Navigation

Raumcon-Seiten

Benutzer im Chat: 10

28. Juni 2016, 17:06:26
Raumcon
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Neuigkeiten: Unser Unterforum für Rezensionen zu Büchern aus der Astronomie und Raumfahrt
   Erweiterte Suche

Verlinkte Ereignisse

  • 20:00 MEZ: Vorstellung NASA Budget 2013: 13. Februar 2012
  • 20:00 MEZ - Vorstellung NASA Budget 2015 auf NASA TV: 04. März 2014
  • Vorstellung NASA Budget 2017: 09. Februar 2016

Autor Thema: NASA - Budget  (Gelesen 66352 mal)

Offline runner02

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 2723
Re: NASA - Budget
« Antwort #25 am: 04. März 2011, 11:52:32 »
Zitat
SLS/MPCV wird zwar entwickelt, aber man hat es nicht eilig und braucht es auch nicht vor 2020.

Mit dieser Einstellung wird das bis 2025 nichts, wenn nicht sogar noch länger!  >:(

Man könnte sich ja beim Endspurt Zeit lasen oder bei den Testflügen... Dann weiß man, dass man die Entwicklung notfalls noch beschleunigen kann.

Die Kommerziellen werden 2015/16 zur Verfügung stehen. Sie seien der sicherste und wirtschaftlichste Weg.

Das halte ich mal für ein Gerücht - 2018 eher...

So viel billiger als der Staat können sie ja nicht sein, keiner macht was umsonst.
Naja, sie sind auch nicht sehr komplex - im Vergleich zum Shuttle, das kann wirklich Kosten sparen.
Wir werden sehen... (zwangsweigerlich)
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

Offline Schillrich

  • Global Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 16493
Re: NASA - Budget
« Antwort #26 am: 04. März 2011, 11:59:10 »
Wir werden sehen... (zwangsweigerlich)

unweigerlich zwangsweise? ;) :D
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel
Naturgesetze haben keine Lücken und brauchen deswegen keine Juristen.

www.schillrich.de - Mondwelt

Offline knt

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 1738
Re: NASA - Budget
« Antwort #27 am: 04. März 2011, 15:24:32 »
Was den? Es stimmt doch: Die NASA hat vor 2020 keine Verwendung für ein HLV. Für alles was man mit einem HLV machen könnte (etwa NEO-Missionen fliegen), bekommt die NASA vom KONGRESS nicht genug Geld als das es 2015 oder so startbereit sein könnte.

Die Haltung, wir geben euch Geld für einen Kreuzer, können uns die Kreuzfahrt aber nicht leisten, bestehen jedoch trotzdem darauf dass ihr den Kreuzer baut ist schizophren. Nein noch viel schlimmer: Diese Haltung entlarvt das der Kongress, nicht an Exploration sondern an Industrie Subvention interessiert ist. Denn kein anderes Interesse kann mit einem HLV ohne Exploration Mission befriedigt werden.

Eine Mission gibt es: Der Kongress argumentiert nämlich, das HLV und MPCV als Alternative zu CCDev gedacht ist. Ein HLV und MPCV als LEO Taxi? Bolden sagt zu recht: Das ist Unsinn und das genaue Gegenteil von Effizienz.

Eine solche Alternative hält Bolden auch nicht für notwendig. Einmal gibt es noch die Sojus, und zweitens ist er sich sicher das CCDev flugfähige Hardware produziert. Auch dabei gebe ich ihm recht.

Unter CCDev ist aktuell die Rede von 5 Raumschiffe (Prometheus, CST-100, Dragon, Dream Chaser, t/Space Capsule) und 4 Trägern (Falcon V, Atlas V, Liberty, Taurus 2). Ich spekuliere das Atlas V und Liberty als Träger und 2 bis 3 der Raumschiffe (Dragon, CST-100 (und Dream Chaser)) von der NASA in Phase 2 unterstützt werden.

Ich kann sehr viele Aspekte CCDev kritisieren, aber das diese Unternehmen nicht in der Lage wären die notwendige Hardware zu bauen, kann ich mir nicht vorstellen. Sicher gibt es Ausfälle, sicher gibt es Verzögerungen, und höchst wahrscheinlich kostet es mehr als gedacht - aber letztendlich wird es Hardware geben. Beim SLS gibt es genau die selben Unsicherheiten.

Offline Schillrich

  • Global Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 16493
Re: NASA - Budget
« Antwort #28 am: 04. März 2011, 17:04:19 »
Nach dieser Meldung:
http://spacenews.com/civil/110303-doubt-europa-mission.html

sieht der oberste Wissenschaftsberater der NASA in künftigen Budgets Gefahr für große Flagship-Missionen nach MSL Curiosity. Explizit benannt ist das amerikanisch-europäische Konzept EJSM/Laplace zum Jupiters Eismonden, aber das Beschriebene bezieht sich auf alle großen angedachten Planetenmissionen.

Im kommenden Jahr gäbe es laut Budgetvorschlag einen Zuwachs der Planetenwissenschaften von 1,36 auf 1,54 Milliarden US$, danach aber ein Absinken auf 1,25 Milliarden bis 2016.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel
Naturgesetze haben keine Lücken und brauchen deswegen keine Juristen.

www.schillrich.de - Mondwelt

Offline tobi

  • Raumcon Administrator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 16924
  • SpaceX-Optimist
Re: NASA - Budget
« Antwort #29 am: 04. März 2011, 18:35:01 »
COTS ist das erste NASA Programm, dass seit bestimmt 3 Jahrzehnten in einer flugfähigen orbitalen Rakete geendet hat und anstatt auf diesem Erfolg aufzubauen fördert man weiter andere gescheiterte Programme bzw. ihre Abwandlungen.  ::)
#NousSommesUnis

Offline tomtom

  • Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 3861
  • Real-Optimist
Re: NASA - Budget
« Antwort #30 am: 04. März 2011, 18:37:48 »
Hallo knt,

mit dem HLV/MPCV hast du natürlich Recht, aber...
es steckt eine andere Logik dahinter. In der Tat dürfte es dem Kongress um die vorhandene Industrie gehen und im Prinzip um die Frage, ob man alles vorhandene erst zerschlagen will (Shuttle-Technik), um ganz von vorne zu beginnen. Bzgl. der LEO-Taxi-Alternative hätte wohl Orion+Irgendwas mehr Sinn gemacht, aber auch viel stärker in Konkurrenz zu den Privaten gestanden, was wohl nicht durchsetzbar gewesen wäre. So kann man ein HLV/Orion für Exploration viel besser als Ergänzung verkaufen. Nur bringt das nichts, wenn es auf die lange Bank geschoben wird.

