|
"In Space Newsletter" Ausgabe #005
> Updates:
Updates / Umfrage
> News:
Astronomie- und Raumfahrtnews
> Space Focus:
Jahresrückblick 2001
> HotSpot:
Das Weltraum-Jahr 2002
> ISS:
Weekly Report
> Surftipp:
Unternehmen Apollo
> InDetail:
Swing-by-Effekt
> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
|
Verehrte Leserinnen und Leser,
das Jahr 2001 liegt in seinen letzten Zügen. Der Weihnachtsstress ist überstanden und man bereitet sich langsam aber sich mental auf das neue Jahr vor. Doch man sollte auch zurückschauen. Im August 2001 startete das Raumfahrtportal Raumfahrer.Net. Seither steigerten sich die Besucherzahlen mit der Qualität des Auftritts. Mittlerweile kann man mit Recht sagen, das Raumfahrer.Net zu den großen deutschsprachigen Raumfahrtseiten gehört. Vielen Dank dafür an die gesamte ISRN-Redaktion!
Auch in dieser Ausgabe des "In Space Newsletters" wollen wir einen Blick zurück werfen und nocheinmal alle Ereignisse der Raumfahrt 2001 Revue passieren lassen (Space Focus). Aber auch einen Blick nach vorn sollte man werfen: Was erwartet uns 2002? Dreht sich die Erde weiter? Oder besser: Dreht sich die ISS weiter um die Erde? Michael Stein wirft einen Blick auf das Raumfahrtjahr 2002 (Hotspot). Natürlich finden Sie auch in dieser Ausgabe die News der Weihnachtsfeiertage sowie weitere Artikel.
Mit dem Blick auf die guten Vorsätze wünscht Ihnen die gesamte Raumfahrer.Net-Redaktion einen guten Start ins Jahr 2002!
Karl
Urban
Chefredakteur
"In Space - The Raumfahrer.Net"
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
Space Focus: Jahresrückblick 2001 |
von Karl Urban | |
Das Jahr 2001 liegt hinter uns - das erste des 21. Jahrhundert. Die Raumfahrt legte dabei als wohl zukunftsträchtigster Bereich der Wissenschaft etliche vielversprechende Ergebnisse vor. Neben der bemannten Raumfahrt, dem Ausbau der Internationalen Raumstation, konnten auch bei der Erforschung des Sonnensystems viele große Erfolge gefeiert werden.
Jupiter, Mars und Asteroidengürtel
Die Raumsonde "Galileo" umkreist seit Jahren den Jupiter. Die Mission der Sonde hat ihre geschätzte Länge bei weitem überschritten. So war es auch nicht geplant, dass im Januar 2001 zum ersten Mal in der Geschichte zwei Sonden den Jupiter unter die Lupe nahmen: "Cassini", ein amerikanisch-europäisches Gemeinschaftsprojekt, näherte sich auf ihrem Weg zum Saturn dem Jupiter - und damit auch "Galileo". "Galileo" lieferte 2001 noch viele Bilder von Jupiter und seinen Monden; die Raumsonde wird voraussichtlich erst 2003 in der Atmosphäre des Gasriesen verglühen. "Cassini" trifft im Jahr 2004 am Saturn ein.
Zwei weitere spektakuläre Raumsonden hatten schon in den vergangenen Jahren einen anderen Bereich des Sonnensystems erforscht, den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. "NEAR" umkreiste mit guten Resultaten den großen Asteroiden Eros. Das spektakuläre Ende der Mission markierte das Aufsetzen von "NEAR" auf Eros. Obowhl die Sonde nicht als Lander konstruiert worden war, sendete sie bis zum Schluss und sogar noch nach dem Aufsetzen Daten zur Erde. "Deep Space One" testete zwölf zukunftsträchtige Raumfahrttechnologien - darunter den Ionenantrieb - und übertraf ebenfalls bei weitem die geplante Missionslänge. Erst im Dezember 2001 erklärte die NASA die Mission für beendet.
