| InSpace Magazin #094 vom 13. September 2003
|
» In Space Magazin « Raumfahrer.net
|
| Inhalt
|
Das Email-Magazin von Raumfahrer.net.
|
|
|
"In Space" Magazin
Ausgabe #094
ISSN 1684-7407
> Updates:
Updates / Umfrage
> News:
Nachrichten der Woche
> HotSpot: Weltraumtourismus
> Special: Shenzhou 4
> Space Focus: Raketenentwicklung in Deutschland IV
> ISS Weekly Report: Progress M-48 wird entladen
> Surftipp: SpaceEquity.com
> Impressum:
Disclaimer & Kontakt
|
Verehrte Leserinnen und Leser,
in unserer heutigen Ausgabe präsentieren wir ihnen wieder spannende Themen rund um das Thema Raumfahrt und Astronomie.
Eines dieser Themen ist der Weltraumtourismus.
Viel Spaß beim lesen wünscht ihnen
Mark Weimar
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
» radio.raumfahrer.net
Sie können sich die aktuelle Sendung des Raumfahrer.net-Webradions InSound (Länge: 26.35 Minuten) noch immer direkt aus dem Internet anhören oder die Datei der Sendung downloaden.
» china.raumfahrer.net
Die Volksrepublik China steigt noch in diesem Jahr zur dritten Macht auf, die Menschen ins All schicken kann. Raumfahrer.net informiert Sie ausführlich auf dieser neuen Sonderseite über alle Fakten, die Sie brauchen.
» mitarbeit.raumfahrer.net
Raumfahrer.net ist weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern - hier erfahren Sie was Sie bei uns erwartet.
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
• Galileo-Mission nähert sich ihrem Ende <mehr>
• Spiegel für Hubble-Nachfolger ausgewählt <mehr>
• Satelliten, eine große Hilfe für Meteorologen <mehr>
• Der Klang eines Schwarzen Lochs <mehr>
• Tests für SpaceShipOne <mehr>
• Überraschung im Kuiper-Gürtel <mehr>
• Letzte Titan 4B-Centaur gestartet <mehr>
• Neue Shuttle-Starts ab Frühjahr 2004 <mehr>
• Begegnungen einer anderen Art? <mehr>
• Der Gewinner ist gefunden <mehr>
• Progress 11 legt für Forschungsmission von ISS ab <mehr>
• Himmelsschauspiel 2014 erwartet <mehr>
» Galileo-Mission nähert sich ihrem Ende 12. September 2003 - Liveübertragung des Galileo-Absturzes in den Jupiter am 21.9. im Internet Das Raumfahrzeug wurde auf einen Zusammenstoßkurs mit Jupiters Atmosphäre gesetzt, um jede mögliche Wahrscheinlichkeit der Auswirkung des Mondes Europa zu beseitigen. Das Team erwartet, dass das Raumfahrzeug bis zu seinem Einschlag am 21. September noch einige Stunden Daten liefern wird. Dieses Manöver ist notwendig, da der Treibstoff an Bord fast völlig verbraucht ist. Ohne ihn kann die Sonde ihre Antenne nicht in Richtung Erde ausrichten, noch seine Flugbahn korrigieren, so dass Galileo nicht länger kontrolliert werden könnte. Galileo fand den Beweis für unter der Oberfläche liegende flüssige Salzwasser-Schichten auf Jupiters Monden Europa, Ganymed und Callisto, und er ermittelte außerordentliche vulkanische Tätigkeit auf Io. Die NASA überträgt das Ereignis am 21.9. live im Internet. Zusätzliche Informationen über die Mission und die Entdeckungen Galileos finden Sie hier sowie im Raumfahrer.net-Artikel. (Sabine Rossburg - Quelle: NASA)
» Spiegel für Hubble-Nachfolger ausgewählt 11. September 2003 - Mit der Festlegung auf eine Spiegelarchitektur für das James Webb Space Telescope hat die NASA eine wichtige Entscheidung in der Planungs- und Entwicklungsphase des Hubble-Nachfolgers getroffen. Für das Jahr 2011 ist der Start eines neuen Infrarot-Weltraumteleskops geplant, das die Nachfolge des äußerst erfolgreichen Weltraumteleskops Hubble antreten soll: Das James Webb Space Telescope (JWST) soll mit einem 6,5 Meter durchmessenden Hauptspiegel im infraroten Spektralbereich noch entfernteste Galaxien und andere kosmische Objekte mit unerreichter Auflösung beobachten. Das JWST ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, ESA und der kanadischen Raumfahrtbehörde. Wie die NASA nun mitteilte ist sie der Empfehlung des Hauptauftragnehmers Northrop Grumman gefolgt und hat sich dafür entschieden, den Hauptspiegel des Teleskops auf Grundlage einer Beryllium-basierten Technologie entwickeln zu lassen. Er soll von dem amerikanischen Unternehmen Ball Aerospace & Technologies Corporation entwickelt werden. Damit hat sich die Beryllium-Technologie gegen eine andere Spiegeltechnologie, die mit extrem temperaturstabilem Glas arbeitet, durchgesetzt. Die Empfehlung wurde von einem Expertengremium ausgesprochen, dass sich aus Mitarbeitern des Hauptauftragnehmers, der NASA sowie mehreren