In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #015 vom 9. März 2002

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In Space - The Raumfahrer.net

Inhalt

Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.   

 

"In Space Newsletter"
Ausgabe #015


> Updates:
Updates / Umfrage

> News:
Astronomie- und Raumfahrtnews

> Space Focus:
Automated Transfer Vehicle (ATV)

> HotSpot:
Hubble Service Mission 3B

> History Special:
Das Apollo-Sojus-Programm

> ISS:
Weekly Report

> Surftipp:
Urbin.de

> InDetail:
Anordnung der Galaxien

> Impressum:
Disclaimer & Kontakt

      Intro von Michael Stein 

Verehrte Leserinnen und Leser,

nach weniger erfreulichen Meldungen in den letzten Wochen ist es zur Zeit wieder eine reine Freude, sich mit dem Thema "Raumfahrt" auseinanderzusetzen: Erst der erfolgreiche Start des europäischen Umweltsatelliten ENVISAT am Freitag der vergangenen Woche, dann die am selben Tag gestartete vierte Service-Mission zum Weltraumteleskop Hubble, die allem Anschein nach ebenfalls ein voller Erfolg war - so kann es weitergehen, und vielleicht können wir Ihnen in unserem kommenden Newsletter wirklich schon von dem erfolgreichen Start der amerikanisch-deutschen Forschungsmission GRACE berichten.
 
In diesem Newsletter können Sie eine ausführliche Zusammenfassung der Service-Mission SM3B lesen, außerdem entführt Sie unser History Special zu einem außerordentlichen Raumfahrtereignis zu Zeiten des "Kalten Krieges". Daneben stellen wir Ihnen in unserem Space Focus das Automated Transfer Vehicle der ESA vor, und neben den Beiträgen unserer anderen festen Rubriken erfahren Sie auch, womit die Besatzung der ISS die vergangene Woche in 400 km Höhe verbracht hat.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

            Michael Stein
            Chefredakteur "In Space - The Raumfahrer.net"
 
 

 
 

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Umfrage
: Werden die von ENVISAT gelieferten Umweltdaten einen signifikanten Einfluss auf politische Entscheidungen im Bereich Klimaschutz haben?

Ja
Nein

      Updates / Umfrage

Die Raumfahrtrubrik von www.raumfahrer.net wurde komplett umstrukturiert und erweitert... go

 
 

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      News

• Sponsoring für europäische ISS Forschung   <mehr>
• Hubble: Verjüngungskur schreitet voran   <mehr>
• Envisat bereitet sich auf Arbeitsbeginn vor   <mehr>
• Dritter "Hubble"-Außeneinsatz erfolgreich   <mehr>
• Pioneer-Sonde kontaktet   <mehr>
• Auf der Suche nach Schwarzen Löchern   <mehr>
• Hubble: Erster Solarflügel ausgewechselt   <mehr>
• Hubble eingefangen   <mehr>
• Mars Odyssey: Erste Bilder   <mehr>

 
» Sponsoring für europäische ISS Forschung
08. März 2002 - ESA und ASI starten Sponsoring-Initiative für europäische ISS-Forschung
 
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die italienische Raumfahrtagentur (ASI) haben ein neuartiges Sponsoring-Programm eingeleitet, das es Unternehmen gestatten soll, an dem weltweit größten internationalen Wissenschafts- und Forschungsvorhaben im Weltraum teilzunehmen. Das Programm bietet italienischen und anderen europäischen Firmen die Möglichkeit, von den Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) durchgeführte wissenschaftliche und technologische Forschungsarbeiten zu sponsern.
 
Die Forschungsarbeiten werden zu einem besseren Verständnis der menschlichen Physiologie, zur Vorbeugung von Krankheiten wie Osteoporose, zu Studien zur Verringerung industriell verursachter Umweltschäden sowie zur Entwicklung neuer Materialien und Proteine zum Nutzen der ganzen Menschheit beitragen.
(
la - Quelle: ESA)

» Hubble: Verjüngungskur schreitet voran
07. März 2002 - Etwas langsamer als geplant, aber ansonsten doch beeindruckend programmgemäß verlief heute der Austausch des letzten Original-Beobachtungsinstruments an Bord des Weltraumteleskops Hubble. Die Faint Object Camera ist während des vierten Ausseneinsatzes dieser Wartungsmission durch eine neue, ungleich leistungsstärkere Kamera für astronomische Beobachtungen ersetzt worden.
 
