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Autor Thema: Iridium  (Gelesen 13711 mal)

Offline Hugo

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Re: Iridium
« Antwort #25 am: 03. Mai 2017, 21:15:20 »
Wir müssten die Konstellationsdaten aus den Orbitkatalogen selbst überwachen, um zu erkennen, welche Satelliten wann und wie manövrieren ... und daraus ableiten, welche nur geparkt werden und welche "runter gehen".

Der durchschnittliche Irridium Satellit ist auf einer Umlaufbahn von 786,3 km zu 783,2 km bei 86,40° Inklination und einer Umlaufzeit von 01:40:24



Potenzielle Kandidaten:

  • IRIDIUM 40: Wird versenkt. Perigäum auf 288,6 km gefallen, Umlaufzeit auf 01:34:21 gefallen.
  • IRIDIUM 2:  Wird versenkt. Apogäum und Perigäum auf ~520 km gefallen, Inklination bei 85,53°, Umlaufzeit auf 01:34:58 gefallen
  • IRIDIUM 921:  Wird versenkt. Apogäum und Perigäum auf ~540 km gefallen, Umlaufzeit auf 01:35:17 gefallen
  • IRIDIUM 108+105: Extremposition bei 630 zu 616 km, 85,88° und 01:37:01 (Satelliten von 2017, warum sind denn die auf so einer komische Bahn?)
  • IRIDIUM 73: Wird versenkt, Umlaufzeit bei < 1:40:00
  • IRIDIUM 39: Wird versenkt, Umlaufzeit bei < 1:40:00
  • IRIDIUM 911: Wird versenkt, Umlaufzeit bei < 1:40:00
  • IRIDIUM 90: Wird versenkt, Umlaufzeit bei < 1:40 :00
  • IRIDIUM 74: Wird versenkt, Umlaufzeit bei < 1:40:00
  • IRIDIUM 44: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10
  • IRIDIUM 15: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10
  • IRIDIUM 69: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10
  • IRIDIUM 914: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10
  • IRIDIUM 71: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10
  • IRIDIUM 920: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10
  • IRIDIUM 24: Parkposition, Umlaufzeit >= 1:40:00 aber < 1:40:10

Offline Hugo

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Re: Iridium
« Antwort #26 am: 25. Mai 2017, 22:15:39 »
IRIDIUM 40 und IRIDIUM 43 und IRIDIUM 82 haben jetzt eine Perigäum von < 500 km. Sieht nach "Satelliten versenken" aus.

Norad NrBeschreibungApogäumPerigäumInklinationUmlaufzeit
25039IRIDIUM 43721,2 km262,8 km86,4°01:34:18
25041IRIDIUM 40685,6 km289,6 km86,4°01:34:13
25467IRIDIUM 82737,2 km478 km86,4°01:36:42


Offline RonB

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Re: Iridium
« Antwort #27 am: 26. Mai 2017, 18:01:01 »
In dem folgenden Artikel von SN wird nochmals beschrieben, wie die Erneuerung und die damit zusammenhängende Entsorgung der alten Satelliten ablaufen soll. Sollte der Start der Iridium Next Satelliten nicht wie geplant ablaufen ist ein Notfallplan mit Hilfe der alten Satelliten vorhanden. Weil die neuen Satelliten nicht bis Ende 2017 einsatzbereit sind hat Iridium Ausfälle bei den Einnahmen zu verzeichnen, die finanzielle Korrekturen notwendig machten und machen.

http://spacenews.com/iridium-starting-to-deorbit-legacy-satellites-as-next-constellation-comes-online/
Irren ist menschlich. Je mehr man sich irrt, um so menschlicher ist man.

Offline tobi

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Re: Iridium
« Antwort #28 am: 08. Juli 2017, 09:08:06 »
Iridium Boss Interview:
http://www.cnbc.com/2017/06/25/spacex-is-critical-to-iridiums-future-says-ceo-matt-desch.html

Zitat
"We tried to work with other launch vehicle companies but all were at least twice the cost of SpaceX and unaffordable based on the scope of the network we needed to launch," Desch said, adding that he remains focused on the future.
Iridium wollte auch mit anderen Startnabietern zusammenarbeiten aber die waren alle mindestens doppelt so teuer meint er.

Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline Hugo

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Re: Iridium
« Antwort #29 am: 09. Juli 2017, 19:33:55 »
Iridium 74 hatte wohl noch viel Sprit an Board. Sein Perigäum wurde auf 100,5 km gesenkt.





Die anderen drei Kandidaten sinken langsam aber beständig.



Norad NrBeschreibungApogäumPerigäumInklinationUmlaufzeit
25345IRIDIUM 74324,6 km100,5 km86,4°01:28:36
25039IRIDIUM 43683,9 km263 km86,4°01:33:55
25041IRIDIUM 40672,5 km290,4 km86,4°01:34:05
25467IRIDIUM 82734,7 km480 km86,4°01:36:42



Edit: Der Datensatz vom 11.06.2017 ist der letzte von Iridium 74. Danach ist er verglüht. Interessant, obwohl das Apogäum noch bei 300 km lag.

Offline Hugo

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Re: Iridium
« Antwort #30 am: 19. November 2017, 12:53:43 »
Heute kam eine menschlich traurige jedoch technisch interessante Nachricht über Irridum heraus, welche mich etwas verwirrt.

Hintergrund: Wie sicher bekannt ist, wird derzeit ein U-Boot aus Argentinien vermisst. Jetzt hat die Crew angeblich über einen Zeitraum von 5 Stunden versucht über Irridium zu Telefonieren, was aber nicht funktioniert hat, wegen schlechten Empfanges.

Wie kann das gehen? Kann man bei Irridium einen schlechten Empfang haben? Ich bin bisher davon ausgegangen, daß man mit Irridium weltweit Empfang hat. Unter Wassre hat man gar keinen Empfang. In Gebäuden auch nicht. Aber einige Meter über der Wasseroberfläche müsste man doch Weltweit Empfang bekommen. Selbst, wenn wenn mal ein Satellit ausfällt, müsste nach einigen Minuten der nächste kommen.

Offline tobi

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Re: Iridium
« Antwort #31 am: 19. November 2017, 13:06:14 »
Vielleicht ist die Funkantenne oder der Empfänger vom U-Boot beschädigt.
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

NotTheAndroidYouSearching

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Re: Iridium
« Antwort #32 am: 19. November 2017, 13:35:46 »
Heute kam eine menschlich traurige jedoch technisch interessante Nachricht über Irridum heraus, welche mich etwas verwirrt.

Hintergrund: Wie sicher bekannt ist, wird derzeit ein U-Boot aus Argentinien vermisst. Jetzt hat die Crew angeblich über einen Zeitraum von 5 Stunden versucht über Irridium zu Telefonieren, was aber nicht funktioniert hat, wegen schlechten Empfanges.

Wie kann das gehen? Kann man bei Irridium einen schlechten Empfang haben? Ich bin bisher davon ausgegangen, daß man mit Irridium weltweit Empfang hat. Unter Wassre hat man gar keinen Empfang. In Gebäuden auch nicht. Aber einige Meter über der Wasseroberfläche müsste man doch Weltweit Empfang bekommen. Selbst, wenn wenn mal ein Satellit ausfällt, müsste nach einigen Minuten der nächste kommen.

Das ist komplett OT, aber hoher Wellengang kann die Kommunikation beeinträchtigen.

Offline Schneefüchsin

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Re: Iridium
« Antwort #33 am: 19. November 2017, 14:02:07 »
Es ist nicht ganz OT, da es hier um die Empfangbarkeit im Iridium-Netz geht.

Iridium fliegt auf Polaren Umlaufbahnen und hat theoretisch 100% Globale Abdeckung. Im Bereich der Pole sind viele Orte sogar von mehreren Satelliten abgedeckt, am Äquator sind die Überlappungen deutlich geringer, so das oft nur 1 Satellit für Kontakte zur Verfügung steht.

Iridiumtelefone funktionieren auch mit nicht ausgerichtetem Funk, also ist es egal ob man sich beim Telefonieren Bewegt. So ist sogar das wechseln von einem Satelliten auf einen anderen ohne Probleme möglich. Der Wechsel ist schon durch die Eigenbewegung der Satelliten möglich.

