| In Space - The Raumfahrer.net Newsletter #060 vom 18. Januar 2003
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» In Space Newsletter « In Space - The Raumfahrer.net
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Der Raumfahrtnewsletter des TrekZone Networks.
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"In Space Newsletter"
Ausgabe #060
ISSN 1684-7407
> Updates:
Updates / Umfrage
> News:
Nachrichten der Woche
> Space Focus:
Die Anfänge der Radioastronomie
> Media Review:
Full Moon - Aufbruch zum Mond
> ISS:
Weekly Report
> Surftipp:
Spaceclub.de
> InDetail:
Das Teleskop
> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
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Verehrte Leserinnen und Leser,
In unserer heutigen Ausgabe finden sie den ersten Teil der neuen, interessanten Reihe von Tilman Kaiser über supermassive Schwarze Löcher in Galaxiekernen.
Falls es ihnen noch nicht aufgefallen ist möchte ich sie jetzt darauf hinweisen, dass Raumfahrer.net seit Montag mit neuem Layout und vielem mehr online ist. Der so lang erwartete Relaunch ist also endlich beendet und die können Raumfahrer.net nun noch viel mehr genießen als vorher.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Mark Weimar
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Auswertung: Glauben Sie an eine erfolgreiche Zukunft von Arianespace nach dem Fehlstart der Ariane 5 am 11. Dezember 2002?
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» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.
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• Columbia auf Forschungsmission <mehr>
• Gesucht: männliche Marspioniere <mehr>
• ESA-Nutzlasten auf Space Shuttle-Forschungsmission <mehr>
• Mars Rover: Vier Landeplätze zur Auswahl <mehr>
• Rosetta-Start wieder verschoben <mehr>
• Neue Neptunmonde entdeckt <mehr>
» Columbia auf Forschungsmission 18. Januar 2003 - Das Space Shuttle Columbia startete erfolgreich auf eine reine Forschungsmission. Nach dem Start des Space Shuttles Columbia am 16. Januar haben die Astronauten an Bord am Freitag ihren ersten vollen Arbeitstag im Orbit verbracht. Sie vollendeten die Aktivierung des Spacehab-Forschungsmoduls, das in der Nutzlastbucht des Raumtransporters liegt. Darin sollen unter anderem "schnelle Reaktionsexperimente" durchgeführt werden, die die Entwicklung von Weltraumtechnologien erleichtern sollen. Die Crewmitglieder der Shuttle-Mission (STS-107) arbeiten in Schichten, so dass 24-stündige Forschungsarbeiten bei dem 16-tägigen Aufenthalt im All möglich sind. Freitagnacht begannen die Raumfahrer mit der Arbeit am Mediterranean Israeli Dust Experiment oder MEIDEX und an medizinischen Experimenten. Neben sieben Amerikanern befindet sich mit Ramon auch der erste Israelische Astronaut an Bord der Columbia. Related Links Mehr zur aktuellen Shuttle Mission Rubrik: Space Shuttle (ku - Quelle: NASA)
» Gesucht: männliche Marspioniere 17. Januar 2003 - In Berlin werden zurzeut "terrestrische Astronauten" rekrutuert, um den ersten bemannten Flug zum Mars vorzubereiten. Für eine Studie zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Muskel- und Knochenapparat sucht das Zentrum für Muskel- und Knochenforschung (ZMK) in Kooperation mit der Europäischen Weltraumagentur ESA zwanzig körperlich stabile und willenstarke Männer zwischen 20 und 45 Jahren. Den Bewerbern, die das Rennen schließlich machen, stehen acht Wochen strenges Dauerliegen auf der Isolierstation bevor: Durch strikte Bettruhe sollen in der "Berliner Bed Rest Studie" die Bedingungen der Schwerelosigkeit simuliert werden. Die Studie wird am Benjamin Franklin Klinikum der Freien Universität Berlin durchgeführt und läuft Mitte Februar an. Topfit zum Mars Im Rahmen ihres Erkundungsprogramms Aurora arbeitet die ESA an der Entwicklung von Technologien, die bis 2030 einen Menschheitstraum erfüllen sollen: den bemannten Flug zum Mars. Doch bevor der erste Mensch seinen Fußabdruck im Staub des Roten Planeten hinterlassen kann, sind neben technischen auch eine Fülle physiologisch- und medizinischer Probleme zu bewältigen. Der Trip zum Mars bedeutet