In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #055 vom 14. Dezember 2002

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In Space - The Raumfahrer.net

Inhalt

Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.   

 

"In Space Newsletter"

Ausgabe #055
ISSN 1684-7407


> Updates:
Updates / Umfrage

> News:
Astronomie- und Raumfahrtnews

> Space Focus:
Kompakte Objekte (3) - Neutronensterne

> History Special:
Die Vogelfänger (1)

> HotSpot:
Der Ariane 5-Fehlschlag

> ISS:
Weekly Report

> Surftipp:
Der Ausbau der ISS in Wort und Bild

> InDetail:
Der Ereignishorizont

> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
 

      Intro von Mark Weimar

Verehrte Leserinnen und Leser,
 
momentan kann man den Sternenhimmel sehr schön bepbachtet. Die Sterne, der Mond und die Planeten strahlen in wunderschönem Glanz. Doch was ist mit all den Objekten die man selbst mit einem Teleskop nicht sehen kann, wie Schwarze Löcher oder Neutronen Sterne?Lesen sie heute im Space Focus den dritten Teil der Reihe über kompakte Objekte von Tilman Kaiser.
Außerdem können sie heute alles über den Fehlstart der Ariane 5 in unserem HotSpot nachlesen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 

            Mark Weimar
            

 
 

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Umfrage: Glauben Sie an erfolgreiche Zukunft von Arianespace nach dem Fehlstart der Ariane 5 am 11. Dezember?

Ja
Nein
 
      Updates / Umfrage

» advent.raumfahrer.net
Die Raumfahrer.net-Adventskalender bietet Ihnen jeden Tag bis Weihnachten ein "Türchen" mit den faszinierendsten Bildern.

» sts.raumfahrer.net
Die Raumfähre Endeavour ist auf dem Rückweg zur Erde. Einen Blick auf die erfolgreich beendete Mission finden Sie weiterhin auf der Sonderseite STS Aktuell.

» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.
 

 
 

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      News

Innovatives MSG-1 Bordinstrument liefert Schlüsseldaten <mehr>
Ursache für Ariane 5-Fehlstart noch unbekannt <mehr>
Start der Ariane 5 fehlgeschlagen <mehr>
Möglicher medizinischer Vorfall verzögert Weltraum - spaziergang <mehr>
ESA stellt erste Integral-Bilder vor <mehr>
Neuigkeiten von Mars Odyssey <mehr>
Endeavour landet sicher in Florida <mehr>



» Innovatives MSG-1 Bordinstrument liefert Schlüsseldaten
13. Dezember 2002 - Das Instrument GERB an Bord des Satelliten MSG-1 (zweite Meteosat-Generation) hat am gestrigen Donnerstag seine ersten Messungen durchgeführt.
Die Ergebnisse werden auf Bildern veranschaulicht, auf dem die Gebiete hervorgehoben sind, in denen ein Energiegewinn beziehungsweise Energieverlust im Klimasystem der Erde abzusehen ist.

GERB (Geostationäres Experiment zur Bestimmung der Strahlungsbilanz der Erde) ist ein im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickeltes Forschungsinstrument. Es wird Fachleuten die Möglichkeit eröffnen, die Strahlungsbilanz der Erde und ihren potenziellen Einfluß auf das Klima zu untersuchen. Das auf dem geostationären Satelliten MSG-1 der Organisation Eumetsat mitgeführte Instrument wird kontinuierlich Messungen über die gesamte Erdhalbkugel vornehmen.

Nach den Worten von Eva Oriol-Pibernat, MSG-Missionsleiterin der ESA, "werden wir mit GERB Veränderungen wesentlicher Klimaparameter von einem festen Punkt im Orbit aus verfolgen können. Durch die Kombination dieser Ergebnisse mit Daten von den ESA-Satelliten Envisat und ERS-2 wird Europa in der Lage sein, in erheblichen Maße zur Beobachtung des Klimas und der Umwelt beizutragen."
GERB ist ein abtastendes Radiometer mit zwei Breitband-Kanälen, von denen einer die gesamte von der Erde ausgehende Strahlung und der andere lediglich einen kurzen Wellenbereich erfaßt. Durch die Differenz der auf den beiden Kanälen ermittelten Werte kann die von der Erde in den Weltraum reflektierte Strahlung geschätzt und damit die das Klimasystem der Erde beeinflussende Energie gemessen werden. Das in Synergie mit dem Hauptbildgerät auf MSG-1, SEVIRI, verwendete GERB wird Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, die Rolle von Wolken oder Wasserdampf in der Strahlungsbilanz festzustellen, was unmittelbare Auswirkungen auf Klimamodelle haben wird.

Von wissenschaftlicher Seite wurde die Entwicklung des Instruments GERB von einem internationalen Team unter Leitung von Professor J. Harries vom Imperial College in London unterstützt. Finanziert wurde es von einem europäischen Konsortium unter Beteiligung des Vereinigten Königsreichs (Rutherford Appleton Laboratory, RAL, das die Führungsrolle hatte), Belgien (Royal Meteorological Institute of Belgium, RMI, und Advanced Mechanical and Optical Systems, AMOS) und Italien (Officine Galileo).
Auch die Satelliten MSG-2 und MSG-3 sollen von Eumetsat finanzierte GERB-Instrument mitführen.

Das MSG-Programm ist ein gemeinsames ESA-Eumetsat-Vorhaben und besteht aus drei fortschrittlichen Wettersatelliten. Die ESA hat den ersten Satelliten entwickelt und beschaft im Auftrag von Eumetsat die beiden anderen. Eumetsat legt die Nutzeranforderungen fest und ist für alle Starts, die Entwicklung des Bodensegments und für mindestens 12 Jahre für den Systembetrieb verantwortlich. Über die Bechaffung eines vierten Satelliten derselben Baureihe werden gegenwärtig Verhandlungen geführt.
(la - Quelle: ESA)


» Ursache für Ariane 5-Fehlstart noch unbekannt
12. Dezember 2002 - Auf einer Pressekonferenz in Kourou wurden erste Details des fehlgeschlagenen Starts der neuen Ariane 5 in der vergangenen Nacht mitgeteilt. Gleichzeitig wurde von Arianespace die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission zur Ermittlung der Fehlerursache bekanntgegeben.
Nach ersten Auswertungen der während des Starts übermittelten Messwerte liefen der Countdown, die Triebwerkszündung und die erste Flugphase noch vollkommen normal ab. So arbeiteten beispielsweise die beiden großen Feststoffbooster der Ariane 5 planmäßig und wurden nach dem Ende ihrer Brenndauer wie vorgesehen ohne Probleme abgesprengt. Eine erste Anomalie trat 96 Sekunden nach dem Start im Kühlkreislauf des neuen Vulcain 2-Triebwerks der ersten Raketenstufe auf. Rund drei Minuten nach dem Start veränderte sich die Triebwerksgeschwindigkeit, gleichzeitig trat eine signifikante Störung der Flugkontrolle auf. 187 Sekunden nach dem Start wurde die Nutzlastverkleidung wie geplant abgeworfen, die Ausrichtung der Rakete war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr korrekt.
 
