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Autor Thema: Planet Saturn  (Gelesen 203990 mal)

Offline -eumel-

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Planet Saturn
« am: 10. November 2006, 02:07:34 »
Cassini hat einen Hurrikan-artigen Sturm über dem Südpol des  Saturn entdeckt.


Mit 8000 Kilometern Durchmesser umfasst der Sturm (mit Windgeschwindigkeiten von 550 Km/h) etwa 2/3 des Erddurchmessers!

Um das Zentrum des Sturms sind die Wolken 30-75 Kilometer hoch ringförmig aufgetürmt.
Cassini´s Kamera sieht genau in das Auge des Sturms.
Es gibt auch ein kurzes Video davon:
http://www.nasa.gov/mpg/162357main_pia08332.mpg

Auf der Erde sind Hurrikans tropische Stürme, die sich in Äquatornähe über Wasser bilden und dann gern Richtung Land ziehen.
Der Saturnsturm steht dagegen über dem Südpol und scheint sich nicht zu bewegen.
Weil Saturn ein Gasriese ist, kann man auch nicht zwischen Land und Wasser unterscheiden.

Das Auge des Sturms erscheint auf dem Bild dunkel, weil Methangase das Licht absorbieren.
Durch das Auge des Sturms ist der bisher tiefste Blick in den Planeten möglich.

Der Große Rote Fleck auf dem Jupiter ist zwar ein flächenmäßig größerer Sturm, aber der hat kein 'Auge' ausgeprägt.
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 26. Oktober 2018 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #1 am: 11. Dezember 2006, 06:08:29 »
Moin,

hierzu passt auch der Beitrag von unserer Autorin Kirsten Müller im Raumfahrer.net >>>>>

Jerry

....(Guest)

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #2 am: 13. Februar 2006, 19:01:57 »
hey leute.. ich bin noch ein kind und hab ja keine ahnung von paneten aber ich muss einen vortrag halten und ja auf keiner seite steht was für eine farbe saturn hat! ich meine auf den bildern seh isch s schon doch was söll ich schreiben? welche farbe?
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2008, 20:17:58 von Kreuzberga »

ILBUS

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #3 am: 13. Februar 2006, 19:09:01 »
Hallo.

Zur Saturn kann ich dir folgenden Link empfehlen :

http://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_%28Planet%29

Einfach draufklicken.

Wenn du es dort nicht nachschauen möchtest:

Saturn hat eine gelblich-braune Wolkendecke. Man erklärt es durch Vorhandensein überwiegend gefrorener Ammoniakkristalle.

Ich hoffe dir damit helfen können.

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #4 am: 06. Mai 2006, 04:45:49 »
Moin,

hier eine Antwort auf die Frage nach der Farbe ( aus DLR-Info ):






Farbansicht des Saturn: Um sie zu erstellen, wurden Bilder, die mit verschiedenen Spektralfiltern (rot, grün und blau) aufgenommen wurden, zu einem kombiniert. Diese Ansicht repräsentiert in etwa das, was das menschliche Auge sehen würde. Bild: NASA/JPL/Space Science Institute.

Verträumte Farben, von blassem Rosa über Sandgelb bis hin zu Saphirblau, geben dem lebensfeindlichen Gasplaneten Saturn ein romantisches Aussehen. Schatten der Saturnringe legen sich sanft auf seine nördlichen Breiten, die auf diesem Bild blau erscheinen. Man nimmt an, dass diese Farbe ein saisonaler Effekt ist.

Der Saturnmond Enceladus mit seinem Durchmesser von 505 Kilometern ist rechts im Bild zu erkennen.

Um diese Farbansicht des Saturn zu erstellen, wurden Bilder, die mit verschiedenen Spektralfiltern (rot, grün und blau) aufgenommen wurden, zu einem kombiniert. Diese Ansicht repräsentiert in etwa das, was das menschliche Auge sehen würde.

Die Bilder wurden mit der Weitwinkelkamera an Bord des Cassini-Raumschiffs am 16. März 2006 aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befand sich Cassini in etwa 2.1 Millionen Kilometer Entfernung zum Saturn. Die Auflösung des Bildes beträgt 120 Kilometer pro Bildpunkt auf Saturn.



