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Autor Thema: Galaxien als Nachbarn  (Gelesen 19590 mal)

Offline Kreuzberga

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Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #50 am: 26. November 2008, 10:41:24 »
[split] [link=http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=.0][splithere][/link][splithere_end]

Hansjuergen

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Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #51 am: 15. Januar 2009, 23:23:09 »
Die kleinsten Galaxien des Universums wurden lange Zeit nicht als solche erkannt, weil sie nur schwach leuchten. Das war nicht immer so, legen Berechnungen Bonner Astronomen nahe. Demnach könnten in den Winzlingen schlagartig massereiche Sterne entstanden sein, sodass sie vorübergehend deutlich größere Galaxien überstrahlten.
Der Nachthimmel in einer der “James-Dean-Galaxien” könnte einen spektakulären Anblick geboten haben. Grafik: NASA, ESA, G. Bacon (STScI), and P. van Dokkum (Yale University)
Aus einem solchen Anfang ergebe sich zwanglos eine Erklärung die heutige Unauffälligkeit der Zwerggalaxien, erläutert Pavel Kroupa von der Universität Bonn. “Diese schweren Sterne haben bereits den Endpunkt ihrer Entwicklung erreicht und wurden zu Neutronensternen oder Schwarzen Löchern.”
Ultrakompakte Zwerggalaxien sollten auffällige Gebilde am Nachthimmel sein: In einem Raum von wenigen Hundert Lichtjahren Durchmesser - ein Hundertstel des Wertes typischer Galaxien - vereinen sie viele Millionen Sonnenmassen. Dennoch sind sie so leuchtschwach, dass ihre Existenz erst vor einigen Jahren bemerkt worden war.
Mehr darüber hier: http://astronomie.scienceticker.info/2009/01/15/galaktische-zwerge-mit-strahlender-jugend/

Hansjürgen

Offline Kreuzberga

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Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #52 am: 30. Januar 2009, 00:34:35 »
Die ESO hat dieses wunderschöne Bild der größten Galaxie in unserer Nachbarschaft, Centaurus A, veröffentlicht:

Credit: ESO/WFI (Optical); MPIfR/ESO/APEX/A.Weiss et al. (Submillimetre); NASA/CXC/CfA/R.Kraft et al. (X-ray)

Bei dem Bild handelt es sich um ein Komposit aus verschiedensten Spektralbereichen. In Orange ist die von der Large Bolometric Camera des APEX-Teleskops aufgezeichnete Submillimeter-Strahlung dargestellt. Chandras Röntgen-Aufnahmen erscheinen blau und in annähernden realistischen Farben sind die Sterne und die Staubscheibe der elliptischen Galaxie dargestellt, welche vom Wide Field Imager des 2,2 m-ESO-Teleskops in La Silla aufgenommen wurde.

Schön zu erkennen sind die gigantischen Jets, die vom supermassiven Schwarzen Loch im Zentrum ausgestoßen werden. Besonders interessant sind die Radioemissionen aus der direkten Nachbarschaft des zentralen Schwarzen Lochs. Es handelt sich dabei um Synchrotonstrahlung, die von Elektronen, die den Feldlinien des galaktischen Magnetfelds folgen, ausgesandt wird. Aus diesen Daten lässt sich auf die Geschwindigkeit des Materials in den Jets schließen: 0,5 c (die Hälfte der Lichtgeschwindigkeit).

Centaurus A befindet sich etwa 13 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild des Zentauren.

http://www.eso.org/public/outreach/press-rel/pr-2009/pr-03-09.html
http://www.mpifr-bonn.mpg.de/public/pr/pic-cena-dt.html
« Letzte Änderung: 30. Januar 2009, 00:36:34 von Kreuzberga »

H.J.Kemm

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Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #53 am: 30. Januar 2009, 04:55:17 »
Moin Timo,

Kannibalismus pur - eine große elliptische Galaxie und eine kleine Spiralgalaxie. Für den, der im Randbereich wohnt, gibt es viel zu sehen.

