| In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #032 vom 6. Juli 2002
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Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.
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"In Space Newsletter" Ausgabe #032
> Updates:
Updates / Umfrage
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Astronomie- und Raumfahrtnews
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T-Tauri Sterne
> HotSpot:
Der Sonne so fern...
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Weekly Report
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Erwin Schrödinger
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Protosterne
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Disclaimer & Kontakt
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Verehrte Leserinnen und Leser,
die journalistisch wohl unergiebigste Zeit des Jahres hat begonnen. Das Sommerloch schlägt voll zu. Daneben sind viele Redakteure in ihrem wohlverdienten Urlaub, was die Dienstpläne vieler Redaktionen total durcheinanderbringt. Glücklicherweise ist Raumfahrer.net personell weiterhin ausreichend besetzt, um Ihnen in gewöhntem Umfang aktuelle Artikel und Nachrichten zu präsentieren.
Auch inhaltlich scheint die Raumfahrt nicht mit ins Sommerloch getaucht zu sein: So stehen viele europäische Sondenprojekte vor dem Start und auch die NASA feiert erste Erfolge mit ihrem neuen Aqua-Satelliten und startete diese Woche die Kometensonde CONTOUR (wir berichteten im vergangenen Newsletter). Mehr dazu finden Sie in den News der Woche. Daneben sollten Sie wie immer auch eine Blick auf die anderen Rubriken werfen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Karl Urban
Chefredakteur "Raumfahrer.net"
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Umfrage: Sollte die NASA in näherer Zukunft bei bemannten Flügen weiter auf ihre Space- Shuttle-Flotte setzen oder eher in einen Nachfolger des Space Shuttles investieren?
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» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.
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Erneuter Erfolg für die Ariane 5 <mehr>
Wettervorhersage für den Mars <mehr>
Bereit für den Empfang der Außerirdischen <mehr>
CONTOUR erfolgreich gestartet <mehr>
Erste Bilder von PROBA <mehr>
Projekt STAR TIGER gestartet <mehr>
ESA-Mondsonde erprobt innovatives Antriebskonzept <mehr>
Erste Bilder von Aqua <mehr>
El Niño unter Satelliten-Beobachtung <mehr>
Weltall-Forschung verbessert Leben auf der Erde <mehr>
» Erneuter Erfolg für die Ariane 5 06. Juli 2002 - Mit dem achten erfolgreichen Start einer Ariane-Rakete startete gegen 4 Uhr MEZ eine Ariane 5 mit dem europäischen Stellat 5- und dem japanischen N-STAR c-Kommunikationssatelliten. Mit dem achten erfolgreichen Start einer Ariane-Rakete startete gegen 4 Uhr MEZ eine Ariane 5 mit dem europäischen Stellat 5- und dem japanischen N-STAR c-Kommunikationssatelliten. Der Start erfolgte vom ELA-3 Startkomplex für die Ariane 5 in Kourou, Französisch-Guyana. Bereits 30 Minuten nach dem Liftoff wurde der europäische Satellit Stellat 5 ausgesetzt, nach sieben weiteren der japanische N-STAR c. Die Mission begann gegen 8.21 Uhr (Zeit in Kourou) mit dem Beginn des 58minütigen Startfensters. Mit einem Gewicht von 746 Tonnen stieg die Ariane 5 planmäßig in den Himmel auf. Nach 22 Minuten wurden die Feststoff-Booster der Rakete, wie im Flugplan vorgesehen, abgetrennt. Die aktuelle Mission folgt einem zügigen Zeitplan auf dem europäischen Weltraumbahnhof in diesem Jahr. Es wurde bereits die neunte und zehnte Nutzlast 2002 von Kourou aus gestartet. Somit wurden bereits über 37 Tonnen an Satelliten ins All transportiert - in nur sieben Monaten. Stellat 5 wurde vom Unternehmen Alcatel Space Industries konstruiert und soll von dem Gemeinschaftsunternehmen der France Telecom und Europe Star genutzt werden. Der Satellit wird über der Region fünf Grad westlicher Breite positioniert, um hier Internet- und Videoverbindungen zu ermöglichen. N-STAR c ist ein Satellit für Verbindungen von Mobiltelefonen und wurde von der amerikanischen Unternehmen Lockheed Martin und Orbital Sciences Corp. gebaut. Er wird über 136 Grad östlicher Breite positioniert, um Japans Mobiltelefon-Dienste zu erweitern. (ku - Quelle: Arianespace)