Danach zeigte die Ariane 5 zunehmend fehlerhafte Verhaltensweisen, und knapp acht Minuten nach dem Start wurde die Rakete aus Sicherheitsgründen schließlich zerstört. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Ariane 5 eine Höhe von rund 69 Kilometern und eine Entfernung von rund 800 Kilometern von Kourou erreicht.
 
Der Vorstandsvorsitzende von Arianespace, Jean-Yves Le Gall, kündigte während der Pressekonferenz die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission an. Die in den nächsten Tagen zu benennenden Mitglieder dieser Kommission sollen die Ursache des heutigen Fehlschlags analysieren und nachvollziehen sowie - nachdem die Fehlerursache gefunden worden ist - eventuelle Auswirkungen auf die bevorstehenden Starts der Standardversion der Ariane 5 klären.
 
Mehr zu diesem Thema können Sie am kommenden Samstag im nächsten InSpace-Newsletter lesen, den Sie kostenlos auf unserer Internetsite abonnieren können.
(ms - Quelle: ESA)


» Start der Ariane 5 fehlgeschlagen
12. Dezember 2002 - Die neue Version der Europäischen Trägerrakete Ariane 5 stürzte nur 3 Minuten nach dem Start ab.
Nachdem der Start der modifizierten Ariane 5 mit einer verstärkten Nutzlast von nun insgesamt 10 Tonnen bereits am 28. November verschoben wurde, kam es beim Start heute, am 11. Dezember, zur Katastrophe.
 
Nach nur 3 Minuten wurde der Flug 157 abgebrochen und die Ariane stürzte ins Meer. Dabei gingen auch zwei Satelliten verloren. Zur Stunde liegen noch keine Erkenntnisse über die Ursache des Unglücks vor.
 
Der Vorsitzende von Arianespace, Le Gall, entschuldigte sich bei den Kunden und nahm Stellung zum Unglück. "Wir haben schon davor schwere Zeiten durchgestanden und werden auch mit dieser Herausforderung fertig werden."
 
Das Unglück ist das zweite Scheitern einer Ariane 5-Trägerrakete. 1996 kam es bereits beim Jungfernflug zu einer Fehlfunktion und die Rakete musste gesprengt werden.
Am kommenden Samstag werden wir im InSpace Newsletter ausführlichst über den Fehlstart und die Auswirkungen auf die europäische Raumfahrtindustrie berichten.
(dl - Quelle: Arianespace)


» Möglicher medizinischer Vorfall verzögert Weltraum - spaziergang
11. Dezember 2002 - Routinemäßige Untersuchungen brachten einen möglichen medizinischen Vorfall zu Tage.
Ein möglicher medizinischer Vorfall mit einem der neuen Bewohner der Internationalen Raumstation hat die NASA veranlasst einen baldigen Weltraumspaziergang zu verschieben. Der Weltraumspaziergang des amerikanischen Astronauten Kenneth Bowersox und des russischen Kosmonauten Nikolai Budarin waren für Dienstag geplant, wurden aber Montagnacht bis mindestens Januar verschoben. NASA Sprecher Rob Navias sagte am Dienstag, dass er wegen der medizinischen Privatsphäre nicht zu offenlegen könne, welcher Raumfahrer betroffen sei, oder was dies for Konsequenzen nach sich ziehen wird. Er sagte, dass der Vorfall unter Beobachtung wäre, aber dass er "wie auch immer, keinen Einfluß auf die Mission" haben wird. "Es besteht keine Beeinflussung der Mission, oder auf was die Mannschaft im Orbit macht oder an den Zielen" der Expedition, sagte Navias. Der Vorfall trat während routinemäßiger Untersuchungen an Bord der Raumstation auf. Weltraumspaziergänge können harte Arbeit darstellen und Astronauten müssen in top Form sein. Trotzdem war der Aufschub ein seltener Schritt der NASA. Navias sagte, dass der sechsstündige Weltraumspaziergang eine zusätzliche Arbeit an dem erst kürzlich installierten Träger der Weltraumstation beinhaltet und dass dieser noch einen Monat oder mehr warten könne. Die NASA plant den Ausflug noch vor dem Ende der Mission der jetzigen Mannschaft. "Es bestand kein drängender Grund diesen Weltraumspaziergang abzuhalten und so beschlossen wir ihn zu verschieben," sagte Navias. Die beiden Männer, darunter der amerikanische Astronaut Donald Pettit, zogen erst vor zwei Wochen in den die Erde umkreisenden Außenposten. Sie sollen bis März an Bord bleiben. Nur ein Weltraumspaziergang war für Bowersox und seine Mannschaftsmitglieder geplant, die mit dem Shuttle Endeavour zur Raumstation gebracht wurden. Sie ersetzten einen Amerikaner und zwei Russen, welche sechs Monate oben verbracht hatten.
(lz - Quelle: Space.com)


» ESA stellt erste Integral-Bilder vor
10. Dezember 2002 - Die Wissenschaftler sind mit der Arbeit der Raumsonde Integral überaus zufrieden.
Integral, das Gammastrahlenobservatorium der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), hat seine ersten Aufnahmen gemacht und seine ersten Meßdaten erfaßt. Diese beweisen, daß Integral hervorragend arbeitet. Alle Projektbeteiligten sind mit seiner bisherigen Leistung äußerst zufrieden.
Der Wissenschaftsdirektor der ESA, Professor David Southwood, der kommissarische Projektwissenschaftler für Integral, Dr. Arvind Parmar, und die Hauptexperimentatoren stellen die ersten Bilder und bahnbrechenden Forschungsergebnisse von Integral auf einer Pressekonferenz vor, die am 18. Dezember in der ESA-Hauptverwaltung in Paris stattfindet.
Seit seinem Start am 17. Oktober haben die Bodenkontrolleure Integral in seine Einsatzbahn manövriert, seine Funkverbindungen einer eingehenden Prüfung unterzogen und sich vergewissert, daß das Observatorium ihren Steuerungsbefehlen gehorcht. Durch Beobachtung des berühmten Schwarzen Lochs Cygnus X-1 haben die Wissenschaftler außerdem die Einstellung der Instrumente optimiert. "Wir haben wunderschöne Gammastrahlenbilder und Spektren des Himmels gewonnen", sagt Parmar. Spektren werden von Astronomen zur Analyse der Energie der von ihnen beobachteten Strahlung verwendet.
Die Ergebnisse von Integral dürften insofern etwas ganz Besonderes darstellen, als es bereits gelungen ist, eines der am schwersten zu erfassenden Ereignisse im Weltraum festzuhalten: einen Gammastrahlenausbruch. Bei diesen Ausbrüchen handelt es sich um gigantische Explosionen unterschiedlicher Dauer, die durchschnittlich zweimal pro Tag stattfinden. Die Wissenschaftler glauben, daß diese mysteriösen Explosionen durch kollabierende Sterne im sehr fernen Universum ausgelöst werden. Die faszinierenden Ergebnisse dieser Beobachtung, die Anlaß zu verschiedenen Theorien geben, werden ebenfalls auf der Pressekonferenz vorgestellt.
Related Links:
Alle weiteren Informationen zu Integral
(dm - Quelle: ESA)


