In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #038 vom 17. August 2002

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In Space - The Raumfahrer.net

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Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.   

 

"In Space Newsletter"
Ausgabe #038


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Raumfahrt hautnah

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Raumfahrttechnik TU München

> InDetail:
Präzession

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Disclaimer & Kontakt
 

      Intro von Michael Stein 

Verehrte Leserinnen und Leser,
 
Freud und Leid liegen auch in der Raumfahrt nahe beieinander: Während sich die Wissenschaftler der TOPEX/Poseidon-Mission diesseits und jenseits des Atlantik über das zehnjährige Dienstjubiläum dieses für die Meeresforschung so wichtigen Erdbeobachtungssatelliten freuen, bangen die am CONTOUR-Projekt beteiligten Wissenschaftler und Missionsspezialisten um die jüngste Kometensonde der NASA (siehe die Newsmeldungen dieser Woche): Am kommenden Montag soll eine automatische Computersequenz an Bord des Raumfahrzeugs ablaufen, die sämtliche verfügbaren Antennen für die Kontaktaufnahme mit der Erde nacheinander aktivieren wird - wenn CONTOUR überhaupt noch funktionsfähig ist. Verstreicht auch dieser Zeitpunkt ohne ein Signal der Sonde, muss man wohl von einem Verlust ausgehen.
 
Auch diese Mission ist Teil des Discovery-Programms der NASA, das die Durchführung hochspezialisierter Missionen für möglichst wenig Geld zum Ziel hat. Sollte CONTOUR gescheitert sein, so wäre dies (wieder einmal) ein Anlass, die Umsetzung des "faster, better, cheaper"-Ansatz der NASA zu überprüfen: Einsparungen bei Missionsdesign und -durchführung verlieren ihren Sinn, wenn sie zu weit gehen und dadurch das Risiko einer Mission über ein vertretbares Maß hinaus erhöhen.
 
Wir werden Sie auf Raumfahrer.net natürlich weiter über die aktuelle Entwicklung informieren. Jetzt wünsche ich Ihnen aber erst einmal wieder viel Spaß und eine interessante Zeit beim Lesen des heutigen Newsletters!
 

            Michael Stein
            Chefredakteur "Raumfahrer.net"
 
 

 
 

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      News

• 40 Jahre planetarische Erkundung   <mehr>
• CONTOUR weiterhin vermisst   <mehr>
• SOHO entdeckt Komet Nr. 500   <mehr>
• TOPEX/Poseidon: 10 Jahre nach dem Start   <mehr>
• Kometensonde CONTOUR vermisst   <mehr>
• MSG: Das Wetter wird genauer beobachtet   <mehr>
• Alter Mars-Meteorit zeigt vielleicht doch Lebensspuren   <mehr>
• Größtes Erdteleskop erkundet den Mond   <mehr>

 
» 40 Jahre planetarische Erkundung
16. August 2002 - "Kalifornien aus den Weltraum gesehen", so heißt das Bild, das zu Ehren "40 Jahre planetarische Erkundung" an der California's State Capitol in Sacramento ausgestellt ist.
 
Das Ausstellungsstück hebt die 40 Jahre planetarischer Erkundung hervor. Die Abbildung von Kalifornien zeigt, wie weltraumgestützte Bildaufbereitung hilft, das Leben auf unseren Heimatplaneten durch das Erstellen von topographischen Landkarten zu verbessern, Klima- und Landoberflächenstudien durchzuführen und die dynamischen Bedingungen zu überwachen. Vor 40 Jahren, am 27.August 1962 startete die Sonde Mariner 2 zu ihrer Reise zum Planeten Venus - es war die erste erfolgreiche interplanetare Reise einer Sonde.
 
"Die an dem JPL entwickelten Raumfahrzeuge zu den Planeten haben sich auch als unschätzbaren Wert beim Liefern von neuen Einblicken und Entdeckungen wie z.B. in Studien über die Erde, seine Atmosphäre, Klima, Ozeane, Geologie und die Biosphäre erwiesen", erläuterte Dr. Elachi.
(la - Quelle: NASA/JPL)
 
» CONTOUR weiterhin vermisst
16. August 2002 - Auch gut 14 Stunden nach der planmäßigen Zündung des Triebwerks von CONTOUR konnte immer noch kein Kontakt zur Raumsonde hergestellt werden.
 
Dem letzten Statusbericht des CONTOUR-Teams zufolge wurde bis um 01:30 Uhr (MESZ) am heutigen Tag kein Signal der Raumsonde empfangen. "Wir versuchen weiter, eine Funkverbindung aufzubauen", so CONTOUR-Missionsdirektor Dr. Robert Farquhar vom Applied Physics Laboratory der John Hopkins University. "Wir senden Kommandos zum Raumfahrzeug, damit es zwischen seinen beiden Sendern wechselt und verschiedene Antennen an Bord benutzt, falls sich einzelne davon aus welchem Grund auch immer ausgeschaltet haben sollten. Aber wir werden nicht wissen was passiert ist solange wir keinen Kontakt zu ihr [der Raumsonde] hergestellt haben."
 
