In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #024 vom 11. Mai 2002

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In Space - The Raumfahrer.net

Inhalt

Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.   

 

"In Space Newsletter"
Ausgabe #024


> Updates:
Updates / Umfrage

> Top-Meldung:
ISS bald unbemannt?

> News:
Astronomie- und Raumfahrtnews

> Space Focus:
Urknall und Expansion des Alls

> HotSpot:
Raumfahrt auf der ILA 2002

> ISS:
Weekly Report

> Surftipp:
Hubble Site

> InDetail:
Feststoff-Booster

> Impressum:
Disclaimer & Kontakt

      Intro  

Verehrte Leserinnen und Leser,

völlig unpassend zu den sonst so perfekt geplanten Redaktionsarbeiten von Raumfahrer.net, wird Ihnen der heutige Newsletter ganz ungeplant von zwei Redakteuren "ge-intro-t". Raumfahrer.net-Redaktionsleiter David Langkamp besuchte an diesem Wochenende zusammen mit Karl Urban die ILA 2002 in Berlin (siehe Hotspot) und verband dies mit einem umfangreichem kulturellem wie stadthistorischem Programm.

Sozusagen mit geballter Kraft zweier hochmotivierter Raumfahrer.net-Gründer möchten wir Sie auf die Artikel des heutigen Newsletters einstimmen: Im Space Focus beleuchten wir die Urknall-Theorie, die überaus faszinierende Homepage des Hubble-Projekts stellen wir im heutigen Surftipp vor. Natürlich sind auch die anderen Beiträge des Newsletters sehenswert - werfen sie doch einen Blick darauf.

In jedem Fall wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und noch einen angenehmen Sonntag bei absolut sommerlichen Temperaturen (jedenfalls in Berlin) :-)


            David Langkamp und Karl Urban
            Redaktionsleiter und Chefredakteur "Raumfahrer.net"
 
 

 
 

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Umfrage: Finden Sie die Ausgaben für die bemannte Raumfahrt sinnvoll?

Ja
Nein

      Updates / Umfrage

Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet... go

 
 

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      Top-Meldung: ISS bald unbemannt?  


09. Mai 2002 - Einem Bericht des amerikanischen Raumfahrt-Portals Space.com zufolge könnte die Internationale Raumstation (ISS) noch in diesem Jahr evakuiert werden. Der Grund ist Geldmangel in Russland: Das Betreiber-Unternehmen kann die Nachschub-Frachter nicht mehr finanzieren.
 
Russlands finanzielle Nöte könnte die NASA und die internationalen Partner dazu zwingen, die ständige Besatzung der ISS noch in diesem Jahr zu evakuieren. Dies berichtete Yuri Grigoriev, Deputy Designer General beim russischen Raumfahrtunternehmen RKK Energia, gegenüber Space.com. Grigoriev begründet dies mit dem Geldmangel der russischen Regierung. Es seien nicht mehr genügend Mittel vorhanden, die bereits im Bau befindlichen Progress-Versorgungsschiffe, die für den Betrieb der Station unverzichtbar sind, fertigzustellen. Dies könnte die internationalen Partner dazu zwingen, die ISS im November 2002 zu evakuieren.
RKK Energia baut die Versorgungsschiffe, die die Station mit Treibstoff, Wasser, Nahrung und Ersatzteilen versorgen. Die Finanznöte zwang das Unternehmen den Bau mehrerer Schiffe, die im Jahr 2003 gestartet werden sollten, einzustellen. Je nach der wirtschaftlichen Lage Russlands kostet ein Progress-Frachter zwischen 20 und 50 Millionen US-Dollar.

Bereits dieses Jahr musste die Anzahl von Progress-Flügen von sechs auf drei reduziert werden. Eine letzte Chance gibt es, die drohende Evakuierung der Station abzuwenden: Wenn bis zum Juli diesen Jahres Mittel gefunden werden können, um die ISS-Versorgung zu retten, ließe sich das Desaster einer unbemannten Station abwenden. Ansonsten wäre lediglich bei Space Shuttle-Flügen eine maximal 10tägige Bemannung der Station möglich.
 