Es ist eher die Erfindung der Obama-Adminstration, zunächst Fähigkeiten zu schaffen und dann zu überlegen, was man damit machen kann ("capability-driven").

Keine Frage, die Privaten können Hardware bauen, (wenn sie Geld dafür bekommen). Ich frage mich nur, warum die Nasa es mit den Privaten eher schaffen soll, sogar mehrere Systeme zu realisieren, wenn die Nasa es bisher schon nicht für ein System erreichen konnte. Die jetzigen Vorschläge basiseren zum größten Teil auf vorhandene Arbeiten (CST-100 aus der Orion-Ausschreibung, DreamChaser auf HL-20; Prometheus auf Orbital Space Plane). Das ist soweit auch in Ordnung, nur die wahren Fortschritte sehe ich da jetzt noch nicht.

Ich sehe auch nicht, dass die Industrie ein Interesse am Astronautentransport hätte (Der BusinessCase wäre heute schon berechenbar, er existiert jedoch nicht). Interesse besteht nur an Entwicklungsaufträgen. Auf dem Weg zum fertigen Service-Angebot kann jede Firma sagen, sorry, kein Interesse mehr. Vielleicht tut es heute schon die SpaceX, wenn sie jetzt lieber eine Falcon Heavy für die Air Force bauen wollen.

BTW: Private sind nicht per se in der Lage, einfache/robuste Geräte zu bauen statt komplizierte (Die Sojus ist auch nicht durch Wettbewerb entstanden). Das ist zum größten Teil abhängig von den Anforderungen und die kommen ja von der Nasa. Ich sehe also eher die Tendenz, weg vom Universalsystem (Shuttle) hin zu Spezialsystemen (Taxi, Station, ...), mit allen Vor- und Nachteilen.

LG tomtom
ESA Wörner: "We can give information, communication, science and technology and we can also give inspiration – and Europe needs much more inspiration now.”
Mod-Beiträge in blaugrün; Meinungs-Beiträge in schwarz

Offline tobi

  • Raumcon Administrator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 16924
  • SpaceX-Optimist
Re: NASA - Budget
« Antwort #31 am: 04. März 2011, 18:43:52 »
Hier der neuste GAO Bericht zur den NASA Kostenüberschreitungen:
http://www.gao.gov/new.items/d11239sp.pdf
#NousSommesUnis

Offline tomtom

  • Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 3861
  • Real-Optimist
Re: NASA - Budget
« Antwort #32 am: 10. April 2011, 22:46:03 »
Am Montag 21:00 MESZ gibts wieder ein Hearing mit Nasa-Chef Bolden zum Budget 2012:
http://appropriations.senate.gov/events.cfm?date=4/11/2011
ESA Wörner: "We can give information, communication, science and technology and we can also give inspiration – and Europe needs much more inspiration now.”
Mod-Beiträge in blaugrün; Meinungs-Beiträge in schwarz

Offline Flint

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 211
Re: NASA - Budget
« Antwort #33 am: 13. April 2011, 22:38:20 »
Die Presse meldet heute Abend, dass die USA in den nächsten 12 Jahren 4 Billionen Dollar einsparen möchten. Alleine dieses Jahr 2011 beträgt das erwartete Budget-Defizit 1.6 Billionen Dollar. :o Quelle

Ich bin mal gespannt was das für die Nasa heisst. Ich denke, dass auch die Raumfahrt einem gewissen Sparprogramm unterzogen werden wird.  :(
Greetz

Alex

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #34 am: 24. April 2011, 13:35:40 »
Eine Politische Analyse von mir zum Thema NASA Budget und Defizit Reduktion:

Hängt maßgeblich von Präsidenten ab, unterstützt der Präsident die Raumfahrt wie es z.b Bush Jr. tat wird das NASA Budget mehr oder weniger geschont werden tut er das nicht,  wie etwa der jetzige Heilsbringer Obama dann wird das NASA Budget weiter geschoren werden (wenn auch nichtmehr viel).

Es ist aber eben auch festzuhalten das die NASA viele Freunde in Kongress hat z.b Senatoren Nelson, Kay Bailey Hutchison und Barbara Mikulski und noch viele andere in Kongress. Daher mal zuerst eine gute Nachricht die hier in Forum wohl noch nicht gemeldet wurde.  :)

Zitat

Spending bill funds NASA mission to the moon

Among the budget cuts that President Obama had to agree to in order to avert a government shutdown, Republicans re-gifted him one that he willingly made long ago: $3.8 billion to further NASA's space explorations.

The money will fund NASA' s Constellation Program, which was cut entirely under the president's initial fiscal year 2011 budget proposal. The pride of the Constellation Program is the Orion capsule, NASA's most innovative spacecraft, for sending men to the moon. The Orion was a priority of former President George W. Bush's, but plans for construction were halted by the current administration in 2009.

Bipartisan pressure from senators from states with a heavy NASA presence revived funding in fiscal year 2010. Sens. Kay Bailey Hutchison, R-Texas, Bill Nelson, D-Fla., and Barbara Mikulski, D-Md., championed the reauthorization of the Constellation Program on October 11, 2010, which led to the unveiling of the first Orion space capsule in March of this year………….



In wesentlichen hat der Senat/Kongress damit zum zweiten Mal die Finanzierung für Constellation (heißt zwar nicht mehr so wegen Obama, ist aber mehr oder weniger dasselbe) bestätigt. In wesentlichen bedeutet das, dass die Orion Kapsel weiter entwickelt wird und dass man bei der NASA an einen HLV arbeiten muss  der ca. 130 Tonnen hieven soll, was sogar explizit in der Gesetztes Sprache festgelegt wurde, dazu auch.

http://www.spacenews.com/policy/110331-lawmakers-press-nasa.html

Zitat
U.S. Lawmakers Press NASA on Heavy-lift Rocket, Crew Capsule



SAN FRANCISCO — As the congressional hearing season on U.S. President Barack Obama’s 2012 budget gets under way in earnest, lawmakers continue to hammer NASA for what they say is its noncompliance with the law that directs the space agency to field a government-owned crew capsule and heavy-lift rocket by 2016.

