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15. Dezember 2018, 01:45:58
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Autor Thema: Weltraummüll  (Gelesen 114564 mal)

Offline neanuk

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Re: Weltraummüll
« Antwort #400 am: 03. Februar 2018, 20:37:53 »
Ja gibt es. Kommerzielle und staatliche Betreiber können diesen Dienst beim JSPOC bzw. CARA-NASA in Anspruch nehmen. Auch die französische Raumfahrtbehörde bietet seit kurzem einen Frühwarnservice für Weltraumschrott an.

Hast du mehr Informationen darüber?
Ich stelle mir vor, dass es heutzutage kein Problem mehr ist die vorhandenen Informationen über die Bewegung der Teile im All automatisiert auf Kollisionen zu prüfen und dann entsprechende Warnungen an Satbetreiber zu senden. Eigentlich sollten doch alle Beteiligten Interesse an Kollisionsvermeidung haben, auch wenn es sich nicht um eigene Teile handelt.

Oder ist das zu naiv?

Im Artikel steht übrigens auch, dass die ESA  ein Netzwerk mit Laser- statt Radartracking testen möchte. Mit wesentlich höherer Genauigkeit und dadurch besserer Risikoeinschätzung.

Offline Pirx

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Re: Weltraummüll
« Antwort #401 am: 03. Februar 2018, 21:05:02 »
Das Verschicken der Warnungen funktioniert, aber es gibt natürlich auch die Empfängerseite.

In einem recht bekannten Fall, in den ein Iridium-Telefonsatellit verwickelt war, wurde diskutiert, dass die Annäherungswarnungen zwar erhalten wurden, aber

a.) man sie wegen der großen Menge solcher Warnungen vielleicht nicht mit der notwendigen Aufmerksamkeit betrachtet hat
und

b.) man die Aussagekraft der Meldungen möglicherweise so interpretiert hat, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision vertretbar gering sei

Das Ergebnis war dieses: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/12022009063956.shtml

Gruß   Pirx
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline Nitro

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Re: Weltraummüll
« Antwort #402 am: 03. Februar 2018, 21:09:10 »
Hast du mehr Informationen darüber?
Ich stelle mir vor, dass es heutzutage kein Problem mehr ist die vorhandenen Informationen über die Bewegung der Teile im All automatisiert auf Kollisionen zu prüfen und dann entsprechende Warnungen an Satbetreiber zu senden. Eigentlich sollten doch alle Beteiligten Interesse an Kollisionsvermeidung haben, auch wenn es sich nicht um eigene Teile handelt.

Oder ist das zu naiv?

Nein, naiv ist das nicht. Im Prinzip läuft das genauso ab wie von dir beschrieben. Ein Satellitenbetreiber registriert sich für den Service und bekommt dann in regelmäßigen Abständen, in der Regel ein bis zweimal täglich, automatisierte Emails über mögliche Kollisionsrisiken zwischen seinen Satelliten und Weltraumschrott. Diese Mails enthalten Informationen über die Art des Objekts, den Zeitpunkt der nächsten Annäherung, Entfernungsangaben so wie Kollisionswahrscheinlichkeiten. Anhand dieser Daten kann dann der Betreiber selbst entscheiden ob und wie er ausweichen möchte. Auf Anfrage kann man in Gefahrensituationen auch zusätzliches 'Tracking' beim JSPOC beantragen um mehr Daten für eine Entscheidung zu bekommen. Das Ganze kann man sich wie eine Art Wettervorhersage für Weltraumschrott vorstellen.

Hier noch ein paar Interessante englischsprachige Links zum Thema:

https://room.eu.com/article/Beware_the_situation_how_JSpOC_tracks_space_debris

https://www.nap.edu/read/13244/chapter/11

http://www.stratcom.mil/Media/Factsheets/Factsheet-View/Article/976414/usstratcom-space-control-and-space-surveillance/

https://ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/20150018286.pdf
Bevor man einen Beitrag letztendlich abschickt sollte man ihn sich noch ein letztes Mal durchlesen und sich dabei überlegen ob man ihn genau in diesem Wortlaut auch Abends seinem Partner und/oder Kindern ohne Bedenken vorlesen würde.

Offline Progress100

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Re: Weltraummüll
« Antwort #403 am: 03. Februar 2018, 21:21:39 »
Vielen Dank - wieder was gelernt !