für die Astronauten einen möglicherweise jahrelangen Aufenthalt in Schwerelosigkeit. Die Folgen dieser enormen körperlichen Belastung können die gesamte Mission zum Scheitern bringen, wenn die Astronauten bei der Ankunft nicht mehr fit genug sind, um ihre Aufgaben auf dem Roten Planeten zu erfüllen. Hauptproblem: Muskel- und Knochenschwund Zu einem besonderen Problem kann der Muskel- und Knochenschwund werden, der sich bei Langzeitaufenthalten in der Schwerelosigkeit einstellt. Durch die zu geringe Belastung des Bewegungsapparates bildet sich die Muskulatur zurück, vor allem die Muskeln der Beine, des Beckenbereichs und des unteren Rückens. Zugleich kommt es durch die Muskelatrophie und mangelnde Beanspruchung zum Abbau von Knochenmasse. Die Berliner Bettruhestudie des ZMK soll daher helfen, genauer zu verstehen, wie Muskelabbau und Knochenschwund wechselseitig wirken. Außerdem wird ein neuartiges Trainingsgerät eingesetzt, das durch Vibration den Muskel- und Knochenaufbau stimuliert. Am Universitätsklinikum Benjamin Franklin wird das Gerät bereits erfolgreich genutzt. Nun soll geprüft werden, ob diese Methode auch bei Langzeitmissionen im All verhindern kann, dass Muskulatur und Knochen schlapp machen. Schließlich sollen die ersten Menschen ihren Fuß auf den Mars setzen können, ohne Knochenbrüche zu riskieren Eiserne Disziplin gefordert Den Testpersonen, die schließlich für die Berliner Studie ausgewählt werden, steht ein Programm bevor, das eisernes Durchhaltevermögen erfordert. Sie müssen acht Wochen nonstop im Liegen verbringen und dabei jede größere Kraftentwicklung in den unteren Extremitäten vermeiden. Geduscht wird ebenfalls im Liegen und selbst der Abort wird in der Waagerechten aufgesucht. Die Probanden werden - von der Außenwelt isoliert - in Zweibettzimmern untergebracht und rund um die Uhr videoüberwacht. Private persönliche Kontakte müssen während des gesamten virtuellen Fluges unterbleiben. Wer aufsteht, fliegt raus Wer sich als Studienteilnehmer qualifizieren will, muss daher einige Hürden nehmen. "Die Probanden müssen sehr ähnliche körperliche und mentale Eigenschaften aufweisen wie Astronauten, die ins All fliegen", so Professor Dieter Felsenberg, der die Bettruhestudie leitet. Neben einem guten Gesundheitszustand und psychischer Stabilität ist die Fähigkeit gefordert, Grenzsituationen durchzustehen. Das Auswahlverfahren ist streng. "Nur etwa einer von hundert Bewerbern kommt schließlich als Testperson in Frage", erklärt Professor Felsenberg. Jedem virtuellen Astronauten werden ein Telefon, ein eigenes Fernsehrgerät und ein PC mit Internetanschluss zur Verfügung gestellt. Außerdem winkt eine Aufwandentschädigung von 5000 Euro pro Mann. Gezahlt wird allerdings nur, wenn der Proband die Studienbedingungen streng einhält. Wer schummelt, produziert falsche Ergebnisse, die dann auf andere Programme übertragen werden. Das kann schließlich für die Astronauten fatale Folgen haben. Die Einhaltung strikter Bettruhe ist daher oberstes Gebot. Professor Felsenberg bringt es auf den Punkt:"Wer aufsteht, fliegt raus". Langzeitfolgen haben die Testpersonen nicht zu befürchten. Etwa eine Woche nach dem Aufstehen ist die Alltagstauglichkeit aus medizinisch-physiologischer Sicht weitgehend wieder hergestellt. Ernsthafte Interessenten können sich beim zentralen Rekrutierungsbüro des Zentrums für Muskel und Knochenforschung (ZMK) bewerben: Telefon: 030 - 8445-4261 E-Mail: Weitere Informationen zur Studie und zu den Teilnahmebedingungen: www.medizin.fu-berlin.de (la - Quelle: ESA)