» Wettervorhersage für den Mars 05. Juli 2002 - Das Marswetter ist anders als auf der Erde. Der Mars wird monatelang von Staubstürmen regelrecht eingehüllt. Das Marswetter ist anders als auf der Erde. Der Mars wird monatelang von Staubstürmen regelrecht eingehüllt. Solche Bedingungen stellen eine Gefahr da für die zukünftigen Marsmissionen. Desweiteren ist eine Vorhersage über das Wetter auf den Roten Planeten fast unmöglich. Deshalb entwickelt die ESA eine Wettervorhersage-Modell für den Mars auf der Grundlage des heimischen Wettermodell. Auf der Erde ist das Wasser die treibende Kraft, während auf den Mars die Staubstürme es sind. Außerdem sind die Temperaturschwankungen auf den Mars viel extremer, da der Mars eine viel dünnere Atmosphäre besitzt als unsere Erde. Die Sonde "Mars Express" soll weitere Aufschlüsse über die Wetterbedingungen auf den Mars bringen. Die Sonde wird auch hochauflösende Bilder von der Marsatmosphäre aufnehmen. (la - Quelle: ESA, eigene Recherche)
» Bereit für den Empfang der Außerirdischen 05. Juli 2002 - Die ESA-Zentrale für den Empfang extraterrestischer Signale ist betriebsbereit. Die ESA-Zentrale für den Empfang extraterrestischer Signale ist betriebsbereit. Die in News Norcia (Australien) liegende neue Bodenstation der Europäischen Weltraumagentur wurde zur Absicherung der kommenden anspruchsvollen interplanetaren Missionen der ESA errichtet. Hierzu gehören die Marssonde Mars Express und der Kometenjäger Rossetta. Anfang Juni bestand die Bodenstation erfolgreich ihre Feuertaufe. Erstmals wurde das Signal einer Tiefraumsonde empfangen und verfolgt. New Norcia ist damit betriebsbereit. 7.Juni 2002: Die Spannung in News Norcia an der Westküste Australiens steigt. Kann die riesige Satellitenschüssel mit einer Masse von 630 Tonnen und 35 Metern Durchmesser das Signal der NASA-Raumsonde Stardust einfangen? Die Weltzeituhr zeigte 21.11 Uh, als das erste extraterrestrische Stardust-Signal von den irdischen Instrumente registriert wurde. Riesenjubel bei dem ESA-Team Gerard Galtie, Peter Droll, Marco Ianucara und Sandro Salvatori. Damit war eine wichtige Hürde genommen. Nun galt es, die amerikanische Raumsonde bei ihren Flug durch die Tiefen des Alls mit der Antenne zu verfolgen, um ihre Signale weiter aufzeichnen zu können. Das ist für einen derartigen Koloss keine leichte Aufgabe. Aber auch dieser Schritt konnte zur vollsten Zufriedenheit gelöst werden. Stardust wurde anderthalb Stunden verfolgt. Danach verschwand die Sonde wieder hinter dem Erdhorizont. Die aufgenommenen Signale wurden sorgfältig analysiert. Dabei zerlegte sie ein so genannter Spektrum-Analyser in seine unterschiedlichen Frequenzbestandteile. Die Ingenieure können aus diesen Daten qualitative Aussagen über die Arbeit der Bodenstation gewinnen. Für die Bahnverfolgung ist dabei die exakte Nachführgenaugkeit von allergrößter Bedeutung, denn bereits geringste Abweichungen führen zur Abschwächung des zu empfangenden Signals. Es ist äußerst schwierig, derartige schwache Signale im starken Rauschen des Weltalls auszumachen. Im Fall von Stardust halfen die vom amerikanischen Jet Propulsion Laboratory (JPL) zur Verfügung gestellten Signalcharakteristiken und die von der NASA ermittelten Bahndaten. So konnte das ESA-Team gezielt im kosmischen Rauschen am richtigen Ort suchen. Wenn derartige Informationen nicht vorhanden sind, wird es schwierig. Dann helfen nur sehr trickreiche Aktionen weiter. Am 11.Juni erfolgte ein weiterer Test. Kurz vor 18.00 Uhr Weltzeit konnte wieder ein Stardust-Datenstrom eingefangen werden. Diesmal wurde noch mit zusätzlichen Tests geprüft, ob sich aus der Auswertung des Trägersignals die Flugbahn von Stardust mit der geplanten Genauigkeit ermitteln lässt. Die erste Auswertung der Daten ergab, dass die Bodenstation in New Norcia alle in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllen wird. (la - Quelle: ESA)
» CONTOUR erfolgreich gestartet 04. Juli 2002 - Die amerikanische Kometensonde CONTOUR ist am 3. Juli um 08:47 Uhr (MESZ) an der Spitze einer Delta II-Rakete zu ihrer vierjährigen Mission gestartet. Die amerikanische Kometensonde CONTOUR ist am 3. Juli um 08:47 Uhr (MESZ) an der Spitze einer Delta II-Rakete zu ihrer vierjährigen Mission gestartet. Eine knappe Stunde nach dem Nachtstart um 02:47 Uhr (Ortszeit) von Cape Canaveral aus erreichte die 970 kg schwere Raumsonde ihre vorläufige Umlaufbahn um die Erde. Das Missionsteam empfing über die Antennen der Deep Space Network-Station in Goldstone (Kalifornien) rund 20 Minuten später ein erstes Signal von CONTOUR, und um 11:45 Uhr (MESZ) konnte der Missionsdirektor