Wissenschaftlern zusammensetzte. Bei der Entscheidung wurden verschiedene Faktoren wie beispielsweise Kosten, technologische Leistungsfähigkeit und Produktionsmöglichkeiten berücksichtigt. Die Produktion der 18 hexagonal geformten Beryllium-Spiegelsegmente, aus denen der 6,5 Meter durchmessende Hauptspiegel des neuen Teleskops zusammengesetzt werden wird, wird im nächsten Jahr beginnen. Jedes einzelne Segment wird anschließend separat getestet und dabei auch den extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden - nur wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt -, bei denen später einmal das JWST arbeiten wird. Nach Fertigstellung wird der Spiegel den rund zweieinhalbfachen Durchmesser des Hauptspiegels von Hubble aufweisen und trotzdem nur ein Drittel davon wiegen. Mit diesem bis dahin größten jemals im Weltraum stationierten Teleskop wird JWST um Größenordnungen empfindlicher sein als vergleichbare Infrarot-Teleskope auf der Erde, die allerdings grundsätzlich unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Nach dem Start mit einer Ariane 5-Trägerrakete 2011 soll das Teleskop am so genannten Lagrange-Punkt 2, also 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt in sonnenabgewandter Richtung stationiert werden und dort fünf Jahre lang arbeiten. Diese Position ist gewählt worden, um eine Beeinträchtigung der Sensitivität des Teleskops durch die Wärmeabstrahlung von Erde und Mond zu vermeiden. (Michael Stein - Quelle: NASA)
» Satelliten, eine große Hilfe für Meteorologen 10. September 2003 - NASA Satelliten suchen die Erde nach Hurrikan "Zutaten" ab um Meteorologen zu helfen. Der atlantische Ozean war vom 1. Juni bis zum 30. November ein Kochtopf, gefüllt mit allen "Zutaten", die für einen Hurrikan gebraucht werden. Die NASA benutzt deshalb einige ihrer Satelliten um den Meteorologen, die versuchen diese außergewöhnlichen Stürme aufzuzeichnen und zu verstehen, Informationen anbieten zu können. Typischerweise, für den Höhepunkt der Hurrikansaison (von ende August bis mitte September), formten sich tropische Zyklone, die auch der U.S. Küste zu nahe kommen können um die Region des Kap Verde Island. NASA Satelliten haben dabei die wichtige Funktion, den Meteorologen entscheiden zu helfen, ob alle "Zutaten" zusammenkommen, die für einen Hurrikan gebraucht werden. Falls dann ein Hurrikan entsteht, ist es wichtig zu wissen, wie stark er sein könnte und welche Küstenregionen gefährdet sein werden. Die NASA versorgt daher Wissenschaftler und Meteorologen mit Beobachtungen aus dem Weltall und computergestützten Klimamodellen. Von der NASA finanzierte Messungen und Untersuchungen zur Oberflächentemperatur des Meeres, der Höhe des Meeresspiegels und der Winde haben ebenfalls dazu beigetragen Phänomene wie El Nino und La Nina, welche großen Einfluß auf Hurricanes aus der Atlantik- und Golfregion haben, zu verstehen. Vor dreißig Jahren standen den Meteorologen noch keine hochtechnischen Satelliten zur Verfügung. Jetzt wird das ganze Spektrum von Radarstrahlen bis hin zu Mikrowellen ausgenutzt um die Meteorologen zu unterstützen. So kann die erste "Zutat" im "Hurrikanrezept" leichter bestimmt werden, nämlich die Oberflächentemperatur des Wassers. Heutzutage kann die Temperatur mit Hilfe von Radarsatelliten durch Wolken hindurch festgestellt werden. Die Temperatur ist entscheidend, ob sich ein Hurrikan verstärkt oder abschwächt. Eine andere wichtige "Zutat" ist rotierender Wind überhalb des Ozeans, der ein Vorbote der Entwicklung von tropischen Zyklonen ist. So verhilft die NASA durch den Satelliten "QuikSCAT" den Meteorologen zu den frühestmöglichen Informationen darüber. Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit sind ebenfalls wichtig. Der Atmospheric Infrared Sounder (AIRS) bietet, neben den Satelliten für die Wassertemperaturmessung, Messungen der globalen Temperatur und Luftfeuchtigkeit durch die Atmosphere. Dies kann zu besseren Wettervorhersagen führen, verbesserter Vorhersage der Zyklonenstärke, ihrem Aufenthaltsort und ihrer Richtung. Die Regenintensität ist die abschließende "Zutat". Ein von Japan zur Verfügung gestelltes Radar auf Satellitenbasis ermöglicht das beobachten von Regen innerhalb der massiven Ausläufer der Hurrikans. So bietet dieses spezielle Radar Einblicke, zum Beispiel wie die Regenbänder aufgebaut und aufgewickelt sind, was wiederum Schlüsselindikatoren für die Sturmintensität sind. Diese gesamte Überwachung wurde erst möglich gemacht durch die Erfindung vieler spezieller Satelliten durch die Earth Science Enterprise der NASA, welche versucht die Erde als komplexes System zu verstehen, um so den Einfluß des Klimas, des Wetters und natürlicher Stürme zu ermitteln. (Lorenz Zistler - Quelle: NASA)
