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Autor Thema: Planet Venus  (Gelesen 32527 mal)

wolfgang

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Planet Venus
« am: 24. April 2006, 10:22:51 »
Mir kam ein Gedanke zur hohen Rotationsgeschwindigkeit der Venusatmosphaere. Liegt der Grund in den hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nachtseite? Die starke Ausdehnung auf der Sonnenseite dehnt die Gase aus, auf der abgewandten Seite erfolgt die Abkuehlung. Den Drehimpuls erhaelt die Atmosphaere von der Planetenachsen-rotation. Dann waere die Venus ein gigantischer Stirling-Motor. Weiss jemand was darueber? Servus, Wolfgang

Offline -eumel-

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Re: venus-atmosphaere
« Antwort #1 am: 24. April 2006, 10:36:12 »
Hmm... ich glaube, der Temperaturunterschied in der Atmosphäre der Tag- und Nachtseite wird nicht sonderlich groß sein. Atmosphäre ist ein Wärmespeicher.
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 26. September 2014 ab 19:30 Uhr in der Stadtklause.

ILBUS

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Re: venus-atmosphaere
« Antwort #2 am: 24. April 2006, 11:00:46 »
Das stimmt, aber bei den Menge an dem Gas, reichen schon ein Paar Gradzehntel, dachte ich.
« Letzte Änderung: 24. April 2006, 12:12:45 von ILBUS »

Offline rolli

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Re: venus-atmosphaere
« Antwort #3 am: 24. April 2006, 11:40:50 »
« Letzte Änderung: 24. April 2006, 11:43:50 von rolli »
rolli

Online Schillrich

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Planet Venus
« Antwort #4 am: 03. September 2007, 19:31:30 »
Ich habe gerade festgestellt, dass es noch keinen Thread zur Venus gibt. Stattdessen geistern mehrere Kurzthreads zum Planeten rum.
Also eröffne ich einen Venus-Thread, unter dem ein Mod die anderen dann vereinen könnte.

Und hier poste ich auch gleich ein paar Ergebnisse von Venus-Express:

Quelle: http://www.esa.int/esaSC/SEMLRBMPQ5F_index_0.html

Venus' Atmosphäre soll sehr unbeständig sein. Innerhalb weniger Tage soll es starke weitreichende Änderungen geben.
Allgemein weißt die Atmosphäre an den Polen große Wirbel auf. Der Wirbel am Nordpol rotiert im Uhrzeigersinn, der am Südpol entgegen dem Uhrzeigersinn. Am Äquator hingegen dominieren Konvektionsströmungen (also auf- und absteigenden Luftmassen). In den mittleren Breiten dazwischen bilden sich große laminare Strömungssysteme aus. Trotz dieser stabilen globalen Verhältnisse ändern sich Intensitäten und Turbulenzen in der Atmosphäre von Tag zu Tag.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2008, 20:19:54 von Kreuzberga »
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel
We know there are plants on Mars, but NASA screwed that up and landed their landers only in the deserts.

Offline Corsar

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Re: VENUS
« Antwort #5 am: 03. September 2007, 19:39:19 »
Bonjour, Venus ist schon komisch, hat ein retrograd Rotation, wie Planet Uranus. Ist eigentlich bekannt woher kommt das? Jac
Pluto ist der 9. Planet!

Offline Mary

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Re: VENUS
« Antwort #6 am: 03. September 2007, 19:49:38 »
Hallo
@Daniel:
danke, dass du den Thread eröffnet hast, ich werde mich dann daran machen, alles zu diesem Thema in diesen Thread zu packen.

@Jac:
Stimmt, aber zwischen der Rotation von Uranus und Venus ist doch ein ziemlicher Unterschied: Uranus Rotationsachse liegt fast auf seiner Bahnebene und der Planet "rollt" damit auf seiner Bahn seitwärts, während die Rotationsachse der Venus fast senkrecht auf die Bahnebene steht.
Zur Ursache: Soweit ich weiß, gibt es für beide Planeten die Theorie, dass sie mit einem anderen Planeten oder Zwergplaneten zusammengestoßen sind und dadurch ihre Rotationsachse gekippt wurde.