Im Jahr 1999 verlor die NASA bei ihrem Marsforschungsprogramm den Lander "Mars Surveyor" sowie zwei Mikrolander. Das Marsprogramm der Weltraumorganisation musste überarbeitet werden. 2001 startete zwar eine neue Marssonde, allerdings in kleinerer Form als ursprünglich geplant. Zu Beginn des Jahres hatte die bis dato einzige aktive Raumsonde am roten Planeten "Mars Climate Orbiter" noch einmal für positive Ergebnisse gesorgt. Sie hatte mehr Daten über den Mars gesammelt als alle Raumsonden vorher. "2001 Mars Odyssey" brach nun auf um den "Climate Orbiter" abzulösen. Nach erfolgreichem Start erreichte die Sonde im Oktober den roten Planeten. Befürchtungen, die Mission könnte wie die von 1999 ein schnelles Ende nehmen, bewahrheiteten sich nicht. "2001 Mars Odyssey" begann den Mars zu umkreisen und durch das sogenannte "Aerobraking"-Manöver langsam seine Geschwindigkeit zu reduzieren. Erste Tests der Instrumente waren erfolgreich. Damit ebnet der Orbiter auch den Weg für neue Marslander in den nächsten Jahren.
Trümmer im Pazifik
Für viele Raumfahrt-Fans war es ein trauriges Bild, als im März 2001 die nicht verglühten Reste der Raumstation "Mir" in den Südpazifik stürzten. Die "Mir" hatte dreizehn Jahre lang die Erde umkreist und viele Erfahrungen für die bemannte Raumffahrt - wie dem Aufbau und Betrieb der ISS - geliefert.
Die "Mir" wurde mit Hilfe der Triebwerke eines unbemannten "Progress"-Versorgungsschiffes in eine immer geringere Höhe geschleppt, bis sie schließlich auseinanderbrach. Der größte Teil der Masse der Station verglühte daraufhin in der Atmosphäre. Befürchtungen, Trümmerteile könnten bewohntes Gebiet treffen, bewahrheiteten sich nicht. Der Absturz musste von den russischen Weltraumingenieuren genaustens berechnet werden, der kleinste Fehler hätte fatale Auswirkungen haben können. Daher beweist das Ende der russischen Raumstation noch einmal das unschätzbare Know-How der russischen Raumfahrt - auch für gegenwärtige Projekte.
Das Jahr der ISS
2001 lässt sich zweifelslos als erstes großes Jahr der Internationalen Raumstation beschreiben. Seit Oktober 2000 war die Station permanent bemannt. Im Januar startete das erste Forschungsmodul zur ISS. Das amerikanische "Destiny"-Modul wurde erfolgreich installiert und aktiviert. Bereits einen Monat später konnte man die Montage des stationseigenen Roboterarms "Canadarm 2" vermelden.
Im März ereignete sich die erste gravierende Panne an Bord der jungen Station: Der Hauptcomputer sowie beide Backup-Rechner fielen zeitgleich aus und der Kontakt mit der Bodenstation riss ab. Erst nach tagelangen Wartungsarbeiten und nach dem Beschaffen von Reparaturhardware konnte der gewohnte Betrieb auf der ISS weitergehen. Mit dem letzten wichtigen Montageeinsatz wurde das Modul "Pirs" installiert. "Pirs" enthält eine Luftschleuse, die es der ISS-Besatzung ermöglicht, auch ohne ein angedocktes Shuttle Weltraumspaziergänge zu unternehmen.
Eine weitere Panne passierte im Dezember, als ein Gummiring das Andocken eines unbemannten russischen Versorgungsraumschiffs verhinderte. Der Ring musste von Astronauten entfernt werden, daraufhin setzte man das Dockingmanöver fort.