» ESA-Nutzlasten auf Space Shuttle-Forschungsmission 16. Januar 2003 - Europäische Wissenschaftler werden bei der Raumtransporter-Forschungsmission STS-107, die am 16.1.2003 vom Kap Canaveral in Florida aus gestartet werden soll, die Auswirkungen der Schwerkraft "ausschalten", um medizinische, technische und wissenschaftliche Prozesse besser zu verstehen. Europäische Wissenschaftler werden bei der Raumtransporter-Forschungsmission STS-107, die morgen vom Kap Canaveral in Florida aus gestartet werden soll, die Auswirkungen der Schwerkraft "ausschalten", um medizinische, technische und wissenschaftliche Prozesse besser zu verstehen. Ihre Untersuchungen gehören zu rund 80 Experimenten, die während des 16 Tage währenden Flugs um die Erde durchgeführt werden sollen. Sieben der insgesamt 31 Nutzlasten wurden von der ESA bereitgestellt. Die Bordmannschaft wird in zwei Schichten rund um die Uhr mit Experimenten zur Gesundheit und Sicherheit von Raumfahrern, zur Entwicklung neuer Technologien und zur Gewinnung von lebenswissenschaftlichen und physikalischen Erkenntnissen beschäftigt sein. Die Raumtransportermission ist eine Generalprobe für künftige Versuchsreihen an Bord der Internationalen Raumstation, die gegenwärtig in der Umlaufbahn zusammengebaut wird. Die Beteiligung der ESA an STS-107 geht auf eine Tauschvereinbarung mit der NASA zurück. "Im Rahmen der Tauschvereinbarung hat die ESA der NASA einen "Super Guppy"-Airbus für den Transport großer Raumstationsbauteile in den Vereinigten Staaten geliefert und im Gegenzug Mitfluggelegenheiten auf NASA-Raumtransportermissionen für Forschungsnutzlasten im Gesamtumfang von 450 kg erhalten", erläutert Jörg Feustel-Büechl, der ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt. Sechs der sieben ESA-Nutzlasten sind für lebenswissenschaftliche und physikalische Experimente bestimmt: die Verbesserte Protein-Kristallzüchtungsanlage (APCF), das Verbesserte Atmungsüberwachungssystem (ARMS), Biobox, Biopack, die Europäische Forschungseinrichtung zur Osteoporose im Weltraum und auf der Erde (ERISTO) und die Anlage für Adsorptions- und Oberflächenspannungsmessungen (FAST). Die siebte, eine Technologiedemonstration mit der Bezeichnung "Kombiniertes Zweiphasenkreislauf-Experiment" (COM2PLEX), dient der Erprobung von drei neuen Wärmetransfersystemen für die Temperaturregelung von Instrumenten auf Satelliten. "STS-107 ist eine sehr wichtige Mission für Europa. Sie baut auf unseren Erfahrungen bei Spacelab-Flügen mit dem Raumtransporter auf und wird letztlich in längere, anspruchsvollere Forschungsvorhaben an Bord der Raumstation münden", so Marc Heppener, Leiter der ESA-Abteilung Nutzung der Raumstation und Förderung der Schwerelosigkeitsforschung. Während parallel zum Zusammenbau der Internationalen Raumstation auf dieser bereits Forschungsarbeiten durchgeführt werden, sind solche Raumtransportermissionen bedeutungsvoll, weil sie den Wissenschaftlern und Forschern Gelegenheit geben, grundlegende Phänomene, die in der Biologie, Physik und Chemie eine Schlüsselrolle spielen, unter Ausschaltung der Erdanziehung zu enträtseln. Die wissenschaftlichen Nutzlasten der ESA sind in einem druckgeregelten Modul namens "Spacehab" untergebracht, das in der Ladebucht des Raumtransporters verankert und mit dessen Mannschaftskabine durch einen Tunnel verbunden ist. Konzept und Technologie des Spacehab stammen aus dem Spacelab-Programm der ESA. Europa kann auf eine lange Geschichte der Beteiligung an Raumtransporterflügen zurückblicken, deren Schwerpunkt auf der Forschung unter Schwerelosigkeit liegt - von den Anfängen des Spacelab bis zum heutigen "Neurolab". Der Missionsleiter der ESA, Pasquale Di Palermo, beschreibt den Flug als "wertvolle Gelegenheit für Europa, im Weltraum zu experimentieren und sich gleichzeitig am Boden auf den künftigen Forschungsbetrieb an Bord der Raumstation vorzubereiten." Die ESA-Nutzlasten müssen von der Mannschaft auf unterschiedliche Weise betreut werden - angefangen von einfachen Handgriffen zur Einschaltung der Experimente bis hin zu komplexen Verfahren für ihren Betrieb und erforderlichenfalls ihre Reparatur. Bei ARMS sind die Mannschaftsmitglieder sogar selbst in das Experiment einbezogen, weshalb sie eine intensive Ausbildung absolvieren mußten, um sich mit dem Gerät vertraut zu machen und sicherzustellen, daß sie medizinische Tests an sich selbst durchführen können. Bei seinem Jungfernflug wird ARMS zur Überwachung des Atmungs- und Herzkreislaufsystems unter Schwerelosigkeit eingesetzt, was den Wissenschaftlern die Möglichkeit gibt, die Funktionsweise eines komplexen Teils des menschlichen Organismus zu untersuchen, die normalerweise durch den