Dr. Robert Farquhar der Presse mitteilen, dass alle Systeme an Bord der Raumsonde normal arbeiten und für die ersten anstehenden Flugmanöver bereit sind. CONTOUR wird die Erde bis zum 15. August umkreisen, bevor das Haupttriebwerk der Sonde gezündet wird und sie auf einen Kurs um die Sonne bringt, der dann letztendlich zu den Begegnungen mit mindestens zwei Kometen führen wird. Die Mission ist auf insgesamt vier Jahre angelegt und beinhaltet einen Vorbeiflug an dem Kometen Encke am 12. November 2003 sowie zweieinhalb Jahre später die Passage des Kometen Schwassmann-Wachmann 3 am 19. Juni 2006. Falls ein neuer Komet entdeckt werden sollte, dessen Flugbahn von CONTOUR erreicht werden kann, wäre auch noch eine dritte Begegnung mit einem Kometen möglich. Einen ausführlichen Überblick über diese Mission und die wissenschaftlichen Ziele gibt Ihnen unser HotSpot-Artikel zu CONTOUR. (ms - Quelle: NASA)
» Erste Bilder von PROBA 03. Juli 2002 - Der erste Satellit der ESA zur Demonstration von Technologie die im Orbit verwendet wird funktioniert einwandfrei. Der erste Satellit der ESA zur Demonstration von Technologie die im Orbit verwendet wird funktioniert einwandfrei. "Wir sind glücklich mit PROBA und den Ergebnissen die dieser kleine Satellit liefert", sagt Frederic Teston, Manager des Projekts bei der ESA."Wir haben uns nun entschlossen einige der Bilder von PROBA im Internet zu veröffentlichen. Dieser am 22 Oktober des letzen Jahres in den Orbit beförderte Satellit ist ESAs erste selbstständig arbeitende Raumsonde. PROBA läuft ohne große Kontrolle vom Boden, wobei es Navigation, Führung und Planung selbst regelt. Der nur 60 mal 60 mal 80 cm³ große Satellit ist vollgestopft mit den neusten Technologien und soll dieser sich selbst kontrollierenden, sehr kleinen Art von Satelliten zum Durchbruch verhelfen. "Satelliten wie PROBA erlauben enorm schnelle Tests neuer, miniaturischer Technologien, die für ESAs Missionen in der Zukunft und die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Industrie unentbehrlich sind. Das größte und wichtigeste Instrument an Bord von PROBA ist die Kamera CHRIS, die mittlerweile wunderschöne Bilder der Erdoberfläche macht. Related Links: Bilder von PROBA (jg - Quelle: ESA)
» Projekt STAR TIGER gestartet 02. Juli 2002 - Am Rutherford Appleton Laboratory macht sich das Team von STAR TIGER an die Arbeit Am Rutherford Appleton Laboratory macht sich das Team von STAR TIGER an die Arbeit Diese Woche wurde das Projekt STAR TIGER offiziel von Lord Sainsbury, dem britischen Minister für Wissenschaft und neue Technologie, ins Leben gerufen.. Mit dieser Aufgabe wird sich ein Team von 11 Wissenschaftlern und Spezialisten aus 7 verschiedenen Ländern Europas befassen. In einer Zeit von 4 bis 6 Monaten soll dieses Team im Rutherford Appleton Laboratory , ohne durch administrative Ablenkung beinflusst zu werden, mit Hilfe aller Forschungsergebnisse der vergangenen Zeit und mit Zugriff auf alle Spitzenklasse-Labore arbeiten. Als Ziel gesetzt ist dabei die Entwicklung einer Kamera für den Submillimeter-Bereich. . Die ESA unterstützt dieses Vorhaben mit großen Geldbeträgen. "Heute gibt die ESA etwa 250 Millionen Euro für ihre Forschungs Programme aus, was ungefähr 8% des gesamten Budgets beträgt, welches der ESA zur verfügung steht", so Niels Jensen, Leiter des für Forschungs Programme zuständige Organ der ESA. Da so gut wie jedes Objekt Submillimeter Strahlung aussendet, wäre diese Kamera ein großer Fortschritt für viele Bereiche der heutigen Technik. So wäre diese Kamera zum Beispiel in der Medizin einsetzbar, aber natürlich auch in der Raumfahrt. "Die Entwicklung dieses Prototyps ist für die Zukunft der innovativen Forschung enorm wichtig", betont Wissenschafts-Minister Lord Sainsbury. (jg - Quelle: ESA)
» ESA-Mondsonde erprobt innovatives Antriebskonzept 01. Juli 2002 - Im Frühjahr 2003 startet Europa erstmals zum Mond. Im Frühjahr 2003 startet Europa erstmals zum Mond. Mit SMART-1 schickt die Europäische Raumfahrtagentur ESA einen kaum kühlschrankgroßen Flugkörper auf die 17-monatige Reise zum Erdtrabanten. Die Mondsonde dient vor allem der Erprobung eines richtungsweisenden Antriebskonzepts für künftige interplanetare Missionen der ESA. Außerdem soll die Zusammensetzung des Mondgesteins mit speziell dafür entwickelten Spektrometern analysiert werden. Mit SMART-1 bringt die ESA die erste einer Reihe von kleineren Missionen auf den Weg, die Lösungen und Technologien für umfassendere