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18. Januar 2017, 13:01:39
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  • HST Bilder nach Rebuild: 09. September 2009

Autor Thema: Hubble  (Gelesen 50925 mal)

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #150 am: 18. September 2016, 12:34:48 »
Hubble beobachtet den Zerfall eines Kometen

Astronomen haben mit dem Weltraumteleskop Hubble die bisher schärfste, detaillierteste Beobachtung eines zerfallenden Kometen gemacht.

Die Bilder, die das Teleskop über einen Zeitraum von 3 Tagen im Januar 2016 gemacht hat, zeigen den etwa 4,5 Milliarden Jahre alten Kometen 332P/Ikeya-Murakami und 25 Fragmente (eine Animation gibt es hier: https://gfycat.com/FondFailingCarp).

Die ca. 20 bis 60 Meter großen Fragmente bestehen aus einer Mischung aus Eis und Staub und driften mit einer Geschwindigkeit vom Kometen weg, die vergleichbar ist mit der Gehgeschwindigkeit eines Erwachsenen, so David Jewitt, Professor für Astronomie an der University of California, Los Angeles.

Die Trümmer haben inzwischen eine fast 5000 km lange Spur hinterlassen. Zum Vergleich: Die Vereinigen Staaten von Amerika haben eine Ost-West-Ausdehnung von rund 4500 km.

Solche Beobachtungen geben einen Einblick auf das Verhalten von Kometen, wenn sie sich der Sonne nähern, sich erwärmen und verdampfen.

Die Bilder des "Mutterkometen" zeigen, dass der Komet alle 2 bis 4 Stunden rotiert, periodisch seine Helligkeit ändert und mit einem Durchmesser von rund 500 Metern deutlich kleiner ist, als bisher gedacht.



Image Credit: NASA, ESA and David Jewitt/UCLA



Image Credit: NASA, ESA and David Jewitt/UCLA

Quellen und weitere Informationen:

https://www.spaceanswers.com/news/hubble-captures-best-ever-view-of-comet-breaking-up/
http://thewatchers.adorraeli.com/2016/09/16/close-up-look-at-disintegrating-comet-332p-ikeya-murakami/

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #151 am: 25. September 2016, 16:54:19 »
Hubbles Blick auf den bunten Tod eines sonnenähnlichen Sterns

Diese vorgestern von der NASA veröffentlichte Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops zeigt den bunten, letzten Auftritt eines Sterns, welcher der Sonne ähnlich ist.

Der planetarische Nebel, der hier zu sehen ist hat die Bezeichnung NGC 2440.
Er ist etwa 4000 Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Sternbild "Achterdeck des Schiffs" (lateinisch Puppis).

Der Zentralstern von NGC 2440 ist ein Weißer Zwerg. Mit einer Oberflächentemperatur von über 200.000 Grad Celsius ist er einer der heißesten Sterne, die der Wissenschaft bekannt sind.

Die chaotische Struktur des Nebels ist ein Hinweis darauf, dass der Stern seine Masse episodisch ausgestoßen hat.

Das ausgestoßene Material glüht, je nach Abhängigkeit von seiner Zusammensetzung, seiner Dichte und seiner Entfernung zum heißen Zentralstern in unterschiedlichen Farben (Blau: Helium, Blau-Grün: Sauerstoff, Rot: Stickstoff und Wasserstoff).



Image Credit: NASA, ESA, and K. Noll (STScI), Acknowledgment: The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Quelle und weitere Informationen:

http://www.nasa.gov/image-feature/goddard/2016/hubble-views-a-colorful-demise-of-a-sun-like-star

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #152 am: 06. Oktober 2016, 08:01:41 »
Bildveröffentlichung: Das Zentrum von NGC 247



Diese am Montag von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichte Aufnahme zeigt den Zentralbereich der Galaxie NGC 247.
NGC 247 ist eine verhältnismäßig kleine Galaxie, die etwa 11 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im südlichen Sternbild Walfisch liegt. Sie ist Teil der Sculptor-Gruppe, der nächste Nachbar der Lokalen Gruppe, zu der u.a. unsere Milchstraße gehört.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quelle: http://www.spacetelescope.org/images/potw1640a/

Offline Gertrud

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Re: Hubble
« Antwort #153 am: 06. Oktober 2016, 20:54:36 »
Hallo Zusammen,

Das binäre Sternsystem V Hydrae schießt Kugeln aus Plasma in den Weltraum.