Das Missionsteam durchsucht weiterhin den Himmel nach der Raumsonde CONTOUR und arbeitet dabei eine Liste verschiedener Strategien zur Wiederherstellung des Kontaktes mit Hilfe des Deep Space Network der NASA ab. "Wir suchen auf dem nominellen Flugpfad, als ob die Triebwerkszündung stattgefunden hätte", so Farquhar. "Wir arbeiten auf Basis der Annahme, dass das Triebwerk gezündet hat."
 
Der CONTOUR-Computer ist so programmiert, dass sich die Sonde rund 24 Stunden nach der geplanten Triebwerkszündung um etwa 40° dreht, wodurch die Antennen eventuell weiter Richtung Erde ausgerichtet werden. Das Missionsteam hofft nun, anschließend Signale von CONTOUR auffangen zu können.
(ms - Quelle: JHU/APL)
 
» SOHO entdeckt Komet Nr. 500
15. August 2002 - Auf einer Aufnahme des europäisch-amerikanischen Sonnenbeobachtungssatelliten SOHO ist in dieser Woche der fünfhundertste Komet entdeckt worden. Wie mittlerweile mehr als 75 Prozent aller auf diese Weise zustande gekommenen Kometenentdeckungen wurde auch SOHO-500 von einem Amateurastronomen aufgespürt.
 
Dem Amateurastronomen Rainer Kracht aus Elmshorn (Schleswig-Holstein) ist die 500-ste Entdeckung eines Kometen auf einer Aufnahme des Forschungssatelliten SOHO gelungen. Der Komet 2002 P3 (oder auch SOHO-500) wurde auf einem am 12. August aufgenommenen Foto des Instruments LASCO ("Large Angle and Spectrometric Coronagraph") entdeckt. Dieses Teleskop an Bord der Raumsonde SOHO beobachtet die Korona der Sonne über dem Sonnenrand, indem das direkt von der Sonne kommende Licht durch eine kreisförmige Scheibe ausgeblendet wird - vergleichbar mit dem Anblick der Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis.
 
Vor dem Hintergrund der heißen und gleißend hellen Sonnenkorona werden immer wieder Kometen entdeckt, von denen sich die meisten auf einem direkten Konfrontationskurs Richtung Sonne befinden und in diese hineinstürzen. Mehr als 75 Prozent der auf den LASCO-Aufnahmen entdeckten Kometen werden von "Amateuren" entdeckt, indem sie die im Internet frei verfügbaren SOHO-Aufnahmen systematisch auf Kometen hin überprüfen.
 
Rainer Kracht hat mittlerweile bereits 63 Kometen auf SOHO-Aufnahmen entdeckt und ist damit unter den "TOP 3" seiner Gilde. Den Rekord hält bisher Mike Oates aus England mit 136 entdeckten Exemplaren.
(ms - Quelle: ESA)
 
» TOPEX/Poseidon: 10 Jahre nach dem Start
15. August 2002 - Der französisch-amerikanische Erdbeobachtungssatellit TOPEX/Poseidon umkreist nun schon zehn Jahre lang als stiller Beobachter der Weltmeere unseren Planeten, und ein Ende dieser erfolgreichen Mission ist nicht abzusehen.
 
Insgesamt 46.763 Erdorbits hatte TOPEX/Poseidon bis zu seinem zehnjährigen Dienstjubiläum absolviert. Am 10. August 1992 wurde der Forschungssatellit an der Spitze einer Ariane 42P-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) aus gestartet und umkreist seitdem in einer Höhe von 1.336 km die Erde. Die Planungen für die Mission gehen zurück bis zum Ende der 1970er Jahre. Damals planten die französische Raumfahrtbehörde CNES mit Poseidon und die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA mit TOPEX noch jeweils separate Missionen, die dann aber 1983 zu einer gemeinsamen Mission zusammengelegt wurden.
 
Der knapp 2,5 t schwere Satellit bestimmt kontinuierlich die Meereshöhe von 95 Prozent der eisfreien Meeresflächen mit einer Genauigkeit von 4,2 cm. Seine Bahn führt ihn alle zehn Tage über dieselbe Stelle hinweg, so dass im Zeitablauf Veränderungen des Meeresspiegels und großräumige ozeanische Phänomene wie beispielsweise El Nino beobachtet werden können.
 