Um 10:01 Uhr (MEZ) verließen die beiden Shuttle-Missionsspezialisten Jim Newman und Mike Massimino die Luftschleuse des Space Shuttle Columbia, um zwei Hauptaufgaben zur erfüllen. Als wichtigster Programmpunkt stand der Austausch der Faint Object Camera auf dem Programm - dem letzten originalen Beobachtungsinstrument von Hubble. Die an ihrer Stelle eingesetzte Advanced Camera for Surveys (ACS) ist mit einem 16 Megapixel-CCD ausgestattet und kann Bilder in drei verschiedenen Spektralbereichen aufnehmen. Mit einer fünffachen Auflösung und einem zweimal so großen Sichtfeld als die bisher eingesetzte Kamera steigert die ACS die Effizienz von Hubble um das zehnfache, in der gleichen Zeit können also deutlich mehr und bessere Beobachtungsergebnisse als bisher erzielt werden.
 
Anschließend installierten die beiden Astronauten eine elektronische Steuerungseinheit für den so genannten NICMOS Cryo Cooler. Dabei handelt es sich um eine neue Kühlvorrichtung, die morgen beim fünften und letzten geplanten Außeneinsatz installiert werden soll. Sie ist erforderlich, um die Infrarotkamera NICMOS wieder in Betrieb nehmen zu können, da für die Beobachtung der so genannten "Nahen Infrarot-Strahlung" (= Wärmestrahlung) das Beobachtungsinstrument auf extrem niedrige Temperaturen von weniger als -190° C heruntergekühlt werden muss. Das nach der Installation von NICMOS im Februar 1997 während der zweiten Hubble-Servicemission verwendete Kühlmittel war zwei Jahre später aufgebraucht, weswegen die Kamera seitdem außer Betrieb war.
(
ms - Quelle: NASA)

» Envisat bereitet sich auf Arbeitsbeginn vor
06. März 2002 - Seit seinem erfolgreichen Start in einen sonnensynchronen Orbit am Morgen des 1. März hat sich der Umweltsatellit Envisat der ESA bereit für die Erdbeobachtung gemacht.
 
Envisats 70 qm-"Solarsegel" sind seit dem 1. März ständig in Betrieb und produziert daher kontinuierlich Strom für die Instrumente an Bord. Die ASAR-Antenne ist mittlerweile auf ihre insgesamt 10 m Länge ausgefahren, bereit für ihre Arbeit im All. Damit ist die erste Orbitphase abgeschlossen.
Der nächste Schritt ist die Aktivierung der Datensammlungsphase, die am 5. März begann. Eins nach dem anderen werden in den nächsten Tagen die 10 Instrumente an Bord hochgefahren. Danach folgen die ersten Überprüfungen der gesammelten Daten. Diese Aktion ist besonders wichtig, um die Qualität der Daten zu sichern, die die ESA schließlich an die Endnutzer weitergibt.
An dieser Phase werden mehr als 200 Menschen beteiligt sein, darunter das ESA-Team, Wissenschaftler in aller Welt. Sie werden mit Hilfe von Bodenmessungen, Schiffen Bojen, Flugzeugen und Ballons die Daten, die Envisat übermittelt, mit Originalwerten vergleichen und somit die Instrumente des Satelliten eichen. Sobald die Kalibrierungsphase beendet ist, startet die Datenübertragung zu den Benutzern der Envisat-Daten. Dieser Zeitpunkt wird etwa auf September 2002 geschätzt.
Related Links:
Envisat Special
(ku - Quelle: ESA)


» Dritter "Hubble"-Außeneinsatz erfolgreich
06. März 2002 - Durch spektakuläre Fotos wurde der heutige Weltraumspaziergang dokumentiert, bei dem eine neue Energiekontrolleinheit installiert wurde.
 
Die Besonderheit war, dass dabei erstmals die Energieversorgung des riesigen Weltraumteleskops heruntergefahren werden musste. Zum ersten Mal seit 1990 wurde das Teleskop also abgeschaltet.

Nach sechs Stunden und 48 Minuten war das Manöver geschafft. Morgen findet der vierte von fünf geplanten Einsätzen statt.
(
rk - Quelle: Today @ NASA)

» Pioneer-Sonde kontaktet
06. März 2002 - Die NASA hat zu einer uralten Sonde, "Pioneer", die bereits seit Jahrzehnten aus der Erdatmosphäre ausgetreten ist, wieder Kontakt bekommen.
 
Bereits dreißig Jahre lang ist die Sonde frei vom Gravitationsfeld der Erde - und bewegt sich in die unendlichen Weiten des Weltalls. 7,5 Billionen Meilen ist das Raumfahrzeug schon entfernt - dennoch konnte Kontakt hergestellt und ein Lebenszeichen empfangen werden, nachdem die Sonde ihre Sendeanlagen auf ein Kommando hin neu justiert hatte.
(
rk - Quelle: Today @ NASA)

» Auf der Suche nach Schwarzen Löchern
05. März 2002 - Das JPL der NASA stellt heute auf seiner Homepage eine Studie vor, wie man intensiver nach Schwarzen Löchern suchen kann.
 
Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, nachdem der indische Wissenschaftler Subramanian Chandrasekhar herausgefunden hat, das Materie sich unendlich verdichten kann, weiß man theoretisch von der Existenz dieser geheimnisvollen Objekte. Da nicht einmal das Licht ihnen entkommen kann, ist es nicht einfach sie aufzuspüren. Die NASA stellte jetzt aber eine fünf Jahres Studie vor, die Informationen über diese "kosmischen Monster" liefert. Da neben der NASA verschiedene andere Organisationen an diesem Projekt beteiligt waren, lieferten mehrere Radio Teleskope wichtige Ergebnisse. Es wurde nach kosmischen Jets Ausschau gehalten, welche auftreten, wenn Materie von einem Schwarzen Loch verschluckt wird. Man fand heraus das diese Jets wesentlich schneller sind als erwartet. Denn einige bewegen sich mit 99,9 % der Lichtgeschwindigkeit. Weitere Missionen sollen aber folgen, denn es gibt Planungen fortschrittliche Radio Teleskope im All zu stationieren um mehr über Schwarze Löcher zu lernen.
(
sp - Quelle: NASA JPL)

» Hubble: Erster Solarflügel ausgewechselt
04. März 2002 - Die beiden Shuttle-Astronauten John Grunsfeld und Rick Linnehan haben heute während des ersten von fünf geplanten Außeneinsätzen einen der beiden "Solarflügel" des Hubble-Weltraumteleskops erfolgreich ausgewechselt. Der zweite Solarflügel wird morgen durch ein neues und leistungsfähigeres Exemplar ersetzt werden.
 
Um 07:37 Uhr (MEZ) verließen die beiden Missionsspezialisten die Luftschleuse des Space Shuttle Columbia, um die ersten Arbeiten am Weltraumteleskop Hubble während dieser vierten Wartungsmission durchzuführen. Ihre Aufgabe bestand darin, eines der beiden Solarpaneele von Hubble durch ein neues Modell zu ersetzen. In Vorbereitung dieses Außeneinsatzes war das alte Solarpaneel per Funkbefehl von der Erde ähnlich einer Jalousie aufgerollt worden.
 
Zuerst wurde das alte Solarpaneel abmontiert und in einer dafür vorgesehenen Vorrichtung in der Ladebucht von Columbia sicher verstaut. Das alte Paneel wird mit zur Erde zurück transportiert, um dort die Auswirkungen des Aufenthalts im Weltall auf die Solarzellen zu untersuchen. Anschließend befestigten die beiden Astronauten das neue Solarpaneel am Weltraumteleskop und schlossen mehrere Kabelverbindungen zwischen dem neuen Solarflügel und Hubble. Neben dieser Hauptaufgabe wurden noch einige weitere kleine Arbeiten durchgeführt, bevor nach rund sieben Stunden EVA-1 (EVA = "Extravehicular Activity") beendet war.
 
Das neue Solarpaneel ist rund ein Drittel kleiner als die bisherigen "Solarflügel" von Hubble, produziert aber dennoch durch die Verwendung anderer Solarzellen rund 20 % mehr Energie. Es wurde vor dem Einsatz beim "European Space Research and Technology Center" (ESTEC) der ESA in Noordwijk (Niederlande) getestet, da dort eine riesige Simulationskammer vorhanden ist, die die enormen Temperaturunterschiede zwischen Tag- und Nachtseite simulieren kann. Die kleinere Fläche der neuen Solarpaneele ist vorteilhaft, da die Abbremsung von Hubble durch Atmosphärenreste geringer als bisher ausfallen wird. Die erhöhte Leistungsfähigkeit wiederum wird es zukünftig ermöglichen, mehr Beobachtungsinstrumente als bisher simultan zu nutzen und dadurch die Beobachtungsleistung des Teleskops zu erhöhen.
 
Der andere Hubble-Solarflügel wird beim zweiten Außeneinsatz am morgigen Dienstag ausgetauscht werden. Ausführliche Details zum Hubble-Weltraumteleskop können Sie in unserem
Hubble-Hintergrundartikel lesen.
(ms - Quelle: NASA)


» Hubble eingefangen
03. März 2002 - Die Columbia hat zu Beginn ihrer Mission nun das Hubble Teleskop eingefangen.
 
Das Space Shuttle Columbia hat nach einigen technischen Problemen und einer Art Verfolgungsjagd im All das Hubble Weltraumteleskop eingefangen. In den nächsten Tagen werden die Astronauten an Bord eine vollständige Wartung durchführen. Dabei werden fast alle Systeme an Bord des Teleskops ausgetauscht. Die Mission ist die wohl schwierigste in der Geschichte von Hubble. Daher ist auch der Druck auf die Astronauten an Bord der Columbia groß.
Related Links:
Hubble Teleskop
Space Shuttle
(ku - Quelle: NASA)


» Mars Odyssey: Erste Bilder
03. März 2002 - Die NASA-Sonde Mars Odyssey hat erste Bilder zur Erde gefunkt. Sie deuten auf eine interessante Entdeckung hin.
 