Offline neanuk

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Re: Weltraummüll
« Antwort #404 am: 04. Februar 2018, 14:46:56 »
Danke auch an euch beide. Viele interessante Informationen für mich.

Offline Duncan Idaho

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Re: Weltraummüll
« Antwort #405 am: 10. Februar 2018, 13:11:11 »
2017 mussten ESA Satelliten 10 mal ausweichen.

Zitat
In 2017, @ESA spacecraft did 10 maneuvers to avoid possible collisions with other space objects: http://bit.ly/2smD8SC

https://twitter.com/brianweeden/status/961966709253996545
#I NEVER WANT TO HOLD/SCRUB AGAIN.

Offline Pirx

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Re: Weltraummüll
« Antwort #406 am: 10. Februar 2018, 16:45:27 »
ESA’s Annual Space Environment Report 27. April 2017:

https://www.sdo.esoc.esa.int/environment_report/Environment_Report_I1R2_20170427.pdf

Ist schon bekannt, wann es eine aktuelle Version gibt?

Gruß   Pirx
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline Duncan Idaho

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Re: Weltraummüll
« Antwort #407 am: 10. März 2018, 19:10:36 »
Übersicht 2017, was blieb in welchem Orbit oder wurde Runtergeholt.
Dank an Jonathan.
https://twitter.com/planet4589/status/972332679751454720


Zitat
I reviewed what different launch providers did with the upper stages that reached orbit in 2017. Overall 36 were left in high orbit, 26 abandoned in low orbit, 26 were safely deorbited at the end of the launch process.
"Ich überprüfte, was verschiedene Startanbieter mit den oberen Stufen gemacht haben, die 2017 den Orbit erreichten. Insgesamt 36 wurden in einer hohen Umlaufbahn gelassen, 26 in einer niedrigen Umlaufbahn, 26 wurden am Ende des Startvorgangs sicher wieder deorbiert."

SpaceX braucht bessere Frankenstufen, oder wie war das? ;D Ich weiss der Orbit ist nicht ganz so kritisch wie Polare.
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Offline tobi

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Re: Weltraummüll
« Antwort #408 am: 25. Mai 2018, 10:24:57 »
Kollisionsrisiko ist im GEO hoch:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0094576517315011

Zitat
Highlights
• Comprehensively characterized GEO collision and encounter sources, types and rates.
• Found GEO collision relative velocities up to 4 km/s, above anticipated 1 km/s limit.
• Devised exponential mapping to merge 6 new estimates with 11 other research results.
GEO active S/C collisions occur every ≈4 years vs > 1 cm debris and ≈50 years > 20 cm.
• Flux-based estimates may underestimate GEO collision risk up to 4 orders of magnitude.

Höhepunkte
• Umfassend charakterisierte GEO-Kollisionen und Begegnungsursachen, Typen und Raten.
• Gefundende relative Geschwindigkeiten von GEO Kollisionen bis zu 4km / s, über der erwarteten 1km / s Grenze.
• Exponentielle Kartierung entwickelt, um 6 neue Schätzungen mit 11 anderen Forschungsergebnissen zusammenzuführen.
GEO-aktive S / C-Kollisionen treten alle 4 Jahre auf für> 1 cm Trümmer und alle 50 Jahre> 20 cm auf.
• Flussbasierte Schätzungen könnten das GEO-Kollisionsrisiko um bis zu 4 Größenordnungen unterschätzen.

Wir brauchen die aktive Entfernung von Müll aus dem Orbit aber niemand macht was und in Europa haben wir noch nicht mal ausreichende Radarkapazitäten um den Müll überhaupt zu entdecken. :(

Siehe auch: https://twitter.com/drspacejunk/status/999846276064776192
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline Schillrich

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Re: Weltraummüll
« Antwort #409 am: 25. Mai 2018, 11:31:22 »
Ein schwieriges Paper ...
Man nutzt viele, sehr unterschiedliche Inputdaten, die in ihren Aussagen teilweise weit variieren (ein einer Tabelle schwanken Annäherungsintervalle zwischen Objekten im GEO zwischen 131 Jahren und 1.234.750 Jahren, je nach Quelle ... also nicht sehr konsistente Ausgangsdaten). Im Paper ist es schwer das alles zu einer klaren, konsistenten Aussage zusammenzusetzen. Wenn ich so viele unterschiedliche Daten habe, kann/darf/muss ich die alle in mein Modell einbauen? Wie sensitiv reagiert das Modell auf meine Datenauswahl? Wie valide ist die Aussage?
Man kommt dann hier zu erhöhten Ergebnissen. Aber welche Auswirkungen haben diese? Sind "alle vier Jahre" schlimm, oder kann man damit leben? Wo ist die Grenze, ab wenn es Gefahr ist? Das bleibt alles unklar im Artikel.



