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  • 20:00 MEZ: Vorstellung NASA Budget 2013: 13. Februar 2012
  • 20:00 MEZ - Vorstellung NASA Budget 2015 auf NASA TV: 04. März 2014

Autor Thema: NASA - Budget  (Gelesen 35984 mal)

Offline Speedator

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Re: NASA - Budget
« Antwort #15 am: 15. Februar 2011, 20:26:42 »
Zumal die alternativ genannten Organisationen für Luftfahrt, USAF und DARPA, ja rein militärisch sind.
Auch sehe ich nicht, dass die NASA in die Entwicklung von Marschflugkörpern oder militärischen Drohnen involviert ist...
Und so wie du, revan, gegen die Klimaforschung argumentierst, so könnte man das auch gegen die anderen Bereiche. Es ist ja nicht so, dass bestimmte Ziele gottgegeben sind, weil man sie persönlich ganz spannend findet, und die Welt sie nur nicht ausreichend würdigt.
Aber man könnte diese Forschung natürlich der EPA "zuschieben", aber dann natürlich auch einen entsprechenden Teil des Budgets um das umusetzen. Es kling ja so als hätte sich die Klimaforschung parasitär an die NASA angehängt, dem ist ja nun nicht so.

Offline runner02

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Re: NASA - Budget
« Antwort #16 am: 16. Februar 2011, 11:11:18 »
Zitat
Aber man könnte diese Forschung natürlich der EPA "zuschieben", aber dann natürlich auch einen entsprechenden Teil des Budgets um das umusetzen. Es kling ja so als hätte sich die Klimaforschung parasitär an die NASA angehängt, dem ist ja nun nicht so.

Das würde aber für mehr Klarheit sorgen...
NASA ist doch ein Synonym für 'an die Grenze gehen'. Und einen Wettersatelliten zu entwickeln ist zwar sicher nicht einfach, aber an der Grenze des machbaren liegt der sicher nicht...

Dann wäre das 'NASA-Budget' zwar kleiner. Aber das, was man dann liest, das bleibt für Raumfahrt und nicht für 'routine-Satellitenbetrieb im LEO'
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline tomtom

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Re: NASA - Budget
« Antwort #17 am: 19. Februar 2011, 13:26:47 »
SpaceRef listet weitere Budgetentwicklungen auf: Quelle

National Nuclear Security Administration, Weapons Activities: + 19.5 percent
National Nuclear Security Administration, Total: +19.3 percent
National Institute of Standards and Technology: +16.9%
National Science Foundation: +13.0%
NASA, Science: +11.5%
Department of Energy Office of Science: +9.1 percent
National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering: +1.8 percent
U.S. Geological Survey: +0.6 percent
NASA: no change
Department of Defense Science and Technology Programs (6.1, 6.2, 6.3): -8.0 percent


Hier nochmal die Übersicht über das Budget 2012 der Obama-Administration:


Quelle

Anhand der Entwicklung sieht man, wo die durch das Shuttle-Ende freiwerdenen Mittel eingesetzt werden und die NASA-Budgethöhe soll nicht ansteigen. (Steigende Ausgaben nur im Bereich Erdbeobachtung und ISS).

Floridaday berichtete, dass das
- Commercial Crew Office am KSC, Florida angesiedelt wird.
- HLV am Marshall Space Flight Center, Huntsville angesiedelt wird,
- Exploration am Johnson Space Center, Houston angesiedelt wird,

Im der Budgetpräsentation wurde noch angekündigt, dass
- die Direktorate SpaceOps und Exploration zusammengelegt werden und
- das Explorations Programm in den Bereich Space Technology transferiert werden soll !
ESA Dordain: "The station is more than a laboratory for science, it is a laboratory for cooperation."