wissenschaftliche Flüge in der Zukunft ausloten sollen, denn SMART steht für "Small Missions for Advanced Research in Technology". Im wissenschaftlichen Programm der ESA flankieren die flexiblen sowie kostengünstigen SMART-Vorhaben die zentralen Großprojekte und sollen diese vorbereiten helfen. Die kaum 350 kg schwere SMART-1-Sonde wird von einer Ariane-5 im Erdorbit ausgesetzt. Den Mond erreicht sie dann mit Hilfe des permanenten Schubs eines speziellen elektrischen Antriebs. Diese auch Ionentriebwerke genannten Systeme können für die weitere Erforschung unseres Sonnensystems ungeahnte Perspektiven eröffnen. Mit dem Ionentriebwerk zum Mond Während herkömmliche Raketentriebwerke chemischen Treibstoff verbrennen, um Schub zu erzeugen, arbeitet das Ionentriebwerk von SMART-1 mit Strom, der über die bordeigenen Solarpaddeln erzeugt wird. Mit der so gewonnenen elektrischen Energie werden Gasatome ionisiert: Den Atomen werden dabei negativ geladene Elektronen entrissen, so dass positiv geladene Teilchen – die Ionen – übrig bleiben. Ein Magnetfeld beschleunigt diese elektrisch geladenen Teilchen, die sich dann mit hoher Geschwindigkeit von dem Flugkörper weg bewegen und so die SMART-Sonde vorantreiben. Als Treibstoff wird also nur ein Gas, meist verwendet man Xenon, benötigt. Die "Ionenschleudern" haben einen weit höheren Wirkungsgrad als chemische Triebwerke, so daß sie mit wesentlich weniger Treibstoff auskommen. Denn die geladenen Teilchen erreichen das Zehnfache der Geschwindigkeit, mit der die Verbrennungsgase herkömmlicher Raketenantriebe aus den Düsen strömen. Im Visier: Merkur und Sonne Die Bedeutung von Ionentriebwerken hängt mit ihrem hohen Wirkungsgrad zusammen, der Missionen möglich macht, die bislang nicht zu realisieren waren. So soll SMART-1 ein Verfahren zur Bahnänderung erproben, das den Ionenantrieb der Sonde und die Schwerkraft des Mondes ausnutzt. Ein Verfahren, das bei der 2012 startenden BepiColombo-Mission zum Planeten Merkur, eine zentrale Rolle spielen soll. "Ein chemischer Antrieb erlaubt nur einen Vorbeiflug an dem Planeten oder bestenfalls das Einschwenken in eine sehr weite Umlaufbahn. Will man jedoch die Sonde in einen niedrigen Orbit um den Merkur bringen, so dass man den Planeten auch wirklich beobachten kann, dann geht das nur mit einem elektrischen Antrieb" erläutert Giuseppe Racca, der SMART-1-Projektleiter. Neben BepiColombo wird auch der Solar Orbiter, den die ESA etwa zur gleichen Zeit auf die Reise schicken will, mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet. Die Sonnensonde soll mit Hilfe ihres Ionenantriebs in eine stark geneigte polare Umlaufbahn um unser Zentralgestirn einschwenken, die eine genauere Beobachtung ihrer Pol-Regionen erlaubt. Da diese ionengetriebenen Raumsonden weniger Treibstoff benötigen, steht an Bord mehr Platz für wissenschaftliche Instrumente zur Verfügung. Und mit der zunehmenden Miniaturisierung technologischer Komponenten werden auch die Instrumente kleiner. Dies wiederum erlaubt die Konstruktion kleinerer, leichterer und damit noch effizienterer Flugkörper. "Solar-elektrische Antriebstechnik ebnet daher den Weg für die Erkundung der inneren Bereiche unseres Sonnensystems", betont Giuseppe Racca, "weil man dort die unerschöpflichen Energien der Sonne anzapfen kann." Und dann der Sternenraum In den äußeren Regionen unseres Systems, wo das Licht der Sonne schwächer ist, müssen ionengetriebene Raumsonden andere Stromquellen nutzen, beispielsweise bordeigene Kernreaktoren. Deshalb wären nach Raccas Auffassung elektrische Antriebe dieser Art der nächste logische Schritt in der Technologie-Entwicklung: "Sie könnten uns bis zum Kuiper-Gürtel und noch weiter hinaus bringen". Der Kuiper-Gürtel, der sich jenseits der Pluto-Bahn erstreckt, ist für viele Wissenschaftler das Traumziel einer Mission. Es gibt dort Kometen, die seit Entstehung des Sonnensystems unbehelligt ihre Bahn ziehen. Und jenseits dieser Kometen öffnet sich der noch weitgehend unbekannte interstellare Raum, für Astronomen ein lockendes Forschungsziel. Durch elektrische Antriebe könnte eine solche Mission in greifbare Nähe rücken, weil ein Ionentriebwerk lange Zeit ununterbrochen laufen und so kontinuierlich beschleunigen kann. Damit erweist sich ein derartiges Antriebskonzept jedem chemischen Triebwerk weit überlegen. Guiseppe Racca ist sich sicher: "Solar- und nukleargespeiste elektrische Antriebe eröffnen uns die Möglichkeit, bei der Erforschung unseres Sonnensystems völlig neue Wege zu beschreiten". (ku - Quelle: ESA)
