| InSpace Magazin #068 vom 15. März 2003
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» In Space Magazin « Raumfahrer.net
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Das Email-Magazin von Raumfahrer.net.
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"In Space Magazin"
Ausgabe #068
ISSN 1684-7407
> Updates:
Updates / Umfrage
> News:
Nachrichten der Woche
> HotSpot: Deutschlands Raumfahrt der Zukunft
> Space Focus: Wie kann nach Schwarzen Löchern gesucht werden?
> ISS Weekly Report: Routinearbeiten an Bord der Raumstation
> Surftipp: Spaceobserver
> InDetail: In Situ
> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
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Verehrte Leserinnen und Leser,
die Mitarbeiter der Stadtreinigung haben einen langweiligen Job: Morgen für morgen müssen sie den Unrat der Bürger beseitigen. Treffen Sie in den frühen Morgenstunden ihrer Arbeit zufällig schon den ein oder anderen Frühaufsteher auf dem Weg zur Arbeit, erhalten sie von ihm wohl auch noch einen unfreundlichen Blick wegen des Gestanks.
Dieses Problem hat die Berliner Stadtreinigung BSR höchst innovativ gelöst: Vor mehr als einem Jahr prangten überall in der Stadt auf knall-orangen Plakaten Schriftzüge wie "We kehr for you."
Sie Fragen sich bestimmt, was dies im Intro eines Raumfahrtmagazins zu suchen hat. Nun, vor kurzem zauberte die Aufschrift eines Fahrzeugs der BSR ein breites Grinsen in mein Gesicht: "Bemannte Räumfahrt" hieß es da, im Führerhaus saß ein kühner Astronaut auf dem Weg zur Mülldeponie.
Obwohl jedenfalls von Amerika aus wohl in den nächsten Monaten aufgrund des Shuttleausfalls keine kühnen Astronauten starten werden, gibt es bei der NASA Grund zur Freude: Demnächst starten zwei baugleiche Rover in Richtung des Roten Planeten. Wir informieren Sie ausführlich darüber auf einer eigens dafür eingerichteten Sonderseite. Dort finden Sie auch regelmäßig aktualisierte Status Reports über die Lander.
Jetzt wünsche ich Ihnen aber natürlich ersteinmal viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe des InSpace Magazins.
Karl Urban
Chefredakteur Raumfahrer.net
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Umfrage: Sollte Europa nach dem Columbia-Unglück mehr Verantwortung beim Ausbau der ISS übernehmen?
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» mars2003.raumfahrer.net
Raumfahrer.net hat eine Sonderseite zum neusten Marsprojekt der NASA gestartet: In wenigen Monaten sollen zwei baugleiche Rover zum Roten Planeten starten. Auf der Seite finden Sie neben Artikeln zu den Landern immer aktuelle Statusreports.
» columbia.raumfahrer.net
Auf unserer Sonderseite zum Columbia Unglück informieren wir Sie über die Einzelheiten und Hintergründe zum Absturz des Space Shuttles.
» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.
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• Erfolge von Mars Odyssey <mehr>
• Astronomen beobachten erstmals verdampfenden Planeten <mehr>
• Kleinste Weltraumstruktur entdeckt <mehr>
• Ausstellung: Raumtransporter der Zukunft <mehr>
• ESA eröffnet erste Deep-Space Station <mehr>
• Shuttle-Ausfall vielleicht bis Sommer 2004 <mehr>
» Erfolge von Mars Odyssey 15. Maerz 2003 - Die NASA-Sonde 2001 Mars Odyssey hat viel erreicht: Nach einem Jahr verändert sie das Bild des Roten Planeten. "In nur einem Jahr hat Mars Odyssey unser Verständnis von den Materialien des Roten Planeten fundamental verändert - über und unter der Oberfläche", sagte Dr. Jeffrey Plaut, Projektwissenschaftler der Sonde vom NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL). Während ihrem ersten Jahr der Beobachtung der Marsoberfläche hat das Kamerasystem der Sonde detaillierte Karten der Mineralien erstellt, die in dem Gestein des Roten Planeten vorkommen. "Eine große Überraschung war für uns die Entdeckung von Olivine-reichen Gesteinsstrukturen in der sogenannten Ganges-Schlucht. Die Verbindung Olivine kann sehr leicht durch flüssiges Wasser zerstört werden. Seine Präsenz deutet darauf hin, dass in diesem alten Gebiet des Mars schon sehr lange kein Wasser geflossen ist", sagte Dr. Philip Christensen, Forscherin für das Thermal emission imaging system der Sonde. "Infrarot-(Wärme-) Aufnahmen sind zu einem bemerkenswerten Werkzeug geworden, die Marsoberfläche zu kartografieren. Die Temperaturdifferenzen, die wir in Tag- und Nachtbildern sehen, zeigten komplexe Gesteinsschichten auf, die durch Lavaströme, Einschlagskrater, Wind und vielleicht auch Wasser in der Geschichte des Mars geformt wurden", sagte Christensen. Odyssey hat im Marsorbit außerdem Strahlungswerte gemessen, die sehr viel höher