In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #018 vom 30. März 2002

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In Space - The Raumfahrer.net

Inhalt

Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.   

 

"In Space Newsletter"
Ausgabe #018


> Updates:
Updates / Umfrage

> News:
Astronomie- und Raumfahrtnews

> Space Focus:
Entfernungs-Messungen im All

> HotSpot:
Die chinesische Raumfahrt

> History Special:
Raumstation Mir (1)

> ISS:
Weekly Report

> Surftipp:
Astronomium

> InDetail:
Zwergsterne

> Impressum:
Disclaimer & Kontakt

      Intro von Karl Urban 

Verehrte Leserinnen und Leser,

ich stand neulich mit einem Freund unter sternenklarem Himmel und entdeckte eher zufällig einen sehr hellen Punkt, der sich schnell von einem Horizont zum anderen bewegte und schon nach 30 Sekunden wieder verschwunden war. Mein Freund war verwundert über mein Interesse: "Das war doch bistimmt nur irgendein Satellit." Ich gab zu bedenken, dass dies von der Helligkeit zu großer Wahrscheinlichkeit die ISS war, die ihre Bahnen um die Erde zieht. Wie kommt es, dass man sich so faszinieren lassen kann, von "irgendeiner Raumstation", wie sie da um die Erde kreist. Und was habe ich davon, außer das auch meine Steuergelder en masse darin investiert werden. Nun ja, eine konkrete Antwort auf diese Frage, beantwortet von einem wahren Raumfahrtfan, würde mit Sicherheit den Umfang dieses Intros sprengen. Jedoch können auch Bilder für sich sprechen. So wurde die Rubrik Wallpapers (Hintergrundbilder) auf Raumfahrer.net in dieser Woche komplett erneuert. So finden Sie hier beispielsweise auch faszinierende Wallpapers, die die ISS zeigen. Und ich verspreche Ihnen, spätestens wenn eines dieser Bilder Ihren Desktop schmückt, verstehen Sie die Faszination der ISS. ;-)

Natürlich möchte ich Ihnen nicht die Inhalte der Osterausgabe des InSpace Newsletters nicht vorenthalten. Sie können eine Rundfahrt von der Chinesischen Raumfahrt über Entfernungsmessungen im All bis hin zur alt ehrwürdigen Raumstation Mir unternehmen. Dazwischen finden Sie in den Rubriken ISS Weekly Report, Surftipp und InDetail haufenweise Lesestoff.

Viel Spaß beim Lesen und frohe Ostern wünscht

            Karl Urban
            Chefredakteur "In Space - The Raumfahrer.net"
 
 

 
 

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Umfrage:
Finden Sie es sinnvoll, dass Europa das Satelliten gestützte Navigations-System GALILEO aufbaut?

Ja
Nein



      Updates / Umfrage

Wir haben unsere Wallpaper-Rubrik komplett umgestaltet - ein Besuch lohnt sich!... go

Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet... go

Die deutsche Raumfahrt muss gefördert werden! Zum Start des Raumcon-Forums werden noch Moderatoren gesucht... mail

 
 

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      News

• INTEGRAL Datenzentrum wird vorgestellt   <mehr>
• ENVISAT: Erste Bilder veröffentlicht   <mehr>
• ESA auf der Suche nach extrasolaren Planeten   <mehr>
• China startet erfolgreich eine Rakete   <mehr>
• Versorgungsschiff bringt Nachschub zur Station   <mehr>
• Physics on Stage   <mehr>
• ATV im Rampenlicht   <mehr>



» INTEGRAL Datenzentrum wird vorgestellt
29. Maerz 2002 - Während der ESA-Satellit INTEGRAL für den Start im Oktober 2002 fertiggemacht wird, bereitet sich das INTEGRAL-Wissenschaftsdatenzentrum in Versoix (Schweiz) auf den Betrieb vor.
INTEGRAL, das empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium, das je gestartet wurde, ist zur Beobachtung einer der energiereichsten Arten von Strahlung aus dem Weltraum bestimmt. Es soll Quellen von Gammastrahlung aufspüren und mit bisher unerreichter Genauigkeit untersuchen und damit einige der größten Geheimnisse in der Wissenschaft entschlüsseln helfen: INTEGRAL soll den Ursprung rätselhafter Gammastrahlenausbrüche, bei denen in kurzer Zeit gewaltige Mengen von Energie freigesetzt werden, suchen und viele neue Erkentnisse über Sternenexplosionen und schwarze Löcher vermitteln.