» Erste Bilder von Aqua 30. Juni 2002 - Vom erst kürzlich gestarteten NASA-Satellit Aqua wurden die ersten Bilder veröffentlicht. Vom erst kürzlich gestarteten NASA-Satellit Aqua wurden die ersten Bilder veröffentlicht. Das Instrument Advanced Microwave Scanning Radiometer (AMSR-E) von Aqua erzeugte das erste geophysikalische Endprodukt: Eine weltweite Karte der Wasser-Oberflächentemperaturen. Diese zeigt eine hohe Qualität des Mikrowellen-Aufnahmegeräts - das unabhängig von dicken Wolkendecken arbeitet. Nach Jahren der Vorbereitung von Aqua sind hunderte andere Wissenschaftler, mich eingeschlossen, begeistert vom erfolgreichen Start des Satelliten und von den hochqualitativen Aufnahmen," sagt Claire Parkinson, Aqua-Projektwissenschaftler beim NASA Goddard Space Flight Center. "Wenn alles wir geplant läuft, werden diese Daten zu einem besseren Verständnis des Erd-Klimasystems und zu besseren Wetterverhersagen führen. Dabei liegt der Schwerpunkt bei der Rolle des Wassers darin." Aqua ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt der USA, Japans und Brasiliens. Die wichtigste Rolle des Raumfahrzeugs ist das Sammeln von Informationen über das Wassers im System Erde. Aqua startete am 4. Mai 2002 von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. Der Satellit und seine sechs Instrumente sind derzeit zur Hälfte getestet worden. Bis Anfang Herbst möchte man Aqua vollständig einsatzbereit haben. Related Links: Kompletter Artikel (engl.) HotSpot zu Aqua (ku - Quelle: Space.com)
» El Niño unter Satelliten-Beobachtung 30. Juni 2002 - Der pazifische Ozean enthüllt derzeit nach den Daten von NASA-Satelliten keine Anzeichen für den Ausbruch des Klimaphänomens El Niño. Der pazifische Ozean enthüllt derzeit nach den Daten von NASA-Satelliten keine Anzeichen für den Ausbruch des Klimaphänomens El Niño. Der Pazifik wird ständig vom französisch-amerikanischen Satelliten Topex/Poseidon auf auf Symptome, die auf El Niño hindeuten, untersucht. In den Jahren 1997-1998 war El Niño besonders stark aktiv. Die aktuellen Daten zeigen, das der äquatornahe Pazifikbereich etwa ein Grad Celsius über der Temperatur der letzten Monate warm ist. Trotzdem scheint der Ozean mehr und mehr von immer größeren Phasen dominiert zu werden, die El Niño und das Schwesterphänomen El Niña abzuschwächen scheinen. "Abgesehen von einigen Erwärmungen im Äquatorbereich sieht der Juni 2002 sehr ähnlich aus wie der Juni 2001." sagt der Ozeanograph Dr. William Patzert vom NASA Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien. "Wir sind weiter in einem anhaltenen El Niño-Muster. Die Ozean-Erwärmung in den letzten Monaten kann mit der Entspannung der Winde in dem Bereich erklärt werden, die vom NASA Quick Scatterometer (QiukScat-Satellit) aufgezeichnet wurden. Der Satellit misst die Windgeschwindigkeit über dem Ozean sowie die -richtung. Diese Winde blasen für gewöhnlich von Amerika in Richtung Asiens und begünstigen so auch einen Strom warmen Wassers in Richtung Osten zu tragen. "In den ersten beiden Juni-Wochen waren diese Winde ungewöhnlich ruhig." sagt Dr. Timothy Liu, QuikScat-Projektmanager. "Aber in der letzten Woche sind sie mit normaler Stärke zurückgekehrt. Wenn sie länger wegbleiben oder stärker werden, hätten wir vielleicht den Ausbruch von El Niño beobachten können." Related Links: Kompletter Artikel (engl.) (ku - Quelle: NASA JPL)
» Weltall-Forschung verbessert Leben auf der Erde 29. Juni 2002 - Nach Jahren der ambitionierten Forschung stellen amerikanische Manager der Raumfahrt nun 30 Geräte bereit, die die Reise ins All und das Leben auf der Erde verbessern sollen. Nach Jahren der ambitionierten Forschung stellen amerikanische Manager der Raumfahrt nun 30 Geräte bereit, die die Reise ins All und das Leben auf der Erde verbessern sollen. Die Geräte sollen mit der voraussichtlichen nächsten Shuttlemission STS-107 ins All starten und von den Astronauten an Bord zur Forschung verwendet werden. John Charles ist Missionswissenschaftler für STS-107 und zudem Wissenschaftler am NASA-Büro für biologische und physikalische Forschung. "Dieser Flug erlaubt uns das zu tun, was wir am besten können: Fragen stellen, für die wir heute keine komplette Antwort liefern können.", sagt Charles. "Diese Mission ist ein neuerliches Beispiel für die Art von Untersuchungen, die wir als Forscher durchführen können und die die Gesellschaft von der NASA erwarten