InSpace Magazin #088 vom 02. August 2003

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Raumfahrer.net

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Das Email-Magazin von Raumfahrer.net.   

 

"In Space" Magazin

Ausgabe #088
ISSN 1684-7407


> Updates:
Updates / Umfrage

> News:
Nachrichten der Woche

> HotSpot:
Das chinesische Kosmodrom Jiuquan

> Special:
Einladung: Space Generation Congress 2003

> Space Focus:
A 300 Null – G - Ein leistungsstarkes Werkzeug für Parabelflüge

> ISS Weekly Report:
1.000 Tage bemannter Betrieb

> Surftipp:
RPIF

> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
 

      Intro von Mark Weimar

Verehrte Leserinnen und Leser,
 
gestern haben mein Kollege Karl Urabn und ich mit unserem Ex-Astronomie-Lehrer einen Beobachtungsabend veranstaltet. Da wir mitten in unserer schönen Lichtverschmutzten Hauptstadt beobachtet haben, konnten wir leider nicht sehr viel. Hier und da ein Doppelstern sonst nichts. Doch auf dem nachhause Weg haben wir angehalten um uns ein Feuerwekr anzuschauen. Und wie der Zufall es will entdecken wir Mars.
Damit hatte sich der Abend wenigstens ein kleines bisschen gelohnt.
Felix Korsch informiert Sie in unserem heutigen HotSpot über das erste chinsische Kosmodrom, von dem vermutlich bald die ersten chinesischen Raumfahrer ins All starten werden. Raumfahrer.net wird Sie in näherer Zukunft umfassender über die chinesische Raumfahrt informieren.

Viel Spaß bei unserer heutigen Ausgabe wünscht ihnen
 

            Mark Weimar

 
 

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      Updates / Umfrage


» marsexpress.raumfahrer.net
Europas erste Mission zum Roten Planeten ist sogleich eine sehr aufwändige. Neben dem Orbiter ist auch das Landefahrzeug Beagle 2 mit auf der Reise. Wir informieren Sie ständig über den aktuellsten Stand der Mission.

» mars2003.raumfahrer.net
Raumfahrer.net hat eine Sonderseite zum neusten Marsprojekt der NASA gestartet: In wenigen Monaten sollen zwei baugleiche Rover zum Roten Planeten starten. Auf der Seite finden Sie neben Artikeln zu den Landern immer aktuelle Statusreports.

» radio.raumfahrer.net
Sie können sich die aktuelle Sendung des Raumfahrer.net-Webradions InSound (Länge: 22.33 Minuten) noch immer direkt aus dem Internet anhören oder die Datei der Sendung downloaden.

» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.

 
 

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      News

Streit zwischen der russischen Weltraumagentur und den USA <mehr>
ISS: 1000 Tage bemannt, wie lange noch? <mehr>
Boeing für Industriespionage bestraft <mehr>
Zweiter Meteoritenfund bei Neuschwanstein <mehr>
Weltweiter Marstag im August <mehr>
X-43A fliegt bald wieder <mehr>
Mars in ungewohnter Nähe <mehr>
ISS-Unterrichtspaket für Schüler bis 15 Jahre <mehr>
Planetenjagd bekommt großen Auftrieb <mehr>
ESA-Observatorium ISO erreicht 1000-Artikel-Marke <mehr>
Trägerrakete für Pluto-Sonde gebucht <mehr>
China: in hundert Tagen im All <mehr>



» Streit zwischen der russischen Weltraumagentur und den USA
01. August 2003 - Ein oberer russischer Beamter flog am Freitag in die Vereinigten Staaten, um eine Beschwerde wegen eines Visums abzugeben.
Die US-Botschaft in Moskau sagte zu der Beschwerde, dass sie sehr eng mit der russischen Raumfahrtagentur zusammengearbeitet habe, um sicherzustellen, dass die Repräsentanten, an den am Samstag stattfindenden Sitzungen, teilnehmen können.

"Das Visum wurde herausgegeben und der Repräsentant reist heute ab", so die US-Botschaft.

Sergei Gorbunov, Pressesprecher der russischen Raumfahrtagentur, Alexander Medvedchikov, Direktor der Raumfahrtagentur und Alexei Krasnov hatten im Juni ihre Visa beantragt, um in die USA einreisen zu können. Am Donnerstag mussten sie jedoch ihre Flugtickets wieder zurückgeben, da die beantragten Visa immer noch in Arbeit waren.

Gorbunov erklärte am Freitag, dass Krasnov sein Visum, sowie ein neues Flugticket, erhalten habe. Die Pläne von Medvedchikos änderten sich in der Zwischenzeit und so entschied er sich, nicht in die Vereinigten Staaten zu reisen.

Pressesprecher Gorbunv sagte am Freitag, das die russische Weltraumagentur Rosaviakosmos leicht verstimmt war, über das Verhalten der US-Botschaft bei der Beantragung der Visums.
"Das ganze war eine unangenehme Sache", so Gorbunov.
(Meik Lampmann - Quelle: cnn.com)