"TOPEX/Poseidon hat die Meeresforschung revolutioniert", sagte Dr. Lee-Lueng Fu, TOPEX/Poseidon-Projektwissenschaftler beim Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA. "Zum ersten Mal konnte der 'Puls' der Ozeane - Wirbelströmungen, saisonale Zyklen und jährlich auftretende Klimasignale - mit bis dahin unerreichter Genauigkeit kartiert werden, wodurch fundamental wichtige Informationen für den Test ozeanischer Zirkulationsmodelle gewonnen werden konnten." Rund 400 Forscher nutzen weltweit die Daten des Erdbeobachtungssatelliten auf verschiedenste Weise.
 
Ursprünglich war die Mission auf drei Jahre ausgelegt und beinhaltete eine Option für eine dreijährige Verlängerung. Der Nachfolgesatellit Jason wurde am 7. Dezember 2001 erfolgreich gestartet und beinhaltet neue und leistungsfähigere Versionen der TOPEX/Poseidon-Instrumente. Zurzeit befindet sich diese ebenfalls in französisch-amerikanischer Kooperation betriebene Forschungsmission noch in der wissenschaftlichen Überprüfungsphase, soll aber demnächst auf einer parallelen Umlaufbahn zu TOPEX/Poseidon mit der Datenerhebung beginnen. Die gemeinsame Mission beider Satelliten wird eine höhere Genauigkeit bei der Aufspürung großräumiger ozeanischer Phänomene ermöglichen. Zu diesem Zweck ist eine Kurskorrektur von TOPEX/Poseidon erforderlich, die am 15. August durchgeführt wurde.
 
Detaillierte Informationen über TOPEX/Poseidon und seinen Nachfolger sind im Internet auf der Seite Ocean Surface Topography (englisch) verfügbar.
(ms - Quelle: NASA/JPL)
 
» Kometensonde CONTOUR vermisst
15. August 2002 - Eine für 11:35 Uhr (MESZ) geplante Kontaktaufnahme mit der Kometensonde CONTOUR ist bis jetzt nicht zustande gekommen.
 
Die am 3. Juli gestartete amerikanische Raumsonde CONTOUR sollte heute durch Zündung ihres Triebwerks den Parkorbit in einer Höhe von 225 km um die Erde verlassen und ihre Reise zu zwei Kometen antreten. Die Zündung des Feststoff-Triebwerks STAR 30 war für 10:49 Uhr (MESZ) vorgesehen und sollte die Geschwindigkeit des Raumfahrzeugs um 1.920 m/sek. erhöhen. Für 11:35 Uhr (MESZ) wurde eine erste Bestätigung über die erfolgreiche Durchführung dieses Manövers von der Raumsonde erwartet. Wie das CONTOUR-Missionsteam beim Applied Physics Laboratory der John Hopkins University mitteilte, konnte der Kontakt zur Sonde bis um 17:00 Uhr (MESZ) jedoch nicht wieder hergestellt werden.
 
Das Missionsteam arbeitet nun verschiedene Notfallpläne durch, um den Kontakt zu CONTOUR doch noch wieder herstellen zu können. Zu diesem Zweck wird entlang der Route, die die Raumsonde bei einer erfolgreich verlaufenen Triebwerkszündung nehmen würde, mit Hilfe der Antennen des Deep Space Network der NASA nach Signalen von CONTOUR gesucht.
 
Mit Hilfe des heutigen Manövers sollte CONTOUR die Anziehungskraft der Erde verlassen und Ende 2003 den Kometen Encke erreichen, ein Vorbeiflug am Kometen Schwassmann-Wachmann 3 war für Juni 2006 geplant. Das wissenschaftliche Ziel der Mission ist die Erforschung von Kometenkernen durch nahe Vorbeiflüge an mindestens zwei Kometen. Einen ausführlichen Bericht über die CONTOUR-Mission können sie in unserem HotSpot anlässlich des Missionsstarts lesen.
 
Raumfahrer.net wird sie natürlich zeitnah über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.
(ms - Quelle: JHU/APL)
 
» MSG: Das Wetter wird genauer beobachtet
12. August 2002 - 36.000 Kilometer überhalb der Küste Westafrikas wird demnächst ein neuer Satellit in einer geostationären Umlaufbahn postiert.
 
Der Satellit heißt Meteosat Second Generation (MSG) und ist ein völlig neuentwickelter Wettersatellit. MSG wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der ESA und EUMETSAT entwickelt. EUMETSAT ist die europäische Organisation für die Nutzung von Meteorologie-Satelliten.
 
Die Kombination der Weltraumtechnologie der ESA und dem meteorologischen Knowhow von EUMETSAT führten zu einem neuen Satelliten-System, dass in den nächsten 12 Jahren sehr gute Arbeit abliefern dürfte. MSG ist nicht nur ein Satellit: Er umfasst eine Serie von drei Raumfahrzeugen und einem kompletten Bodenkontroll und -betriebssystem, welches von EUMETSAT entwickelt wurde. Der MSG-Satellit wird vom EUMETSAT-Kontrollzentrum in Darmstadt betrieben, wo die Daten aus dem All verarbeitet und dann zu tausenden Empfängern in Staaten in Europa und Afrika versendet werden.
 