kann. Alle sind wichtig Fragen zu beantworten, die wissbegierige Leute über das Universum und unseren Platz darin gestellt haben." Und es existierend viele Fragen, die gestellt werden sollten. Dreißig Nutzlast-Gegenstände für etwa 60 Experimente werden diesen Sommer mit STS-107 ins All fliegen. Ein oberflächlicher Blick auf die Studien, die auf dem Flug durchgeführt werden sollen, zeigt ein sehr vielseitiges Forschungsaufgebot. Zwischen den geplanten Untersuchungen solche über solare Strahlung, Gas-Zähflüssigkeit, Teilchenphysik sowie über Kommunikations-Technologie. Da die vielen wichtigen Experimente während der 16tägigen Mission der Columbia zur angewandten Wissenschaft gehören, dürften sie auch für die Bevölkerung am Boden von Nutzen sein. Achtzehn der Nutzlast-Gegenstände befassen sich mit Biologie und Biotechnologie. Bei einigen Studien-Objekten werden Protein-Kristalle gezüchtet, die wichtig zur Herstellung von Medikamenten mit weniger Nebenwirkungen. Andere sollen die Mechanismen erkunden, die beim Transfer von Genen auftreten. Eine Sammlung von medizinischen Experimente, die zum Teil noch an Bord, zum Teil erst nach der Landung beendet werden, sollen ans Licht bringen, wie Kalzium in die Knochen gelangt und wieder aus ihnen verschwinden kann. Zwei sollen ans Licht bringen, wie sich Viren genau ausbreiten - sie werden in geschlossenen Atmosphären durchgeführt. Ein rotierender Bioreaktor, das biotechnologische Demonstrations-System wird Zellen in dreidimensionalem Gewebe unter Bedingungen züchten, die auf der Erde nachstellbar sind. Um ein besseres Verständnis dafür zu erlangen, wie der Schlaf im All verändert wird, werden die STS-107-Astronauten spezielle Messgeräte am Handgelenk tragen, um damit ihre Schlaf-Wach-Phasen zu zählen. Dies soll dabei helfen, Schlafstörungen sowohl im All als auch auf der Erde zu bekämpfen. Related Links: STS.raumfahrer.net Vollständiger Artikel (engl.) (ku - Quelle: NASA Space Research)
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Space Focus: T-Tauri Sterne |
von Mark Weimar | |
T-Tauri Sterne sind Sterne, die sich noch in der instabilen Vor-Hauptreihen Phase befinden. In dieser Phase betreibt der Stern im Kern noch keinerlei Kernreaktionen, die dazu führen würden, dass der Stern sich im Gleichgewicht befinden würde. Das bedeutet auch, dass sich der Stern vergrößert also sich in der Phase der Kontraktion befindet. Die Massen der T-Tauri Sterne liegen zwischen etwa einem Zehntel und drei Sonnenmassen. Aus diesen Beobachtungen lässt sich schließen, dass sich die T-Tauri Sterne im Inneren von jungen Sternhaufen zu finden sind. Eine andere sehr interessante Beobachtung ist, dass eine Materiescheibe um die meisten T-Tauri Sterne liegt. In dieser, so wird vermutet, bilden sich neue Planetensysteme die dann unserem ähneln können.
Die T-Tauri Sterne weisen bipolare Materieausflüsse auf, die, wenn sie mit der interstellaren Materie in Kontakt treten, die sogenannten Herbig-Haro-Objekte bilden.
Man hat festgestellt, dass eine große Anzahl an T-Tauri Sternen eine sehr intensive Röntgenstrahlung aufweisen. Es gibt Hinweise darauf das diese schwachen T-Tauri Sterne keine zirkumstellare Materiescheibe besitzen.
Nach einer Theorie könnte für die Entwicklung nicht nur die Masse entscheidend sein sondern auch noch andere Faktoren wie zum Beispiel die Rotationsgeschwindigkeit oder die Stärke des Magnetfeldes. Die schwachen T-Tauri Sterne besitzen ein sehr starkes Magnetfeld das später für die Bildung von sogenannten "Sternenflecken" (analog zu den Sonnenflecken) verantwortlich ist. Diese können 30 bis 40 Prozent der Sternenoberfläche bedecken und über mehrere Jahre hinweg bestehen. Dieses Magnetfeld, also die Intensität, nimmt im Laufe der Zeit wieder ab.
Related Links:
Astronomie
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HotSpot: Der Sonne so fern... |
von Michael Stein | |
Haben Sie gewusst, dass die Erde auf ihrer diesjährigen Bahn um die Sonne genau heute, am 6. Juli 2002, am weitesten von unserem Zentralgestirn entfernt ist? Klingt das zunächst nicht verwunderlich: Da sind wir der Sonne weiter entfernt als an jedem anderen Tag des Jahres, und dennoch toben keine Schneestürme über Mitteleuropa, sondern Scharen von Touristen sind auf dem Weg zu den Stränden von Ostsee und Coté d'Azur... Und doch gibt es natürlich auch für diesen scheinbaren Widerspruch Ursachen, die - wenn man sie denn erst einmal kennt - das Ganze verständlich machen; fangen wir an!