» ISS: 1000 Tage bemannt, wie lange noch?
31. Juli 2003 - Die an der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligten Staaten trafen sich am vergangenden Mittwoch, um den aktuellen Status der Station zu besprechen.
Zu den Ländern gehören die USA, Europa, Russland, Kanada und Japan. Das Treffen fand in Monterey im US-Bundesstaat Kalifornien statt.
Zeitgleich mit der Konferenz verbrachte die ISS ihren 1000. Tag in ständiger Bemannung im All. Dies stellten die Teilnehmer als herausragenden Meilenstein beim Aufbau des Großprojekts während eines Live-Telefonats mit der Expedition Seven Crew heraus. Die Crew besteht derzeit aus dem russischen Kosmonauten und Commander Yuri Malenchenko und dem NASA-Wissenschaftsoffizier Ed Lu.
Die Leiter der NASA machten einleitend auf die Pläne zur Wiederaufnahme der amerikanischen Space Shuttle-Flüge aufmerksam. Sie stimmten darin überein, dass der Aktionsplan zum Aufbau der ISS, der erst im Dezember 2002 verabschiedet worden war, überarbeitet werden müsse. Mitte Oktober wird sich das Gremium in Moskau erneut treffen, wenn die Pläne zur Wiederaufnahme der Shuttlefluge ausgereift sind.
Die NASA würdigte bei dem Treffen die großen Anstrengungen der anderen Partner, insbesondere der russischen Weltraumagentur (Russian Aviation and Space Agency), für die weitere Unterstützung einer Besatzung am Bord der Station.
Seit dem tragischen Columbia-Absturz am 1. Februar 2003 konnten keine Versorgungs- und Aufbauflüge der Space Shuttles mehr durchgeführt werden, da alle Starts bis auf weiteres abgesagt worden waren. Seitdem wird die Versorgung der Besatzung allein durch russische Raumschiffe vorgenommen.
(Karl Urban - Quelle: NASA)


» Boeing für Industriespionage bestraft
29. Juli 2003 - Die amerikanische Luftwaffe sanktioniert Industriespionage von Boeing gegen seinen Konkurrenten Lockheed Martin mit dem Entzug mehrerer Aufträge für die neue Delta IV-Trägerrakete.
Die US-Luftwaffe hatte 1995 vier Unternehmen mit der Entwicklung modularer Trägersysteme für mittlere und schwere Satelliten beauftragt, die auf bestehenden Systemen aufbauen und mindestens 25 Prozent geringere Kosten für einen Satellitenstart ermöglichen sollten. Im Rahmen dieses so genannten "Evolved Expendable Launch Vehicle (EELV)"-Programms blieben schließlich die beiden Unternehmen Boeing und Lockheed Martin übrig, und ihre aus dem EELV-Programm resultierenden Neuentwicklungen Delta IV beziehungsweise Atlas V haben beide im letzten Jahr erfolgreich ihre Jungfernflüge absolviert.
 
Bestandteil des Entwicklungsprogramms war die gleichzeitige Vergabe von insgesamt 26 Aufträgen für Starts von staatlichen (meist militärischen) Satelliten. Hiervon erhielt Boeing 19 und Lockheed Martin sieben Aufträge.
 
Nun hat die amerikanische Luftwaffe in einer Pressemeldung bekanntgegeben, dass Boeing ein Teil dieser Aufträge für Satellitenstarts als Sanktion für die Industriespionage gegen Lockheed Martin entzogen worden sind. Offensichtlich hatte sich Boeing im Vorfeld der Entscheidung über die Auftragnehmer des EELV-Programms 1998 illegal Unterlagen des Konkurrenten Lockheed Martin verschafft, was von Boeing auch eingestanden worden ist.
 
Die Sanktion für dieses Fehlverhalten besteht in dem Entzug von sieben Startaufträgen, so dass Boeing nun nur noch 12, Lockheed Martin hingegen 14 Satelliten der ersten Auftragstranche starten wird. Weiterhin wird Boeing auch bei der Vergabe von drei Satellitenstarts der zweiten Tranche keine Berücksichtigung finden.
 
Die Sanktionen gegen Boeing beinhalten noch eine weitere Entscheidung. Während ursprünglich nur Boeing die Errichtung einer zweiten Startanlage für ihre Delta IV-Trägersysteme auf dem Gelände des Luftwaffenstützpunkts Vandenberg in Kalifornien genehmigt worden war (während sowohl Boeing wie auch Lockheed Martin neue Startanlagen in Cape Canaveral errichten konnten), wird dies nun auch Lockheed Martin ermöglicht. Da nur von Vandenberg aus Satelliten mit polaren Umlaufbahnen gestartet werden können entfällt durch diese Entscheidung auch das Monopol der Delta IV für solche Missionen.
 
Insgesamt also ein herber Schlag für Boeing, der sicherlich den durch die Auftraggeber gewünschten "Lerneffekt" für das Unternehmen zur Folge haben dürfte. Der Vorstandsvorsitzende von Boeing, Phil Condit, kommentierte die Entscheidung der US-Luftwaffe wie folgt: "Wir sind sehr enttäuscht über die Umstände, die die Entscheidung unseres Kunden herbeigeführt haben, doch wir verstehen die Position der US-Air Force, dass unethisches Verhalten nicht toleriert wird. Wir bedauern unsere Aktionen."
(Michael Stein - Quelle: US Air Force)