INTEGRAL wird uns nicht nur sagen, wo im Universum wir nicht leben könnten, sondern auch Aufschluß über Prozesse wie die Entstehung der chemischen Elemente geben, die das Universum bewohnbar gemacht haben.
(
la - Quelle: ESA)

» ENVISAT: Erste Bilder veröffentlicht
28. Maerz 2002 - Die europäische Weltraumbehörde ESA hat erste Bilder des am 1. März gestarteten europäischen Umweltsatelliten ENVISAT veröffentlicht. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass die Inbetriebnahme der zehn wissenschaftlichen Messgeräte an Bord des Satelliten bisher erfolgreich verlaufen ist.
Nachdem das riesige Solarpaneel des Satelliten sowie die Radar- und Funkantennen in den ersten Tagen nach dem Start entfaltet worden sind, wurden nach und nach sämtliche Messinstrumente von ENVISAT aktiviert. Alle zehn Instrumente haben die ersten Funktionstest einwandfrei absolviert. Erste Messwerte, die im Rahmen der noch mehrere Monate andauernden Kalibrierungsphase gewonnen wurden, haben die hochgesteckten Erwartungen der am Projekt beteiligten Wissenschaftler erfüllt. So wurde jetzt von der ESA unter anderem eine Aufnahme der ASAR-Radarantenne veröffentlicht, die das Auseinanderbrechen des rund 3.250 km2 großen Larsen B-Eisschelfs zeigt. Die von ENVISAT gewonnenen Daten und die historischen Daten der seit Anfang der 1990er Jahre um unseren Planeten kreisenden ERS-Erdbeobachtungssatelliten der ESA zeigen den Rückzug von Larsen B und anderer Eisschelfe, die wichtige Hinweise auf den Klimawandel in den Polregionen lieferen.
 
Das "Abbildende Spektrometer mittlerer Auflösung" (MERIS) an Bord von ENVISAT hat in den ersten Tagen nach seiner Inbetriebnahme die Konzentration von Phytoplankton und Chlorophyll in der westafrikanischen Region gemessen. Als weitere wichtige Eigenschaft gibt dieses Instrument Auskunft über dynamische Aufwallungsgebiete und ihre Primärproduktion. Diese Informationen erleichtern die Bewirtschaftung der Fischbestände, da solche Aufwallungsgebiete zu den wichtigsten Fischfanggründen gehören. Eine Klimaänderung wirkt sich auf die Intensität und geographische Lage der Aufwallungsgebiete aus, was für die Wirtschaft und Lebensqualität in den betreffenden Regionen gravierende Folgen hat. Darüber hinaus trägt MERIS mit Informationen über die Primärproduktion der Weltmeere zu einem besseren Verständnis des Kohlenstoffkreislaufs bei.
 
Die ESA hat weitere von ENVISAT aufgenommene Bilder im Internet unter der Adresse
http://www.esa.int/envisat veröffentlicht. Ausführlichere Informationen zu diesem europäischen Umweltsatelliten finden Sie auf den Seiten unseres ENVISAT-Special.
(ms - Quelle: ESA)