Zunächst einmal muss man wissen, dass die Erde nicht auf einer Kreisbahn, sondern (wie alle anderen Planeten auch) auf einer leicht elliptischen Bahn um die Sonne kreist - erst dadurch gibt es überhaupt so etwas wie einen sonnennächsten und sonnenfernsten Punkt der Umlaufbahn. Diese Entdeckung wurde von dem deutschen Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) gemacht und wird ihm zu Ehren als 1. keplersches Gesetz bezeichnet. Die Abweichung der Erdumlaufbahn von der Kreisform ist zwar nicht groß - die so genannte Exzentrizität beträgt gerade einmal 1,7 Prozent -, aber in Kilometern ausgedrückt kommt man doch auf respektable Werte: Während die Erde im Januar der Sonne bis auf 147,5 Mio. Kilometer nahe kommt (die Astronomen nennen diesen Punkt der größten Annäherung an die Sonne Perihelion), ist sie im so genannten Aphelion 152,6 Mio. Kilometer von ihr entfernt, weiter als irgendwann sonst auf ihrem Weg um unseren Heimatstern.
Bedingt durch die gut fünf Millionen Kilometer größere Distanz zur Sonne ist die Sonneneinstrahlung auf der Erde dann rund 7 Prozent schwächer als im Perihelion. Das wir zur Zeit dennoch bei sommerlichen Temperaturen schwitzen liegt in erster Linie daran, dass die Rotationsachse der Erde um 23,5° geneigt ist: Während des Sommers auf der Nordhalbkugel ist der Nordpol zur Sonne hin geneigt, weshalb die Sonne während der langen Tage hoch über den Horizont steigen kann und viel mehr Zeit als im Winter hat, um die Erdoberfläche, die Meere und die Atmosphäre zu erwärmen.
Doch damit nicht genug: Zu allem Überfluss liegt die Durchschnittstemperatur unseres Planeten im Aphelion auch noch um 2,3° C über der im Perihelion - die Erde ist also wärmer, wenn sie weiter von der Sonne entfernt ist! Auch dafür aber gibt es eine einfache physikalische Erklärung, die mit der ungleichen Verteilung der Erdmassen zu tun hat. Der Großteil der Landmassen liegt nördlich des Äquators, während die Südhalbkugel von riesigen Ozeanen dominiert wird. Während des nördlichen Sommers sind die riesigen Landmassen der Nordhalbkugel aufgrund der schon erwähnten Schieflage der Erdachse unserer Sonne entgegengeneigt. Da sich diese Landmassen bedeutend schneller aufheizen als die Ozeane der südlichen Hemisphäre abkühlen, liegt die Durchschnittstemperatur der gesamten Erde im nördlichen Sommer (Juli) um die schon genannten 2,3° C höher als während des südlichen Sommers (Januar): Die tatsächlich etwas größere Energiemenge, die unseren Planeten im Januar erreicht, verpufft gewissermaßen in den südlichen Weltmeeren, die sich viel langsamer als die Landmassen des Nordens aufheizen.
Und noch einen Unterschied gibt es zwischen dem nördlichen und südlichen Sommer: Das 2. keplersche Gesetz besagt, dass sich ein Planet im Aphelion langsamer als im Perihelion fortbewegt, weshalb der Sommer auf der Nordhalbkugel der Erde etwa zwei bis drei Tage länger als auf der Südhalbkugel dauert - wodurch die Sonne mehr Zeit hat, die Landmassen des Nordens zu erwärmen.
So, nun können Sie langsam daran denken, den Computer auszuschalten und sich dem Sommer auf der Nordhalbkugel unseres Planeten hinzugeben. Eine kleine Anmerkung zum Schluss: In Argentinien oder Uruguay wäre das Thema dieses HotSpots nicht so nahe liegend gewesen; die südliche Erdhalbkugel befindet sich im Winter, und der diesen Artikel auslösende scheinbare Widerspruch existiert dort gar nicht - aber wir haben ja gerade gelernt, dass das eine (Entfernung Erde-Sonne) mit dem anderen (Jahreszeit) nicht viel zu tun hat.
Related Links:
HotSpot-Archiv
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ISS Weekly Report |
von Michael Schumacher | |
Progress M-46 wird entladen
Nachdem das unbemannte Versorgungsraumschiff Progress M-46 am vergangenen Samstag an das Servicemodul Swjesda der International Space Station (ISS) andockte, begannen die drei Mitglieder der fünften Stammbesatzung damit, die Versorgungsgüter und Ausrüstungsgegenstände zu entladen. Dies ist für Waleri Korsun, Sergej Trestschow und Peggy Whitson vergleichbar mit einer Schatzsuche. Gefunden haben sie unter anderem frische Äpfeln und Erdnußbutter, was ihnen sichtlich Freude bereitete. Außerdem genossen sie sowohl am Sonntag als auch am Montag ein wenig ihre Freizeit, denn es galt nur ein leichtes Arbeitsprogramm zu bewältigen. Dasselbe galt für den Feiertag am Donnerstag.