Die ersten Bilder der nun positionierten NASA Marssonde 2001 Mars Odyssey, die erst in der vergangenen Woche ihre Arbeit aufgenommen hatte, deuten bereits auf interessante Entdeckungen an der Marsoberfläche. Dabei geht es vor allem um die Entdeckung von gefrorenem Wasser, das die Sonde entdeckt habe.
"Wir freuen uns sehr über die Qualität der Daten, die wir hier sehen", sagt Dr. Steve Saunders, Mars Odyssey-Wissenschaftler am NASA Jet Propulsion Laboratory JPL. "Wir werden mit der Sonde das Wissen ausbauen, das wir von früheren Marsmissionen wie der von Mars Global Surveyor gelernt haben. Jetzt könnten wir tatsächlich Wasser entdeckt haben, jedenfalls nehmen wir das an. Und mit den "Wärmekarten" des Mars sind wir in der Lage, die Oberflächengeologie des Roten Planeten aus einem ganz neuen Blickwinkel zu untersuchen."
Die neuen Bilder, die vom thermal emission imaging system der Sonde aufgenommen wurden, zeigen die Temperatur der Oberfläche in einer ausgezeichneten Detailstufe während des Marstags und der Marsnacht. Die Bilder können
hier aufgerufen werden.
2001 Mars Odysseys Kamera-System erforscht die Minerale der Marsoberfläche, damit wir die geologische Geschichte des Planeten genauer kennen lernen können. Die Infrarotbilder sind dreißig Mal schärfer als alle vorher vorhandenen und die der Kamera im sichtbaren Licht füllt von der Auflösung das Loch zwischen der Viking- und Mars Global Surveyor-Sonde.
Related Links:
"2001 Mars Odyssey"-Special
(ku - Quelle: NASA JPL)


 
 

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      Space Focus: Automated Transfer Vehicle (ATV) von Michael Stein 

Ein wichtiger europäischer Beitrag zur Internationalen Raumstation (ISS) ist das so genannte Automated Transfer Vehicle (= "Automatisiertes Transfer-Fahrzeug" / ATV), das voraussichtlich ab 2004 Versorgungsgüter und Ersatzteile in regelmäßigen Abständen zur ISS transportieren wird. Der unbemannte Raumtransporter soll darüber hinaus im angedockten Zustand der Raumstation auch als Antriebsmodul dienen.
 
Etwa alle 12 Monate wird ein ATV als Nutzlast einer Ariane 5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus zur Internationalen Raumstation fliegen, die in einem rund 400 km hohen Orbit um die Erde kreist. Das ATV wird vollautomatisch am ISS-Servicemodul Svesda andocken und dort bis zu sechs Monate lang bleiben, bevor es wieder abdocken und beim kontrollierten Eintauchen in die Erdatmosphäre mitsamt der dann aus Stationsabfällen bestehenden Nutzlast verglühen wird.
 
Zur Zeit gehen die Planungen der ESA davon aus, dass acht solcher Raumtransporter zur ISS fliegen werden, allerdings kann sich diese Zahl je nach tatsächlicher Nutzungsdauer der Internationalen Raumstation ändern. Die europäischen ISS-Partnerstaaten sind verpflichtet, sich an den laufenden Kosten der Raumstation in einem vertraglich festgelegten Verhältnis zu beteiligten. Die Bereitstellung des ATV stellt eine solche Beteiligung am laufenden Unterhaltungsaufwand dar und hat gegenüber der Leistung von Zahlungen an die NASA den Vorteil, dass die Europäische Raumfahrtindustrie davon unmittelbar profitiert. An Konstruktion und Bau des ATV sind viele Firmen in den ESA-Mitgliedsstaaten beteiligt, Hauptauftragnehmer ist jedoch EADS, ein Konsortium bestehend aus Aerospatiale (Le Mureaux, Frankreich) und DaimlerChrysler Aerospace (Bremen).
 
Das Automated Transfer Vehicle ist ein vollwertiges Raumfahrzeug in der Form eines Zylinders mit einer Länge von 10,1 m und einem Durchmesser von 4,5 m. Es besteht im Inneren aus zwei Teilen, dem eigentlichen Raumfahrzeug mit Antriebs-, Energieversorgungs- und Steuerungssystemen sowie dem Frachtmodul. Das Frachtmodul basiert auf den erstmals bei der Shuttle-Mission STS-102 im März 2001 eingesetzten italienischen Mehrzweck-Logistikmodulen (MPLM), die in der Ladebucht der Raumfähren transportiert und für die Dauer des Shuttle-Aufenthalts bei der ISS an die Raumstation angedockt werden. Insgesamt kann das ATV bis zu 8,2 t Fracht zur Internationalen Raumstation transportieren und 5,5 t Abfälle aus der Raumstation mitnehmen, wenn es nach dem Abdocken beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht.
 