In der Grafik ist auf der Tafel eins zu sehen, wie sich beide Sterne umkreisen.
Einer der Sterne ist dem Ende näher und erreichte die Größe von einem Roten Riesen.

Auf der zweiten Tafel  wird sichtbar, dass der kleinere Stern mit der Umlaufbahn in die erweiterten Atmosphäre des Roten Riesen kommt. Bei der Bewegung durch die Atmosphäre des Roten Riesen verschlingt der kleine Stern Material , das sich um den Stern in einer Scheibe absetzt.

Auf der Tafel drei wird gezeigt, dass der Aufbau des Materials einen Wendepunkt erreicht und es wird entlang der Drehachse des Sterns schließlich als Blobs aus heißen Plasma ausgestoßen.

Dieser Ausstoßvorgang wiederholt sich alle 8,5 Jahre. Zu der Zeit unternimmt der kleine Stern wieder einen weiteren Durchgang durch die aufgeblähte Atmosphäre des Roten Riesen, wie es auf der vierten Tafel gezeigt wird.
Credit:NASA/ESA/STScI
http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA21071

http://www.nasa.gov/feature/goddard/2016/hubble-detects-giant-cannonballs-shooting-from-star

Mit den besten Grüßen
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
***
Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #154 am: 22. Oktober 2016, 07:34:12 »
Diese von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichte Aufnahme zeigt NGC 6537 (auch als Roter Spinnennebel bekannt).

Er befindet sich etwa 3000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze.



Der bipolare planetarische Nebel ist die Heimat eines der heißesten bekannten Sterne. Der im Zentrum des Nebels befindliche weiße Zwerg hat eine Temperatur von über 500.000 Kelvin und sorgt für einen bis zu 10.000 Kelvin heißen Wind, der mit einer Geschwindigkeit von bis zu 4500 Kilometer bläst.
Die sich ausbreitenden Wellen, welche durch die Kompression von Gasen entstehen, reichen bis in eine Entfernung von 100 Milliarden Kilometern.

Quelle:

http://www.nasa.gov/image-feature/goddard/2016/hubble-spins-a-web-into-a-giant-red-spider-nebula

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #155 am: 21. November 2016, 16:17:42 »
Bildveröffentlichung potw1647a: NGC 3274

Diese am Montag von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichte Aufnahme zeigt die relativ lichtschwache Galaxie NGC 3274.

Sie ist über 20 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Sternbild Löwe.
Entdeckt wurde sie bereits 1783 von William Herschel.

In der oberen rechten Bildecke ist die Galaxie PGC 213714 zu sehen. Sie ist mit einer Entfernung von etwa 1,3 Milliarden Lichtjahren allerdings deutlich weiter entfernt als NGC 3274.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Wide Field and Planetary Camera 3 des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.



Quellen:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1647a/
https://astronomynow.com/2016/11/21/hubbles-multispectral-view-of-spiral-galaxy-ngc-3274/

Offline Pham

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Re: Hubble
« Antwort #156 am: 21. November 2016, 17:29:50 »
Bildveröffentlichung potw1647a: NGC 3274

Diese am Montag von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichte Aufnahme zeigt die relativ lichtschwache Galaxie NGC 3274.

Sie ist über 20 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Sternbild Löwe.
Entdeckt wurde sie bereits 1783 von William Herschel.

In der oberen rechten Bildecke ist die Galaxie PGC 213714 zu sehen. Sie ist mit einer Entfernung von etwa 1,3 Milliarden Lichtjahren allerdings deutlich weiter entfernt als NGC 3274.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Wide Field and Planetary Camera 3 des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.