» Der Klang eines Schwarzen Lochs 10. September 2003 - Das Röntgenstrahlen-Teleskop Chandra hat durch Schallwellen erzeugte Strukturen im Umfeld eines supermassiven Schwarzen Lochs entdeckt. Die Schallwellen werden vermutlich durch Explosionen erzeugt, die beim Sturz großer Gasmengen in das supermassive Schwarze Loch in der Galaxie Perseus A - der dominierenden Galaxie im Zentrum des nach ihr benannten Galaxienhaufens - auftreten. Allerdings würden diese Schallwellen für das menschliche Ohr nicht hörbar sein, da ihre Frequenz um mehrere Größenordnungen niedriger liegt als bei den tiefsten Tönen, die unser Gehör noch wahrnehmen kann. Die in das Schwarze Loch stürzenden Materiemassen könnten unter Umständen von kleineren Galaxien stammen, die von Perseus A kannibalisiert worden sind. Bei dieser Aufnahme von Chandra fallen weiterhin zwei blasenförmige "Hohlräume" im direkten Umfeld des Schwarzen Lochs (der helle Punkt in der Mitte der Aufnahme) auf, die jeweils ungefähr 50.000 Lichtjahre durchmessen. Diese Regionen sind keineswegs materie- oder strahlungsfrei, sondern mit hochenergetischen Partikeln und starken magnetischen Feldern ausgefüllt und senden starke langwellige Radiostrahlung aus. Durch die hochenergetischen Partikel werden jedoch die heißen Gase - Quelle der von Chandra beobachteten Röntgenstrahlung - aus diesen Regionen herausgedrückt, wodurch gleichzeitig die nun entdeckten Schallwellen erzeugt werden und sich über hunderttausende Lichtjahre hinweg in den umgebenden Raum ausbreiten. Von der exotischen Vorstellung, dass Schwallwellen auch im Weltall vorkommen, einmal abgesehen ist diese Entdeckung unter Umständen auch die Lösung einer seit langem unbeantworteten Frage. Bisher war den Astronomen nicht klar, wieso sich die heißen Gase in der Zentralregion des Perseus-Galaxienhaufens im Laufe der Jahrmilliarden nicht abgekühlt und dadurch eine Phase intensiver Sternenentstehung eingeleitet haben. Eventuell sind die vom Schwarzen Loch im Zentrum von Perseus A ausgehenden Schallwellen für dieses Phänomen verantwortlich: Sie könnten während ihrer Ausbreitung in den das Schwarze Loch umgebenden Raum schließlich von den Gaswolken absorbiert werden und dabei die Energie liefern, die bis jetzt eine Auskühlung der Gase verhindert hat. Auf dieser Internetseite hat die NASA ein Video (MPEG-Format) zur Verfügung gestellt, in dem die Erzeugung der Schallwellen illustriert wird. (Michael Stein - Quelle: NASA/CXC/IoA/A.Fabian et al.)
» Tests für SpaceShipOne 09. September 2003 - Tests für Burt Rutans SpaceShipOne über dem Himmel von Mojave, Kalifornien. Das Team um Burt Rutan ist sehr mit der Arbeit am suborbitalen Passagierflugzeug beschäftigt. Man arbeitet auch an einem zweiten Flugversuch. Man sei mit den Tests sehr beschäftigt und man wolle diese Woche die dritte Vollzündung des Hydrid-Motors durchführen, welcher das Flugzeug an den Rand der Atmosphäre treiben soll und der dem Projekt ein Preisgeld von 10 Millionen US-Dollar bescherte. Im zweiten Flugtest wurden die Flugeigenschaften und Leistungen während der Wiedereintrittsphase oder "Federphase" getestet. Für diese Manöver wurde der Schwanz des Flugzeugs in eine aufrechte Position gebracht. Der Übergang zum Federmodus begann in einer Höhe von 43.000 Fuß. Wenn der Schwanz des Flugzeuges zu "wackeln" beginnt und die Achterflügel in die Aufrechte übergehen wird der Rumpf des Verkehrsmittels sanft nach oben geworfen und kehrt dann in eine ungefähr gerade Haltung während eines 70-sekündigen "vollgefederten" Abfalls zurück. Die erfolgreiche Landung erfolgte ungefähr 10 Minuten nach dem Start von White Knight, dem Trägerflugzeug. Ein früherer Versuch wurde am 27. August 20 Sekunden vor dem Start abgebrochen. Grund war ein Problem mit dem GPS-System. Dadurch trat eine Störung im Avionik-System des Objekts auf. Das verbundene Paar (SpaceShipOne / White Knight) setzte verschiedene Versuche während des Fluges fort und kehrte dann zum Mojave-Flughafen zurück und begann mit dem Landeanflug. Nachdem die GPS-Einheit repariert war kehrte das Gespann wieder in die Luft zurück und absolvierte die angesetzten Testziele. (Andreas Kopp - Quelle: SPACE.COM)