Überall in Europa werden die MSG-Daten zu besseren Wettervorhersagen führen - besonders wenn es zu sehr extremen Wetterbedingungen kommt. Dies ist eine der wichtigsten Entwicklungen in diesem Bereich seit mehr als 25 Jahren. Aber gerade in der Region des ersten MSG-Satelliten, über den gesamten afrikanischen Kontinent, werden Wetterdaten für über 40 Staaten geliefert. MSG kann zudem die Ernten sichern und somit die Ernährungsbedingungen verbessern, die Richtung von gefährlichen Epedemien wie Malaria und Meningitis voraussagen und ein Auge auf "schlummernde Vulkane" behalten.
(ku - Quelle: ESA)
 
» Alter Mars-Meteorit zeigt vielleicht doch Lebensspuren
11. August 2002 - Der bereits 1984 in der Antarktis entdeckte Meteorit vom Mars wurde erneut analysiert.
 
In der neusten Studie eines 4,5 Milliarden Jahre alten Marsmeteoriten haben Forscher neue Beweise dafür gefunden, dass 25 Prozent des Magnetit-Materials des Meteroiten durch Bakterien auf dem Mars produziert wurde. Die neusten Ergebnisse wurden im Journal Applied and Environmental Microbiology veröffentlicht.
 
Die Wissenschaftler verglichen sechs physikalische Eigenschaften, die auf früheres Leben hinweisen (die sogenannte MAB Biosignatur) mit dem Material des alten Mars-Meteroiten. Diese Biosignatur ist ein Indikator für Leben, das nicht durch zufällige Prozesse oder menschliche Einmischung entstanden ist.
 
"Keine nicht-biologische Substanz, weder von der Natur noch im Labor hergestellt, hat jemals die MAB Biosignatur-Kriterien hervorgebracht," sagt Kathie Thomas-Keprta, Astrobiologin am NASA Johnson Space Center (JSC) in Housten und Leiterin der Forschergruppe. "Dies bedeutet, dass ein Viertel der Magnetit-Kristalle, die in die Carbonate des Mars-Meteoriten ALH84001 eingebettet sind, durch den Einfluss von biologischen Kulturen entstanden sein müssen. Anders ist ihre Existenz nicht zu erklären."
 
Magnetotaktische Bakterien, die in arktischen Lebensräumen der Erde auftreten, ordnen Magnetit-Kristalle zusammen mit ihren Zellen in Ketten an und machen aus ihnen "Kompasse", die den Bakterien dabei helfen, Nahrung und Energie zu finden. Magnetit (Fe3O4) wird auf der Erde anorganisch produziert, aber die von Bakterien produzierten Magnetit-Kristalle unterscheiden sich vollständig davon. Sie sind chemisch sauber und defekt-frei, mit klar getrennten Größen und Formen.
 
Die neuste Studie über den vor 18 Jahren gefundenen Mars-Meteoriten ist erneut ein Indiz für die Entwicklung von primitiven Leben auf dem Roten Planeten. Ausführliche Informationen über den Mars sowie vergangene und zukünftige Mars-Missionen finden sie auf den Seiten unseres Mars-Corners.
(ku - Quelle: NASA JSC)
 
» Größtes Erdteleskop erkundet den Mond
11. August 2002 - Die neuste Aufnahme des Very Large Telescope zeigt den Mond in unerreichter Schärfe.
 
Das Foto zeigt ein Gebiet von 700 Kilometern um den Apollo 11-Landeplatz. Der Ort befindet sich in der östlichen Mondhemisphäre nördlich des lunaren Äquators und zwischen den beiden Haupt-"Meeren", Mare Tranquillitatis und Mare Foecunditatis.
 
Aufgenommen wurde das Bild im nahen Infrarot mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO mit einem System, das eine adaptive Optik verwendet. Dieses korrigiert die Verzerrungs-Effekte durch die Erdatmosphäre. Klicken Sie hier, um die Aufnahme in hoher Auflösung (85 KB) anzusehen.
(ku - Quelle: space.com)
 

 
 

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      HotSpot: Jahrhundertflut und Raumfahrt von Karl Urban 

Innerhalb des letzten Jahrzehnts häuften sich extreme Wetterphänomene, die zumeist auch eine zerstörerische Wirkung auf die menschlichen Lebensräume hatten. Fluten, Dürren, Stürme, Hitze- und Kältewellen sowie monsunartige Regenfälle, die erst kürzlich auch viele deutsche Städte heimsuchten, sind nicht ungewöhnlich und gehören zum Wetter. Jedoch stellt deren Häufung weltweit eine Entwicklung dar, die wohl nicht mehr normal zu sein scheint.
Das Jahr 2001 ging als das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte ein. Auch die ersten Monate 2002 waren um 0,71 Grad wärmer als der Durchschnitt für 1961 bis 1990.