Related Links:
Space.com-Meldung (englisch)
Internationale Raumstation

(ku - Quelle: Space.com)

 


 
 

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      News

• Zwei neue Entdeckungs-Methoden für Planeten   <mehr>
• Die Zukunft der Wissenschaft   <mehr>
• Ein planetarisches Schauspiel   <mehr>
• Wenn Sterne rebellieren   <mehr>
• Ein planetares Kunstwerk   <mehr>
• Meteoriten in Sicht   <mehr>
• Sonnige Aussichten   <mehr>



» Zwei neue Entdeckungs-Methoden für Planeten
11. Mai 2002 - Als Teil eines Programms der NASA, erdähnliche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu finden, wurden nun zwei Konzepte bestimmt, die nun genauer erforscht werden sollen.
Die Konzepte nutzen unterschiedliche Techniken, um das Ziel, extrasolare Planeten zu finden und nach Lebens-Indikatoren zu suchen, zu erreichen. Es geht in erster Linie darum, dass Licht des Zentralsterns so herauszugfiltern, dass lediglich das Licht der Planeten übrigbleibt.
Die favorisierten Entdeckungsmethoden sind:
Das Infrarot Infernometer: Verschiedene kleine Weltraum-Teleskope werden exakt in einer Formation angeordnet und simulieren so ein einzelnes viel größeres und stärkeres Telskop. Durch das Infernometer wird das infrarote Licht des Sterns aufgehoben, um das Licht des Planeten "freizulegen". Dieses macht meist nur ein Millionstel des Sterns aus. Die große Auflösung der Satelliten-Teleskope macht so auch die Aufspürung sehr kleiner Planeten mit sehr schwachen Infrarot-Emissionen möglich.
Koronograph: Ein großes optischen Teleskop, mit einem 3-4mal so großen Spiegel und einer ca. 10mal so guten Auflösung wie das Hubble Space Teleskope, sammelt das Licht von Sternen und den schwach angeleuchteten Planeten. Das Teleskop hat eine spezielle Optik, das Sternenlicht so zu reduzieren, dass die Planeten "sichtbar" werden.
Das Suchprogramm für erdähnliche Planeten der NASA Jet Propulsion Laboratories (JPL) wählte diese beiden Kandidaten in einer eineinhalb-jährige Studie von Industrie und Wissenschaft. Dabei wurden über 60 Möglichkeiten untersucht. Die beiden Konzepte wurden ausgewählt, da sie am ehesten realisierbar wären - in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.
Related Links:
NASA Terrestrial Planet Finder (engl.)
NASA JPL's planet-finding missions (engl.)
NASA JPL's planet-finding missions (engl.)
(ku - Quelle: NASA JPL)


» Die Zukunft der Wissenschaft
10. Mai 2002 - Hauptanziehungspunkt der ILA 2002 in Berlin ist für die Gemeinde der Weltraumbegeisterten die Raumfahrthalle.
Einer der dargestellten Themenkomplexe umfasst die ambitionierten Science-Mission aus Europa. Hier werden Raumsonden vom Feinsten für die extraterrestrische Grundlagenforschung gezeigt.
Ob es sich um die Beobachtung fremder Welten in den Tiefen des Weltraums oder die Erkundung von Himmelskörpern unseres Sonnensystems handelt, die Europäsche Weltraumagentur ESA ist mit bahnbrechenden Ideen dabei.

Von der Fülle der ausgestellten Satelliten, Raumsonden und Trägersysteme wird der Besucher beim Betreten der Raumfahrthalle überwältigt.
Attraktive Blickfänge sind die künstlichen Welten des Kometen Wirtanen und des Planeten Mars. Auf ihrer Oberfläche tummeln sich Modelle von Landegeräten künftiger interplanetarer ESA-Missionen.
Forschungssatelliten schweben unter der Decke, als ob sie gerade dem Weltraum entsprungen sind. Dazu gehöhren Modelle von aktiven Raumflugkörpern wie dem Cluster-Quartett, dem astronomischen Rönrgenstrahlenobservatorium XMM (Chandra) oder dem Sonnenobersevatorium SOHO.
Aber auch künftige Missionen, wie beispielweise das Astronomieprojekt INTEGRAL werden erlebbar vorgestellt. Die ILA 2002 auf dem Berliner Flughafen "Berlin-Schönefeld" geht noch bis zu diesem Sonntag.
(
la - Quelle: ESA)

» Ein planetarisches Schauspiel
10. Mai 2002 - Am 10.Mai gibt es ein planetarisches Schauspiel am nächtlichen Himmel zu beobachten.
Am 10.Mai 2002 kann man die Planeten Venus und Mars mit einem Teleskop auf einmal beobachten. Sie stehen am diesem Tag so eng miteinander, das man sie durch ein Okular gleichzeitigt beobachten kann.