Trotz einiger Probleme, die man sonst nur von der altersschwachen Raumstation "Mir" kannte, ist das Jahr 2001 ein großer Erfolg für die ISS und die am Bau beteiligten Staaten. Obwohl es einige Erfolge zu verzeichnen gab und der Ausbau der Station stetig vorangeht, wird die Frage laut, ob die ISS wirklich in dem Maße aufgebaut und finanziert werden kann wie geplant. Aufgrund von Budgetproblemen der NASA ist die ISS dabei, sich in ein Problemkind der Raumfahrt zu verwandeln.
Related Links:
New Millennium Program Homepage der NASA
2001 Mars Odyssey Sonderseite
German Mir Web
Internationale Raumstation
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
HotSpot: Das Weltraum-Jahr 2002 |
von Michael Stein | |
Nach dem Rückblick auf das abgelaufene Jahr wollen wir Ihnen in diesem Hotspot einen Überblick verschaffen, was für die nächsten zwölf Monate an interessanten Forschungsmissionen und Space Shuttle-Flügen "in der Pipeline steckt". Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann und will diese Übersicht allerdings nicht erheben.
Internationale Raumstation (ISS)
Ungeachtet der Finanzierungsprobleme, die das Engagement der NASA bei der Internationalen Raumstation in dem ursprünglich geplanten Umfang massiv in Frage stellen, wird der Ausbau der ISS zumindest noch 2002 ohne Abstriche fortgesetzt werden. Nach den erheblichen Erweiterungen, die die ISS in den vergangenen zwölf Monaten erfahren hat, ist das kommende Jahr allerdings durch einen eher überschaubar zu nennenden Ausbau der Raumstation gekennzeichnet. Der aktuelle Planungsstand sieht zunächst einmal die halbjährlich erforderlichen "Taxi-Flüge" zum Austausch der als Rettungskapsel fungierenden, permanent an der ISS angedockten "Soyuz"-Raumkapseln vor. Dabei wird voraussichtlich im April der zweite "Weltraumtourist" während eines solchen Fluges mitgenommen werden.
Weiterhin wird es im kommenden Jahr fünf Shuttle-Flüge zur Raumstation geben. Im Mai beziehungsweise August werden dabei die ISS-Besatzungen ausgetauscht, und jeder Flug transportiert darüber hinaus Nahrungsmittel, Verbrauchsgüter und Ersatzteile zur ISS. Das Jahr 2002 bringt eine Erweiterung der Station durch wesentliche Teile der zentralen Trägerstruktur, die in mehrere Komponenten unterteilt im Laufe des Jahres fast vollständig in den Orbit transportiert werden wird. Später einmal soll ein mobiler Roboter auf dieser Trägerstruktur entlangfahren, um Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen; auch Besatzungsmitglieder sollen bei Außeneinsätzen die Trägerstruktur für Ihre Fortbewegung nutzen können. Nicht zuletzt werden an ihr in den folgenden Jahren riesige Solarpanele sowie Radiatoren für die Abstrahlung überschüssiger Wärme befestigt werden.
Der für Menschen nutzbare Raum wird sich allerdings im kommenden Jahr nicht vergrößern, da keine neuen Module an der ISS angebracht werden.
Space Shuttle-Flüge
Von den insgesamt sieben für 2002 vorgesehenen Space Shuttle-Flügen werden wie zuvor beschrieben fünf zur Internationalen Raumstation führen, die damit wieder einmal das wesentliche Betätigungsfeld für die mittlerweile seit 20 Jahren fliegenden Raumfähren sein wird. Der erste Flug im neuen Jahr wird die Raumfähre »Columbia« nach fast zweijähriger Generalüberholung allerdings erst einmal zum Weltraum-Teleskop »Hubble« führen, wo eine Wartungsmission auf dem Programm steht. Der andere Shuttle-Flug im nächsten Jahr, dessen Ziel nicht die ISS ist, wird eine Forschungsmission sein, die mehr als zwei Wochen dauern und verschiedenste Experimente umfassen wird. Bei dieser Mission wird das Forschungsmodul »SPACEHAB« in der Ladebucht der Raumfähre untergebracht sein.