Einfluß der Schwerkraft verhüllt ist. Im Rahmen des Experiments werden vier Mannschaftsmitglieder vor, während und nach der Mission einer sorgfältig überwachten Reihe von Übungen und Messungen unterzogen, bei denen die durch das Fehlen der Schwerkraft bedingten Veränderungen der Lungen- und Herzkreislauffunktion ermittelt werden. Nach der Mission STS-107 soll ARMS als wichtiges Instrument in der Bodenforschung mit vielversprechenden langfristigen Aussichten eingesetzt werden, die von der Entwicklung neuer medizinischer Diagnosewerkzeuge zur Beurteilung der körperlichen Fitneß und sogar zur Vorhersage von Erkrankungen bis zur Ausarbeitung neuer Rehabilitationsmethoden für bestimmte Krankheiten reichen. (sr - Quelle: www.esa.int)
» Mars Rover: Vier Landeplätze zur Auswahl 15. Januar 2003 - Die Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory der NASA stehen vor der schwierigen Entscheidung, welchen Landeplatz sie für ihre Rover auswählen sollen. Das Startdatum für die beiden Mars Erkundungs Rover kommt immer näher und deshalb ist es nötig einen Platz zum landen für sie auszuwählen. Mutige Reisende würden einen Globus drehen und einen Urlaub zu dem Platz machen den ihr Finger findet. Aber Wissenschaftler und Ingenieure, die an der neuesten Rover Mission der NASA arbeiten dürfen nicht so zufällig über den Landeplatz der Zwillingsrover, die im Mai und Juni dieses Jahres starten werden, entscheiden. Letzte Woche traffen sich Mitglieder und andere von der Wissenschaftsgemeinde um die letzte Chance zum diskutieren und zur Feinabstimmung der Pros und Kontras jedes der vier Bewerber für den Landeplatz zu nutzen. Bilder und Daten von zwei anderen NASA Raumschiffen die gerade den roten Planet umkreisen - Mars Global Surveyor und Mars Odyssey - haben unschätzbare Informationen über mögliche Landeplätze bereitgestellt. " Dies ist ein einzigartiger Zeitraum, wo wir Orbitalmissionen haben, die uns bei der Entscheidung helfen können," sagte Dr. Matt Golombek, JPL Landeplatz Wissenschaftler, "Wir wollen zu Orten kommen, mit Gelände, dass unseren Verstand herausfordert, aber nicht die Sicherheit der Rover." Weil die Rover nicht den Luxus haben auf einer geplasterten Landebahn zu landen, müssen die JPL Geologen und Ingenieure sorgfältig ein Gebiet, ohne große Felsen die das Airbag Landesystem des Rovers beschädigen könnten, aussuchen. Auch könnte ein Gebiet, dass zu dicht mit Felsen jeder Größe besiedelt ist, den Rover daran hindern sich frei zu bewegen. Winde in der unteren Atmosphere sind genauso zu wichtig zu berücksichtigen, weil sonst die Seile der Airbagbeschichtung und der Lander gegeneinanderprallen. Eine passende Richtung zur Sonne ist lebenswichtig für die Solar betriebenen Rover. Geologen haben Plätze in der nähe des Äquators ausgesucht, wo genügend Sonnenlicht ist. Die Plätze sind auch relativ frei von Anhäufungen von Eisenoxidstaubparikeln, die die Solarsegel bedecken könnten und die Beweglichkeit des Rovers stören könnten. Wie die letzten vier in jedem Wettkampf ist jeder der vier Marskandidaten ein möglicher Gewinner. "Drei der Plätze, Terra Meridiani, bekannt als der Eisenherz Platz, Gusev und Isidis, zeigen Beweise für Oberflächenprozesse, die Wasser beinhalten. Diese Plätze erscheinen fähig dazu, den Zielen, der Wissenschaftler, für die Rover Mission zu entsprechen: zu bestimmen, ob Wasser auf dem Mars vorhanden war und ob Bedingungen herrschen die für die Konservierung von Beweisen für früheres Leben günstig sind," sagte Golombek. Der vierte Platz, Elysium, scheint altes Gelände zu enthalten, welches Anhaltspunkte enthalten könnte zu dem frühen Klima auf dem Mars, als die Bedingungen besser gewesen sein könnten. Über die nächsten Monate hinweg, werden Geologen und Ingenieure weitermachen, die Lebensfähigkeit von jedem Platz zu analysieren. Die entgültige Entscheidung wird von der NASA im April getroffen werden, kurz bevor der Rover seine Reise zum Mars beginnt. (lz - Quelle: ESO)