Offline tobi

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Re: NASA - Budget
« Antwort #18 am: 27. Februar 2011, 15:48:48 »
Wenn der amerikanische Kongress bis Freitag Mitternacht nicht neues Geld freigibt, dann müssen alle nicht-kritischen amerikanischen Behörden ihre Arbeit einstellen, auch die NASA. Beim letzten Mal waren nur 7% der NASA Angestellten bei der Arbeit. Die aktuelle Shuttlemission ist nicht Gefahr aber andere Missionen könnten weiter nach hinten rutschen. Mehr dazu hier:
http://www.spacepolitics.com/2011/02/26/how-would-a-government-shutdown-affect-nasa/
Ariane 5 vs Falcon 9: 3:4

Offline tomtom

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Re: NASA - Budget
« Antwort #19 am: 02. März 2011, 20:39:17 »
Nasa-Chef Bolden wurde heute vom Committee Science, Space & Technology zum Budget-Entwurf 2012 befragt. Wer sich dies nachträglich antun will, hier der Webcast:
http://science.house.gov/hearing/full-committee-hearing-0

Ehrlich gesagt fällt mir dazu nix mehr ein. Seine Aussagen z.B. zum HLV waren völlig unverbindlich und belanglos, obwohl er das als Ziel der Exploration vertritt (im Gegensatz zu den Aussagen von letztem Jahr.)

Falls jemand irgendwann mal was Positives an den US-Raumfahrtplänen findet, sagt Bescheid.
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Offline tobi

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Re: NASA - Budget
« Antwort #20 am: 02. März 2011, 20:50:48 »
Falls jemand irgendwann mal was Positives an den US-Raumfahrtplänen findet, sagt Bescheid.

Also ich kann in dem "aktuellen Plan" einige gute Sachen finden. Es müsste nur auch mal das entsprechende Geld zugewiesen werden. :-\
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Offline tomtom

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Re: NASA - Budget
« Antwort #21 am: 02. März 2011, 23:31:42 »
Nagut, der Weiterbetrieb der ISS ist sicher eine gute Sache.

Eine Stelle ist mE. noch bemerkenswert, (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es neu ist).

Bolden sagte, dass er keinen Bedarf sieht, vor 2020 ein integriertes HLV/MPCV-System zu haben für BEO-Exploration (, selbst wenn es so ein System vorher geben sollte). (bei 1:19).

Mit anderen Worten, es ist eine klare Absage an eine BEO-Exploration vor 2020 (egal, ob Commercial Crew für Nasa Freiräume schafft oder nicht.)
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Offline knt

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Re: NASA - Budget
« Antwort #22 am: 03. März 2011, 11:47:59 »
Ich fand das wieder mal ein sehr interesanten Einblick.

Folgende Punkte sind mir dabei aufgefallen:

- Die Aussage "Wir werden nie wieder eine Crew verlieren sonst, gefriert die Hölle" (oder so ähnlich) ist eine gravierende Fehleinschätzung. NASA WIRD Crew verlieren, hoffendlich nicht auf dem Weg zur ISS (aber selbst das ist nicht ausgeschlossen) ganz bestimmt aber auf dem Weg zu NEO und Mars (und darüber hinaus). Die Einstellung "Sicherheit um jeden Preis" kostet buchstäbdlich jeden Preis.

Ich hoffe die NASA findet den Weg zurück zu "einfachen und robusten Systenem", anstatt zu zu sehen wie die Komplexität des Riskmanagements mit der Komplexität der Systeme ansteigt. Das Shuttle ist ein, meiner Meinung nach unwiederlegbares Beispiel dafür das komplexe Technologie nicht der richtige Weg ist. Den der Aufwand der betrieben werden muss um diese Technologie "sicher zu beherrschen" ist enorm, Bolden erwähnte als Beispiel glaube ich sogar die Verzögerung bei STS-133. Die komerziellen Crew Systeme versprechen gerade in diesem Bereich einen wahren Fortschritt.

Ein Fortschritt der rein technologisch vielleicht wie ein Rückschritt aussehen mag - und viele von euch werden das wohl so sehen. Kein Wunder - ich kann das nachvollziehen. Das Shuttle ist eine beeindruckende Technologie, gerade durch seine Komplexität. Aber es ist denoch gerade darum eine Fehlentwicklung.