Quellen:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1647a/
https://astronomynow.com/2016/11/21/hubbles-multispectral-view-of-spiral-galaxy-ngc-3274/
Was für ein faszinierendes Bild, vor allem da es mit dem Wissen um die ca. 65fache Entfernung der Spiralgalaxie oben rechts, eine Dreidimensionalität bekommt. Man (zumindest ich) erfährt dadurch Tiefe, wo es sonst gefühlt zweidimensional bleibt.

Eine ähnliche Dreidimensionalität erfahre ich auch, wenn ich den klaren Sternhimmel mit bloßen Augen betrachte und hellere Sterne als näher ansehe und dunklere eben als weiter weg (auch wenn das natürlich nicht wirklich richtig ist) ... plötzlich bekommt der Sternhimmel eine, auch gefühlte Tiefe, dass mir schwindelig wird.
« Letzte Änderung: 22. November 2016, 07:48:50 von Pham »
Müssten wir allein dem gesunden Menschenverstand vertrauen, so wäre die Welt noch immer eine Scheibe.

Offline McPhönix

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Re: Hubble
« Antwort #157 am: 21. November 2016, 22:19:30 »
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #158 am: 02. Dezember 2016, 17:12:09 »
Bildveröffentlichung heic1621a: Staubige Filamente in NGC 4696



Diese am 1. Dezember 2016 veröffentlichte Aufnahme zeigt in einem bisher noch nicht gesehen Detailreichtum die staubigen Filamente, die das Zentrum der riesigen elliptischen Galaxie NGC 4696 umgeben.

Diese Filamente winden sich und bilden in Richtung Zentrum in einer faszinierenden Spiralform eine Schleife.
In der Mitte dieser Galaxie befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch.

NGC 4696 ist rund 150 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

Mit einem Durchmesser von rund 90 000 Lichtjahren ist sie die größte und auch massereichste Galaxie des Zentaurus-Galaxienhaufens.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Wide Field and Planetary Camera 3 des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quelle:

https://www.spacetelescope.org/images/heic1621a/

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #159 am: 05. Dezember 2016, 14:04:31 »
Bildveröffentlichung potw1649a: NGC 4388



Das Sternbild Jungfrau ist besonders reich an Galaxien, was teilweise auf das Vorhandensein einer massereichen Ansammlung von mehr als 1300 Galaxien zurückzuführen ist, die gravitativ aneinander gebunden sind und Virgo-Haufen genannt wird.

Der Virgo-Haufen ist der nächstgelegene große Galaxienhaufen in der Umgebung der "Lokalen Gruppe" (jenes Galaxienhaufens, dem auch die Milchstraße angehört).

Die Galaxie NGC 4388 ist Teil des Virgo-Haufens und etwa 60 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Ihre Zugehörigkeit hat aber einen nicht wünschenswerten Effekt. Die Galaxie ist stark in Mitleidenschaft gezogen und hat eine verwirrende Identität angenommen.

Während sich die Außenbereiche der Galaxie glatt und strukturlos zeigen, was auf eine elliptische Galaxie schließen würde, sind im Zentrum bemerkenswerte Staubbänder zu sehen. Sie sind an zwei symmetrischen Spiralarmen gebunden, die aus dem glühenden Kern der Galaxie hervorgehen.
Daraus lässt sich wiederum ableiten, dass NGC 4388 eine Spiralgalaxie ist.

Zu welchem Galaxientyp gehört nun NGC 4388?

NGC wird zu den Balken-Spiralgalaxien und unter diesen zu den "Seyfert-Galaxien" mit aktivem galaktischem Kern gerechnet.

Die blauen Sterne in den Spiralarmen präsentieren neu gebildete, junge, massereiche und zugleich heiße Sterne.

Die Aufnahme wurde am 5. Dezember 2016 veröffentlicht und basiert auf Daten, die mit der Wide Field and Planetary Camera 3 des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quelle:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1649a/

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #160 am: 12. Dezember 2016, 07:47:58 »
Bildveröffentlichung potw1650a: Ein genauerer Blick auf IC 5201



Diese am Montag, den 12. Dezember 2016 veröffentlichte Aufnahme zeigt die Balkenspiralgalaxie IC 5201.