sind als in einem tiefen Erdorbit. "Das Martian radiation environment experiment hat Vermutungen bestätigt, wonach zukünftige menschliche Forscher am Mars einem erhöhten Gesundheitsrisiko durch die Strahlung ausgesetzt sein werden", sagte Dr. Cary Zeitlin, die am Martian radiation environment experiment arbeitet. "Wir haben zudem solare Partikelströme entdeckt, die von erdnahen Strahlungsmessern nicht gemessen werden konnten." Die Gamma ray spectrometer suite, die bereits am Anfang der Mission große Wasserstoffmengen gespeichert in Wasser nahe der Marsoberfläche entdeckt hatte, begann daneben mit der Untersuchung der elementaren Zusammensetzung der Oberfläche. "Wir werfen gerade einen ersten Blick auf die globale Karte der Elemente auf der Marsoberfläche und wir sehen ihn einem völlig neuen Licht - dem Gamma-"Licht". Dies offenbart uns Aspekte der Zusammensetzung der Oberfläche, die wir vorher nie gesehen haben", sagte Dr. William Boynton, Teamleiter für die Gamma ray spectrometer suite. Weitere Informationen zur Sonde 2001 Mars Odyssey finden Sie auf unserer Sonderseite unter http://mars2001.raumfahrer.net. (ku - Quelle: NASA JPL)
» Astronomen beobachten erstmals verdampfenden Planeten 14. Maerz 2003 - Mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops ist es Astronomen erstmals gelungen, das Verdampfen der Atmosphäre eines extrasolaren Planeten zu beobachten. Auf Dauer könnte ein großer Teil dieses Planeten verschwinden und lediglich ein dichter Kern zurückbleiben. Extrasolare Planeten dieser Art wurden „heiße Jupiter“ getauft. Diese Gasriesen befinden sich in sehr nahen Umlaufbahnen um ihren Stern und werden von ihm angezogen wie Nachtfalter vom Licht. Der Exoplanet mit der Bezeichnung HD 209458b umkreist seinen gelblichen, sonnenähnlichen Stern in „nur“ 7 Millionen km Entfernung (zum Vergleich: Jupiter, der nächste Gasriese in unserem Sonnensystem, ist 780 Millionen km von unserer Sonne entfernt). Für eine Umrundung seines Sterns benötigt er 3,5 Tage. Die jüngsten Beobachtungen mit dem gemeinsam von der ESA und der NASA betriebenen Hubble-Weltraumteleskop zeigen, daß der Planet von einer heißen, aufgeblähten und in den Weltraum entweichenden Wasserstoffatmosphäre umgeben ist. Wegen dieser riesigen Wasserstoffhülle gleicht der Planet einem Kometen, da er einen Schweif hinter sich herzieht. Auch die Erde hat eine ausgedehnte Atmosphäre, aus der Wasserstoffgas entweicht, aber die Verlustrate ist deutlich niedriger. Die Entdeckung wird von einem vornehmlich europäischen Team unter der Leitung von Alfred Vidal-Madjar (Institut für Astrophysik des CNRS in Paris (IAP/CNRS), Frankreich) in der am 13. März erscheinenden Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ bekanntgegeben. „Uns überraschte, daß sich die Wasserstoffatmosphäre dieses Planeten über 200 000 km erstreckt“, so Vidal-Madjar. Die Erforschung extrasolarer Planeten ist keine einfache Angelegenheit, vor allem wenn sie ihrem Zentralstern sehr nahe sind, weil in der Regel das Sternenlicht zu stark blendet. Auch in diesem Fall konnte Hubble den Planeten wegen seiner zu großen Nähe zu seinem Stern nicht direkt fotografieren. Die Astronomen konnten HD 209458b jedoch indirekt beobachten, da er jedesmal, wenn er vor dem Stern vorbeizieht, das Licht eines kleinen Teils des Sterns verdeckt. Licht, das um den Planeten herum dessen Atmosphäre durchdringt, wird gestreut und erhält eine für diese Atmosphäre charakteristische „Signatur“. Vergleichbar ist dies mit dem Sonnenlicht, das die Erdatmosphäre bei Sonnenuntergang in schrägem Winkel durchdringt und dadurch rot erscheint. Mit Hilfe von Hubbles abbildendem Spektrographen (STIS) konnten die Astronomen messen, wieviel die Atmosphäre des Planeten aus den Lichtstrahlen des Sterns herausfiltert. Sie sahen einen überraschenden Abfall in der Wasserstoffemission des Sterns, wofür das Vorhandensein einer riesigen, aufgeblähten Atmosphäre die beste Erklärung ist. Warum entweicht die Atmosphäre? Die äußere Atmosphäre des Planeten wird durch den nahen Stern so stark erhitzt und aufgebläht, daß sie beginnt, sich der Anziehungskraft des Planeten zu entziehen. Unter dem Einfluß der von dem Stern ausgehenden sengenden Hitze verdampft der Wasserstoff in der oberen Atmosphäre des Planeten. „Die Atmosphäre wird erhitzt, so daß der Wasserstoff sich der Anziehungskraft des Planeten entzieht und unter dem Druck des Sternenlichts zu einem breiten Schweif hinter dem Planeten aufgefächert wird, der dem eines Kometen ähnelt“, sagt Alain Lecavelier des Etangs vom Pariser Institut für Astrophysik. Die Astronomen schätzen, daß mindestens 10 000 Tonnen