| InSpace Magazin #066 vom 01. März 2003
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» In Space Magazin « Raumfahrer.net
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Das Email-Magazin von Raumfahrer.net.
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"In Space Magazin"
Ausgabe #066
ISSN 1684-7407
> Updates:
Updates / Umfrage
> News:
Nachrichten der Woche
> HotSpot: Beagle 2
> Space Focus: Supermassive Schwarze Löcher
> ISS Weekly Report: ISS-Weekly-Report
> Surftipp: Astrofreaks
> InDetail: CHANDRA
> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
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Verehrte Leserinnen und Leser,
in den letzten Wochen ist viel passiert. Das Columbia-Unglück war der auslöser für vieles, wie zum Beispiel dafür dass man die Gelder für die Europäische Raumfahrt kürzen wollte. Man hat viel über raumfahrt gelesen, doch leider nur selten etwas gutes. Trotz all dem bin ich guter Hoffnungen und ich hoffe, dass sie das auch sind. In unserer heutigen Ausgabe können sie einen weiteren Teil der Reihe über supermassive schwarze Löcher lesen und außerdem fiert Birger Böning heute sein Debüt in unserer Redaktion. Von uns allen ein herzliches Willkommen.
Mark Weimar
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Umfrage: Glauben Sie, dass Europa in den nächsten 20 Jahren eigene bemannte Raumflüge durchführen kann?
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» columbia.raumfahrer.net
Auf unserer Sonderseite zum Columbia Unglück informieren wir Sie über die Einzelheiten und Hintergründe zum Absturz des Space Shuttles.
» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.
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• Europas erste Deep Space-Station ist online <mehr>
• Erste Runde in "Jugend forscht 2003" <mehr>
• Änderung der Sojus-Flüge zur ISS <mehr>
• Künftig nur noch zwei Astronauten auf der ISS <mehr>
• Luftfahrt in Afrika wird dank ESA sicherer <mehr>
• Zurück zum Mond <mehr>
• Kurzer Wochenrückblick der ISS <mehr>
• Schnee als Ursache der Rinnen auf Mars? <mehr>
• Neuester Stand zum Unglück der Raumfähre Columbia <mehr>
• Exoplaneten-Forschung in Deutschland <mehr>
• NASA will neuartiges Raumfahrzeug für Crewtransporte bauen <mehr>
• ESA hat Vorsitz in internationalem Sonnenforschungsprogramm <mehr>
» Europas erste Deep Space-Station ist online 01. Maerz 2003 - Um den Kontakt zu den neusten Raumsonden zu halten, baut die ESA ein eigenes Depp Space Network auf. Die erste Station eröffnete in Australien. In Zukunft müssen sich die Außerirdischen in Acht nehmen, wollten sie auch weiterhin unentdeckt bleiben, denn am 5. März wird an der Westküste Australiens die größte und leistungsfähigste Antenne des Europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC, die Deep Space Ground Station (DSGS) in New Norcia in einer feierlichen Zeremonie in Betrieb genommen. Europas Kronjuwel dient der Absicherung der anspruchsvollen interplanetaren Missionen der ESA. Die Herausforderungen bei der Realisierung waren gewaltig. Ein internationales Spezialistenteam der ESA und des Hauptauftragnehmers SED Systems aus Kanada löste alle Aufgaben mit Bravour. Die Ausrichtgenauigkeit der 35-Meter-Riesenschüssel ist weltweit einmalig. Technisches Meisterwerk Die technischen Daten dieses Meisterwerkes menschlicher Ingenieurkunst sind beeindruckend. 630 Tonnen bringt der Parabolspiegel mit einem Durchmesser von 35 Metern auf die Waage, 540 Tonnen entfallen dabei auf den drehbaren Teil. Für den Empfang der schwachen Signale von Millionen Kilometern entfernten Raumflugkörpern muss die Riesenschüssel auf Bruchteile einer Winkelsekunde exakt ausgerichtet und dann mit deren Flugbewegung nachgeführt werden. Die Metall-Späher im Weltraum haben aus Gewichtsgründen nur Sende- und Empfangseinrichtungen geringer Leistung an Bord. Deshalb ist auf der Erde ein umso größerer Aufwand erforderlich, um die schwachen Signale einzufangen. Bereits ein Ausrichtfehler der Antenne in Millimetergröße kann den Zusammenbruch der mühsam hergestellten Verbindung bewirken. Die Konstruktion der mechanischen Strukturen und der elektronischen Nachführ- und Regelungssysteme mußte deshalb auf eine weltweit einmalige Ausricht- und Nachführgenauigkeit des Systems ausgelegt werden. Beim Empfang von Signalen im X-Band (8 GHz) bedeutet das einen maximalen Winkelfehler von 0,011 Grad. Außerdem sind noch äußere Einflüsse, wie Wind oder Verformungen durch Temperatureinflüsse zu eliminieren. Das schwache Signal aus dem Parabolspiegel wird durch ein Labyrinth von verschiedenen Reflektoren zu den elektronischen Empfängern geleitet, wo die weitere Signalverarbeitung erfolgt. Diese kühlt man mit flüssigem Helium auf 15 Kelvin herunter, um das Rauschen der elektronischen Bauelemente zu unterdrücken. Anschließend filtern Nachfolge-Einrichtungen die gesendeten Daten aus dem Empfangssignal, welche dann nach Darmstadt zum ESOC weitergeleitet werden. Zum Senden von Daten an die metallenen Botschafter im Weltraum wurden schließlich leistungsstarke Sender von 20 Kilowatt entwickelt und in das Gesamtsystem integriert. Hightech aus Deutschland Aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrungen im Großantennenbau wurde die Vertex Antennentechnik GmbH aus Deutschland als wichtigster Unterauftragnehmer mit der Fertigung der gesamten Mechanik der Antenne einschließlich des Parabolspiegels sowie den umfangreichen Nachführ- und Regelsystemen betraut. Was in der Fertigungsstätte in Duisburg zunächst wie grober Stahlbau aussieht, ist in Wirklichkeit Präzisionsarbeit vom Feinsten. Die mechanischen Elemente des Parabolspiegels und der Bewegungsmechanik mit teilweise gewaltigen Ausmaßen müssen dennoch an kritischen Stellen auf Bruchteile von Millimetern genau bearbeitet werden. Denn im Zusammenwirken mit modernsten Mess- und Antriebssystemen sind später 540 Tonnen Masse auf Milliwinkelsekunden exakt zu positionieren. Filigraner geht es in der Fertigungs-Abteilung der Steuer- und Regeleinrichtungen für die Antennenposition zu. Hier integrieren Hard- und Softwarespezialisten Verstärker, Computer und anderes Hightech-Equipment zu dem komplexen Steuer- und Regelsystem des Antennenriesen. Bei der Realisierung des anspruchsvollen Auftrags waren weitere deutsche Unternehmen eingebunden. So lieferte beispielsweise die Firma Heidenhain ein Schlüsselelement für die genaue Antennenpositionierung, einen optischen Drehgeber. Erste Signale von Mars Express und SMART-1 DSGS-1, die erste Antenne für interplanetare Missionen der ESA, wird vom Bodenkontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtorganisation, dem European Space Operations Centre (ESOC), in Darmstadt betrieben. Die ersten Signale im operativen Betrieb wird die Antennenanlage von New Norcia noch in diesem Jahr von Mars Express, der europäischen Marssonde und von der ESA-Mondsonde SMART-1 einfangen. Voraussichtlich Anfang 2004 wird dann als besondere technische Herausforderung die Kometensonde Rosetta hinzukommen. Nach umfangreichen Tests seit Mitte 2002 hat die Superschüssel des ESOC nachgewiesen, dass sie künftig alle an sie gestellten Aufgaben erfüllen kann. Dabei wurden u.a. Signale der amerikanischen Weltraum-Sonde Stardust in guter Qualität empfangen. Aber das ist erst der Anfang, denn die ESA plant in der Zukunft ein ganzes Antennen-Netzwerk für interplanetare Missionen zu errichten. So soll 2005 bei Cebreros in Spanien eine ähnliche Station errichtet werden und eine dritte Einrichtung ist für 2006 in Chile oder Südafrika vorgesehen. (ku - Quelle: ESA)