Was anderes: An diesem Bild sieht man wie wirksam und aufschlussreich die Composite-Photographs sind.

Jerry

Corsar

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Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #54 am: 06. September 2009, 09:12:09 »
Bonjour, wenn ich mir bei WIKI das Bild von der lokalen Gruppe ansehe, dann möchte ich gern wissen, ob der Andromedanebel mit seinen kleinen Galaxien und die Milchstrasse mit ihren kleinen Galaxien gemeinsam entstanden sind. Galaxien entstehen doch durch das Zusammenziehen einer Materiewolke. Dann muss diese Wolke ja riesig gewesen sein. Jac

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #55 am: 06. September 2009, 11:10:59 »
Moin Jac,

das Bild von der lokalen Gruppe ansehe

Dies Bild ist sicher gemeint:



dann möchte ich gern wissen, ob der Andromedanebel mit seinen kleinen Galaxien und die Milchstrasse mit ihren kleinen Galaxien gemeinsam entstanden sind

Könnte sein oder auch nicht; geschrieben steht es nirgends, aber eines steht fest. Die kleinen Begleitgalaxien unserer Milchstrasse sind mit ihr nicht verwandt.

Die Magellanschen Wolken sind zwei irreguläre Zwerggalaxien die nur auf der *Durchreise* sind; ob die Milchstrasse sie einfängt steht nicht eindeutig fest. Darüber haben wir oben schon einiges geschrieben.
Die anderen Begleiter scheinen schon eingefangen zu sein und werden dann bald von unserer Milchstrasse verschluckt.
Fest steht, dass diese Zwerggalaxien nicht nur unterschiedliche Verteilungen der Eisengehalte aufweisen, es fehlt ihnen sogar an besonders metallarmen Sternen und somit können sie nicht mit der Milchstrasse gemeinsam entstanden sein. Das haben Wissenschaftler, hier besonders Amina Helmi vom Kapteyn Instituut, eindeutig bei ihren Untersuchungen herausgefunden.

Jerry


H.J.Kemm

  • Gast
Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #56 am: 06. September 2009, 11:26:32 »
Moin,

das habe ich jetzt noch gefunden:



Das stammt aus ESO 41/06 >>>

Verstanden habe ich es zwar nicht, aber vielleicht kann das ein Experte interpretieren.

Jerry

Offline Kreuzberga

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Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #57 am: 06. September 2009, 13:21:43 »
Hallo Jerry,

bin zwar kein Experte, aber in dem Diagramm ist unten die Metallizität als logarithmisiertes Verhältnis von Eisen/Wasserstoff eingetragen. Kommen in einem Stern bspw. auf jedes Eisenatome eine Million Wasserstoffatome hat man ein Verhältnis von lg(1/1.000.000)=-6. Die Skala oben ist wahrscheinlich auf die Sonne normiert, sodass man deren logarithmisiertes Verhältnis noch abziehen müsste. Nimmt man für die Sonne -4,95 an, kommt man bei -1,05 für einen Stern mit den Verhältnis 1 zu 1.000.000 raus. Also: Je kleiner der Wert, desto geringer ist die Metallizität.

Die andere Achse gibt nur den relativen Anteil der Sterne mit der jeweiligen Metallizität an der Gesamtzahl der untersuchten Sterne an. Ablesen kann man also die relative Verteilung der Sterne nach Metallizität in den vier Zwerggalaxien.

Das Ergebnis der Untersuchung ist, dass alle vier Zwerggalaxien eine unterschiedliche Formationsgeschichte haben müssen und nicht zusammen mit unserer Milchstrasse entstanden sein können. Auffällig ist besonders das Fehlen von Sternen mit sehr geringer Metallizität (< 3). Das ist seltsam, weil es darauf hindeutet, dass in den Zwerggalaxien keine oder nur wenig Population II Sterne vorhanden sind, ganz im Gegensatz zu den Halo-Sternen unserer Galaxie.

