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Autor Thema: Voyager / Pioneer 10 + 11  (Gelesen 170783 mal)

Offline McPhönix

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #625 am: 10. August 2017, 20:30:44 »
Schöner Artikel, anrührend :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline Stefan307

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #626 am: 12. September 2017, 19:43:57 »
Toll geschrieben der Artikel, man merkt aber auch deutlich wir Menschen sind "Augentiere" seit es keine Bilder mehr gibt schwindet das Interesse an der Mission!

Mal ne ganz andere Frage:
Angeregt durch die Überlegungen New Horizion noch zu weiteren KBOs zu steuern, gab es solche Überlegungen auch bei den Yoyager Sonden? Die Tatsache das die Hydrazin Vorräte länger halten werden als als die Stromversorgung bedeutet ja auch das man die Möglichkeit für Größere Kursänderungen gehabt hätte, gerade bei Voyager 1 die ja nach dem Saturn Flyby "frei" hatte. Schon eine kleine Kursänderung nach dem Saturn hätte ja eine recht großen "Bereich" im Kuiper Belt "anfliegbar" gemacht.
Ich könnte mir allerdings vorstellen das man damals noch zu wenig über diese kleinen Objekte so weit draußen hatte?

MFG S
 

Offline Zyklotrop

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #627 am: 12. September 2017, 21:19:24 »
Von Pluto und Charon einmal abgesehen, waren zum Zeitpunkt des Saturn-Flybys 1980 keine weiteren TNO bekannt. Erst 1992 wurde mit 1992 QB1 ein weiteres TNO entdeckt, die Masse der weiteren Entdeckungen stammt zudem aus der Zeit nach 2000.   

Ein Weiterflug von Voyger 1 zum Pluto wäre übrigens möglich gewesen, allerdings nur unter Verzicht des Titan-Vorbeiflugs. Titan war allerdings ein Primärziele des Voyager-Programms, dementsprechend wurden diesbezuglichen Überlegungen beizeiten verworfen.
"That's not an astronaut, it's a TV comedian. And he was just using space travel as a metaphor for beating his wife!"

Offline Stefan307

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #628 am: 12. September 2017, 21:59:12 »
Von Pluto und Charon einmal abgesehen, waren zum Zeitpunkt des Saturn-Flybys 1980 keine weiteren TNO bekannt. Erst 1992 wurde mit 1992 QB1 ein weiteres TNO entdeckt, die Masse der weiteren Entdeckungen stammt zudem aus der Zeit nach 2000.   

Ein Weiterflug von Voyger 1 zum Pluto wäre übrigens möglich gewesen, allerdings nur unter Verzicht des Titan-Vorbeiflugs. Titan war allerdings ein Primärziele des Voyager-Programms, dementsprechend wurden diesbezuglichen Überlegungen beizeiten verworfen.

Dachte ich es  mir doch am Titan Vorbeiflug scheiterte ja auch die Reise zu Uranus und Neptun (für Voyeger 1) Voyeger 2 nach Neptun auch noch zu Pluto zu schicken verhinderte wahrscheinlich auch die Planetenkonstellation?

Es ist schon erstaunlich wie sehr sich unser Bild vom Sonnensystem in so kurzer Zeit geändert hat! Heute hat man kaum noch einen Überblick über die Zahlreichen kleinen Objekte da draußen...

MFG S


Offline Terminus

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #629 am: 13. September 2017, 07:47:14 »
Ein Vorbeiflug hätte höchstens insofern Sinn gemacht, als dass man hätte sagen können "Mankind was here". :)

Wissenschaftlich wäre es nutzlos gewesen, weil die Voyager-Sonden überhaupt nicht darauf ausgelegt sind, große Datenmengen zwischenzuspeichern und dann quasi "tröpfchenweise" zur Erde zu funken, während New Horizons von vornherein so konzipiert ist. Meines Wissens gibt es da mehrere Engpässe und ich weiß gar nicht, welche/r da entscheidend ist/sind, dass man mit Voyager keine Ziele mehr angeflogen ist:

- Die Kameras sind ausgelegt für die Bedingungen von Jupiter bis Uranus. Selbst für Neptun/Uranus mussten schon tiefgreifende Modifikationen an der Software vorgenommen werden, um überhaupt noch Bilder aufnehmen zu können.
- Nicht mehr alle Instrumente können aus Energiegründen betrieben werden bzw. funktionieren überhaupt noch, oder ihre Datenmengen sind zu groß.
- Das einzige Datenspeichermedium an Bord ist ein elektromechanischer Bandspeicher mit für heutige Verhältnisse lächerlicher Speicherkapazität. Soviel ich weiß, wird der auch gar nicht mehr benutzt, sondern die wenigen noch gewonnenen Daten werden live übertragen oder allenfalls im winzigen Arbeitsspeicher zwischengespeichert.

Offline SFF-TWRiker

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #630 am: 13. September 2017, 12:55:39 »
Von Pluto und Charon einmal abgesehen, waren zum Zeitpunkt des Saturn-Flybys 1980 keine weiteren TNO bekannt. Erst 1992 wurde mit 1992 QB1 ein weiteres TNO entdeckt, die Masse der weiteren Entdeckungen stammt zudem aus der Zeit nach 2000.   

Ein Weiterflug von Voyger 1 zum Pluto wäre übrigens möglich gewesen, allerdings nur unter Verzicht des Titan-Vorbeiflugs. Titan war allerdings ein Primärziele des Voyager-Programms, dementsprechend wurden diesbezuglichen Überlegungen beizeiten verworfen.
New Horizons hat den Neptun-Orbit relativ nahe (wenige AU) an dem Punkt geschnitten, an dem der Flyby von Voyager 2 an Neptun war. Pluto hat da also ca 25 Jahre "hinterher gehinkt". Grob geschätzt hätte Voyager 2 da 10° in die entgegengesetzte Richtung beim Flyby verlangsamt werden müssen. Bei einer Draufsicht auf das Sonnensystem von Norden also statt gegen den Uhrzeigersinn wie bei den Swingbys an Jupiter und Saturn im Uhrzeigersinn. (grob vereinfacht)
Dachte ich es  mir doch am Titan Vorbeiflug scheiterte ja auch die Reise zu Uranus und Neptun (für Voyeger 1) Voyeger 2 nach Neptun auch noch zu Pluto zu schicken verhinderte wahrscheinlich auch die Planetenkonstellation?

Es ist schon erstaunlich wie sehr sich unser Bild vom Sonnensystem in so kurzer Zeit geändert hat! Heute hat man kaum noch einen Überblick über die Zahlreichen kleinen Objekte da draußen...

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Offline Ariane 42L

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #631 am: 13. September 2017, 13:55:47 »
Theoretisch hätten man Voyager 2 nach der Neptunpassage noch weiter zu Pluto schicken können. Das freilich hätte einen Flug tief durch die Atmosphäre des Neptun erforderlich gemacht, nur dafür war die Sonde nun einmal nicht gebaut gewesen. Und wissenschaftlich hatte es auch keinen Sinn ergeben.
Nach der Passage von Saturn war Voyager 1 nicht arbeitslos geworden. Man hatte mit ihr alle Manöver die später V2 zunächst am Neptun und später am Uranus durchgeführt hatte, simuliert.

Offline Ariane 42L

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #632 am: 13. September 2017, 14:44:00 »
Die beiden Voyager-Sonden wurden nur die Passage am Jupiter und Saturn gebaut worden. Nach der Passage am Saturn sollten die beiden Sonden abgeschaltet werden!
Damit V2 Bilder am Uranus machten konnten, musste sie neu programmiert werden.