@Tobi
Zitat
Devised exponential mapping to merge 6 new estimates with 11 other research results
Zitat
Exponentielle Kartierung entwickelt, um 6 neue Schätzungen mit 11 anderen Forschungsergebnissen zusammenzuführen.

Das meint was anderes. Man hat hier eine mathematische Abbildung entwickelt, um die unterschiedlichen Datensätze zusammenzuführen und nutzen zu können. Man extrapoliert mit einem Exponentialgesetz in den Daten ...
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Offline Schillrich

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Re: Weltraummüll
« Antwort #410 am: 14. Juni 2018, 06:40:05 »
Ich habe gerade eine Studie zu "Weltraummüll durch Feststoffantriebe" gesehen. Eine große Quelle für Verbrennungs-/Schlackereste im LEO zwischen 1980 und 1990 waren Rückkehrkapseln für optische Aufklärungssatelliten aus der Sowjetunion (Zenit, Yantar, Orlet). Es gab ca. 1000 gezündete Motoren. Jede Kapsel hatte ihren eigenen Motor.
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Offline Progress100

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Re: Weltraummüll
« Antwort #411 am: 14. Juni 2018, 07:50:40 »
Ich habe gerade eine Studie zu "Weltraummüll durch Feststoffantriebe" gesehen. Eine große Quelle für Verbrennungs-/Schlackereste im LEO zwischen 1980 und 1990 waren Rückkehrkapseln für optische Aufklärungssatelliten aus der Sowjetunion (Zenit, Yantar, Orlet). Es gab ca. 1000 gezündete Motoren. Jede Kapsel hatte ihren eigenen Motor.
Das positive an der Sache: sie hatten keine lange Lebensdauer, sind meist nach wenigen Tagen verglüht.

Offline MpunktApunkt

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Re: Weltraummüll
« Antwort #412 am: 14. Juni 2018, 07:55:46 »
Ich habe gerade eine Studie zu "Weltraummüll durch Feststoffantriebe" gesehen. Eine große Quelle für Verbrennungs-/Schlackereste im LEO zwischen 1980 und 1990 waren Rückkehrkapseln für optische Aufklärungssatelliten aus der Sowjetunion (Zenit, Yantar, Orlet). Es gab ca. 1000 gezündete Motoren. Jede Kapsel hatte ihren eigenen Motor.
Das positive an der Sache: sie hatten keine lange Lebensdauer, sind meist nach wenigen Tagen verglüht.

Gilt das auch für die Verbrennungsrückstände, die nach "oben" aus der Kapsel gefeuert wurden?  ::)
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Offline Progress100

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Re: Weltraummüll
« Antwort #413 am: 14. Juni 2018, 13:58:52 »
Ich habe gerade eine Studie zu "Weltraummüll durch Feststoffantriebe" gesehen. Eine große Quelle für Verbrennungs-/Schlackereste im LEO zwischen 1980 und 1990 waren Rückkehrkapseln für optische Aufklärungssatelliten aus der Sowjetunion (Zenit, Yantar, Orlet). Es gab ca. 1000 gezündete Motoren. Jede Kapsel hatte ihren eigenen Motor.
Das positive an der Sache: sie hatten keine lange Lebensdauer, sind meist nach wenigen Tagen verglüht.

Gilt das auch für die Verbrennungsrückstände, die nach "oben" aus der Kapsel gefeuert wurden?  ::)
Lässt sich schlecht erfassen. Aber da die Zündung gegen die Flugrichtung erfolgt, denk ich, dass sie ebenfalls nicht lange existiert haben.
Diese Satelliten operierten ca. in einem 180km/350km Orbit. Ohne Bahnanhebungen wären sie sowieso innerhalb von 4 Wochen in die dichteren Schichten gelangt und verglüht.