 “Congress has given clear direction” via the 2010 NASA Authorization Act, Rep. Ralph Hall (R-Texas), chairman of the House Science, Space and Technology Committee, said during a March 30 hearing of the panel’s space and aeronautics subcommittee. “The administration needs to acknowledge this and act accordingly.”......


Dies ist besonders Seltsam weil, es schon darauf hindeutet das die NASA Administration unter Bolden gezielt versucht, die Kongress Bestimmungen zu unterlaufen (wohl in Interesse seines Bosses).  Nun das sagt aber auch wiederum einiges über die Politische Unterstützung die die NSA von Kongress erfährt aus, denn  dieser Gesetzes  Entwurf wurde von GOP und den Demokraten gleichermaßen unterstützt obgleich es gegen den Willen der Obama Administration ging, was darauf hindeutet das man kein Appetit darauf hat hier weiter zu streichen, die NASA ist daher allein schon deswegen sicher vor der Budget Axt. 

Zumal auch alle momentanen Defizit Produktionspläne sich auf  die Supermassiven Schwarzen Löcher Medicare und Sozial Security konzertieren den die machen 2/3 aller US Ausgaben aus. Wobei Obamas Plan auch das DOD angreifen will,  der DOD macht übrigens von den restlichen 1/3 aller US Ausgaben ca.  1/2 aus aber Obama blieb auch da sehr vage mit seinen Plänen, während Paul Ryan (GOP) Budget Plan die NASA wie auch das DOD gänzlich schont. 

Natürlich ist die Lage aber unberechenbar, da es leider noch andere Defizit Falken gibt die ihre Pläne nicht vorgestellt haben z.b die Gang of Six, aber das NASA Budget ist so klein das es schlicht unter den Radar dieser Leute hinweg fliegt. ;D

Aber hier endet es nicht, es stehen nemmlich 2012 auch noch Wahlen an und Florida ist ein Battleground State was wiederum bedeutet,  dass man die zahlreiche NASA  Belegschaft nicht weiter verärgern sollte (Obama hat es ja schon getan) die GOPler dagegen noch nicht und die werden daher sicherlich auch  die NASA Belegschaft für sich zu gewinnen versuchen (die werden also irgend eine Vision auflegen z.b etwa doch wieder zum Mond). Sollte ab 2012 dann der Präsident nicht mehr Obama heißen dürfte die NASA von klar profitieren, denn anders als Obama ist keiner der GOP Kandidaten mit guten Sieges Chancen (Mitt Romney,  Mike Huckabee oder sogar Bachmann) NASA Feindlich eingestellt (ja ganz in Gegenteil, wen auch aus den wohl Flaschen Gründen).

Kurz gefasst, anders als für andere Abteilugen schaut es für die NASA relativ gut aus mit dem Budget, wobei ich einige Gefahren für spezielle Programme sehe.

So z.b für die Kommerziellen diese könnten unter einen anderen also einen GOP Präsidenten zugunsten von Orion und HLV abgesägt werden. Die Kommerzielle Idee hat nämlich wenig Zuspruch in Haus wobei sich SpaceX mit seiner Falcon Heavy gut und Weise zu positionieren scheint (sprich über LEO hinaus  plant). In wesentlichen würde  ein neuer Präsident aber mehr oder weniger ein braches Feld vorfinden womit große Änderungen in NASA Programm sowieso unwahrscheinlich währen, einfach weil nichts mehr da ist. Na ja so viel zu Politischen Sachlage von mir.

PS: Ich weiß zwar das dies Politik ist (daher unerwünscht), aber wenn man von NASA Budget spricht,  dann geht es dabei wirklich  nur um Politik und zwar bis tief ins Detail.




« Letzte Änderung: 24. April 2011, 15:04:25 von revan »

Offline aero

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 49
Re: NASA - Budget
« Antwort #35 am: 24. April 2011, 13:52:23 »
@revan, jetzt mal nichts zum Inhaltlichen, weil ich es nicht gelesen habe, aber BITTE hör doch auf nach jedem Absatz 2-5 >>völlig unnötige<< Zeilenumsprünge reinzuhauen! Ich kann erstmal ewig scrollen um an deinem Post vorbeizukommen und so geht es sicher nicht nur mir! Zudem wird ein Thread dadurch auch nicht übersichtlicher. Ich kann mich auch erinnern, dass du da schonmal von einem Mod drauf hingewiesen wurdest.

Sorry jetzt für OT, aber das is echt nicht schön, wenn man hier im Forum stöbert.

Offline tomtom

  • Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 3861
  • Real-Optimist
Re: NASA - Budget
« Antwort #36 am: 24. April 2011, 14:10:40 »
@revan, ich bin an Politik sehr interessiert und das hat hier im Forum auch seinen Platz, weil wohl jedes Projekt zunächst auf einer politischen "Willens"-"bildung" basiert, ABER...

sinnvoll ist, die sachlichen Verhältnisse aufzuklären, um das Verständnis darüber zu gewinnen und ich habe dabei viel über das System in USA gelernt. Nicht sinnvoll ist aber jede Form von Polimisierung oder Fortsetzung des politischen Disputes hier im Forum.

Ich versuche jedenfalls, erstmal die Sachlage neutral zu beschreiben und erst dann persönliche Meinung zu äußern.
ESA Wörner: "We can give information, communication, science and technology and we can also give inspiration – and Europe needs much more inspiration now.”
Mod-Beiträge in blaugrün; Meinungs-Beiträge in schwarz

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #37 am: 24. April 2011, 15:03:23 »
Zuerst einmal war ein Post als Reaktion auf Flint Sorge das die NASA weiter geschnitten werden könnte gedacht, dabei habe ich alle mir bekannten Hintergründe (wen auch nur sehr Oberflächlich) etwas ausgeläuchtet. Natürlich stimmt es das ich dabei nicht neutral bin, ich bin wie sich wohl jeder denken kann gegen Obama und überhaupt gegen jeden Politiker der eine Antti NASA oder übermäßige Antti DOD Politik betreibt. Aber auf der anderen Seite sind wir hier alle in einen Forum der sich mit der Raumfahrt beschäftigt und dürften wohl alle schon daher keine Raumfahrt Gegner sein, aus diesem Grund habe ich auf eine aufgesetzte Neutralität gegenüber Obamas NASA Politik verzichtet und das Problem beim Namen genannt.