» ESA auf der Suche nach extrasolaren Planeten
27. Maerz 2002 - ESA testet eine neue Methode um Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu entdecken. Mit einem Nulling Interferometer versuchen sie neue Planeten zu erspähen.
Einen schwach leuchtenden Planeten neben einem hellen Stern zu sehen, ist so ähnlich wie eine Kerzenflamme hinter einem Scheinwerfer. Um diese Problem zu lösen erforschten ESA (European Space Agency) und ESO (European Southern Observatory) ein neues Konzept namens Nulling Interferometer. Zunächst wird das System auf der Erde getestet bevor es in den Weltraum übersiedelt.
Das Nulling Interferometer verbindet die Signale mehrerer Teleskope und filtert dabei das Licht des Zentralgestirns heraus. Dies erleichtert es die schwach leuchtenden Planeten zu sehen. Das Licht des Zentralgestirns wird aufgrund der Welleneigenschaften ausgelöscht. Das Licht des Planeten bleibt aber erhalten, da es sich auf anderen Bahnen der Erde nähert.
ESA und ESO wollen eine neues System bauen, welches sie GENIE (Ground-based European Nulling Interferomter Experiment) taufen. Dieses System nutzt die Daten der ESO VLTs (Very Large Telescope) in Chile.
Dieser Test ist die perfekte Vorbereitung für das Darwin Projekt. Projekt Darwin soll das ganze System in den Weltraum verlagern. Darwin soll aus insgesamt 6 Weltraumteleskopen und 2 anderen Spacecrafts bestehen. Ein Hub wird das ganze System verwalten und die Aufgabe des Verbindens der Signale übernehmen.
Wenn GENIE erst einmal läuft wird es ein guter Trainingsplatz für die späteren DARWIN Astronomen sein. An GENIE können sie lernen die Daten richtig zu interpretieren. Auch wird man Sterne mit großen Potential für DARWIN suchen können um möglichst schnell Erfolge aufzeigen zu können. GENIE wird somit etwaige Fehlplaneten aufdecken können und vielleicht einige riesen Planeten entdecken.
Auf der Erde gibt es zwei entscheidende Störfaktoren, welche die Beobachtung stören. Einerseits ist es die Erdatmosphäre, welche die Auslöschung stört, und andererseits die Wärmeabstrahlung. Viele Planeten werden vor allem im Infrarot-Bereich sichtbar und deswegen erschwärt die Wärmeabstrahlung der Erde die Suche. Dies sind die Gründe warum es so wichtig ist das Projekt in den Weltraum zu verlagern.
Im Weltraum sind diese Probleme nicht vorhanden, und DARWIN wird in der Lage sein kleine erdähnliche Planeten zu entdecken.
(
fs - Quelle: ESA)

» China startet erfolgreich eine Rakete
26. Maerz 2002 - Mit an Bord sind wissentschaftliche Instrumente und Testpuppen.
Es ist schon der dritte erfolgreiche Start einer Shenzhou Kapsel. Damit treibt China seine Ehrgeizigen Weltraumpläne weiter voran. Denn in den nächsten Jahren soll die Technik weiter entwickelt werden, so das 2005 der erste bemannte Raumflug mit einer Shenzhou Kapsel stattfinden kann und China, hinter den USA und Russland, eine weitere Nation wäre, die über einen bemannten Zugang zum All verfügt. Möglichweise befinden sich auch schon auf dem jetzigen Flug einige tierische Lebewesen an Bord. Gestartet wird die Shenzhou Kapsel mit einer Rakete des Typs " Langer Marsch 2".
(
sp)

» Versorgungsschiff bringt Nachschub zur Station
26. Maerz 2002 - "Progress 7", ein unbemanntes Russisches Versorgungschiff, dockte am Sonntag an der Internationalen Raumstation an um der Expedition Vier Crew an Bord des orbitalen Vorpostens Versorgungsgüter, Treibstoff und Lebensmittel zu überbringen.
Das Raumschiff startete am Donnerstag vom Baikonur Cosmodrome in Kasachstan und verbrachte drei Tage im Orbit bis es schließlich um 14:58 CST (2058 GMT) die Station in 386 Kilometern über Zentralasien erreichte. Die Mitglieder der Expedition Vier Crew - Commander Yury Onufrienko und Flight Engineers Carl Walz und Dan Bursch - begannen am Montag die Fracht zu entladen. Die Crew beginnt in dieser Woche sich auf die Ankunft des Space Shuttles Atlantis vorzubereiten. Dieses ist bereit am 4. April vom Kennedy Space Center in Florida zu starten. Die Mission STS-110 wird das Bauteil S0 (S-Zero) Truss zur Station bringen.