Carl Sagan: „Blauer Punkt im All“; Weltbild Verlag, Augsburg 1999
Zitat
Wegen der geringen Lichtintensität auf Uranus und Neptun mußten die Voyager-Kameras mit langen Belichtungszeiten arbeiten. Die Sonde flog jedoch so schnell, daß die Aufnahmen verwackelt oder unscharf wurden. Die Sonde mußte sich während der Aufnahmen also gegenläufig bewegen, um die Auswirkungen der Fluggeschwindigkeit wieder auszugleichen. Das klingt recht einfach, ist es aber nicht, denn man muß selbst die geringste Bewegung neutralisieren. Bei einer Schwerkraft gleich Null kann selbst das Ein- und Ausschalten des Speicherbands die Sonde so stark erschüttern, daß die Bilder verwackeln.
Man schickte daher Befehle zu den kleinen und hochempfindlichen Korrekturtriebwerken der Sonde. Mit einer kurzen Zündung zu Beginn und am Ende der Aufnahmen kompensierten die Triebwerke durch eine winzige Drehung der Sonde die Erschütterung des Speicherbandes. Für die immer schwächer werdenden Radiosignale entwickelten die Ingenieure eine neue und bessere Methode zur Aufnahme und Übertragung von Daten. Außerdem wurden die Radioteleskope auf der Erde zusammengeschaltet, um ihre Sensibilität zu erhöhen. Insgesamt betrachtet, arbeitete das Videosystem beim Vorbeiflug an Uranus und Neptun in vieler Hinsicht besser als im Falle von Saturn oder gar Jupiter.

Nun muss gesagt werden, die Kameras waren an einen schwenkbaren Arm angebracht gewesen, nur das Gelenk liess sich nach der Passage nichr mehr bewegen. Die Korrekturtriebwerke waren für so feine Arbeiten nicht gebaut gewesen. Hinzu kamen noch die Probleme mit den Empfänger von V2.

Offline Prodatron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #633 am: 13. September 2017, 14:47:43 »
Theoretisch hätten man Voyager 2 nach der Neptunpassage noch weiter zu Pluto schicken können. Das freilich hätte einen Flug tief durch die Atmosphäre des Neptun erforderlich gemacht, nur dafür war die Sonde nun einmal nicht gebaut gewesen. Und wissenschaftlich hatte es auch keinen Sinn ergeben.
Dann hätte man aber Triton nicht so gut untersuchen können. Der Kurs hierfür hat Voyager 2 ja dann auch aus der Ekliptik geworfen. Damit wäre eine Passage an Pluto oder irgend eines anderen KBOs sowieso unmöglich geworden, da auch der Kuipergürtel noch hauptsächlich in der Ekliptik liegt.
Voyager 1 ist bereits durch die angestrebte intensivere (und eher erfolglosere) Untersuchung von Titan aus der Ekliptik geschleudert worden.

Offline Ariane 42L

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #634 am: 13. September 2017, 14:55:48 »
...
Voyager 1 ist bereits durch die angestrebte intensivere (und eher erfolglosere) Untersuchung von Titan aus der Ekliptik geschleudert worden.

Bei der Festlegung der Flugbahnen wüsste man noch nicht, dass Titan eine Enttäuschung werden wird.


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. November 1980
Zitat
... Der „Tag des orange leuchtenden Titan“, dem man im Raumfahrtzentrum von Pasadena (Kalifornien) mit großen Erwartungen entgegengesehen verstrich ohne Spektakel. Für eine kleine Aufregung sorgte allein die Technik ...

Offline Prodatron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #635 am: 13. September 2017, 15:06:01 »
Das ist korrekt :)

Offline Stefan307

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #636 am: 13. September 2017, 17:50:36 »
Ein Vorbeiflug hätte höchstens insofern Sinn gemacht, als dass man hätte sagen können "Mankind was here". :)

Wissenschaftlich wäre es nutzlos gewesen, weil die Voyager-Sonden überhaupt nicht darauf ausgelegt sind, große Datenmengen zwischenzuspeichern und dann quasi "tröpfchenweise" zur Erde zu funken, während New Horizons von vornherein so konzipiert ist. Meines Wissens gibt es da mehrere Engpässe und ich weiß gar nicht, welche/r da entscheidend ist/sind, dass man mit Voyager keine Ziele mehr angeflogen ist:

- Die Kameras sind ausgelegt für die Bedingungen von Jupiter bis Uranus. Selbst für Neptun/Uranus mussten schon tiefgreifende Modifikationen an der Software vorgenommen werden, um überhaupt noch Bilder aufnehmen zu können.
- Nicht mehr alle Instrumente können aus Energiegründen betrieben werden bzw. funktionieren überhaupt noch, oder ihre Datenmengen sind zu groß.
- Das einzige Datenspeichermedium an Bord ist ein elektromechanischer Bandspeicher mit für heutige Verhältnisse lächerlicher Speicherkapazität. Soviel ich weiß, wird der auch gar nicht mehr benutzt, sondern die wenigen noch gewonnenen Daten werden live übertragen oder allenfalls im winzigen Arbeitsspeicher zwischengespeichert.