Wasserstoff pro Sekunde von HD 209458b entweichen, möglicherweise aber noch viel mehr. Der Planet könnte daher bereits einen recht großen Teil seiner Masse verloren haben. HD 209458b gehört zu einer besonderen Art extrasolarer Planeten, die als „heiße Jupiter“ bekannt sind. Diese Planeten umkreisen ihren Stern in gefährlicher Nähe. Es handelt sich um gasförmige Riesenplaneten, die sich wohl in den kalten Randregionen des Sternensystems gebildet und dann spiralförmig zu ihren nahen Umlaufbahnen hinbewegt haben. Diese neue Entdeckung könnte erklären helfen, warum heiße Jupiter ihr Zentralgestirn so oft in einem Abstand von wenigen Millionen Kilometern umlaufen. Sie kommen ihrem Stern selten näher als 7 Millionen Kilometer - die Entfernung im Fall von HD 209458b. Der kürzeste bekannte Abstand beträgt 5,7 Millionen Kilometer. Heiße Jupiter haben eine Umlaufzeit von höchstens 3 Tagen. Vielleicht ist die Verdampfung der Atmosphäre eine mögliche Erklärung für die den Umlaufbahnen heißer Jupiter gesetzte innere Grenze. (la - Quelle: ESA)
» Kleinste Weltraumstruktur entdeckt 13. Maerz 2003 - Vielleicht hilft diese Struktur Rückschlüsse auf andere Phänomene im Weltraum zu erhalten. Mit Hilfe von empfindlicherem neuem Equipment untersuchen Astronomen elektromagnetische Emissionen, die von einem sich schnell drehenden Stern stammen, den sie entdeckt haben, was ihnen zufolge die kleinste Struktur, die bisher im tiefen Weltall gefunden wurde, ist. Der Stern ist ein Pulsar. Er ist als Krabben-Pulsar bekannt, weil er eine wolkenartige Ladung Gas, die Krabben-Nebel genannt wird, hinter sich herzieht. Der Krabben-Pulsar ist ein Neutronenstern - ein sehr dichter Stern, der vollständig aus Neutronen besteht - dessen Geschwindigkeit einen Übersteuerungszustand erreicht hat. Er rotiert 33 mal in der Sekunde. Wissenschaftler hoffen durch das Objekt zudem zu erfahren, wie Pulsare kräftige und größtenteils mysteriöse elektromagnetische Ausbrüche erzeugen. Der Pulsar strahlt ein starkes Leuchtfeuer von Energie ab, das bei jeder Umdrehung erkannt werden kann, wie bei dem Strahl eines Leuchtturms, der über den Himmel fegt. Mit Hilfe von spezieller Ausrüstung konnten die Forscher die ersten Ausbrüche von Energie des Pulsars in winzige Zeitsegmente unterteilen. Sie fanden heraus, dass Unterpulse nicht länger als zwei Nanosekunden dauerten und so konnten sie folgern, dass sie in einer Region entstanden sein müssen, die nicht größer als 61 Zentimeter ist, denn das ist der Weg, den Licht innerhalb von zwei Nanosekunden zurücklegt. Die Wissenschaftler erklären sich das so: Die elektromagnetischen Wellen werden in starken Magnetsphären erzeugt, die überhalb der beiden magnetischen Pole des Pulsars existieren. Dort enthält superheißes Gas, genannt Plasma, elektrisch geladene Partikel, die von dem starken elektrischen und magnetischen Feld beeinflusst werden. Die eingebetteten Nanopulse müssen dabei durch einen recht seltsamen Prozess entstehen, bei dem so genannte Dichte-Wellen in dem Plasma mit ihrem eigenem elektrischen Feld reagieren, wobei sie sich dadurch solange aufschaukeln bis sie einen Punkt erreicht haben, bei dem sie "explosionsartig kollabieren". Die Forscher vermuten, dass sich alle anderen elektromagnetischen Pulsare ähnlich verhalten könnten. Aber um dies genau bestimmen zu können, wird es nötig sein, weitere zu beobachten. (lz - Quelle: Space.com)
» Ausstellung: Raumtransporter der Zukunft 11. Maerz 2003 - „Der Neue Weg ins All – Raumtransporter der nächsten Generation“ ist das Thema einer hochinformativen Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter Mitwirkung der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA, die am Donnerstag, dem 13. März, 18.00 Uhr, eröffnet und bis zum 26. April in München zu besichtigen sein wird. Kernproblem der Raumfahrt sind die Transportkosten für ein Kilogramm Nutzlast in den Weltraum. Für Einweg-Raketensysteme liegen sie derzeit bei 11 000 bis 25 000 Dollar je Kilogramm. Zu hoch, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können. Gefragt sind kostengünstige, flexible und umweltverträgliche, wiederverwendbare Systeme: Unkonventionelle Recycling-Lösungen, die die Kosten auf etwa ein Zehntel sinken lassen. Diesen Trend reflektiert die Ausstellung in anschaulicher Weise. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer neuen Generation von Raumtransportsystemen, die wie ein normales Flugzeug auf einem Airport starten und landen können. Am Beispiel einer fiktiven Mission lernt der Besucher zunächst die Elemente eines Fluges – Start, Flug, Aufstieg, Rückkehr, Landung – sowie die jeweiligen Problembereiche kennen. Parallel hierzu werden die Ergebnisse der drei DFG-geförderten Sonderforschungsbereiche „Grundlagen des Entwurfs von Raumflugzeugen“ der RWTH Aachen, „Transatmosphärische Flugsysteme“ von der TU München und der Bundeswehr-Universität München sowie „Hochtemperaturprobleme rückkehrfähiger Raumtransportsysteme“ von der Universität Stuttgart (Hitzeschutzkacheln) vorgestellt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist mit mehreren Projekten an diesen Sonderforschungsbereichen beteiligt. Hopper - der Euro-Shuttle Die erarbeiteten Grundlagen fanden Eingang in Projekte mehrerer Industrieunternehmen, wie beispielsweise der Astrium GmbH, Bremen und Ottobrunn, der MAN Technologie AG, Augsburg, dem Münchner Unternehmen Kayser-Threde sowie OHB-System in Bremen. Eines dieser Projekte ist Hopper. Dahinter verbirgt sich ein unbemanntes autonomes Fluggerät, Europas wiederverwendbare Raumfähre. Der Start erfolgt horizontal auf einem 4 km langen Schlitten vom europäischen Weltraumhafen Kourou in Französisch-Guyana. Bereits wenige Minuten danach setzt Hopper in 130 km Höhe die Satellitennutzlast mit Oberstufe aus und kehrt dann automatisch zur Erde zurück. Die Oberstufe wird gezündet. Sie bringt den Satelliten an den gewünschten Ort im niederen, mittleren oder geostationären Orbit (LEO, MEO, GEO). Bei der Rückkehr des kompakten Hopper wird der Eintrittswinkel in die Atmosphäre so optimiert, dass die entstehende Reibungswärme bedeutend niedriger ist als an der Außenhaut des US-Shuttle. Damit können die anfälligen und teuren Hitzeschutzkacheln durch ein kostengünstiges und wartungsfreundliches Wärmeschutzsystem ersetzt werden. Aufgrund seiner Flugbahn kann Hopper jedoch nicht wieder zum Startplatz zurückkehren. Er landet im Hoheitsgebiet der ESA-Mitgliedsstaaten auf den Azoren oder einer anderen Insel im Atlantik. Der Rücktransport von Hopper erfolgt auf dem Schiffsweg. Sollte sich die ESA für das Hopper-Konzept entscheiden, so kann das Fluggerät ab 2015 einsatzbereit sein. Per aspera ad ASTRA Um Hopper letztendlich bauen zu können, bedarf es eines Zwischenschritts: Phoenix. Mit dem kleinen Demonstrator sollen die innovativen Technologien am realen Objekt getestet werden. Aufgrund der Vielzahl physikalischer Einflüsse in der Atmosphäre können nämlich nicht alle Details des Fluggeräts mit Hilfe von Computersimulationen oder Windkanalversuchen geprüft werden. Phoenix und Hopper sind eingebettet in die Entwicklungsprogramme TETRA (Technologieprogramm für zukünftige Raumtransportsysteme) sowie ASTRA (Ausgewählte Systeme und Technologien für zukünftige Raumtransportsystem-Anwendungen). ASTRA wiederum bildet den deutschen Beitrag zur Entwicklung wiederverwendbarer Transportsysteme auf europäischer Ebene. Im Rahmen von ASTRA sollen alle erforderlichen Systemfähigkeiten für einen autonomen Zugang zum All konzipiert werden: Von den nötigen Bodenanlagen (Bodeninfrastruktur, Nutzlastintegration, Flugvorbereitung, Flugbahnsteuerung) über die Absetzmechanismen für Nutzlasten bis hin zu Wartungsregeln für das Transportsystem und die Rückkehr sowie Landung (Wiedereintrittstechnologien, Bahnverfolgung und Telemetrie, Manövrieren im Hyperschall). Bei dem wiederverwendbaren System geht es vorerst um hohe Wirtschaftlichkeit des Satellitentransportes. Hopper könnte theoretisch aber auch Touristen befördern. Perspektiven sind also genug gegeben. "Der Neue Weg ins All" steht Jedermann offen Die Ausstellung "Der neue Weg ins All" wirft einen Blick in diese Zukunft der Raumfahrt. Reich illustrierte, allgemeinverständliche Texttafeln sowie eine Vielzahl von Exponaten – darunter die geflogene Weltraumkapsel MIRKA mit den Hitzeschutzkacheln, Steuerklappen aus faserverstärkter Keramik für den Raumgleiter X-38 – geben Einblick in die neuen Konzepte. Multimedia-Präsentationen mit Videofilmen, Computeranimationen sowie ein mehrfarbiger Ausstellungskatalog runden das Angebot ab. Die Ausstellung wird am 13. März, 18.00 Uhr, in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in einem Festakt eröffnet. Sie ist in der Münchner Residenz, Marstallstr. 8, vom 14. März bis 26. April 2003, Dienstag - Samstag, 11-18 Uhr zu besichtigen (Karfreitag geschlossen). Der Eintritt ist frei. (ku - Quelle: ESA)