» Neuigkeiten von Mars Odyssey
09. Dezember 2002 - Die neuesten Beobachtungen der NASA-Sonde "Mars Odyssey", welche die Verteilung von Wassereis zeigen, sowie Infrarotbilder der Oberfläche des roten Planeten, werden in dieser Woche, beim jährlichen Treffen der "American Geophysical Union" in San Francisco, veröffentlicht.
"Die Forschungsmission Odyssey verläuft ungewöhnlich gut," meint Dr. Jeffrey Plaut, der zuständige Wissenschaftler am NASA Jet Propulsion Laboratory in Calif, Pasadena. "Die Geräte haben bis jetzt ein riesiges Datenvolumen gesammelt, und die Präsentationen auf der Konferenz werden die bisher umfassendsten und aufschlussreichsten der Mission sein."
Mitte Oktober verdampfte das gefrorene Kohlendioxid, welches saisonbedingt den Nordpol des Mars bedeckt, so weit, dass die Wissenschaftler zum ersten mal die Gelegenheit bekamen dort nach Eis zu suchen. "Wir sind wirklich begeistert von dem, was wir in der Nordpolarregion des Mars sehen. Ohne das Kohlendioxid können wir Beweise für große Mengen von Wassereis in der Erde sehen, sogar mehr als wir im Süden gefunden haben," erklärt Dr. William Boynton, Principal Investigator für Odyssey' Gamma-ray Spectrometer Suite an der University von Arizona, Tucson.
Die Infrarot- und Sichtbilder haben eine wunderbare Vielfalt an Oberflächentypen und -merkmalen entdeckt. Nächtliche Temperaturbilder zeigen komplexe Formationen von Steinschichten, Felsentrümmern, Sand und Staub, entstanden durch Einschlagkrater, Wind, Erosion und Deposition," beschreibt Dr. Philip Christensen, Principal Investigator für das Odyssey Wärme- und Infrarotbild-System an der Arizona State University, Tempe. "Farbige Infrarotbilder des Mars zeigen Veränderungen in den Felsschichten ähnlich denen im Grand Canyon. Die Sichtbilder zeigen, dass der Mars ein staubiger Ort ist, bei dem der Großteil der Oberfläche von einer dünnen Schicht aus orangerotem Dunst überzogen ist."
"Das Martian Radiation Environment Experiment hat mehr verschiedene Space Weather in der Nähe des Mars beobachtet, als dies in der gleichen Zeit bei einem erdnahen Satelliten der Fall ist," erläutert Dr. Cary Zeitlin, Principal Investigator für das Experiment am National Space Biomedical Research Institute, Houston. "Veränderungen im Space Weather werden von der Sonnenaktivität, und den Sonnenerruptionen, verursacht. Um diese Ereignisse besser zu verstehen vergleichen wir Daten von Odyssey mit Daten von ähnlichen Instrumenten im Erdorbit. Die letzten Beobachtungen sind besonders spannend, da sich Erde und Mars auf unterschiedlichen Seiten der Sonne befanden."
JPL, eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena, leitet die Mars Odyssey Mission für das NASA Weltraumwissenschaftsbüro in Washington, D.C. Investigators an der Arizona State University in Tempe, der University of Arizona in Tucson und dem Johnson Space Center, Houston der NASA, bedienen die Wissenschaftlichen Instrumente. Weitere Forschungspartner befinden sich in der Russischen Luft- und Raumfahrtbehörde und in den Los Alamos National Laboratories, New Mexico.
Lockheed Martin Astronautics, Denver, entwickelte und baute den Satelliten. Operationen werden von Lokheed Martin und dem JPL zusammen ausgeführt.
Related Links:
Alle News und Meldungen zu 2001 Mars Odyssey
Weitere Informationen über 2001 Mars Odyssey
(dm - Quelle: NASA JPL)


» Endeavour landet sicher in Florida
07. Dezember 2002 - Mit dem weichen Aufsetzen der Endeavour endet die Mission STS-113 zur Internationalen Raumstation.
Commander Jim Wetherbee und der Pilot Paul Lockhart führten um 13.37 Uhr CST (19.37 Uhr MEZ) die 16. Mission des Space Shuttles zur Internationalen Raumstation (ISS) zu einem erfolgreichen Ende.
Zusammen mit Wetherbee und Lockhart landeten auch die Missionsspezialisten Michael Lopez-Alegria und John Herrington sowie die Expedition Five Crew bestehend aus Commander Valery Korzun, Flug-Ingenieur Sergei Treschev und ISS Wissenschaftsoffizier der NASA Peggy Whitson wieder auf der Erde. Die Endeavour hatte zuvor die Expedition Sex Crew zur Station gebracht.
Mit STS-113 wurde der Ausbau der Internationalen Raumstation fortgesetzt: Die Raumfähre brachte das Bauteil P1-Truss zur ISS, der das Rückrat der Station, die vertikale Trägerstruktur weiter verlängerte. Sie soll einmal über 100 Meter lang sein. Herrington und Lopez-Alegria mussten für die Montage des Segments drei "Weltraumspaziergänge" (EVAs - Extra Vehicular Activies) durchführen. Zudem wurde Ladung auf die Station befördert.

(ku - Quelle: NASA)



 
 

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      Space Focus: Kompakte Objekte (2) - Weiße Zwerge von Tilman Kaiser 