Ganzer Artikel


(dm - Quelle: today@nasa.gov)


» Physics on Stage
26. Maerz 2002 - Die zweite Veranstaltung unter dem Motto "Physik im Rampenlicht" ist ein Festival für Physik-Lehrer, das vom 2. bis 6. April im ESTEC, dem Forschungs- und Technologiezentrum der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in den Niederlanden, stattfindet.
Vierhundert Lehrer und Bildungsfachleute aus 22 europäischen Ländern wurden in nationalen Veranstaltungen als die Bewerber mit der höchsten Motivierung und den ideenreichsten Projekten für den Physik-Unterricht ausgewählt. Sie werden eine Woche lang im ESTEC zusammenkommen, um Gedanken auszutauschen, Lehrkonzepte zu erörtern und Empfehlungen dazu auszuarbeiten, wie der heutige Physik-Unterricht ansprechender und spannender gestaltet werden kann. Diese Veranstaltung folgt auf das erfolgreiche erste Festival mit dem gleichen Motto, das im November 2000 beim CERN in Genf stattfand. Sie wird von der ESA als Gastgeber unter Mitwirkung von fünf weiteren europäischen Forschungsorganisationen - CERN, ESO, EFDA-JET, EMBL und ESRF - ausgerichtet. Während der Veranstaltungswoche werden zahlreiche prominente Besucher erwartet, darunter der Nobelpreisträger 1999 für Physik, Gerard t'Hooft, der niederländische Minister für Forschung, Kultur und Wissenschaft, Dr. L. Hermans, sowie Direktoren führender europäischer Forschungsorganisationen und Vertreter der Europäischen Kommission. Das Festival umfaßt vier Hauptbestandteile: Sondervorführungen, Präsentationen der Delegierten, Workshops zu aktuellen Themen und eine Messe, auf der die Teilnehmer ihre Projekte vorstellen und die ihrer europäischen Kollegen kennenlernen können - ein lebendiges Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch und gegenseitige Inspiration. Die Vertreter der Medien sind am Freitag, den 5. April eingeladen, das Festival zu besuchen, an einer Pressekonferenz teilzunehmen und die ESA-Einrichtungen im ESTEC zu besichtigen.


Web-Seite für das Festival Physics on Stage 2


(dm - Quelle: ESA)


» ATV im Rampenlicht
24. Maerz 2002 - Am 9. April stellt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) das Automatische Transferfahrzeug (ATV), Europas neuen vielseitigen Raumschlepper zur Versorgung der Internationalen Raumstation, erstmals der Öffentlichkeit vor.
Die Medienveranstaltung - eine einzigartige Gelegenheit, das ATV vor seinem für den Herbst 2004 geplanten Erststart in seiner kompletten Einsatzkonfiguration zu sehen - findet im Weltraumforschungs- und Technologiezentrum der ESA (ESTEC) im niederländischen Noordwijk statt.
Die Internationale Raumstation (ISS) muß regelmäßig mit Ausrüstung für wissenschaftliche und kommerzielle Zwecke, Treibstoff zur Anhebung ihrer Bahnhöhe, Ersatzteilen sowie Proviant, Sauerstoff- und Wasservorräten für die ständige Mannschaft beliefert werden. Ab seinem Jungfernflug im Herbst 2004 wird das ATV bei der Versorgung der ISS eine entscheidende Rolle spielen.
Die ESA wird mindestens acht ATV bauen; die genaue Zahl hängt von der tatsächlichen Betriebsdauer der Raumstation ab. An dem Vorhaben sind dreißig Unternehmen aus zehn europäischen Ländern unter der Leitung von EADS Launch Vehicles (Frankreich) beteiligt, das außerdem Beiträge von acht Firmen aus Rußland und den USA zur Entwicklung des Raumschleppers koordiniert.
Related Links:
ATV im Detail
ESA-Seite zum ATV
(ku - Quelle: ESA)


 
 

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      Space Focus: Entfernungs-Messungen im All von Franz Schmied 

Wie misst man die Entfernung zu entfernten Sternen?

Um Entfernungen im All zu messen verwendet man zwei Methoden, die direkte und die indirekte Messung. Die direkte Messung wurde erst durch den Bau besonders leistungsfähiger Fernrohre möglich. Diese Messung wird auch als Trigonometrische Parallaxen-Messung bezeichnet.

Wie funktioniert nun diese Messung? An einem beliebigen Tag misst man den Winkel zum jeweiligen Stern. Ein halbes Jahr später misst man den Winkel wieder. Dabei erkennt man einen Unterschied und kann so, mittels Trigonometrie, die Entfernung berechnen. Um die bestmögliche Genauigkeit zu verwenden benutzte man früher die beiden Äquinoktialpunkte (Tag/Nachtgleiche).