All jene Größen, die Wetter und Klima bestimmen, müssen wir genau kennen, um Katastrophen zu verhindern und auch die Einflüsse Menschen in dem System aufzuzeigen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde eine neue Reihe geostationärer meteorologischer Satelliten unter dem Namen MSG (Meteosat Second Generation) entwickelt. Diese wurden in Zusammenarbeit der ESA und der Europäischen Organisation zur Nutzung von Wettersatelliten, EUMETSAT, entwickelt. Von MSG erhoffen sich Meteorologen Wettervorhersagen in unerreichter Genauigkeit.

Wettervorhersagen sind nach wie vor relativ unpräzise. Schuld daran ist die unheimliche Komplexität des Klimasystems der Erde. Die Entwicklung des Wetters hängt von vielen Faktoren, wie Temperatur, Druck, Feuchte und Luftelektrizität und vielen weiteren. Alle diese Faktoren wirken gleichzeitig und auch untereinander. Somit ist es nicht verwunderlich, dass bis heute, trotz etlicher Wettersatelliten und tausender Wetterstationen weltweit, eine genauere Vorhersage über vier bis fünf Tage meist scheitert.

Täglich werden weltweit etwa 80 Millionen Wetterdaten generiert und die von leistungsfähigen Großrechnern in Wettermodelle verwandelt werden. Jegliches Wetter spielt sich in der Troposphäre, einer sehr dünnen Atmosphärenschicht der Erde, ab. Sie ist 8 bis 17 Kilometer hoch - trotzdem ist sie so hochkomplex.
Allerdings werden nur 20% der Planetenoberfläche durch Wetterstationen abgedeckt. Gerade die Meeresoberflächen werden kaum berücksichtigt. Satelliten können dieses Defizit zum Teil ausgleichen, jedoch ist das System selbst mit Satellitendaten noch zu komplex, um das Wetter genauer prognostizieren zu können.

Seit 1960 kann das Wetter mit Satellitenkameras aus dem All beobachtet werden. 1977 startet die ESA ihren ersten Wettersatelliten Meteosat. Sein Hauptinstrument ist ein Strahlungssensor (Radiometer), der im sichtbaren Wellenbereich Wolkenaufnahmen, im infraroten Wärmebilder und zudem Wasserdampf aufnehmen kann. Die Satelliten der Baureihe liefern alle 30 Minuten ein Bild in jeweils einem der drei Bereiche des elektromagnetischen Spektrums und ermöglichen somit eine ständige Aktualisierung der Wettervorhersagen. Meteosat und andere Wettersatelliten überfliegen meist ständig dasselbe Gebiet aus einer geostationären Umlaufbahn.

Das Projekt Meteosat ist bis heute ein voller Erfolg. Da Meteorologen für bessere Wettervorhersagen jedoch mehr und genauere Daten benötigen, entwickelte die ESA und EUMETSAT den Meteosat Second Generation. MSG-1 nimmt demnächst seinen Dienst über einer Region Westafrikas auf.
Ein neuer Radiometer mit dem Namen SEVIRI (Spinning Enhanced Visible and Infrared Imager) soll Erde und Atmosphäre in nunmehr zwölf Kanälen beobachten, was den Meteorologen eine größere Anzahl an Daten liefern dürfte. MSG sendet alle 15 Minuten ein Bild zur Bodenstation - in einer Bildauflösung von einem Kilometer anstatt 2,5 Kilometern.

Für den ESA-Meteorologen Andreas Ottenbacher ist SEVIRI eine Supermaschine, deren Vorteile er wie folgt beschreibt: "Die hochauflösenden Bilder im 15-Minuten-Intervall werden wesentlich zur Verbesserung der Kurzfristvorhersage beitragen. Erstmals rund um die Uhr kann nun die Wolken- und Nebelbildung beobachtet werden, so dass heraufziehende Unwetterfronten sowohl früher als auch präziser vorhergesagt werden können." Thomas Böhm, ein Spezialist für die Auswertung von Satellitendaten beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach, ergänzt Ottenbachers Aussagen: "Die zwölf Kanäle wurden so ausgewählt, dass die Meteorologen dringend benötigte Zusatz-Informationen erhalten. Darunter befindet sich auch ein Kanal, der die Unterscheidung von Eis- und Wasserwolken ermöglicht. Damit wird sich die zeitliche und ortsbezogene Vorhersage von Gewitter- und Hagelfronten wesentlich verbessern. Besonders nützlich für den Straßen-, Schienen- und Luftverkehr." Doch Satellitendaten allein bewegen noch gar nichts. Eine zehnfache Datenmenge gilt es mit neu entwickelter Software zu knacken. "Die Analyse der kosmischen Bilder erfolgt", so Böhm, "mit der neuen Software weitgehend automatisiert. Dabei werden verschiedene Wolkenarten sehr genau kategorisiert, so dass wir ständig - auch nachts - einen schnellen Überblick über die globale Wetterlage haben."