» Rosetta-Start wieder verschoben 15. Januar 2003 - Um nach dem Fehlstart einer Ariane 5 am 11. Dezember keine Risiken einzugehen, wurde der Start der ESA-Kometensonde Rosetta erneut verschoben. Nach Kenntnisnahme der Schlußfolgerungen des Überprüfungsausschusses, der zum Start der Raumsonde Rosetta Stellung nehmen sollte, haben Arianespace und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) beschlossen, den Start zunächst weiter zu verschieben. Der Ausschuß hat sich dafür ausgesprochen, daß sich Arianespace und ihre Partner im Rahmen des Programms zur Wiederaufnahme der Ariane-5-Flüge vergewissern, daß sämtliche Qualifikations- und Überprüfungsverfahren für das System Ariane-5 verifiziert sind.Arianespace und die ESA werden nun gemeinsam mit allen Beteiligten die Modalitäten für einen möglichst frühzeitigen Start von Rosetta festlegen. (ku - Quelle: ESA)
» Neue Neptunmonde entdeckt 14. Januar 2003 - Astronomen gaben heute die Entdeckung dreier, bisher unbekannter, Monde des Neptun bekannt. Zum ersten mal seit 1989 stieg deren Anzahl und steht jetzt bei 11. Die Monde sind die ersten, die seit der Voyager II Mission 1989 gefunden wurden, und seit 1949, die ersten von der Erde aus entdeckten. Jeder hat einen Durchmesser von ungefähr 30 - 40 Kilometerns. Die Forschungsgruppe wurde von Matthew Holmen vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics und JJ Kavelaars vom National Research Council of Canada geleitet. Neptun ist der achte Planet in unserem Sonnensystem und wechselt seinen Platz regelmäßig, nach einigen hundert Jahren, mit Nr. 9, Pluto, einer gigantischen Eiswelt. Neptun ist an Platz vier der Planeten mit den meisten Monden. Gegen Anfang des Monats fanden Astronomen der University of Hawaii einen kleinen Mond um den Jupiter, der jetzt 40 bekannte Trabanten besitzt. Saturn hat 30, Uranus 21. Das von den neu gefundenen Neptunmonden reflektierte Sonnenlicht ist so minimal, dass sie 100 Millionen mal schwächer sind als alles, was unter einem dunklen Himmel von der Erde aus gesehen werden kann. Die Entdeckungen wurden erst durch die Verknüpfung mehrerer Bilder des 4,0 Meter Blanco Telescope des Cerro Tololo Inter-American Observatory in Chile und des 3,6 Meter Canada-France-Hawaii Telescope in Hawaii ermöglicht. Alle drei neuen Monde sind unregelmäßig, das bedeutet, dass sie den Planeten entweder entgegen seiner Rotationsrichtung umkreisen, oder einen Pfad beschreiben, der stark gegen die Rotationsebene des Planeten geneigt ist. Neptun hat noch zwei weitere, unregelmäßige, Monde und sechs regelmäßige. Triton, der größte Neptunmond, umkreist ihn in entgegengesetzter Richtung und es wird vermutet, dass er ein, vom Gravitationsfeld des Planeten, eingefangenes Objekt ist. In der Tat haben alle unregelmäßigen Monde eine zurückverfolgbare Geschichte. Die kleineren sind, laut Astronomen, wahrscheinlich das Resultat der Kollision eines Mondes mit einem vorbeifliegenden Kometen oder Asteroiden. "Diese kollisionsartigen Zusammenstöße haben den Ausstoß von Teilen des Mondes und der Produktion einer 'Mondfamilie' zur Folge. Diese Familien sind genau das, was wir finden," erklärt Kavelaars. Die Entdeckungen öffnen ein Fenster, durch welches Astronomen die Bedingungen im Sonnensystem zu der Zeit beobachten können, in der sich die Planeten gebildet haben, so Holman. Weitere Mitglieder des Teams: graduate student Tommy Grav, University of Oslo & Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics undergraduate students Wesley Fraser und Dan Milisavljevic, McMaster University, Hamilton, Ontario, Canada. Dank verbesserter Teleskope und neuer Computertechniken werden einige neue Monde pro Jahr entdeckt. Viele müssen weiterhin beobachtet werden um endgültig bestätigt werden zu können. Ein anderes Forschungsteam erklärte in der letzten Woche, es habe einen Beweis für die Existenz des ersten sogenannten Trojanischen Mondes um den Neptun gefunden. Das ist kein richtiger Mond, sondern ein Asteroid, welcher in einem Graviatationsfeld zwischen Neptun und Sonne gefangen ist. Jupiter hat einige Trojanische Asteroiden. "Es wurde lange vermutet, dass Trojanische Neptunmonde existieren und es ist gut endlich zu wissen, dass es sie gibt," so Eugen Chiang von der University of California in Berkeley.