» Erste Runde in "Jugend forscht 2003" 28. Februar 2003 - Das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum ESOC in Darmstadt war Gastgeber der ersten Austragungsrunde des bundesweiten Wettbewerbes "Jugend forscht 2003". Zur Auftaktveranstaltung der Region Hessen-Süd am 13. Februar waren alle Teilnehmer und ihre Begleitpersonen in das ESOC in Darmstadt, Robert-Bosch-Str.5, eingeladen. "Geträumt. Gedacht. Gemacht." - das ist das Motto der Wettbewerbe der 38.Runde von Jugend forscht. Der seit 1966 stattfindende bundesweite Concours richtet sich an junge Menschen bis 21, die sich für Naturwissenschaften. Mathematik und Technik - darunter Raumfahrt - interessieren. Teilnehmen kann jeder, der mit einem selbst gewählten originellen Forschungsprojekt in eines der sieben Jugend-forscht-Fachgebiete passt, in der Bundesrepublik wohnt oder eine deutsche Schule besucht. Neben Fachwissen sind Kreativität und Phantasie der Teilnehmer gefragt. Der Wettbewerb wird dreistufig ausgetragen: auf Regionalebene (Februar), Landesebene (April) sowie auf Bundesebene (Mai). Er ist mittlerweile europaweit der grösste Wettbewerb in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Die Veranstaltung zur ersten Wettbewerbsrunde für die Region Hessen-Süd fand am 13.Februar 2003, von 9.00 bis 18.00 Uhr, im Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum ESOC statt. 93 Jungforscher nahmen mit 45 Beiträgen an dem Wettbewerb teil. Nach der Eröffnung um 9.00 Uhr bewertete die 22köpfige Jury die zum Teil hervorragenden Arbeiten. Ab 12.00 Uhr konnten interessierte Besucher die Wettbewerbsarbeiten besichtigen und mit ihren geistigen Schöpfern in Kontakt treten. Darüber hinaus bot das ESOC sowohl den Jungforschern, als auch ihren Begleitpersonen und Gästen Sonderführungen durch die ESOC-Kontrollräume an, die vielfältige Kontaktmöglichkeiten zu Raumfahrtwissenschaftlern an diesem Tag gaben. Um 15.00 Uhr wurde das Programm durch einen Vortrag von ESA-Astronaut Thomas Reiter abgerundet, der über seinen 6-monatigen Aufenthalt auf der russischen Raumstation MIR und die Arbeits-, Lebens- und Forschungsbedingungen auf der Internationalen Raumstation ISS berichtete. Ab 16.00 Uhr wurden in einer Feierstunde die besten Arbeiten prämiert. Die nach Fachsparten und Altersgruppen ermittelten Sieger der ersten Wettbewerbsrunde werden Hessen-Süd auf dem im April in Darmstadt stattfindenden Landeswettbewerb vertreten. Deren Sieger wiederum werden Hessen im Mai beim Bundeswettbewerb vertreten. Ein langer Weg also. Auf jeder Ebene winken den Siegern attraktive Geldpreise, aber auch Forschungsaufenthalte und Studienreisen. Für bestimmte Themen oder besonders gelungene Arbeiten werden Sonderpreise vergeben. Die Geschichte des nunmehr fast vier Jahrzehnte laufenden Wettbewerbs hat wiederholt gezeigt, das aus erfolgreichen Teilnehmern von einst bekannte Wissenschaftler oder Ingenieure geworden sind. Und vielleicht wird einer der heute prämierten Jungforscher einmal Astronaut im Erdorbit oder auf der neu errichteten Mondbasis arbeiten? Oder gar Mitglied der ersten internationlaen Mars-Crew sein, die als Abgesandte des Planeten Erde unseren roten Nachbarn betreten wird. (la - Quelle: ESA)
» Änderung der Sojus-Flüge zur ISS 28. Februar 2003 - ESA ändert mit ISS-Partnern Planung für europäische Beteiligung an Sojus-Flügen Die Europäische Weltraumorganisation hat einem sechsmonatigen Aufschub der zwei ursprünglich für April und Oktober 2003 geplanten europäischen Sojus-Flüge zugestimmt. Die Terminverschiebung wurde zwischen der ESA, der russischen Raumfahrtagentur Rosaviakosmos und der NASA in enger Absprache mit den spanischen und niederländischen Behörden vereinbart, damit der im April vorgesehene Sojus-Flug zur Ablösung der Mannschaft auf der Internationalen Raumstation (ISS) genutzt werden kann. "Wir haben diese Vereinbarung im Interesse einer lückenlosen Fortsetzung des Betriebs und der Nutzung der Raumstation getroffen", betont der ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt, Jörg Feustel-Büechl. "Sie ist als Zeichen der engen Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den ISS-Partnern zu sehen". Nach der ursprünglichen Planung sollte die gegenwärtige ISS-Mannschaft im März bei einem Einsatz der Raumfähre "Discovery" ausgewechselt werden. Im April war dann der vom spanischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie geförderte Flug eines neuen Sojus-Fahrzeugs vorgesehen, der ESA-Astronaut Pedro Duque zu einem achttägigen Aufenthalt an Bord der ISS verhelfen sollte. Wegen des Flugverbots für die US-Raumfähren muß nun der Sojus-Flug im April zur Ablösung der ISS-Mannschaft dienen. Nach der Zustimmung der ESA zur Verschiebung der zwei geplanten Flüge um sechs Monate wird Pedro Duques Sitz in der Sojus-Kapsel im April für ein Mitglied der neuen ISS-Mannschaft frei. Die spanische Mission mit Pedro Duque ist nun für Oktober 2003 geplant. Bei dieser Mission wird Duque an Bord der Raumstation eine Reihe lebenswissenschaftlicher und physikalischer Experimente durchführen. Da er als sachkundiger Astronaut am Columbus-Team der ESA beteiligt ist, wird die von ihm auf der ISS gewonnene praktische Erfahrung unmittelbar der Integration und Flugvorbereitung des europäischen Columbus-Labormoduls, dessen Start gegenwärtig im Jahr 2004 vorgesehen ist, zugute kommen. Außerdem wird er an mehreren Bildungs- und Sensibilisierungsvorhaben teilnehmen mit dem Ziel, die breite Öffentlichkeit und vor allem die Jugend mit den europäischen Programmen für bemannte Raumfahrt und Forschung im Weltraum stärker vertraut zu machen. André Kuipers, der aus den Niederlanden stammende ESA-Astronaut, wird auf einem Sojus-Flug im Frühjahr 2004 sein Weltraumdebüt geben. Sein vom Wirtschaftsministerium und vom Ministerium für Erziehung, Kultur und Wissenschaft der Niederlande geförderter Einsatz wird hauptsächlich der wissenschaftlichen Forschung dienen und umfangreiche Experimente mit Schwerpunkt auf den Gebieten Biologie, Humanphysiologie und Materialwissenschaft umfassen. Bei diesen wird Kuipers eine Reihe europäischer Versuchseinrichtungen wie die Einrichtung zur Untersuchung der Lungenfunktion - Beitrag der ESA zur Humanforschungseinrichtung der NASA - und den Handschuhkasten für Schwerelosigkeitsforschung benutzen. Auch zu seinem Arbeitsprogramm werden Bildungsvorhaben gehören. Der schwedische ESA-Astronaut Christer Fuglesang, dessen Flug zur ISS mit einer Raumfähre ursprünglich im Juli 2003 geplant war, bleibt bis auf weiteres in Bereitschaft und setzt seine Ausbildung fort. (la - Quelle: ESA)
» Künftig nur noch zwei Astronauten auf der ISS 28. Februar 2003 - NASA-Administrator Sean O'Keefe teilte am gestrigen Donnerstag mit, dass aufgrund der Columbia-Katastrophe die Größe der ISS-Besatzung von drei auf zwei Crewmitglieder gesenkt werden soll. Die an Bord der ISS befindliche, dreiköpfige "Expedition Six"-Crew soll gegen Ende April oder spätestens Anfang Mai gegen eine neue, allerdings eben nur zweiköpfige Crew ausgetauscht werden. Wegen den bis auf weiteres gestrichenen Shuttle-Flügen soll der Crew-Austausch mit russischen Soyuz-Kapseln geschehen.