» Zweiter Meteoritenfund bei Neuschwanstein
29. Juli 2003 - Der kosmische Brocken ist Teil des Meteors vom 6. April 2002. Kameras des DLR-Feuerkugelnetzes gaben Hinweise auf die Einschlagstelle und Planetenforscher des DLR berechneten draufhin das Einschlagsgebiet bis auf einen Kilometer genau.
Berlin/Köln - Aufgrund präziser Berechnungen deutscher Planetenforscher konnte ein weiterer Meteorit in Süddeutschland gefunden werden. Der aus dem Weltraum stammende Körper ist etwa faustgroß, wiegt 1,63 Kilogramm und hat inzwischen Rostflecken. Das wissenschaftlich wertvolle extraterrestrische Stück ist Teil des großen, etwa 300 Kilogramm schweren Himmelskörpers, der am 6. April 2002 über dem südlichen Bayern mit einem lauten Donnerschlag und weithin sichtbar als Feuerkugel in die Erdatmosphäre eindrang. Da dieses Ereignis von mehreren Spezial-Kameras des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Westeuropa fotografiert wurde, konnte das Einschlagsgebiet relativ genau berechnet werden. Bereits im Frühjahr 2002 lösten die DLR-Forscher eine systematische Suche nach Meteoritenstücken aus, in deren Folge am 14. Juli 2002 das erste Teilstück gefunden wurde. Es wurde auf den Namen "Neuschwanstein" getauft, da sein Fundort nur sechs Kilometer entfernt von dem bekannten süddeutschen Schloss lag.
Nach Berechnungen der DLR-Planetenforscher mussten von den ursprünglich 300 Kilogramm des Meteors mehrere Fragmente - insgesamt etwa 20 Kilogramm - den Absturz überstanden und den Boden erreicht haben. Die Einschlagstelle der Hauptmasse des Meteoriten konnte auf ein Gebiet von etwa einem Quadratkilometer eingegrenzt werden; sie liegt in Süddeutschland in der Nähe von Füssen, östlich von Hohenschwangau, in gebirgigem und schwer zugänglichem Gelände.
Das neue Meteoritenfundstück, sozusagen ein "Neuschwanstein-Zwilling", schlug etwa ein Kilometer östlich vom vorhergesagten Zielpunkt der Hauptmasse des Meteoriten ein. Es wurde am 27. Mai 2003 von zwei jungen Männern aus Oberbayern entdeckt, die mehrere Wochen im Zielgebiet mit der Suche nach Meteoritentrümmern verbracht hatten.
Das gefundene Teilstück prallte wahrscheinlich mit hoher Geschwindigkeit, etwa 250 km/h, auf die Erdoberfläche und drang in den Untergrund ein. Es musste aus einer fünf Zentimeter tiefen Mulde geborgen werden. Da das Meteoritenstück mehr als ein Jahr im feuchten Bergwaldboden lag, hat das Fundstück inzwischen rostige Flecken, was auf eisenhaltiges Material hindeutet, wie beim ersten Fundstück bereits festgestellt wurde. Die DLR-Planetenforscher aus Berlin-Adlershof wollen das extraterrestrische Fundstück nun chemisch und petrologisch, also gesteinskundlich, mit dem zuvor aufgefundenen Meteoritenteilstück "Neuschwanstein" vergleichen.
Erste Untersuchungen, die bereits am Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik durchgeführt wurden, ergaben zweifelsfrei, dass beide Fundstücke verwandt sind und dass beide von dem Meteoreinschlag des 6. April 2002 stammen. Die räumliche Nähe beider Fundstellen bestätigt, dass die Flugbahnen der Meteor-Fragmente korrekt berechnet wurden. Die DLR-Forscher sind zuversichtlich, auch die Hauptmasse des Meteoriten auffinden zu können. Sie wird auf etwa sieben bis zehn Kilogramm geschätzt.
Mittlerweile sind die wissenschaftlichen Arbeiten am Neuschwanstein-Meteoriten, der vor über einem Jahr gefunden wurde, vorläufig abgeschlossen. Das extraterrestrische Fundstück kann nun im Rieskrater-Museum Nördlingen besichtigt werden.
(Dominik Mayer - Quelle: DLR)


» Weltweiter Marstag im August
29. Juli 2003 - Die dichteste Annäherung des Mars an die Erde seit 50.000 Jahren nutzt die Planetary Society für ein weltweites Programm rund um den Roten Planeten.
Am 27. August 2003 um 11.46.18 Uhr (MESZ) befindet sich der Mars näher an der Erde, als er es in den letzten 50.000 Jahren war. Während dieser Annäherung wird Mars in seiner schönen Farbe für jeden sichtbar sein, der an den nächtlichen Himmel guckt. Und da er so dicht ist, können auch Raumfahrzeuge sehr schnell zu ihm gelangen.
Um viele Menschen für dieses Ereignis zu begeistern, plant die Planetary Society den Mars Watch 2003, eine Serie von Veranstaltungen auf der ganzen Welt, mit Sternenparties, Science Fiction-Filmfestivals, Marsgesprächen und mehr.
Eine Liste der Ereignisse auf der Welt, wie sie nach dem momentanen Planungsstand stattfinden sollen, finden Sie hier. In Deutschland findet am 29. August im Nicolaus-Kopernikus-Planetarium in Nürnberg ein abendfüllendes Programm zum Mars statt. Über weitere Ereignisse hält Raumfahrer.net Sie natürlich auf dem Laufenden.
(Karl Urban - Quelle: Planetary Society)