Das Frachtmodul des ATV beinhaltet eine unter Druck stehende und klimatisierte Zone, die mit eigenen Lebenserhaltungssystemen ausgestattet ist (die hierfür notwendige Energie wird von den vier Solarpaneelen des Transporters produziert). Dadurch ist dieser Frachtraum für die ISS-Besatzung ohne Raumanzug zugänglich, was die Ent- und Beladung natürlich sehr erleichtert. In diesem Frachtraum können maximal acht Schränke für die Unterbringung von standardisierten ISS-Frachttransporttaschen untergebracht werden. Weiterhin beherbergt das Frachtmodul mehrere Titaniumtanks, die bis zu 840 kg Wasser, 860 kg Treibstoff und 100 kg Sauerstoff für die ISS aufnehmen können. Die Spitze des Frachtmoduls ist mit der Andockvorrichtung für die Verbindung zum Svesda-Modul sowie verschiedenen Sensoren und Kommunikationsantennen ausgestattet.
 
Das Antriebssystem des ATV besteht aus vier Haupttriebwerken mit jeweils 490 Newton Leistung und 28 Steuerdüsen mit je 220 Newton Leistung, für die maximal 4.500 kg Treibstoff zur Verfügung stehen. Dieser vergleichsweise große Treibstoffvorrat wird natürlich nicht alleine für den Flug zur ISS benötigt, für diesen Zweck würde man mit deutlich weniger Treibstoff auskommen - den Großteil der hierfür benötigten Schubleistung bekommt das ATV ja von der Ariane 5-Rakete mit auf den Weg. Einen Sinn erhält dieser großzügige Treibstoffvorrat erst durch die zweite Funktion, die das Antriebssystem des Transportschiffs zu erfüllen hat: Während der etwa sechsmonatigen Phase, in der das ATV an die Raumstation angedockt bleibt, dient es der ISS als Antriebsmodul. Es wird dann notwendige Ausweichmanöver fliegen, um gefährliche Annäherungen von Weltraumschrott an die Raumstation zu vermeiden, sowie in regelmäßigen Abständen die Bahnhöhe des ISS-Orbits anheben, da die Internationale Raumstation durch den Luftwiderstand der Erdatmosphäre langsam, aber stetig absinkt - selbst in 400 km Höhe sind immer noch (extrem dünne) Atmosphärenschichten vorhanden.
 
Zur Zeit durchläuft ein erstes Testmodell des ATV beim European Space Research und Technology Center (ESTEC) der ESA in Noordwijk (Niederlande) akustische, thermale und Vibrationstests. Die Konstruktion des ersten für den Flug zur ISS bestimmten ATV wird Mitte 2002 beginnen, und der erste Flug zur Internationalen Raumstation ist für das Jahr 2004 vorgesehen.

 
 

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      HotSpot: Hubble Service Mission 3B von Michael Stein 

Am 1. März um 12:22 Uhr (MEZ) hob das Space Shuttle Columbia nach einer Generalüberholung zum ersten Mal seit 1999 wieder zu einem Einsatz in den Weltraum ab. Schon kurze Zeit später registrierte die Missionskontrolle einen reduzierten Druck in einem von zwei Kühlsystemen des Raumschiffs, der allerdings noch knapp über den als zulässig definierten Mindestwerten lag. Nach einigen Stunden intensiver Beratung wurde entschieden, die Mission dennoch fortzuführen.
 
Zwei Tage später erreichte die Raumfähre das Weltraumteleskop und manövrierte es mit Hilfe des Roboterarms in die Ladebucht von Columbia, wo es mit bordeigenen Versorgungssystemen verbunden wurde. Einige Stunden später wurden die Solarpaneele von Hubble aufgerollt, um sie abmontieren und in der Ladebucht des Space Shuttle verstauen zu können. Am 4. März um 07:37 Uhr (MEZ) begann dann der erste von fünf Außeneinsätzen für die Columbia-Besatzung, in dessen Verlauf eines der beiden neuen Solarpaneele am Weltraumteleskop erfolgreich installiert wurde. Einen Tag später, am 5. März um 07:40 Uhr, wurde dann beim zweiten Außeneinsatz dieser Mission das andere Solarpaneel von Hubble ausgetauscht. Außerdem tauschen James Newman und Michael Massimino noch ein Trägheitsnavigationsrad erfolgreich aus, mit dessen Hilfe das Teleskop Lageveränderungen durchführt; obwohl zur Zeit voll funktionstüchtig wurde es ausgetauscht, da im letzten Jahr Anomalien bei diesem Bauteil aufgetreten waren.
 
