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"In Space Newsletter" Ausgabe #024
> Updates:
Updates / Umfrage
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ISS bald unbemannt?
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Astronomie- und Raumfahrtnews
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Urknall und Expansion des Alls
> HotSpot:
Raumfahrt auf der ILA 2002
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Weekly Report
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Hubble Site
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Feststoff-Booster
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Disclaimer & Kontakt
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Verehrte Leserinnen und Leser,
völlig unpassend zu den sonst so perfekt geplanten Redaktionsarbeiten von Raumfahrer.net, wird Ihnen der heutige Newsletter ganz ungeplant von zwei Redakteuren "ge-intro-t". Raumfahrer.net-Redaktionsleiter David Langkamp besuchte an diesem Wochenende zusammen mit Karl Urban die ILA 2002 in Berlin (siehe Hotspot) und verband dies mit einem umfangreichem kulturellem wie stadthistorischem Programm.
Sozusagen mit geballter Kraft zweier hochmotivierter Raumfahrer.net-Gründer möchten wir Sie auf die Artikel des heutigen Newsletters einstimmen: Im Space Focus beleuchten wir die Urknall-Theorie, die überaus faszinierende Homepage des Hubble-Projekts stellen wir im heutigen Surftipp vor. Natürlich sind auch die anderen Beiträge des Newsletters sehenswert - werfen sie doch einen Blick darauf.
In jedem Fall wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und noch einen angenehmen Sonntag bei absolut sommerlichen Temperaturen (jedenfalls in Berlin) :-)
David Langkamp und Karl Urban
Redaktionsleiter und Chefredakteur
"Raumfahrer.net"
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Top-Meldung: ISS bald unbemannt? |
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09. Mai 2002 - Einem Bericht des amerikanischen Raumfahrt-Portals Space.com zufolge könnte die Internationale Raumstation (ISS) noch in diesem Jahr evakuiert werden. Der Grund ist Geldmangel in Russland: Das Betreiber-Unternehmen kann die Nachschub-Frachter nicht mehr finanzieren.
Russlands finanzielle Nöte könnte die NASA und die internationalen Partner dazu zwingen, die ständige Besatzung der ISS noch in diesem Jahr zu evakuieren. Dies berichtete Yuri Grigoriev, Deputy Designer General beim russischen Raumfahrtunternehmen RKK Energia, gegenüber Space.com. Grigoriev begründet dies mit dem Geldmangel der russischen Regierung. Es seien nicht mehr genügend Mittel vorhanden, die bereits im Bau befindlichen Progress-Versorgungsschiffe, die für den Betrieb der Station unverzichtbar sind, fertigzustellen. Dies könnte die internationalen Partner dazu zwingen, die ISS im November 2002 zu evakuieren.
RKK Energia baut die Versorgungsschiffe, die die Station mit Treibstoff, Wasser, Nahrung und Ersatzteilen versorgen. Die Finanznöte zwang das Unternehmen den Bau mehrerer Schiffe, die im Jahr 2003 gestartet werden sollten, einzustellen. Je nach der wirtschaftlichen Lage Russlands kostet ein Progress-Frachter zwischen 20 und 50 Millionen US-Dollar.
Bereits dieses Jahr musste die Anzahl von Progress-Flügen von sechs auf drei reduziert werden. Eine letzte Chance gibt es, die drohende Evakuierung der Station abzuwenden: Wenn bis zum Juli diesen Jahres Mittel gefunden werden können, um die ISS-Versorgung zu retten, ließe sich das Desaster einer unbemannten Station abwenden. Ansonsten wäre lediglich bei Space Shuttle-Flügen eine maximal 10tägige Bemannung der Station möglich.
Related Links:
Space.com-Meldung (englisch)
Internationale Raumstation
(ku - Quelle: Space.com)
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Space Focus: Urknall und Expansion des Universums |
von Mark Weimar | |
Der Urknall
Das heute allgemein anerkannte Modell zur Entstehung des Universums ist der Urknall oder auch Big Bang. Doch eines ist noch ungeklärt: Was war vor dem Urknall? Man stellt sich den Urknall als gigantisch Explosion vor, was aber physikalisch unmöglich ist, da eine Explosion zu einer bestimmten Zeit an einem Ort stattfindet. Nach dem Urknall begann das Universum sofort damit zu expandieren und erschuf damit erst den Raum und die Zeit in einem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum. Dazu muss gesagt werden: Das Universum dehnt sich nicht im Raum sondern mit dem Raum aus. Es gibt viele Theorien, dass es
außer unserem Universum noch viele andere sogenannte "Paralleluniversen" gibt. Da man diese aber nicht nachweisen kann, basieren solche Theorien immer auf mathematischen Modellen.
