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"In Space Newsletter" Ausgabe #015
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Automated Transfer Vehicle (ATV)
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Hubble Service Mission 3B
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Verehrte Leserinnen und Leser,
nach weniger erfreulichen Meldungen in den letzten Wochen ist es zur Zeit wieder eine reine Freude, sich mit dem Thema "Raumfahrt" auseinanderzusetzen: Erst der erfolgreiche Start des europäischen Umweltsatelliten ENVISAT am Freitag der vergangenen Woche, dann die am selben Tag gestartete vierte Service-Mission zum Weltraumteleskop Hubble, die allem Anschein nach ebenfalls ein voller Erfolg war - so kann es weitergehen, und vielleicht können wir Ihnen in unserem kommenden Newsletter wirklich schon von dem erfolgreichen Start der amerikanisch-deutschen Forschungsmission GRACE berichten.
In diesem Newsletter können Sie eine ausführliche Zusammenfassung der Service-Mission SM3B lesen, außerdem entführt Sie unser History Special zu einem außerordentlichen Raumfahrtereignis zu Zeiten des "Kalten Krieges". Daneben stellen wir Ihnen in unserem Space Focus das Automated Transfer Vehicle der ESA vor, und neben den Beiträgen unserer anderen festen Rubriken erfahren Sie auch, womit die Besatzung der ISS die vergangene Woche in 400 km Höhe verbracht hat.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Michael Stein
Chefredakteur
"In Space - The Raumfahrer.net"
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Space Focus: Automated Transfer Vehicle (ATV) |
von Michael Stein | |
Ein wichtiger europäischer Beitrag zur Internationalen Raumstation (ISS) ist das so genannte Automated Transfer Vehicle (= "Automatisiertes Transfer-Fahrzeug" / ATV), das voraussichtlich ab 2004 Versorgungsgüter und Ersatzteile in regelmäßigen Abständen zur ISS transportieren wird. Der unbemannte Raumtransporter soll darüber hinaus im angedockten Zustand der Raumstation auch als Antriebsmodul dienen.
Etwa alle 12 Monate wird ein ATV als Nutzlast einer Ariane 5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus zur Internationalen Raumstation fliegen, die in einem rund 400 km hohen Orbit um die Erde kreist. Das ATV wird vollautomatisch am ISS-Servicemodul Svesda andocken und dort bis zu sechs Monate lang bleiben, bevor es wieder abdocken und beim kontrollierten Eintauchen in die Erdatmosphäre mitsamt der dann aus Stationsabfällen bestehenden Nutzlast verglühen wird.
Zur Zeit gehen die Planungen der ESA davon aus, dass acht solcher Raumtransporter zur ISS fliegen werden, allerdings kann sich diese Zahl je nach tatsächlicher Nutzungsdauer der Internationalen Raumstation ändern. Die europäischen ISS-Partnerstaaten sind verpflichtet, sich an den laufenden Kosten der Raumstation in einem vertraglich festgelegten Verhältnis zu beteiligten. Die Bereitstellung des ATV stellt eine solche Beteiligung am laufenden Unterhaltungsaufwand dar und hat gegenüber der Leistung von Zahlungen an die NASA den Vorteil, dass die Europäische Raumfahrtindustrie davon unmittelbar profitiert. An Konstruktion und Bau des ATV sind viele Firmen in den ESA-Mitgliedsstaaten beteiligt, Hauptauftragnehmer ist jedoch EADS, ein Konsortium bestehend aus Aerospatiale (Le Mureaux, Frankreich) und DaimlerChrysler Aerospace (Bremen).
Das Automated Transfer Vehicle ist ein vollwertiges Raumfahrzeug in der Form eines Zylinders mit einer Länge von 10,1 m und einem Durchmesser von 4,5 m. Es besteht im Inneren aus zwei Teilen, dem eigentlichen Raumfahrzeug mit Antriebs-, Energieversorgungs- und Steuerungssystemen sowie dem Frachtmodul. Das Frachtmodul basiert auf den erstmals bei der Shuttle-Mission STS-102 im März 2001 eingesetzten italienischen Mehrzweck-Logistikmodulen (MPLM), die in der Ladebucht der Raumfähren transportiert und für die Dauer des Shuttle-Aufenthalts bei der ISS an die Raumstation angedockt werden. Insgesamt kann das ATV bis zu 8,2 t Fracht zur Internationalen Raumstation transportieren und 5,5 t Abfälle aus der Raumstation mitnehmen, wenn es nach dem Abdocken beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht.