Wenn ein Stern das Ende seiner Entwicklung erreicht und als Supernova explodiert, wird der Stern nur zu einem Weissen Zwerg kollabieren, wenn seine Masse unterhalb der Chandrasekhar-Masse liegt. Liegt seine Masse zwischen dieser Grenze und unterhalb der Oppenheimer-Volkov Grenzmasse, so entsteht ein Neutronenstern. Schon bald nach der Entdeckung des Neutrons Anfang 1932 durch James Chadwick im kernphysikalischen Labor der berühmten Rutherfordschen Arbeitsgruppe in Cambridge wurde die Möglichkeit eines Himmelobjekts bestehend aus eng gepackten Neutronen von Zwicky und Baade in den USA in Erwägung gezogen. Die beiden Astronomen berichten hierüber Ende 1933 in einem Vortrag zur Erklärung von Supernovae-Explosionen an der Stanford University. Auch der russische theoretische Physiker Lew Landau legte 1937 eine Theorie über "Neutronenkern"-Gebilde im Kosmos vor, was ihn aber nicht vor einem Jahr Haft wegen "antisowjetischer Tätigkeit" in einem stalinistischen Gefängnis bewahrte.
Ein wichtiger Prozess in der Endstufe der Entwicklung von Sternen ist der sogenannte URCA-Prozess, der auch erklärt wie die Neutronen in Neutronensternen entstehen. Vereinfacht gesagt, werden die negativ geladenen Elektronen durch die enormen Gravitationskräfte auf die positiven Protonen gedrückt, so daß sich in den Atomkernen die neutralen Neutronen auf Kosten von den Protonen unter Aussendung von den fast masselosen Elektron-Neutrinos anreichern. Der umgekehrte Prozess, findet aufgrund eines quantenmechanischen Prinzips nicht statt, so dass die Bildung von Neutronen überwiegt. Dieser Prozess wurde 1940 von Schönberg und Gamow auf einer Konferenz in Rio de Janeiro vorgeschlagen und bekam den Namen eines ansässigen Kasinos, in dem Geld durch von aussen nicht nachvollziehbare Prozesse verschwand - diese Assoziation kam vielleicht durch die enorme nicht messbare Neutrinoemission, die bei diesem Prozess stattfinden muss, zustande. Bei Dichten von ca. 100 Millionen Tonnen pro ccm löst sich der Kernverbund aus Protonen und Neutronen ganz auf und die Materie besteht aus einem "Neutronen-Brei", der mit ca. 0,5 % an Protonen und Elektronen vermischt ist. Im Zentrum eines Neutronensterns werden die sogenannten Hyperonen vermutet. Das sind Teilchen, die noch schwerer als die Proton- oder Neutron-Kernteilchen sind und im freien Zustand sofort in diese Nukleonen (Kernteilchen) zerfallen.
Der typische Durchmesser eines Neutronensterns beträgt 10 km. Die Atmossphäre über seiner noch metallischen Oberfläche ist nur wenige cm dick. Der erste Neutronenstern wurde 1967 in Form eines Pulsars entdeckt, als die Englischen Radioastronomen Anthony Hewish und Jocelyn Bell in Cambridge, scharfe, regelmässige Radiopulse vom Himmel einfingen. Diese Pulse können durch die Rotation und das Magnetfeld der Neutronensterne erklärt werden, wenn die Magnetfeldachse gegenüber der Rotationsachse um 45-90° gekippt ist. Dadurch überstreicht die Magnetfeldachse einen Kegel. Elektrisch geladene Teilchen werden spiralförmig um diese Achse bewegt, wobei sie ab einer gewissen Entfernung vom Stern relativistische Geschwindigkeiten erhalten. Entlang ihrer Bewegungsrichtung werden Elektronen Synchrotronstrahlung über einen großen Wellenlängenbereich aussenden. Die Strahlung macht sich analog zum Lichtstrahl eines Leuchturms durch eine periodische Wiederkehr bei einem Beobachter bemerkbar. Durch die Abstrahlung von Energie durch elektromagnetische Strahlung wird die Rotation des Neutronensterns abgebremst, was sich durch einen Vergrößerung der Pulsperiode bemerkbar macht.
In den 1970s wurden auch erstmals im Röntgenbereich strahlende Neutronensterne entdeckt, wie schon in der "Kurzen Geschichte der Röntgenastronomie" (siehe Newsletter Sommer 2002) erwähnt wurde. Hierbei handelt es sich oft um binäre Systeme, bei denen von einem aufgeblähten Riesenstern Materie auf einen Neutronenstern meist über dessen magnetische Polkappen akkretiert wird, wobei Röntgenstrahlung entsteht.

Literatur:
1)
H. Voigt:
"Abriss der Astronomie",
Universitätssternwarte Göttingen, 1991

2)
Karttunnen, Kröger, Oja, Poutanen, Donner:
"Fundamental Astronomy",
Helsinki, 1996

3)
Kip S. Thorne:
"Black Holes & Time Warps.
Einstein's Outrageous Legacy"
In: "The Common Wealth Fund Book Programme"
hrsg.:Lewis Thomas, Bd. 9, 1993

 
 

 
 

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      History Special: Die Vogelfänger (1) von Tilman Kaiser 

Die Vogelfänger oder der lange Weg zur "Ornithologia Nova"
Ein ornithologisches Märchen für die Weihnachtszeit von T. Kaiser I

Es war einmal vor langer Zeit ein Mensch, der lebte das Leben eines Vogelfängers. Er schätzte sich glücklich, ein Dach über dem Kopf und durch den Vogelfang für seine Gebieterin ein geregeltes Auskommen zu haben. Er strebte nicht nach Weisheit, da das Vögelfangen schwierig genug war. Vielleicht wünschte er sich ab und zu eine liebe Vogelfängerin.

So lebte der Vogelfänger in den Tag und ließ die Sonne an sich vorüberziehen ... ja natürlich, er schaute an den Himmel und sah jeden Tag wie der glühende Sonnenball im Osten aufging, im Süden seinen Lauf nahm und im Westen wieder unterging. Konnte er nicht schlafen, weil die liebe Vogelfängerin noch immer nicht den Weg zu ihm gefunden hatte, so sah er den Sternenhimmel durch die lückenhafte Laubdecke seiner Hütte im Wald an ihm vorbeiziehen.

Als er sich abermals eines nachts auf seinem Laubbett schlaflos hin- und herwälzte, sei es weil seine Sehnsucht so groß war oder weil Luna so hell schien, geschah etwas, was sein Leben von Grund auf verändern sollte. Seine Laubhütte stand in der Nähe einer Waldlichtung. Dort legte er sich auf den Rücken, um die kreisrunde Luna zu betrachten. Luna war für ihn eine Art Wesen, da sie ihre Gestalt verändern konnte. Manche Nacht war sie gar nicht zu sehen. In anderen Nächten hatte sie eine Sichelgestalt. So sprach er mit Luna und betete sie an.

Luna hatte für ihn eindeutig weiblichen Charakter. Seiner Meinung war das ständige Zu- und Abnehmen, welches er auch schon bei so mancher Frau - allerdings nicht in einer strengen Zeitspanne von 30 Tagen festgestellt hatte, ein klares Zeichen dafür.

Vielleicht würde Luna, wenn er nur lieb zu ihr betete, ihm auch mal eine Vogelfängerin vorbeischicken. Die Frauen steckten doch alle unter einer Decke. In seinen Gebeten an Luna dachte er sich immer wieder andere Namen für seine Zukünftige aus, die meistens mit M anfingen, weil sein eigener Name auch mit einem M anfing. Er war damals wirklich manchmal ein bisschen sentimental. Er hieß Mamageno oder so hatten ihn wenigstens die Leute am Hof immer genannt und er hatte diesen Namen dankbar in Ermangelung eines Besseren angenommen.

So fiel ihm in dieser Nacht der Name Mamagena für seine Zukünftige ein. Diese weibliche Abwandlung seines Namens lag nun wirklich sehr nahe. Ein böswilliger Psychoanalytiker hätte in der Mama-Gena-Assoziation sicherlich eine Kompensation des Mutterverlusts gesehen, da er als Waisenkind am Hofe seiner Königin aufgewachsen war. Sein Gebet an Luna möchte ich hier nur sinngemäß und in einer verkürzten Fassung wiedergeben: "Gnädigste Luna, Du strahlst heute wieder in aller Schönheit und zeigst Dich ohne Ecken und Kanten in all Deinen Rundungen! Bitte, bitte, schicke mir doch mal bei Zeiten eine liebe Mamagena vorbei, die Gefallen an einem unbedeutenden Vogelfänger wie mir findet und wenn das nicht klappt, würde ich wenigstens gerne einmal meine Mutter sehen!"