Funksignale können durch Physische Hindernisse gestört/behindert werden. Gebäude (auch wenn erstmal nur abschwächend), Berge (wenn sie in Richtung des einzigen zu empfangenden Satelliten stehen), Wälder mit dichtem Laubdach oder dicke Wasserschichten.

Da Iridiumsatelliten, wenn sie Kontakt mit einem haben, nahezu direkt über einem Sind sind Störungen durch Felswände oder hohe Wellen sehr schwierig, da der Kontakt bei einem Höhenwinkel unter 8,2° stattfindet. Heißt, geht die Wand neben einem mit weniger als 81,8° steil hoch geht, ist man save.

Ein toter Satellit stört nur wenige Minuten, da die Teile sehr Schnell im vergleich zur Erdoberfläche unterwegs sind und man rasch einen neuen über sich hat.

--> Im Angegebenen Fall wird Momentan von 6 bis 7 Wellen gesprochen. Wenn man zwischen diesen ist sollten sie aber nicht zu Steil sein. es gibt aber 2 Probleme.
     - Wenn sie über das U-Boot hinweg schwappen bilden sie eine Wasserschicht über dem Wasser, welche Blockiert.
     - Der Wellengang deutet auf starken Wind hin, Bei solchem Wetter sind dicke Wolken nicht ungewöhnlich. Da diese aus Wasser bestehen können auch diese wieder blockierend wirken.

PS.: Viel Glück für die Besatzung, aber da sie versuchen zu Telefonieren sind sie wohl noch nicht unfreiwillig untergegangen.

Grüße aus dem Schnee

Offline Hugo

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Re: Iridium
« Antwort #34 am: 19. November 2017, 14:45:16 »
@NotTheAndroidYouSearching: Warum sind Fragen zum Irridium-Signal-Empfang im Irridium-Thread Off-Topic?

@Schneefüchsin: Danke für die Ausführliche Information.
- Berge sollten hier nicht im Weg sein.
- Jedoch 6 bis 7 Meter hohe Wellen sind in der Tat ein Problem. Ich bin bisher davon ausgegangen, daß jemand mit einem Handhell auf der (Outdoor-)Brücke steht. Wenn die aber wegen so hoher Wellen nicht betreten werden kann, ist das natürlich eine Erklärung.
- Wolken dürften bei "Schlechter See" auf vorliegen. Machen die wirklich ein Problem bei Irridium? Das ist natürlich Fatal, ich hätte erwartet daß die Signalstärke dafür ausgelegt ist.
- Argentinien ist nicht direkt am Äquator, aber dichter dran als Deutschland. Wenn die Überlappungen der Satelliten gering ist und die Satelliten tief am Himmel stehen, sind dicke Wolken natürlich viel schlimmer.
- Im Moment werden ja gerade neue Irridium-Satelliten mit SpaceX gestartet. Haben diese eine höhere Empfindlichkeit und/oder Signalstärke, so daß die Verbindung in solchen Situationen besser möglich wäre?


Selbstverständlich hoffe auch ich, daß es der Besatzung gut geht.

Offline Schneefüchsin

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Re: Iridium
« Antwort #35 am: 19. November 2017, 15:39:46 »
Zu den neuen Satelliten weiß ich nichts genaues, was aber als sicher anzunehmen ist, das die von ihnen gesammte Bandbreite höher ist, sonnst wären die alten ausreichend.
höhere Empfindlichkeit ist auch gut möglich, da neue Technologie mit hoher Wahrscheinlichkeit schwächere Signale empfangen kann. Beim Senden will man auch lieber ein schwaches Signal nutzen können, da dies wenige Energie kostet, allerdings ist die Sendestärke des Satelliten mit der Empfangsleistung der Telefone und ähnlichem abzustimmen, daher ist hier eine Abschwächung nur für neue Geräte sinnvoll. Was in dem Zusammenhang gemacht wurde, ist also wohl eine Mischung.

