In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #003 vom 15. Dezember 2001

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In Space - The Raumfahrer.net

Inhalt

Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks   

 

"In Space Newsletter"
Ausgabe #003


> Updates:
Updates / Umfrage

> News:
Astronomie- und Raumfahrtnews

> Space Focus:
Neptun, der achte Planet

> HotSpot:
Transhab - Die aufblasbare Raumstation

> ISS:
Weekly Report

> Surftipp:
Astronomy Picture of the Day

> InDetail:
Kuiper-Gürtel

> Impressum:
Disclaimer & Kontakt

      Intro von Karl Urban 

Verehrte Leserinnen und Leser,

es ist spät und ich bin müde. Eigentlich gibt es nur einen Grund, warum ich noch wach bin: Sie. Natürlich möchte ich Ihnen noch den neuen In Space Newsletter präsentieren, bevor ich ins Bett gehe. Um es kurz zu machen, verabschiede ich mich. Wir freuen uns wie immer über Ihre Kommentare und Anregungen.

            Karl Urban
            Chefredakteur "In Space - The Raumfahrer.Net"


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Umfrage
: Befürworten Sie Kürzungen bei anderen NASA-Forschungsmissionen zugunsten einer Pluto-Sonde?

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      Umfrage / Updates

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      News

» Virtuelles Observatorium
» Neue Erkenntnisse über den Jupitermond Io
» Woher kommt die "schwarze Aurora"?
» Mission erfolgreich beendet
» Treibhauseffekt unter der Lupe
» Perfekte Bilder via Laserlink

» Virtuelles Observatorium
14. Dezember 2001 - Unter der Bezeichnung "Astrophysikalisches Virtuelles Observatorium" (AVO) wird eine neue europäische Initiative gestartet, die den Astronomen atemberaubende Möglichkeiten für neue Entdeckungen eröffnet.
Sie soll es ihnen gestatten, die Daten sowohl boden- als auch weltraumgestützter Teleskope aus Beobachtungen über den gesamten Wellenlängenbereich - von der hochenergetischen Gammastrahlung über das Ultraviolett- und sichtbare Licht bis hin zur Infrarot- und Radiostrahlung - nahtlos miteinander zu vereinen.
Ziel des AVO ist, den Astronomen sofortigen Zugriff auf die riesigen Datenbanken zu gewähren, die gegenwärtig von Observatorien in aller Welt aufgebaut werden und zusammen gewissermaßen einen "digitalen Himmel" bilden.
Mit dem AVO werden die Astronomen beispielsweise in der Lage sein, die flüchtigen Spuren des Vorbeiflugs eines Asteroiden an der Erde ausfindig zu machen, hieraus seine künftige Bahn abzuleiten und vielleicht vor einem etwaigen Aufschlag zu warnen. Wenn ein Riesenstern am Ende seines Lebens in einer gewaltigen Explosion - "Supernova" genannt - auseinanderfliegt, können sie den digitalen Himmel durchsuchen und den Stern kurz vor seiner Explosion lokalisieren, womit sich unschätzbare Daten in die Forschung über die Entwicklung der Sterne einbeziehen lassen.
Da moderne Observatorien den Himmel ständig beobachten, sammeln sich in ihren Digitalarchiven pausenlos Daten an. Die Wachstumsrate ist eindrucksvoll: Schon stehen den Wissenschaftlern viele Hundert Terabyte Daten zur Verfügung, was Trillionen Bildpunkten entspricht! Der reale Himmel wird in den Datenbanken digital rekonstruiert. Umfang und Vielfalt der den Astronomen zugänglichen Daten und Informationen sind überwältigend.
Damit stellt sich das Problem, wie die Astronomen diese Datenflut bewältigen, verteilen und auswerten können. Die Antwort bietet das Astrophysikalische Virtuelle Observatorium, das den Himmel "online" erschließt.
Die AVO-Initiative ist ein von der Europäischen Kommission im Rahmen ihres Programms für Forschung und Technologische Entwicklung (FTE) finanziertes dreijähriges Vorhaben zur Auslegung und Implementierung eines virtuellen Observatoriums für die europäischen Astronomen. Die Kommission hat hierfür einen Vertrag im Wert von 4 Millionen Euro vergeben, der seit 15. November 2001 läuft. Das AVO soll die Software-Werkzeuge bereitstellen, die Astronomen über das Internet den Zugriff auf Archive mit Daten unterschiedlicher Wellenlängenbereiche ermöglichen und sie somit in die Lage versetzen, unter Durchsuchung des digitalen Himmels grundlegende Fragen über das Universum zu lösen. "Reale" Himmelsdurchmusterungen vergleichbaren Umfangs wären nicht nur sündhaft teuer, sondern würden auch viel zu lange dauern.
Die Notwendigkeit virtueller Observatorien wurde auch von den Astronomen in anderen Teilen der Welt erkannt. Die Nationale Wissenschaftsstiftung in den USA hat 10 Millionen US-Dollar (11,4 Millionen Euro) für ein Nationales Virtuelles Observatorium (NVO) bereitgestellt. Das AVO-Projektteam hat enge Verbindungen zum NVO-Team geknüpft, und jedes Team ist in den Ausschüssen des anderen vertreten. Sowohl seitens des NVO als auch des AVO sind sich die Astronomen bewußt, daß das Konzept des virtuellen Observatoriums an sich keine Grenzen kennt und alle Astronomen auf ein wahrhaft weltumspannendes virtuelles Observatorium hinarbeiten sollten, das dank der Fülle astronomischer Daten in der wachsenden Zahl erstklassiger internationaler astronomischer Archive wissenschaftliche Forschung in völlig neuem Maßstab gestatten dürfte.
Am AVO sind sechs Partnerorganisationen unter der Federführung der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Garching bei München beteiligt. Die anderen Partner sind die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das britische ASTROGRID-Konsortium, das vom französischen CNRS unterstützte Centre de Données Astronomiques de Strasbourg (CDS) an der Louis-Pasteur-Universität Straßburg, das ebenfalls vom CNRS unterstützte TERAPIX-Datenzentrum am Institut für Astrophysik in Paris und das Jodrell Bank Observatory an der Universität Manchester.
(
la - Quelle: ESA)