» X-43A fliegt bald wieder
28. Juli 2003 - Der Absturz des innovativen Luft- und Raumfahrzeugs X-43A ist nun aufgeklärt - und die Entwicklung der Scramjet-Technologie könnte bald weitergehen.
Die Untersuchungskommission der NASA zum Verlust des experimentellen Testvehikels X-43A am 2. Juni 2001 legte nun ihren Bericht vor, wie die NASA am vergangenen Mittwoch berichtete. Der Bericht geht davon aus, dass kein einzelner Faktor für den Absturz des Testfahrzeugs verantwortlich war. Viel mehr sei das komplette Konzept des Kontrollsystems in unterschiedlichen Bereichen fehlerhaft. Dies führte zu einer Überbewertung der Grenzen des Systems.
Das Hyper-X-Programm der NASA entwickelt ein "Luft-atmendes" Triebwerk, das bessere Leistungen für zukünftige Luft- und wiederverwendbare Raumfahrzeuge bieten soll. Innerhalb des X-43A-Testprogramms sollten drei, etwa vier Meter lange, unbemannte Flugzeuge jeweils etwa mit der zehnfachen Schallgeschwindigkeit fliegen, um die sogenannte scramjet-Technologie zu demonstrieren. Der Absturz passierte bereits während des ersten von drei geplanten Flügen.
Zum Start wurde das X-43A an die Spitze einer modifizierten Pegasus Rakete montiert, die von einem modifizierten B52-Bomber der NASA gestartet wurde. 27 Minuten nach dem Abheben, in einer Höhe von 7.300 Metern, wurde die Pegasus abgesetzt. Der Feststoffantrieb wurde nach 5,2 Sekunden gezündet. Acht Sekunden später begann das Vehikel sein geplantes Manöver, in einer Höhe von etwa 29 Kilometern.
Einige Sekunden später registrierte X-43A eine Kontrollanomalie in Form einer Schwingung. Genau 13,5 Sekunden nach dem Ausklinken in einer Höhe von etwa 6.700 Metern wurde der Steuerbordflügel strukturell überlastet. Der Verlust der Kontrolle brachte das Flugzeug von seiner geplanten Bahn ab und wurde 48,6 Sekunden nach dem Ausklinken zerstört.
"Ich möchte der Untersuchungskommission für ihre ausführliche Einschätzung danken", sagte Dr. Victor Lebacqz, Associate Administrator des Büros für Luftfahrttechnologie der NASA. "Die Erkenntnisse und Empfehlungen der Kommission werden unsere Aussichten auf einen zweiten erfolgreichen Start sehr vergrößern."
Neun Kapitel des elf Kapitel starken Untersuchungsberichts sind der Öffentlichkeit zugänglich. Kapitel neun und zehn enthalten Daten, die aufgrund von Bestimmungen der US Exportkontrolle und dem Schutz von Industrie-eigenen Informationen zurückgehalten werden bzw. die für weitere Entscheidungen bedeutend sein könnten. Der Bericht findet sich hier.
 
Mehr über die Geschichte und Technologie der Scramjet-Triebwerke können Sie in unserem Artikel über Hyperschall-Triebwerke erfahren.
(Karl Urban - Quelle: NASA)


» Mars in ungewohnter Nähe
27. Juli 2003 - Die nächsten Wochen ist der rote Planet dank einer seltenen Konstellation schon mit bloßem Auge zu erkennen.
Der rote Planet zum Greifen nahe: In nächster Zeit erleuchtet der Mars unseren Himmel mehr als die gewohnten Sterne, und ist für jedermann einfach zu beobachten. Raumfahrer und Planetenforscher nutzen die günstige Konstellation, die so genannte Mars-Opposition, für einen raschen Abstecher zum Nachbarplaneten und für Amateur-Sternengucker werden die kommenden Nächte länger als üblich. Denn durch die verkürzte Distanz wird sich der Rote Planet für ein auffälliges Leuchten am Nachthimmel sorgen, das für jedermann erkennbar ist, somal das Wetter mitspielt. Per Fernrohr werden zumindest die großen Oberflächenstrukturen des Mars erkennbar sein.
Jahr 57.618 vor Christus war die letzte Konstellation, die der jetztigen ähnelt. Am 27. August soll die geringste Marsentfernung erreicht sein, sodass der Mars zur der Zeit sein intensivestes Leuten am Nachthimmeln erstrahlen lässt. Am Perihel, d.h. dem sonnennächten Punkt, wird der Mars eine Distanz von 55,76 Mio km zur Erde haben, welche normal etwa 70 Mio km beträgt. Diese Nähe unserer Planeten wird nach Berechnungen von Wissenschaftlern erst in rund 300 Jahren wieder zu Stande kommen.
Die Sternbilder Wassermann und Steinbock sollen Orientierungshilfen für das Entdecken des roten Planeten sein. Auf dieser Seite finden Sie die Beobachtungszeiten der Planeten, darunter auch Mars.
(Dominik Puckert - Quelle: dho)


