Volker

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #19 am: 07. Dezember 2011, 19:28:07 »
Wie kann dann ein masseärmerer Stern von einem massereicheren Materie absaugen?

Sterne im Endstadium blaehen sich stark auf, z.B. rote Riesen. In einem Doppelsternsystem kann dann die aeussere Huelle des Sterns in den Gravitationsbereich des kleineren Sterns gelangen. Roche-lobe overflow nennt man das. Ausserdem entwickeln massereiche Sterne haeufig starke Sternwinde. Die koennen dann auch von dem kleineren Begleiter zum Teil aufgefangen werden.

Zusammen mit dem Massestrom auf den kleineren Stern gibt es auch einen Drehimpulstransport. Der Gesamtdrehimpuls des Systems bleibt ja erhalten.

Gruss,
Volker
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Offline rene.eichler2

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #20 am: 07. Dezember 2011, 19:48:38 »
Ah Ok jetzt hab ichs verstanden  ;)

LG René
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Offline redmoon

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #21 am: 09. März 2013, 16:02:19 »
Hallo,

einem internationalen Astronomenteam gelang es jetzt, die Entfernung der Großen Magellanschen Wolke mit einem Unsicherheitsfaktor von lediglich zwei Prozent zu bestimmen. Laut den Resultaten befindet sich diese in einer Entfernung von 163.000 Lichtjahren zur Milchstraße. Mehr dazu auf unserer Portalseite : 
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/09032013155613.shtml 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
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Offline redmoon

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #22 am: 09. August 2013, 19:10:20 »
Hallo,

die ESO hat am vergangenen Mittwoch eine Aufnahme von zwei sehr unterschiedlichen Gaswolken innerhalb der Großen Magellanschen Wolke veröffentlicht. Mehr dazu auf unserer Portalseite : 
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/09082013190253.shtml 

Schöne Grüße aus Hamburg - Mirko
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Offline sven

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #23 am: 19. April 2019, 11:43:30 »
Bild ist wohl zu groß...hier ist der Link: http://www.cielaustral.com/galerie/photo95f.jpg

Ein Team aus fünf französischen Amateurastronomen namens "Ciel Austral": Jean Claude CANONNE, Philippe BERNHARD, Didier CHAPLAIN, Nicolas OUTTERS und Laurent BOURGON, hat in 1060 Stunden ein Bild der großen Magellanschen Wolke erstellt.
Das Bild ist ein Mosaik aus 16 kleineren Aufnahmen, die zusammengefügt ein hochauflösendes Bild von 204 Millionen Pixeln bilden!

https://astrospace-page.blogspot.com/2019/04/1060-hours-image-of-the-large-magellanic-cloud-chile.html
http://www.cielaustral.com/galerie/photo95.htm?fbclid=IwAR3GMt0zg_9VrcXH3moy7-lR7stH2Gb-ZOYPpvpTKMZooK7LpMBa97PQx2Y
« Letzte Änderung: 19. April 2019, 20:56:34 von sven »

Offline fl67

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Re: Magellansche Wolken
« Antwort #24 am: 19. April 2019, 18:08:57 »
Durch die stellaren Winde und durch Supernova -Explosionen hat sich eine Schockfront,ähnlich wie beim Überschallknall, riesige Blasen gebildet.

Credit: X-ray: NASA/CXC/PSU/L.Townsley et al.; Infrared: NASA/JPL/PSU/L.Townsley et al.
Durch die stellaren Winde und durch Supernova -Explosionen und durch die Schockfront ist dann dieses Auto kaputtgegangen ?
... da ist wohl ein falsches Bild in Gertruds Uralt-Post geraten...   ???  ;)  ;D

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