Der Austausch der Solarpaneele war notwendig geworden, da die bei der ersten Service-Mission im Dezember 1993 angebrachten Exemplare aufgrund natürlicher Alterungsprozesse mittlerweile nicht mehr genug Strom lieferten, um den nach Abschluss dieser Wartungsmission durch die neuen Beobachtungsinstrumente gestiegenen Energiebedarf von Hubble abzudecken. Während die nun abmontierten Solarpaneele eine flexible Struktur aufwiesen - weshalb Sie ähnlich wie eine Jalousie aufgerollt werden können -, sind die neu angebrachten Paneele starr und weisen eine 30 % geringere Fläche auf (dennoch produzieren Sie 8 % mehr Strom als die alten Solarpaneele zu Beginn ihrer Einsatzzeit). Die geringere Fläche der Solarpaneele ist vorteilhaft, da die Abbremsung von Hubble durch Atmosphärenreste geringer als bisher ausfallen wird.
 
Der dritte "Weltraumspaziergang" begann erst mit Verspätung, da der Raumanzug von John Grunsfeld ein Leck aufwies, durch das Kühlwasser auslief. Erst nachdem er einen anderen Raumanzug angezogen hatte, konnte der Einsatz am 6. März um 09:28 Uhr beginnen. Während dieser EVA (= "Extravehicular Activity") kam es zum wahrscheinlich schwierigsten und wichtigsten Geräteaustauschs der gesamten Service-Mission. Die für die Energieverteilung und -kontrolle zuständige Power Control Unit (PCU) ist kein für den Austausch vorgesehenes Bauteil von Hubble, weswegen die beiden Astronauten John Grunsfeld und Richard Linnehan eine sehr schwierige Arbeit zu erledigen hatten. Über dreißig Kabelverbindungen in teilweise nicht einsehbarer Lage mussten erst gelöst und nach Einbau der neuen PCU wieder hergestellt werden. Zu diesem Zweck wurde das Weltraumteleskop zum ersten Mal komplett abgeschaltet, weshalb natürlich auch keinerlei aktive Temperaturkontrolle für die Bestandteile von Hubble möglich war - eine wesentliche Verzögerung des PCU-Austauschs hätte deswegen zu gravierenden Schäden am Teleskop geführt. Aber auch diese Aufgabe wurde mit Bravour erledigt und bewies einmal mehr, wie gut die Vorbereitung der Astronauten war.
 
Außeneinsatz Nummer vier begann am 7. März um 10:00 Uhr (MEZ). Bei diesem Einsatz wurde die Advanced Camera for Surveys (ACS) eingebaut, die eine enorme Verbesserung der Beobachtungsleistung von Hubble ermöglichen wird: Gegenüber dem Vorgängerinstrument ist die in einer gegebenen Zeiteinheit erzielbare Beobachtungsleistung zehn Mal größer. Die ACS enthält drei elektronische Kameras und ist in der Lage, Bilder in einem vom Ultravioletten bis zum Nahen Infrarot reichenden Spektralbereich aufzunehmen. Bisher war an ihrer Stelle die Faint Object Camera installiert, das letzte Original-Beobachtungsinstrument des Weltraumteleskops (alle anderen Beobachtungsinstrumenten wurden bereits bei früheren Wartungs-Missionen ausgewechselt).
 
Der letzte von fünf Außeneinsätzen begann gestern um 09:46 Uhr (MEZ). Die Shuttle-Astronauten John Grunsfeld und Richard Linnehan installieren ein neues, experimentelles Kühlsystem für die Infrarotkamera NICMOS. Das Kühlsystem ist erforderlich, um die Kamera wieder in Betrieb nehmen zu können, da für die Beobachtung der so genannten "Nahen Infrarot-Strahlung" (= Wärmestrahlung) das Beobachtungsinstrument auf extrem niedrige Temperaturen von weniger als -190° C heruntergekühlt werden muss. Das nach der Installation von NICMOS im Februar 1997 während der zweiten Hubble-Servicemission verwendete Kühlmittel war zwei Jahre später wegen eines winzigen Lecks im Kühlmittelkreislauf aufgebraucht, so dass die Kamera seitdem außer Betrieb war.
 
Nachdem auch dieser Außeneinsatz erfolgreich verlaufen war, wurde das Weltraumteleskop heute um 11:04 Uhr (MEZ) wieder in den Orbit entlassen. Bis zur nächsten, für 2004 geplanten Service-Mission wird Hubble wieder alleine in 600 km Höhe seine Bahnen um die Erde ziehen. In den nächsten Wochen werden noch weitere Tests und Kalibrierungen folgen, und wenn auch diese Phase erfolgreich abgeschlossen ist, steht den Wissenschaftlern ein Weltraumteleskop zur Verfügung, dessen neue Leistungsfähigkeit aufregende Entdeckungen erwarten lässt.