» ESA eröffnet erste Deep-Space Station 10. Maerz 2003 - Am 5. März eröffnete die ESA mit einer Feier ihr erstes Deep Space Teleskop in West-Australien. Die Fertigstellung des New Norcia Einrichtung ist ein wichtiges Ereignis für die ESA. Die Station wird, zusammen mit Rosetta und Mars Express eine wichtige Rolle in den Deep Space Missionen der ESA spielen. Den Start von Mars Express erwartet man im Mai diesen Jahres. Das Herzstück der Station ist die 600 Tonnen schwere, 40 Meter hohe Antenne. Es kann den 35 Meter großen Teller mit 540 Tonnen bewegen und hält dabei die hohe Präzision ein. New Norcia ist die erste Bodenstation einer Serie, welche die ESA überall auf der Welt baut um ihr eigenes Deep Space Netzwerk in den kommenden Jahren aufzubauen. Im April begann man mit dem Bau der 28 Millionen Euro Anlage. Die letzten sechs Monate im Jahr 2002 nutzte man für das Testen der Elektronik und Kommunikations-Einrichtung. Nach einer bemannten Periode wurde die Anlage vom European Space Perations Centre in Darmstadt/Deutschland und vom the Perth International Telecommunications Centre in Gnangara gesteuert. Professor David Southwood, ESA Science-Direktor sagte, dass der Standort aus mehreren hundert Orten in der Südhemisphäre ausgewählt worden sei. "Diese Gegend hat hervorragende Wetterbedingungen, sitzt auf dem richtigen Breitengrad für Deep Space-Operationen und liegt soweit weg von bewohnten Gebiet das die Antennen nicht gestört werden", sagte Southwood. "West-Australien hat auch eine gute Telekommunikations-Infrastruktur und wir arbeiten eng mit der Xantic zusammen, weil diese Erfahrung in der Wartung und Pflege solcher Anlagen haben." "Die Zusammenarbeit mit den Australiern hat sich als sehr zufriedenstellend erwiesen. Die dortigen Firmen arbeiteten sehr gut mit dem internationalen Experten zusammen. Viele von denen, die jetzt an der Station arbeiten wechselten von der Industrie aus hohen Positionen." Der Premier von Westaustralien, Hon Dr. Geoff Gallop, schaltete die Station offiziell ein. (ak - Quelle: ESA)
» Shuttle-Ausfall vielleicht bis Sommer 2004 08. Maerz 2003 - Die Space Shuttle-Flotte der NASA könnte bereits im Juli 2003 wieder abheben - oder erst im Sommer 2004. Dies liegt allein an den Untersuchungs-Fortschritte über die Columbia. Die NASA führte kürzlich gemeinsam mit ihren Vertragspartnern die Planungen für die nötigen Arbeiten nach dem Absturz der Columbia durch. Danach dürfte vielleicht bis zum Sommer 2004 kein Shuttle mehr abheben, berichtete Florida Today. Die Arbeiten zwischen dem Unfall bis zur Wiederaufnahme der Flüge laufen parallel zu den Untersuchungen über das Desaster vom 1. Februar 2003. Das Space Shuttle muss dabei so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sein, um die Internationale Raumstation (ISS) weiter ausbauen zu können sowie die russische Seite bei der Versorgung der Station zu entlasten. Ein Manager beim Shuttle-Programm sagte, dass man je nach Geschwindigkeit der Aufklärung des Unglücks zwischen Juli diesen Jahres bis zum Sommer 2004 wieder starten wolle. Obwohl nur neue Erkenntnisse über das Unglück diese Zeitspanne verkürzen könnten, haben sich die NASA und ihre Partner entschieden, die Zeit intelligent zu nutzen anstatt nur herumzusitzen und zu warten. "Wir haben Arbeit, die wir tun können, um bereit zu sein", sagte der Manager. Nach der Explosion der Challenger 1986 dauerte es zweieinhalb Jahre, bis wieder ein Shuttle startete. Nun fliegt die ISS im Erdorbit: Es ist sehr viel mehr Eile vonnöten, weil die Shuttles benötigt werden, um die Station weiter auszubauen sowie mit Wasser und Vorräten zu versorgen. Bevor die Flüge wieder aufgenommen werden können, kann die Station nur mit russischen Raumschiffen versorgt werden sowie die Besatzung an Bord der Station verkleinert werden. (ku - Quelle: Space.com)
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HotSpot: Deutschlands Raumfahrt der Zukunft
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von Karl Urban | |
Die deutsche und europäische Raumfahrt befindet sich an einem Scheideweg, sagte Professor Wittig vom Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt am vergangenen Donnerstag in Berlin.
Die deutsche und europäische Raumfahrt befindet sich an einem Scheideweg, sagte Professor Wittig, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am vergangenen Donnerstag in Berlin. Anfang jeden Jahres veranstaltet das DLR eine Pressekonferenz, um über die wichtigsten Ereignisse im angelaufenen und im zurückliegenden Jahr zu berichten. Raumfahrer.net besuchte die Pressekonferenz im Maritim-Hotel in Berlin.
Es ist gerade mal ein Monat vergangen, seit das DLR in große Bedrängnis geriet, da der Deutsche Bundestag mehr als 20 Prozent des nationalen Raumfahrtbudgets streichen wollte. Nach intensiven Bemühungen gelang es, dieses Vorhaben abzuschwächen: Man kürzte "nur" 14 statt 20 Prozent sowie einen Teil der Beiträge für die Europäische Raumfahrtagentur ESA (siehe auch Deutsche Raumfahrt am Scheideweg vom 15.02.2003).