Die Expansion des Universums
Beweise für den Urknall gibt es heute zwei: Zum ersten die kosmische Hintergrundstrahlung und zum zweiten die Expansion des Universums. Edwin Hubble lieferte 1929 den Beweis dafür, dass sich unser Universum ausdehnt, indem er entdeckte, dass die Spektren von weit entfernten Galaxien stärker rotverschoben waren als die im Labor. Diesen Effekt nennen wir heute Doppler-Effekt. Wenn sich eine Lichtquelle vom Beobachter entfernt, so werden die Wellenlängen des Lichts länger,
das heißt sie verschieben sich in den roten Bereich des Spektrums, die sogenannte Rotverschiebung. Für Hubble gab es damals nur eine Erklärung dafür. Die von ihm beobachteten Galaxien müssten sich von der Milchstraße entfernen.
Daraus schloss Hubble schließlich auch, dass die Fluchtgeschwindigkeit von Galaxien umso höher sein musste, je weiter sie von der Milchstraße entfernt sind. Doch das bedeutet nicht, dass die Milchstraße eine zentrale Position im Universum einnimmt. Alle Galaxien entfernen sich voneinander, so dass von jeder Galaxie aus der selbe Effekt zu beobachten ist. Würde die Zeit rückwärts laufen, so würde sich alle Materie zusammen ziehen. Die Temperatur und die Dichte des Universums würden immer weiter ansteigen bis sich die gesamte Materie an einem Punkt von unendlicher Temperatur und Dichte vereinigen würde: Dem Urknall.
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HotSpot: Raumfahrt auf der ILA 2002 |
von dl und ku | |
Luft- und Raumfahrt fasziniert die Massen nach wie vor. Wie bereits in den letzten Jahren strömten viele 10 000 Menschen
zur zweijährig stattfindenen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin-Schönefeld. In erster Linie wurden die Besucher von den Flugparaden angezogen - doch auch die Raumfahrt erweckte Begeisterung unter den Gästen der Ausstellung - Grund genug sich mit der Raumfahrt auf der ILA näher zu beschäfftigen.
Sengende Hitze lastet auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Schönefeld. Atemberaubende Flugmanöver - vor allem von Kampfjets - erzeugen dröhnenden Lärm. Doch der wahre Raumfahrtfreak hat seine Augen ganz woanders. Die Menschen stehen Schlange um in die "Space Walk"-Halle zu gelangen. Diese Aktionshalle soll den Besuchern einen umfassenden Überblick über die aktuelle europäische Raumfahrt geben. Die Halle präsentiert aktuelle Projekte der European Space Agency (ESA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der erste Eindruck, der im Innern vermittelt wird, scheint wie ein absoluter Gegensatz zur restlichen ILA. Dunkle Wände, minimale Beleuchtung und zum Teil rotierende Raumfahrzeuge unstreichung zur spacigen Atmosphäre bei. Den Stand der ESA prägte vor Allem der geplante unbemannte Raumgleiter Phoenix und der Bühnenauftritt des deutschen Astronauten Gerhard Thiele. Daneben faszinierte der Querschnitt durch eines der Module der Internationalen Raumstation (ISS) sowie ein Modell einer Sonnensegler-Sonde, die nur durch den Sonnenwind angetrieben werden soll. Einen Blick auf die Zukunft warf außerdem ein Szenario des ersten europäischen Marslanders Mars Express sowie der Mondsonde Smart-1, der vielleicht noch dieses Jahr starten wird. Nahe dem Ausgang präsentierte sich zudem "Jugend forscht" mit einigen Projekten zur Astronomie und Raumfahrt.
Der europäische Luft- und Raumfahrtfahrt-Konzern EADS (Europaen Aeronautics Defense and Space Company) dominierte nicht nur die gesamte ILA, sondern prägte auch den Bereich Raumfahrt maßgeblich, da der Konzern an den Raumfahrtunternehmen Arianespace und Astrium beteiligt ist. An den den Einzelständen der beiden Unternehmen in Halle 8 wurde eindrucksvoll europäisches Raumfahrt-Know-how präsentiert, zum Beispiel mit einem Modell der neusten europäischen Großrakete Ariane 5.
Während in Halle 8 eher größere Unternehmen präsent waren, zeigten sich in Halle 6 vor allem kleine Luft- und Raumfahrtunternehmen und -vereine. So betrieb die Marssociety Deutschland e.V. zusammen mit dem Raumfahrt-Magazin Raumfahrt-Concret einen eigenen Stand. Zudem präsentierte sich die Raumfahrtausstellung Peenemünde und das Unternehmen Prospace.