Für weitere Informationen zu diesem Schauspiel besuchen Sie bitte die Seite
SpaceWeather.com
(la - Quelle: SpaceWeather)


» Global Surveyors Mars Photo Album
08. Mai 2002 - Mars Global Surveyor machte nun bereits schon über 93 000 Bilder.
Eine Übersicht über den roten Planeten, der einen Staubsturm zeigt, ist eines der 15 251 neuen Bilder des NASA Mars Global Surveyors. Diese Bilder bringen nun eine totale Anzahl von über 93 000 Schnappschüssen des Global Surveyors.
Die neuesten Bilder die zum Onlinearchiv hinzugefügt wurden, zeigen die erste Phase der Global Surveyor Mission, die im Februar 2001 begann. Gebiete, die während der ersten Vermessungsmission wegen Sandstürmen dürftig erforscht wurden, sind nun im Kasten.
Die neuesten Bilder inkludieren Sanddünen auf der Nördlichen Polarkappe und ein 3-D Bild eines geschichteten Felsens, welcher der Topographie Arizonas und Utahs gleicht.
Auch aufgenommen wurden zwei globale Marsübersichten. Die erste zeigt die bescheidenen eindrucksvollen Anfänge eines Sandsturms, während die andere die geographischen Grundzüge wegen zahlreicher Sandstürme verdunkelt.
Die Bilder sind verfügbar unter:

http://mars.jpl.nasa.gov/mgs
http://http://www.msss.com/moc gallery/

(fs - Quelle: NASA JPL)


» Wenn Sterne rebellieren
07. Mai 2002 - Das Gesetz von der Erhaltung des Drehimpuls ist eines der Fundamentalen Gesetze der Physik. Nur jetzt haben Wissenschaftler der NASA offenbar einen Stern entdeckt, der dagegen rebelliert.
Man könnte auf die Fragen kommen:"Was ist mit dem Universum los ??", denn erst vor kurzen entdeckten Wissenschaftler eine neue Form der Materie und nun entdeckten Wissenschaftler vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA einen Stern, der gegen die Erhaltung des Drehimpulses verstößt. Es handelt sich dabei um einen sehr jungen Stern im Orion Nebel. Normalerweise werden junge Sterne schmaler wenn ihre Gravitationskräfte, Gas und Staub in Richtung des Zentrums drücken. Je schmaler der Stern wird, desto schneller muß er rotieren, denn dies sagt das Gesetz von der Erhaltung des Drehimpulses aus. Aber Wissenschaftler des JPL der NASA fanden heraus, das ein bedeutender Prozentteil des jungen Sterns sich nicht schneller dreht als er schrumpft. "Ein junger Stern sollte sich wie ein Skater benehmen, der sich um seine eigene Achse dreht und die Arme anzieht, um sich schneller zu drehen" sagt Dr. Luisa Rebull vom JPL der NASA. "Wir wissen nicht woran es liegt, das Sterne Unterschiede zu unseren Physikalischen Theorien aufweisen, aber wir sollten es herausfinden". Es werden vier verschiedene Möglichkeiten diskutiert:1. Es ist eine eigenart in der Sternentwicklung.2. Die Stellaren Winde tragen die Energie des Drehimpulses davon. Dies ist wie ein Skater, der seine Arme ausstreckt um langsamer zu rotieren.3. Das Magnetfeld des jungen Sterns reduziert seine Rotation auf die Rotationsgeschwindigkeit des Umliegenden Staubs und Gases, woraus ein Planeteres System entstehen könnte.4. Um den Stern herum haben sich bereits Planeten gebildet. Wie in unserem Sonnensystem hat der größte Planet, der Jupiter, auch den höchsten Drehimplus. So könnte es sein, das größere Planeten, der Sonne einen Teil ihre Rotationsenergie "stehlen".
(
sp - Quelle: NASA JPL)

» Ein planetares Kunstwerk
06. Mai 2002 - Gestern zeigte sich wieder einmal, dass sich eine Beobachtung des Himmels durchaus lohnt.
Am 5. Mai, bildeten Venus, Mars und Saturn einen großartigen Blickfang: am westlichen Himmel erschien ein gleichseitiges Dreieck. Genau darunter war Merkur zu sehen. Die Planeten werden heute in einer etwas anderen Position sein - anders, aber genauso herrlich wie in der Nacht davor.