Daß Luna daraufhin dachte, daß der Gute seine Mutter nicht wirklich wiedersehen wollte, ist und bleibt reine Spekulation. In jedem Fall zeigte Luna eine unübersehbare Reaktion, als Mamageno sein letztes Wort zu Ende gestammelt hatte...:

Eine rötliche runde Scheibe schob sich langsam vor Luna, wirkte erst nur wie ein Trauerrand, war aber irgendwann nicht mehr zu ignorieren. Natürlich dachte er sofort, Luna wäre jetzt sauer, er solle besser sie anbeten und sich nicht eine Mamagena wünschen. Er fürchtete, Luna würde jetzt ein Ende mit ihm und im Anschluss mit dem gesamten Erdenleben machen oder sich vielleicht aus lauter Schmach über die Entdeckung ihrer Rundungen sogar selbst vernichten. Nach der vollständigen Bedeckung war sie auf jeden Fall vor Zorn oder Schmach dunkelrot angelaufen. Nach mindestens einer weiteren Stunde bangen Flehens entfernte sich die rötliche Scheibe langsam wieder und Luna erstrahlte in ihrem alten stolzen Glanz.

Die Dauer von einer Stunde für die vollständige Bedeckung wird im übrigen vom allwissenden Erzähler angenommen. Die Zeitmessung war damals noch nicht so präzise wie heutzutage. Vielleicht gab es hie und da an Kultstätten irgendeine Art von Sonnenuhr. Unser Vogelfänger hatte aber gewiss keine Vorstellung von genauer Zeitmessung.

In jedem Fall glaubte er seit diesem Erlebnis fest, daß es manchmal hilft, die Sterne anzubeten. Doch dieses für Mamageno bewegende Ereignis war ein Einschnitt in seinem arglosen Leben und veranlasste Mamageno, am darauffolgenden Tag sein Bündel zu schnüren und sich auf den Weg zu machen. Er wollte eine Antwort wissen. Der Volksmund behauptete, daß es weit im Westen an einem großen Strom, der sich in das große Westmeer ergießt, einen Tempel der Weisheit gäbe, in dem Magier und Sterndeuter dem Wesen der Sterne auf den Grund gehen wollten. Hier möchte der allwissende Erzähler einfügen, daß Mamageno aus einem Land mit zwei großen Strömen kam. Den Wald, in dem er wohnte, darf man sich auch nicht so vorstellen, wie die Wälder in den nördlichen Kalkalpen.

(Wie es weiter geht, erfahrt Ihr nächste Woche. Bis dahin wünsche ich ein Frohes Fest!)
 
 

 
 

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      HotSpot: Der Ariane 5-Fehlschlag von Michael Stein 

Es hätte eine beeindruckende Antwort auf die Herausforderung durch neue Konkurrenten auf dem Markt für Satellitenstarts werden sollen, statt dessen erlebte die europäische Raumfahrt am Mittwochabend ein Desaster, das kaum zu einem ungünstigeren Zeitpunkt hätte kommen können: Die neueste und leistungsstärkste Version der Ariane 5-Trägerrakete musste wenige Minuten nach dem Start um 23:17 Uhr (MEZ) gesprengt werden, da sie unkontrolliert Richtung Erde trudelte. Wir möchten Ihnen hier einen kurzen Überblick über den Weg der Ariane-Rakete bis hin zu diesem neuesten Trägersystem geben und einen Ausblick wagen, welche Folgen dieses Unglück haben könnte.

Die Entwicklung der Ariane 5
Bereits seit einiger Zeit zeichnete sich ab, dass das europäische Raumfahrtunternehmen Arianespace mit dem existierenden Angebot an Trägerraketen für die kommerzielle und institutionelle Kundschaft auf Dauer nicht wettbewerbsfähig bleiben würde. Zwar hatte der grandiose Erfolg der überaus zuverlässigen europäischen Trägerrakete Ariane 4 das vorher bestehende russisch-amerikanische Monopol für Satellitenstarts erfolgreich durchbrechen und zuletzt sogar mehr als 50 Prozent des Marktes für kommerzielle Satellitenstarts erobern können, aber für zukünftige Herausforderungen war diese "alte Dame" nicht gerüstet.

Die Satelliten wurden mit der Zeit immer größer und schwerer, so dass die Ariane 4 an ihre Grenzen stieß. Was lag da näher, als die zunächst vorrangig für den Transport des europäischen Raumtransporters Hermes in einen Erdorbit entwickelte Nachfolgerin Ariane 5 für diese Aufgaben heranzuziehen? Die weitere Produktion der Ariane 4 wurde also eingestellt (das letzte Exemplar dieses Typs wird im Frühjahr 2003 starten).

Ein holpriger Start
Leider erwies sich die Ariane 5 als deutlich unzuverlässiger, was auch der Tatsache geschuldet sein mag, dass es sich hierbei zum ersten Mal seit den Tagen der Ariane 1 zu großen Teilen um eine Neuentwicklung handelt - alle früheren Ariane-Familien hatten das Design der "Ur-Ariane" nur evolutionär in relativ kleinen Schritten weiterentwickelt.

Schon der Jungfernflug der Ariane 5 im Juni 1996 endete in einem spektakulären Feuerwerk, als die Rakete aufgrund eines Softwarefehlers unkontrollierbar wurde und nur kurz nach dem Start mitsamt ihrer Nutzlast - den vier europäischen Cluster-Forschungssatelliten - gesprengt werden musste. Erst dreieinhalb Jahre und zwei Testflüge später, im Dezember 1999, nahm die Ariane 5 mit dem ersten zahlenden Kunden an Bord - dem europäischen Röntgenstrahlenteleskop XMM-Newton - den regulären kommerziellen Betrieb auf.

Doch schon sechs Flüge später dann der nächste Fehler: Beim insgesamt elften Start dieses Raketentyps versagte das Triebwerk der Oberstufe teilweise, es erzeugte weniger Schub und schaltete sich rund eine Minute früher ab als vorgesehen. Die aus zwei Satelliten bestehende Nutzlast wurde in einer viel niedrigeren Umlaufbahn als geplant ausgesetzt, so dass einer der beiden Satelliten - ein japanischer Kommunikationssatellit - verloren war. Der zweite Satellit hatte mehr Glück: Neben einem chemischen Triebwerk war der europäische Kommunikationssatellit Artemis auch mit experimentellen Ionentriebwerken ausgestattet, die es ihm ermöglichten, im Laufe mehrerer Monate doch noch die vorgesehene geostationäre Umlaufbahn zu erreichen. Insgesamt also war damit eine weitere Ariane 5-Mission zu verzeichnen, die als Fehlschlag zu werten war. (Das Artemis aufgrund der erwähnten glücklichen Umstände dennoch seine geplante Umlaufbahn erreichte ändert nichts an der Tatsache, dass das Trägersystem erneut nicht wie vorgesehen funktioniert hatte.)