Äh Irgendwie muss das doch mit der Datenübertragung auch bei Jupiter u Saturn funktioniert haben, auch da hatte man in kurzer Zeit mehr Daten als man übertragen konnte, die Instrumente wären ja die selben gewesen, ok die Datenrate sicherlich nochmal weniger.
Die Instrumente die man für die Erforschung der Monde vorgesehen hatte Hätten sicher auch bei Pluto Erkenntnisse gebracht.
 
Die Sache mit der Ekliptik ist natürlich ein K.O. Kriterium wenn man da einmal draußen ist entfernt man sich ja rapide von allen Objekten im Sonnensystem deren Bahnen auch nur ansatzweise in der Ekliptik liegen...

So oder so muss man sich bei Flyby Sonden halt entscheiden, eine weitere Gelegenheit wie bei Orbitern gibt es ja nicht, oder wäre es denkbar durch einen "Extremen Flyby" eine Sonde auch wieder zurück zu schicken?

MFG S

Offline Ariane 42L

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #637 am: 13. September 2017, 18:51:34 »
Für die Übermittlung eines Bildes von Jupiter brauchten die Voyager-Sonden 48 Sekunden, von Uranus 13 Minuten. Durch die Änderung in der Programmierung wurde die Zeit auf 5 Minuten reduziert. Schon bei der Uranus-Passage könnten nicht mehr alle wissenschaftliche Instrumente gleichzeitig betrieben werden.
Voyager 1 sollte 4000 km an Titan vorbeifliegen, das sollte ein Höhepunkt der Mission werden, weil Titan der damals einzige bekannte Mond war, der eine dichte Atmosphäre besaß und man dachte auf ihn gibt es Leben. Dafür hatte V1 eine Flugbahn bekommen, die sie aus der Ekliptik herausgeschleudert hatte.
Beim Neptun hatte man verschiedene Möglichkeiten gehabt, um ihn anzufliegen, denn es gab kein weiteres Ziel. (rechnerisch war ein Flug zum Pluto möglich gewesen, die wissenschaftliche Ausbeute am Neptun wäre kleiner geworden und am Pluto sehr gering gewesen). Eine Möglichkeit wäre es den Planeten sehr näh zu kommen oder einer seiner Monde Triton genauer zu untersuchen.
Im Rahmen der VIM (Voyager Interstellar Mission), seit Januar 1990, wird mit beiden Sonden immer noch wissenschaftliche Arbeiten ausgeführt.

Offline Stefan307

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #638 am: 19. September 2017, 16:55:47 »
Weil es hier so gut dazu passt:
Grafische Darstellung der Flugbahnen der Voyager Sonden im Saturn System https://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_1#/media/File:Voyager_flight_path_Saturn.jpg

MFG S

Ps danke an Gertrud für den Link

Offline anetron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #639 am: 24. Oktober 2017, 14:57:09 »
Die Raumsonden Voyager 1 und 2 und Pioneer 10 und 11 werden sicherlich noch in weit entfernter Zeit in den Weiten des

Weltalls unterwegs sein wenn es längst keine Menschen auf der Erde mehr gibt dann zeugen diese Raumsonden noch von unserer Existenz das wir einmal da waren.


Es wäre erfreulich wenn diese Raumsonden in ferner Zukunft von Intelligenten raumfahrenden Wesen gefunden werden

würden die Musikalisch begabt sind sowie Sinnesorgane besitzen die es ihnen ermöglichen die Anleitung zu Verstehen um
 
dann mit dem Plattenspieler die Töne zu hören und die Bilder zu sehen, nur wir alle werden nicht mehr erleben wie die Außerirdischen über uns denken werden.


Der Weltraum ist unendlich groß da ist es zwar unwahrscheinlich das diese Raumsonden jemals entdeckt werden aber gänzlich

auszuschließen ist es nicht durch Zufall sie Gefunden werden.