Mary

EDIT: Schon geschehen. Ich hoffe, es ist jetzt noch halbwegs übersichtlich. Hab den Titel übrigens auch von Bockbuchstaben auf Kleinbuchstaben geändert, das ist besser lesbar.
« Letzte Änderung: 03. September 2007, 20:02:06 von Mary »

Offline rolli

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Leben auf der Venus ?
« Antwort #7 am: 20. Januar 2007, 17:06:37 »
Besser formuliert: In der Atmosphäre der Venus:

Zitat
Gibt es Leben auf der Venus?
 
Eine wissenschaftliche Detektivgeschichte

Die Suche nach Leben auf der Venus hielt Forscher jahrzehntelang in Atem. Die dichte Atmosphäre, der enorme Druck und die dort herrschende Hitze ließen Weltraummissionen immer wieder scheitern. 1982 war der große Augenblick gekommen: 57 Minuten widerstand die sowjetische Raumsonde "Venera 14" der Gluthölle und funkte Messdaten zur Erde. Das Ergebnis war enttäuschend: Auf dem erdähnlichsten Planeten schien es kein Leben zu geben.

20 Jahre später durchforscht der junge deutsche Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch in seinem Institut in Texas noch einmal die Messergebnisse der Venusmissionen. In ihm reift ein spektakulärer Verdacht: Haben die Raumsonden vielleicht an der falschen Stelle nach Leben gesucht?
Leben fände nämlich in der Atmosphäre der Venus im Vergleich zur Gluthölle auf der Planeten-Oberfläche noch recht akzeptable Bedingungen vor. Dort ist es beispielsweise in 50 Kilometern Höhe 30 bis 80 °C. warm und es herrscht ein Druck wie auf der Oberfläche der Erde.
 
Die Indizien
Schulze-Makuch war überrascht, dass seine Hypothese gleich eine ganze Reihe von rätselhaften Befunden der Venusmissionen erklären konnte.

Erstens: Die Einstrahlung der Sonne erzeugt Kohlenmonoxid. Man fand davon jedoch viel weniger als erwartet. Mikroorganismen könnten es abgebaut haben.

Zweitens: In der Venusatmosphäre fand man sowohl Schwefelwasserstoff als auch Schwefeldioxid. Stoffe, die miteinander reagieren und deshalb gar nicht zusammen vorkommen dürfen – es sei denn, sie werden ständig neu produziert: zum Beispiel von Mikroorganismen.

Drittens: Besonders mysteriös ist das Vorhandensein von Carbonylsulfid. Dieses ist auf anorganischem Wege äußerst schwer herzustellen und gilt deshalb als starker Hinweis auf biologische Aktivität.

Es gibt noch ein viertes Indiz: Die Sonde "Pioneer Venus 2" registrierte bei ihrem Flug in den unteren Wolkenschichten unregelmäßig geformte Partikel, genau in der Größe von Bakterien.

 Wie soll Leben auf der Venus entstanden sein?
Auf diese Frage sieht Schulze-Makuch zwei mögliche Antworten. Entweder haben Meteoriten Leben von Erde oder Mars dorthin gebracht, oder aber Leben ist auf der Venus ohne äußere Einflüsse entstanden.

Andere Wissenschaftler halten dem entgegen, dass sich Leben, wie wir es kennen, nur dort bilden kann, wo ausreichend Wasser vorhanden ist. Und das fehle auf der Venus.
Schulze-Makuch weist jedoch darauf hin, dass die Venus früher kühler war und es dort sogar einmal Ozeane gegeben haben könnte – also perfekte Lebensräume! Dann sei es immer heißer geworden, das Wasser sei verdampft und die Mikroorganismen der Venus seien immer weiter verdrängt worden – bis in die Atmosphäre, wo es auch heute noch Wasserdampf gibt.
 