» Neue Erkenntnisse über den Jupitermond Io
13. Dezember 2001 - Die Raumsonde "Galileo" hat während zweier Vorbeiflüge am Jupitermond Io im August und Oktober umfangreiche Beobachtungsdaten über diesen vulkanisch aktivsten Himmelskörper unseres Sonnensystems gesammelt. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt die Erkenntnis, daß Io zwar viel Lärm und elektrische Ströme produziert, aber trotz eines metallenen Kerns über kein eigenes Magnetfeld verfügt.
Die bereits sechs Jahre lang den Jupiter umkreisende "Galileo"-Sonde ist Io in diesem Jahr näher als je zuvor gekommen, als sie im August und Oktober Nord- und Südpolarregion in weniger als 200 km Höhe überflogen hat. Bei der Auswertung der nach den Vorbeiflügen zur Erde übermittelten Daten haben Wissenschaftler festgestellt, daß als Folge der intensiven vulkanischen Aktivität auf Io starke akustische Wellen zu verzeichnen sind.Während die Polarregionen des Mondes überflogen wurden registrierten die Meßinstrumente der Raumsonde eine sehr schnelle und starke Steigerung der Dichte von geladenen Teilchen. Die gemessenen Werte stiegen plötzlich auf den zehnfachen Wert an, um nach Durchquerung einer Zone hoher Teilchendichte ebenso schnell wieder abzufallen. Diese Zone ist dort angesiedelt, wo Elektronen und Ionen aus Ios dünner Atmosphäre aufsteigen und Feldlinien folgen, die von Jupiters starkem Magnetfeld ausgehen und durch Io hindurchführen. Bereits 1999 konnte "Galileo" bei einem Vorbeiflug erste Anzeichen einer höheren Dichte geladener Teilchen über den Io-Polen entdecken, doch erst jetzt war es möglich den Nachweis zu führen, daß diese Zone mit den Magnetfeldlinien zwischen Jupiter und Io zusammenhängt.Das wichtigste Ziel der beiden Io-Vorbeiflüge in diesem Jahr war jedoch die Klärung der Frage, ob Io ein eigenes Magnetfeld generiert. "Es gibt kein intrinsisches [Magnet-] Feld", so Dr. Margaret Kivelson, eine an der Datenauswertung beteiligte Wissenschaftlerin der Universität von Kalifornien (USA). "Wie können diese Frage als erledigt ablegen." Diese Feststellung bedeutet, daß der flüssige metallene Kern von Io nicht durch Strömungen aufgrund von Temperaturunterschieden (Konvektion) umgewälzt wird, was bei unserem Planeten die Ursache für die Existenz des Magnetfeldes ist. Das Fehlen der Konvektion im Io-Kern läßt weiterhin ein Modell plausibel erscheinen, wonach eine zentrale Wärmequelle im Kern von Io fehlt (bei der Erde ist dies radioaktives Material) und Wärme alleine von Außen durch tektonische Bewegungen aufgrund der Jupiter-Gravitation dem Kern zugeführt wird.Weiterführende Informationen und Aufnahmen von Io sind auf der
Galileo-Internetsite (englisch) zu finden, mehr Fakten über das Jupitersystem bietet daneben unsere Astronomie-Rubrik
(ms - Quelle: NASA)