Der nächste Start nach diesem Semi-Fehlschlag folgte im März 2002 nach einer gründlichen Überprüfung des Oberstufentriebwerks, und glücklicherweise verlief dabei alles glatt - nicht wenige Wissenschaftler dürften Stoßgebete gen Himmel geschickt haben, als der gigantische europäische Erdbeobachtungssatellit ENVISAT an der Spitze der Ariane 5-Rakete abhob, denn bei einem Scheitern dieser Mission wäre angesichts leerer öffentlicher Kassen und der enormen Kosten dieses Forschungssatelliten anders als bei den Cluster-Satelliten wohl kein Ersatzmodell gebaut worden.

Der ENVISAT-Mission folgten dann noch zwei weitere fehlerfreie Starts im Juli und August 2002, bevor es nun erneut zu einem herben Rückschlag kam. Ganz abgesehen von dem erschütterten Vertrauen in die gesamte Ariane 5-Trägerfamilie ist für die europäische Raumfahrt dieser letzte Fehlschlag vor allem deswegen so problematisch, weil bei diesem Flug erstmals eine leistungsstärkere Raketenversion zum Einsatz kam, die Ariane 5 ESC-A oder auch Ariane 5 Plus.

Die Ariane 5 ESC-A und ESC-B
Die Ariane 5 war für den Transport eines Satelliten eigentlich etwas zu groß geraten, weswegen es um ihre Konkurrenzfähigkeit nicht zum Besten bestellt war - beim Entwurf stand eben die Aufgabe als Trägersystem für den europäischen Raumtransporter Hermes im Vordergrund. Um also wettbewerbsfähig bleiben zu können musste reagiert werden: Die naheliegendste Option war das "Upgrading" des Trägersystems, um den gleichzeitigen Transport zweier Satelliten in eine geostationäre Umlaufbahn zu ermöglichen, wodurch sich die Startkosten pro Satellit erheblich senken lassen.

Zu diesem Zweck wurden gleich mehrere Modifikationen vorgenommen, die unter der Typenbezeichnung Ariane 5 ESC-A zusammengefasst wurden. Die Spitzen der beiden Ariane 5-Feststoffbooster wurden so verändert, dass sie jeweils 2,4 Tonnen Treibstoff zusätzlich aufnehmen konnten, wodurch der von den Boostern erzeugte Schub um rund 5 Prozent gesteigert wurde. Die erste Stufe der Rakete erhielt ein neues, leistungsstärkeres Vulcain 2-Triebwerk sowie einen größeren Tank für flüssigen Sauerstoff, und die Oberstufe schließlich wurde mit einem leistungsstärkeren, bereits in der Ariane 4 erprobten Triebwerk und ebenfalls größeren Treibstofftanks ausgestattet. Insgesamt konnte durch diese Maßnahmen die maximale Nutzlast für einen geostationären Orbit auf 10 Tonnen (beim gleichzeitigen Transport von zwei Satelliten) gesteigert werden.

Für das Jahr 2006 (bisheriger Zeitplan) ist die Einführung einer nochmals leistungsstärkeren Version geplant. Die Oberstufe der geplanten Ariane 5 ESC-B wird mit einem neuen Vinci-Triebwerk ausgestattet, das nicht nur die maximale Nutzlast auf 11 Tonnen (beim gleichzeitigen Transport von zwei Satelliten) steigern, sondern erstmals auch ein mehrmaliges Zünden des Triebwerks ermöglichen soll, was flexiblere Missionsverläufe möglich machen wird.

Der Fehlschlag vom 11. Dezember
Der erste Start einer Ariane 5 ESC-A verlief zunächst problemlos. Das Triebwerk der ersten Stufe sowie die beiden Feststoffbooster zündeten und brachten die Raketen mit einem Kommunikationssatelliten und einem Technologieerprobungssatelliten als Nutzlast an Bord auf den Weg. Doch noch vor dem Abtrennen der beiden Feststoffbooster 137 Sekunden nach dem Start (T +137 Sek.) zeigten die Telemetriedaten der Rakete erstmals eine Unregelmäßigkeit an: Bei T +96 Sek. trat ein Druckverlust im Kühlsystem des neuen Vulcain 2-Triebwerks der ersten Raketenstufe auf. Zwischen T +178 Sek. und T +186 Sek. kommt es dann zu einem schwerwiegenden Triebwerksproblem, das Probleme mit der Flugkontrolle der Ariane 5 nach sich zieht. Die bei T +187 Sek. planmäßig erfolgende Abtrennung der Nutzlastverkleidung markiert dann den Beginn des vollkommenen Verlusts der Kontrolle über die Ariane 5 durch die Bodenstation innerhalb der folgenden zehn Sekunden. Von der zu diesem Zeitpunkt erreichten Höhe von 150 Kilometern aus trudelte die Ariane während der nächsten Minuten über den Atlantik, bis schließlich bei T +455 Sek. in 69 Kilometern Höhe aus Sicherheitsgründen die Sprengung der Rakete erfolgte.

Die ersten Analysen der Telemetriedaten legen den Verdacht nahe, dass die Ursache für diesen Fehlschlag beim neuen Vulcain 2-Triebwerk der ersten Stufe zu suchen sind. Weitergehende Erkenntnisse über die genaue Fehlerursache sind nach Aussagen von Arianespace im Moment noch nicht verfügbar. Eine unabhängige Untersuchungskommission soll nun so schnell wie möglich die Ursache für das Scheitern des Jungfernfluges der Ariane 5 ESC-A ermitteln.

Die Auswirkungen des Fehlstarts
Die drängendste Frage nach dem Desaster vom 11. Dezember betrifft die europäische Kometenmission Rosetta, deren Start für den 13. Januar 2003 an Bord einer Ariane 5 geplant ist. Eine Verschiebung dieser Forschungsmission ist nur um wenige Tage möglich, da das 20-tägige Startfenster aufgrund der überaus komplexen Flugroute der Sonde nicht weiter ausgedehnt werden kann. Da Rosetta an Bord einer "Standard-Version" der Ariane 5 zu ihrer Reise starten soll würde eine Verifizierung der anfänglichen Vermutung, dass ausschließlich das neue Vulcain 2-Triebwerk der Ariane 5 ESC-A für den Fehlstart verantwortlich ist, natürlich eine große Erleichterung für die am Rosetta-Projekt Beteiligten sein.

Darüber hinaus ist durch diesen dritten Fehlschlag von insgesamt 14 Ariane 5-Missionen auch das Vertrauen in die gesamte Trägerfamilie stark erschüttert worden. Natürlich muss man in Rechnung stellen, dass bei einer Neuentwicklung, wie sie die Ariane 5 darstellt, gerade zu Beginn der Einsatzphase grundsätzlich eine höhere Fehlerquote zu erwarten ist. Unglücklicherweise aber hat sich die Konkurrenzsituation in den letzten Jahren stark gewandelt. Während die Ariane 4 jahrelang kaum ernsthafte Wettbewerber hatte sieht sich die Ariane 5 gleich mehreren, zum Teil brandneuen Herausforderern gegenüber: Die japanische Raumfahrtindustrie kann auf eine einhundertprozentige Erfolgsquote bei den bisher vier erfolgten Starts ihrer H-2A-Rakete verweisen (die allerdings von der Transportkapazität her eher mit der Ariane 4 vergleichbar ist), und die amerikanischen Konkurrenten haben in den letzten Monaten ihre neuen Raketenfamilien Atlas 5 und Delta 4 erfolgreich debütieren lassen.