Related Links: Ausführliche Informationen zum Neptun Details zu Voyger II Die Ausgabe #001 unseres Radios InSound beinhaltet einen Beitrag zum Sonnensystem. (dm - Quelle: http://www.space.com)
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Space Focus: Die Anfänge der Radioastronomie |
von Tilman Kaiser | |
Während die Hochenergieastrophysik einen Beitrag zur Entdeckung von Schwarzen Löchern in Binären Systemen lieferte, sorgte die Radioastronomie, die für die Untersuchung des niederfrequenten Bereichs des Spektrums zuständig ist, auf ganz andere Weise für die Vermutung, dass sich Schwarze Löcher von mehreren Millionen Sonnenmassen im Zentrum von Galaxien befinden. Das lag unter anderem daran, dass mit Hilfe der Radioastronomie zum ersten Mal deutlich die Jetphänomene von Aktiven Galaxien zu Tage traten.
Im nachhinein können wir allerdings sagen, dass der erste Jet schon 1917 von H.D. Curtis mit dem damaligen optischen Teleskop am Lick Observatory in Kalifornien im Virgo-Haufen beobachtet wurde. Curtis wusste damals aber noch nicht, dass es sich bei dem beobachteten Objekt um die nahe Galaxie M87 handelt. Noch viel weniger konnte Curtis von den hochenergetischen Prozessen im Kern aktiver Galaxien ahnen und machte sich außer seiner ausführlichen Beschreibung der Beobachtung keine tiefgreifenderen Gedanken dazu, weswegen diese Beobachtung an dem "Nebelfleck" keine weitere Beachtung bekam und bald in Vergessenheit geriet.
Der erste Radioastronom war eigentlich ein Ingenieur der amerikanischen Telekommuni-kationsindustrie. 1931 entwickelte Karl Jansky für die Bell Telephone Laboratories in New Jersey eine empfindliche Antenne, die Störungen bei transatlantischen Telephongesprächen aufdecken sollte. Damals funktionierte die Übertragung über den Atlantik noch mit Radiowellen. Mit dieser Antenne machte Jansky 1932 Störungen aus, die aus dem All zu kommen schienen. Nach weiteren drei Jahren hatte er als Quelle der stärksten Radiostrahlung das Zentrum der Milchstrasse ausgemacht. Vielleicht schenkten nur wenige Berufsastronomen dieser Entdeckung Beachtung, weil sie nicht mit den bestehenden Theorien zu erklären war. Janskys Antrag zum Bau eines Radioteleskops scheiterte, da die Bell Labs hierfür keinen wirtschaftlichen Nutzen sahen.
So blieb es angesichts des heraufziehenden zweiten Weltkriegs einem Funkamateur aus dem Mittleren Westen der USA, Grote Reber, vorbehalten, Janskys Entdeckung in seinem Garten mit einem selbstgebastelten Radioteleskop nachzuspüren und die erste Radiokarte des Himmels anzufertigen. Diese Durchmusterung im Radiobereich, die immerhin 1942 im Astrophysical Journal veröffentlicht wurde, zeigte u.a., dass sich im Sternbild Schwan eine starke Radioquelle befand. Heute wissen wir, dass es sich um die hellste Radiogalaxie im Sternbild Schwan Cygnus A handelte.