Offline Schillrich

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Re: Weltraummüll
« Antwort #414 am: 14. Juni 2018, 14:37:38 »
Gerade da die Zündung gegen die Flugrichtung ist, kommen die ausgestoßenen Reste ja auf höhere Bahnen, während die gebremste Kapsel absinkt.
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Offline Schillrich

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Re: Weltraummüll
« Antwort #415 am: 25. September 2018, 09:26:05 »
Laut "Orbital Debris Quaterly News" hat sich am 17 August eine CZ-4C-Oberstufe auf ihrem Orbit (1206km x 997km, 100.5°) zerlegt. Man verfolgt 6 Bruchstücke. Die Stufe stammt vom Start von Yaogan-19.

Im Mai hat sich der 48. SL-12 "ullage motor" SOZ einer Proton zerlegt auf seinem Orbit (18929km x 602km, 65,1°) in meh als 60 Teile zerlegt. Er gehörte zur Oberstufe Block DM eines 2010er-Starts für GLONASS.
Für die SOZ hat man erkannt, dass sie wenige Tage vorher beginnen auszugasen, was man u.a. an einer sich ändernden Rotation feststellen kann.
« Letzte Änderung: 25. September 2018, 12:14:30 von Schillrich »
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Offline AN

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Re: Weltraummüll
« Antwort #416 am: 25. September 2018, 11:17:46 »
...
... Für die SOZ hat man erkannt, dass sie wenige Tage beginnen auszugasen, was man u.a. an einer sich ändernren Rotation feststellen kann.
Hallo Daniel!

Wenige Tage nach dem Start, oder wenige Tage vor dem Zerleger?

Axel

Offline Schillrich

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Re: Weltraummüll
« Antwort #417 am: 25. September 2018, 12:14:00 »
Ui ... da habe ich zu schnell getippt. Es sind wenige Tage vor dem Auseinanderbrechen/Zerplatzen.
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Offline rok

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Re: Weltraummüll
« Antwort #418 am: 31. Oktober 2018, 13:43:01 »
M. Khan hat die Fa. Astroscale (Singapur) vorgestellt:
http://astroscale.com/

"Astroscale: der erste kommerzielle Dienstleister fürs Weltraumputzen"
https://scilogs.spektrum.de/go-for-launch/astroscale-der-erste-kommerzielle-dienstleister-fuers-weltraumputzen/

Der erste Demoflug mit dem Einfang eines vorher ausgesetzten Zielobjekts soll im frühen 2020 erfolgen. Astrologs setzt dabei auf das Koppeln mittels eines Elektromagneten, der sich an einer Stahlplatte fixiert, mit der zukünftig jeder Satellit ausgestattet werden sollte.
Der Vorteil dieses Verfahrens wäre, dass man sich jederzeit wieder lösen kann und erneute Versuche hat, falls es beim ersten Kontakt nicht richtig funktioniert hat. Außerdem ist die Gefahr einer Beschädigung des Zielsatelliten und damit die versehentliche Erzeugung von zusätzlichem Debris sicherlich geringer, als beim Einsatz einer Harpune oder eines großen Netzes.

Die Satelliten haben den Arbeitsnamen ELSA (End of Live Services by Astroscale), gestartet werden soll der Demosatellit (ELSA-d) in einem Cluster auf einer Sojus.

http://www.spacetechasia.com/astroscales-elsa-d-satellite-to-launch-via-glavkosmos-in-2020/




Offline Schillrich

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Re: Weltraummüll
« Antwort #419 am: 16. November 2018, 07:49:17 »
Aktueller Bericht zum Müll im Orbit:
https://orbitaldebris.jsc.nasa.gov/Quarterly-News/pdfs/ODQNv22i4.pdf

Nachtrag zum August. Zusätzlich zur CZ-4C-Obserstufe (s.o.) gab es noch zwei weitere Ereignisse:

  • Im August hat sich ein weiterer "ullage motor" SL-12 einer Proton im Orbit zerlegt: Glonassstart COSMOS 2417-2419 aus 2005. Man verfolgt ca. 20 entdeckte Bruchstücke. Nach Katalog verbleiben noch 35 SL-12 im Orbit, die sich zerlegen können/werden.
  • Im August hat sich die Centaur-Oberstufe von USA 257 CLIO aus 2014 zerlegt. Man verfolgt 70 entdeckte Objekte.

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