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Autor Thema: EU - Space Policy auf EU-Ebene  (Gelesen 60209 mal)

Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #300 am: 07. Dezember 2016, 11:03:35 »
Es gibt Ende Januar wieder eine EU Space Policy Konferenz mit einem großen Aufgebot an Politikern und Interessenvertretern.

Die Themen sind leider wie üblich ziemlich langweilig: NewSpace und Wettbewerb, Gesellschaft und Wirtschaft, Diplomatie, Sicherheit und Verteidigung, Sat-Industrie und Raumfahrt-Markt.

Vielleicht sorgt Günther Öttinger mit seinem Vortrag wenigstens für etwas Unterhaltung. ;)

http://www.spaceconference.eu/programme.html

Tja und wer berichtet jetzt von dieser Konferenz?  :o Hoffentlich ist pbdes vor Ort...
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #301 am: 19. Januar 2017, 16:06:14 »
Die EU Kommission sorgt sich um den nächsten EU-Finanzrahmen 2020-27, der ab 2018 verhandelt werden soll. Wegen Brexit müßten andere Länder dann mehr bezahlen. Die Verhandlungen werden nicht einfach.

https://twitter.com/pbdes/status/822012482738864128
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #302 am: 25. Januar 2017, 10:42:21 »
Das aktuelle Uhrenproblem bei Galileo macht es etwas interessanter in die EU Konferenz reinzuhören.

Aber alles wie gehabt, EU-Kommissarin Bienkowska lobt den Erfolg von Galileo, das Schwierigkeiten eben auftreten können und bis 2020 alles super läuft.
http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I132594

Wörner darf die verschwurbelte Raumfahrtinstitutionen der EU/ESA/Mitgliedsstaaten weiter "United Space" nennen.
http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I132595

Interessanter schon die Industriesicht von Jean-Loic Galle, der die Wettbewerbsituation mit den USA (Silicon Valley cost-reduction, defense sector) und China (Technologieführung 2025) hervorhebt.
http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I132596
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Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #303 am: 26. Januar 2017, 23:05:28 »
Kaum gibt es einen gemeinsamen Feind wie Trump, gibt es neue Energie für Zusammenarbeit:
https://www.spaceintelreport.com/trump-seen-as-boon-for-european-space-autonomy-effort

In der Krise ist auch eine Chance, wie man weiß.

Auch Deutschland scheint sich jetzt der Ariane zu verpflichten.

Man hat außerdem erkannt, dass der amerikanische SSA Service nicht ewig umsonst sein wird und das man hier etwas tun muss. Das habe ich hier ja schon häufiger gepostet, dass da Handlungsbedarf besteht.

Die EU will jetzt einen militärischen Kommunikationssatelliten starten. Das Projekt könnte wegen Trump nun endlich die notwendige politische Energie bekommen. Da stellt sich bald die Gretchenfrage. Mit oder ohne ESA. Man kann nur hoffen, dass die EU GovSatCom ohne die ESA durchzieht. Die EU muss das Projekt selbst in einer neuen militärischen EU-Agentur managen.
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #304 am: 28. Januar 2017, 10:54:59 »
Der Brexit ist Schuld, dass Europa die Entwicklung von wiederverwendbaren Trägern aufschiebt,
so jedenfalls dieser Artikel:
http://www.euractiv.com/section/transport/news/europe-to-enter-new-space-race-after-2020/

Naja, gemeint ist wohl eher, dass die EU mit ihrem 7-jährigen Finanzrahmen die Gelder nicht einfach umwidmen kann (obwohl das mit dem Horizon2020 in Richtung EFSI durch Junker genau passiert ist).

Zu wenig, zu spät.

Man will 2017 Vorschläge machen für den Finanzrahmen 2020-2027.
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Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #305 am: 28. Januar 2017, 12:17:24 »
Die ESA Ministerratskonferenz wird sich da von der EU nicht reinreden lassen. Ja die EU kann da ein Programm für wiederverwendbare Raketen auflegen. Aber

1.  ESA+CNES+DLR+ASL+Airbus+Safran+ASI+Arianespace glauben nicht an wiederverwendbare Raketen, es gibt keine Unterstützung auf der Managementebene dafür.
2. Die Mitgliedsstaaten+Gewerkschaften+Arbeitnehmer haben Angst, dass ihre Feststoffboosterindustrie plötzlich arbeitslos wird (vgl. Elektromobilität)
3. die EU hat nicht genug Geld um eine Parallelariane zu entwickeln
4. Dem spanischen Startup PLD fehlt das notwendige Kleingeld
5. Airbus hat gerade ein eigenes Investment in Ariane 6 gemacht, das wäre dann ja hinfällig

Fazit: Flop.
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Offline Doc Hoschi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #306 am: 28. Januar 2017, 14:06:36 »
(obwohl das mit dem Horizon2020 in Richtung EFSI durch Junker genau passiert ist).
Kannst du das bitte kurz genauer erklären? Sind denn Horizon 2020 und EFSI nicht unabhängig voneinander?
Douglas Adams: "In an infinite universe, the one thing sentient life cannot afford to have is a sense of proportion."