Das Frachtmodul des ATV beinhaltet eine unter Druck stehende und klimatisierte Zone, die mit eigenen Lebenserhaltungssystemen ausgestattet ist (die hierfür notwendige Energie wird von den vier Solarpaneelen des Transporters produziert). Dadurch ist dieser Frachtraum für die ISS-Besatzung ohne Raumanzug zugänglich, was die Ent- und Beladung natürlich sehr erleichtert. In diesem Frachtraum können maximal acht Schränke für die Unterbringung von standardisierten ISS-Frachttransporttaschen untergebracht werden. Weiterhin beherbergt das Frachtmodul mehrere Titaniumtanks, die bis zu 840 kg Wasser, 860 kg Treibstoff und 100 kg Sauerstoff für die ISS aufnehmen können. Die Spitze des Frachtmoduls ist mit der Andockvorrichtung für die Verbindung zum Svesda-Modul sowie verschiedenen Sensoren und Kommunikationsantennen ausgestattet.
Das Antriebssystem des ATV besteht aus vier Haupttriebwerken mit jeweils 490 Newton Leistung und 28 Steuerdüsen mit je 220 Newton Leistung, für die maximal 4.500 kg Treibstoff zur Verfügung stehen. Dieser vergleichsweise große Treibstoffvorrat wird natürlich nicht alleine für den Flug zur ISS benötigt, für diesen Zweck würde man mit deutlich weniger Treibstoff auskommen - den Großteil der hierfür benötigten Schubleistung bekommt das ATV ja von der Ariane 5-Rakete mit auf den Weg. Einen Sinn erhält dieser großzügige Treibstoffvorrat erst durch die zweite Funktion, die das Antriebssystem des Transportschiffs zu erfüllen hat: Während der etwa sechsmonatigen Phase, in der das ATV an die Raumstation angedockt bleibt, dient es der ISS als Antriebsmodul. Es wird dann notwendige Ausweichmanöver fliegen, um gefährliche Annäherungen von Weltraumschrott an die Raumstation zu vermeiden, sowie in regelmäßigen Abständen die Bahnhöhe des ISS-Orbits anheben, da die Internationale Raumstation durch den Luftwiderstand der Erdatmosphäre langsam, aber stetig absinkt - selbst in 400 km Höhe sind immer noch (extrem dünne) Atmosphärenschichten vorhanden.
Zur Zeit durchläuft ein erstes Testmodell des ATV beim European Space Research und Technology Center (ESTEC) der ESA in Noordwijk (Niederlande) akustische, thermale und Vibrationstests. Die Konstruktion des ersten für den Flug zur ISS bestimmten ATV wird Mitte 2002 beginnen, und der erste Flug zur Internationalen Raumstation ist für das Jahr 2004 vorgesehen.
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HotSpot: Hubble Service Mission 3B |
von Michael Stein | |
Am 1. März um 12:22 Uhr (MEZ) hob das Space Shuttle Columbia nach einer Generalüberholung zum ersten Mal seit 1999 wieder zu einem Einsatz in den Weltraum ab. Schon kurze Zeit später registrierte die Missionskontrolle einen reduzierten Druck in einem von zwei Kühlsystemen des Raumschiffs, der allerdings noch knapp über den als zulässig definierten Mindestwerten lag. Nach einigen Stunden intensiver Beratung wurde entschieden, die Mission dennoch fortzuführen.
Zwei Tage später erreichte die Raumfähre das Weltraumteleskop und manövrierte es mit Hilfe des Roboterarms in die Ladebucht von Columbia, wo es mit bordeigenen Versorgungssystemen verbunden wurde. Einige Stunden später wurden die Solarpaneele von Hubble aufgerollt, um sie abmontieren und in der Ladebucht des Space Shuttle verstauen zu können. Am 4. März um 07:37 Uhr (MEZ) begann dann der erste von fünf Außeneinsätzen für die Columbia-Besatzung, in dessen Verlauf eines der beiden neuen Solarpaneele am Weltraumteleskop erfolgreich installiert wurde. Einen Tag später, am 5. März um 07:40 Uhr, wurde dann beim zweiten Außeneinsatz dieser Mission das andere Solarpaneel von Hubble ausgetauscht. Außerdem tauschen James Newman und Michael Massimino noch ein Trägheitsnavigationsrad erfolgreich aus, mit dessen Hilfe das Teleskop Lageveränderungen durchführt; obwohl zur Zeit voll funktionstüchtig wurde es ausgetauscht, da im letzten Jahr Anomalien bei diesem Bauteil aufgetreten waren.