Jerry



H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #5 am: 08. Mai 2006, 07:58:11 »
Moin,

bisher war unklar, wie schnell sich der Ringplanet Saturn um seine eigene Achse dreht. Jetzt scheint dieses Geheimnis gelüftet: >>>>>


Jerry

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #6 am: 28. Juni 2006, 00:42:43 »
Moin,

gelesen in FAZ.NET:

Weitere neun Monde des Planeten Saturn

27. Juni 2006
Gleich neun neue Monde des Saturn haben amerikanische Astronomen mit dem japanischen 8,2-Meter-Subaru-Teleskop auf dem 4200 Meter hohen erloschenen Vulkan Mauna Kea in Hawaii entdeckt. Dies hat das Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union in Cambridge (Massachusetts) jetzt mitgeteilt. Damit steigt die Gesamtzahl der bislang bekannten Monde des Ringplaneten auf 56. Die neu gefundenen Trabanten umrunden den Saturn auf zum Teil recht elliptischen Bahnen in mittleren Abständen zwischen 17,5 und 23 Millionen Kilometern und benötigen dafür 869 bis 1316 Tage. Sie bewegen sich entgegen der Rotationsrichtung des Planeten, was sie als eingefangene Kleinplaneten oder Kometenkerne ausweist.



Jerry

astro112233

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #7 am: 12. August 2006, 01:46:04 »
Hallo Sternfreunde,

als Gegenstück zu dem oberen Saturnbild möchte ich Euch dieses Bild des Ringplaneten anbieten. Es zeigt den Großplaneten durch ein C11 Teleskop, Spiegeldurchmesser 280mm. Eine visuelle Betrachtung des Planeten offenbart dem Beobachter jedoch deutlich mehr Details.

Das zweite Bild zeigt Saturn mit drei seiner Monde.

Das dritte Bild ist eine Fotomontage und dokumentiert das Größenverhältnis Erde Saturn.

Mehr Bilder von Saturn gibs hier: http://www.sternwarte-singen.de/webcambosatu1.htm

Viel Spaß wünscht Euch
Konrad











Heribert

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #8 am: 21. Mai 2007, 14:38:47 »
Hi Jerry, Konrad,

sehe ich auch so. Konrad, hoffe, Du hast nichts dagegen, wenn dein Bild hier auch erscheint !?
Mit Feldstechern und Fernrohren wird das wieder ein Augenschmaus.
Bei solch einer Bedeckung sieht man mit eigenen Augen, daß der Mond auch nicht den Hauch einer Atmosphäre besitzt.

Heribert
« Letzte Änderung: 21. Mai 2007, 14:42:50 von Heribert »

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #9 am: 23. Mai 2007, 09:10:26 »
Moin liebe Spechtler,

ich kann nur hoffen, dass einige von euch etwas von diesem Schauspiel gesehen haben; ich leider nicht.
Aber wir wollen ja nicht immer über das Wetter schimpfen, es ist nun mal so.

Falls jemand Bilder hat, der sollte die hier reinbringen.

Jerry

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #10 am: 24. Mai 2007, 21:57:56 »
Moin,

hier zwei sehr schöne Aufnahmen von der *Saturn-Bedeckung* von Heinz Schneider aus Trubschachen/Schweiz:

Orion MakCass 102/1300, 40mm Okular  -  afokal fotografiert mit Canon PowerShot A630





Heinz hat mir freundlicherweise genehmigt seine Aufnahmen hier bei uns im Forum zu veröffentlichen. Danke dafür.

Jerry

« Letzte Änderung: 24. Mai 2007, 21:59:31 von H.J.Kemm »

rolli

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #11 am: 21. März 2007, 19:25:48 »

rolli

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #12 am: 28. März 2007, 15:25:45 »
auch Cassini fotografierte das riesige, mysteriöse Sechseck am Pol von Saturn:

Zitat:
Geheimnisvolles Sechseck am Nordpol

Vor über zwei Jahrzehnten entdeckten die beiden Voyager-Sonden eine mysteriöse Struktur in der Saturnatmosphäre, die den Nordpol des Ringplaneten umrundete: ein Sechseck, das einer Bienenwabe glich. Jetzt hat auch die Saturnsonde Cassini das bizarre Sechseck beobachten können. Es muss sich also um eine sehr langlebige Struktur handeln, doch wie ist sie entstanden?