- Bolden hat einen NASA Teststand für Triebwerkstest erwähnt (Stanfield? - habe es akustisch nicht recht verstanden) - und erwähnt das er sich wünschen würde, das die Komerziellen diese Infrastruktur vermehrt nutzen. Das finde ich eine richtige und sehr wichtige Komponente. NASA hat eine sehr gute Infrastruktur - gerade was Test und Analyse angeht (und das haben wir auch dem Shuttle zu verdanken!) es wäre unsinnig, wenn die privaten eine paralele Infrastuktur aufbauen würden. Viel besser wäre es, wenn die NASA den Privaten diese Infrastruktur als Dienstleitung anbieten würde (gegen Bares natürlich)

- Bolden hat über die Import und Export Beschränkungen gesprochen, und wie sie die Raumfahrtindustrie behindert. Ein weiterer wichtiger Punkt, der vorallem deutlich macht wie tief das Thema "Mission zum Mars" in klassische Wirtschafts- und Kriegspolitik (das Wort "Verteidigungspolitik" finde ich im Falle der USA unpassend) hineinreicht.
Russische Raumfahrt im Raumcon: News - RUS-M - PPTS - OPSEK

Offline runner02

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Re: NASA - Budget
« Antwort #23 am: 03. März 2011, 19:50:12 »
Zitat
Die Einstellung "Sicherheit um jeden Preis" kostet buchstäblich jeden Preis.

 ;D

Perfekt ausgedrückt  ;)
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline tomtom

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Re: NASA - Budget
« Antwort #24 am: 04. März 2011, 11:18:38 »
Spätestens nach der Budget-Anhörung im Kongress dürfte auch dem Letzten klar sein, dass es zur US-Space Policy zwischen White House und Kongress völlig verschiedenen Ansichten gibt.
http://www.spacenews.com/civil/110303-lawmakers-question-nasa-budget-request.html

In einer Pressemitteilung heißt es:
Vorsitzender des Committee Hall sagt, Commercial Crew wird nicht ignoriert, aber es ist für den Kongress nicht die erste Priorität.
Man fragte, warum statt der im letzten Jahr ausgehandelten 4 Mrd jetzt nur 2,8 Mrd für SLS/MPCV im Budget beantragt werden.
Dagegen  wäre es bei den Privaten im COTS Programm trotz bestehender Verträge seit 2008 zu Verzögerungen gekommen.

Bolden:
SLS/MPCV wird zwar entwickelt, aber man hat es nicht eilig und braucht es auch nicht vor 2020.

"Bolden said NASA would have no use for a heavy-lift rocket and deep space capsule before the end of this decade. “There may be available systems before that time, but I don’t need one for beyond-low-Earth orbit until 2020,” he said.

Die Kommerziellen werden 2015/16 zur Verfügung stehen. Sie seien der sicherste und wirtschaftlichste Weg.

Das die Budgets in dieser Auseinandersetzung nicht genehmigt werden, ist dann keine große Überraschung.

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Offline runner02

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Re: NASA - Budget
« Antwort #25 am: 04. März 2011, 11:52:32 »
Zitat
SLS/MPCV wird zwar entwickelt, aber man hat es nicht eilig und braucht es auch nicht vor 2020.

Mit dieser Einstellung wird das bis 2025 nichts, wenn nicht sogar noch länger!  >:(

Man könnte sich ja beim Endspurt Zeit lasen oder bei den Testflügen... Dann weiß man, dass man die Entwicklung notfalls noch beschleunigen kann.

Die Kommerziellen werden 2015/16 zur Verfügung stehen. Sie seien der sicherste und wirtschaftlichste Weg.

Das halte ich mal für ein Gerücht - 2018 eher...