Wolken bestehen aus Wasser und nicht gerade Wenig. Eine hübsche Schäfchenwolken bringt auch gerne mal 1000t auf die Wage. Unwetterwolken sind da noch viel schwerer.
Allerdings ist das Funken ins All darauf angepasst, damit nicht jede kleine Wolke einem den Spaß verdirbt. Bei schweren Unwetterwolken reicht das aber nicht unbedingt aus.
Satellitenfernsehen kann bei richtig schlechtem Wetter selbst zu einem Schneegestöber werden, nur als Beispiel.

Ich glaube auch die Tropfengröße Spielt eine Rolle. Diese sind in Regen oder Unwetterwolken sogar noch größer bis hin zu Regentropfen.
Wenn sich sogar Eiskristalle in der Wolke bilden, bzw. Hagelkörner (dafür muss es noch lange nicht schneien oder Hageln) sind auch die Reflektionseigenschaften der Wolken anders, was auch das Signal manipulieren kann.

Grüße aus dem Schnee.

Offline Majo2096

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Re: Iridium
« Antwort #36 am: 19. November 2017, 21:59:35 »
Zu den neuen Satelliten weiß ich nichts genaues, was aber als sicher anzunehmen ist, das die von ihnen gesammte Bandbreite höher ist, sonnst wären die alten ausreichend. ...
Die Datenrate der neuen Satelliten ist um den Faktor 10 besser. Die Signalstärke sollte sich dann theoretisch wohl auch verbessern, dies steht aber nirgends.

https://humanmarsmission.de/spacex-startet-10-weitere-satelliten-fuer-iridium/

Offline rok

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Re: Iridium
« Antwort #37 am: 20. November 2017, 09:36:52 »
Die Nachrichten, dass es Anrufe vom verschwundenen argentinischen U-Boot gegeben haben soll, waren anscheinend nicht seriös. SPON von heute nacht:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/argentinien-notruf-kam-wohl-nicht-vom-verschollenen-u-boot-a-1179249.html

Bitter für die Angehörigen, die sich wieder Hoffnung gemacht hatten

Robert

Online Duncan Idaho

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Re: Iridium
« Antwort #38 am: 09. Februar 2018, 10:48:44 »
Und da ist wieder ein "Blinker" weniger.
RIP SV03

Versenkt im Indischen Ozean.
https://twitter.com/IridiumBoss/status/961793358124470273
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Online Schillrich

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Re: Iridium
« Antwort #39 am: 16. Mai 2018, 10:32:16 »
http://spacenews.com/iridium-to-complete-next-generation-satellite-deployment-by-this-fall/

Nach dieser Meldung könnten bis zum Jahresende alle alten Satelliten abgesenkt sein. Die meisten würden dann innerhalb eines Jahres eintreten. Vier- sechs werden aber zwischen 20 und 25 Jahren für ihren Wiedereintritt brauchen.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline rhlu

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Re: Iridium
« Antwort #40 am: 24. Juli 2018, 19:35:06 »
zum bevorstehenden Iridiumstart hab ich folgenden Link:
https://twitter.com/IridiumBoss/status/1019993094413053952

Matt Desch teilte mit, das die Hälfte (33) der alte Satelliten deorbited(?), deorbetiert(?), ihre alte Position verlassen und ein Drittel (22) wieder eingetreten sind.
Symphatisch geschrieben, da drückt man die Daumen das die Müllvermeidung weiterhin so reibungslos und unbemerkt klappt.

Offline rhlu

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Re: Iridium
« Antwort #41 am: 18. Oktober 2018, 17:47:34 »
Jetzt gibt es einen Starttermin für IridiumNEXT 8: 30.12.18 08:38am PST. (Anm.: das müsste 16:38 MEZ sein)
Ausserdem sind 38 alte Satelliten "vaporisiert"
Bei Nummer 38 schreibt Matt Desch:
"SV015 verdampfte heute Morgen um 10:25 UTC, als er über das Beringmeer absank. Niemand hat diesen wahrscheinlich gesehen, es sei denn, du bist ein russischer Seemann, oder vielleicht Sarah Palin....." (deepl.com Übersetzung)

https://twitter.com/iridiumboss?lang=de

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