Letzten Endes faszinierte uns vor allem der pompöse Auftritt des europäischen Konzerns EADS und auch das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo blieb uns positiv in Erinnerung.
Related Links:
ILA2002 Berlin
ESA
DLR
EADS
Raumfahrt-Concret (Magazin)
Mars Society Deutschland
David Langkamp und Karl Urban besuchten die ILA2002 für Raumfahrer.net.
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Unser heutiger Surftipp befasst sich mit dem Hubble Weltraumteleskop. HubbleSite ist in mehrer Bereiche gegliedert. Da gibt es z.B. die Rubrik "Sci-Tech" in der man interessante Details über die Technik des Teleskops nachlesen kann. Die optischen Systeme und ihre Funktionsweise werden erläutert; man erfährt u.a. wie die Bilder der vier Kameras zu einer Großaufnahme zusammengesetzt werden. Unter "Discoveries" werden Videoaufzeichnungen breitgehalten und bei "Fun & Games" kann man sich entweder einen eigenen Kometen "basteln" oder Fotos anderer Kometen analysieren. Neben News gibt es, natürlich, auch eine Unmenge an Bildern über unser Sonnensystem und weit darüber hinaus.
Wenn Sie jetzt ganz schnell zur HubbleSite gelangen wollen, klicken Sie hier.Unser heutiger Surftipp befasst sich mit dem Hubble Weltraumteleskop. HubbleSite ist in mehrer Bereiche gegliedert. Da gibt es z.B. die Rubrik "Sci-Tech" in der man interessante Details über die Technik des Teleskops nachlesen kann. Die optischen Systeme und ihre Funktionsweise werden erläutert; man erfährt u.a. wie die Bilder der vier Kameras zu einer Großaufnahme zusammengesetzt werden. Unter "Discoveries" werden Videoaufzeichnungen breitgehalten und bei "Fun & Games" kann man sich entweder einen eigenen Kometen "basteln" oder Fotos anderer Kometen analysieren. Neben News gibt es, natürlich, auch eine Unmenge an Bildern über unser Sonnensystem und weit darüber hinaus.
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InDetail: Feststoff-Booster |
von Karl Urban | |
Die heute gebräuchlichen Trägerraketen wie die europäische Ariane 4 und 5 oder die amerikanische Delta II nutzen meist zusätzlich zum Haupttriebwerk, einem Flüssigkeits-Antrieb, sogenannte Booster zur Verstärkung (Booster = Verstärker). Diese Hilfsraketen sind Feststoff-Raketen. Meist sind zwei oder mehr von ihnen an die Hauptrakete "angehängt". Bei der Ariane 4-Rakete wird die Anzahl der Feststoff-Booster je nach Masse der Nutzlast variiert. Auch das Space Shuttle nutzt bei jedem Start zwei Booster, die, nachdem sie ausgebrannt sind, in den Atlantik fallen und geborgen werden, um später wiederverwendet zu werden.
Zur Herstellung einer Feststoff-Rakete wird eine zähflüssige Masse aus Brennstoff und Oxidator in das Treibsatzgehäuse gegossen, um später als Treibstoff der Rakete zu dienen. Danach härtet die Mischung aus, das heißt der Treibstoff ist fest. Nach der Zündung reagieren Brennstoff und Oxidator kontinuierlich, bis die Rakete ausgebrannt ist. Dabei entsteht in der Brennkammer ein Druck von bis zu 100 bar. Die Geschwindigkeit des austretenen Gases und damit der Schub der Rakete ist von der Verbrennungstemperatur in der Brennkammer abhängig. Diese lässt sich durch verteilte Metalle (wie Aluminium) im Treibstoff erhöhen.
Die Vorteile des Feststoff-Antriebs liegen auf der Hand: Der Treibstoff ist in seinem festen Zustand leicht lagerbar und jederzeit einsatzbereit. Seine Herstellung ist aber teuer und der Schub der Rakete relativ gering. Aus diesem Grund muss beim Start einer Trägerrakete ein anderer Antriebstyp die Aufgabe des Haupttriebswerks übernehmen.
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"In Space Newsletter" #024
Erscheinungsdatum:
11. Mai 2002
Auflage: 537 Exemplare
Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein
Schlussredaktion:
Karl Urban
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Redaktion:
Günter Fischer
Lutz Growalt
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Dominik Mayer
Sabine Rossburg
Franz Schmied
Mark Weimar
Meik Lampmann (Space-Weltraum.de)
Sven Piper (Astris.de)
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