Den das Traurige an der jetzigen Situation ist nun mahl die das mehr denn jäh nicht technische Hindernisse oder sogar die lästige Frage des Geldes  das größte Problem der NASA ist, sondern der Präsident selbst so was hat es seit langem,  ich glaub gar seit Nixon, nicht mehr in dieser  Form gegeben. Dass Schicksaal aller Interessanten und spanenden NASA Projekte wird daher momentan buchstäblich im schmutzigen Hinterzimmer Kämpfen zwischen Kongress, Senat und den Weißen Haus  entschieden während die NASA selbst, mehr oder weniger brach daliegt und der jetzige Administrator durch peinliche Skandale und Antti NASA Handlungen vor sich reden macht, das  ich daran schlicht nichts Gutes finden kann ist wohl verständlich. Das ich von dieser Situation und gerade von deren Verursacher  mehr als angewidert bin ist sogar dabei noch eine glatte Untertreibung und alleine bin ich da nicht, es gibt viele NASA Angestellte und KSC Member die  Minuten und Stunden von Obamas Amtszeit runterzählen und das meine ich nicht als Schertz. :'(

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #38 am: 24. April 2011, 15:10:56 »
Neue schlechte Nachrichten.

http://news.astronomie.info/ai.php/201104130

Zitat

NASA-Sparkurs wirkt sich auch auf ESA aus


Aufgrund erhöhter Kosten für das James Webb-Teleskop, dem Nachfolger des Hubbleteleskops, muss die NASA Kosten sparen und hat daher angekündigt, sich nicht mehr als gleichwertiger Partner der europäischen Weltraumorganisation ESA bei geplanten Missionen beteiligen zu können. Die ESA muss nun ihr Budget neu überdenken.....

Offline Ruhri

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 4043
Re: NASA - Budget
« Antwort #39 am: 25. April 2011, 14:21:19 »
Revan, dass du ein überzeugter Anhänger der Repulikaner bist, kann niemandem wirklich entgehen. Willst du aber wirklich behaupten, die aktuellen Probleme der USA würden nicht bestehen? Deine heißgeliebten Republikaner mit ihrem idiotischen Motto "Privat vor Staat" haben die Finanzen ruiniert, und damit muss die heutige US-Politik jetzt zurecht kommen. Die großen Konzerne und da vor allem ihre überbezahlten und unterqualifizierten Manager haben sich selbst die Taschen vollgestopft und die US-Wirtschaft zugrunde gerichtet. Die einfache Bevölkerung leidet darunter, und da besteht mit Sicherheit größerer Handlungsbedarf als in der Raumfahrt. Niemand fordert, die Raumfahrt in den USA einzustellen, um alles Geld ins Soziale umzuleiten. Es kann aber auch nicht sein, dass man das Soziale zu kurz kommen lässt, um alles in die Raumfahrt zu stecken.

Abgesehen davon bedeutet eine gute Sozialvorsorge wie etwa eine staatliche Krankenversicherung keineswegs Kommunismus. Oder siehst du uns Deutsche etwa alle als Anhänger von Marx, Lenin und Stalin?

So, und können wir jetzt endlich zum eigentlichen Thema zurück kommen, also dem "NASA - Budget"? Die Grausamkeiten der US-Politik interessieren hier nämlich im Grunde niemanden.

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #40 am: 25. April 2011, 17:29:46 »
Revan, dass du ein überzeugter Anhänger der Repulikaner bist, kann niemandem wirklich entgehen. Willst du aber wirklich behaupten, die aktuellen Probleme der USA würden nicht bestehen? Deine heißgeliebten Republikaner mit ihrem idiotischen Motto "Privat vor Staat" haben die Finanzen ruiniert, und damit muss die heutige US-Politik jetzt zurecht kommen. Die großen Konzerne und da vor allem ihre überbezahlten und unterqualifizierten Manager haben sich selbst die Taschen vollgestopft und die US-Wirtschaft zugrunde gerichtet. Die einfache Bevölkerung leidet darunter, und da besteht mit Sicherheit größerer Handlungsbedarf als in der Raumfahrt.

Halo Ruhri, nun zuerst einmal muss ich dich auf einige simple Tatsachen hinweisen, betreff deines bzw. der deutschen so heißgeliebten Obamas. Zuerst einmal wer hat nun die Finanzen ruiniert?  Nun darüber kann man sich natürlich streiten, ganz neutral betrachtet muss man auch Bush Jr. aber auch eben jeden anderen Präsidenten seit Jimmy Charter eine Teilschuld einräumen, doch Hauptverursacher war weder Busch noch irgend ein anderer Präsident sondern eine Blase auf dem Immobilien Markt.  Nun diese Krise  führte zum Wegfall von Steuern, Arbeitslosigkeit und Armut so wie es bei einer Wirtschaftskriese üblich ist, daher nennt man es ja auch Kriese.

Aber wer hat nun die Finanzen ruiniert? Nun da kann man in Prinzip leicht den Schuldigen ausmachen  und zwar durch folgende Fakten.
Bush JR. und der republikanische Kongress der biss 2006 regiert häufte in Folge von zwei Kriegen und einer massiven Steuersenkung ca. 2400 Milliarden US Dollar an Schulden an, ab 2006 regierten die Demokraten hier kamen weitere 900 Milliarden US Dollar hinzu (auch gerade wegen der Finanzkrise 2008)dies ergibt  ca. 3,4 Billionen US Dollar in 8 Jahren  Busch Regierung  (von denen 2 Jahre Demokratisch waren) an Schulden.

Obama und der Demokratische Kongress haben dagegen momentan ca. 4.000 Milliarden an Schulden aufgehäuft  und Obamas Haushaltprojektion siecht  bis zum Ende seiner ersten Amtszeit eine gesamt Defizit von insgesamt über 6.000 Milliarden US Dollar vor. Anders gesagt Obama übertraf Bushs 8 Jährige Schulden Orgie in nur 2 Jahren und wird sie zum Ende seiner Amtszeit um das Doppelte übertroffen haben und das in der halben Zeit!

Und nun zum Argument wir haben kein Geld für die Raumfahrt.  So bitte bedenke das Mr. Obamas Administration  pro Jahr alleine das 76 fache des für Constellation nötigen Gesamt NASA Budgets (21 Milliarden Dollar) an Schulden macht! Alleine in Bürokratischen System des Pentagons  fanden sich 178 Milliarden an Overhead Ausgaben bzw. das Äquivalent zum gesamten Konstellation Programm würde man das Overhead Ausgaben durch ineffizient in Gesundheitssystem ermitteln so käme man leicht über 800 Milliarden. Also tut mir Leid das Argument es ist kein Geld für die NASA da ist echt gewagt und zeugt von den Idiotischen Prioritäten der jetzigen Obama Administration!