» Überraschung im Kuiper-Gürtel 09. September 2003 - Mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble wurden drei neue Mitglieder des jenseits der Neptun-Bahn gelegenen Kuiper-Gürtels entdeckt - doch die Astronomen hatten mit 60 Neuentdeckungen gerechnet! Während einer fünfzehntägigen Periode im Januar und Februar diesen Jahres suchten Astronomen mit dem Weltraumteleskop Hubble in Richtung des Sternbilds Jungfrau nach kleinen Brocken aus Eis, Staub und Gestein am Rande unseres Sonnensystems. Anschließend scannten zehn Computer die Hubble-Aufnahmen sechs Monate lang nach den gesuchten Himmelskörpern: weniger als 50 Kilometer große Kuiper-Belt Objects (KBOs), Mitglieder des so genannten Kuiper-Gürtels. Der Kuiper-Gürtel befindet sich zwischen den Umlaufbahnen von Neptun und Pluto - den beiden äußersten Planeten unseres Sonnensystems - und ist eine ringförmige Region, in der Millionen verschieden großer Brocken aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems um die Sonne kreisen (so genannte "Planetesimale"). Er ist nach dem niederländisch-amerikanischen Astronomen Gerard Kuiper benannt, der schon Anfang der 1950er Jahre die Existenz eines solchen Gürtels mit Überresten aus der Entstehungszeit des Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren postuliert hat. Allerdings konnte erst im Jahr 1992 das erste KBO entdeckt werden, seitdem sind rund 1.000 solcher Objekte mit erdgebundenen Teleskopen aufgespürt worden. Die Planeten unseres Sonnensystems sind nach heutigem Kenntnisstand durch Zusammenballungen von KBOs entstanden, die ihrerseits aus der scheibenförmigen Staubwolke hervorgegangen sind, die die frühe Sonne umgab. Die nun von Hubble aufgenommenen drei kleinen KBOs zählen zu den kleinsten und lichtschwächsten Objekten, die bisher von Teleskopen jenseits der Neptun-Umlaufbahn in unserem Sonnensystem beobachtet worden sind. Die Helligkeit der drei zwischen 25 und 45 Kilometer durchmessenden Objekte ist eine Milliarde mal schwächer als der lichtschwächste Stern, den das menschliche Auge am Nachthimmel gerade noch wahrnehmen kann. Doch wenn solche Objekte durch gravitative Störungen aus dem Kuiper-Gürtel ins innere Sonnensystem geworfen werden und der Sonne nahe kommen, sind sie als Kometen, die von einen Schweif aus Wasser, Gasen und Staub eingehüllt sind, teilweise sogar am Tage sichtbar. Die von dem Astronomen Gary Bernstein von der University of Pennsylvania veröffentlichte überraschende Entdeckung ist nun aber, dass die zuvor beschriebene Suche mit Hilfe von Hubble trotz der enormen Empfindlichkeit des Teleskops eben nur drei diesen "schmutzigen Eisbrocken" zutage gefördert hat - drei anstelle von 60 KBOs vergleichbarer Größe, die die Astronomen aufgrund der angenommenen Eigenschaften des Kuiper-Gürtels zu entdecken gehofft hatten. "Die Entdeckung von deutlich weniger Kuiper Belt Objekten als vorhergesagt macht es schwierig zu verstehen, wie so viele Kometen in Erdnähe erscheinen können, da man dachte, dass viele von Ihnen ihren Ursprung im Kuiper-Gürtel haben", so Bernstein. "Dies ist ein Zeichen dafür, dass die kleineren Planetesimale in den letzten Milliarden Jahren vielleicht durch Kollisionen miteinander zu Staub zerfallen sind." Die wissenschaftliche Bedeutung der KBOs liegt in ihrem ungeheuren Alter und der Tatsache, dass sich ihre Zusammensetzung seit der Entstehung des Sonnensystems nicht verändert hat. Außerhalb des Kuiper-Gürtels sind so gut wie alle Planetesimale entweder durch die Planeten absorbiert worden oder durch gravitative Effekte in den interstellaren Raum geschleudert worden, so dass der Kuiper-Gürtel gewissermaßen ein Archiv aus der Frühzeit unseres Planetensystems darstellt. Mittlerweile sehen übrigens viele Astronomen auch Pluto und seinen Mond Charon als sehr große KBOs und nicht als Planet und Mond an. Warum nun aber so viel weniger KBOs als erwartet bei der Beobachtungskampagne Anfang des Jahres entdeckt worden sind ist nicht sicher. Diese Frage werden erst weitere Beobachtungen des Kuiper-Gürtels klären können, durch die wir dann vielleicht auch neue grundsätzliche Erkenntnisse über die Entstehung von Planetensystemen gewinnen werden. (Michael Stein - Quelle: NASA/G.Bernstein)