Die Methode der Triangulation hatte schon Thales im sechsten vorchristlichen Jahrhundert verwendet, um die Entfernung eines Schiffes von der Küste zu bestimmen. Von zwei verschiedenen Standpunkten A und B im Abstand AB misst man die Winkel a und b. Mit diesen beiden Winkeln kann man ein Dreieck konstruieren und somit die Entfernung bestimmen. Der Abstand der beiden Punkte A und B entspricht in unserem Fall der doppelte Abstand Sonne - Erde, da ein halbes Jahr zwischen den beiden Messpunkten liegt.
Die dirkete Methode lässt sich allerding nur für Sterne in unmittelbarer Nähe anwenden. Sie reicht in etwa für Entfernungen von ca. 150 Lichtjahren.

Die indirekte Methode basiert auf Farb- und Intensitätsmessungen. Die Farbmessung beruht auf dem Doppler-Effekt. Der Doppler-Effekt besagt, dass ausgesendetes Licht eines Objekte, welche sich von der Erde entfernen, ins Rote verschiebt. Diese Rotverschiebung ist proportional zur Entfernung des Objektes zur Erde.

Die Intensitätsmessung geht davon aus, dass bestimmte Sterne, Nebel überall im Universum die gleiche Leuchtkraft besitzen. Kommt nun bei uns ein abgeschwächter Lichtstrahl an, so lässt sich aufgrund der Abschwächung die Entfernung bestimmen.
Mit Hilfe der indirekten Messung sind wir in der Lage Entfernungen bis über 5 Milliarden Lichtjahre hinweg zu bestimmen.


Related Links:
Astronomie

 
 

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      HotSpot: Die chinesische Raumfahrt von Clemens Mach 


Aus urheberrechtlichen Gründen musste dieser Hotspot entfernt werden.

Sie können einen informativen Artikel zur chinesischen Raumfahrt hier abrufen.

Related Links:
Hotspot-Archiv

 
 

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      History Special: Raumstation Mir (Teil 1) von Karl Urban 

Planungsphase
Noch während sich die erfolgreiche Station Saljut 6 (siehe InSpace Newsletter #017) im Erdorbit befand und vor dem Start von Saljut 7 wurden in Moskau Planungen für eine Nachfolgestation des Saljut-Programms gemacht: Der Mir.
Der erste Entwurf sah einen Basisblock vor, an dem bis zu vier modifizierte Saljut-Module hätten angedockt werden können. Der Entwurf wurde aber frühzeitig verworfen. Nach dem Wechsel der Konstruktionsabteilung für die neue Raumstation entstand ein neues Konzept, welches aber wiederum verworfen werden musste. Jediglich das spätere Mir-Modul Quant wurde innerhalb dieses zweiten Projektentwurfs wirklich gebaut. Erst für die Station Saljut 7 geplant, wurde Quant später wegen Verzögerungen bei der Konstruktion Teil der Mir.
Schließlich einigte man sich auf einen modifizierten Basisblock FGO, an dem verschiedene Gerätemodule angebracht werden konnten. Diese wurden später durch die Mir-Module Quant 2, Kristall, Spektr und Priroda verwirklicht.

Der Start der Mir
Nachdem die Konstruktion des Mir-Basisblocks abgeschlossen war, wurde er sofort ohne die vorher übliche Erprobung nach Baikonur transportiert. Hier mussten alle vorhandenen Kabelstränge nocheinmal ausgetauscht werden, bis der Block startbereit war. Der Starttermin - der 27. Parteitag der KPdSU - wurde eingehalten und die Sowjetunion bewies mit dem Start des Mir-Basisblocks am 19. Februar 1986, dass sie simultan zwei Raumstationen betreiben kann (Saljut 7 und Mir).

