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23. September 2017, 11:14:43
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Autor Thema: OneWeb  (Gelesen 58428 mal)

Offline Calapine

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Re: OneWeb
« Antwort #275 am: 21. Juli 2017, 16:48:38 »

Zitat
in der wir im Rhythmus von 21 Tagen neue Satelliten ins All bringen werden.

Ist schon bekannt wie diese Satelliten ins All gebracht werden sollen? Es war mal von LauncherOne Starts und ein paar wenigen Soyuz Flügen die rede. Aber alle 21 Tage einen Start kann Soyuz wohl nicht leisten.

Für Baikonur dürfte eine Soyuz alle 3 Wochen kein Problem sein. 15 der 21 Starts werden von dort erfolgen, der Rest von Kourou und Plesetek

LG Cala

Offline jakda

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Re: OneWeb
« Antwort #276 am: 21. Juli 2017, 17:28:09 »
Im Moment sind 12 Starts bei den Russen etwas fester geplant:
- 3x BAIKONUR
- 9x WOSTOTSCHNIJE
Ab den 3. Start könnte sich die Menge von 32 auf 36 Sats erhöhen.
Stolzer Träger einer roten Mainelke, einer Raumcon-Verwarnung und anderer hoher Auszeichnungen...

Offline Calapine

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Re: OneWeb
« Antwort #277 am: 24. Juli 2017, 15:02:28 »
Danke für das Update.  :)

Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #278 am: 12. September 2017, 10:26:05 »
Habe gerade auf LinkedIn eine Meldung gesehen, dass  OneWeb begonnen hat 60+ Antennen in Norwegen/Spitzbergen aufzubauen
\\   //    Grüße
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Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #279 am: 13. September 2017, 06:37:43 »
Guten Morgen,

laut SpaceNews will OneWb-Airbus die Produktion in Toulouse weiter nutzen, als Risikomitigation für die eigene Produktion in Florida, und für neue Produkte anderer Kunden.

Na da werden sich einige Produzenten sorgen machen ... wenn man jetzt bei Airbus kleine/mittlere Satellitenplattformen "von der Stange" kaufen kann.
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Re: OneWeb
« Antwort #280 am: 13. September 2017, 10:16:24 »
Ich hoffe ja immer noch drauf dass dies eine kleine Revolution in der Satelliten- (und Sonden-)fertigung einläutet.

Wenn diese Produkte nicht mehr in einer Quasimanufaktur sondern industriell gefertigt werden sind erhebliche Kostenreduzierungen zu erreichen :)

Offline tobi

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Re: OneWeb
« Antwort #281 am: 13. September 2017, 10:29:31 »
Ich hoffe ja immer noch drauf dass dies eine kleine Revolution in der Satelliten- (und Sonden-)fertigung einläutet.

Wenn diese Produkte nicht mehr in einer Quasimanufaktur sondern industriell gefertigt werden sind erhebliche Kostenreduzierungen zu erreichen :)

Für innerhalb des Jupiters sicher interessant (also z.B. Asteroiden). Außerhalb braucht man einen RTG und damit gibts eine Kostenexplosion. Oder man revolutioniert noch die Solarzellenfertigung und macht Sonden mit giantischen Solarzellen. Leider wären diese Sonden dann wohl zu groß für die Produktionsanlage.
The paradox of transportation in the late 20th Century is that while it became possible to travel to the moon, it also became impossible, in many cases, to walk across the street.

Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #282 am: 13. September 2017, 10:39:41 »
Die Perspektive ist verlockend. Aber die OneWeb-Plattform ist dazu wohl noch (lange) nicht in der Lage. Sie sagen auch in der Meldung, dass sie dort nicht alles machen, sondern nur ihre Plattform/ihr Produkt mit kleinen Anpassungen anbieten, z.B. andere Nutzlasten, die aber drauf passen müssen. Und OneWebs Plattform kann LEO-Orbits ... ob sie mehr kann? Erstmal wohl nicht ... vielleicht auch nie.

denn ...

Wenn Airbus hier "Satellitenmassenproduktion" schafft, dann brauchen sie einen stabilen und optimierten Prozess für die breite Kundschaft ... und jeder Sonderwunsch (z.B. eine wissenschaftliche Sonde) fällt unten durch ... so wie heute Chiphersteller ihre Anlagen auch nicht anhalten und umstellen, um eine kleine Sondercharge zu fertigen. Also ja, die Raumfahrttechnologie kann sich hier ändern, aber ob die wissenschaftliche Raumfahrt davon etwas abbekommt?
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Offline tobi

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Re: OneWeb
« Antwort #283 am: 13. September 2017, 10:56:11 »
Naja die ESA müsste dann halt mal 100 Sonden bestellen, die dann zu 100 Asteroiden geschickt werden und dort fleißig Bilder machen. Das könnte man als Flagship-Konstellation deklarieren. Kann man dann alle auf einmal starten. Teurer als Cassini ist das auch nicht.