Der Nordpol des Saturn. Die eigentümliche Sechseckstruktur ist deutlich zu erkennen. Foto: NASA / JPL / University of Arizona

Zusammen mit dem schon von den Voyager 1 und 2-Aufnahmen bekannten Sechseck spürten die Instrumente von Cassini auch noch ein weiteres, deutlich dunkleres Sechseck auf. Es war das erste Mal, dass die gesamte Struktur in der Atmosphäre des Saturn auf einem Bild festgehalten werden konnte. Die Aufnahme gelang mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) an Bord der Saturnsonde.  

"Das ist schon eine wirklich merkwürdige Struktur, die - geometrisch perfekt - sechs nahezu gleichlange Seiten hat", erläutert Atmosphären-Experte Kevin Baines, der zum VIMS-Team von Cassini am Jet Propulsion Laboratory der NASA gehört. "Wir haben noch nie irgendetwas vergleichbares auf einem anderen Planeten gesehen. Und die dicke Saturnatmosphäre, die von kreisförmigen Wellen und Konvektionszellen dominiert wird, ist im Grunde genommen der letzte Platz, an dem man eine solche sechsseitige geometrische Form erwarten würde."

Das Sechseck ähnelt im Prinzip den polaren Sturmsystemen der Erde, durch die Wind kreisförmig um die Polarregionen bläst. Auf dem Saturn allerdings ist dieses System nicht kreisförmig, sondern sechseckig und mit einem Durchmesser von fast 25.000 Kilometern würde unsere Erde fast vier Mal dort hineinpassen. Die neuen Cassini-Bilder zeigen auch, dass das Sechseck deutlich weiter in die Saturnatmosphäre hineinreicht als bislang angenommen - mehrere 100 Kilometer tief. Ein Wolkensystem liegt innerhalb des Sechseck und wirbelt darin herum, wie Rennwagen auf einer Rennstrecke.

"Es ist schon faszinierend so unterschiedliche Strukturen an den beiden Saturnpolen zu sehen", urteilt Bob Brown von der University of Arizona, der für das Instrument VIMS verantwortlich ist. "Am Südpol haben wir einen Wirbelsturm mit einem gewaltigen Auge und am Nordpol eine geometrische Struktur, die sich davon komplett unterscheidet."

Bislang konnte Cassini das Sechseck am Nordpol nur im Infraroten aufnehmen, da es in der Region für Aufnahmen im sichtbaren Bereich des Lichtes zur Zeit einfach zu dunkel ist: es herrscht Winter. Diese Jahreszeit dauert auf dem Ringplaneten ungefähr 15 Jahre und so ist man derzeit auf Infrarot-Beobachtungen angewiesen. Die jetzt veröffentlichten Bilder stammen vom 30. Oktober 2006. Die Wissenschaftler hoffen allerdings, in den kommenden zwei Jahren - mit dem beginnenden Frühling - auch Aufnahmen des Sechsecks im sichtbaren Bereich des Lichtes machen zu können.

Doch die Beobachtung im Infraroten mit VIMS hat auch Vorteile: Durch die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen können die Forscher verschiedene Schichten der Saturn-Atmosphäre untersuchen und so Strukturen an der Oberfläche mit tiefer liegenden atmosphärischen Erscheinungen in Verbindung bringen. Die Herkunft des Sechsecks konnten die Wissenschaftler allerdings auf diese Weise noch nicht klären: Zumindest scheint nun sicher zu sein, dass es nicht - wie früher angenommen - mit den Radioemissionen des Saturn oder aber mit den am Nordpol beobachteten Polarlichtern in Zusammenhang steht. Es bleibt also spannend.
Zitatende

Quelle:
http://www.astronews.com/news/artikel/2007/03/0703-021p.html

 ::)

rolli

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Re: Planet Saturn
« Antwort #13 am: 10. Mai 2007, 08:35:14 »
Neues von Saturn:


Das Bild zeigt Wirbelstürme in der Nähe eines Saturn-Jetstreams. Die kleinen Pfeile deuten an, in welche Richtung die Energieabgabe erfolgt. Durch die starken Winde erscheinen die Wirbelstürme als langgestreckte, gekippte Streifen parallel zu den Pfeilen. Die Windstärke in dem Jetstream (großer Pfeil) beträgt rund 320 Kilometer pro Stunde. Bild: NASA

Zitat:

Stürme treiben Saturns Jetstreams an

Untersuchungen, die auf Bildern der Saturnsonde Cassini basieren, deuten darauf hin, dass die sogenannten Jetstreams - also ost- oder westwärts gerichtete Winde hoch in der Atmosphäre - auf dem Ringplaneten durch große Wirbelstürme angetrieben werden. Die neue Erklärung stellt das bisherige Modell komplett auf den Kopf. Die bandartigen Wolkenstrukturen auf Jupiter und Saturn erscheinen dadurch in einem ganz neuen Licht.