PS: Darüber hinaus, ist es doch schon erstaunlich das eine Person die sich zum zweiten JFK stilisierte also unser “falscher“ Prophet Obama, weniger Vision hatte und zeigte  als ein von machen (mich eingeschlossen) als unterbemittelt und Analphabeten wie Religiöser Fanatiker Namens Bush Jr.! ;)

Obamas NASA Politik und nur bei der will ich hier bleiben , zeugt sprichwörtlich von einer unmissverständlich NASA Feindlichen Haltung, die man in der Form seit Nixon nicht mehr gesehen hat und Nixon war eine nationale Schande! Außerdem wirst du lachen,  ich kenne viele in Florida ansässige  Leute die früher überzeugte Demokraten waren und die sich Busch grad zurück wünschen und  auf ihren PC die Zeit biss Obamas Amtszeit zu Ende ist runterzählt wird.

Sprich hier geht es eben gar nicht um einen  Politischen Kampf zwischen GOPler oder Demokraten sondern es ist in der NASA Frage definitiv ein überparteilicher Kampf gegen die Obama Administration im Weißen Haus! Denn wenn du dir die Politische Debatte der letzten 2 Jahre ausschaust so siehst du, dass gerade Demokraten wie etwa Senator Nelson (D) es waren die Obama auf schärfste Bekämpften und eben nicht die GOP Senatoren. Den Obama hat mit Constellation eben nicht Busch Projekt zum Mond getötet sondern ein gemeinsames Projekt von Demokraten und Republikaner das eine klare wie breite Überparteiische Unterstützung genoss (alleine der Extreme rechte Flügel um Ron Paul und Obamas extremer progressiver Flügel um Barney Frank herum war gegen Constellation).

Daher so viel zum Thema Polarisierung. Ich bin übrigens auch lange gar kein parteiischer gewesen, z.b bin ich auch jetzt noch  für Steuererhöhungen für Reiche und einen starken Staat, ja ich bin sogar bekennender Atheist (all das für sich allein genommen,  sind alles Todsünden für einen wahren Republikaner oder Tea Party Aktivisten) aber ich bin eben nicht für die Vision des Herren Obamas und der progressiven Bande um Barney Frank herum und damit spreche ich für die Mehrheit der Leute.

Abgesehen davon bedeutet eine gute Sozialvorsorge wie etwa eine staatliche Krankenversicherung keineswegs Kommunismus. Oder siehst du uns Deutsche etwa alle als Anhänger von Marx, Lenin und Stalin?

Nein das nicht, aber hier kann man in Prinzip sehen durch welche Klitsches du das Problem grad betrachtest, es geht vielen in den USA bei dieser Gesundheitsdebatte gar nicht um Sozialismus,  ja oder nein, sondern es geht hier um ein kaputtes System dass plötzlich laut Obamas eigenen Worten (von 13 April 2011) unfinanzierbar ist. Der Staat steht in den USA für Ineffizienz und Bevormundung und man muss schon zugeben, dass man in Europa nicht so frei ist wie in den USA.  Darüber hinaus ist das Europäische Modell nun wirklich so gut? Ich sage nicht, dass das Amerikanische besser wäre aber auch das Europäische Modell hat gewaltige Probleme und ist eben auch nicht Nachhaltig.

Niemand fordert, die Raumfahrt in den USA einzustellen, um alles Geld ins Soziale umzuleiten. Es kann aber auch nicht sein, dass man das Soziale zu kurz kommen lässt, um alles in die Raumfahrt zu stecken.

Nein das fordert keiner, das versuchen einige dafür seit nun 2 Jahren in der Obama Administration dafür aktiv umzusetzen. ::)

So, und können wir jetzt endlich zum eigentlichen Thema zurück kommen, also dem "NASA - Budget"? Die Grausamkeiten der US-Politik interessieren hier nämlich im Grunde niemanden.

Wenn dies so ist dann kann man das Thema ja gleich Schließen, den das NASA Budget ist die Grausamkeit und Dummheit der US Budget Politik in seiner Reinform.


revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #41 am: 25. April 2011, 17:46:05 »
So und nun kann man ganz real sehen wie eben diese ja so uninteressante "Grausamkeit" die NASA gegen die Wand fährt.

http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_channel.jsp?channel=space&id=news/awst/2011/04/18/AW_04_18_2011_p46-307321.xml&headline=Rocketdyne%20Worries%20About%20Retaining%20Workforce

Zitat
Rocketdyne Worries About Retaining Workforce

Pratt & Whitney Rocketdyne needs answers fast from NASA on the agency’s direction in space exploration as it continues to consolidate facilities and staff in the wake of the Constellation and space shuttle terminations.

“We’re really concerned about this lack of a decision,” says PWR President Jim Maser, speaking to Aviation Week here at its rocket test headquarters recently. Earlier, he testified to Congress on the potentially damaging impact of the slow transition from Constellation to the planned follow-on Space Launch System (SLS).

“I don’t know if it did any good, but at least being asked to testify shows we may be gaining a bit of traction,” he says of his appearance before the House Science Committee’s subcommittee on space and aeronautics (AW&ST April 4, p. 31). Maser testified in his capacity as chairman of the American Institute of Aeronautics and Astronautics’ Corporate Membership Committee.....


In wesentlichen hat man es hier mit den Nebenkriegsschauplatz Obama, Bolden  vs. NASA, Kongress und Senat zu tuchen, denn der Senat besteht auf die Fortführung von Constellation wen auch unter anderen Namen also SLS, CEV. Aber  die Administration Bolden aber interessiert sich natürlich für wichtigeres z.b dafür ob pensionierte ehemalige Astronauten (wie etwa Bolden selbst)  die Zahnersatzkosten von Staate bezahlt werden sollte. Oder man verkündet bei Al Jazzira mahl ganz nebenbei das es die Hauptmission der NASA ist die Arabisch amerikanischen Beziehungen zu verbessern und X-weitere Skandale.
 



Offline tomtom

  • Moderator
  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 3861
  • Real-Optimist
Re: NASA - Budget
« Antwort #42 am: 25. April 2011, 17:56:04 »
@Ruhri, revan, bitte bleibt beim Thema!

Finanzkrise, deren Ursachen und allgemeine politische Verhältnisse sind Offtopic. Löscht doch einfach, was nicht Nasa-spezifisch ist.