Missionen mit Forschungszielen im Erde-Mond-System
Am 27. Februar werden von Rußland aus die zwei Satelliten der deutsch-amerikanischen Forschungsmission »Grace« gestartet. Während der geplanten Lebensdauer von fünf Jahren sollen die in Formation fliegenden Satelliten etwa alle 30 Tage ein detailliertes Abbild des Erdgravitationsfeldes liefern. Bisher war dies nur durch die kombinierte Auswertung von Flugdaten verschiedener Erdsatelliten möglich, und auch das nur in vergleichsweise grober Auflösung. Die Forschungsergebnisse der beiden Satelliten werden in verschiedenen Geowissenschaften Verwendung finden, so erhoffen sich die Wissenschaftler beispielsweise Fortschritte beim Verständnis des ozeanischen Wärmetransportsystems. Weiterhin soll »Grace« die Auswirkungen der Erdatmosphäre auf die Genauigkeit des GPS-Systems erkunden.
Ebenfalls im Februar soll der japanische Erdbeobachtungssatellit »ADEOS-II« gestartet werden. Er soll Klimaveränderungen registrieren, die Ausmaße der "Ozonlöcher" über Arktis und Antarktis überwachen und verschiedene andere Parameter des Ökö-Systems der Erde (wie beispielsweise die Windrichtung und -stärke über den Ozeanen) beobachten. Natürlich ist ein wesentliches Forschungsziel über die Registrierung solcher Phänomene hinaus auch die Ermittlung der Ursachen, die den beobachteten Veränderungen zugrunde liegen.
Von Vandenberg (Kalifornien) aus soll am 24. März der amerikanische Erdbeobachtungssatellit »Aqua« zu seiner auf sechs Jahre veranschlagten Beobachtungsmission starten. Schwerpunkt der Mission wird die Beobachtungen von Prozessen an Land, in den Ozeanen und in der Atmosphäre unseres Planeten sein. Die Instrumente des Satelliten werden dabei verschiedenste Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wolkendichte der Atmosphäre, Schnee- und Eisbedeckung der Erdoberfläche sowie die Oberflächentemperatur der Ozeane messen. Alle sechzehn Tage wird »Aqua« die komplette Erdoberfläche von seiner ca. 700 km hohen Umlaufbahn aus überfliegen und dabei wichtige neue Erkenntnisse über die Abläufe verschiedenster Prozesse und ihrer Interdependenzen auf der Erde liefern.
Für Oktober plant die ESA den Start von »Smart-1«. Bei dieser Mission soll ein Ionen-Antrieb getestet werden, der die Raumsonde auf einer sich ausweitenden spiralförmigen Flugbahn um die Erde während eines Zeitraums von ca. 15-17 Monaten schließlich von einem Erd- in einen Mondorbit bringen soll. Ist dieses Ziel erreicht, soll »Smart-1« anschließend mindestens sechs Monate lang den Mond mit verschiedenen, hoch-innovativen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Diese Mission stellt den Beginn des ESA-Programms "Small Missions for Advanced Research in Technology (SMART)" dar, mit dessen Hilfe neue Technologien für zukünftige Raumfahrtmissionen im Rahmen preiswerter Kleinsonden getestet werden sollen (vergleichbar dem "New Horizon"-Programm der NASA).
Missionen zu Planeten unseres Sonnensystems
Nach der erfolgreichen Ankunft von »2001 Mars Odyssey« beim Roten Planeten im vergangenen Oktober wird das eigentliche Forschungsprogramm der Sonde nach Abschluß der zur Zeit laufenden "Aerobraking"-Phase voraussichtlich Anfang Februar beginnen. Gut eineinhalb Jahre lang soll die Raumsonde unter anderem nach Spuren von Wasser suchen, bevor sie ab Ende 2003 als Relaisstation für verschiedene Mars-Lander und -Rover dienen wird. Weiter auf ihrem Weg zum Saturn ist die amerikanische Raumsonde »Cassini« zusammen mit der "huckepack" von ihr transportierten ESA-Sonde »Huygens«, die nach der Ankunft im Saturn-System 2004 in die Atmosphäre des Mondes Titan hinabtauchen soll.