» ISS-Unterrichtspaket für Schüler bis 15 Jahre
27. Juli 2003 - Die ESA für alle Mitgliedstaaten ein Unterrichtspaket veröffentlichen, dass speziell für Schulen entwickelt wurde.
Im Herbst dieses Jahres wird die ESA ein neues Unterrichtspaket über die internationale Raumstation ISS herausbringen, das sich speziell für Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren eignet. Als Lehrer können Sie jetzt ein kostenloses Paket anfordern und haben zudem die Chance, an Ihrer Schule eine entsprechende Präsentationsveranstaltung auszurichten. Das neue ISS-Unterrichtspaket wurde in Zusammenarbeit mit Pädagogen entwickelt und Anfang 2003 erstmals in einer Pilotserie getestet. Ausgehend vom Feedback dieses Pilotprojekts wurde das Paket weiter verbessert und befindet sich momentan in der Massenproduktion.
Insgesamt werden 40.000 Exemplare in 11 Sprachen produziert, die wir später an interessierte Lehrkräfte in allen 15 ESA-Mitgliedsstaaten verschicken wollen. Das Unterrichtspaket richtet sich speziell an Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, die Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren unterrichten (ISCED-Stufe 2).
Um das neue Unterrichtspaket in der Öffentlichkeit vorzustellen, werden wir gegen Ende des Jahres mehrere Präsentationsveranstaltungen in ganz Europa abhalten. Als "Zugpferde" für die Öffentlichkeitswerbung haben wir dabei auch die ESA-Astronauten eingespannt. Den Anfang macht Pedro Duque, der nach seiner Sojus-Mission zur ISS im Oktober Spanien bereisen wird.
Wenn Sie sich mit Ihrer Schule als Ort für eine solche Veranstaltung (eventuell verbunden mit dem Besuch eines Astronauten) bewerben möchten, fordern Sie einfach ein Exemplar des Unterrichtspakets an und teilen uns mit, warum sich gerade Ihre Schule ideal eignen würde. Paketinhalt In fünf Kapiteln werden verschiedene Aspekte der ISS erläutert, so zum Beispiel ihr Konzept und Einsatzzweck, ihr Bau, das Leben und die Arbeit an Bord sowie der Ablauf zukünftiger Missionen.
Außerdem enthält das Paket weiterführende fächerübergreifende Aufgaben, einen Lehrerleitfaden, farbige Overhead-Folien und eine CD. Die einzelnen Module eignen sich für den Unterricht in der Klasse, als Unterstützungsmaterial für Gruppenarbeiten, als Hausaufgaben oder einfach zum Kopieren und Weitergeben an die Schüler.
Wenn Sie ein kostenloses ISS-Unterrichtspaket für Ihre Schule erhalten möchten, so füllen Sie bitte das entsprechende Anforderungsformular aus und schicken es als E-Mail-Anlage zurück educationkit@esa.int.
(Dominik Puckert - Quelle: ESA)


» Planetenjagd bekommt großen Auftrieb
27. Juli 2003 - Durch Astronomen wurden bereits über hundert extrasolare Planeten entdeckt, doch ein erdähnlicher Planet befindet sich darunter nicht. Dies könnte sich mit der Space Interferometry Mission ändern.
Vielen Dank an Sven Piper von Extrasolar-Planets.com für die Bereitstellung dieser Meldung.
Planeten die andere Sterne umkreisen sind einfach zu dunkel um sie direkt zu beobachten, doch gibt unterschiedliche Methode sie indirekt nachzuweisen. Eine dieser Methode ist das aufspüren von kleinen Gravitationsbedingten „wackeln“ der Sterne, ausgelöst durch einen Planeten der nach dem Gesetz der gegenseitigen Massenanziehung mit seinem Gravitationskräften an dem Stern zieht.
Doch sind die Abweichungen minimal und werden zusätzlich durch die Große Entfernungen erschwert. Um das wackeln eines Sterns, ausgelöst durch einen erdähnlichen Planeten, festzustellen müssten die Messinstrumente unglaublich Empfindsam sein.
Als Beispiel zur Verdeutlichung der Problematik: Wenn ein Astronaut auf dem Mond stehen würde und den kleinen Finger bewegen würde, ist es unmöglich dies von der Erde zu beobachten. Bis jetzt. Denn nach sechs Jahren haben Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory der NASA einen Weg gefunden.
Durch subatomare Messungen, die vorerst nur in einer Vakuum versiegelten Kammer mit der Bezeichnung Microarcsecond Metrology Testbed stattfinden, glauben die Ingenieure mit nie erreichter Genauigkeit die Bewegungen eines Sterns verfolgen zu können.
Das Testbett, welches einem kleinen silbernen U-Boot ähnelt ist voll gestopft mit Spiegeln, Lasern, Linsen und anderen optischen Komponenten. Und da kleine Luftbewegungen die Messungen stören könnten, ist die gesamte Luft aus der Kammer herausgepumpt worden.
All das gehört zu einem revolutionären Weltraumteleskop bekannt als Space Interferometry Mission. Der Start dieser Mission ist für das Jahr 2009 geplant und angelegt ist die Mission für 5 Jahre. Ein Ziel dieser Mission ist die erste akkurate „Straßenkarte“ der Milchstraße.
(Raumfahrer.net Redaktion - Quelle: NASA)



 
 

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      HotSpot: Das chinesische Kosmodrom Jiuquan von Felix Korsch 

China verfügt neben einer eindrucksvollen Raketentechnik auch über eine moderne Infrastruktur, wenn es um Weltraumstarts geht.

Besondere Bedeutung erhält hierbei das Startgelände nahe Jiuquan, offiziell bezeichnet als Jiuquan Satellite Launch Centre. Enstanden als militärisches Testgelände ist Jiuquan heute nicht nur das älteste, sondern auch das wichtigste Kosmodrom der Volksrepublik. Seit 1992 erfolgt ein andauernder Umbau, um die mit dem Shenzhou-Programm aufkommenden neuen Ansprüche zu erfüllen. Das JSLC liegt im Nord-Westen Chinas, genauer in der Provinz Gansu, rund 200 Kilometer nordöstlich der Stadt Jiuquan, welche dem Startplatz ihren Namen verlieh. Auf Grund ihres betont militärischen Charakters existieren bislang nicht viele Daten über Jiuquan. So verwundert es denn nicht, wenn seitens der Chinesen von "Basis Nr. 20", "Shuang Cheng Tzu, Nord 51/s" oder "Lanzhou Nr. 27" die Rede ist, während man von ein und dem selben Objekt, dem JSLC spricht.