So viel billiger als der Staat können sie ja nicht sein, keiner macht was umsonst.
Naja, sie sind auch nicht sehr komplex - im Vergleich zum Shuttle, das kann wirklich Kosten sparen.
Wir werden sehen... (zwangsweigerlich)
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Offline Schillrich

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Re: NASA - Budget
« Antwort #26 am: 04. März 2011, 11:59:10 »
Wir werden sehen... (zwangsweigerlich)

unweigerlich zwangsweise? ;) :D
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel
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Offline knt

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Re: NASA - Budget
« Antwort #27 am: 04. März 2011, 15:24:32 »
Was den? Es stimmt doch: Die NASA hat vor 2020 keine Verwendung für ein HLV. Für alles was man mit einem HLV machen könnte (etwa NEO-Missionen fliegen), bekommt die NASA vom KONGRESS nicht genug Geld als das es 2015 oder so startbereit sein könnte.

Die Haltung, wir geben euch Geld für einen Kreuzer, können uns die Kreuzfahrt aber nicht leisten, bestehen jedoch trotzdem darauf dass ihr den Kreuzer baut ist schizophren. Nein noch viel schlimmer: Diese Haltung entlarvt das der Kongress, nicht an Exploration sondern an Industrie Subvention interessiert ist. Denn kein anderes Interesse kann mit einem HLV ohne Exploration Mission befriedigt werden.

Eine Mission gibt es: Der Kongress argumentiert nämlich, das HLV und MPCV als Alternative zu CCDev gedacht ist. Ein HLV und MPCV als LEO Taxi? Bolden sagt zu recht: Das ist Unsinn und das genaue Gegenteil von Effizienz.

Eine solche Alternative hält Bolden auch nicht für notwendig. Einmal gibt es noch die Sojus, und zweitens ist er sich sicher das CCDev flugfähige Hardware produziert. Auch dabei gebe ich ihm recht.

Unter CCDev ist aktuell die Rede von 5 Raumschiffe (Prometheus, CST-100, Dragon, Dream Chaser, t/Space Capsule) und 4 Trägern (Falcon V, Atlas V, Liberty, Taurus 2). Ich spekuliere das Atlas V und Liberty als Träger und 2 bis 3 der Raumschiffe (Dragon, CST-100 (und Dream Chaser)) von der NASA in Phase 2 unterstützt werden.

Ich kann sehr viele Aspekte CCDev kritisieren, aber das diese Unternehmen nicht in der Lage wären die notwendige Hardware zu bauen, kann ich mir nicht vorstellen. Sicher gibt es Ausfälle, sicher gibt es Verzögerungen, und höchst wahrscheinlich kostet es mehr als gedacht - aber letztendlich wird es Hardware geben. Beim SLS gibt es genau die selben Unsicherheiten.
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Offline Schillrich

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Re: NASA - Budget
« Antwort #28 am: 04. März 2011, 17:04:19 »
Nach dieser Meldung:
http://spacenews.com/civil/110303-doubt-europa-mission.html

sieht der oberste Wissenschaftsberater der NASA in künftigen Budgets Gefahr für große Flagship-Missionen nach MSL Curiosity. Explizit benannt ist das amerikanisch-europäische Konzept EJSM/Laplace zum Jupiters Eismonden, aber das Beschriebene bezieht sich auf alle großen angedachten Planetenmissionen.

Im kommenden Jahr gäbe es laut Budgetvorschlag einen Zuwachs der Planetenwissenschaften von 1,36 auf 1,54 Milliarden US$, danach aber ein Absinken auf 1,25 Milliarden bis 2016.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel
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Offline tobi

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Re: NASA - Budget
« Antwort #29 am: 04. März 2011, 18:35:01 »
COTS ist das erste NASA Programm, dass seit bestimmt 3 Jahrzehnten in einer flugfähigen orbitalen Rakete geendet hat und anstatt auf diesem Erfolg aufzubauen fördert man weiter andere gescheiterte Programme bzw. ihre Abwandlungen.  ::)
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Tags: NASA USA