Literatur:
Kip S. Thorne:
"Black Holes and Time Warps: Einstein's Outrageous Legacy",
In: "The Common Wealth Fund Book Programme"
hrsg.:Lewis Thomas, Bd. 9, 1993
M. Begelman, M. Rees:
"Gravity's Fatal Attraction" Scientific American Library, New York 1996
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"Am 24. Juli 1969 setzte zum erstenmal ein Mensch seinen Fuß auf den Mond - ein Ereignis, bei dem die Welt dem Atem anhielt, ein Meilenstein in der Geschichte der Weltraum-Forschung."
So beginnt der Klappentext des Bildbandes "Full Moon". Das noch heute faszinierende Ereignis der sechs Mondlandemissionen ist in großformatigen Fotos rund um das Apollo-Projekt der NASA dokumentiert. Dabei geht es den Autoren weniger darum, Daten und Fakten zu liefern, als vielmehr die Schönheit und Eleganz der Himmelskörper Erde und Mond deutlich zu machen. Dieses Vorhaben wird durch ein perfektes Design des Buches unterstrichen.
Im Anhang von "Full Moon" finden sich ergänzend zu den Bildern trotzdem etliche Daten zum Apollo-Projekt, zum Mond und Erläuterungen zu allen Bildern.
Die Mondlandung kaum allein für Weltraumenthusiasten ein unglaubliches Ereignis - "Full Moon" ist ein eindrucksvolle Sammlung von bewegenden Momenten der Zeit der Mondlandungen.
Full Moon, Fredering & Thaler, Verlag Alfred A. Knopf, ISBN 3-89405-605-3
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ISS Weekly Report |
von Michael Schumacher | |
Erster Ausstieg für sechste Stammbesatzung
Am Mittwoch, dem 15. Januar führten der Kommandant der sechsten Stammbesatzung Kenneth Bowersox und National Aeronautics and Space Administration (NASA) International Space Station (ISS) Science Officer (SO) Donald Pettit die Montage der ISS fort und legten während einer sechs Stunden und 51 Minuten dauernden Extravehicular Activity (EVA) den Grundstein für eine Reihe komplexer Aufbauflüge durch den Space Shuttle im Verlauf diesen Jahres
Der Ausstieg, der sowohl für Bowersox und Pettit der erste war, war der 50. Ausflug um die Wartung und Montage der ISS zu unterstützen, der 25. Ausflug, der von der Raumstation aus und der 16. Ausflug, der von dem Joint Airlock Module (JAM) “Quest“ aus durchgeführt wurde. Bordingenieur Nikolai Budarin unterstützte die EVA vom Innern der Raumstation aus, indem er den Ausstieg choreographierte und die Fernsehkameras des Roboterarms “Canadarm2“ bediente.
Nachdem sie auf Schwierigkeiten stießen, die Luke der Luftschleuse aufgrund eines Bands an der Innenseite der Wärmeschutzbeschichtung der Luke zu öffnen, wurde die Luke schließlich geöffnet und Bowersox und Pettit begannen ihren Ausstieg um 07.50 Uhr Eastern Standard Time (EST), als sie ihre Raumazüge auf Eigenenergie schalteten. Als er gerade dabei war, berichtete Bowersox von einem Ausfall der Digitaldaten seiner Raumanzugsysteme, so dass es erforderlich war, dass er die Energieversorgung seines Raumanzuges erneuern musste, was die kurzzeitige Störung beseitigte. Sobald sie draußen waren, bereiteten sie ihre Werkzeuge und Ausrüstung vor und begaben sich zur kürzlich montierten Integrated Truss Structure (ITS) Port 1 (P1), wo sie die verbleibenden zehn Halterungen, die für den Start montiert wurden, des Radiators lösten. Die anderen acht Halterungen wurden gelöst, als die Gitterstruktur im November des letzten Jahres im Rahmen der Mission STS-113 zur ISS transportiert wurde.
Die Flugkontrolleure erteilten danach die Kommandos zum Entfalten des zentralen Radiators der ITS P1, so dass er sich auf eine Länge von 23 Metern ausfahren konnte. Damit wurde das System auf seine Aktivierung im weiteren Verlauf des Jahres vorbereitet, um die Kühlung der Raumstationssysteme zu gewährleistet. Das komplette Entfalten dauerte nur neun Minuten.