Am 1. Juni des Jahres 1956 begann der Bau des Kosmodrom, nachdem nur kurz zuvor die chinesische Staatsführung ein eigenes Raumfahrtprogramm offiziell beschloss. Dem Startgelände kam dabei vor allem strategische Bedeutung zu. Notwendig wurde es, nachdem China Ende der 50er von der Sowjetunion Baupläne für ihre R-2-Rakete erhielt, eine Weiterentwicklung der deutschen A4, bekannt geworden als V-2. Am 1. September 1960 konnte dann von hier aus der erste Start einer R-2 erfolgen. Damals existierte auf dem Gelände nicht viel mehr als ein Startpodest, eine Montagehalle, einige Kasernen sowie Lagerstätten für Treibstoffe. Es folgten eine Reihe weiterer Starts modifizierter Raketen des Typs R-2, welche bereits im Rahmen des Projekts 1059 unter eigenem Label "Dong Feng-1" ("Ostwind") geführt wurde. Nach dem Bruch mit der Sowjetunion war man vor allem bemüht, die erworbene Technik militärtauglich zu machen.

Kein Wunder also, als am 27. Oktober 1966 eine modifizierte DF-2(A) mit einem Nuklearsprengkörper an der Spitze abgefeuert wurde. Diese Rakete war der russischen R-5 zumindest äußerlich täuschend echt nachempfunden. Über die Jahre wurde Jiuquan intensiv für Militärzwecke genutzt. Testflüge von Kurz- und Mittelstreckenraketen sowie ballistischen Interkontinentalraketen erfolgten von hier aus. Bereits am 21. März 1962 sollte die DF-2 ihr Können unter Beweis stellen, doch der Start endete in einem Desaster. Auch dem Westen blieben die Bemühungen Chinas nicht völlig verborgen, weswegen die einsetzende Stagnation vor allem auf das Ausbleiben technischer Unterstützung aus der Sowjetunion geschoben wurde. Bis 1964 dauerte die völlige Neukonstruktion der DF-2 an, denn in den einsetzen Untersuchungen hatten sich gravierende Mängel an der angeblichen Eigenentwicklung offenbart.

Schon bald geriet das gesamte chinesische Raumfahrtprogramm und damit auch der Status Jiuquans ins Wanken, als 1966 die Kulturrevolution einsetze und viele gute Raketenwissenschaftler aus den verantwortlichen Konstruktionsbüros entfernte. Dennoch erlebte die CZ-1 am 10. Januar 1970 ihre Premiere und konnte am 24. April den Satelliten Dong Fang Hong-1 (DFH-1) - "Der Osten ist rot" - als ersten chinesischen Satelliten überhaupt ins All bringen. Auch dieser Start des "Mao-Satelliten" erfolgte von Jiuquan aus. Die CZ-1 war in Wirklichkeit eine militärische Entwicklung, nämlich die orbitale Variante der DF-4, welche selbst erst 1976 ihren Erststart im militärischen Rahmen erlebte.

Es folgten eine Reihe weiterer Weltraumstarts. Zu erwähnen ist vor allem der erste Wissenschaftssatellit Shi Jian 1 ("Anwendung") am 3. März 1971, welcher ebenfalls durch eine CZ-1 in einen niedrigen Erdorbit gelangte. Bis 1974 wurde die CZ-2 sowie die eigentlich völlig unsinnige Parallelentwicklung Feng Bao-1 entwickelt und erlebten einen unsanften Anfang, wobei beide Startversuche missglückten. Immerhin rappelte man sich wiederauf und es war wieder Jiuquan, von wo aus am 26. November 1975 zum ersten Mal eine chinesische Nutzlast ins All geschossen und sicher zurückgeführt wurde. Die Startanlage blieb für lange Zeit geheimnisumwittert und in seiner Funktion trotzdem das Rückgrat der chinesischen Raumfahrt.

Diesen Eindruck mögen Spezialisten der NASA im Jahre 1979 wohl so gar nicht geteilt haben. Ihnen bot sich ein recht verwahrloster Einblick, die Rede war sogar von der "Steinzeit der Astronautik". Zu sehen bekamen sie ein einfaches, nicht feuerfestes Montagegebäude, einfachste Startpodeste ähnlich den sowjetischen Systemen zu Beginn der 50er, und Baracken, die als Servicegebäude herhalten mussten. Treibstoffe lagerten teilweise in Kanisteranlagen unter der prallen Sonne und empfindliche Raketentechnik war vielfach den im Gebiet der Wüste Gobi häufig auftretenden Sandstürme ausgesetzt. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu bemerken, dass eine eigenständige Militäreinheit existiert, nur, um das Gelände regelmäßig von einwehendem Wind zu säubern. In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat sich in Jiuquan natürlich einiges getan.

Der Zusammenhang von Jiuquan mit einem geplanten bemannten Start zeichnete sich 1996 ab. Nach der - erfolgreichen - 17. Start einer CZ-2 am 20. Oktober des Jahres mehrten sich Gerüchte, auf dem Kosmodrom liefen umfangreiche Umbauarbeiten, um einen bemannten Start zu vollführen. Der französische Erderkundunkssatellit Spot-2 konnte dieses Treiben auf dem Gelände bestätigen. Russische wie amerikanische Aufklärungsdaten verzeichneten derartige Abeiten bereits im Herbst 1992. Nachdem China in den kommerziellen Markt der Satellitenstarts einstieg und hierfür zunächst Ende der 80er und Anfang der 90er Jiuquan als Startzentrum zur Verfügung stellte, wurden neue Starts zunehmend auf andere Kosmodrome, namentlich Xichang und Taiyuan verlegt.