» Letzte Titan 4B-Centaur gestartet 09. September 2003 - Willkommen und Abschied: betagter US-Träger befördert Geheimsatelliten ins All Vergangene Nacht wurde ein schwerer, eine halbe Milliarde US-Dollar teurer amerikanischer Spionagesatellit des staatlichen National Reconnaissance Office (NRO) in den Orbit befördert. Über die Nutzlast selbst gibt es zwar keine weiteren Angaben. Der Start um exakt 6:29 Uhr MESZ erfolgte jedoch mit der letzten Titan 4B aus dem Hause Lockheed Martin mit einer betagten Centaur-Oberstufe von der Cape Canaveral Air Force Station aus und brachte den Satelliten erfolgreich in eine geosynchrone Umlaufbahn. Die Titan 4 selbst wird ihre Karriere noch einige Monate fortsetzen: drei weitere Starts sind bis 2005 angesetzt, ehe die Rakete gänzlich ausgemustert wird. (Felix Korsch - Quelle: spaceflightnow.com)
» Neue Shuttle-Starts ab Frühjahr 2004 09. September 2003 - Die NASA plant nun die Wiederaufnahme ihrer bemannten Flüge, nachdem die Columbia-Katastrophe zu den Akten gewandert ist Nachdem die Unglücksursachen aufgeklärt wurden, welche am 1. Februar dieses Jahres zum Verlust des Space Shuttles Columbia inklusive sieben Astronautenleben führten, plant die NASA nun konkret die Wiederaufnahme ihrer bemannten Weltraumflüge. Wie gestern bekannt gegeben wurde, strebt man einen Termin frühestens am 11. März, spätestens jedoch bis zum 6. April des kommenden Jahres an - mehr als ein Jahr nach dem Verlust der Mission STS-107. Alle bis dahin zu meisternden Hürden wurden in einem 156-seitigem Bericht der US-Weltraumbehörde NASA zusammengefasst. Die vorzunehmenden Veränderungen konzentrieren sich dabei nicht nur auf bauliche Verbesserungen an der verbleibenden Shuttle-Flotte, sondern umfassen auch, wie jüngst vom CAIB (Columbia Accident Investigation Board) empfohlen, eine Umstrukturierung der NASA, um die Sicherheit bemannter Raumflüge zu sichern und Bedenken und Hinweise auf mögliche Gefahrenquellen nicht durch ein starres Management zu verschleppen. Ob ein Startdatum im genannten Zeitraum wahrgenommen werden kann, bleibt allerdings noch unklar und hängt vor allem von der neuen NASA-Politik ab. Insgesamt umfasst die Liste des CAIB 29 auszubessernde technische und organisatorische Mängel. Fest steht allerdings, dass die nächste Mission, vorgesehen ist hierfür die Atlantis, in allen Belangen ein Testflug sein wird. Zwar soll der Flug wie bereits vor dem Unglück zu Beginn dieses Jahres geplant zur Internationalen Raumstation, derzeit bemannt mit nur zwei Personen, führen. Allerdings wird sich nur eine - so NASA-Mitarbeiter gegenüber der Presse - vierköpfige Crew an Bord befinden. Hauptziel wird die Erprobung der technischen Neuerungen am bzw. im Shuttle sein. Hierzu zählt etwa die Möglichkeit, die Unterseite des Orbiters in der Erdumlaufbahn durch Raumausstiege (so genannte EVAs) und mit Hilfe eines neuen, flexiblen Roboterarms in der Ladebucht auf mögliche Schäden hin zu untersuchen und, wenn nötig, zu reparieren. Allerdings geschieht dies auf Kosten der Nutzlastkapazität des Shuttles, wenn gleich sich der Sicherheitsfaktor natürlich wesentlich erhöhen soll. Angebracht werden sollen an der ISS außerdem spezielle Fernsehkameras, welche ihrerseits die Außenhülle des jeweils anlegenden Shuttle-Orbiters auf Schäden untersuchen soll. Im Falle der Columbia wurde die linke Flügelvorderkante beim Start von einem Isolierteil getroffen. Der entstandene Riss blieb unbemerkt und führte beim Wiedereintritt zum Verlust des gesamten Raumschiffes. Seit diesem Datum liegen alle Space Shuttle-Missionen auf Eis. Der NASA verbleibt von einstmals fünf aktiv eingesetzten Geräten nach den tragischen Verlusten der Challenger 1986 und nun der Columbia nur noch eine Rumpfflotte von drei Orbitern - der Endeavour, der Atalntis und der Discovery. Unter dem Flugstopp zu leiden hat vor allem die ISS, welche immer weiter in einen Versorgungsengpass driftet - ganz davon abgesehen, dass sich die Komplettierung der "internationalen Baustelle" im Orbit damit um viele Monate verschieben wird. (Felix Korsch - Quelle: SpaceDaily.com/NASA)