Missionen zur Erforschung kosmischer Phänomene
Am 21. Februar wird der Space Shuttle-Flug »STS-109« starten, um die vierte Wartungsmission für das Weltraum-Teleskop »Hubble« durchzuführen. Während dieser Mission sind fünf Außeneinsätze geplant, um ein neues Kamerasystem, neue Solarpanele und eine neue Energie-Kontrolleinheit für »Hubble« zu installieren.
Die NASA-Mission »GALEX« wird im Mai vom Kennedy Space Center aus starten und in den folgenden 28 Monaten UV-Bilder und UV-Emissionsspektren von nahen und entfernten Galaxien aufnehmen. Dadurch sollen für jede beobachtete Galaxie globale Parameter wie beispielsweise die Sternenbildungs- und vernichtungsrate ermittelt und in Beziehung zu anderen bekannten Daten wie Leuchtstärke, Galaxientyp, Galaxienumgebung etc. gebracht werden. Letztendlich sollen mit den von »GALEX« gewonnenen Daten kosmologische Modelle der Galaxienentwicklung überprüft und ggf. verbessert werden. Daneben soll diese Mission Hinweise auf kosmische Objekte liefern, die später dann mit dem Weltraum-Teleskop »Hubble« bzw. dem zur Zeit in Planung befindlichen »Hubble«-Nachfolger "New Generation Space Telescope (NGST)" weiter beobachtet werden sollen.
Im Oktober soll die ESA-Mission »Integral« mit Hilfe einer russischen Proton-Rakete starten. Das rund vier Tonnen schwere Gammastrahlen-Teleskop soll auf einem stark elliptischen Orbit alle drei Tage einmal die Erde umkreisen und in bisher unerreichter Auflösung kosmische Gammastrahlen registrieren. Die Astronomen erwarten von dieser Mission wichtige neue Erkenntnisse über kosmische Ereignisse und Objekte wie Supernovae, Schwarze Löcher und Galaxienkerne. Von der Erdoberfläche aus können solche Beobachtungen nicht durchgeführt werden, da die Atmosphäre unseres Planeten Gammastrahlen (glücklicherweise) absorbiert.
Related Links:
Hotspot-Archiv
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
ISS Weekly Report |
von Raphael Kallensee | |
Ende letzter Woche traf man an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) die letzten Vorbereitungen auf den Abflug des Shuttles "Endeavour". Das Logistikmodul "Raffaello" wurde von der Station getrennt, die "Expedition Three"-Crew packte ihre letzten Sachen für den Rückflug zur Erde und die Shuttle-Crew schob die Station erneut außerplanmäßig in einen höheren Orbit. Letzteres mußte geschehen, da die Missionskontrolle erst kurzfristig berechnet hatte, dass eine alte russische Raketenstufe aus den 1970ern an der Station vorbeidriften wird. Um etwas zusätzlichen Abstand zu gewinnen, schob das Shuttle die Station etwas höher, um dem Weltraumschrott garantiert zu entgehen.
Anfang der Woche dann wurden die Schleusen zwischen Shuttle und Station geschlossen, um den Abflug der "Endeavour" vorzubereiten. Nach dem Abdockvorgang flog das Shuttle noch in einem Halbkreis um die Station, um sicherzustellen, dass die Raketenstufe der Station nicht zu nahe kommt. Dann trat die "Endeavour" endgültig den Heimflug an. Während des Fluges wurden die Wiedereintrittssysteme getestet und ein Satellit in der Erdumlaufbahn ausgesetzt. Schließlich landete das Shuttle ohne technische und meteorologische Probleme im "Kennedy Space Center". Die "Expedition Three"-Crew ist nun endlich wieder zurück auf der Erde, nachdem sie seit August an Bord der ISS forschten und lebten.