Auch der PWR-Beitrag hat eigentlich nichts mit dem Budget zu tun, sondern mit der Unentschlossenheit der NASA (die sicherlich ihre politische Ursache hat). Die Entwicklung von PWR thematisieren wir in einem anderen Thread.
ESA Wörner: "We can give information, communication, science and technology and we can also give inspiration – and Europe needs much more inspiration now.”
Mod-Beiträge in blaugrün; Meinungs-Beiträge in schwarz

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #43 am: 25. April 2011, 18:01:46 »
Ok,  ich werde es unterlassen. In welchen Thread wird das PWR thematisieren, bitte um Link sofern möglich?

Offline Ruhri

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 4043
Re: NASA - Budget
« Antwort #44 am: 25. April 2011, 18:03:34 »
Es mag dich verwundern, revan, aber deine Begeisterung für US-Politik wird hier wirklich nicht von jedem geteilt.

Was das NASA-Budget angeht, so meine ich mich erinnern zu können, dass es sogar ein wenig steigen soll. Das mag falsch sein, da es bei dem ganzen Hin und Her wirklich etwas schwierig ist, den Überblick zu behalten.

Tatsache ist aber, dass das NASA-Budget aus Steuermitteln bestritten werden muss, und die sind nun einmal begrenzt und müssen auf verschiedene Bereiche verteilt werden. Die Raumfahrt ist aber eben nun einmal nicht der Hauptzweck eines Staatswesens, sondern nur ein "Nebenkriegsschauplatz".

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #45 am: 25. April 2011, 18:21:05 »
Es mag dich verwundern, revan, aber deine Begeisterung für US-Politik wird hier wirklich nicht von jedem geteilt.

Was die Sache aber ziemlich Inhaltleer macht, denn ohne diese Politik gibt es gar keine Raumfahrt.

Was das NASA-Budget angeht, so meine ich mich erinnern zu können, dass es sogar ein wenig steigen soll. Das mag falsch sein, da es bei dem ganzen Hin und Her wirklich etwas schwierig ist, den Überblick zu behalten.

Das NASA Budget sollte steigen aber unter der Inflationsrate und weit unter dem Busch Projektionen, real gesehen ist das NASA Budget aber klar abgesunken. Die NASA wird von Jahr zu Jahr zudem  real ärmer während der Termine für Programme aller Art wegen der zunehmenden Finanznot  nach hinten geschoben werden.


Tatsache ist aber, dass das NASA-Budget aus Steuermitteln bestritten werden muss, und die sind nun einmal begrenzt und müssen auf verschiedene Bereiche verteilt werden. Die Raumfahrt ist aber eben nun einmal nicht der Hauptzweck eines Staatswesens, sondern nur ein "Nebenkriegsschauplatz".

Wobei leider verdammt wenig dort landet wo es wirklich etwas bewirken kann z.b eben bei der NASA, die Raumfahrt ist eine Investition in die Zukunft das Apollo Programm veränderte das Leben und das Selbstverständnis der gesamten Menschheit vieles von den was heute alltäglich und nicht mehr wegzudenken ist verdankt man alleine diesen Programm wie den darauffolgenden Programmen.


Die Raumfahrt bedeutet eben eine  Investition in die Zukunft wohingegen viele völlig überfinanzierte Programme  in besten fahle den sozialen Frieden sichern aber in den meisten Fehlen schlicht und ergreifend  rein gar nichts reales für die Welt bringen, außer Schulden natürlich.



Offline Ruhri

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 4043
Re: NASA - Budget
« Antwort #46 am: 25. April 2011, 23:50:51 »
Was die Sache aber ziemlich Inhaltleer macht, denn ohne diese Politik gibt es gar keine Raumfahrt.

Mag sein, aber wir machen diese US-Politik nicht, und ich wage die Schätzung, dass die meisten von uns gar kein Wahlrecht haben. So gesehen bleibt uns ohnehin nur die Rolle der Beobachter. Wie sieht das NASA-Budget der kommenden Jahre aus und was soll damit erreicht werden?

Zitat
Wobei leider verdammt wenig dort landet wo es wirklich etwas bewirken kann z.b eben bei der NASA, die Raumfahrt ist eine Investition in die Zukunft das Apollo Programm veränderte das Leben und das Selbstverständnis der gesamten Menschheit vieles von den was heute alltäglich und nicht mehr wegzudenken ist verdankt man alleine diesen Programm wie den darauffolgenden Programmen.

Die Raumfahrt bedeutet eben eine  Investition in die Zukunft wohingegen viele völlig überfinanzierte Programme  in besten fahle den sozialen Frieden sichern aber in den meisten Fehlen schlicht und ergreifend  rein gar nichts reales für die Welt bringen, außer Schulden natürlich.

Mir fällt gerade auf, dass du das NASA-Budget mit dem US-Raumfahrtbudget gleich setzt. Das ist natürlich aus zwei Gründen falsch. Zum einen betreiben DARPA und US Air Force ihre eigene Raumfahrt, zum anderen hat die National Aeronautics and Space Administration selbstverständlich auch wichtige Aufgaben in der Luftfahrt zu erfüllen. (Gibt es weitere Forschungsfelder, für die das Budget reichen muss? Das DLR forscht ja etwa noch auf den Gebieten Energie und Verkehr.)

Vorsorge für die Zukunft ist selbstverständlich ein wichtiger Aspekt eines Staatswesens. Die Raumfahrt kann davon aber nur einen gewissen Teil darstellen, da es immer auch ausreichend erdgebundene Forschung zu finanzieren gilt. Eine Regierung darf aber nicht für eine mögliche glückliche Zukunft ihrer Bürger deren Gegenwart verfrühstücken. Dann wird sie in einer Demokratie abgewählt (und in einer Diktatur bei ausreichend hohem Leidensdruck gewaltsam gestürzt), und das mit voller Rechtfertigung. (Leider verstehen manche Politiker solche Zukunftsetats als reine ABM-Töpfe für ihre Wahlkreise.) Vor dem Hintergrund einer möglichst gerechten Verteilung der zur Verfügung stehnenden Mittel muss man also auch den NASA-Etat sehen.

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #47 am: 26. April 2011, 01:18:46 »
Mag sein, aber wir machen diese US-Politik nicht, und ich wage die Schätzung, dass die meisten von uns gar kein Wahlrecht haben. So gesehen bleibt uns ohnehin nur die Rolle der Beobachter. Wie sieht das NASA-Budget der kommenden Jahre aus und was soll damit erreicht werden?