» Begegnungen einer anderen Art? 08. September 2003 - Die jüngste Entdeckung eines großen Asteroiden, der durch unser Sonnensystem fliegt, bringt die Studien der Europäischen Weltraumorganisation ESA über diese und andere wandernde Himmelskörper ins Rampenlicht. Der ESA-Satellit mit dem Infrarot-Weltraumobservatorium (Infrared Space Observatory - ISO) hat aufgezeigt, dass es vielleicht bis zu zwei Millionen Asteroiden, die größer als ein Kilometer sind, im sogenannten "Asteroidengürtel" des Weltraums gibt. Gravitationseinwirkungen der Planeten können sie aus ihrer Bahn stoßen, wodurch sie in Richtung Sonne fallen, dabei die Erdumlaufbahn kreuzen und möglicherweise mit der Erde kollidieren können. Die Planeten des Sonnensystems wurden in einem Sturm von asteroidähnlichen Objekten geboren, der vor 4,6 Milliarden Jahren begann und etwa 500 Millionen Jahre dauerte. Nicht alle der Asteroiden wurden in die Planeten aufgenommen, weshalb die Überbleibsel heute noch immer die Sonne umkreisen. Die meisten befinden sich im Asteroiden-"Hauptgürtel" zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Der Prozess, der wichtige organische Verbindungen auf die Erde gebracht hat und damit wahrscheinlich zur Entstehung des Lebens beigetragen hat, gefährdet es heute ironischerweise. Wir haben heute zwingende Beweise dafür, dass das Aussterben der Dinosaurier durch den Einschlag eines Asteroiden auf der Yukatan-Halbinsel an der mexikanischen Küste beschleunigt wurde. Die Erde wird nicht nur durch Asteroiden gefährdet, sondern auch durch ihre Gegenstücke aus Eis, die Kometen. Sie könnten große Verwüstungen anrichten, falls sie mit der Erde zusammenstoßen. Diese Objekte leben normalerweise in weiter Entfernung, noch jenseits des Plutos. Sie können jedoch durch Sterne und riesige Gaswolken aus ihrer normalen Umlaufbahn gestoßen werden. Kometen werden als die Grundbausteine des Sonnensystems angesehen, und die Rosetta-Kometenjagd-Mission der ESA hilft uns dabei herauszufinden, ob das Leben auf der Erde durch "Kometensaat" entstanden ist. Rosetta wird im Februar 2004 zum Kometen Churyumov-Gerasimenko starten. Auch die Wahrscheinlichkeit des Einschlags von Kometen auf der Erde ist sehr gering. Dass die Möglichkeit besteht, zeigte jedoch die Kollision des Kometen Shoemaker-Levy 9 mit dem Jupiter 1994. Das Hubble-Weltraumteleskop von ESA und NASA sowie bodenbasierte Teleskope in aller Welt haben spektakuläre Bilder dieser erstmals beobachteten Kollision zweier Objekte in unserem Sonnensystem geliefert. Hunderte kleinerer Kometen werden jährlich entdeckt, die meisten werden jedoch zur Sonne gelenkt, angezogen von deren großer Gravitationskraft. Sie werden als "sonnenstreifende" Kometen bezeichnet und verbrennen in der heißen Sonnenatmosphäre vollständig. Das SOHO-Raumfahrzeug von ESA/NASA zur Sonnenbeobachtung ist zum größten Kometenentdecker der Astronomiegeschichte geworden. Mit dem Forschungsgerät LASCO, welches ursprünglich zur Beobachtung von Sonneneruptionen entwickelt wurde, kann SOHO die größere Sonnenumgebung überwachen und ist daher eine der wichtigsten Stützen der ESA-Kometenforschung. (Andreas Kopp - Quelle: ESA)
» Der Gewinner ist gefunden 07. September 2003 - Lavies Tidhar's Story "Temporal Spider" hat der Jury aus insgesamt 104 eingesandten Geschichten aus über 36 Ländern am besten gefallen und ist damit der diesjährige Gewinner der Clarke-Bradbury International Science Fiction Wettbewerb. Die Geschichte handelt von einer Spinne, die auf einem Stein durch den Weltraum rauscht, Musik hört und eine Stelle sucht, um ihre Kinder sicher auszutragen. "Diese Geschichte wurde wegen seiner Qualität der Schrift und der Idee der Technik, die in ihr vorkommt sowie dem poetischen Gefühl, das diese Geschichte ausdrückt, ausgewählt", so Jurymitglied David Raitt vom Büro des Technologietransfer der ESA. Der Autor der Geschichte, Lavie Tidhar, wurde in Israel geboren. Im Alter von 15 Jahren wanderte er mit seinen Eltern nach Südafrika aus und verbrachte die letzten Schuljahren jeweils in Israel und Südafrika. 1998 zog er dann nach London. Tidhar arbeitete zuerst zwei Jahre lang im Vereinigten Königreich, bevor er dann wieder auf die Reise ging. Diesmal bereiste er die Länder Russland, China, Mongolei und Borneo. Gegenwärtig studiert er an der Richmond American International University in London (RAIUL). "Es freut mich sehr, dass ich bei dieser starken Konkurrenz gewonnen habe - und es bedeutet mir sehr viel diesen Preis gewonnen zu haben, nachdem ich vor einem Jahr begann Literatur zu schreiben", sagt Lavie Tidhar. "Es war sehr schwer, einen Gewinner zu wählen aus den vielen guten Geschichten," so David Raiit. "Wir beabsichtigen deshalb noch in diesem Jahr ein Buch herauszugeben, das dann die besten Geschichten enthält". "Es war sehr interessant die Vielfalt von Ideen zu sehen, die diese jungen Schriftsteller in ihren Geschichten zum Ausdruck brachten. Einige Geschichten handelten von Sternenkriegen, die Entdeckung neuer Planeten oder die Kolonisation fremder Planeten. Einige Geschichten beschreiben auch die lange Reise zum Mars". (Meik Lampmann - Quelle: ESA)