Der Austausch der Solarpaneele war notwendig geworden, da die bei der ersten Service-Mission im Dezember 1993 angebrachten Exemplare aufgrund natürlicher Alterungsprozesse mittlerweile nicht mehr genug Strom lieferten, um den nach Abschluss dieser Wartungsmission durch die neuen Beobachtungsinstrumente gestiegenen Energiebedarf von Hubble abzudecken. Während die nun abmontierten Solarpaneele eine flexible Struktur aufwiesen - weshalb Sie ähnlich wie eine Jalousie aufgerollt werden können -, sind die neu angebrachten Paneele starr und weisen eine 30 % geringere Fläche auf (dennoch produzieren Sie 8 % mehr Strom als die alten Solarpaneele zu Beginn ihrer Einsatzzeit). Die geringere Fläche der Solarpaneele ist vorteilhaft, da die Abbremsung von Hubble durch Atmosphärenreste geringer als bisher ausfallen wird.
Der dritte "Weltraumspaziergang" begann erst mit Verspätung, da der Raumanzug von John Grunsfeld ein Leck aufwies, durch das Kühlwasser auslief. Erst nachdem er einen anderen Raumanzug angezogen hatte, konnte der Einsatz am 6. März um 09:28 Uhr beginnen. Während dieser EVA (= "Extravehicular Activity") kam es zum wahrscheinlich schwierigsten und wichtigsten Geräteaustauschs der gesamten Service-Mission. Die für die Energieverteilung und -kontrolle zuständige Power Control Unit (PCU) ist kein für den Austausch vorgesehenes Bauteil von Hubble, weswegen die beiden Astronauten John Grunsfeld und Richard Linnehan eine sehr schwierige Arbeit zu erledigen hatten. Über dreißig Kabelverbindungen in teilweise nicht einsehbarer Lage mussten erst gelöst und nach Einbau der neuen PCU wieder hergestellt werden. Zu diesem Zweck wurde das Weltraumteleskop zum ersten Mal komplett abgeschaltet, weshalb natürlich auch keinerlei aktive Temperaturkontrolle für die Bestandteile von Hubble möglich war - eine wesentliche Verzögerung des PCU-Austauschs hätte deswegen zu gravierenden Schäden am Teleskop geführt. Aber auch diese Aufgabe wurde mit Bravour erledigt und bewies einmal mehr, wie gut die Vorbereitung der Astronauten war.
Außeneinsatz Nummer vier begann am 7. März um 10:00 Uhr (MEZ). Bei diesem Einsatz wurde die Advanced Camera for Surveys (ACS) eingebaut, die eine enorme Verbesserung der Beobachtungsleistung von Hubble ermöglichen wird: Gegenüber dem Vorgängerinstrument ist die in einer gegebenen Zeiteinheit erzielbare Beobachtungsleistung zehn Mal größer. Die ACS enthält drei elektronische Kameras und ist in der Lage, Bilder in einem vom Ultravioletten bis zum Nahen Infrarot reichenden Spektralbereich aufzunehmen. Bisher war an ihrer Stelle die Faint Object Camera installiert, das letzte Original-Beobachtungsinstrument des Weltraumteleskops (alle anderen Beobachtungsinstrumenten wurden bereits bei früheren Wartungs-Missionen ausgewechselt).
Der letzte von fünf Außeneinsätzen begann gestern um 09:46 Uhr (MEZ). Die Shuttle-Astronauten John Grunsfeld und Richard Linnehan installieren ein neues, experimentelles Kühlsystem für die Infrarotkamera NICMOS. Das Kühlsystem ist erforderlich, um die Kamera wieder in Betrieb nehmen zu können, da für die Beobachtung der so genannten "Nahen Infrarot-Strahlung" (= Wärmestrahlung) das Beobachtungsinstrument auf extrem niedrige Temperaturen von weniger als -190° C heruntergekühlt werden muss. Das nach der Installation von NICMOS im Februar 1997 während der zweiten Hubble-Servicemission verwendete Kühlmittel war zwei Jahre später wegen eines winzigen Lecks im Kühlmittelkreislauf aufgebraucht, so dass die Kamera seitdem außer Betrieb war.