Wenn nichts Unvorhergesehenes entgegen kommt könnten Praktisch die Raumsonden Ewig/Unendlich durch den interstellaren

Weltraum unterwegs sein bis diese mal irgendwann von einer technischen Zivilisation Abgefangen werden.



Die interstellare Reise geht immer weiter von Stern zu Stern und von Galaxie zu Galaxie durch unbekannte Regionen des

interstellaren Weltraums und die Raumsonden könnten Außerirdischen Raumfahrzeugen begegnen die sie dann hoffentlich

entdecken werden oder andere Objekte den Weg der Raumsonden kreuzen werden wenn sie einsam durch das Weltall fliegen.

Gruß anetron   


   

Offline Prodatron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #640 am: 25. Oktober 2017, 00:39:11 »
Drei Gedanken dazu:
- ich gehe mal davon aus, daß die Sonden die Milchstrasse nie verlassen werden, wenn sie nicht gerade bei der bevorstehenden Kollision mit Andromeda irgendwie in den intergalaktischen Raum geschleudert werden.
- sollte sich die Menschheit bzw. deren Nachfolger innerhalb der nächsten paar 10.000 Jahre zu einer interstellaren Zivilisation entwickeln, so ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht höher, daß unsere Nachkommen die beiden Dinger wieder einsammeln, als daß eine andere intelligente Spezies diese findet, solange man das Wissen über die Bahndaten nicht löscht.
- wie lange wird es wohl dauern, bis die interstellaren "Witterungsverhältnisse" die Sonden mehr oder weniger in formlose Klumpen verwandelt haben? (Strahlung und Micro-Kollisionen mit interstellarem Medium) Oder reden wir hier dann doch eher über Milliarden von Jahren?

Offline Terminus

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #641 am: 25. Oktober 2017, 02:21:01 »
- wie lange wird es wohl dauern, bis die interstellaren "Witterungsverhältnisse" die Sonden mehr oder weniger in formlose Klumpen verwandelt haben? (Strahlung und Micro-Kollisionen mit interstellarem Medium) Oder reden wir hier dann doch eher über Milliarden von Jahren?

Das finde ich auch einen faszinierenden Gedanken. Ich habe mal gelesen, dass selbst feste Körper weit unterhalb ihrer Schmelztemperatur sowas wie eine "Verdunstung" erfahren, wenn auch natürlich eine extrem langsame. Jedes Molekül, dass sich aus irgendeinem Grund vom Körper gelöst hat,  ist halt unwiderruflich weg.

Als Beispiel könnte man vielleicht die Urkilogramm-Prototypen anführen, die seit ihrer Herstellung vor über 100 Jahren trotz sorgfältigster Aufbewahrung und nur seltener Handhabung ein ganz klein wenig, aber doch messbar viel Masse verloren haben. Ob dieser winzige Massenverlust ein Beispiel für diese "Verdunstung" ist oder nicht, sei mal dahingestellt.

Offline lngo

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #642 am: 25. Oktober 2017, 06:19:12 »
Die Verdampfung von Feststoffen heisst Sublimation. Ich bezweifle, dass das beim Urkilogramm passiert (das interessanterweise eher an Gewicht zunimmt, laut Wikipedia), da die Bindungsenergien bei Metallen verhältnismässig hoch sind im Vergleich zu den wirkenden Energien (kein/kaum UV oder höhere Strahlung, Standardtemperatur etc).

Im Internet finden sich eine ganze Menge an Information zu diesem Thema. Im LEO ist es wohl überwiegend die Kollision mit folgender Oxidation mit atomarem Sauerstoff, gefolgt von Sputtering.

https://en.wikipedia.org/wiki/Corrosion_in_space
NASA Handbook of Environmental Degradation of Materials
https://www.google.com/search?q=space+surface+material+erosion

Offline Terminus

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #643 am: 25. Oktober 2017, 08:16:05 »
Okay, ich habe die Info mit dem Masseverlust aus einem Fernsehfilm, der sich u.a. auch mit dem Thema "Kilogrammprototypen" beschäftigte. Mag sein, dass da eine gewisse dichterische Freiheit bzw. Vereinfachung eine Rolle spielte.

Andererseits, wenn man nach "masseverlust urkilogramm" googelt, findet man genug Fundstellen, die sagen, dass zumindest DAS Urkilogramm an Masse verloren hat.