"Die neue Erkenntnis wie die Jetstreams des Ringplaneten angetrieben werden ist exakt das Gegenteil von dem, was wir vor Cassini geglaubt haben", macht Anthony Del Genio vom NASA Goddard Space Flight Center die Bedeutung der Daten deutlich. Del Genio gehört zum Bildauswertungs-Team von Cassini und ist Hauptautor eines Artikels über den Fund, der in Kürze in der Fachzeitschrift Icarus erscheint.

Jetstreams sind starke Winde in der Atmosphäre, die Wolken ost-oder westwärts transportieren. Nach den neuen Erkenntnissen speisen Wirbelstürme, die man auf den Cassini-Bildern entlang der Jetstreams entdeckt hat diese Winde - ganz ähnlich wie Zahnräder ein Förderband antreiben. "Bislang dachten wird, das Förderband - als in diesem Fall der Jetstream - würde die Wirbelstürme antreiben, aber jetzt glauben wir das genaue Gegenteil: der Jetstream wird von den Wirbelstürmen gespeist", erläutert Del Genio.

"Intuitiv würde man vielleicht vermuten, dass die Wirbelstürme Energie aus den Jets abziehen, weil es irgendwie zu Reibung kommt. Doch wir haben das Gegenteil entdeckt: Sie pumpen Energie in den Jet", erzählt Andrew Ingersoll vom California Institute of Technology, der auch zum Bildauswertungs-Team von Cassini gehört. Die jetzt nachgewiesenen Prozesse seien aus der Erdatmosphäre bekannt und sind auch kürzlich auf Jupiter entdeckt worden, so Ingersoll. Für Saturn aber seien die Prozesse neu, da das Zusammenspiel zwischen Wirbelstürmen und Jetstreams auf Voyager-Aufnahmen des Saturn nicht zu erkennen war.

Mit Hilfe des Cassini-Bildmaterials verfolgten die Forscher nun das Zusammenspiel zwischen den Wirbelstürmen und den Jets. Die Wirbelstürme auf beiden Seiten des Jets geben dabei ihre Energie an den Jet ab, wodurch der Wind des Jetstreams angetrieben wird. "Wir wussten, dass die Wirbelstürme die Jetstreams antreiben, weil sie in die selbe Richtung zeigen. In diese Richtung wird auch der Impuls transportiert. Hätten die Wirbelstürme in die entgegengesetzte Richtung gezeigt, hätten wir das Gegenteil annehmen müssen," erklärt Ingersoll.

Das Bildmaterial, das Del Genio und seine Kollegen analysierten, umfasst fast die gesamte südliche Hemisphäre des Saturn. Sie glauben daher, dass sich ähnliche Prozesse auf dem gesamten Planeten abspielen. Dies würde auch erklären, wieso das abwechselnde Muster von ostwärts und westwärts strömenden Jetstreams auf dem Planeten seit vielen Jahrzehnten konstant geblieben ist. Ähnliche Prozesse haben Wissenschaftler auf dem Jupiter entdeckt als sie Bilder auswerteten, die Cassini beim Vorüberflug an dem Gasriesen machte. Auch auf der Erde, mit ihren Jetstreams auf der Nord- und Südhalbkugel, sind diese Prozesse bekannt.

Die neue Sachlage deutet darauf hin, dass die traditionelle Ansicht über die bandartigen Wolkenstrukturen auf Jupiter und Saturn einer Revision bedarf. "Wir haben immer angenommen, dass die hellen Wolkenbänder Regionen sind, in denen Luft nach oben steigt und die dunklen Bänder Gebiete, wo Luft absinkt", so Del Genio. "Aber wenn die Wirbelstürme die Jets in der Art und Weise speisen wie wir es beobachtet haben, muss das Gegenteil der Fall sein." Und dafür führt der Forscher gleich noch ein weiteres Indiz an: "Wir finden in der Tat auf beiden Planeten Gewitter nur in den dunklen Bereichen, was bedeuten muss, dass die Luft dort nach oben steigt."
 