» Woher kommt die "schwarze Aurora"?
13. Dezember 2001 - Jeder, der in der Nähe des arktischen Kreises lebt, kennt dieses rote und grüne Leuchten, das die langen Winternächte erhellt, die Aurora.
Viel unbekannter ist die sogenannte "schwarze Aurora", ein seltsames elektrisches Phänomen, auf das dunkle Bereiche in der Aurora zurückzuführen sind.

Schwedische und britische Wissenschaftler haben mit Hilfe eines Raumfahrzeuges versucht, dieses Phänomen zu erklären. Man entdeckte, dass die "schwarze Aurora" da auftritt, wo 'Löcher' in der Ionosphäre sind. Teilchen, die eigentlich zur Ionosphäre gehören, bewegen sich in tiefere Regionen des Alls, die als positiv geladen bekannt sind. Damit gibt es das Gegenteil des Aurora-Effekts, bei dem eigentlich Teilchen aus dem All in die Atmosphäre und damit in den negativ geladenen Teil eintreten.

Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung sollen am 13. Dezember im Journal "Nature" veröffentlicht werden.
(
rk - Quelle: ESA press releases)

» Mission erfolgreich beendet
11. Dezember 2001 - Gestern gab es einen Weltraumspaziergang, von der, an der ISS angedockten, Endeavour aus.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Störungen mit den Sonnensegel kam und deswegen schon öfters der Strom auf der ISS ausgefallen ist, gab es gestern einen Weltraumspaziergang zur vorbeuge dieses Problems. Durchgeführt wurden die Arbeiten von den amerikanischen Astronauten Linda Godwin und Dan Tani. Ihre Aufgabe bestand darin den Motor; der für das drehen der Sonnensegel verantwortlich ist, mit einer besseren Isolierung gegen zu starke Temperaturunterschiede zu schützen.
(
sp - Quelle: NASA Human Spaceflight)

» Treibhauseffekt unter der Lupe
10. Dezember 2001 - Der Zusammenhang zwischen Klimaveränderung und der menschlichen Zivilisation wurde in der näheren Vergangenheit zumeist unzureichend erklärt. Das soll sich ändern.
Die in den letzten Jahrzehnten beobachteten Phänomene wie Anstieg der globalen Temperatur, das Schmelzen des Polkappen und Gletscher, kürzere Winter, steigender Meeresspiegel, Flutwellen und immer mehr Hurrikans konnten bisher nur zum Teil auf menschliche Eingriffe in die Natur zurückgeführt werden. Eindeutig wurde aber die Abgabe von Treibhausgasen als ein wesentlicher Faktor der Klimaveränderung nachgewiesen.
Die Treibhausgase, hauptsächlich Wasserdampf und Kohlendioxid, spielen bei der Veränderung des Weltklimas eine entscheidene Rolle. Die Erkenntnisse über den Treibhauseffekt und seine Auswirkungen wurden im Weltraumzeitalter durch eine Vielzahl von Wettersatelliten erforscht. Einer der zur Zeit stärksten Klimasatelliten ist Envisat der ESA. Envisat wird Anfang 2002 gestartet und besitzt zehn Instrumente, um unseren sich ständig ändernen Planeten zu beobachten. Die Ergebnisse dieser Instrumente haben zu meist einen direkten Einfluss auf die Erforschung der Atmosphäre und der Klimaveränderung.
(
ku - Quelle: ESA)