Nachdem auch dieser Außeneinsatz erfolgreich verlaufen war, wurde das Weltraumteleskop heute um 11:04 Uhr (MEZ) wieder in den Orbit entlassen. Bis zur nächsten, für 2004 geplanten Service-Mission wird Hubble wieder alleine in 600 km Höhe seine Bahnen um die Erde ziehen. In den nächsten Wochen werden noch weitere Tests und Kalibrierungen folgen, und wenn auch diese Phase erfolgreich abgeschlossen ist, steht den Wissenschaftlern ein Weltraumteleskop zur Verfügung, dessen neue Leistungsfähigkeit aufregende Entdeckungen erwarten lässt.
Related Links:
Hotspot-Archiv
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History Special: Das Apollo-Sojus-Programm |
von Karl Urban | |
Im Jahr 1972 wurde mit Apollo 17 die bis heute letzte Mondlandung durchgeführt. Danach wurden die Mittel der NASA aufgrund der enormen Investitionen für das Apollo-Programm gekürzt. Allerdings waren dafür eine Vielzahl Systeme entwickelt worden, die man noch einmal für eine Mission einsetzen wollte. Diese sollte zwar nicht auf dem Mond sondern "nur" im Erdorbit stattfinden, aber ihre symbolische Bedeutung war umso wichtiger: Das Apollo-Sojus-Programm, das eine erste Zusammenarbeit im All der Supermächte UdSSR und USA darstellte.
Aufwändige Vorbereitungen
Am Anfang der gemeinsamen Mission standen Treffen der Führungspersönlichkeiten der NASA und der russischen Raumfahrtbehörden. Danach folgten viele Austausche von Technikern aber auch Raumfahrern, um einen reibungslosen Ablauf im All zu gewährleisten. Hierfür mussten die sowjetischen Kosmonauten englisch und die amerikanischen Astronauten russisch lernen. Die Vorbereitungen auf das Projekt erstreckten sich über mehrere Jahre.
Start
Die Startvorbereitungen in Cape Canaveral, USA und Tyuratam, UdSSR verliefen ohne Zwischenfälle. Am 15. Juli 1975 startete Sojus mit den Kosmonauten Alexej Leonow und Valeri Kubasow an Bord. Der Start war der erste der Sowjetunion, der weltweit übertragen wurde. Die Kapsel erreichte etwa neun Minuten später ihre Zielumlaufbahn.
Siebeneinhalb Stunden nach Sojus startete das Apollo-Raumschiff an der Spitze einer Saturn 1B-Rakete. An Bord waren Thomas Stafford, Vance Brand und Donald Slayton. Nach dem Abkoppeln von der Startstufe trennte sich die Kommandokapsel vom Dockingmodul und drehte sich um 180°, um dann wieder daran anzudocken. Dieses Manöver war auch vor jeder Mondlandung nötig, damit ein späteres Andocken möglich war.
Experimente und Rendezvous
Den zweiten Tag im All wurden an Bord des Apollo-Raumschiffs mehrere Experimente durchgeführt, die ebenfalls einen wichtigen Anteil an der Mission hatten. Um 8.01 Uhr ostamerikanischer Zeit (OAZ) des 17. Julis meldete Astronaut Brand den Sichtkontakt zur Sojus-Kapsel. Nach dem langsamen Annähern der beiden Flugkörper und den Genehmigungen der beiden Bodenstationen wurde das Rendezvous-Manöver durchgeführt.
Aufgrund verschiedener Luftgemische an Bord der Raumschiffe, musste das Docking-Modul als Schleuse benutzt werden. Um 14.15 Uhr begaben sich Stafford und Slayton in die Sojus-Kapsel und die Mannschaften begrüßten sich. Danach führten alle gemeinsam im Docking-Modul ein internationales Schmelzofenexperiment durch. In den zwei Tagen, die die Flugkörper gekoppelt waren, wurden mehrere Besuche auf beiden Seiten durchgeführt. Nach 47 Stunden und 17 Minuten trennten sie sicher wieder. Danach wurden noch einige Experimente durchgeführt, wobei sich das Apollo-Raumschiff beispielsweise vor die Sonne schob, um den Sojus-Kosmonauten eine Sonnenbeobachtung zu ermöglichen (ähnlich wie bei einer echten Sonnenfinsternis).
Landungen
Am 21. Juli leitete die Sojus-Kapsel die Wiedereintrittsprozedur ein. Auch die Landung der Kapsel sollte ähnlich wie der Start erstmals im Fernsehen weltweit übertragen werden. So wurden zwei Hubschrauber mit Fernsehkameras ausgerüstet und in der Landungszone stationiert. Die Landung von Sojus verlief ohne weitere Zwischenfälle.