In der Tat fanden diese Umbauten statt und ab 1999 ergänzte ein neues "Südzentrum" (SL4) das bisherige Kosmodrom (fortan "Nordzentrum"). Die neuen Anlagen dienten fortan als Startplätze der schwereren Trägerraketen CZ-2E und CZ-2F, wobei letztere bekanntlich als Träger der Shenzhou-Kapseln fungiert. Hauptbeweggrund für den Ausbau wid vor allem der Gedanke gewesen sein, dass für bemannte Starts höhere Sicherheitsstandards gelten müssen. Entsprechend unterscheiden sich die neuen Startanlagen schon rein optisch - Startturm und mobiles Launchpad - von den bisher verwendeten Systemen. Rund 1,5 Kilometer vom Startpult entfernt befindet sich ein großes zweigeteiltes Montagegebäude (BLS, Projektname 920-520), ähnlich dem VAB des Kennedy Space Centers. Das 81,6 Meter hohe, 26,8 Meter breite und 28 Meter lange Gebäude dient der Montage der Trägerrakete, wobei - so deutet es das vorhandene Bildmaterial an - auch zwei Raketen gleichzeitig startfertig gemacht werden können; dies ist Grundvoraussetzung für Rendezvous-Missionen.

Ein Novum ist freilich die mobile Startrampe nach Vorbild der europäischen Ariane-Systeme die Trägerrakete auf einem Schienensystem zum Startplatz bringt. Das 25 Tonnen schwere Fahrzeug mit Abmessungen von 24,4 x 21,7 x 8,4 Meter legt dabei bis zu 28 Meter in der Minute zurück. Bisher wurden die chinesischen Träger stets am Startort selbst montiert, was auch Gefahren, vor allem wegen der toxischen Treibstoffe, mit sich bringt. Das moderne, explosionsfeste Montagegebäude erscheint optisch absolut überdimensioniert für die Zwecker des Zusammenbaus der "nur" rund 62 Meter hohen CZ-2F. Denkbar ist hier eine langfristige Nutzung auch für Nachfolgeprogramme. Die Ähnlichkeit zum VAB der Amerikaner suggeriert gar die angedachte Fähigkeit, einen Raumgleiter zu beherbergen. Doch dies ist - erst recht nach der offiziellen Streichung des entsprechenden Projekts - rein spekulativ. Aktuell umfasst das gesamte Kosmodrom eine Fläche von 5000 km², rund die Hälfte des russischen Pendants Baikonur.

Derzeit plant man in China, auf der Insel Hainandao ein neues, zentral gelegenes Kosmodrom nahe dem Äquator zu errichten. Hintergrund ist der alternde Zustand aller Startzentren (Jiuquan, Xichang und Taiyuan). Nach Angaben des stellvertretenden Generaldirektors der Chinesischen Akademie für kosmiosche Transporttechnologien gestalten sich die Kosten für die Modernisierung alles bestehenden Zentren wesentlich höher als für den Bau einer komplett neuen Anlage. Diese läge mit 18° nördlicher Breite recht nahe am Äquator (immerhin 10° näher als Cape Canaveral mit 28,5°). Der Standort im Südchinesischen Meer würde damit günstige Bedingungen schaffen und den Start schwererer Nutzlasten erlauben. Ob das Kosmodrom gebaut wird - hier sind die Informationen leider wieder sehr rar - ist unklar, ebenso, ob damit auch die Angelegenheiten des bemannten Programms verlagert werden. Warten wir also ab...
 

 
 

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      Special: Einladung: Space Generation Congress 2003 von David Langkamp 

Zum Space Generation Congress (SGC) treffen sich etwa junge Teilnehmer aus aller Welt, um ihre Ideen zur zukünftigen Nutzung und Erforschung des Weltalls weiterzuentwickeln. Aufgebaut werden soll auf den Empfehlungen, die früher auf ähnlichen Treffen, wie dem Space Generation Forum auf der UNISPACE III Konferenz 1999 in Wien und dem Space Generation Summit 2002 in Houston, gemacht wurden. Außerdem soll damit begonnen werden, Strategien zur Umsetzung dieser Vorschläge, vor allem im Rahmen der Vereinten Nationen (UN), auszuarbeiten.

Der Space Generation Congress findet über das Wochenende vom 26. bis zum 28. September 2003 in Verbindung mit dem Internationalen Aeronautischen Kongress (IAC) in Bremen statt.

Studenten und junge Berufstätige, im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die Interesse am Weltraum und Weltraumpolitik haben, werden ermutigt sich zu bewerben. Wir möchten besonders Frauen und Personen aus Entwicklungsländern ermutigen sich zu bewerben.

Der SGC in Bremen wird es den Arbeitsgruppen ermöglichen sich persönlich zu treffen, an ihren entsprechenden Projekten zu arbeiten und diese dann ihren Mitstreitern, Fachleuten, sowie der internationalen Weltraumgemeinde, welche auf dem IAC versammelt ist, vorzustellen. Die Arbeitsgruppen werden die Arbeit der UN Action Teams unterstützen, welche sich jeweils auf eine der UNISPACE III Empfehlungen konzentrieren. Die Teilnehmer werden bereits einen Monat vor Beginn des Space Generation Congress in Online Foren die Arbeit aufnehmen.

Mehr zur Anmeldung zum SGC finden Sie hier.
 

 
 

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      Space Focus: A 300 Null – G - Ein leistungsstarkes Werkzeug für Parabelflüge von Britta Hermes 

Als wichtiger Bestandteil bei der Vorbereitung von bemannten Raummissionen erlauben Parabelflüge ein (Vorab)Training zukünftiger Raumfahrer unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit.

Im Hinblick auf geplante Missionen sind sie außerdem notwendig, um sich mit der Fracht, die an Bord genommen werden soll, sowie mit den Verfahrensabläufen bei ihrem Einsatz vertraut zu machen.