Grund für die drastische Verringerung soll der Transport von Nahrungsmitteln sein. Russische Progress-Frachter fliegen zwar weiterhin zur Station und bringen Versorgungsgüter in den Orbit. Bei Shuttle-Missionen wurde bisher jedoch auch immer Fracht mitgenommen, diese Möglichkeit gibt es in den kommenden Monaten nicht.
Weiterhin wird der Ausbau der Station gestoppt, da kein Raumfahrzeug außer dem Space Shuttle die Bauteile ins All transportieren kann. Bleibt abzuwarten, wann die drei verbleibenden Shuttles "Endeavour", "Discovery" und "Atlantis" wieder fliegen.
Eine Verringerung der Crewstärke hat im Prinzip schwerwiegende Folgen: da die Unterhaltung und Wartung der Station allein bereits viel Zeit in Anspruch nimmt, wird bei zwei Besatzungsmitgliedern für die Forschung so gut wie keine Zeit mehr bleiben.
Die Rede O'Keefes, in der er auch über zukünftige Pläne der NASA sowie das Budget spricht, finden Sie hier. (rk - )
» Luftfahrt in Afrika wird dank ESA sicherer 28. Februar 2003 - Die afrikanische Luftsicherheitsorganisation ASECNA hat sich dazu entschieden, mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA, der europäischen Kommission und verschiedenen anderen europäischen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Luftfahrt und Flugkontrolle zu modernisieren. Zwischen dem 24. und 26. Februar wurden bereits einige Testflüge durchgeführt, die auf Basis des europäischen Navigationssystems EGNOS liefen. Diese Tests sollen zeigen, wie das geplante, zukünftige globale Navigationssystem GNSS über Zentralafrika eingesetzt werden soll.
Die Staaten Afrikas und des Indischen Ozeans (AFI) haben sich auf einen Dreistufen-Plan geeinigt, um die internationalen Navigations- und Flugkontrollsysteme einzuführen. Zunächst soll jedoch eine experimentelle Testphase folgen. (rk - )
» Zurück zum Mond 25. Februar 2003 - Im Rahmen ihres Aurora-Langzeitprogramms sieht die ESA in den kommenden 25 Jahren auch die Rückkehr des Menschen zum Mond vor. Ein spezieller Design-Workshop, der im Weltraumforschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) der ESA sowie im Institut für Hochbau 2 der TU Wien stattfand, widmete sich dem Entwurf zukünftiger bemannter Mondstationen. Am 1. März werden die innovativen Konzepte der jungen Weltraumarchitekten und -ingenieure in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt. Der von der ESA, der Österreichischen Weltraumagentur ASA, dem österreichischen Technologieministerium sowie von privaten Sponsoren finanzierte „Lunar Base Design Workshop 2002“ war für Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen bestimmt. 40 Fachstudenten aus 13 Ländern nahmen an diesem außergewöhnlichen Raumfahrt-Workshop teil. Ziel der in spezielle Teams integrierten angehenden Architekten und Ingenieure war die Konzeption einer innovativen Generation permanenter Habitate (Wohneinrichtungen) auf dem Mond. Die Stationen sollten einer mindestens sechsköpfigen Crew den mehrmonatigen Aufenthalt auf dem Erdtrabanten erlauben. Entstanden sind Design-Studien für Mondbasen, die wissenschaftlichen, technischen sowie kommerziellen Zwecken dienen. Die Teams haben bei der Konzeption viele Anforderungen berücksichtigt. Hierzu gehören Konstruktion und Transport der Basisteile, die Lebenserhaltungs- und Energieversorgungssysteme, der Schutz vor kosmischer Strahlung, das menschliche Zusammenleben unter Extrembedingungen und die Besonderheiten des Lebens in geringer Schwerkraft. Unterstützt und betreut wurden sie bei ihrer Arbeit von Experten der ESA, der NASA sowie von verschiedenen Raumfahrtunternehmen und Universitäten. Lunare Visionen Die einzelnen Konzepte gehen von sehr unterschiedlichen Szenarien der Mondbesiedlung aus. Ein Entwurf des Studententeams „Kopernikus“ stellt beispielsweise Dienstleistungen in den Vordergrund. In einer Phase fortgeschrittener industrieller und touristischer Erschließung des Mondes soll die mit neun Mann besetzte Station die medizinische Versorgung der Basen in der näheren Umgebung sichern. Außerdem ist sie für Reparatur- und Wartungsarbeiten zuständig, übernimmt den Gütertransport auf dem Mond und bietet einen Raumhafen für Personal- und Frachtflüge zur Erde. Die Mondstation besteht aus aufblasbaren Segmenten, die an einem stählernen Rückgrat verankert sind. Die insektoiden Kopernikus-Oberflächentransporter können auch schwere Lasten befördern. Zu den Freizeitangeboten gehört eine Bar, die bis zu 30 Personen Platz bietet. Ein anderer Entwurf sieht eine Forschungsstation für sechs Personen vor, die ab etwa 2015 in Zusammenarbeit mit ESA und NASA in mehreren Schritten errichtet und ausgebaut werden soll. Ziel ist die Entwicklung von Methoden zum Abbau lunarer Rohstoffe, beispielsweise von Krater-Eis. Die Rohstoffe sollen vor Ort verarbeitet werden, um Wasser, Sauerstoff und Wasserstoff zu gewinnen. Ziel ist größtmögliche Autarkie der Station. Zwei riesige Gewächshäuser auf Hydro-Basis sichern die Nahrungsmittelversorgung. Verbrauchte Luft, Altwasser und Abfallprodukte werden wieder aufbereitet. Energie liefern Solaranlagen und Brennstoffzellen. Das Lebenserhaltungssystem des Habitats ist als geschlossener Kreislauf konzipiert. Andere Teams legten ihren Entwürfen Szenarien wie den Bau lunarer Teleskopanlagen in Kratern am Südpol oder die Helium-3-Gewinnung auf dem Erdtrabanten zugrunde. Helium-3, ein Isotop des Heliums kann auf dem Mond kostengünstig zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt werden. Mehr zum amerikanischen Mondprogramm in den 1960er und 1970er Jahren finden Sie hier. (ku - Quelle: ESA)