  Wie sollten sich Mikroorganismen dort oben mit Energie versorgen?
Mikroorganismen könnten in der Venus-Atmosphäre ultraviolette Strahlung als Energiequelle nutzen. Auch dafür gibt es ein Indiz: Messungen im Ultraviolettbereich zeigen seltsame dunkle Streifen. Es gibt dort also tatsächlich etwas, das UV-Licht herausfiltert.

Die Schwefelwolken der Venus sind unglaublich sauer. Bei einem pH-Wert von 0 gibt es auf der Erde nur wenige Beispiele für Leben, z. B. Ferroplasma acidarmanus. Aber dieser Organismus betreibt keine Fotosynthese und käme deshalb als Venusbewohner nicht infrage.

Schulze-Makuch entgegnet dem jedoch, dass die Urozeane der Venus anfangs längst nicht so sauer gewesen seien. Als dort der pH-Wert langsam sank, hätten die Organismen ausreichend Zeit gehabt, ihren Fotosyntheseprozess anzupassen.
 
  Mörderische UV-Strahlung zerstört alles Leben?
Von irdischen Mikroorganismen ist bekannt, dass sie effektive Strategien entwickelt haben, um entstandene Strahlenschäden zu reparieren. Zudem nutzen Mikroorganismen eigene Schutzschilde. Unter den Bedingungen in der Venusatmosphäre ist es am wahrscheinlichsten, dass sie sich mit Cycloota-Schwefel umhüllen. Der kann die UV-Strahlung abfangen und in ungefährliches sichtbares Licht verwandeln – ideal zur Fotosynthese.

Am Ende kann die Streitfrage um mögliches Leben auf der Venus nur durch eine neue Mission geklärt werden. Dazu hat Dirk Schulze-Makuch verschiedene Vorschläge gemacht.
Doch bisher ist eine solche Mission nicht in Sicht. Deshalb wird wohl noch einige Jahre weiterspekuliert werden können, ob sich tatsächlich etwas regt auf der Venus.

Reinhart Brüning


Quelle
http://www.quarks.de/themendossiers/weltraum/html-version/sind-wir-allein-im-universum/gibt-es-leben-auf-der-venus/index.html

 :o
rolli

M.P.

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Re: Leben auf der Venus ?
« Antwort #8 am: 21. Januar 2007, 11:48:48 »
Also ich glaube das es Leben auf der Venus gibt. Meiner Meinung nach sollte man eine spezielle Raumsonde zur Venus schicken, die genau nach dieser Art von Leben in den Venuswolken sucht.
Ich selber habe die Folge von Quarks & Co gesehen.  ;) Ich war zuerst auch total überrascht davon. Aber die Argumente von Dirk Schulze-Makuch sind sehr gut begründet.
Wenn es wiklich Leben auf der Venus Leben gibt, dann würde das ja wieder einmal zeigen, wie widerstantsfähig das Leben ist.

M.P.   :)

ILBUS

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Re: Leben auf der Venus ?
« Antwort #9 am: 21. Januar 2007, 12:49:28 »
 ;)Sci-Fi-modus an

Man könnte eine Luftschiffsonde zu Venus schicken. Die soll, ähnlich wie Zeppeline auf der Erde, durch die Atmosphäreschichten wandern, dabei ohne jemals den Boden berühren zu müssen. Das währe bestimmt eine Abenteuerliche Mission. Denkbar währe sogar eine bemannte Venus-Woleken-Stadt...FETT!  :o

Sci-Fu-modus aus 8-)

Offline rolli

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Re: Leben auf der Venus ?
« Antwort #10 am: 21. Januar 2007, 19:10:55 »
Hi Ilbus

die Idee ist schon einige Zeit akut; ob mit Ballons oder 'Zeppelins', aber im ernst:

Immerhin kreist ja gegenwärtig 'Venus-Express' von der ESA um unsern Schwesterplanet und untersucht unter anderem auch die Atmosphäre der Venus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_Express#Missionsziele

Siehe auch bei uns:

http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=2020.msg#msg

Aber klar, wenn es da noch genauere Details braucht, ein Ballon wäre eine sehr gute Option.