» Progress 11 legt für Forschungsmission von ISS ab 06. September 2003 - Der russische Raumtransporter Progress 11 hat am Donnerstagabend von der Internationalen Raumstation (ISS) abgedockt und wird vor dem Eintritt in die Erdatosphäre noch einen Monat lang für Forschungszwecke um die Erde kreisen. Üblicherweise werden die an der ISS angedockten Raumtransporter nach einigen Wochen oder Monaten mit Abfällen und nicht mehr benötigten Gütern beladen, um anschließend abzudocken und wenige Stunden oder Tage später beim kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu verglühen. Auch der am Donnerstag um 19:42 Uhr (MESZ) von der ISS abgedockten russischen Raumtransporter Progress 11 wird diesen Weg gehen, allerdings wird er vorher noch einen Monat lang als Teil eines russischen Experiments um die Erde kreisen. Am nun von Progress 11 freigemachten Andockstutzen des russischen Docking Compartment 1 (DC 1) "Piers" wird im Oktober das Raumschiff Sojus TMA-3 mit der achten ISS-Stammbesatzung und dem spanischen ESA-Astronauten Pedro Duque an Bord festmachen. (Michael Stein - Quelle: NASA)
» Himmelsschauspiel 2014 erwartet 06. September 2003 - Die Annäherung eines Asteroiden an die Erde liefert uns in über 10 Jahren ein interessantes Himmelsschauspiel. Am Sonntag, den 24. August entdeckten Astronomen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen Asteroiden mit der Größe von etwa 1,2 Kilometern im Durchmesser. Dies ist an sich nicht ungewöhnlich. Immerhin existieren in unserem Sonnensystem zehntausende Objekte dieser Größe, der überwiegende Anteil von ihnen im sogenannten Kuiper-Gürtel "hinter" der Bahn des neunten Planeten Pluto. Der Felsbrocken trägt den Namen 2003 QQ47. Nach den ersten Berechnungen sollte er der Erde sehr nah kommen und mit dem Blauen Planeten mit einer verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit von über eins zu einer Million kollidieren. Ganz genau: Am 14. März 2014 könnte das Ereignis eintreten. Doch weit gefehlt: 2003 QQ47 zieht nach neueren Berechnungen in größerem Abstand an der Erde vorbei. Doch so viel steht fest: Wenn sich der Asteroid der Erde und damit der Sonne nähert dürfte er aufgrund der Wirkung des Sonnenwindes einen Schweif ausbilden, der, beleuchtet von der Sonne, gut von der Erde gesehen werden sollte. So erwartet uns am 14. März 2014 wohl kein Armageddon, jedoch ein spektakuläres Schauspiel am Nachhimmel. (Karl Urban - )
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
HotSpot: Weltraumtourismus
|
von Felix Korsch | |
Abenteuer im "Kotzbomber" oder Skifahren auf dem Mars?
Greifbarer und deutlicher denn je präsentiert sich der kommerzielle Faktor der Raumfahrt. Nicht nur die schrittweise Kommerzialisierung der ISS lässt Raumfahrt mehr und mehr zum Geldspiel verkommen, auch private Investoren sorgen dafür, dass die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kommerz zusehends verschwimmen und ersteres nicht mehr ohne letzteres machbar ist. Zwar wären hochgesteckte Ziele im Rahmen von Projekten wie z.B. der ISS durch rein staatliche Finanzierung undenkbar, dennoch könnten Phänomene wie der viel zitierte Weltraumtourismus in absehbarer Zukunft die Raumfahrt nicht mehr nur bereichern, sondern auch steuern. Immerhin sind zahlende Millionäre deutlich lukrativer und attraktiver als einige aufwendige Experimente. Der Weltraumtourismus ist schließlich die konsequenteste Form der Kommerzialisierung der Raumfahrt.
"Raumfahrttourismus" heute
Wenn man über den Weltraumtourismus spricht, muss man klare Grenzen zwischen dem sog. "Raumfahrttourismus" und dem eigentlichen "Weltraumtourismus" ziehen. Ersteres ist schon heute für praktisch jedermann erschwinglich, indem man gegen Bezahlung die Raumfahrt zwar hautnah miterlebt, allerdings nicht wirklich ins All fliegt. Zahlreiche "Space Camps" und "Visitor Centers" ermöglichen es auch dem Otto-Normal-Verdiener, Raketenstarts live und vor Ort zu verfolgen, sich ein Bild vom harten Training im All zu machen, Fertigungsstätten zu besuchen und sich in einem raumfahrtähnlichen Umfeld aufzuhalten.