In Deutschland und Europa müssen nun kreative Lösungen gefunden sowie unbequeme Fragen beantwortet werden. Denn neben den Budgetkürzungen befindet sich die europäische Trägerrakete Ariane in einer Krise, nachdem die neuste Version im Dezember 2002 kurz nach dem Start notgesprengt werden musste. Außerdem streitet sich Deutschland weiter um den Führungsanspruch beim Europäischen Satellitennavigationssystem Galileo. Weitere Probleme bereitet auch Europa der Ausfall der amerikanischen Shuttle-Flotte durch den tragischen Columbia-Absturz sowie die Verschiebung des Starts der Kometensonde Rosetta.
Bei allen Problemen sieht das DLR aber optimistisch in die Zukunft. Einer der Gründe dafür sind die Veränderungen in der Europäischen Union (EU). So wird derzeit diskutiert, welche Rolle die Raumfahrt in der EU spielen soll. Professor Wittig meinte dazu: "Wir brauchen neue Raumfahrtstrukturen für Europa. Nur ein Europa mit den strategischen Fähigkeiten, die die Raumfahrt bietet, wird in der Welt eine Rolle spielen." Das Geld für die zukünftige europäische Raumfahrt müsse aus der EU kommen - und das bedeutet einen erheblichen Anstieg weit über die heutigen Mittel der ESA hinaus. Die ESA soll nach Wittig weiterhin die Europäische Raumfahrtagentur bleiben, jedoch muss auch sie reformiert werden, da das Prinzip "ein Land eine Stimme" bei mehr Mitgliedern nicht aufrechterhalten bleiben kann. Nationale Forschungshaushalte müssen jedoch erhalten bleiben, um die heimische Industrie wettbewerbsfähig zu halten. Dies sagt er auch in Richtung der gerade beschlossenen Kürzungen der DLR-Gelder: Weitere Einsparungen können im Land einen großen wirtschaftlichen Schaden anrichten, da an nationalen Raumfahrtprojekten viele Institute, Universitäten und Unternehmen mit umfangreichen eigenen Mitteln beteiligt sind.
Trotz dem zurückliegenden Fehlschlägen in der europäischen Raumfahrt, steht man hier im weltweiten Vergleich mit an der Spitze: Der im Februar 2002 gestartete Umweltsatellit Envisat verschafft Europa im Bereich der wissenschaftlichen Erderkundung gegenüber den USA sogar einen Vorsprung. Die kommenden Jahre warten außerdem mit hochinnovativen Projekten auf: Im Mai oder Juni 2003 wird sich beispielsweise die Sonde Mars Express auf den Weg zum Roten Planeten machen. Mit an Bord führt sie das Landefahrzeug Beagle 2. An beiden Vehikeln sind auch deutsche Wissenschaftler beteiligt.
Der Zeitplan zum Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) dürfte sich nach Professor Wittig durch den Absturz der Columbia wohl etwas verzögern. Europa, so betonte er, sei aber "on time": Das Modul Columbus sei wie geplant im Oktober 2004 startbereit. Da dessen Transport ins All aber mit einem Space Shuttle durchgeführt werden muss, rechnet er mit einer Verschiebung des Starts. Ebenfalls im Oktober 2004 soll das erste unbemannte europäische Versorgungsraumschiff ATV (für Automated Transfer Vehicle) zur ISS starten. So leistet Europa dann auch einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Station, die im Moment durch den Shuttleausfall von Russland allein versorgt werden muss.
Das Fazit der Jahrespressekonferenz des DLR ist unmissverständlich: Die Raumfahrt befindet sich derzeit in der Krise - mit einigen Reformen und einem starken Willen ist diese aber überwindbar. Europa spielt schon heute eine entscheidende Rolle in der weltweiten Raumfahrt und diese Bedeutung wird noch zunehmen.
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Space Focus: Wie kann nach Schwarzen Löchern gesucht werden?
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von Tilman Kaiser | |
Letztendlich geht es bei dem Nachweis, ob es Schwarze Löcher im Zentrum von Galaxien gibt, darum zu zeigen, dass die Massenkonzentration im Zentrum für die Bildung eines Schwarzen Lochs ausreicht.
Ein Maß für diese Massenkompaktheit ist das Verhältnis von Masse und Radius einer Region.
Kommt dieses Verhältnis an den Wert c^2/G heran, so handelt es sich mit Sicherheit um ein Schwarzes Loch. (c = Lichtgeschwindigkeit, G = Gravitationskonstante)
Mit Hilfe von Massenbestimmungen verdichteten sich in den 90-ern die Hinweise,
dass es stellare Schwarze Löcher tatsächlich in der Natur gibt. Bei der Bestimmung von Masse und Ausmaß weit entfernter Objekten wie Quasare sind die Abschätzungen mit größeren Unsicherheiten behaftet. Bei den meisten aktiven Galaxien kommt man mit einer konservativen Abschätzung auf einen Wert von 0,001 c^2/G kommen. Dies ist allerdings 100- bis 1000-mal kompakter als jeder Stern und viel kompakter als Sternhaufen.