Weitere Informationen (englisch)


(dm - Quelle: SpaceWeather.com)


» Meteoriten in Sicht
06. Mai 2002 - Bis zu 50 Meteoriten wurden gestern pro Stunde entdeckt.
Der jährliche Eta Aquarid Meteoritenschauer - hervorgerufen von den Trümmern des Halley-Kometen - erreichte gestern seinen Höhepunkt. In der südlichen Hemisphäre orteten Himmelsbeobachter bis zu 50 Meteoriten pro Stunde aus der Richtung des Sternbildes Wassermann.


Mehr Informationen (englisch)


(dm - Quelle: SpaceWeather.com)


» Sonnige Aussichten
06. Mai 2002 - Neue Sonnenaktivitäten gemeldet.
Magnetfelder über dem Sonnenflecken 9934 sind verbogen und verdreht. Wie ein straff gespanntes Gummiband können sie jederzeit zurückschnappen und ausbrechen. Den Vorhersagen zufolge beträgt die Chance auf X-Klasse Sonnenerruptionen innerhalb der nächsten 24 Stunden 5 %.


Mehr Informationen zu X-Klasse Sonnenerruptionen (englisch)


(dm - Quelle: SpaceWeather.com)


 
 

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      Space Focus: Urknall und Expansion des Universums von Mark Weimar 

Der Urknall
Das heute allgemein anerkannte Modell zur Entstehung des Universums ist der Urknall oder auch Big Bang. Doch eines ist noch ungeklärt: Was war vor dem Urknall? Man stellt sich den Urknall als gigantisch Explosion vor, was aber physikalisch unmöglich ist, da eine Explosion zu einer bestimmten Zeit an einem Ort stattfindet. Nach dem Urknall begann das Universum sofort damit zu expandieren und erschuf damit erst den Raum und die Zeit in einem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum. Dazu muss gesagt werden: Das Universum dehnt sich nicht im Raum sondern mit dem Raum aus. Es gibt viele Theorien, dass es außer unserem Universum noch viele andere sogenannte "Paralleluniversen" gibt. Da man diese aber nicht nachweisen kann, basieren solche Theorien immer auf mathematischen Modellen.

Die Expansion des Universums
Beweise für den Urknall gibt es heute zwei: Zum ersten die kosmische Hintergrundstrahlung und zum zweiten die Expansion des Universums. Edwin Hubble lieferte 1929 den Beweis dafür, dass sich unser Universum ausdehnt, indem er entdeckte, dass die Spektren von weit entfernten Galaxien stärker rotverschoben waren als die im Labor. Diesen Effekt nennen wir heute Doppler-Effekt. Wenn sich eine Lichtquelle vom Beobachter entfernt, so werden die Wellenlängen des Lichts länger, das heißt sie verschieben sich in den roten Bereich des Spektrums, die sogenannte Rotverschiebung. Für Hubble gab es damals nur eine Erklärung dafür. Die von ihm beobachteten Galaxien müssten sich von der Milchstraße entfernen. Daraus schloss Hubble schließlich auch, dass die Fluchtgeschwindigkeit von Galaxien umso höher sein musste, je weiter sie von der Milchstraße entfernt sind. Doch das bedeutet nicht, dass die Milchstraße eine zentrale Position im Universum einnimmt. Alle Galaxien entfernen sich voneinander, so dass von jeder Galaxie aus der selbe Effekt zu beobachten ist. Würde die Zeit rückwärts laufen, so würde sich alle Materie zusammen ziehen. Die Temperatur und die Dichte des Universums würden immer weiter ansteigen bis sich die gesamte Materie an einem Punkt von unendlicher Temperatur und Dichte vereinigen würde: Dem Urknall.

 
 

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      HotSpot: Raumfahrt auf der ILA 2002 von dl und ku 

Luft- und Raumfahrt fasziniert die Massen nach wie vor. Wie bereits in den letzten Jahren strömten viele 10 000 Menschen zur zweijährig stattfindenen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin-Schönefeld. In erster Linie wurden die Besucher von den Flugparaden angezogen - doch auch die Raumfahrt erweckte Begeisterung unter den Gästen der Ausstellung - Grund genug sich mit der Raumfahrt auf der ILA näher zu beschäfftigen.