Nun hier liegt aber genau das Problem,  man kann unter den jetzigen Gegebenheiten schlicht  nichts erreichen, sprich es fehlt eine echte Vision bzw. nennen wir es lieber ein echtes Ziel. Unter  Reagan, Bush Senior und Clinton ging es mehr oder weniger darum eine Weltraum Station in LEO Orbit zu errichten was auch gelang die ISS ist der Beweis dafür.
Unter Bush Jr. wurde  ein sehr konkreter Plan bekannt als Constellation aufgesetzt der klare Ziele und einen klaren Zeitplan vorsah der die Raumfahrt endlich wieder ins BEO führen sollte zum Mond, zu einen Asteroiden und darüber hinaus.  Es war ein guter Plan, mit breiter überparteilicher Unterstützung wen auch wie faktisch alle Programme in der Raumfahrt unterfinanziert,   so war der Zeitplan nicht einhaltbar das Programm aber trotzdem möglich also durchführbar.

Nun aber hat man in wesentlichen keinen Plan so würde ich Obama Space nennen,  wenigstens für die bemannte Raumfahrt nicht, die ISS bis 2020 zu nutzen und Kommerzielle Anbieter ab 2015/16 die ISS anfliegen zu lassen ist kaum ein Plan da es keine Zukunftsperspektive bietet.  Sprich was kommt nach der ISS, was nach 2020 was soll danach aus der Kommerziellen Raumfahrt werden nach dem sie ihre nur ca. 15 bemannte Flüge abgeschlossen haben?

In wesentlichen ist die Antwort immer noch dieselbe wie zur Constellation Zeit und zwar auf ins BEO nur hat Obama Space dem Betreff nur eine schwammige Absichtserklärung die nicht das Papier wert ist auf den sie geschrieben wurde. Sprich irgendwann nach 2020 auf einen Asteroiden landen, keine Hardware wurde für diese Mission definiert kein Geld sollte ursprünglich dafür bereitgestellt werden. 

Obama Space war der sprichwörtliche Einstieg in den Ausstieg aus der bemannten Raumfahrt und nichts weniger, man hätte ebenso gut sagen können wir fliegen zum Mars sobald wir den Warbantrieb von netten Aliens geschenkt bekommen haben.

In Folge der großen Empörung in Kongress und Senat wurde Obama Space zwar umgeändert und Constellation in abgespeckter Variante  als CEV (Orion)und SLS (HLV/Ares)Programm beibehalten, dies macht mir Hoffnung aber man ist weit von dem entfernt was Constellation bedeutet hat. CEV und SLS sind unterfinanziert und nicht definiert auch de Bolden Administration legt sich bekanntlich quer, daher kann man schlicht keine Vorhersage machen wann es auf irgendetwas ober überhaut ob es auf etwas  hinausläuft.

Man ist so zu sagen Halbschwanger mit zwei Programmen, die Kommerziellen erhalten zu wenig zum Leben und zu wenig zu sterben und es fehlt eine echte Perspektive für die Zeit nach der ISS. Constellation Lite ist völlig unter finanziert und ebenfalls in einen Halbschwangeren Zustand und kein Ende ist in Sicht. Jetzt kommt auch noch der große Defizit Abbau 2012 und die Präsidentenwahlen 2012 anders gesagt eine chaotische Periode in den die Politik nicht gerne Entscheidungen trifft.

Daher mein Fazit: Mit den jetzigen NASA Budget und den für  2012 voraussichtlichen Budget wird man nichts in bemannten Sektor erreichen können und das einfach weil ein Ziel fehlt, man kann sprichwörtlich die Obama Zeit daher als eine Art Vierjährige CR für die NASA sehen. Eine Periode in der nichts Konkretes zu Stande kam  und auch keine Weichen für die Zukunft gestellt wurden einfach nur eine vergeudete Zeit für die bemannte US Raumfahrt.

In der Unbemannten Sparte schaut es dagegen viel besser aus, wenigstens gibt es hier erfolgreiche und spannende Projekte, leider wiegt auch hier der Mangel an Geld schwer wie man gerade an James Webb Teleskop sehen kann,  dieser wurde nun über das Jahr 2014 hinaus verzögert. Viele wichtige Projekte wie z.b das TFT werden nicht mehr verfolgt und die Laufzeit fast aller bestehender großer Teleskope und Missionen nähert sich dem Ende.

Mir fällt gerade auf, dass du das NASA-Budget mit dem US-Raumfahrtbudget gleich setzt. Das ist natürlich aus zwei Gründen falsch. Zum einen betreiben DARPA und US Air Force ihre eigene Raumfahrt, zum anderen hat die National Aeronautics and Space Administration selbstverständlich auch wichtige Aufgaben in der Luftfahrt zu erfüllen. (Gibt es weitere Forschungsfelder, für die das Budget reichen muss? Das DLR forscht ja etwa noch auf den Gebieten Energie und Verkehr.)

Ich bin in der Militärsparte bewanderter als in Fragen der NASA und der Zivilen Raumfahrt und kenne daher natürlich die Arbeit  der  DARPA und der USAF bzw. der nicht geheimen Projekte der USAF hier läuft es auch sehr gut wie die zahlreichen Starts der NRO beweisen . Man ist beim DOD auch noch gut finanziert und man hat z.b mit der X37 auch ein sehr interessantes Projekt am Start. Aber Militärische Erfolge und Projekte haben für mich nicht denselben Wert wie die Arbeit der NASA, denn die USAF verfolgt eben aufgrund ihrer Natur andere Ziele eben nicht Humane Ziele. Dass Die NASA sich nun auch mit der Luftfahrt beschäftigen soll ist meiner Meinung nach  übrigens auch nur ein Relikt aus den 50er, 60er Jahren. Real gesehen hat die NASA keine Relevanz mehr in Luftfahrt Bereich, will man innovative Projekte so beauftragt man die DARPA oder  schreibt gleich LM und Boeing an.