Wenn OneWeb mehrere 100 Satelliten kontrollieren kann, sollte man auch 100 Raumsonden gleichzeitig steuern können. Die Flugbahn muss dann automatisiert geplant werden etc.. Das muss doch eigentlich heutzutage gehen.

Wenn man 100 Asteroiden besucht, dann könnte man anstatt Einzelfällen auch mal echte statistische Untersuchungen über Zusammensetzungen etc... machen.

PS: Wenn die Industrie die Kamera baut, gibts kein Theater mehr wegen Bilderzurückhaltung mehr (hoffentlich). ;)
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Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #284 am: 13. September 2017, 11:15:33 »
Das ist doch jetzt Phantom-Spekulation ... irgendwelche Zahlen in den Raum gestellt und schnell eine pauschale Schlussfolgerung gezogen ... und schon ist die Diskussion vorbei.

Daher nochmal zurück zum Konkreten:
  • OneWeb hat vor mit der eigenen Plattform weitere Kunden zu bedienen. Die können dann den stabilien Prozess und das qualifizierte Produkt nutzen, um preiswert an ein (ähnliches) Raumsegment zu kommen.
  • Wissenschaftliche Missionen (Sonden, Teleskope,  ...), passen in dieses Portfolio (Plattform, Produkt, Prozess) nicht rein.
Ich vermute, es wird schwer bis unmöglich für die wissenschaftliche Raumfahrt, von diesem Produkt zu profitieren.
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Offline tobi

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Re: OneWeb
« Antwort #285 am: 13. September 2017, 14:08:23 »
Das ist doch jetzt Phantom-Spekulation ... irgendwelche Zahlen in den Raum gestellt und schnell eine pauschale Schlussfolgerung gezogen ... und schon ist die Diskussion vorbei.

Daher nochmal zurück zum Konkreten:
  • OneWeb hat vor mit der eigenen Plattform weitere Kunden zu bedienen. Die können dann den stabilien Prozess und das qualifizierte Produkt nutzen, um preiswert an ein (ähnliches) Raumsegment zu kommen.
  • Wissenschaftliche Missionen (Sonden, Teleskope,  ...), passen in dieses Portfolio (Plattform, Produkt, Prozess) nicht rein.
Ich vermute, es wird schwer bis unmöglich für die wissenschaftliche Raumfahrt, von diesem Produkt zu profitieren.

Naja die Entwicklung der Sonde müsste natürlich bezahlt werden und die Produktionsstrecke angepasst werden oder eine zweite gebaut werden. Aber das ist doch auch nicht viel anders, als wenn die Automobilindustrie die Produktion von Auto A auf Auto B umstellt.

Die Produktion der OneWeb-Konstellation mit 800 Satelliten kostet was? 2-3 Milliarden? Und da fängt man von null an. Was kostet eine Flagship-Mission? Cassini hat laut Wiki 3,26 Milliarden Dollar gekostet.

Meiner Meinung nach geht da was. Natürlich sind alle Flagship-Missionen bis 2034 in Europa schon vergeben, aber vielleicht kann die NASA zeitnaher was machen.
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Offline Sensei

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Re: OneWeb
« Antwort #286 am: 13. September 2017, 15:58:22 »
Und es ging mir gar nicht um einen 100% umschwung und eine direkte nutzung der OneWeb plattform.

Sondern darum, dass das einmalige umsetzen einer industriellen Sondenproduktion schon einen Weckruf in die Brange senden wird.


Klar, es ist längst nicht überall umsetzbar. Es wird weiterhin genug Einzelstücke geben. Aber es wird wohl auch immer mehr automatisierung bei der produktion und Reihenproduktion geben (10+ recht ähnliche Rover für den Mars+x, anyone?!).

Nach der Airbus Produktionslinie wird auch im wissenschaftlichen Bereich sehr häufig der Rechnungsprüfer (o.ä.) vorbei kommen und fragen: 'Diese Entwicklung ist so verdammt teuer. Schaut doch bitte noch einmal drüber ob durch übernahme von Methoden der Industriellen Fertigung nicht doch die kosten noch gesenkt werden können"


PS: Diskusion bitte nicht zu weit entarten lassen.
Es war ein einwurf zu möglichen Konsequenzen der Produktionslinie auf die Brange. Kann so kommen, muss nicht. Und sollte in tiefe eher wo anders diskutiert werden.