» Kurzer Wochenrückblick der ISS 24. Februar 2003 - Am Freitag erreichte die Besatzung der ISS ihren 90sten Tag im All und schauen auf eine arbeitsreiche Woche zurück. Kommandant Ken Bowersox, Flight Engineer Nikolai Budarin und NASA ISS Science Officer Don Pettit der Expedition 6 der ISS schauen auf eine weitere beschäftigungsreiche Woche an Bord der ISS zurück und erreichten am Freitag ihren 90sten Tag im Weltall. Sie begannen die Woche mit Routineaufgaben wie z. B. Wasserproben entnehmen und anderen kleinen Tätigkeiten. Budarin begann damit das russische Wasserversorgungssystem zu desinfizieren. Pettit ersetzte erfolgreich einen defekten Energieschalter im Destiny Labaratory Module. Am Donnerstag kümmerte sich Bowersox um den den Ausrüstung im Quest Airlock. Nächste Woche üben Bowersox und Pettit das Anziehen von Raumanzügen, wenn nur zwei Astronauten anwesend sind. Senden Sie ihre Fragen an die ISS-Crew (ak - Quelle: NASA)
» Schnee als Ursache der Rinnen auf Mars? 23. Februar 2003 - NASA hat neue Beweise für früheres Wasser auf dem Mars: Spuren von schmelzendem Schnee auf Kratern Bilder der "Mars Odyssey"-Kamera sowie Bilder der "Mars Global Surveyor" lassen darauf schließen, dass die zahlreichen Krater auf Mars durch schmelzenden Schnee erodiert wurden. Die heute bekannten Martian Krater-Rinnen sind durch tropfendes Wasser von Schnee entstanden und nicht durch unterirdische Quellen, wie zuletzt angenommen, sagte Dr. Philip Christensen, der oberste Untersuchungsbeamte des Odysseykamerasystemes und Professor an der Universität in Tempe, Arizona. Er schätzt, dass die Rinnen durch schmelzenden Schnee und Schneebewegungen entstanden sind. Die dünne Atmosphäre verhinderte ein zu rasches verdampfen. Beim Beobachten der Bilder eines Kraters endeckte Christensen an der kalten, dem Pol hingerichteten nördlichen Seite und deren unmittelbaren Umgebung ein Gebiet, das er "wie in die Gegend geklebt" nennt. Solche einzigartigen Territorien geben einen glatten Niederschlag an Material zu Erkennen. Es sind karakteristisch die kältesten Gebiete (also auch kaum Verdampfung möglich), in denen so etwas auftritt. Die wahrscheinlichste Verbindung dieses langsam verdampfenden Materials ist Wasser. Christensen sieht einen speziellen Zusammenhang zwischen den Rinnen und dem Schnee. (dp - Quelle: NASA JPL)
» Neuester Stand zum Unglück der Raumfähre Columbia 21. Februar 2003 - Die zur Klärung der Ursachen des Columbia-Absturzes eingesetzte Untersuchnugskommission hat die volle Verantwortung für die Ermittlungen übernommen, bei denen ihr mehrere Berater und Fachgremien zur Seite stehen. Sie hat dem Johnson Space Center, dem Kennedy Space Center, dem Marshall Space Flight Center und dem Werk in Michoud (Louisiana), wo die Außentanks für den Raumtransporter gefertigt und zusammengebaut werden, bereits Besuche abgestattet. Die CAIB hat berichtet, daß die während des Wiedereintritts gemessenen Temperaturen im linken Radschacht der "Columbia" vorläufigen Analysen zufolge auf das Eindringen von Plasma hindeuten. Unter Plasma ist das sehr stark aufgeheizte Gas zu verstehen, das die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre umgibt. Nach Auffassung der CAIB dürfte der Wärmedurchgang durch die Struktur, wie er bei Fehlen einer Hitzeschutzkachel auftreten könnte, allein nicht ausreichen, um den in den letzten Flugminuten registrierten Temperaturanstieg zu erklären. Weitere Analysen würden zu anderen Szenarien unter Annahme eines Durchbruchs durch den Hitzeschild angestellt, der zum Eindringen von Plasma in den Radschacht oder andere Tragflächenbereiche geführt hätte. Flugdaten z.B. über die Position des Fahrwerks sowie der gemessene Luftwiderstand zeigten, daß ein verfrühtes Ausfahren des Fahrwerks unwahrscheinlich ist. Nach dem Abriß der Sprechverbindung zur "Columbia" traten anscheinend zwei zusätzliche Lageregelungstriebwerke in Aktion, wie aus Daten der anschließenden Sekunden hervorgeht. Es ist bekannt, daß vorher zwei andere Giersteuerungstriebwerke zündeten, um die Kontrolle über die Fluglage wiederherzustellen. Einer der fünf Hauptcomputer der "Columbia" befand sich unter dem Trümmerteilen, die zum Kennedy Space Center gebracht wurden. Der Rechner ist stark beschädigt und seine Batterie unauffindbar. Dieser Rechnertyp hat kein Festplattenlaufwerk, so daß nach Ansicht der Ermittler wenig Aussicht besteht, aus dem Computer zusätzliche Informationen herauszuholen. Stand der ISS und kurzfristige Planung Die NASA hat Gespräche mit Rosaviakosmos über die künftige Nachschub- und Mannschaftsablösungsstrategie sowie mit der ESA über eine mögliche Umplanung der Taxi-Flüge mit ESA-Astronauten aufgenommen. Diese Gespräche sind noch nicht abgeschlossen und gehen weiter. Inzwischen setzte die Manschaft, die bei der nächsten Raumtransportermission zur ISS fliegen sollte, ihre Ausbildung fort; parallel dazu wird eine Mannschaft für die nächste Sojus-Flug (im April) auf den Fall vorbereitet, daß sie als nächste Expeditionsmannschaft eingesetzt werden soll. Die gegenwärtige Mannschaft auf der Internationalen Raumstation ist wohlauf und war zuletzt mit folgenden Arbeiten beschäftigt: - Gegen Ende der ersten drei Monate an Bord der Raumstation führte die 6. Expeditionsmannschaft wissenschaftliche Experimente durch, verstaute Gerät und sprach mit den Medien. Am 11. Februar wurden die Triebwerke des angedockten Progress-Fahrzeugs 22 Minuten lang gezündet, womit die durchschnittliche Bahnhöhe der Station um rd. 9,2 km angehoben wurde. - ISS-Wissenschaftler Don Pettit von der NASA nahm unter Anleitung durch Bodeningenieure einen Eingriff am Handschuhkasten der ESA für Schwerelosigkeitsexperimente vor. Letzte Woche wurde ein Stromunterbrecher ausgelöst, als Pettit Ersatzteile einbaute, die das Progress-Fahrzeug angelieferte hatte. Das Gerät ist nun abgeschaltet, bis Fachleute der ESA und der Industrie einen Plan für seine Wiederingangsetzung ausgetüftelt haben. - Am 13. Februar aktivierten Pettit und Kommandant Ken Bowersox den kanadischen Manipulatorarm (Canadarm2) der Station und führten eine Reihe komplexer Manöver zur Überprüfung seiner Funktionstüchtigkeit durch. (la - Quelle: ESA)