Solche „suborbitalen“ Erfahrungen, besonders im Rahmen von Parabelflügen mit Flugzeugen, sind ein zeitlich und qualitativ begrenzter, aber einfacher und kostengünstiger Zugang zu den Bedingungen der Schwerelosigkeit.

Für die Einen berühren diese Test gleichzeitig den Bereich der Physik (hauptsächlich die Physik der Flüssigkeiten) sowie den der Medizin (hauptsächlich der Humanphysiologie und der Nutzen von Tiermodellen).

Für Andere sind die Entwicklung und die Klärung von Fragen einerseits – und die Vorbereitung von bemannten Missionen (Test des Equipments, Validieren von Protokollen, Training der Mannschaft) andererseits von Bedeutung. Hinzu kommt zum rein wissenschaftlich-technischen Interesse auch der pädagogische Charakter der gesammelten Erfahrungen.

Inbetriebnahme des Airbus Null – G
Der Airbus A 300 wurde als Ersatz für den Caravelle konzipiert, der nach 6 Jahren guter Dienste Ende des Jahres 1995 außer Betrieb genommen wurde. Mit einem solchen Flugzeug habe die Nutzergemeinschaft ein sehr leistungsstarkes Werkzeug zur Verfügung.

Die Société Novespace sichert die komplette Verwaltung und kommerzielle Nutzung der Parabelflugprojekte zu. Und ist mit der Weitervermittlung, der Inbetriebnahme und der Instandhaltung beauftragt.

Um das zu realisieren hat Novespace Verträge mit der Société Sogerma in Bordeau geschlossen von deren Kompetenz und Erfahrung in der Unterhaltung und Wartung von Flugzeugen man profitieren kann.
 

 
 

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      ISS Weekly Report: 1.000 Tage bemannter Betrieb von Michael Schumacher 

Die siebte Stammbesatzung, bestehend aus Kommandant Juri Malentschenko und National Aeronautics and Space Administration (NASA) International Space Station (ISS) Science Officer (SO) Edward Lu, verbrachten ihre 14. Woche in der Erdumlaufbahn mit der Durchführung verschiedener wissenschaftlicher Experimente, mit Übungen mit dem Roboterarm der Raumstation und mit der Wartung von Raumstationssystemen.

Am Dienstag, dem 29. Juli 2003 feierte den 1.000. Tag der Bemannung der Raumstation mit einer zur Erde übertragenen Videobotschaft und einem Anruf von den Leitern der fünf Weltraumbehörden, die die 16 am Raumstationsprogramm beteiligten Nationen repräsentieren.

Die Woche über arbeitete Lu mit dem Experiment Coarsening in Solid Liquid Mixtures (CSLM) in der Microgravity Science Glovebox (MSG) im amerikanischen Laboratory Module Destiny. Dieses Experiment wird in der kommenden Woche weitergeführt. Das Experiment CSLM wird zur Untersuchung eines Kernvergröberung genannten Prozess genutzt, der die Festigkeit von Metallen verringern kann, wie zum Beispiel von denjenigen in Turbinenschaufeln von Strahltriebwerken. Lu führte zudem eine Funktionsüberprüfung des Biotechnology Specimen Temperature Controller (BSTC) durch, der später während der Mission der siebten Stammbesatzung bei einem Flüssigkeitsdynamikexperiment genutzt werden wird.

Malentschenko nahm die Woche über an verschiedenen russischen medizinischen Untersuchungen teil, um die Datengewinnung bezüglich der Auswirkungen der Mikrogravitation auf den menschlichen Körper während Langzeitraumflügen fortzuführen. Außerdem arbeitete er mit dem russisch-deutschen Experiment Plasma Crystal 3, das feine Partikel innerhalb einer luftleeren Arbeitskammer untersucht, die zuvor durch Hochfrequenzen aufgeladen und angeregt wurden.

Die Woche über führten Malentschenko und Lu routinemäßige Wartungsarbeiten an der Raumstation fort und führten täglich Übungen zur körperlichen Ertüchtigung durch, um die langfristigen Auswirkungen des Lebens in der Mikrogravitation zu minimieren.

Die Mitglieder der siebten Stammbesatzung, die die Raumstation am 28. April 2003 erreichten, sollen am 28. Oktober 2003 in ihrem Raumschiff Sojus TMA-2 zur Erde zurückkehren. Sie werden von der achten Stammbesatzung abgelöst werden, die aus dem amerikanischen Astronauten Michael Foale und dem russischen Kosmonauten Alexander Kaleri besteht. Foale und Kaleri sollen am 18. Oktober 2003 an Bord des Raumschiffes Sojus TMA-3 zusammen mit dem spanischen Astronauten der European Space Agency (ESA) Pedro Duque zur Raumstation starten. Duque wird mit der siebten Stammbesatzung nach dem Abschluss von einwöchigen wissenschaftlichen Aktivitäten an Bord der Raumstation zur Erde zurückkehren.
 

 
 

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      Surftipp: RPIF von Mark Weimar 

Die RPIF (Regional Planetary Image Facility) ist eine Bibliothek, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bilder und Daten von planetaren Objekten in unserem Sonnensystem auszuwerten.
Neben vielen Informationen über das Projekt finden sie auch eine Menge spannender Informationen über Objekte in unserem Sonnensystem.
Absolut sehenswert für Fans unseres Sonnensystems aber auch für alle anderen Hobbyastronomen.
 

 
 

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"In Space" Magazin #088
ISSN 1684-7407


Erscheinungsdatum:
02. August 2003
Auflage: 1220 Exemplare
 
 
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