» Perfekte Bilder via Laserlink
09. Dezember 2001 - Am 30. November verbanden erstmals zwei Satelliten mit einem Laser zum schnelleren Datenaustausch mit der Bodenstation. Das jetzt vorgestellte Ergebnis ist einwandfrei.
Das System mit dem Namen SILEX besteht aus dem Opale-Terminal im SPOT 4 Satelliten. Es wurde in enger Zusammenarbeit von der ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelt. Gebaut wurde das Gerät vom deutschen Raumfahrtproduzenten Astrium und weiteren 20 europäischen Unternehmen. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt hierbei bei 50 Megabits pro Sekunde (die von T-DSL liegt bei 0,7 Megabits!). Der Artemis-Satellit, der die Aufnahme tätigte, sendet sie weiter an SPOT 4, der sie wiederum an eine Bodenstation in Toulouse (Frankreich) sendet. Die letzte Datenübertragung zur Erde geschieht allerdings auf dem herkömmlichen Weg eines Radiosignals mit 20 GHz.
(
ku - Quelle: ESA)

 
 

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      Space Focus: Neptun, der achte Planet von Karl Urban 

Neptun, der achte Planet des Sonnensystems, wurde nicht am Teleskop, sondern am Schreibtisch "entdeckt". Dabei entdeckte man eigentlich nur eine störende Masse, die auf einen weiteren großen Planeten schließen ließ. So berechneten John Couch Adams und Urbain Jean Joseph Leverrier unabhängig voneinander die Uranusbahn. Gottfried Galle und sein Assistent Heinrich D'Arrest fanden ihn schließlich nahe der berechneten Position am 23. September 1846.

Bahn des Neptun
Neptun läuft in 165 Jahren einmal um die Sonne - auf einer annähernd kreisförmigen Bahn. Er hat mit 49424 km Durchmesser eine ähnliche Größe wie Uranus. Im gleichen Jahr wie Uranus wurde auch sein erster Mond - Triton - entdeckt. Den zweite Trabant fand man 1949, Voyager 2 fand beim Vorbeiflug 1989 sechs weitere.

Zusammensetzung und Aufbau
Die Atmosphäre des Gasriesen besteht - wie für diese Planetenklasse üblich - hauptsächlich aus den Gasen Wasserstoff und Helium. Außerdem sind Methan und Ammoniak nachgewiesen worden. Die Farbe des Planeten ist ein helles blau. Besonders auffällig an der Neptunatmosphäre sind weiße Wolken, die sich der Sonde Voyager zwei zeigten, sowie ein große dunkler Fleck (gigantischer Wirbelsturm) ähnlich wie beim Jupiter. In 16 Stunden und 3 Minuten rotiert Neptun um sich selbst. Der große dunkle Fleck rotiert in nur 18 Stunden um den Planeten. Dies ist ein Indiz für gewaltige Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre. Bei Beobachtungen des Hubble Space Telescope 1995 ließ sich der große dunkle Fleck allerdings nicht mehr aufspüren. Die Neptunatmosphäre hat eine Temperatur von etwa -190°C, was ausreicht, dass Methan Flocken bilden kann und zur Bildung der weißen Wolken beiträgt.
Neptun besitzt wie Saturn und Uranus ein Ringsystem, das aber eher vergleichbar mit den ebenfalls unscheinbaren Ringen des Uranus ist.

Weitere Infos zu Neptun, seinen Monden und den anderen Planeten finden Sie in unserer Astronomie-Rubrik auf Raumfahrer.net.

 
 

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      HotSpot: Transhab - Die aufblasbare Raumstation von David Langkamp 

Während bisher alle Module der Raumstationen aus festen metallischen Werkstoffen erstellt wurden, könnte sich dies mit dem Transhab Wohnmodul der NASA ändern. Als erstes aufblasbares Modul könnte Transhab 6 Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation als Lebensraum im Orbit dienen. Von den Schlafzimmern bis zum Fitnessraum würde das Modul ihnen so einen angenehmen und sicheren Aufenthalt an Bord der ISS ermöglichen.

Aufgrund ihrer Bauweise sind aufblasbare Module sehr leicht und benötigen weitaus weniger Stauraum an Bord der Trägerrakete und böten so für eine Reise zum Mars sowie dem Aufenthalt dort großes Potential.