» Exoplaneten-Forschung in Deutschland 21. Februar 2003 - Astronomen und Planeten-Experten treffen sich momentan in Weimar, um ihr Wissen über die Entstehung und Entwicklung von Planeten zu vertiefen. Thüringen ist seit der Aufklärung ein bedeutender Astronomie-Standort: In Gotha fand vor etwa 200 Jahren die weltweit erste Astronomentagung statt. Die beiden astronomischen Einrichtungen des Landes Thüringen, die Thüringer Landessternwarte Tautenburg (TLS) und das Astrophysikalische Institut und Universitäts-Sternwarte (AIU) der Friedrich-Schiller-Universität Jena, schreiben diese lange Tradition fort. Sie laden jetzt nach Weimar zu einer Fachtagung ein mit dem Titel „Planetenbildung: Das Sonnensystem und extrasolare Planeten“. Im Vordergrund steht der gegenseitige Austausch zwischen jenen Astronomen, die die Planeten unseres Sonnensystems erforschen, und denen, die nach Exo-Planeten suchen, also nach Planeten, die um ferne Sonnen kreisen. Bestandteil der Konferenz ist auch die so genannte Astrobiologie. Sie untersucht die Bedingungen für mögliches Leben auf anderen Planeten und im All. Bis heute sind sich die Wissenschaftler nicht sicher, wie die neun Planeten unseres Sonnensystems nebst vielen Monden und Asteroiden entstanden sind. Seit einigen Jahren werden nun auch Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, die sich jedoch wesentlich von „unseren“ Planeten unterscheiden. Die bisher entdeckten Exo-Planeten sind alle viel massereicher als unsere Erde – eher vergleichbar mit Jupiter. Diese neuen Funde werfen viele Fragen über die Entstehung von Planetensystemen auf, zum Beispiel: – Wie lange dauert die Entstehung von Planeten? – Ist unser Sonnensystem typisch oder eine Ausnahme? – Könnte es auch auf anderen Planeten Leben geben? Diesen und viele anderen Fragen gehen die Astronomen in Weimar nach und präsentieren aufregende neue Forschungsergebnisse. Einer Gruppe um Martin Kürster, Wissenschaftler an der TLS, gelang es beispielsweise, die Nachweismethode für Exo-Planeten so zu verfeinern, dass damit bald erdähnliche Planeten aufgespürt werden können. Johny Setiawan vom Freiburger Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik stellt in Weimar einen neuen Riesenplaneten um einen Riesenstern (26-mal größer als unsere Sonne) vor. Günther Wuchterl vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München berichtet über neue theoretische Rechnungen, die zeigen, bei welchen Sternen es am wenigsten schwierig sein sollte, Planeten erstmals direkt abzubilden. Die Ausrichtung dieser Fachtagung ist die erste gemeinsame Aktion des neuen Kompetenzzentrums namens exoplanet.de, das ebenfalls am 19. Februar 2003 der Öffentlichkeit präsentiert wird. Es soll die Forschungsaktivitäten des AIU Jena und der TLS Tautenburg bündeln und mit dem Portal exoplanet.de der deutschen Forschergemeinde, interessierten Laien und den Medien ein Diskussions- und Informationsforum über die Fachtagung hinaus bieten. (ku - Quelle: Exoplanet.de)
» NASA will neuartiges Raumfahrzeug für Crewtransporte bauen 20. Februar 2003 - Die NASA hat die ersten Voraussetzungen zur Konzeption eines neuen Raumfahrzeugs, dem "Orbital Space Plane" (OSP), veröffentlicht. Das Fahrzeug soll Crews zur ISS und zurück zur Erde befördern. Die Anforderungen, die an das Fahrzeug in technischer und äußerlicher Hinsicht gestellt werden, sind erarbeitet worden, um die Entwicklungen in eine klare Richtung zu lenken.
"Dies ist ein wichtiger, erster Schritt, um den 'Integrated Space Transportation'-Plan zu realisieren", so Frederick Gregory, NASA. "Das 'Orbital Space Plane'-System wird uns die benötigte Flexibilität geben, um die Crew sicher und effizient zur Station und zurück zu bringen und damit einen logistischen Beitrag zur Station zu leisten."
So soll das spätestens 2010 realisierte System nicht weniger als vier ISS-Crews transportieren, als Rettungsboot eingesetzt werden können und dabei sicherer und besser als die derzeit verwendeten "Soyuz"-Kapseln sein. Der Start soll innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden können, sodass lange Vorbereitungszeiten eingespart werden können. Außerdem muss zumindest ein begrenzter Stauraum für den Transport wissenschaftlicher Geräte vorhanden sein.
Die komplette Liste der Forderungen an das Fahrzeug können Sie bei der NASA nachlesen. (rk - Quelle: NASA)
» ESA hat Vorsitz in internationalem Sonnenforschungsprogramm 20. Februar 2003 - Die ESA hat den ersten Vorsitz im "International Living With A Star"-Programm (ILWS), welches Auswirkungen von Veränderungen in der Sonne auf unsere Erde und andere Planeten erforschen soll. Das Programm selbst will sich in der Forschung auf die Aspekte konzentrieren, die Sonne und Erde betreffen und die Menschheit sowie die Gesellschaft betreffen.
Die Sonne ist ein sehr variabler Stern. Die abgegebene Strahlung ändert sich ständig, vor allem in Wellenlängen, die wir Menschen nicht sehen, wie beispielsweise UV-Licht. Außerdem schleudert die Sonne Partikel von sich weg, die weitläufig als Sonnenwind bezeichnet werden. Diese Sonnenwinde beeinflussen das Magnetfeld der Erde, können die Funktion von Kommunikationssatelliten beeinträchtigen, Kraftwerke auf der Erde behindern sowie auf Passagiere in Flugzeugen einwirken.
Selbst kleine Veränderungen in der Menge der abgegebenen Strahlung der Sonne sowie der Sonnenwinde können Klimaveränderungen begünstigen. Deshalb ist es wichtig, mehr über dieses Phänomen zu wissen.
Auch Hermann Opgenoorth, neuer Leiter der Forschungsabteilung Sonne-Erde der ESA und Leiter des ILWS-Programms, ist von der Notwendigkeit des Programms überzeugt. "Es besteht ein klarer Bedarf, die Sonne und ihre Interaktion mit der Erde zu untersuchen. Diese Aufgabe ist für eine Weltraumbehörde allein zu groß." Das Programm ist hingegen nicht ganz neu. Im Prinzip stellt das ILWS eine Neuauflage des "International Solar Terrestrial Physics"-Programms (ISTP) dar, welches nun aber mit mehr Partnern fortgeführt wird. Dabei sind die Raumfahrtbehörden "National Aeronautics and Space Administration" (NASA), die "European Space Agency" (ESA), Japans "Institute for Space and Astronautical Science" (ISAS), die Russische "Aviation and Space Agency" (Rosaviacosmos) und die "Canadian Space Agency" (CSA).