Wetterdaten sind für alle Bereiche der Gesellschaft von hohem Nutzen. Neben dem Normalbürger, der wissen will, ob er seinen Regenschirm zu Hause lassen darf, ist auch die Wirtschaft in sehr vielen Bereichen von genauen Wetterprognosen abhängig. Könnte man große Unwetter über mehrere Tage voraussagen, könnten Versicherungen beispielsweise große Summen bei der Schadensbeseitigung sparen, in dem die Schäden schon vorher vermieden werden. Auch Bau- und Landwirtschaft sind abhängig von genauen Wettervorhersagen.
Wettersatelliten gehören wohl zum wichtigsten Bereich der Raumfahrt. Neben Telekommunikation- und Navigations-Satelliten wäre auch ohne Klimasatelliten das moderne Leben nicht denkbar. Aber auch in puncto Klimaerwärmung und Treibhauseffekt könnten genauere Satelliten ihren Beitrag leisten, Umweltschutz-unwillige Industriestaaten wie die USA dazu zu bewegen, das Klima zu schützen.
 
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      Special: Raumfahrt hautnah von Hans-Georg Urbin 

Ein Besuch des Raumfahrtmuseums in Morgenröthe-Rautenkranz
Am 26. August 1978 startete der erste deutsche Kosmonaut, Dr. Sigmund Jähn, ins All. Ein Jahr später fand in seinem Geburtsort in Morgenröthe-Rautenkranz die Eröffnung einer Ausstellung über diese Mission statt. Nach der Wende wurde diese Ausstellung in eine gesamtdeutsche Raumfahrtausstellung umgewandelt. Auf über 200 qm Ausstellungsfläche werden vor allem die bemannten und unbemannten Weltraumprojekte mit deutscher Beteiligung präsentiert.
 
Um das Raumfahrtmuseum zu besuchen, mussten wir zunächst unseren Autoatlas bemühen. Denn wer kann schon von sich behaupten, dass er auf Anhieb weiß, wo sich der Ort Morgenröthe-Rautenkranz befindet. Hinter dem klangvollen Namen verbirgt sich eine 1000-Seelen-Gemeinde in der Kammregion Erzgebirge/Vogtland an der Grenze zu Tschechien. Der kleine Ort liegt ca. 50 km südwestlich von Chemnitz und ist über die A 72 und die B 283 relativ gut zu erreichen.
 
Hat man das Museum erreicht, wird man von einer imposanten Erscheinung begrüßt: Direkt vor dem Museum steht ein original MIG-21-Jagdflugzeug, das in den sechziger Jahren von Sigmund Jähn selbst geflogen wurde. Die eigentliche Ausstellung ist im ersten Stock des Hauses untergebracht. Ein eigener Raum ist der Mission von Sigmund Jähn gewidmet. Sigmund Jähn flog am 26. August 1978 mit Waleri Bykowski in der Sojus 31-Kapsel im Rahmen der 3. Interkosmosmission zur Raumstation Saljut 6. Dort wurden sie von der zweiten Stammbesatzung bestehend aus Wladimir Kowaljonok und Alexander Iwantschenkow begrüßt. Jähn und Bykowski kehrten nach sieben Tagen Aufenthalt am 3. September 1978 wohlbehalten zur Erde zurück.
 
Neben Originalraumanzügen und Forschungsgeräten gibt es auch viele interessante Exponate, die vom ganz alltäglichen Leben in der Schwerelosigkeit berichten und wie die Ergebnisse der Flüge in Medizin, Biologie, Industrie und im täglichen Gebrauch genutzt werden. Natürlich fehlt auch das Sandmännchen nicht, das damals Sigmund Jähn begleiten durfte. Fast alle deutschen, aber auch viele russische und amerikanische Kosmonauten und Astronauten haben durch persönliche Geschenke von ihren Missionen wesentlich dazu beigetragen, diesem Ausstellungskomplex eine besondere Ausstrahlung zu verleihen.
 