Related Links:
Hotspot-Archiv

 
 

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      History Special: Das Apollo-Sojus-Programm von Karl Urban 

Im Jahr 1972 wurde mit Apollo 17 die bis heute letzte Mondlandung durchgeführt. Danach wurden die Mittel der NASA aufgrund der enormen Investitionen für das Apollo-Programm gekürzt. Allerdings waren dafür eine Vielzahl Systeme entwickelt worden, die man noch einmal für eine Mission einsetzen wollte. Diese sollte zwar nicht auf dem Mond sondern "nur" im Erdorbit stattfinden, aber ihre symbolische Bedeutung war umso wichtiger: Das Apollo-Sojus-Programm, das eine erste Zusammenarbeit im All der Supermächte UdSSR und USA darstellte.
 
Aufwändige Vorbereitungen
Am Anfang der gemeinsamen Mission standen Treffen der Führungspersönlichkeiten der NASA und der russischen Raumfahrtbehörden. Danach folgten viele Austausche von Technikern aber auch Raumfahrern, um einen reibungslosen Ablauf im All zu gewährleisten. Hierfür mussten die sowjetischen Kosmonauten englisch und die amerikanischen Astronauten russisch lernen. Die Vorbereitungen auf das Projekt erstreckten sich über mehrere Jahre.
 
Start
Die Startvorbereitungen in Cape Canaveral, USA und Tyuratam, UdSSR verliefen ohne Zwischenfälle. Am 15. Juli 1975 startete Sojus mit den Kosmonauten Alexej Leonow und Valeri Kubasow an Bord. Der Start war der erste der Sowjetunion, der weltweit übertragen wurde. Die Kapsel erreichte etwa neun Minuten später ihre Zielumlaufbahn.
Siebeneinhalb Stunden nach Sojus startete das Apollo-Raumschiff an der Spitze einer Saturn 1B-Rakete. An Bord waren Thomas Stafford, Vance Brand und Donald Slayton. Nach dem Abkoppeln von der Startstufe trennte sich die Kommandokapsel vom Dockingmodul und drehte sich um 180°, um dann wieder daran anzudocken. Dieses Manöver war auch vor jeder Mondlandung nötig, damit ein späteres Andocken möglich war.
 
Experimente und Rendezvous
Den zweiten Tag im All wurden an Bord des Apollo-Raumschiffs mehrere Experimente durchgeführt, die ebenfalls einen wichtigen Anteil an der Mission hatten. Um 8.01 Uhr ostamerikanischer Zeit (OAZ) des 17. Julis meldete Astronaut Brand den Sichtkontakt zur Sojus-Kapsel. Nach dem langsamen Annähern der beiden Flugkörper und den Genehmigungen der beiden Bodenstationen wurde das Rendezvous-Manöver durchgeführt.
Aufgrund verschiedener Luftgemische an Bord der Raumschiffe, musste das Docking-Modul als Schleuse benutzt werden. Um 14.15 Uhr begaben sich Stafford und Slayton in die Sojus-Kapsel und die Mannschaften begrüßten sich. Danach führten alle gemeinsam im Docking-Modul ein internationales Schmelzofenexperiment durch. In den zwei Tagen, die die Flugkörper gekoppelt waren, wurden mehrere Besuche auf beiden Seiten durchgeführt. Nach 47 Stunden und 17 Minuten trennten sie sicher wieder. Danach wurden noch einige Experimente durchgeführt, wobei sich das Apollo-Raumschiff beispielsweise vor die Sonne schob, um den Sojus-Kosmonauten eine Sonnenbeobachtung zu ermöglichen (ähnlich wie bei einer echten Sonnenfinsternis).
 
Landungen
Am 21. Juli leitete die Sojus-Kapsel die Wiedereintrittsprozedur ein. Auch die Landung der Kapsel sollte ähnlich wie der Start erstmals im Fernsehen weltweit übertragen werden. So wurden zwei Hubschrauber mit Fernsehkameras ausgerüstet und in der Landungszone stationiert. Die Landung von Sojus verlief ohne weitere Zwischenfälle.
Nach dem Abschied von der russischen Raumkapsel blieb das Apollo-Raumschiff noch dreieinhalb Tage länger im All. So wurden weitere äußerst erfolgreiche Experimente durchgeführt. Am 23. Juli führte man in den USA die erste Pressekonferenz durch, an der Astronauten per Funk teilnahmen. Am 24. Juli um 15.44 Uhr OAZ nach 138 Erdumläufen trennte sich die Apollo-Wiedereintrittskapsel vom Kommandomodul und leitete den Wiedereintritt ein. Um 16.18 Uhr setzte sie nordwestlich von Honululu im Pazifik auf.
Allerdings verlief die Apollo-Landung nicht so reibungslos wie die der russischen Kollegen. So versagten wahrscheinlich mehrere automatische Systeme für Bremsfallschirme und mussten erst durch die Astronauten manuell ausgelöst werden. Durch diese verzögerte Öffnung der Fallschirme war der Aufprall höher als geplant und die Kapsel kenterte nach dem Aufsetzen. Erst nach mehreren Minuten konnten sie die Ballons an der Oberseite in die richtige Lage bringen. Die Landung der Apollo-Kapsel stellte die letzte amerikanische Mission dar, deren Raumfahrtzeug am Fallschirm landete. Ab 1981 wurden alle bemannten Missionen mit dem Space Shuttle durchgeführt, das wie ein Flugzeug landen kann.
 