Entfaltet wäre das Transhab an der ISS dreimal größer als die anderen Module und würde somit den Stauraum der ISS verdoppeln. Der Aufbau aus mehreren dutzend verschiedener Materialschichten macht das Transhab sehr stabil. Tests zeigten, dass es Schutz vor Weltraummüll-Einschlägen mit mehr als 15 500 Meilen die Stunde bietet. Durch das innovative Hüllendesign würden Projektile mit einem Durchmesser von 2/3 inch nicht einmal die innere Kevlarschutzschicht der Hülle erreichen. Aus diesem superstarken Kevlar bestehen übrigends auch schusssichere Westen.

Das Transhab Konzept entstand 1997 am Johnson Space Center der NASA auf der Suche nach einem möglichen Design für Wohnmodule auf einem Transit zum Mars.Die Vorteile für den Einsatz als Modul auf der ISS wurden schnell erkennbar und die Entwicklung auf dieses Einsatzgebiet fokusiert.
Im Septemer 1998 wurde das Transhab in einem gigantischen Wassertank des JSC getestet. Im November folgte dann ein Test in der riesigen Vakuumkammer des JSC - einer der größten der Welt.

Die aus fast 2 Dutzend Schichten bestehende Hülle des TransHabs ist stärker als Metall. Mit einer Dicke von etwa einem drittel Meter kann sie Einschlägen mit der 7-fachen Geschwindigkeit von Kugeln standhalten. Die Hülle ist so gebaut, dass Körper immer mehr an Energie verlieren, je tiefer sie einschlagen. Einige Schichten sind aus super-festem Kevlar gefestigt. Die äußeren Schichten schützen die inneren, welche aus einem Radiergummi-ähnlichen Material bestehen und die Luft im Modul halten. Auch den extrem Temperaturen im Weltraum soll die Hülle in dieser Form standhalten können.

Leider ist die Finanzlage der NASA zur Zeit sehr angespannt, was auch das Transhab Projekt gefährdet.

 
 

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      ISS Weekly Report von Raphael Kallensee 

In dieser Woche ereigneten sich an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) viele Dinge. Nach dem Andocken des Shuttles und einigen ersten Vorbereitungen auf die Mission startete der Prozeß des Crewaustausches: nach und nach wurde die "Expedition Three"-Crew durch die neue "Expedition Four"-Crew ersetzt.

Mit Hilfe des Roboterarms des Shuttles wurde das Logistikmodul "Raffaello" aus der Ladebucht des Shuttles gehoben und an einen Andockport am "Unity"-Modul befestigt. Darauf begann die Crew, 3 Tonnen an Versorgungsgütern wie Kleidung, Nahrung, wissenschaftliches und technisches Equipment auszuladen und auf der Station zu verstauen.

Anfang der Woche nahm man sich dann frei, um noch einmal den Opfern der Terroranschläge am 11. September zu gedenken. Allein 6000 kleine US-Flaggen wurden im Shuttle mit ins All gebracht: sie sollen beim Abdocken in den Weltraum gestreut werden.

Dann wurde es aber Zeit für die letzten Vorbereitungen auf den Weltraumspaziergang, bei dem Anfang der Woche ein Hitzeschutz an den Solarzellen angebracht wurde. Er soll die Überhitzung der Motoren verindern, die für die effektivste Neigung der Solarflächen entsprechend der Sonneneinstrahlung sorgen müssen. Nach dem erfolgreichen Verlauf des Weltraumspaziergangs begann auch eine Serie von drei Reboosts, bei denen man die Station mit Hilfe der Shuttle-Triebwerke in einen höheren Orbit schob.

Gegen Ende der Woche beschloß man dann, die Mission um einen Tag zu verlängern, um genüged Zeit für die Erfüllung der verbleibenden Aufgaben zu haben. Die Crew begann mit der Wartung und Kontrolle der Stationssysteme. Ein Air-Conditioning-System im Zvezda-Modul wurde ausgewechselt. Auch das Ausladen des "Raffaello"-Moduls machte Fortschritte: nachdem das Equipment auf der Station war, begann man mit dem Befüllen des Vehikels mit Müll und nicht mehr benötigten Gegenständen, die dann wieder zurück zur Erde fliegen, um dort entsorgt zu werden. Nachdem diese Arbeiten beendet wurden, konnte das Logistikmodul von der Station getrennt und wieder in der Ladebucht des Shuttles platziert werden.