Modellrechnungen mit Riesensternen, dichten Sternhaufen oder Haufen von Neutronen- sternen oder stellaren Schwarzen Löchern hierzu liefern noch keine klaren Ergebnisse. Oftmals kommt es bei der Entwicklung dieser Objekte zu Instabilitäten.
Wenn solche Konstellationen im Zentrum von jungen Galaxien also durchaus denkbar sind,
ist für viele Astrophysiker die Annahme von Schwarzen Löchern als stabiler Endzustand
im Zentrum älterer aktiver Galaxien noch die konservativste Annahme.
Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten, sich der Beantwortung der Frage nach der Realität von Schwarzen Löchern in Galaxien schrittweise zu nähern.
Auch wenn bisher über die Bestimmung der Massenkompaktheit von Galaxienkernen kein
eindeutiger Beweis für dort sitzende Schwarze Löcher gefunden wurde, so gibt es noch
eine andere Möglichkeit, hierüber Aufschluss zu erhalten.
Diese Herangehensweise geht von der Hypothese aus, dass sich Schwarze Löcher in
Galaxienkernen befinden und untersucht die Frage, wie sich dann die Umgebung von diesen
Schwarzen Löchern verhalten müsste.
Bis in die 60-iger Jahren hatten Relativisten und Astrophysiker den Kollaps von Sternen zu
Schwarzen Löchern noch sehr stark isoliert betrachtet.
Neben der Masse, die über die Gravitationskraft auf die umgebende Materie wirkt, gibt es
noch andere Eigenschaften Schwarzer Löcher, die sich in ihrer Umgebung bemerkbar machen.
Die mathematische Grundlage für rotierende Schwarze Löcher schuf der Neuseeländer
Roy Kerr. Er präsentierte 1963 auf einer Konferenz in Dallas eine Lösung für die
Einsteinschen Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ihre Bedeutung wurde
damals von vielen Astrophysikern noch nicht verstanden, da erst später erkannt wurde, dass
sie rotierende Schwarzer Löcher beschrieb. Eine Ausnahme war Dennis Sciama, der seinen
Schüler Brandon Carter 1964 in Cambridge darauf ansetzte, mit Hilfe von Kerrs Lösung
den Kollaps rotierender Sterne zu untersuchen. Dank dieser Arbeit hatte man Ende der
60-iger ein besseres Verständnis von den Auswirkungen einer rotierenden Bewegung auf
ein Schwarzes Loch.
Der sowjetische Physiker Seldowitsch hatte für Suche nach stellaren Schwarzlochkandidaten
die Empfehlung ausgegeben, Binäre Systeme zu untersuchen. Seldowitsch und
sein jüngere Kollege Nowikow stellten 1964 Überlegungen an, dass sich die gravitative Wirkung des Schwarzen Loches auf seinen Begleiter durch Gasströme bemerkbar machen müsste. Diese Gasströme sollten vom Begleitstern um das Schwarze Loch fließen und auf dessen Rückseite als verdichtete Schockwellen zusammenstoßen. Bei diesem Zusammenprall sollte sich das Gas auf Millionen Grad Kelvin erhitzen und beobachtbare Röntgenstrahlung aussenden.
Eine ähnliche Hypothese wurde im gleichen Jahr von dem New Yorker Astrophysiker Salpeter aufgestellt. Sowohl Seldowitsch als auch Salpeter zogen die Möglichkeit in Betracht,
dass die bis dato noch als Kollapsare bekannten "Schwarzen Löcher" die Energie der Quasare liefern könnten. Ihre Vermutung begründeten sie mit ihrer Berechnung, dass bei der Kollision der Gasströme, die von einem "Schwarzen Loch" angezogenen werden, genug Energie in Form von Strahlung frei werden könnte.
Eine genauere Ausarbeitung der Theorie der Kollision von Gasströmen durch Lyndon-Bell in
Cambridge führte 1969 erstmals auf das Gebilde der "Akkretionsscheibe".
Lyndon-Bell beschrieb die Akkretionsscheibe als eine Verbindung von Gasströmen, die das "Schwarze Loch" in Form einer Scheibe umgibt und spiralförmig auf die Oberfläche des Lochs zuströmt. Aber erst in den 80-iger Jahren verdichteten sich die Hinweise, dass es sich beim leuchtenden Kern des Quasars 3C273 um eine Akkretionsscheibe handeln
könnte. Neben der Akkretionsscheibe gibt es noch ein Kennzeichen in der Umgebung Schwarzer Löcher in Galaxienkernen: Jets. In den 70-ern wurden bei der Beobachtung und in der Theorie der Jetbildung um Schwarze Löcher große Fortschritte erzielt. Darüber soll im nächsten Newsletter berichtet werden.