Sengende Hitze lastet auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Schönefeld. Atemberaubende Flugmanöver - vor allem von Kampfjets - erzeugen dröhnenden Lärm. Doch der wahre Raumfahrtfreak hat seine Augen ganz woanders. Die Menschen stehen Schlange um in die "Space Walk"-Halle zu gelangen. Diese Aktionshalle soll den Besuchern einen umfassenden Überblick über die aktuelle europäische Raumfahrt geben. Die Halle präsentiert aktuelle Projekte der European Space Agency (ESA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der erste Eindruck, der im Innern vermittelt wird, scheint wie ein absoluter Gegensatz zur restlichen ILA. Dunkle Wände, minimale Beleuchtung und zum Teil rotierende Raumfahrzeuge unstreichung zur spacigen Atmosphäre bei. Den Stand der ESA prägte vor Allem der geplante unbemannte Raumgleiter Phoenix und der Bühnenauftritt des deutschen Astronauten Gerhard Thiele. Daneben faszinierte der Querschnitt durch eines der Module der Internationalen Raumstation (ISS) sowie ein Modell einer Sonnensegler-Sonde, die nur durch den Sonnenwind angetrieben werden soll. Einen Blick auf die Zukunft warf außerdem ein Szenario des ersten europäischen Marslanders Mars Express sowie der Mondsonde Smart-1, der vielleicht noch dieses Jahr starten wird. Nahe dem Ausgang präsentierte sich zudem "Jugend forscht" mit einigen Projekten zur Astronomie und Raumfahrt.

Der europäische Luft- und Raumfahrtfahrt-Konzern EADS (Europaen Aeronautics Defense and Space Company) dominierte nicht nur die gesamte ILA, sondern prägte auch den Bereich Raumfahrt maßgeblich, da der Konzern an den Raumfahrtunternehmen Arianespace und Astrium beteiligt ist. An den den Einzelständen der beiden Unternehmen in Halle 8 wurde eindrucksvoll europäisches Raumfahrt-Know-how präsentiert, zum Beispiel mit einem Modell der neusten europäischen Großrakete Ariane 5.
Während in Halle 8 eher größere Unternehmen präsent waren, zeigten sich in Halle 6 vor allem kleine Luft- und Raumfahrtunternehmen und -vereine. So betrieb die Marssociety Deutschland e.V. zusammen mit dem Raumfahrt-Magazin Raumfahrt-Concret einen eigenen Stand. Zudem präsentierte sich die Raumfahrtausstellung Peenemünde und das Unternehmen Prospace.

Letzten Endes faszinierte uns vor allem der pompöse Auftritt des europäischen Konzerns EADS und auch das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo blieb uns positiv in Erinnerung.
 
Related Links:
ILA2002 Berlin
ESA
DLR
EADS
Raumfahrt-Concret (Magazin)
Mars Society Deutschland



David Langkamp und Karl Urban besuchten die ILA2002 für Raumfahrer.net.


 
 

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      ISS Weekly Report von Raphael Kallensee 

Crews arbeiten im Orbit
Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) waren in dieser Woche hauptsächlich mit den Vorbereitungen für die Ankunft der "Expedition 5"-Crew beschäftigt. Das Space Shuttle "Endeavour" wird ein Logistikmodul zur Station fliegen, das genügend Nahrungsmittel für die kommende Crew enthält. Die "Expedition 4"-Crew machte nun im Erdorbit Ordnung, damit mehrere Tonnen Nahrung und Technik schließlich auch in die Stauräume der Station passen. Die Woche begann allerdings nicht mit Arbeit, sondern mit einer Erholungspause, nachdem die Crew Gastgeber der "Soyuz Taxi-Crew" war. Am Boden arbeiteten russische Techniker an den Problemen mit dem Sauerstoffgenerator im "Zvezda"-Modul. Das Gerät ist vollständig ausgefallen. Die Crew stellt die Sauerstoffversorgung derzeit mit Hochdruck-O2-Tanks sicher; notfalls stehen auch Sauerstoffkerzen zur Verfügung, die beim Verbrennen Sauerstoff abgeben.
 