Gegen Ende der Woche war dann auch der Crewtausch vollständig abgeschlossen. Während zwei Zeremonien wurde das vollständige Kommando an die "Expedition Four"-Crew übergeben.

Related Links:
Internationale Raumstation

 
 

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      Surftipp: Astronomy Picture of the Day von Michael Stein 

Jeden Tag stellt die NASA auf dieser Website ein Foto aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt vor, zu dem ausführliche Erläuterungen geboten werden. Die großformatigen Fotos - seltener sind es auch Fotomontagen oder Grafiken - stehen oft in Bezug zu aktuellen Raumfahrtmissionen, neuen Forschungsergebnissen oder astronomischen Ereignissen.
 
Die informativen (englischsprachigen) Erläuterungstexte sind gespickt mit weiterführenden Links, so daß diese Website ein sehr guter Ausgangspunkt für weiterführende Recherchen bildet. Das Archiv erlaubt chronologisch sortiert den Zugriff auf alle seit Mitte 1995 veröffentlichten Fotos dieser Internetsite. Darüberhinaus bieten die Volltext-Suchfunktion sowie der thematisch strukturierte Index die Möglichkeit, gezielt nach Bildern zu bestimmten Himmelskörpern oder Themenkomplexen zu suchen.

Das Astronomy Picture of the Day finden Sie hier.

 
 

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      InDetail: Kuiper-Gürtel von Michael Stein 

Nachdem verschiedene Astronomen bereits in den 40er Jahren vermutet haben, daß sich jenseits der Neptunbahn ein Gürtel mit asteroidenähnlichen Objekten befinden könnte, formulierte der Gerhard Kuiper 1951 weitergehende Überlegungen zur Existenz eines solchen Gürtels. Nachdem diese Theorie jahrzehntelang keine weitere Beachtung gefunden hatte, wurde sie durch die Bahnbeobachtungen kurzperiodischer Kometen (mit einer Orbitperiode von maximal 200 Jahren) in den 80er Jahren zunehmend populärer. Es stellte sich heraus, daß die beobachteten Bahnen vieler Kometen dieser Gruppe am einfachsten zu erklären waren, wenn man von der Existenz eines abgeflachten "Kometenreservoirs" an der Ekliptikebene jenseits von Neptun ausging.
 
Im Jahr 1992 gelang die erste direkte Beobachtung eines "Kuiper Disk-Objektes" (KDO). Der planetenähnliche Himmelskörper "1992QB1" hat einen Durchmesser von ca. 250 km und ist damit und den bisher entdeckten eines der größeren Kuiper Disk-Objekte. Man geht heute davon aus, daß der Kuiper-Gürtel bis zu einer Entfernung von ca. 50 AE (= Astronomische Einheiten, ca. 150 Mio. km) reicht. Die Gesamtzahl aller KDOs liegt nach neuesten Schätzungen bei etwa 250 Millionen, die zusammen über 10 bis 30 Prozent der Erdmasse verfügen sollen. Aufgrund der exzentrischen Umlaufbahn und anderer typischer Merkmale sehen viele Astronomen mittlerweile auch Pluto nicht mehr als einen Planeten, sondern als größtes bisher entdecktes Mitglied des Kuiper-Gürtels an.
 
Durch Störungen, die von den äußeren Planeten unseres Sonnensystems und hierbei besonders von Neptun ausgehen, gelangen immer wieder einzelne KDOs vom Kuiper-Gürtel in das innere Sonnensystem, wo sie dann als Kometen in Erscheinung treten. Für die Astronomen ist der Kuiper-Gürtel so interessant, weil die KDOs "unverfälschtes" Material aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems darstellen. Die NASA prüft derzeit die Realisierung einer Pluto-Mission unter dem Namen "New Horizon", die nach der Pluto-Passage auch Beobachtungsdaten über KDOs sammeln soll. Falls diese Mission zustande kommt, ist die Ankunft bei Pluto bis 2020 vorgesehen.

 
 

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"In Space Newsletter" #003

Erscheinungsdatum:
15. Dezember 2001
Auflage: 285 Exemplare


Herausgeber und V.i.S.d.P.:
Jens Renner

Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein

Redaktionsleitung:
David Langkamp

Redaktion:
Christian Ackermann
Raphael Kallensee
Meik Lampmann (Space-Weltraum.de)
Sven Piper (Astris.de)

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