In diesem Jahr sollen noch einige Missionen starten, das Programm soll etwa über eine Dauer von zehn Jahren geführt werden. (rk - Quelle: ESA)
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HotSpot: Beagle 2
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von Thomas Pallmann | |
Im Juni 2003 wird die Europäische Mars Mission Mars Express vom Russischen
Weltraumbahnof Baikonur gestartet. Mit an Board des Orbiters Mars Express
ist das Landemodul Beagle 2. Beagle 2 wird 5 Tage bevor Mars Express am
Mars eintrifft abgekoppelt und beginnt dann seinen Abstieg in die Mars
Atmosphäre, um auf dieser zu landen. Um sicher auf der Oberfläche zu
landen, bedient man sich verschiedenster Methoden. In der ersten Phase, der
Eintritt in die Mars Atmosphäre, wird der Lander durch einen Hitzeschild
geschützt werden, der den Lander von seiner Reisegeschwindigkeit von knapp
Mach 31.5 herrunterbremst. Sobald Beagle 2 genügend abgebremst wurde, wird
der Hitzeschild abgesprengt und ein Bremsfallschirm entfaltet sich. Kurz
vor Erreichen der Marsoberfläche, wird ein Airbagsystem eingesetzt um den
Aufprall auf der Marsoberfläche zu dämpfen.
Nachdem die Airbags wieder zusammengefallen sind, kann der Lander seine
wissenschaftliche Arbeit aufnehmen. Die Hauptziele von Beagle 2 lassen sich
in 2 Kategorien einteilen: biochemisch und geologisch. Um diese Ziele zu
erreichen, besitzt der Lander verschiedenste Instrumente. Die beiden
wichtigsten Komponenten des Landers sind der Roboter Arm, sowie der
sogenannte Maulwurf welcher vom DLR in Köln entwickelt wurde. Am Ende des
Arms befindet sich das sogenannte PAW, welches alle Instrumente und die 3
Kameras enthält. 2 dieser Kameras arbeiten im Stereoverfahren und werden
für Panoramaaufnahmen der Marsoberfläche genutzt, daneben ist eine dieser
beiden Kameras mit einem Spiegelsystem ausgestattet das es dieser Kamera
erlaubt Weitwinke aufnahmen der Marsoberfläche zu machen ohne das der Arm
ausgefahren ist. Die dritte Kamera ist Teil eines Mikroskops am ende des
Arms, welches genutzt wird um detailliert Oberflächen von Felsen zu
untersuchen. Neben den Kameras befindet sich am Arm das sogenannte Grinder
und Corer System. Der Grinder wird benutzt um Felsen zu reinigen, damit man
sie besser mit dem eingebauten Mikroskop untersuchen kann. Der Corer wird
sich etwa 1 cm in die Felsen hinein bohren um kleine ca. 60mg schwere
Proben aus dem inneren der Felsen zu erhalten.
Der Maulwurf, auch Pluto (planetary undersurface tool) genannt, wird den
Aktionsradius von Beagle 2 deutlich erhöhen. Der Maulwurf kann sich dank
eines Federmechanismus bis zu drei Meter auf der Marsoberfläche
fortbewegen, bei einer Geschwindigkeit von 1 cm alle 6 Sekunden. Des
Weiteren besitzt der Maulwurf auch die Fähigkeit sich in die Marserde zu
graben um so Bodenproben, die in einer kleinen Röhre an der Spitze des
Maulwurfs aufbewahrt wird, zu erhalten. Zurückgeholt wird der Maulwurf
durch eine Winde.
Für die biochemische und geologische Analyse der Bodenproben werden eine
Reihe von Spektrometern benutzt. Eine Schlüsselrolle fällt dabei dem GAP
(Gasanalyse Paket) zu. Zuerst wird eine Probe (Fels oder Erde) schrittweise
aufgeheizt und bei jeden Schritt wird frischer Sauerstoff hinzugefügt, das
dabei entstandene Kohlendioxid wird zum Massenspektrometer geleitet,
welches mit einem statischen Vakuum arbeitet. Das Massenspektrometer
erkennt und mißt nun das Kohlendioxid. Es kann zwischen zwei stabilen
Kohlenstoffisotopen unterscheiden. Diese Versuchsanordnung wird benutzt um
den Vorteil auszunutzen, das biologische Kohlenstoffkomponenten schon bei
200-500°C verbrennen, elementare Formen des Kohlenstoffs aber erst bei weit
höheren Temperaturen. Damit kann man, mit dieser Methode, zwischen
organischen und anorganischen Kohlenstoff unterscheiden und somit effektiv
nach Leben auf dem Mars suchen. Desweiteren kann man durch das messen des
Mischungsverhältnisses von den beiden Kohlenstoffisotopen bestimmen, welche
Art von biologischer Reaktion vorliegt (Fotosynthese etc.).
Für geologische Experimente sind hauptsächlich das Röntgenspektrometer und
das Mossbauer Spektrometer verantwortlich. Hierzu wird ein Teil der Proben
mithilfe eines Röntgenspektrometer analysiert um den Kaliumgehalt zu
bestimmen. Daneben misst das Massespektrometer nach Spuren von Argon. Mit
diesen beiden Messdaten kann man das Alter des Steines ermitteln, indem man
errechnet wieviel Kalium in Argon umgewandelt wurde. Diese Messtechnik soll
Aufschlüsse über das Marsklima sowie über die geologische Geschichte
erbringen.
Mithilfe des Mossbauer Spektrometer, welches von der Universität Mainz
gebaut wurde, kann man das Eisen und sein Oxidationsgrad in Proben von
Felsen und Erde analysieren, indem man die Probe mit Gammastrahlen
beschießt und den Dopplereffekt der zurückgeworfenen Strahlen misst.
Neben den Analyseinstrumenten für Fels und Bodenproben, besitzt Beagle 2
auch Sensoren um seine Umwelt zu untersuchen. Dazu gehören ein Sensor um
die Ultraviolette strahlen, im Bereich 200-400nm, zu messen, ein Experiment
genant MAOS, welches oxidierende Organismen in der Atmosphäre finden und
identifizieren soll, ein Messgerät um die Strahlungsintensität sowie die
Menge an Sonnenprotonen zu messen, die den Mars vom Weltraum aus erreichen.
Hinzukommen Sensoren für Temperatur, Druck, Staub und Wind.
Um die ganzen wissenschaftlichen Instrumente mit Strom zu versorgen,
verfügt Beagle über ein 42-zellen Batteriepack welche von den 5 Solarzellen
rund um den Lander aufgeladen werden. Das Power Management wird von einer
Software übernommen, um mit Hilfe von Regulatoren den Stromfluss zu den
Experimenten konstant und ohne Verluste und während der Nacht
sicherzustellen. Neben der Stromerzeugung besitzt Beagle noch ein
ausgeklügeltes Kälteschutzsystem um den Lander vor den harten
Marsbedingungen zu schützen. Der Grundgedanke besteht darin, dass
Experimente die Wärme erzeugen (z.b Experimente mit dem GAP) bei Nacht
durchgeführt werden um den Lander mit der erzeugten Wärme zu versorgen,
damit die Geräte funktionstüchtig bleiben. Der Batterie kommt dabei ein
ganz besonderer Schutz zugute. Sie ist von einem wassergefüllten Gefäß
umgeben. Bei Tag wird das Wasser flüssig und nimmt Wärme auf, was es bei
Nacht wieder abgibt und so die Batterie auf einem konstanten
Temperaturlevel hält.
Um die Bilder und wissenschaftlichen Ergebnisse zur Erde zu funken,
benötigt Beagle 2 eine Relaisstation im All, da der Lander aufgrund seiner
geringen Größe nicht die Leistung besitzt die Daten direkt zur Erde zu
funken. Beagle benutzt dafür den Mars Express kann aber auch, falls der
Mars Express nicht zur Verfügung steht die amerikanische Sonde Odessey
benutzten.