Related Links:
Internationale Raumstation
 

 
 

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      Surftipp: HubbleSite von Dominik Mayer 

Unser heutiger Surftipp befasst sich mit dem Hubble Weltraumteleskop. HubbleSite ist in mehrer Bereiche gegliedert. Da gibt es z.B. die Rubrik "Sci-Tech" in der man interessante Details über die Technik des Teleskops nachlesen kann. Die optischen Systeme und ihre Funktionsweise werden erläutert; man erfährt u.a. wie die Bilder der vier Kameras zu einer Großaufnahme zusammengesetzt werden. Unter "Discoveries" werden Videoaufzeichnungen breitgehalten und bei "Fun & Games" kann man sich entweder einen eigenen Kometen "basteln" oder Fotos anderer Kometen analysieren. Neben News gibt es, natürlich, auch eine Unmenge an Bildern über unser Sonnensystem und weit darüber hinaus.  

Wenn Sie jetzt ganz schnell zur HubbleSite gelangen wollen, klicken Sie hier.Unser heutiger Surftipp befasst sich mit dem Hubble Weltraumteleskop. HubbleSite ist in mehrer Bereiche gegliedert. Da gibt es z.B. die Rubrik "Sci-Tech" in der man interessante Details über die Technik des Teleskops nachlesen kann. Die optischen Systeme und ihre Funktionsweise werden erläutert; man erfährt u.a. wie die Bilder der vier Kameras zu einer Großaufnahme zusammengesetzt werden. Unter "Discoveries" werden Videoaufzeichnungen breitgehalten und bei "Fun & Games" kann man sich entweder einen eigenen Kometen "basteln" oder Fotos anderer Kometen analysieren. Neben News gibt es, natürlich, auch eine Unmenge an Bildern über unser Sonnensystem und weit darüber hinaus.

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      InDetail: Feststoff-Booster von Karl Urban 

Die heute gebräuchlichen Trägerraketen wie die europäische Ariane 4 und 5 oder die amerikanische Delta II nutzen meist zusätzlich zum Haupttriebwerk, einem Flüssigkeits-Antrieb, sogenannte Booster zur Verstärkung (Booster = Verstärker). Diese Hilfsraketen sind Feststoff-Raketen. Meist sind zwei oder mehr von ihnen an die Hauptrakete "angehängt". Bei der Ariane 4-Rakete wird die Anzahl der Feststoff-Booster je nach Masse der Nutzlast variiert. Auch das Space Shuttle nutzt bei jedem Start zwei Booster, die, nachdem sie ausgebrannt sind, in den Atlantik fallen und geborgen werden, um später wiederverwendet zu werden.

Zur Herstellung einer Feststoff-Rakete wird eine zähflüssige Masse aus Brennstoff und Oxidator in das Treibsatzgehäuse gegossen, um später als Treibstoff der Rakete zu dienen. Danach härtet die Mischung aus, das heißt der Treibstoff ist fest. Nach der Zündung reagieren Brennstoff und Oxidator kontinuierlich, bis die Rakete ausgebrannt ist. Dabei entsteht in der Brennkammer ein Druck von bis zu 100 bar. Die Geschwindigkeit des austretenen Gases und damit der Schub der Rakete ist von der Verbrennungstemperatur in der Brennkammer abhängig. Diese lässt sich durch verteilte Metalle (wie Aluminium) im Treibstoff erhöhen.

Die Vorteile des Feststoff-Antriebs liegen auf der Hand: Der Treibstoff ist in seinem festen Zustand leicht lagerbar und jederzeit einsatzbereit. Seine Herstellung ist aber teuer und der Schub der Rakete relativ gering. Aus diesem Grund muss beim Start einer Trägerrakete ein anderer Antriebstyp die Aufgabe des Haupttriebswerks übernehmen.

 
 

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"In Space Newsletter" #024

Erscheinungsdatum:
11. Mai 2002
Auflage: 537 Exemplare


Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein

Schlussredaktion:
Karl Urban

Redaktionsleitung:
David Langkamp

Redaktion:
Günter Fischer
Lutz Growalt
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Dominik Mayer
Sabine Rossburg
Franz Schmied
Mark Weimar

Meik Lampmann
(Space-Weltraum.de)
Sven Piper
(Astris.de)

      Kontakt / Impressum / Disclaimer

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Herausgeber und V.i.S.d.P.
Herausgeber und Verantwortlicher im Sinne des Presserechts ist Mark Ralf Thomson, Schwedt (Oder).
 
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