Im Bereich der unbemannten Raumfahrt wird vornehmlich das breite Spektrum erdnaher Satellitensysteme vorgestellt. Das reicht von Kommunikations- und Wettersatelliten bis hin zu Umwelt- und speziellen Forschungssatelliten. Besonders beeindruckt haben uns die Originalstücke der amerikanischen Programme. Herausragend ist sicherlich der Mondschuh von Eugene Cernan, den er während der Apollo 17-Mission getragen hat. Nicht vergessen werden dürfen die beiden filigran gearbeiteten Holzmodelle einer Wostok-Rakete im Startturm und einer sowjetischen Radarempfangsanlage.
 
Im "Planetenzimmer" wird ein Einblick in die wissenschaftliche Erforschung unseres Sonnensystems gegeben. An verschiedenen Rechnern kann der Besucher eigene Raumfahrten simulieren, die Meldungen der Voyager-Sonden abrufen oder seine Kenntnisse über Raumfahrt und Astronomie überprüfen. In einem eigenen Raum werden verschiedene Videofilme vorgeführt. Nicht unerwähnt bleiben darf der "Space-Shop", in dem man neben Büchern, Videos und Postern auch signierte Fotos und Autogrammkarten von Raumfahrern erwerben kann.
 
Die einzelnen Exponate werden mit viel Liebe zum Detail präsentiert und ausführlich beschrieben und erläutert. Das Museum ist täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 3,00 €, für Kinder 2,00 €.
 
Wer sich ein bisschen "Appetit" auf die Ausstellung holen möchte, kann sich auf unserer Homepage www.urbin.de unter dem Punkt "On Tour" einige Fotos anschauen. Das Museum selbst ist im Internet unter www.morgenroethe-rautenkranz.de/ausst.htm vertreten.
 

 
 

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      ISS Weekly Report von Michael Schumacher 

Erste Extravehicular Activity für die fünfte Stammbesatzung
Zu den Höhepunkten dieser Woche an Bord der International Space Station (ISS) gehörte für die Besatzung die erste von zwei geplanten Extravehicular Activities (EVAs) im Rahmen ihrer fünfmonatigen Mission. Am Freitag begaben sich Kommandant Waleri Korsun und Bordingenieurin Peggy Whitson zu ihrer 265minütigen EVA in den freien Weltraum. Allerdings gab es zu Beginn eine Verspätung um 1 Stunde und 43 Minuten. Der Grund dafür lag in einem falsch konfigurierten Ventil, das das korrekte Funktionieren der primären Sauerstoffflaschen in ihren Raumanzügen regelt. So öffneten Korsun und Whitson erst um 04.23 Uhr Eastern Standard Time (EST) die Luke des Docking Compartment Pirs, als sich die ISS gerade über den Atlantischen Ozean vor der Küste Südamerikas befand.

Damit hat die insgesamt dritte EVA in der Kosmonautenlaufbahn von Korsun begonnen. Im Jahre 1996 unternahm er bereits zwei Ausstiege aus der russischen Raumstation Mir zusammen mit seinem damaligen Bordingenieur Alexander Kaleri. Für Whitson war es hingegen die erste EVA. Der heutige Ausstieg markierte außerdem die 42. EVA im Rahmen des Raumstationsaufbaus und der Raumstationswartung sowie die 17. EVA, die von der ISS aus durchgeführt wurde. Während Korsun und Whitson im freien Weltraum arbeiteten, beobachtete Bordingenieur Sergej Trestschow die Systeme der Raumstation und unterstützte den Ausstieg vom Servicemodul Swjesda aus.

Die erste Aufgabe von Korsun und Whitson bestand darin, zuerst einmal die Werkzeuge einsatzbereit zu machen und den Ausleger des ausziehbaren Krans Strela, der am zur Erde gerichteten Andockstutzen von Swjesda angebracht ist, vom Andockmodul loszumachen. Danach machten sie sich daran sechs Schutzabdeckungen gegen Mikrometeoriten und Weltraumtrümmer von ihrem vorübergehenden Lagerplatz am Pressurized Mating Adapter 1, der den Kopplungsknoten Unity mit dem Kontrollmodul Sarja verbindet, umzusetzen. Die Abdeckungen wurden von dem Space Shuttle Endeavour im Rahmen ihrer Mission STS-111 zur ISS gebracht. Eine nach der anderen wurden die Abdeckungen schließlich um Swjesda herum montiert. Weitere 17 solcher Schutzabdeckungen werden auf kommenden Mission zur Raumstation geflogen werden, um diese Arbeit zu beenden.

Aufgrund des verspäteten Beginns der EVA entschieden die russischen Flugkontrolleure, das Befestigen neuer Proben an der Außenhülle von Swjesda im Rahmen des russischen Experimentes Kromka zu verschieben. Kromka soll Proben von Rückständen, die bei der Zündung der Lagetriebwerke entstehen, sammeln. Diese Aufgabe sowie das Einsammeln von Rückständen an der Außenhülle von Swjesda zur weiteren Analyse werden während einer zukünftigen EVA durchgeführt. Noch ist nicht bekannt, ob Korsun oder Trestschow diese Aufgaben während des zweiten Ausstieges am kommenden Freitag übernehmen werden. Nachdem sie ihre Werkzeuge zurückgebracht haben und Strela wieder verstaut haben, begaben sich Korsun und Whitson zurück in Pirs und schlossen um 08.48 Uhr EST die Luke.