Am Mittwoch überprüften Korsun und Trestschow 12 Fenster in Swjesda auf Einschlagstellen, Kratzer und Verunreinigungen. Weiterhin entnahm Whitson mit dem Total Organic Carbon Analyzer (TOCA) Wasserproben, um die Konzentrationen an Kohlenstoff, organischem Kohlenstoff, anorganischem Kohlenstoff sowie die Leitfähigkeit und den PH-Wert des Wassers zu bestimmen. Whitson gelang es auch, nach dreiwöchigem Ausfall, den Medium-rate Communications Outage Recorder (MOCR) zu neuem Leben zu erwecken. Der MOCR zeichnet Nutzlastdaten in der Zeit auf, in der sich die ISS außerhalb der Kommunikation mit dem Boden befindet und übermittelt dann die Daten sobald die Kommunikation wiederhergestellt ist. Der Ausfall hatte keine Auswirkungen auf die wissenschaftlichen Arbeiten. Außerdem installierte sie das Experiment Solidification Using a Baffle in Sealed Ampoules (SUBSA) in der Microgravity Science Glovebox (MSG).
Am Mittwoch nächster Woche werden Korsun und Whitson dem Roboterarm Canadarm2 von der Kontrollstation aus das Kommando erteilen, sich von seiner Grapple Fixture am Labor Destiny wegzubewegen, so dass sein freier Latching End Effector eine Power and Data Fixture auf dem vor kurzem installierten Mobile Base System, der Plattform, die sich auf dem Schienenfahrzeug auf der Gitterstruktur S0 befindet, erreichen kann. Das Schienenfahrzeug wird sich schließlich entlang der Gitterstruktur bewegen und an einer Stelle plaziert werden, wo es für die Installation der Gitterstruktur S1, die später mit STS-112 zur ISS gebracht wird, benötigt wird.
Wieder wurden die Termine für die beiden Extra Vehicular Activities (EVAs) der fünften Stammbesatzung korrigiert. Die erste EVA soll von Korsun und Whitson nun am 16. August durchgeführt werden, gefolgt von der zweiten EVA, diesmal von Korsun und Trestschow, am 23. August. Dabei sollen Experimente an der Außenhülle der Raumstation befestigt werden sowie Schutzabdeckungen gegen Mikrometeoriten und Weltraumtrümmer an Swjesda angebracht werden.
Related Links:
Internationale Raumstation
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Die Quantentheorie ist bis heute eine der abstraktesten Gebiete der modernen Physik. Nichts desto trotz ist sie in unserem Leben kaum noch wegzudenken - kein Mikrochip und somit kein Computer könnte ohne die Kenntnis der wissenschaftlichen Grundlagen aus der Quantenphysik funktionieren. Die Frage nach den allerkleinsten Strukturen des Universums ist ebenso mit der Astronomie und der Frage verknüpft, wie denn der Urknall und die ersten Momente danach vonstatten gingen.
Ein wichtiger Wissenschaftler für die Entwicklung der Quantentheorie war Erwin Schrödinger, der beispielsweise über seine symbolische Katze, die gleichzeitig tod und lebendig zu sein scheint, in die Physiklehrbücher einging. Mit dem seltsamen Tier nämlich wird ein Phänomen der Quantenphysik verdeutlicht, das von Schrödinger entdeckt wurde.
Die Österreichische Zentralbibliothek für Physik bietet zu dem Physiker ein interessante Webseite, die neben Biografie, Bildern und Tönen von Schrödinger auch eine leicht verständliche Einführung in die Quantenphysik veröffentlicht hat. Die Seite ist hier zu finden.
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InDetail: Protosterne |
von Karl Urban | |
Der Begriff Protostern ist eigentlich irreführend, da es sich hierbei um keinen normal leuchtenden Stern handelt. Protos stammt aus dem Griechischen und bedeutet erster. Ein Protostern ist demnach eine sehr frühe Form eines jungen Sterns.
Ein Sonnensystem entsteht in Wolken aus Gas und Staub. In dessen Zentrum steigt durch die Gravitationskraft die Dichte und das Gebilde beginnt zu rotieren. Durch diese Rotation wird aus der unförmigen Wolke eine Scheibe mit einem massereiche Zentrum, das mehr und mehr an Masse zunimmt. Übersteigen Druck und Temperatur im Zentrum durch die hohen Gravitationskräfte einen bestimmten Wert, setzt die Kernfusion ein und der Stern wird "geboren". Aus der Scheibe um ihn entwickeln nach und nach kleine Klumpen, die später die Planeten und Asteroiden des Sonnensystems bilden.
Als Protostern bezeichnet man die Phase vor der "Geburt" eines Sterns, in der noch keine Materie-Verklumpungen existieren.
Protosterne und die sie umgebenen protoplanetarischen Scheiben sind nur sehr schwer zu beobachten, da diese Systeme nur sehr geringe Strahlung ausschicken. Viele solche Gebiete wurden jedoch bereits in Gasnebeln beobachtet. So sind zum Beispiel der Orion- oder der Adler-Nebel aus Geburtsstätten von Sternen.
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"In Space Newsletter" #032
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6. Juli 2002
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