Beagle 2 mit seinem Design birgt aber auch große Risiken für die Mission,
da er durch seine kompakte und leichte Bauweise sämtliche Redundanz
verloren hat. Die Elektronik des Beagle wurde zwar fehlertolerant gebaut,
aber die Landung selber oder die harten Marsbedingungen könnten dem Lander
schnell zu schaffen machen. Desweiteren wird Beagle nicht von ESA allein
finanziert, sondern von den verschiedensten Unternehmen und Organisationen.
In wieweit sich dieses Outsourcing auf die Qualität auswirkt wird sich erst
noch zeigen müssen.
Zusammengefasst ist Beagle 2 eine riskante Mission, die aber wenn sie
erfolgreich ist eine große Tür aufstoßen wird für die zukünftige
Marserforschung.
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Space Focus: Supermassive Schwarze Löcher
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von Tilman Kaiser | |
Über die Natur der enormen Energiequelle der Radiogalaxien waren schon in den 1950-ern Überlegungen angestellt worden, nachdem erkannt wurde, dass es sich bei der Radiostrahlung von Cygnus A um Synchrotronstrahlung handelt.
Dies lag insofern nahe, als Kiepenheuer in Chicago und Ginsburg in Moskau 1950 einleuchtende Überlegungen zu Janskys Radiostrahlung vom galaktischen Kern unserer Milchstraße angestellt hatten, die darauf hinausliefen, dass es sich hierbei um Synchrotron-strahlung handelte.
Die beobachtete Synchrotronstrahlung der Radioblasen machte deutlich, dass diese
Blasen Magnetfelder und relativistische Elektronen enthalten mussten, die sich in einer spiralförmigen Bahn um die magnetischen Feldlinien bewegten (siehe Newsletter zu nicht-thermischen Strahlungsmechanismen).
Der theoretische Astrophysiker Geoffrey Burbidge von der University of California in San Diego berechnete hieraus Ende der 50-er die Energie in den Radioblasen von Cyg A als das Äquivalent zu der Energie, die nach E = mc^2 bei der Vernichtung von 10 Millionen Sonnenmassen bei 100%iger Energieumsetzung frei werden würde. Burbidge vermutete, dass die Energie in den Radioblasen im galaktischen Kern von Cyg A ihren Ursprung hatte. Allerdings war in den 50-ern die Physik der Schwarzen Löcher noch nicht so anerkannt.
Vielleicht ist dies der Grund, warum viele Theoretiker zuerst einmal andere Überlegungen anstellten. So wurde angenommen, dass ein explodierender Galaxienkern für die Energie, welche weit über der Energie von Sternexplosionen lag, verantwortlich war.
Als Astronomen in den 60-ern die leuchtkräftigen Quasare entdeckten, kam für die Deckung des enormen Energiebedarfs nur noch die Gravitation als Energiequelle in Betracht.
Auch wenn in dieser Zeit die Physik kollabierender Sterne von theoretischen Physikern
ziemlich gut verstanden wurde, prägte einer der führenden Theoretiker auf diesem Gebiet,
John Wheeler, den Begriff der "Schwarzen Löcher" erst 1967 bei einer Konferenz über Pulsare in New York. Innerhalb weniger Monate waren "Schwarze Löcher" bei Relativisten, Astrophysikern und der Öffentlichkeit in West und Ost populär.
Literatur:
K.S. Thorne:
"Black Holes and Time Warps: Einstein's Outrageous Legacy",
In: "The Common Wealth Fund Book Programme"
hrsg.:Lewis Thomas, Bd. 9, 1993
M. Begelman, M. Rees:
"Gravity's Fatal Attraction" Scientific American Library, New York 1996
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ISS Weekly Report: ISS-Weekly-Report
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von Michael Schumacher | |
Siebte Stammbesatzung kommt mit Sojus TMA-2
Die Mitglieder der sechsten Stammbesatzung der International Space Station (ISS) führten am 24. Februar 2003 eine wichtige Übung für die Vorbereitung einer Extravehicular Activity (EVA) durch, während die Programmmanager den Weg für das Szenario des Besatzungsaustausches frei machten, wonach die jetzige dreiköpfige Stammbesatzung im Mai 2003 in Kasachstan landen wird.
Am Montag führten Kommandant Kenneth Bowersox und Bordingenieur Donald Pettit erfolgreich eine Übung hinsichtlich der Fähigkeit zweier Besatzungsmitglieder, sicher einen amerikanischen Raumanzug ohne die Hilfe eines dritten Besatzungsmitgliedes anzulegen durch. Diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung zur Entsendung kleinerer Stammbesatzung zur ISS, da die Space Shuttle-Flotte während der Untersuchung des Verlustes des Space Shuttle "Columbia" an den Boden gefesselt bleibt. Während Bordingenieur Nikolai Budarin die Aktivitäten auf Video aufnahm und mit Ratschlägen zur Seite stand, halfen sich Bowersox und Pettit gegenseitig in ihre Extravehicular Mobility Units (EMUs), legten die Simplified Aid For Extravehicular Activity Rescues (SAFERs) an, setzen die notwendige Ausrüstung für das Voratmen von Sauerstoff in Gang, um Stickstoff aus ihrem Blutkreislauf zu waschen, und legten ihre Raumanzüge wieder ab.
Nach einer Reihe von Treffen kündigten die Partnerstaaten der ISS an, dass kurzfristig die Ablösungen der Stammbesatzungen durch zweiköpfige Besatzungen erfolgen wird, die an Bord russischer Rettungsraumschiffe vom Typ Sojus zur ISS fliegen werden. Dies beginnt mir dem vorher für Ende April 2003, Anfang Mai 2003 geplanten Start von Sojus TMA-2. Das genaue Startdatum ist noch ungewiss, da die Besprechungen über die erforderlichen Lichtverhältnisse für eine Landung der sechsten Stammbesatzung noch andauern. Die sechste Stammbesatzung wird vier bis sechs Tage später Anfang Mai 2003 an Bord des momentan an die Raumstation angekoppelten Rettungsraumschiff Sojus TMA-1 in Kasachstan landen. Auf jeden Fall müssen Rettungsraumschiffe des Typs Sojus alle sechs Monate ausgetauscht werden und die Partnerstaaten der ISS planen nun den regulären Austauschflug bei der Gelegenheit auch zum Austausch der zweiköpfigen Stammbesatzungen zu nutzen. Kleinere Stammbesatzung bedeuten einen geringen Verbrauch von Versorgungsgütern an Bord der Raumstation, die nur von den russischen Versorgungsraumschiffen vom Typ Progress zur Raumstation geliefert werden können, bis die Space Shuttles wieder für einen Start zugelassen werden. Das letzte Versorgungsraumschiff Progress M-47 koppelte am 04. Februar 2003 an die ISS an und das nächste Versorgungsraumschiff Progress M1-10 soll am 08. Juni 2003 vom Baikonur Kosmodrom in Kasachstan starten.