Zitatende

Quelle:

http://www.astronews.com/news/artikel/2007/05/0705-008p.html

 :o

Offline Mary

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Re: Planet Saturn
« Antwort #14 am: 18. Juni 2007, 17:17:03 »
Hallo,
nicht nur der Saturnmond Encleadus schleudert Teilchen ins All, es wurden zwei weitere aktive Saturnmonde entdeckt: Die Raumsonde Cassini entdeckte, dass auch Teilchen von Dione und Tethys ins All geschleudert werden. Das lässt auf mögliche geologische und vielleicht sogar vulkanische Aktivität schließen.

Die Saturnmonde Tethys und Dione
(Bild: NASA/JPL)

Mehr darüber im neuesten Saturn Aktuell oder hier die englische Originalmeldung von der NASA.

Offline Mary

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Re: Planet Saturn
« Antwort #15 am: 06. Juli 2007, 18:21:33 »
Hallo,
bei dem Vorbeiflug am Saturnmond Hyperion vor 2 Jahren entdeckte die Raumsonde Cassini etwas unglaublich interessantes: Kohlenwasserstoffe
Diese Entdeckung ist deshalb so wichtig, weil unser Leben auf Kohlenwasserstoffen basiert. Das heißt zwar nicht, dass es auf Hyperion Leben gibt, aber dass die Grundstoffe dafür auch außerhalb der Erde recht weit verbreitet sind.

Mehr darüber bei der NASA:
http://www.nasa.gov/mission_pages/cassini/media/cassini20070704.html
oder auf deutsch hier:
http://astronews.com/news/artikel/2007/07/0707-007p.html

Mary
« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 18:23:40 von Mary »

hibi

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Re: Planet Saturn
« Antwort #16 am: 06. Juli 2007, 18:29:22 »
Ööööööl .....Ööööööööl .... wir haben Ööööl gefunden !  ;D

Offline Schillrich

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Re: Planet Saturn
« Antwort #17 am: 06. Juli 2007, 18:39:14 »
Hallo Mary,

das mit den weit verbreiteten Grundstoffen des Lebens überrascht mich nicht. Ich lese gerade ein Buch über die Ursprünge des Lebens ("Anybody out there?", Dagmar Röhrlich). Danach entstehen viele Grundstoffe schon in den planetaren Wolken, welche bei der Entstehung eines Sonnensystems den jungen Stern umkreisen. Da gibt es auch schon Ammoniak, Kohlenmonoxid/-dioxid,  Wasser und auch Methan, also eine ganze Reihe organischer Verbindungen. Alles ist zwar gefroren, also als Eis vorhanden, aber es ist eben schon da. Daher kommen eben auch die Ideen, dass Kometen diese Grundstoffe zu den Planeten gebracht haben könnten. Generell sind also diese Bestandteile weit verbreitet und man dürfte sie noch oft finden. Nur der Schritt zum Leben ist dann das Entscheidende ;) ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

hibi

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Re: Planet Saturn
« Antwort #18 am: 06. Juli 2007, 18:54:48 »
Hierzu hätte ich eine Frage :

Auf Titan vermutet man die Existenz von Methan-Seen und -ozeanen. Jedenfalls lese ich das so aus den Meldungen.

Schillrich meinte ja eben, das diese Grundstoffe für Leben sehr häufig sind.

Wenn ich unsere irdische Diskussion über  den Mangel an energetisch nutzbaren Kohlenwasserstoffe (zB Methan) so betrachte, verstehe ich nicht, wieso auf anderen Himmelskörpern ganze Ozeane aus diesen Stoffen existieren.

Haben sich unsere Autofahrer einfach nur das falsche Winkelchen im Solarsystem ausgesucht ? Oder gibt es auf der Erde vielleicht auch solch gigantische Reserven (nicht als Abfallprodukt pflanzlicher Reste), die wir einfach noch nicht entdeckt haben ?