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #307 am: 28. Januar 2017, 22:47:42 »
Der EU Präsident Junckers wollte 2015-17 ein Investitionsprogramm (Konjunkturprogramm) über 315 Mrd € starten, dass überwiegend kreditfinanziert ist. Da auch die Investitions-Bank nicht nur Kredit, sondern auch Einlagen sehen wollte, hat die Kommission 2,7 Mrd. dem Forschungsbudget Horizon2020 entzogen.

Mit dem EFSI sollen eigentlich kommerzielle Projekte mitfinanziert werden, die auch von dritter Seite mitfinanziert werden. Da tut sich Raumfahrt wohl schwer, ein Beispiel wäre aber das Projekt Electra, bei dem neben DLR und ESA-Mitteln der OHB-Anteil (25-35 Mio €) wohl jetzt durch die EFSI finanziert werden.
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Bremer-Raumfahrtfirma-bekommt-Millionenkredit-von-der-EU-_arid,1517075.html

(Edit: Typo)
« Letzte Änderung: 04. Februar 2017, 13:23:07 von tomtom »
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Offline Doc Hoschi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #308 am: 29. Januar 2017, 09:53:09 »
Hallo tomtom, danke für die Erklärung. Dass Horizon 2020 tatsächlich Mittel entzogen wurde, wusste ich nicht.
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #309 am: 04. Februar 2017, 13:24:32 »
Das Galileo Programm sieht sich größeren Problemen konfrontiert und liegt 13 Jahre hinter der ursprünglichen Planung und mit 9,9 Mrd € einer Verdreifachung der Kosten.
Dabei ist die EU neben der ESA und der GSA und weiteren Akteuren ein Element einer organisatorischen Architektur von Raumfahrtaktivitäten.

So formuliert es eine ESPI Studie, die Vorschläge machen will, wie in Zukunft Galileo besser gesteuert werden könnte und thematisiert drei Scenarien:
1. auf Basis der aktuellen Rahmenbedingungen
2. durch Schaffung einer zentralen Organisation (Übernahme der Abteilungen der ESA und GSA)
3. Transformation der GSA in eine rein administrative Einheit, die zur Durchführung den privaten Sektor beauftragt.

http://www.espi.or.at/images/Rep62_online_170203_1142.pdf
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Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #310 am: 15. Februar 2017, 11:09:58 »
Der EU "Blockbuy" kommt wohl:
https://www.spaceintelreport.com/eu-council-to-address-european-rocket-cloud-computing-autonomy

Zitat
The launcher policy sought by European industry, and long sought by the French government, would lead to a five-year contract with the European Commission covering launches between 2021 and 2025. The contract would cover all European government missions, including those that today are launched by the Europeanized Soyuz medium-lift rocket.

Aber:
Zitat
In 2019, Europe’s new Vega-C small-satellite rocket is scheduled to be operational, followed the next year by the heavy-lift Ariane 6 vehicle.

By 2021, European industry wants the German-Russian Rockot vehicle and the Europeanized Soyuz to be removed from the family of European vehicles eligible for European government missions.

Ab 2021 sollen Rockot und Sojus nicht mehr für EU Starts verwendet werden. Eurockot ist dann also tot.
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Offline Calapine

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #311 am: 16. Februar 2017, 08:24:36 »
Waren es nicht eher die Russen die Eurockot "getötet" mit der Entscheidung Rockot nicht mehr zu verwenden?

Russia to close Rokot conversion rocket launches under new space program draft

Sentinel 2B sollte war nach früher ja auch auf Rockot geplant (steht auf einigen Websiten immer noch so) und ist jetzt Vega.

Mit Vega und Vega-C wird es keinen Bedarf mehr für Rockot/Denpr/etc... in Europa geben.

Online stillesWasser

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #312 am: 16. Februar 2017, 10:09:53 »
Da es nicht wirklich genau im Artikel steht: Geht es darum, dass die EU zusichert in den nächsten 5 Jahren eine gewisse Anzahl an Raketen zu kaufen ("Blockbuy") oder darum, dass die EU zusichert, alle Regierungsmissionen auf europäischen Trägern durchzuführen? Ich verstehe den Artikel so, dass letzteres gelten soll und das ist mMn eine dringend überfällige Entscheidung!

Wieso sollte Europa Milliarden in die Entwicklung von Trägern stecken, die dann aber nicht von den Ländern verwendet werden, stattdessen finanziert man amerikanische Unternehmen... Besonders dubios finde ich das bei den 3 Bundeswehr-Sats die auf 2 SpaceX Starts fliegen sollen.
Es wird Zeit für eine konkrete europäische Vision, emanzipiert vom Vorbild USA!

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #313 am: 16. Februar 2017, 10:21:39 »
Aus Sicht von Airbus geht es schon um die Zusicherung einer Mindestabnahme für den Zeitraum 2021-25, um ein entsprechendes Produktionslos zu planen.