Vorsorge für die Zukunft ist selbstverständlich ein wichtiger Aspekt eines Staatswesens. Die Raumfahrt kann davon aber nur einen gewissen Teil darstellen, da es immer auch ausreichend erdgebundene Forschung zu finanzieren gilt. Eine Regierung darf aber nicht für eine mögliche glückliche Zukunft ihrer Bürger deren Gegenwart verfrühstücken. Dann wird sie in einer Demokratie abgewählt (und in einer Diktatur bei ausreichend hohem Leidensdruck gewaltsam gestürzt), und das mit voller Rechtfertigung. (Leider verstehen manche Politiker solche Zukunftsetats als reine ABM-Töpfe für ihre Wahlkreise.) Vor dem Hintergrund einer möglichst gerechten Verteilung der zur Verfügung stehnenden Mittel muss man also auch den NASA-Etat sehen.

Die NASA macht aber eben auch einen unglaublich geringen Teil der US Staatsausgaben (0,12% des GDPs) aus,  momentan wird in Westen generell all das Geld eben für den Erhalt des Status Quo  verbraucht. Forschung hat einen absolut unangemessen kleinen Anteil an Budget der meisten Westlichen Staaten  dafür haben Sozial Ausgaben nun lägst einen völlig ungesunden wie schlicht untragbaren Level erreicht,  gerade in den USA wo 2/3 des Budgets nur noch von Medicare und Sozial Security verspeist werden. Wobei dieses aus der Nixon Periode stammende System so kaputt ist als das es die Menschen nicht mehr schützt sondern nur noch dahinsiechen lässt zugleich aber auch allen anderem Budget Posten sei es  Infrastruktur, Bildung, Forschung, Verteidigung, Auslandshilfe  usw. das Wasser abgräbt.

Ein Staat der Zukunftsfähig sein soll braucht aber notwendigerweise eine moderne Infrastruktur, eine starke und Innovative Wirtschaft die reale Werte schafft gute Bildung und  hohe Forschungsaufgaben um Innovation zu fördern  und sein Bürger zu Inspirieren und es Bedarf auch eines starken Militärs. Doch genau diese wichtigen Stützpfeiler ist man grad dabei für den kurzfristigen Erhalt des Status Quo zu opfern und das nicht nur in den USA sondern in Westen generell. Intellektuelle und Wirtschaftliche Stagnation ist immer die Vorstufe zum Untergang einer Zivilisation oder eines Staatswesen, das lehrt uns die Geschichte.

Mit der Raumfahrt ist es in wesentlichen wie mit der Grundlagen Forschung in der Physik, der reale kurzfristige biss Mittelfristige Nutzen ist marginal aber der langfristige kann die Welt verändert wie z.b die Entdeckung der Kernspaltung.  Auch mit der Raumfahrt und der sonstigen Forschung ist es ähnlich, z.b hätte es ohne die Raumfahrt und den Kalten Krieg heute z.b gar keine moderne Gesellschaft wie wir sie kennen gegeben. Es hätte z.b keine TV Satelliten, keine Satelliten Navigation, keine Handys, kein Internet, keine PCs und Tausende andere sinnvolle Erfindungen nicht gegeben, einfach weil kurzfristige egoistische Bedürfnisse langfristig Überwogen hätten.  ;)

Offline Ruhri

  • Gold Member
  • *****
  • Beiträge: 4043
Re: NASA - Budget
« Antwort #48 am: 26. April 2011, 01:42:46 »
Wie du selbst sagst: Die NASA ist schon seit etlichen Jahren unterfinanziert, wenn man ihre zu realisierenden Projekte betrachtet. Was die USA in der Raumfahrt erreichen wollen und wieviel sie bereit sind auszugeben, ist allerdings ihre Sache.

Der Rest deines Beitrags hat dann aber mit dem NASA-Etat nun wirklich nichts mehr zu tun, nicht wahr?

revan

  • Gast
Re: NASA - Budget
« Antwort #49 am: 26. April 2011, 02:15:16 »
Wie du selbst sagst: Die NASA ist schon seit etlichen Jahren unterfinanziert, wenn man ihre zu realisierenden Projekte betrachtet. Was die USA in der Raumfahrt erreichen wollen und wieviel sie bereit sind auszugeben, ist allerdings ihre Sache.


Wobei unter finanziert nicht dasselbe ist wie gegen die Wand gefahren  was den neuen Zustand der NASA am besten beschreibt. Sprich die Zielvorgaben von Constellation waren mit dem zu geringen NASA Budget den der Kongress vorsah nicht erreichbar aber, man wäre nicht 2014 ins LEO gestartet sondern erst 2016 oder 2017  alles nicht so schön aber kein Drama. Aber jetzt steht man in einer Situation wo man möglicherweise nie mehr in den Weltraum Bemannt starten wird. Die Lösung für das Constellation Problem wäre dabei sogar sehr einfach gewesen, entweder man hätte die Zeitverzögerung akzeptiert oder eben 3-4 Milliarden mehr Geld pro Jahr springen gelassen auch eine Umstrukturierung des Programms hätte es gebracht, aber was tat man versuchte es ersatzlos zu töten.

Letztendlich kam die teilweise Absage bzw. die beinahe Absage von Constellation die USA sogar teurer zu stehen als die Fortführung bei höherer Finanzierung. Denn mit der Absage von Constellation explodierten die Preise für Feststoffraketen die das DOD kauft z.b für die Trident II-D5 jäh nach Quelle um 50-100%. Zugleich musste man auch noch Milliarden Dollar Strafen zahlen und man verlor ein Teil einer Qualifizierten Industriellen Basis, beinahe hätte man sie sogar ganz verloren,  zum Glück wurde Constellation ja teilweise gerettet.

Nun der Trost, ja der einzige Trost  sogar ist nun der das 2012 Präsidenten und Kongress wie Senatswahlen anstehen und Obama steht schlecht in den Umfragen, daher besteht eine realistische Chance das der falsche Prophet aus den Weißen Haus fliegt samt seiner Clique und allen voran Bolden.  Und momentan währe wie ich schon mahl sagte jeder Präsident besser für die NASA als Mr. Change, vielleicht könnte man dann auch wieder über konkretes der NASA betreff reden, anstatt die finstere Situation zu beweinen. Na ja die Hoffnung stirbt ja wie man so schön sagt zuletzt. :-\


Der Rest deines Beitrags hat dann aber mit dem NASA-Etat nun wirklich nichts mehr zu tun, nicht wahr?

In großen Gesamtbild letztendlich doch, alles hat in gewisser Wiese mit einander zu tuchen, ich wollte wesentlichen nur auf die Stagnation unserer Zivilisation und auf die aufkeimende Kleinkariertheit hinweisen was letztendlich auch zu Folge hat das die die NASA als Teil des Forschung Etat unterfinanziert ist. 

Tags: NASA USA