Nachdem sie noch für die Ingenieure am Boden einen Teil der Hardware der ITS P1 überprüft hatten, begaben sich die beiden auf den Weg zum Node 1 „Unity“, wo Pettit Kapton Klebeband benutzte um geringe Mengen Schmutzteilchen vom Dichtungsring am Nadir Common Berthing Mechanism (CBM), das heißt, der, der auf die Erde zeigt, abzutupfen. Somit sind die Bedingungen für das Anbringen des Multi-Purpose Logistics Module (MPLM) “Raffaello“ geschaffen, das bei dem nächsten Flug im März zur Raumstation gebracht wird.
Als sie sich dem Ende der EVA näherten, begaben sich Bowersox und Pettit zur Mitte der Raumstation, wo Pettit Werkzeuge aus einem Werkzeugkoffer an der ITS Zenith 1 (Z1) entnahm, um ein Ammoniakreservoir, das 2001 zur ITS P6 gebracht wurde, zu überprüfen. Dieses Ammoniaksystem wird dazu genutzt werden, den Kühlkreislauf der ITS P1 während einer Space Shuttle-Mission, die mitten in der Rekonfiguration der der Energiesysteme der Raumstation stattfindet, im weiteren Verlauf des Jahres zu füllen.
Als sie sich zurück in die Luftschleuse begaben, benutzten Bowersox und Pettit eine Schere um das Band an der Lukenbeschichtung wegzuschneiden, das das Betätigen der Luke zu Beginn des Ausstieges behinderte. Die Luke schloss normal, so dass in Zukunft keine weiteren Probleme erwartet werden. Nach getaner Arbeit beendeten Bowersox und Pettit die EVA um 14.41 Uhr EST. Damit stieg die Gesamtdauer der Ausstiege für die Wartung und Montage der ISS auf 312 Stunden und 11 Minuten.
Vor dem Ausstieg erteilten die Roboteringenieure im Mission Control Center (MCC) dem Mobile Transporter (MT) Kommandos, um sich von seiner Position am Ende der ITS P1 zu seinem normalen Abstellplatz auf der ITS Starboard 0 (S0) zu bewegen, um seine Versorgungsleitungen vor möglicher Beschädigung durch Weltraumtrümmer zu schützen. Der MT begann seine Fahrt von der ITS P1 zur ITS S0 um 02.53 Uhr EST und klinkte sich 20 Minuten später selbst an dieser Position ein.
Der MT wird dazu genutzt, den Canadarm2 entlang der gesamten Gitterstruktur zu Montagearbeiten zu bewegen. Er wurde auf der ITS P1 geparkt, als er während der Mission STS-113 auf eine Kommunikationsantenne auf der Gitterstruktur auflief, was seinen Gebrauch für die Ausstiege im Rahmen dieser Mission verhinderte. Dieses Mal bewegte er sich ohne besondere Vorkommnisse zu seiner Abstellposition.
Bowersox, Budarin und Pettit genossen am Donnerstag, dem 16. Januar einen freien Tag im Rückblick auf den zurückliegenden Ausstieg, bevor sie am Freitag die wissenschaftlichen Experimente und die Haushaltsführung wieder aufnahmen.
Related Links:
Internationale Raumstation
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"SpaceClub.de" ist ein Angebot des Bundesministerium für Bildung und Forschung und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Ziel der Seite ist es Jugendliche über deutsche und europäische Luft- und Raumfahrtunternehmungen informieren.
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InDetail: Das Teleskop |
von Mark Weimar | |
Ein Teleskop ist ein Gerät, das zur Beobachtung der Gestirne oder anderen Himmelsobjekten dient. Es gibt verschiedene Arten von Teleskopen. Die zwei Hauptgruppen sind Reflektoren und Refraktoren. Die Reflektoren sind die Spiegelteleskope, die wie der Name schon sagt, das Licht reflektieren. Bei den Refraktoren handelt es sich um Linsenteleskope.
Es gibt auch noch bei den Spiegelteleskopen verschiedne Arten die sich allerdings überwiegend durch die Art wie der Strahlengang verläuft unterscheiden.
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"In Space Newsletter" #060 ISSN 1684-7407
Erscheinungsdatum:
18. Januar 2003
Auflage: 777 Exemplare
Chefredaktion:
Karl Urban
Supervising:
Lorenz Ulrich
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Redaktion:
Jan Großmann
Britta Hermes
Tilman Kaiser
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Sebastian Mateja
Dominik Mayer
Dominik Puckert
Sabine Rossburg
Franz Schmied
Michael Schumacher
Michael Stein
Mark Weimar
Lorenz Zistler
Meik Lampmann (Space-Weltraum.de)
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