Entdeckt wurde die Galaxie im Jahr 1900 von dem britisch-südafrikanischen Astronomen Joseph Lunt am "Cape Town Observatory" in Kapstadt (Südafrika).

Im Rahmen der Suche nach dem Kometen 5D/Brorsen (auch bekannt als Brorsens Komet oder Komet Brorsen) mit dem 18" f/15 Grubb-Refraktor entdeckte Lunt neben IC 5201 auch IC 5170, IC 5171, IC 5181 und IC 5224.

IC 5201 ist über 40 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich am Südhimmel im Sternbild Kranich (lateinisch Grus).

Wie bei zwei Drittel aller Spiralgalaxien im Universum (einschließlich unserer Milchstraße), besitzt auch IC 5201 in seinem Zentrum ein Band (oder Balken) von hellen Sternen.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quellen:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1650a/
http://www.klima-luft.de/steinicke/ngcic/persons/lunt.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/5D/Brorsen

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #161 am: 19. Dezember 2016, 17:06:38 »
Bildveröffentlichung potw1651a

Diese am Montag, den 19. Dezember 2016 von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichte Aufnahme zeigt die Spiralgalaxie NGC 4707.



Entdeckt wurde die Galaxie 1789 von William Herschel.
Herschel beschrieb sie damals mit "small, stellar"; inzwischen wurde sie als Spiralgalaxie des Typs Sm klassifiziert.

Die Galaxien diesen Typs sind irreguläre Galaxien mit Spuren einer Spiralstruktur und ohne Balkenstruktur.

Der Bulge, welcher in normalen Spiralgalaxien ein ellipsenförmiger, dichter Zentralbereich ist, aus welchem die Spiralen beinahe tangential herauswachsen, ist bei NGC 4707 entweder ziemlich klein oder es gibt keinen.

Die blauen Sterne präsentieren neu gebildete oder sich gerade bildende, junge, massereiche und zugleich heiße Sterne.

NGC 4707 ist etwa 22 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Sternbild Jagdhunde.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quelle:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1651a/

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #162 am: 28. Dezember 2016, 13:20:07 »
Bildveröffentlichung potw1652a: Ein kosmischer Megamaser

Diese am Montag, den 26. Dezember 2016 veröffentlichte Aufnahme zeigt die Megamaser-Galaxie IRAS 16399-0937 (auch bekannt als LEDA 58817 oder 2MASX J16424018-0943192). Sie ist über 370 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Sternbild Schlangenträger - ein Sternbild auf dem Himmelsäquator.



Maser steht für "Microwave amplification by stimulated emission of radiation" (auf deutsch: Mikrowellenverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung). Hier wird mit Hilfe von stimulierter Emission die Verstärkung von Mikrowellenstrahlung hervorgerufen.

Megamaser sind äußerst hell - rund 100 Millionen Mal heller als die Maser, die bspw. in der Milchstraße gefunden wurden.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble und NICMOS (Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer) gewonnen wurden.

Dank der hervorragenden Empfindlichkeit, der Auflösung und des Gesichtfeldes von NICMOS war es den Astronomen möglich die Struktur von IRAS 16399-0937 im Detail zu studieren.

Sie fanden heraus, dass die Galaxie einen Doppelkern besitzt - IRAS 16399N für die nördlichen Bereiche und IRAS 16399S für die südlichen.
Beide sind über 11.000 Lichtjahre voneinander entfernt und eingebettet im gleichen Strudel aus kosmischen Gas und Staub.

Ihre Wechselwirkung sorgt für die sonderbare Struktur.

Die Kerne sind unterschiedlich. Während IRAS 16399S ein Sternentstehungsgebiet zu sein scheint, in welchem sich Sterne mit einer unglaublichen Geschwindigkeit bilden, ist 16399N als LINER (Low Ionization Nuclear Emission Region) bekannt.