Die steigenden Kurven in der Grafik in dem verlinkten Wikipedia-Artikel, die den meisten anderen (nationalen) Prototypen eine Massenzunahme attestiert, sind ja nicht als absolute Messungen zu verstehen, sondern eben relativ zum Urkilogramm (IPK). Die Grafik sagt aus, dass das Gewichtsverhältnis der nationalen Prototypen zum Urkilogramm über die Zeit ein wenig steigt. Ob das Urkilogramm tatsächlich Masse verliert oder die nationalen Prototypen Masse zulegen, oder beides, ist damit noch nicht gesagt. (Den langen Text habe ich jetzt nur überflogen, falls da doch noch mehr steht.)

Jedenfalls - um mal wieder zum Thema zurückzukommen - glaube ich auch, dass das Material der Voyagersonden (Pioneer, New Horizons, ...) sich über lange Zeiträume (Tausende, Hunderttausende, Millionen von Jahren) sichtlich verändern wird. Ob nur die Oberflächen matter werden oder ob sie tatsächlich zu "formlosen Klumpen" zer-sublimieren, werden wir leider nicht mehr erfahren.

Offline anetron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #644 am: 25. Oktober 2017, 10:01:10 »
Der Weltraum ist fast leer die die Raumsonden durchqueren wenn diese dann mit keinen anderen Objekt kollidieren könnten diese theoretisch Milliarden  von Jahren wenn nicht bis in die Unendlichkeit ihre interstellare Reise fortsetzen.


Mit Bestimmtheit kann nicht ausgeschlossen werden dass die Raumsonden die Milchstraße nie verlassen werden da diese ohne Kontrolle durch den interstellaren Raum fliegen werden somit ein Unbekanntes Ziel im Weltall durchqueren nicht wissen können wohin es diese Raumsonden noch hinführen wird


Eine  große Unbekannte steht im Raum ob Außerirdische in der Lage sein werden selbst wenn diese noch so hochintelligent sind die mitgeführte Plakette bei den Pioneer und bei den Voyager Raumsonden Bild und Tonträger die Anleitung verstehen werden und dann in konkrete Handlungsweisen umsetzen können weil Außerirdische nicht so denken können wie wir Menschen sie eine andere Mathematik/Wissenschaft/Technik/Sprache/Zeichen/Gesellschaft/Denkweise/Verhalten entwickelt haben die sich von der irdischen in ganz hohen Maß  unterscheidet wenn diese Raumsonden von einer außerirdischen Zivilisation entdeckt wird.


Es gibt nur zwei Möglichkeiten wenn die Raumsonden von Außerirdischen aufgefunden werden sollten entweder sie verstehen die Zeichenerklärung auf der Pioneer Plakette ebenso wie die der Voyager Anleitung und Schallplatte oder nicht dann bleiben die galaktischen Grüße der Menschheit an die Außerirdischen für immer ungehört und gesehen.

 
Ob die Nachfahren der Menschen in 10 000 Jahren noch daran denken werden dass die Raumsonden im interstellaren Raum unterwegs sind muss bezweifelt werden denn die Entwicklung auf der Erde ist in ihren Gesellschaftlichen Verhältnissen derart anders sind als dass da einer noch an die Raumsonden im Weltall nachdenken wird.

Gruß anetron


schillrich: Formatierung normalisiert ... bitte nicht in übergroßen Schriftsätzen "schreien" ... dadurch wird die Nachricht nicht besser.

« Letzte Änderung: 25. Oktober 2017, 10:07:15 von Schillrich »

Offline Prodatron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #645 am: 25. Oktober 2017, 12:27:33 »
Mit Bestimmtheit kann nicht ausgeschlossen werden dass die Raumsonden die Milchstraße nie verlassen werden da diese ohne Kontrolle durch den interstellaren Raum fliegen werden somit ein Unbekanntes Ziel im Weltall durchqueren nicht wissen können wohin es diese Raumsonden noch hinführen wird

Die Sonden sind gravitativ an die Milchstraße gebunden und können sich nicht einfach mal eben so davonmachen.
Zum Verlassen der Milchstraße müßten die Sonden die entsprechende Fluchtgeschwindigkeit haben. Laut Wikipedia wird diese auf gute 500km/s geschätzt. Sie sind aber derzeit kaum schneller als die Sonne unterwegs (220km/s) und damit weit von der galaktischen Fluchtgeschwindigkeit entfernt. Ohne besondere Ereignisse gibt es keine Chance auf ein Erreichen des intergalaktischen Raumes.