Offline websquid

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Re: OneWeb
« Antwort #287 am: 13. September 2017, 22:00:17 »
  • Wissenschaftliche Missionen (Sonden, Teleskope,  ...), passen in dieses Portfolio (Plattform, Produkt, Prozess) nicht rein.
Ich vermute, es wird schwer bis unmöglich für die wissenschaftliche Raumfahrt, von diesem Produkt zu profitieren.
Da würde ich widersprechen wollen. Ich sehe es zwar auch nicht, dass man plötzlich 100 baugleiche Sonden eines Typs losschickt, aber ich halte es für durchaus gut möglich, dass man sich für wissenschaftliche Missionen zumindest den Satellitenbus an sich heranzieht. Man würde also eventuell einen Satelliten ohne Nutzlast bestellen bei OneWeb und mit der eigenen wissenschaftlichen Nutzlast ausrüsten. Das ist vielleicht technisch nicht die optimalste Lösung, könnte aber durchaus für einige Missionen in Frage kommen um die finanziell beste Lösung darzustellen.

In diesem Szenario wäre die Ersparnis aber dann auch schon wieder begrenzt, da die weitere Satellitenausrüstung ja noch nach klassischer Methode erfolgen würde.

Offline MpunktApunkt

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Re: OneWeb
« Antwort #288 am: 13. September 2017, 22:07:40 »
  • Wissenschaftliche Missionen (Sonden, Teleskope,  ...), passen in dieses Portfolio (Plattform, Produkt, Prozess) nicht rein.
Ich vermute, es wird schwer bis unmöglich für die wissenschaftliche Raumfahrt, von diesem Produkt zu profitieren.
Da würde ich widersprechen wollen. Ich sehe es zwar auch nicht, dass man plötzlich 100 baugleiche Sonden eines Typs losschickt, aber ich halte es für durchaus gut möglich, dass man sich für wissenschaftliche Missionen zumindest den Satellitenbus an sich heranzieht. Man würde also eventuell einen Satelliten ohne Nutzlast bestellen bei OneWeb und mit der eigenen wissenschaftlichen Nutzlast ausrüsten. Das ist vielleicht technisch nicht die optimalste Lösung, könnte aber durchaus für einige Missionen in Frage kommen um die finanziell beste Lösung darzustellen.

In diesem Szenario wäre die Ersparnis aber dann auch schon wieder begrenzt, da die weitere Satellitenausrüstung ja noch nach klassischer Methode erfolgen würde.

Hallo,

Ich denke, eine wissenschaftliche Mission könnte ja auch mehrere Sonden auf identischer Plattform mit jeweils ein oder zwei Instrumenten an Bord losschicken. Wenn die Plattform billig ist und die Stromversorgung und die Kommunikation mit der Erde sicherstellt, sollte es doch recht günstig sein auf jede dieser Plattformen ein oder zwei Instrumente zu platzieren. So hätte man statt einer teuren "Eierlegendenwollmichsau" Sonde eben einen Schwarm billiger Spezialsonden.

Gruß

Mario
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Offline Schillrich

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Re: OneWeb
« Antwort #289 am: 13. September 2017, 22:42:56 »
  • Wissenschaftliche Missionen (Sonden, Teleskope,  ...), passen in dieses Portfolio (Plattform, Produkt, Prozess) nicht rein.
Ich vermute, es wird schwer bis unmöglich für die wissenschaftliche Raumfahrt, von diesem Produkt zu profitieren.
Da würde ich widersprechen wollen. Ich sehe es zwar auch nicht, dass man plötzlich 100 baugleiche Sonden eines Typs losschickt, aber ich halte es für durchaus gut möglich, dass man sich für wissenschaftliche Missionen zumindest den Satellitenbus an sich heranzieht. Man würde also eventuell einen Satelliten ohne Nutzlast bestellen bei OneWeb und mit der eigenen wissenschaftlichen Nutzlast ausrüsten. Das ist vielleicht technisch nicht die optimalste Lösung, könnte aber durchaus für einige Missionen in Frage kommen um die finanziell beste Lösung darzustellen.

...

Eine Plattform, deren Thermalsystem und Energieversorgung auf einen polaren LEO augelegt sind, kann ich nicht einfach nehmen, bestücken und zum Mars schicken.

(MEX und VEX sollten auch mal die gleich Plattform sein... hat sich nicht bewahrheitet.)

OneWebsagt selbst: wir machen nicht alles, wir haben ein Produkt/Design qualifiziert für ein Einsatzgebiet. Alles andere gehört erstmal nicht dazu.
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Offline websquid

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Re: OneWeb
« Antwort #290 am: 13. September 2017, 23:42:17 »
Entschuldigung, da bin ich wohl nicht deutlich gewesen: Raumsonden sind aus den von dir genannten Gründen problematisch.

Wissenschaftliche Raumfahrt ist aber ja auch Erdbeobachtung etc, an solche Satelliten hatte ich gedacht.

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