Die amerikanischen Astronauten Michael Foale und Edward Lu sowie die russischen Kosmonauten Juri Malentschenko und Alexander Kaleri trainieren gegenwärtig im Rossijskij Gosudarstwennuij Nautschno Issljedowatjelskij Ispuitatjelnuij Zentr Podgotowki Kosmonawtow (RGNII ZPK) "Juri A. Gagarin" in Moskau, Russland. Die siebte Stammbesatzung wurde ursprünglich von Kommandant Malentschenko sowie den Bordingenieuren Kaleri und Lu gebildet und Michael Foale war ursprünglich Kommandant der achten Stammbesatzung, so dass diese Astronauten und Kosmonauten alle für verschiedene Stammbesatzung nominiert waren und dadurch viele Monate Vorbereitung auf Missionen zur ISS durchgemacht haben. Die neue siebte Stammbesatzung wird von einem russischen Sojus Kommandanten und einem Astronauten der National Aeronautics and Space Administration (NASA) gebildet werden, der die amerikanischen Systeme bedienen kann. Demnach werden zwei von den oben genannten Astronauten und Kosmonauten, ein Russe und ein Amerikaner nächsten Monat für die siebte Stammbesatzung nominiert werden. Amerikanische und russische Quellen berichten, dass Malentschenko und Lu die siebte Stammbesatzung bilden werden und Kaleri und Foale die beiden als achte Stammbesatzung im Oktober 2003 ersetzen werden. Die Ankopplung von Sojus TMA-2 wird an den Nadir Kopplungsstutzen des russischen Control Module "Sarja" erfolgen, wohingegen Sojus TMA-1 an den Kopplungsstutzen des russischen Docking Compartment (DC) 1 "Pirs" angekoppelt ist.
Zudem stimmten die Partnerstaaten darin überein, dass die Produktion unbemannter Versorgungsraumschiffe vom Typ Progress angezogen werden muss, um die benötigten Versorgungsgüter zur Raumstation zu liefern, um den zweiköpfigen Stammbesatzungen einen Aufenthalt zu ermöglichen. Ohne zusätzliche Versorgungsraumschiffe des Typs Progress kann die ISS nicht viel länger als bis zum Ende des Jahres 2003 bemannt betrieben werden. Die Finanzierung dieser zusätzlichen Raumschiffe durch die Russen beziehungsweise die Kompensation des verlorenen Geldes von der European Space Agency (ESA) wurden jedoch nicht dargelegt. Astronauten der ESA sollten die ISS im Mai und Oktober diesen Jahres als Mitglied der Besuchsbesatzungen zweimal besuchen. Russland stellt für einen solchen Flug zwischen 20 und 30 Millionen Dollar in Rechnung und da mindestens einer dieser Mitflüge verschoben werden muss, fehlt dem russischen Raumfahrtprogramm dringend benötigtes Geld. Beim übernächsten Start eines Rettungsraumschiff im Oktober 2003 wird davon ausgegangen, dass sich auch ein Astronaut der ESA an Bord befinden wird, der jedoch mit der siebten Stammbesatzung zur Erde zurückkehren wird. Gemäß dem iranischen Nichtverbreitungsprogramm aus dem Jahr 2000 ist die NASA daran gehindert, russische Starts oder Beihilfen für die Produktion zusätzlicher Versorgungsraumschiffe vom Typ Progress direkt zu finanzieren. Raumfahrtoffizielle aus Russland haben sich entsprechenden Verantwortlichen der ESA angenähert, die Option zu besprechen, dass Europa die Entwicklung der Progress Raumschiffe im Austausch gegen Plätze in zukünftigen Stammbesatzungen finanziell unterstützt.
Außerdem werden die Partnerstaaten nicht zögern, die Stammbesatzung nach Hause zu beordern und die Raumstation unbemannt zu lassen, wenn die Sicherheit in irgendeiner Weise gefährdet ist. Die Raumstation kann unbemannt gerade sechs Monate bis ein Jahr betrieben werden, vorausgesetzt es treten keine Probleme auf, die eine Reparatur durch Astronauten erforderlich machen. Voraussetzung dafür ist, dass die Erdumlaufbahn der ISS zum Ausweichen vor Weltraumtrümmern geändert werden kann und eine geeignete Bahnhöhe gehalten werden kann. Irgendwelche größere Probleme können bei Abwesenheit einer Besatzung die weitere Nutzung gefährden.
Die Spezialisten im Payload Operations Control Center (POCC) am Marshall Space Flight Center (MSFC) in Huntsville, Alabama arbeiten weiterhin an einer Problemlösung für die Microgravity Sciences Glovebox (MSG) im amerikanischen Laboratory Module "Destiny". Die MSG, die von der ESA zusammen mit Wissenschaftlern am MSFC entwickelt wurde, stellt eine abgeschlossene Umgebung für Experimente mit Flüssigkeiten oder Flammen zur Verfügung. Diese Woche suchte Pettit nach der der Ursache des Versagens zweier Stromkontrollkasten der MSG im November 2002 und des Versagens eines Stromflussunterbrechers der MSG kurz nach der Installation neuer Stromkontrollkasten im Februar 2003, die vom Versorgungsraumschiff Progress M-47 zur ISS gebracht wurden. Zusätzliche weitereichende Überprüfungen sind für nächste Woche geplant.
Mein persönlicher Höhepunkt als Saarländer war diese Woche eine elfminütige Unterhaltung von Pettit mit 16 Schüler und Schülerinnen aus den Klassenstufen zehn bis 13 des Hochwald Gymnasium (HWG) in Wadern im Saarland. Der Funkkontakt kam am 27. Februar 2003 um 05.21 Uhr Eastern Standard Time im Rahmen des Experimentes Amateur Radio On The International Space Station (ARISS) zustande. Das HWG hat etwa 1.100 Schüler im Alter von 10 bis 19 Jahren und 60 Lehrern. Im Mittelpunkt stehen speziell die neuen Medien und Kommunikationstechniken
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Surftipp: Astrofreaks
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von Birger Böning | |
Ich stelle hier die Seite http://www.members.aol.com/astrofreaks/ vor.
Diese Seite ist mein persönlicher Favorit.
Auf der Seite findet man Links zu aktuellen Themen, zu Astronomieartikeln zum Sternenhimmel und zu vielem mehr. Für jeden Himmelsbeobachter gibt es dort den aktuellen Sternenhimmel, die Mondphase und viele Tipps.
Zusätzlich kann man das Wetter in einem beliebigen Ort abfragen.
Wer sich für Astronomie interessiert sollte sich die Seite anschauen, es lohnt sich.
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InDetail: CHANDRA
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von Mark Weimar | |
CHANDRA ist ein Röntgenteleskop und der Nachfolger von ROSAT. Im Juli 1999 wurde CHANDRA ins All gebracht und funktioniert seit dem perfekt.
CHANDRA wiegt 22,5 Tonnen und seiner Zeit 2,8 Milliarden Dollar gekostet. CHANDRA hieß aber nicht immer CHANDRA. Es wurde umbenannt zu Ehren des indischen Astrophysikers Subrahmanyan Chandrasekhar der 1995 gestorben ist. Zuvor hieß CHANDRA AXAF.
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"In Space Magazin" #066 ISSN 1684-7407
Erscheinungsdatum:
01. März 2003
Auflage: 1017 Exemplare
Chefredaktion:
Karl Urban
Supervising:
Lorenz Ulrich
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Redaktion:
Jan Großmann
Britta Hermes
Birger Böning
Tilman Kaiser
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Sebastian Mateja
Dominik Mayer
Thomas Pallmann
Dominik Puckert
Sabine Rossburg
Franz Schmied
Michael Schumacher
Michael Stein
Mark Weimar
Lorenz Zistler
Freie Mitarbeiter:
Lutz Growalt
Meik Lampmann - Space-Weltraum.de
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