In den nächsten Ausgaben berichten wir über die verschiedenen Raumstationsprojekte in Ost und West: Skylab, Saljut und Mir.

Related Links:
Saturn-Rakete
Bemannte Raumfahrt
Russische Trägerraketen
NASA-Seite zur Apollo-Sojus-Mission

 
 

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      ISS Weekly Report von Raphael Kallensee 

Routinearbeiten im Orbit
Wissenschaftliche Arbeiten und die Benutzung des Roboterarms der Station waren die Hauptaufgaben der Expedition Four-Crew an Bord der Internationalen Raumstation (ISS). Auch Wartungsarbeiten waren an der Tagesordnung: so reparierten sie das Active Rack Isolating System, indem sie ein defektes Bauteil gegen ein neues auswechselten. Das System dient zur Reduzierung von Vibrationen, die durch die Bewegung der Astronauten entstehen, aber hoch sensible Experimente stören können.
 
Einige Proben wurden für den Transport zur Erde vorbereitet: beispielsweise von Wasserproben erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die benötigten Nährstoffe, die Pflanzen zum Überleben in der Schwerelosigkeit benötigen.
 
Die Crew installierte am Fenster des Destiny-Labors eine Digitalkamera ("EarthCam"). Diese soll Schülern auf der Erde ein besseres Studium der Topographie der Erde ermöglichen. Dazu wurde der Roboterarm ein Stück weit bewegt, damit er nicht die Sicht aus dem Destiny-Labor blockiert.
 
Mit dem Roboterarm wurden weiterhin einige Tests durchgeführt. Dies geschah in Vorbereitung auf die Shuttlemission, bei der die S0-Struktur an der Station befestigt werden soll - sozusagen das neue "Rückrat" der Station.
 

In eigener Sache: In der letzten Woche konnte aus redaktionstechnischen Gründen kein neuer "ISS Weekly Report" erscheinen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ab sofort erfahren Sie natürlich wieder wöchentlich das Neueste rund um die ISS.

Related Links:
Internationale Raumstation

 
 

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      Surftipp: Urbin.de von Karl Urban 

Die bemannte Raumfahrt ist in ihrer über 40jährigen Geschichte ein unheimlich umfangreiches Fachgebiet geworden. So wundert es nicht, das sich jede Raumfahrtseite im Internet auf bestimmte Teilbereiche spezialisiert und nicht auf alle Aspekte eingehen kann.
Ganz anders ist da die Seite www.urbin.de. Der Autor bespricht alle Programme der bemannten Raumfahrt in Ost und West - von Mercury bis zum Space Shuttle, von Wostok bis zur Mir und zur ISS. Es finden sich bei jedem Programm Informationen zu den Raumfahrern, Raumfahrzeugen, Trägerraketen und den einzelnen Missionen.
Überhaupt nicht zu der Qualität der Inhalte zu passen scheint die Aufmachung der Seite. So wirken die einfachen Navigationsbuttons und das Layout der Projektseiten den hochwertigen Inhalten nicht angemessen.
 
Trotz allem ist Urbin.de Pflicht für jeden, der sich einmal umfassend informieren oder einen Streifzug durch die bemannte Raumfahrt unternehmen möchte.

 
 

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      InDetail: Anordnung der Galaxien von Walter Maierhofer 

Materie scheint eine Neigung zur Ordnung zu haben: Atome gruppieren sich zu Molekülen, Moleküle zu komplexen Objekten wie z.B. Sterne und Sterne bilden Galaxien; selbst diese scheinen auch eine Ordnung zu haben...
 
Der einfachste Verband wird durch zwei oder drei Galaxien gebildet. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Milchstrasse mit ihren zwei Trabanten, den Magellanschen Wolken. Weitaus komplexer sind Galaxiewolken, die sich wiederum zu Überwolken anordnen. Wenn wir die Verteilung der uns nächsten Sternsysteme ansehen, müssen wir annehmen, dass 80% der Galaxien Teil einer Wolke sind und dass eine ganze Anzahl von Wolken (etwa die Hälfte) Teil von anderen Überwolken sind.

 
 

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"In Space Newsletter" #015

Erscheinungsdatum:
9. März 2002
Auflage: 476 Exemplare


Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein

Redaktionsleitung:
David Langkamp

Schlussredaktion:
Michael Stein


Redaktion:
Günter Fischer
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Walter Maierhofer
Meik Lampmann
(Space-Weltraum.de)
Sven Piper
(Astris.de)

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