Der Basisblock der Mir
Das zentrale Modul der Mir war der Basisblock (Core Modul). An den Längsseiten konnten weitere Module und an den Enden Versorgungsschiffe bzw. das wissenschaftliche Modul Quant andocken. Der Mir-Basisblock mit einer Länge von 13,3 Metern und einem Volumen von 90 Kubikmetern war in vier Bereiche aufgeteilt: Durchgangsbereich, Arbeitsraum, Zwischenraum und Triebwerksraum.
Im Durchgangsraum waren zusätzlich fünf weitere Andockstutzen für Versorgungsschiffe und weitere Module montiert. Im Arbeitsraum befanden sich die Kommando-Station der Mir, der Zentralcomputer, eine Station zum Körpertraining der Kosmonauten sowie der Wohn- und Essbereich. Zur Erdbeobachtung waren 13 Bullaugen installiert. Im hinteren Triebwerksraum des Mir-Basisblocks befanden sich das Antriebssystem sowie die Rendezvous- und Funkantennen.

In der nächsten Ausgabe berichten wir weiter über die Raumstation Mir.



Related Links:
Mir.Infoarchiv.de
Bemannte Missionen

 
 

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      ISS Weekly Report von Karl Urban 

Die Astronauten der Expedition 4 Crew Carl Walz und Dan Bursch beendeten in dieser Woche erfolgreich Übungen mit dem ISS-Roboterarm Canadarm 2. Diese waren nötig, um die bevorstehende Mission STS-110 des Space Shuttles Atlantis zu erproben. Während des Besuchs der Atlantis soll der erste Teil der Trägerkonstruktion der ISS montiert werden, bei der Canadarm 2 unerlässlich ist.
Die zurückliegende Woche war für die drei ISS-Insassen eine besonders arbeitsreiche. Am vergangenen Sonntag dockte ein russisches Progress-Versorgungsfahrzeug an die Station an und brachte Nachschub. Daneben wurden bereits begonnene wissenschaftliche Experimente fortgesetzt.


Related Links:
Internationale Raumstation

 
 

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      Surftipp: Astronomium von Dominik Mayer 

Astronomium widmet sich der Raumfahrt und der Astrofotografie. Die Site enthält unter anderem Informationen über die erste Mondmission, und die Raumstationen MIR und ISS. Aus einer Liste werden die Abkürzungen, sowie die lateinischen Namen der Sternbilder, ersichtlich, wovon jedoch erst einige detailliert erläutert werden.

Das beste an Astronomium ist jedoch ohne Zweifel die Astrofotografie-Sektion. Zuerst wird die benötigte Grundausrüstung beschrieben und es wird näher auf die nachgeführte, sowie die projizierte Astrofotografie eingegangen. Man erfährt die besten Einstellungen für die Aufnahme der verschiedensten Himmelskörpern. Fotografien von Sonne und Mond verdeutlichen die Unterschiede der einzelnen Konfigurationen.

 
 

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      InDetail: Zwergsterne von Karl Urban 

Nach der derzeit gängigen Theorie zur Sternentwicklung gibt es drei Szenarien, wie ein Stern "stirbt", wenn er seinen Brennstoffvorrat aufgebraucht hat. Ein supermassereicher Stern kollabiert zu einem Schwarzen Loch und ein durchschnittlich massereicher Stern wird zu einem Neutronenstern oder Pulsar. Die Masse eines kleinen Sterns (unter 1,4 Massen unserer Sonne) reicht nicht aus, um zu einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch zu kollabieren. Nachdem die äußere Hülle eines solchen Sterns in einer Supanova-Explosion abgeworfen wurde, schrumpft er etwa auf die Größe der Erde. Obwohl in seinem Innern keine Kernfusionsprozesse mehr ablaufen, glüht der neu entstandene Zwergstern noch etwa seine doppelte Lebensdauer als "normaler Stern". Danach existiert er als Schwarzer Stellarkörper weiter. Ein ähnliches Schicksal dürfte auch unsere Sonne in etwa vier Milliarden Jahren ereilen.

 
 

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"In Space Newsletter" #018

Erscheinungsdatum:
30. März 2002
Auflage: 495 Exemplare


Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein

Redaktionsleitung:
David Langkamp

Redaktion:
Günter Fischer
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Walter Maierhofer
Dominik Mayer
Franz Schmied

Meik Lampmann
(Space-Weltraum.de)
Sven Piper
(Astris.de)

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Herausgeber und Verantwortlicher im Sinne des Presserechts ist Mark Ralf Thomson, Schwedt (Oder).
 
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