Insbesondere die amerikanische Konkurrenz bietet mit diesen beiden stark standardisierten und modular aufrüstbaren Raketenfamilien der Kundschaft Trägersysteme an, deren Leistungsfähigkeit und Flexibilität mit der Ariane 5 vergleichbar sind. Es wird harter Arbeit und etlicher erfolgreicher Flüge bedürfen, bevor Arianespace wieder als gleichberechtigter Wettbewerber am Markt wahrgenommen wird. Gleichwohl: Eine Alternative dafür gibt es nicht, denn ein zweites Trägersystem, auf das die europäische Raumfahrt umsteigen könnte, ist nicht vorhanden.


 
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      ISS Weekly Report von Michael Schumacher 

Neue Besatzungen nominiert

Mit drei Tagen Verspätung landete der Space Shuttle Endeavour am Samstag, dem 07. Dezember um 14.37 Uhr Eastern Standard Time (EST) auf dem Kennedy Space Center (KSC) in Florida. Niedrige Wolken und Regen verhinderten die jeweiligen Landeversuche am Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Im Rahmen der Mission STS-113 brachten Kommandant James Wetherbee, Pilot Paul Lockhart sowie die Missionsspezialisten Michael Lopez-Alegria und John Herrington die Port 1 (P1) Integrated Truss Structure (ITS) zur International Space Station (ISS) und tauschten die fünfte Stammbesatzung, bestehend aus Kommandant Waleri Korsun, Bordingenieur Sergej Trestschow und National Aeronautics and Space Administration (NASA) ISS Science Officer (SO) Peggy Whitson gegen die sechste Stammbesatzung, die aus Kommandant Kenneth Bowersox, Bordingenieur Nikolai Budarin und NASA ISS SO Donald Pettit besteht, aus. Die Mission STS-113 dauerte 13 Tage, 18 Stunden, 47 Minuten und 25 Sekunden. Korsun, Trestschow und Whitson verbrachten 184 Tage, 22 Stunden, 14 Minuten und 23 Sekunden in der Erdumlaufbahn. Die neue sechste Stammbesatzung soll bis März an Bord der Raumstation bleiben.

Für Donnerstag, den 12. Dezember war die erste und einzige Extravehicular Activtiy (EVA) angesetzt, die von Bowersox und Budarin durchgeführt werden sollte. Diese wurde am Dienstag, dem 10. Dezember aufgrund eines möglichen medizinischen Problems eines der drei Besatzungsmitglieder bis Ende Januar verschoben. Während des Ausstiegs sollten die beiden die P1 ITS für die im nächsten Jahr weitergehenden Montagearbeiten vorbereiten. Allerdings hat die Verschiebung der EVA keinen großen Einfluss auf die Mission, da sie keine allzu zeitkritischen Aufgaben beinhaltete. Es wird die 50. EVA zur Montage der ISS sein.

Am Ende ihrer dritten Woche in der Erdumlaufbahn haben sich die Mitglieder der sechsten Stammbesatzung in die Tagesordnung der wissenschaftlichen Forschung eingearbeitet. Bowersox, Budarin und Pettit schlossen am Anfang der Woche die erste von drei Runden zum Sammeln von Proben für ein Human Life Sciences Experiment ab. Das Experiment befasst sich mit der Bildung von Nierensteinen bei Astronauten während Langzeitraumflügen. Die Nachforschung, die von Whitson vor ihrer Nominierung für die fünfte Stammbesatzung entwickelt wurde, prüft ob der Gebrauch von Kaliumzitrat, was zur Bekämpfung von Nierensteinen bei Menschen auf der Erde erfolgreich eingesetzt wird, das Auftreten der Steinbildung bei Astronauten während Langzeitaufenthalten in einer Mikrogravitationsumgebung verringert. Außerdem beendeten die drei Mitglieder der sechsten Stammbesatzung diese Woche ihre erste Serie im Rahmen des Experimentes Pulmonary Function in Flight (PUFF) zur Datengewinnung hinsichtlich möglicher nachteiliger Einflüsse des Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit oder in einem niedrigeren Atmosphärendruck in einem Raumanzug während eines Ausstiegs. Pettit schloss zudem eine monatliche Überprüfung der Ausrüstung des Experimentes Gas Analyzer System for Metabolic Physiology (GASMAP) im Human Research Facility Rack ab. GASMAP analysiert die Gase in einem Atemzug eines Besatzungsmitgliedes und misst Herzleistungsfähigkeit, Lungenvolumen und Lungenleistungsfähigkeit.

Am Donnerstag, dem 12. Dezember wurden die neuen Besatzungen für die Space Shuttle-Missionen STS-118, STS-119 und STS-120 nominiert. Die drei Missionen die im Zeitraum Ende 2003 bis Anfang 2004 durchgeführt werden sollen, dienen der Fortführung der Montage der Raumstation und dem Austausch der Stammbesatzungen.

Die sechsköpfige Besatzung des Space Shuttle Columbia, der mit STS-118seine erste Mission zur ISS fliegen wird, setzt sich zusammen aus Kommandant Scott Kelly, Pilot Charles Hobaugh sowie den Missionsspezialisten Scott Parazynski, Dafydd Williams, einem Astronauten der Canadian Space Agency (CSA), Barbara Morgan, die erste Educator Astronaut der NASA und Lisa Nowak. Kelly war bereits im Dezember 1999 Pilot der Mission STS-103. Hobaugh diente ebenfalls als Pilot bei der Mission STS-104 im Juli 2001. Parazynski unternahm bereits vier Raumflüge. Er war Missionsspezialist der Missionen STS-66 im November 1994, STS-86 im September/Oktober 1997, STS-95 im Oktober/November 1998 und STS-100 im April/Mai 2001. Williams diente ebenfalls als Missionsspezialist bei der Mission STS-90 im April/Mai 1998. Für Morgan und Nowak wird STS-118 im November 2003 der erste Flug in den Weltraum sein. Morgan war jedoch schon einmal für einen Raumflug nominiert, allerdings nur als Ersatznutzlastspezialistin für die Mission 51-L im Januar/Februar 1986. Dieser Umstand rettete ihr jedoch heute betrachtet das Leben. Denn diese Mission war der letzte Flug des Space Shuttle Challenger, der 73 Sekunden nach dem Start in einer Explosion auseinanderbrach. Das Versagen einer Druckdichtung in der unteren Feldverbindung des rechten Solid Rocket Booster (SRB) führte aufgrund des austretenden Flammenstrahls zum Bruch der Verbindungsstrebe zwischen dem rechten SRB und des External Tank (ET). Die anschließende Kollision des rechten SRB mit dem ET bewirkte ein strukturelles Versagen der Zwischentankstruktur und des unteren Teiles des Flüssigsauerstofftankes, was zur Explosion des ET führte, der der Space Shuttle Challenger nicht standhalten konnte. Die siebenköpfige Besatzung aus Kommandant Francis Scobee, Pilot Michael Smith, den Missionsspezialisten Ellison Onizuka, Judith Resnik und Ronald McNair sowie den Nutzlastspezialisten Christa McAuliffe und Gregory Jarvis kam dabei ums Leben. Morgan war Ersatznutzlastspezialistin für McAuliffe im Rahmen des Projektes Teacher In Space (TIS). Hauptnutzlast der Mission STS-118 ist die Starboard 5 (S5) ITS.