Corsar

  • Gast
Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #58 am: 07. September 2009, 16:12:30 »
Bonjour,
Zitat
Die kleinen Begleitgalaxien unserer Milchstrasse sind mit ihr nicht verwandt.
Da die sich ja alle um unsere Milchstrasse herumbewegen, kann man ja leider nicht mehr ihre ursprüngliche Flugbahn erkennen und damit auch nicht ihren möglichen Geburtsort, schade.
Würde da eigentlich eine Computersimulation helfen? Jac

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #59 am: 07. September 2009, 17:57:19 »
Moin,

Würde da eigentlich eine Computersimulation helfen?

Das kann ich mir nicht vorstellen, da diese kleineren Galaxien schon seit längerer Zeit ihre Runden um unsere Milchstrasse ziehen. Somit kann man nicht ableiten woher sie kommen und dann auch nicht rückrechnen. Anders sieht es aber bei den magellanschen Wolken aus.

Jerry

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #60 am: 09. Oktober 2009, 09:38:59 »
Moin,

hier *IC 10*, 2,2 x 106 Lj , +11,2 mag, Sternbild Kassiopeia, unsere nächste Nachbargalaxie in der *lokalen Galaxiengruppe zeigt sich etwas verborgen hinter Staub und Sternen nahe der Ebene ( 3° ) unserer Milchstraße. Das Licht dieser irregulären Zwerggalaxie wird durch den dazwischen liegenden Staub abgeblendet, doch sie weist dynamische Sternbildungsregionen (Starburstgalaxie) auf, die auf dieser farbenprächtigen Himmelslandschaft in einem verräterisch rötlichen Licht schimmern. Verglichen mit anderen Galaxien unserer lokalen Gruppe besitzt *IC 10* eine verhältnismäßig große Population massereicher neu gebildeter Sterne, die sehr hell strahlen, darunter ein helles Röntgen-Doppelsternsystem das vermutlich ein schwarzes Loch enthält.


Bild: apod.nasa.gov/apod/

Jerry

A1942D

  • Gast
Re: Galaxien als Nachbarn
« Antwort #61 am: 25. November 2009, 12:03:19 »
Hallo, im Beitrag Nr. 52 hatte unser Glob-Mod ja schon über unsere Nachbar-Galaxie >Centaurus A< was geschrieben.

Die Ausbauchung von der Bildmitte nach rechts unten zeigt den Rest der geschluckten kleineren Galaxie.
Durch ein neues Auswertungsverfahrens für Astrobilder im nahen Infrarotbereich hat eine Astronomengruppe von MPIA und Universität Helsinki super tiefe Einblicke in das Innere von >Centaurus A< gewinnen können. Dazu wurden mit SofI, einer Kombination aus Infrarotkamera und Spektrograf am 3,58-m NTT von La Silla, Bilder in 3 verschiedenen Wellenlängenbereichen des nahen Infraroten durch die Filter H, J und K aufgenommen. Das Bild zeigt Reste einer kleineren Spiralgalaxie, die vor ~ 200 Mio Jahren mit >Centaurus A< verschmolzen ist, sowie Tausende von Sternhaufen in der Zentralregion. Das untere Bild zeit, daß im Zentrum von >Centaurus A< ein supermassereiches Schwarzes Loch liegt. Seine Masse entspricht ca. dem 50fachen der Masse des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße. Dieses zentrale Schwarze Loch wird ständig mit neuer Materie gefüttert. Deshalb ist >Centaurus > eine der hellsten Radioquellen am Himmel, und Radio- und Röntgenbeobachtungen zeigen, daß aus dem Zentrum hochenergetische Teilchenströme nach außen geworfen werden. Dieser Jet ist auf dem Bild klar zu erkennen.


 A.D.
 

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