Offline McPhönix

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #646 am: 25. Oktober 2017, 23:58:05 »
Zitat
Ohne besondere Ereignisse
...das macht Hoffnung  ;)

Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline MR

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #647 am: 26. Oktober 2017, 01:05:12 »
- sollte sich die Menschheit bzw. deren Nachfolger innerhalb der nächsten paar 10.000 Jahre zu einer interstellaren Zivilisation entwickeln, so ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht höher, daß unsere Nachkommen die beiden Dinger wieder einsammeln, als daß eine andere intelligente Spezies diese findet, solange man das Wissen über die Bahndaten nicht löscht.

Ich hoffe einfach mal das es keine 10.000 Jahre dauert, bis die Menschheit zu einer interstellaren Spezies wird. Doch dann wäre es tatsächlich möglich, das man zumindest einige dieser Sonden wieder einsammelt und zur Erde zurückbringt. Einige dieser Sonden, besonders Voyager 2, gehören definitiv in ein Museum!

Offline Prodatron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #648 am: 26. Oktober 2017, 02:22:28 »
Wenn nichts Unvorhergesehenes entgegen kommt könnten Praktisch die Raumsonden Ewig/Unendlich durch den interstellaren Weltraum unterwegs sein bis diese mal irgendwann von einer technischen Zivilisation Abgefangen werden.

Hierzu noch ein vierter Gedanke:
- nach dem aktuellen Wissensstand wird es das Universum so wie jetzt ja nicht ewig geben. Die "große Sternen-Party" ist sowieso schon vorbei, vor ein paar hundert Millionen Jahren war der Nachthimmel noch wesentlich heller. In ein paar Milliarden Jahren gibt es fast nur noch rote Zwerge, der Himmel ist nachts dann quasi pechschwarz: Für das menschliche Auge sind rote Zwerge nicht sichtbar.
Und es wird kaum noch Planeten mit der für uns aktuell jedenfalls lebenswichtigen Plattentektonik geben, da es "bald" mangels Supernovae fast keine Produktion von schweren, radioaktiven Elementen mehr gibt.

Bis dahin müssen sich fortgeschrittene Zivilisationen irgendwas ausgedacht haben, um trotzdem zu überleben. Was allerdings auch sicherlich kein Problem sein wird. Erst wieder, wenn die Dunkle Energie dann auch auf atomarer Ebene damit beginnt alles auseinander zu rupfen, aber das dauert wohl noch ein paar 10er Potenzen.

Sorry wegen Offtopic, war eine Erwiderung auf den "Ewigkeitsgedanken".

Zitat
Ohne besondere Ereignisse
...das macht Hoffnung  ;)
Ja, keine Angst, daß Du nachts statt Sternen nur noch ein paar milchige Flecken am Himmel siehst, das dauert noch :D

Ich hoffe einfach mal das es keine 10.000 Jahre dauert, bis die Menschheit zu einer interstellaren Spezies wird. Doch dann wäre es tatsächlich möglich, das man zumindest einige dieser Sonden wieder einsammelt und zur Erde zurückbringt. Einige dieser Sonden, besonders Voyager 2, gehören definitiv in ein Museum!
Da bin ich mal wieder ganz Deiner Meinung :)

Offline anetron

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Re: Voyager / Pioneer 10 + 11
« Antwort #649 am: 26. Oktober 2017, 06:54:02 »
Was wird denn mit den ins Weltall entsendeten Raumsonden passieren wenn das Weltall/Universum/der interstellare/galaktische Raum sich verändert und in der noch jetzt  existierenden Form irgendwann aufhört zu bestehen?




Wohin werden dann die Raumsonden hinkommen wenn die Milchstraße auch mal irgendwann weg ist und es einen völlig andersartigen Raum gibt denn wir nicht beschreiben können?

Gruß anetron


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