Der Space Shuttle Atlantis wird im Januar 2004 im Rahmen der Mission STS-119 die Starboard 6 (S6) ITS zur ISS bringen. Zudem wird die achte Stammbesatzung, bestehend aus Kommandant Michael Foale sowie den Bordingenieuren William McArthur und Waleri Tokarew von der neunten Stammbesatzung, die aus Kommandant Gennadi Padalka sowie den Bordingenieuren Michael Fincke und Oleg Kononenko besteht, abgelöst werden. Die eigentliche Besatzung des Space Shuttle Atlantis besteht aus Kommandant Steven Lindsey, Pilot Mark Kelly sowie den Missionsspezialisten Michael Gernhardt und Carlos Noriega. Lindsey war bereits Pilot der Missionen STS-87 im November/Dezember 1997 und STS-95 im Oktober/November 1998 sowie Kommandant der Mission STS-104 im Juli 2001. Kelly diente als Pilot bei der Mission STS-108 im Dezember 2001. Gernhardt unternahm bereits vier Raumflüge. Er war Missionsspezialist der Missionen STS-69 im September 1995, STS-83 im April 1997, STS-94 im Juli 1997 und STS-104 im Juli 2001. Noriega diente ebenfalls als Missionsspezialist bei den Missionen STS-84 im Mai 1997 und STS-97 im November/Dezember 2000.

Kommandant James Halsell, Pilot Alan Poindexter sowie die Missionsspezialisten Wendy Lawrence, Piers Sellers, Stephanie Wilson und Michael Foreman bilden die Besatzung des Space Shuttle Endeavour, der im Rahmen der Mission STS-120 im Februar 2004 den Node 2 zur ISS bringen wird. Halsell war bereits Pilot der Missionen STS-65 im Juli 1994 und STS-74 im November 1995 sowie Kommandant der Missionen STS-83 im April 1997, STS-94 im Juli 1997 und STS-101 im Mai 2000. Poindexter wird seinen ersten Raumflug unternehmen. Lawrence unternahm bereits drei Raumflüge. Sie war Missionsspezialistin der Missionen STS-67 im März 1995, STS-86 im September/Oktober 1997 und STS-91 im Juni 1998. Sellers diente ebenfalls als Missionsspezialist bei der Mission STS-112 im Oktober 2002. Wilson und Foreman werden auch ihren ersten Flug in den Weltraum unternehmen.

Während routinemäßigen Untersuchungen im Rahmen der Orbiter Maintenance and Modification (OMM) Period des Space Shuttle Discovery entdeckten Techniker diese Woche einen Riss in einer Metallkugel, die einen Durchmesser von 5,7 Zentimeter besitzt und mit der Ball Strut Tie Rod Assembly (BSTRA) im Innern der Flüssigsauerstoffleitung, die einen Durchmesser von 43,2 Zentimeter besitzt, verbunden ist. Bisher haben zusätzliche Untersuchungen keine weiteren Risse hervorgebracht. Im Moment gibt es auch keine Pläne die entsprechenden Kugellager des Space Shuttle Columbia zu untersuchen, was zudem sehr schwierig werden würde, da er sich aufgerichtet am Launch Complex (LC) für den Start am 16. Januar befindet. Die Entscheidung könnte sich jedoch abhängig von den weiteren Untersuchungen ändern. Die Sorgen beruhen darauf, dass die Möglichkeit besteht, dass ein Metallstück losbrechen könnte und während des Aufstiegs in die Erdumlaufbahn in eines der drei Space Shuttle Main Engines (SSMEs) gezogen werden könnte.
 
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      Surftipp: Der Ausbau der ISS in Wort und Bild  

Der Ausbau der ISS in Wort und Bild 13. Dezember 2002 - Wie hat sich die ISS seit Beginn des Baus 1998 geändert? Wann und wie wurden neue Teile hinzugefügt? Wie sieht der Beitrag der ESA aus? Welche Astronauten waren schon auf der ISS? Was wird als nächtes geschehen?

Auf all diese Fragen und mehr finden Sie die passenden Antworten auf der neuen ESA-Site. Wenn die ISS vollständig ausgebaut ist, bedeckt sie einen Bereich der Größe eines Fußballfeldes und wiegt dann 455 Tonnen. Es wäre unmöglich gewesen, die ISS auf der Erde zu bauen, um sie dann in den Weltraum zu befördern, denn dafür gibt es keine Raketen, die stark genug dazu wären, die Internationale Raumstation vollständig in den Weltraum zu befördern. Deshalb wird die ISS Stück für Stück im Weltraum in einer Höhe von 400 Kilometern zusammengesetzt.

Regelmäßig finden Flüge zur ISS statt, um neue Teile für den weiteren Ausbau zu liefern, die Mannschaft muss regelmäßig mit Sauerstoff, Nahrung und Wasser versorgt werden. Alle sechs Monate wird die Mannschaft ausgetauscht.

Auf der neuen Website der ESA gibt es eine "Gallery" mit einer Reihe von Photos. Die einzelnen Ausbauphasen zum Beispiel sind mit einigen Photos festgehalten.

Die "Timeline" zeigt alle bisherigen und zukünftigen Flüge zur ISS seit der Einführung 1998. Zu jedem Flug gibt es eine detallierte Beschreibung.


 

 
 

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      InDetail: Der Ereignishorizont von Karl Urban 

Der Begriff Ereignishorizont wird heute in vielen Zusammenhängen zweckentfremdet - doch ursprünglich bezeichnet er die Grenze eines Schwarzen Lochs: Dies ist ein Objekt mit gewaltiger Energie, das alle Materie in seiner Umgebung verschlingt. Unsichtbar vernichtet es Sterne bis ganze Galaxien. Schwarze Löcher sind Endstadien in einer Sternentwicklung.

Unterschreitet der Radius eines Objekts mit der dreifachen Masse unserer Sonne den sogenannten Schwarzschildradius, so fällt die gesamte Materie in sich zusammen und bildet ein Schwarzes Loch. Hinter diesem Radius bleibt durch die unendliche Dichte innerhalb des Objekts die Zeit stehen: Es kann kein Ereignis mehr passieren. Daher wird diese Grenze auch Ereignishorizont genannt.

Weitere interessante Gedankengänge zum Schwarzen Loch finden Sie auch hier.
 

 
 

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"In Space Newsletter" #055
ISSN 1684-7407


Erscheinungsdatum:
14. Dezember 2002
Auflage: 754 Exemplare
 
 
Chefredaktion:
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Clemens Mach
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