Am Freitag in einer Woche wird Korsun erneut, dieses Mal zusammen mit Trestschow, die Raumstation über Pirs verlassen, um Ausrüstungsgegenstände an der Außenhülle des russischen Moduls zu installieren, die die Platzierung zukünftiger Nutzlasten erleichtern sollen. Außerdem werden sie ein japanisches Experiment, das sich ebenfalls an der Außenhülle von Swjesda befindet, einholen, bei dem Materialproben den Einflüssen des Weltalls ausgesetzt wurden. Weiterhin werden sie zwei zusätzliche Amateurfunkantennen anbringen, um Funkkontakte mit Funkamateuren auf der Erde zu steigern.

Am Donnerstag gab die National Aeronautics and Space Administration (NASA) die Nominierung zweier Besatzungen für eine Space Shuttle-Mission sowie für eine Stammbesatzung bekannt. Bei der Space Shuttle-Mission handelt es sich um STS-117. Zu der sechsköpfigen Besatzung gehören Kommandant Frederick Sturckow, Pilot Mark Polansky sowie die Missionsspezialisten James Reilly, Richard Mastracchio, Joan Higginbotham und Patrick Forrester. Außerdem wurden die Mitglieder der zehnten Stammbesatzung bekannt gegeben. Sie besteht aus Kommandant Leroy Chiao sowie den Bordingenieuren Salishan Scharipow und John Phillips. Eine Ersatzbesatzung wurde noch nicht bekannt gegeben.

Auch gab es eine Besatzungsumstellung für die Mission STS-113, die offiziell immer noch am 02. November starten soll. Die ursprüngliche Space Shuttle-Besatzung bestand aus Kommandant James Wetherbee, Pilot Christopher Loria sowie den Missionsspezialisten Michael Lopez-Alegria und John Herrington. Aufgrund einer zu Hause zugezogenen Verletzung und den daraus folgenden Auswirkungen auf die Missionsvorbereitung wird Loria durch Paul Lockhart ersetzt werden. Lockhart flog erst im Juni diesen Jahres auf der Mission STS-111 zur ISS und wird somit, sollte alles nach Plan laufen, innerhalb von fünf Monaten in den Genuss seines zweiten Raumfluges kommen.
 
Related Links:
Internationale Raumstation
 
 

 
 

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      Surftipp: Raumfahrttechnik - TU München von Karl Urban 

Die Raumfahrt reizt viele junge Menschen so sehr, dass sie gern einmal auch in diesem faszinierenden Bereich studieren und arbeiten wollen. Es heißt "Viele Wege führen nach Rom" und genau dies verdeutlicht auch die Website der Technischen Universität München auf ihrer Website zum "Fachgebiet Raumfahrttechnik". Es werden Forschungsgebiete und Projekte vorgestellt sowie ein Überblick über den Bereich der TU München geliefert. Die Seite vermittelt einen kleinen Einblick auf die Wege, die zum Studium und schließlich zum Beruf in der Raumfahrtbranche führen.
 
Das "Fachgebiet Raumfahrttechnik" der TU München finden Sie hier.
 
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      InDetail: Präzession von Michael Stein 

Als Präzession bezeichnet man im astronomischen Sprachgebrauch die Bewegung der Rotationsachse der Erde. Die Achse, um die unser Heimatplanet rotiert, ist nicht starr und unveränderlich auf einen imaginären Punkt im Sternenhimmel ausgerichtet, sondern beschreibt eine kreisförmige Bewegung. Im Zeitraffer betrachtet wurde die Erde leicht taumelnd auf ihrer Bahn um die Sonne erscheinen. Würde man die Erdachse sehen können und an beiden Polen ein Stück aus der Erde hinausragen, so würden die Enden dieser Rotationsachse in rund 25.800 Jahren einen Kreis beschreiben.
 

 
 

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"In Space Newsletter" #038

Erscheinungsdatum:
17. August 2002
Auflage: 641 Exemplare
 
 
Chefredaktion:
Karl Urban
Michael Stein
 
Supervising:
Lorenz Ulrich
 
Schlussredaktion:
Michael Stein
 
Redaktionsleitung:
David Langkamp
 
Redaktion:
Jan Großmann
Tilman Kaiser
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Dominik Mayer
Sabine Rossburg
Franz Schmied
Michael Schumacher
Lu Shi
Mark Weimar
Lorenz Zistler
 
Meik Lampmann
(Space-Weltraum.de)

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