Low Ionization Nuclear Emission Regions (auf deutsch: Galaxien-Kernregionen mit Emissionslinien geringen Ionisationsgrades) sind Regionen deren Emissionen meist aus schwach ionisierten oder neutralen Atomen bestimmter Gase stammen.
16399N besitzt zudem ein schwarzes Loch mit der Masse von rund 100 Millionen Mal der Masse unserer Sonne.

Quellen:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1652a/
http://www.sci-news.com/astronomy/hubble-cosmic-megamaser-04483.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Maser

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #163 am: 09. Januar 2017, 11:25:16 »
Bildveröffentlichung potw1702a: Ein schwarzes Loch von rätselhafter, geringer Masse

Diese am Montag, den 9. Januar 2017 veröffentlichte Aufnahme zeigt eine Galaxie im Sternbild Jungfrau.



Diese schöne Spiralgalaxie trägt den Namen RX J1140.1+0307 und birgt ein interessantes Rätsel.

Auf den ersten Blick scheint diese Galaxie eine ganz gewöhnliche Spiralgalaxie, ähnlich unserer Milchstraße zu sein, aber der Schein trügt.

Die Milchstraße besitzt, wie auch die meisten großen Galaxien ein supermassives Schwarzes Loch in ihrem Zentrum, aber einige Galaxien besitzen mittig ein so genanntes IMBH (Intermediate-Mass Black Hole) - ein mittelschweres Schwarzes Loch. RX J1140.1+0307 ist eine dieser Galaxien.

IMBH gehören zu einer noch nicht nachgewiesenen und somit hypothetischen Klasse von Schwarzen Löchern, deren Masse zwischen 100 und eine Millionen Sonnenmassen liegt. Sie sind deutlich massereicher als stellare Schwarze Löcher, aber weniger massereich als supermassive Schwarze Löcher.

RX J1140.1+0307 besitzt in seinem Zentrum ein Schwarzes Loch mit einer der niedrigsten bekannten Massen.

Dies erstaunt die Wissenschaftler und lässt sie rätseln, weil dies nicht mit den Berechnungen zusammenpasst.

Mit solch einer geringen Masse können Emissionsmodelle das gemessene/beobachtete Spektrum nicht erklären, es sei denn es gibt noch andere Mechanismen, die bei den Wechselwirkungen zwischen den inneren und äußeren Teilen der Akkretionsscheibe eine Rolle spielen.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quellen und weitere Informationen:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1702a/
https://en.wikipedia.org/wiki/Intermediate-mass_black_hole

Offline Volker

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Re: Hubble
« Antwort #164 am: 11. Januar 2017, 17:14:47 »
Hallo,

RX J1140.1+0307 besitzt in seinem Zentrum ein Schwarzes Loch mit einer der niedrigsten bekannten Massen.

Ob das stimmt? In dem Artikel Strong constraints on a super-Eddington accretion flow: XMM-Newton observations of an intermediate-mass black hole (Jin, Done, & Ward, 2016, MNRAS, 455, 69) wird die Masse des Schwarzen Lochs in RX J1140.1+0307 mit einer Million Sonnemassen bestimmt. Zum Vergleich, das Schwarze Loch im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 4395 hat zum Beispiel nur eine Masse von einigen 100 000 Sonnemassen und in LEDA 87300 liegt die Masse bei 30 000 Sonnenmassen (Graham, Ciambur, & Soria 2016, ApJ, 818, 172).
RX J1140.1+0307 scheint mir nicht sehr extrem zu sein.

Gruss
Volker

Offline AeitschTi

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Re: Hubble
« Antwort #165 am: 16. Januar 2017, 10:24:22 »
Bildveröffentlichung Potw1703a: Ein Teil des Schützen



Diese am Montag, den 16. Januar 2017 von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichte Aufnahme zeigt einen Teilbereich des Sternbildes Schütze in faszinierendem Detail - tiefrote und helle blaue Sterne im Vordergrund von Tausenden weiter entfernten Sternen und Galaxien.

Die Aufnahme basiert auf Daten, die mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble gewonnen wurden.

Quelle und weitere Informationen:

https://www.spacetelescope.org/images/potw1703a/

Tags: Teleskop