Die ESA sagt, dass die Starts für Galileo und Copernicus von der EU beauftragt werden und somit die EU eine solche Zusage machen müßte.

Da Europa viele Akteure hat, ist ein Europe-only etwas schwierig, die generelle Bereitschaft auch schnell erklärt, aber substantiell in Form von Auftragsgarantien vielleicht eben doch nicht. Im Prinzip wäre es natürlich auch ein Verlust an Wettbewerb.
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Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #314 am: 16. Februar 2017, 10:35:50 »
Da es nicht wirklich genau im Artikel steht: Geht es darum, dass die EU zusichert in den nächsten 5 Jahren eine gewisse Anzahl an Raketen zu kaufen ("Blockbuy") oder darum, dass die EU zusichert, alle Regierungsmissionen auf europäischen Trägern durchzuführen? Ich verstehe den Artikel so, dass letzteres gelten soll und das ist mMn eine dringend überfällige Entscheidung!

Es gibt einen Vertrag über 5 Jahre für EU Missionen. Die EU Kommission dürfte keinerlei Handhabe den Nationalstaaten gegenüber diesbezüglich haben.

Deswegen dürfte der Vertrag nur für Copernicus und Galileo und eventuell andere Missionen wie GovSatCom gelten.
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Online stillesWasser

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #315 am: 16. Februar 2017, 11:14:03 »
Es geht also nur um EU gefürte Missionen und nicht um eine EU-RIchtlinie, die den Mitliedsstaaten vorschreibt für die jeweiligen Regierungsmissionen einen europäischen Träger zu verwenden?! Dann sehe ich erst recht kein Problem in so einem Deal. Die Ariane/Vega Produktion findet komplett in EU-Mitgliedsstaaten statt und die Mehrkosten der Trägerwahl sind im Allgemeinen klein gegenüber den Projektkosten bzw. Mehrkosten durch Verzögerungen. Abgesehen davon werden diese Projekte ja schon jetzt nur auf Arianespace-Trägern gestartet (Rokot is tot) und die Anzahl der benötigten Starts ist relativ genau bekannt. Also wäre die Konsequenz aus dem Vertrag nahezu nicht existent
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Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #316 am: 08. März 2017, 23:11:32 »
Die EU beschließt EU-Militärhauptquartier:
http://www.dw.com/en/eu-military-headquarters-is-first-step-in-defense-plan/a-37844411

Endlich, das wurde aber auch Zeit. Natürlich ist das nur ein Anfang. Jetzt ist es nur noch ein Jahrzehnt oder so bis GovSatCom & Co. Dann kann die immense Geldverschwendung in der Rüstungsindustrie endlich reduziert werden und nicht mehr jedes Land braucht all Kompetenzen und nicht mehr jedes Land seinen eigenen Nachrichtensatelliten.
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #317 am: 09. März 2017, 12:58:24 »
Europa hat viele Probleme, aber Wörner lobt die Zusammenarbeit von 60 Unternehmen und diversen Raumfahrtagenturen, Arianespace und der EU-Kommission.

Das europäsiche Ziel sei ein perfektes Erdbeobachtungssystem zu haben.

http://home.bt.com/news/world-news/spy-in-the-sky-satellite-launched-into-space-11364162567422

Na dann ist ja alles super. ;)
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #318 am: 08. April 2017, 20:06:44 »
Die Rede von EU-Kommissarin Bienkowska, mit einigen taffen Aussagen, die vielleicht nicht jedem gefallen werden. Neben den Themen Copernicus und Galileo kommen die Themen Startup-Förderung (350 Mio), Defense/GovSatCom & Space Debris Tracking, internationale Zusammenarbeit und man beobachte den Wettbewerb (Wiederverwendbarkeit) genau und investiert in eine smarte Trägerentwicklung.

https://ec.europa.eu/commission/commissioners/2014-2019/bienkowska/announcements/europe-ready-space-working-together-space_en
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Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #319 am: 18. Juni 2017, 10:43:43 »
Die EU konkretisiert ihr Vorhaben des im letzten Jahr angekündigten European Defense Fund, wobei es anscheinend viel um Geld und Einfluß und weniger um Inhalte geht.
Die EU will die Forschung finanzieren und die Investments der Mitgliedsstaaten in Entwicklung und Beschaffung koordinieren. Verantwortlich für den Fond ist das Ressort Industriepolitik.

Dabei sieht man auch Synergien zu anderen Bereichen, ua. der Raumfahrt. Hier will die EU die Satellitenkommunikation entwickeln (Stichwort GovSatCom) und im Copernicus Programm die Sicherheits- und Überwachungsanwendungen erforschen.

http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-17-1476_en.htm

Immerhin entwickelt man eine Vision für 2025 für eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit.
https://ec.europa.eu/commission/sites/beta-political/files/reflection-paper-defence_en_1.pdf
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