Ich gebe zu .... ein bisschen OT

Offline Schillrich

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Re: Planet Saturn
« Antwort #19 am: 06. Juli 2007, 19:02:24 »
Hallo hibi,

ich bin da auch kein Fachmann. Ich habe nur wiedergegeben, was in einem Fachbuch steht. Dabei geht es allgemein um die Grundlagen organischer Chemie. So selten scheinen die im Weltall (also im kosmischen Maßstab gesehen) nicht zu sein.
Methan soll es bei uns noch in "Unmengen" am/im Meeresboden geben. Davor hat man aber eher "Angst", wenn das mal ausgasen sollte ...
Wo, wie, in welcher Form, welchen Menge, in welchem Zustand die dann auftreten, hängt wohl sehr von den lokalen Bedingungen ab. Deswegen ist Methan auf Titan anders und bedeutender als bei uns. Damit träfe dann deine Vermutung über "das falsche Winklchen" zu ;-). Dafür existiert aber in diesem Winkel Leben ... in sehr weit entwickelter Form.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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SchwarzeMaterie

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Re: Planet Saturn
« Antwort #20 am: 06. Juli 2007, 19:19:26 »
Dazu muss man auch erwähnen, das die Grundbausteine selbst auf der Erde nicht entstehen können. Nur in bestimmten Objekten wie z.B. unsere Sonne können solche Entstehungsprozesse gegeben sein, welche die Grundbausteine hervorbringt.

Die Grundbausteine hier auf der Erde stammen demnach auch alle anders wo her.
Aber auf die Entstehung der Erde wollen wir hier doch nicht weiter eingehen.

Wir können also mit gutem Gewissen davon ausgehen, das auch an anderen Stellen im Universum die Grundbausteine gegeben sind. Eine gute Erkenntnis, wie es auch dieser Bericht darlegt. http://www.astronews.com/news/artikel/2005/08/0508-023.shtml

LG
« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 19:55:02 von SchwarzeMaterie »

hibi

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #21 am: 09. Juli 2007, 20:50:56 »
@ Schillrich

Du meinst wohl diese Methan-Brocken die aussehen wie Eis. Sie werden nur durch den Druck des Wassers so geformt. Ich verstehe was du meinst ..... mmhh.

@SchwarzeMaterie

Ich finde es trotzdem sehr spannend wie aus einem bisschen Gas aus Kohlenstoffverbindungen Leben entstehen könnte. Etwas salopp gesagt .... wer weiß ?! .... Vielleicht hat auf der Erde mal ein Außerirdischer einem dringenden Bedürfnis nachgehen müssen. Und aus dem Lüftchen sind dann die ersten irdischen Lebewesen entstanden. Oder aus nem Alien-Raumschiff is so ne grüne Kugel rausgeplumst wie bei uns bei Flugzeugen und is dann bei uns aufgetaut   ;D

Spaß muß sein .... !  ;)


Offline GlassMoon

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Re: Planet Saturn
« Antwort #22 am: 03. August 2007, 00:31:17 »

das bild find ich super!
aufgenommen von cassini, saturn, der die sonne verdeckt

da hat der saturn wohl unsere liebe cassini in den schatten gestellt^^

Zitat
Der Saturn verdeckt die Sonne. Von Cassini aufgenommen. In der Vergrößerung ist links von den hellen Ringen die Erde als Lichtpünktchen zu erkennen.


hier noch der link zur großen version!
mich wunderts aber wie groß man hier die erde sieht!
http://www.raumfahrer.net/forum/yabbfiles/Attachments/up033041.jpg
« Letzte Änderung: 03. August 2007, 15:44:43 von DaBeste »
42/13,37 ≈ Pi

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #23 am: 03. August 2007, 04:50:08 »
Moin,

jau, ein tolles Bild; aber die wiedergegebene Größe war ja wohl übertrieben. Ich habe das von Dir eingebrachte Bild rausgenommen und es durch ein kleineres Format ersetzt.

Bitte denk daran, daß wir Mitglieder und Gäste haben, die mit solchen großen Bilddateien Schwierigkeiten haben.

Jerry

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Planet Saturn
« Antwort #24 am: 16. Oktober 2007, 14:08:16 »
Moin,

auf diesem Bild sieht man, wie der kleine Mond *Prometheus* in den inneren F-Ring von *Saturn* eindringt und danach Material *abzweigt* >>>



Und hier kann man das sehr schön als Animation betrachten >>>

Jerry
« Letzte Änderung: 16. Oktober 2007, 14:08:58 von H.J.Kemm »

Tags: Saturn planet