 ;)
« Letzte Änderung: 21. Januar 2007, 19:30:59 von rolli »
rolli

Offline rolli

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Re: Leben auf der Venus ?
« Antwort #11 am: 24. Mai 2007, 22:05:57 »
Venus im Visier.
 
Die Beobachtungskampage, an der sich Teleskope wie das Very Large Telescope in Chile, die Keck-Teleskope auf Hawaii, das Observatoire de Haute Provence in Frankreich und zahlreiche andere Teleskope beteiligen, begann gestern und soll bis zum 9. Juni andauern.
 
Zitat:
  
Teleskope richten sich auf die Venus
 
Venus, unser Nachbar im Sonnensystem, ist derzeit am abendlichen Himmel kaum zu übersehen. Seit gestern ist der strahlend helle Abendstern auch Ziel von rund einem Dutzend Teleskopen auf der ganzen Welt: In einer gemeinsamen Aktion sollen an den Observatorien Daten gesammelt werden, die die Mission der europäischen Venussonde Venus Express unterstützen. Auch eine NASA-Sonde wird sich beteiligen.
 
 Bis dahin wollen die Astronomen unseren Nachbarn im Sonnensystem in den unterschiedlichsten Wellenlängenbereichen studieren - darunter auch in den Bereichen des Spektrums, für die die Venussonde Venus Express keine Instrumente an Bord hat.
 
Ziel der Wissenschaftler ist es, mehr über die Atmosphäre der Venus zu erfahren, durch die Teleskopdaten die Messungen von Venus Express zu ergänzen und so auch deren Interpretation zu vereinfachen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der Venusatmosphäre, der sich über der Wolkendecke des Planeten befindet. Diese Messungen werden dann die Daten der Sonde vervollkommnen, die detaillierte Untersuchungen der Wolkenstruktur sowie der unteren Atmosphäre bis zur Oberfläche durchführen kann.
 
Die Zeit für diese konzertierte Aktion ist günstig: Die Venus ist zur Zeit von der Erde aus gesehen sehr weit von der Sonne entfernt, was Beobachtungen sowohl der Tag- als auch der Nachtseite sehr erleichtert. Zudem wird am 6. Juni die NASA-Sonde Messenger auf ihrem Weg zum Merkur die Venus passieren und kann so für einen Tag die Messungen von Venus Express und die Beobachtungen von der Erde mit eigenen Daten ergänzen.
  
Mehr Infos, hier:
 
http://www.astronews.com/news/artikel/2007/05/0705-027p.html

 ;)
rolli

Offline neo

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Doppelwirbel am Südpol der Venus
« Antwort #12 am: 28. Juni 2006, 15:35:41 »
Hier ist ein interessanter Artikel über einen Doppelwirbel am Südpol der Venus erschienen.

Venus Express liefert somit erste "aufregende" Daten.

neo
Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

Offline Corsar

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Re: Venus
« Antwort #13 am: 03. September 2007, 20:03:55 »
Bonjour, > von Mary: Zur Ursache: Soweit ich weiß, gibt es für beide Planeten die Theorie, dass sie mit einem anderen Planeten oder Zwergplaneten zusammengestoßen sind und dadurch ihre Rotationsachse gekippt wurde.
Aber ist wohl nicht ganz sicher? Wenn eine Crash, ist dann Material von die Planet oder Zwergplanet auf Venus und Uranus gebliebe oder wo? Bei die Venus kann ich verstehen, weil ja klein aber bei die Uranus, ist doch so groß. Jac

Pluto ist der 9. Planet!

Online Schillrich

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Re: Venus
« Antwort #14 am: 03. September 2007, 20:09:03 »
Hallo Corsar,

der Erdmond ist ja anscheinend auch durch eine Kollision entstanden. Die Trümmer wurden dann eingefangen und haben den Mond gebildet.
Um Materialreste zu finden, müsste man erst mal auf den Planeten landen. Uranus ist ein Gasriese, da gibt es nur einen kleinen Kern. Venus ist zu heiß an der Oberfläche. Auf beiden kann man also noch keine geologische Forschung betreiben.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel
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Tags: Venus planet