Related Links:
Internationale Raumstation
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
InDetail: Swing-by-Effekt |
Clemens Mach & Karl Urban | |
Den "Swing-by"-Effekt macht man sich bei Flug von Raumsonden zu nutze. Beispielsweise ist der direkte, geradlinige Flug einer Sonde von der Erde zum Staturn mit den heutigen Antriebstechniken unmöglich. Um den Planeten trotzdem zu erreichen steuert man den Flugkörper zunächst in Richtung Mars oder Jupiter. Da jeder Planet ein Gravitationsfeld besitzt, wird die Raumsonde von ihm angezogen, so bald sie sich ihm nähert, ihre Geschwindigkeit nimmt zu. Daraufhin umfliegt sie ihn in einem Halbkreis. Die Sonde wird dadurch nach außen "geschleudert" und entfernt sich wieder vom Planeten, allerdings mit einer erheblichen Zunahme der eigenen Geschwindigkeit. Die "Swing-by"-Technik dient also zur Bahnänderung von Raumfluggeräten unter Nutzung des Gravitationsfelds eines Himmelskörpers.
Beispielsweise startete 1998 die Saturnsonde "Cassini" erst in die entgegengesetzte Richtung zur Venus. Daraufhin nutzte sie den "Swing-by"-Effekt an der Venus, dann wiederholt an der Erde und vor kurzem am Jupiter. Diese Manöver erhöhten "Cassinis" Eigengeschwindigkeit soweit, dass sie den Saturn im Jahr 2004 erreichen wird.
|
|
|
"In Space Newsletter" #005
Erscheinungsdatum:
29. Dezember 2001
Auflage: 326 Exemplare
Herausgeber und V.i.S.d.P.:
Jens Renner
Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Redaktion:
Christian Ackermann
Günter Fischer
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Walter Maierhofer
Meik Lampmann (Space-Weltraum.de)
Sven Piper (Astris.de)
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
Kontakt / Impressum / Disclaimer |
TrekZone Network
"In Space - The Raumfahrer.net" ist die Raumfahrtrubrik des TrekZone Networks. Herausgeber und ViSdP ist Jens Renner.
Copyrights
Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede
unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
Newsübernahme
Die Übernahme von Newsmeldungen - sowohl in deren ganzer
Form wie auch sinngemäß - ist nur für gedruckte Publikationen erlaubt. Wir bitten dabei ausdrücklich
um die Nennung unseres Namens (Quellenangabe), "Raumfahrer.net", und einen
Verweis auf unsere Webseiten unter http://www.raumfahrer.net.
Betreibern von Internet-Seiten ist die Übernahme von Newsmeldungen
ohne schriftliche Genehmigung des Redaktionsleiters (E-Mail an david.langkamp@trekzone.de) streng untersagt.
Das Umschreiben von Newsmeldungen stellt - wie die ganzheitliche
Übernahme einer Meldung - eine Verletzung unserer Rechte dar. Wir behalten
uns vor, gegen derartige Fälle rechtlich vorzugehen.
Links
Gemäß eines Urteiles des Landgerichts (LG) Hamburg vom 02. Juni 1998 -
Aktenzeichen 312 0 85/98: "Haftung für Links" - distanzieren sich die
Redaktion des TrekZone Networks sowie sämtliche an der Produktion Beteiligte
hiermit von Aussagen und Inhalten gelinkter Seiten. Jegliche rechtlichen
und gesetzlichen Verstöße auf diesen waren zum Redaktionszeitpunkt nicht
bekannt. Aus diesem Grund sind wir nicht verantwortlich bzw. haftbar für
Probleme oder Schäden in jeglicher Form, die durch Existenz, Kenntnis,
Besuch oder Nutzung gelinkter Seiten entstehen.
Abmeldung
Eine sofortige Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit unter Raumfahrer.net möglich. Bei Problemen hierbei können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an webmaster@raumfahrer.net wenden.
Powered by Jens Renner und Fabian Zimmermann GbR.
|
|