Literatur:
- K.S. Thorne: "Black Holes and Time Warps: Einstein's Outrageous Legacy", In: "The Common Wealth Fund Book Programme" hrsg.:Lewis Thomas, Bd. 9, 1993
- M. Begelman, M. Rees: "Gravity's Fatal Attraction" Scientific American Library, New York 1996
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ISS Weekly Report: Routinearbeiten an Bord der Raumstation
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von Michael Schumacher | |
An Bord der International Space Station (ISS) verbrachte die sechste Stammbesatzung, die aus Kommandant Kenneth Bowersox, Bordingenieur Nikolai Budarin und National Aeronautics and Space Administration (NASA) ISS Science Officer (SO) Donald Pettit besteht, diese Woche damit, routinemäßige Wartungsarbeiten durchzuführen, die Problembehebung an der Microgravity Science Glovebox (MSG) abzuschließen und die Begutachtung des Äußeren der Raumstation mit Hilfe des Space Station Remote Manipulator System (SSRMS) "Canadarm2" fortzuführen.
Die Woche hindurch arbeitete Pettit zusammen mit Spezialisten des Payload Operations Center (POC) am Marshall Space Flight Center (MSFC) der NASA in Huntsville, Alabama daran, die Problembehebung an der MSG im amerikanischen Laboratory Module "Destiny" abzuschließen. Er schloss alle Verbindungen der MSG wieder erfolgreich an und ersetzte einen fehlerhaften Ventilator. Es war ihm allerdings nicht möglich ein elektrisches Problem zu lösen, das zuerst im November 2002 festgestellt wurde. Über das Wochenende werden die Ingenieure am MSFC ihre Daten überprüfen und den nächsten Schritt festlegen.
Budarin begutachtete über die Woche die Fenster des Service Module "Swjesda", ersetzte Sensoren in diesem Modul, die die Gravitationsbeträge messen, die die Raumstation während Triebwerkszündungen und Kopplungsmanövern erfahren, und maß den Muskelumfang der gesamten sechsten Stammbesatzung als Teil eines russischen Medizinexperimentes, das untersucht, wie sich der Körper an das Leben im Weltraum über eine lange Zeitspanne anpasst.
Am Donnerstag, dem 13. März 2003 benutzten Bowersox und Budarin die Kameras an "Canadarm2", um die Begutachtung der Integrated Truss Structure (ITS) Starboard 1 (S1) fortzuführen. Dort inspizierten sie die Wärmeschutzabdeckungen der Ventile am Radiator. Außerdem begutachteten sie die Wärmeschutzabdeckungen um das Sichtqualitätsfenster in der Unterseite von "Destiny" herum, das zu Anfertigung von Fotografien der Erde benutzt wird sowie die Luke, die es bedeckt, wenn es nicht in Gebrauch ist.
Außerdem wurde die Erdorbithöhe der Raumstation diese Woche am Mittwoch, dem 12. März 2003 und am Donnerstag, dem 14. Mai 2003 durch eine Zündung der Triebwerke des unbemannten Versorgungsraumschiffes Progress M-47 um fast drei Kilometer angehoben.
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Surftipp: Spaceobserver
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von Clemens Mach | |
Der Surftipp dieses Newsletters handelt von einer privaten Homepage. www.spaceobserver.de.vu
Isabell Daul und Volker Vogelsberg haben sich die Mühe gemacht, eine Page mit dem Thema Weltraum zu veröffentlichen. Hauptrubriken, zu denen man einige Texte lesen kann, sind u.a. das Sonnensystem, Raumstationen und unsere Erde mit seinem Trabanten.
Des weiteren kann man einen Newsletter abonnieren, welcher monatlich erscheint. Auch Umfragen, ein Gästebuch und ein Forum sind auf dieser Homepage zu finden.
Wer nun Lust bekommen hat, sich diese Seite einmal anzusehen, braucht nur hier zu klicken.
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InDetail: In Situ
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von David Langkamp | |
"In Situ" bedeutet soviel wie "vor Ort". In der Raumfahrt wird es im Kontext einer Marsmission für die Treibstoffproduktion "vor Ort" angewendet.
Zur Rückkehr einer bemannte Marscrew wäre eine große Menge Treibstoff nötig. Wollte man diesen von der Erde aus mitnehmen, würde sich die Startmasse erheblich erhöhen.
Eine Lösung dieses Problems ist die Treibstoffproduktion vor Ort. Ein chemischer Reaktor könnte aus dem Kohlendioxid der Marsatmosphäre und Wasserstoff ein Treibstoffgemisch für den Rückflug erzeugen. Die dazu notwendigen chemischen Prozesse sind auf der Erde bereits lange erforscht. Inzwischen ist die "In Situ" Treibstoffproduktion wesentlicher Bestandteil vieler Konzepte für eine bemannte Marsmission. Bei einer Mars Sample Return Mission - einer Robotermission mit dem Ziel Marsgestein zur Erde zu bringen - könnte diese Technologie erstmals zur Anwendung kommen.
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"In Space Magazin" #068 ISSN 1684-7407
Erscheinungsdatum:
15. März 2003
Auflage: 1030 Exemplare
Chefredaktion:
Karl Urban
Supervising:
Lorenz Ulrich
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Redaktion:
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Britta Hermes
Birger Böning
Tilman Kaiser
Raphael Kallensee
Clemens Mach
Sebastian Mateja
Dominik Mayer
Thomas Pallmann
Dominik Puckert
Sabine Rossburg
Franz Schmied
Michael Schumacher
Michael Stein
Mark Weimar
Lorenz Zistler
Freie Mitarbeiter:
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Meik Lampmann - Space-Weltraum.de
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