Nach dem Abschied von der russischen Raumkapsel blieb das Apollo-Raumschiff noch dreieinhalb Tage länger im All. So wurden weitere äußerst erfolgreiche Experimente durchgeführt. Am 23. Juli führte man in den USA die erste Pressekonferenz durch, an der Astronauten per Funk teilnahmen. Am 24. Juli um 15.44 Uhr OAZ nach 138 Erdumläufen trennte sich die Apollo-Wiedereintrittskapsel vom Kommandomodul und leitete den Wiedereintritt ein. Um 16.18 Uhr setzte sie nordwestlich von Honululu im Pazifik auf.
Allerdings verlief die Apollo-Landung nicht so reibungslos wie die der russischen Kollegen. So versagten wahrscheinlich mehrere automatische Systeme für Bremsfallschirme und mussten erst durch die Astronauten manuell ausgelöst werden. Durch diese verzögerte Öffnung der Fallschirme war der Aufprall höher als geplant und die Kapsel kenterte nach dem Aufsetzen. Erst nach mehreren Minuten konnten sie die Ballons an der Oberseite in die richtige Lage bringen. Die Landung der Apollo-Kapsel stellte die letzte amerikanische Mission dar, deren Raumfahrtzeug am Fallschirm landete. Ab 1981 wurden alle bemannten Missionen mit dem Space Shuttle durchgeführt, das wie ein Flugzeug landen kann.
In den nächsten Ausgaben berichten wir über die verschiedenen Raumstationsprojekte in Ost und West: Skylab, Saljut und Mir.
Related Links:
Saturn-Rakete
Bemannte Raumfahrt
Russische Trägerraketen
NASA-Seite zur Apollo-Sojus-Mission
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ISS Weekly Report |
von Raphael Kallensee | |
Routinearbeiten im Orbit
Wissenschaftliche Arbeiten und die Benutzung des Roboterarms der Station waren die Hauptaufgaben der Expedition Four-Crew an Bord der Internationalen Raumstation (ISS). Auch Wartungsarbeiten waren an der Tagesordnung: so reparierten sie das Active Rack Isolating System, indem sie ein defektes Bauteil gegen ein neues auswechselten. Das System dient zur Reduzierung von Vibrationen, die durch die Bewegung der Astronauten entstehen, aber hoch sensible Experimente stören können.
Einige Proben wurden für den Transport zur Erde vorbereitet: beispielsweise von Wasserproben erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die benötigten Nährstoffe, die Pflanzen zum Überleben in der Schwerelosigkeit benötigen.
Die Crew installierte am Fenster des Destiny-Labors eine Digitalkamera ("EarthCam"). Diese soll Schülern auf der Erde ein besseres Studium der Topographie der Erde ermöglichen. Dazu wurde der Roboterarm ein Stück weit bewegt, damit er nicht die Sicht aus dem Destiny-Labor blockiert.
Mit dem Roboterarm wurden weiterhin einige Tests durchgeführt. Dies geschah in Vorbereitung auf die Shuttlemission, bei der die S0-Struktur an der Station befestigt werden soll - sozusagen das neue "Rückrat" der Station.
In eigener Sache: In der letzten Woche konnte aus redaktionstechnischen Gründen kein neuer "ISS Weekly Report" erscheinen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ab sofort erfahren Sie natürlich wieder wöchentlich das Neueste rund um die ISS.
Related Links:
Internationale Raumstation
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InDetail: Anordnung der Galaxien |
von Walter Maierhofer | |
Materie scheint eine Neigung zur Ordnung zu haben: Atome gruppieren sich zu Molekülen, Moleküle zu komplexen Objekten wie z.B. Sterne und Sterne bilden Galaxien; selbst diese scheinen auch eine Ordnung zu haben...
Der einfachste Verband wird durch zwei oder drei Galaxien gebildet. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Milchstrasse mit ihren zwei Trabanten, den Magellanschen Wolken. Weitaus komplexer sind Galaxiewolken, die sich wiederum zu Überwolken anordnen. Wenn wir die Verteilung der uns nächsten Sternsysteme ansehen, müssen wir annehmen, dass 80% der Galaxien Teil einer Wolke sind und dass eine ganze Anzahl von Wolken (etwa die Hälfte) Teil von anderen Überwolken sind.
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"In Space Newsletter" #015
Erscheinungsdatum:
9. März 2002
Auflage: 476 Exemplare
Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Schlussredaktion:
Michael Stein
Redaktion:
Günter Fischer
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Walter Maierhofer
Meik Lampmann (Space-Weltraum.de)
Sven Piper (Astris.de)
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