Besser betuchte können sich in Russland gleich mal einen Parabelflug buchen. Das ist für teilweise weniger als 10.000 Dollar zwar nicht mehr für alle erschwinglich, dafür aber kommt man dem Zero-G-Erlebnis wieder etwas näher. Bei Parabelflügen kann für rund 25 Sekunden, also eine recht kurze Zeitspanne, innerhalb des Flugzeuges durch einen Sturzflug aus großer Höhe eine Schwerelosigkeit erzeugt werden. Natürlich gleich mehrere Male hintereinander. Doch es gibt noch einen wesentlichen Grund, warum diese Art des Vergnügens nur für Hartgesottene geeignet ist: rund 70% aller Menschen leiden nach raumfahrtärztlicher Ansicht unter der "Weltraumkrankheit". Bei untrainierten Individuen dürften es sogar noch weit mehr sein. Anstatt also die Schwerelosigkeit zu genießen und für einige Sekunden wie ein Raumfahrer hin und her zu schweben, wären die meisten damit beschäftigt, ihren Mageninhalt in den obligatorischen "Kotztüten" aufzufangen und aufgrund der Orientierungslosigkeit Acht zu geben, nicht an irgendeine Bordwand zu stoßen.
Wem dieser Kick noch nicht genügt, kann für eine Hand voll Dollar mehr auch einen Flug mit einer umgerüsteten MiG-25 gebucht werden. Mit einer Flughöhe von 25 Kilometern ist man zwar von der Grenze zum All noch ziemlich weit entfernt, doch Geschwindigkeiten um Mach 3 geben den Abenteurern einen kleinen Eindruck der wirklichen Strapazen während eines Starts ins All. Natürlich gibt es noch andere, fast schon überirdische Effekte: die sichtbare Erdkrümmung, das allmähliche Verdunkeln des Himmels über einem und nicht zuletzt der Wechsel von positivem und negativen Andruck. Vor den "Kotzbomber"-Effekten (wie es die Kosmonauten selbst scherzhaft bezeichnen) ist man aber auch hier nicht gefeit. Immerhin kommt man durch diesen extrem kurzen Individualtourismus seinem möglichen Ziel etwas näher.
Durch viele Wege kann man also raumfahrt-ähnliche Erlebnisse simulieren, wobei für jeden Geldbeutel etwas unter den zahlreichen Angeboten ist. Das nächste Ziel dürfte bis jetzt das Space Camp in Belgien sein, demnächst wird aber mit dem "Raumfahrtpark Vogtland" im idyllischen Morgenröthe-Rautenkranz, dem Geburtsort des ersten Deutschen im All, Sigmund Jähn, ein Mekka ganz in unserer Nähe entstehen.
Weltraumtourismus
Wer angesichts all dieser Angebote gern mal grinst, wird höher hinaus wollen. Auch das ist möglich, allerdings nur für Multimillionäre, denn ein Raumflug kostet (derzeit) rund 20 Millionen Dollar. Natürlich inklusive Training, Logenplatz in einer Sojus-Kapsel, kostenloser Verpflegung und ständiger Betreuung durch einen echten Kosmonauten. Spätestens seit Dennis Tito ist klar, dass das Tor ins All offen steht. Schon zu Zeiten der good old "Mir" kam der Vertrag mit dem US-Millionär Tito zu Stande. Aufgrund berechtigter Sicherheitsbedenken und dem nahenden Ende der Raumstation entschloss man sich schließlich, die Pionier-Mission auf den 28. April 2001 zu verlegen und auf der ISS durchzuführen.
Der Vorteil dieser Variante des Weltraumtourismus ist klar: es bedarf nicht der Entwicklung vollkommen neuer, autonomer Herbergen für die zahlenden Gäste im All. Vielmehr wird die bestehende ISS-Infrastruktur sowie die bewährte russische Sojus-Kapsel verwendet. Allerdings büßt für jede dieser Missionen ein Forschungskosmonaut sein "Ticket" ein, muss also seinen Platz an einen Touristen abgeben. Somit wird das Forschungspotential der ISS zeitweise herabgestuft. Ganz zu Schweigen von den Bedenken, die auf der Unerfahrenheit der Raumfahrer basieren. Man bedenke allein das Verletzungsrisiko oder das Szenario, dass der Gast "einen heiklen Knopf" drücken könnte. Vor allem die Amerikaner waren und sind da skeptisch, drohten den Russen gar mit "Weltraum-Sanktionen". Waren es aber nicht die Amerikaner, die den Russen erst das "korrekte und gewinnbringende Wirtschaften" auf allen Ebenen beibrachten? Vielleicht ist es ja auch nur der Neid, dass bisher niemand bereit war, für einen weitaus teureren Shuttle-Start zu bezahlen.
Die bisher betriebene und zweimal (Dennis Tito 2001 und der Südafrikaner Mark Shuttleworth 2002) in Anspruch genommene Methode kann freilich nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die ISS ist und bleibt eine Forschungseinrichtung, und daran wird sich innerhalb des nächsten Jahrzehnts nichts ändern. In eine andere Richtung gingen da schon private Planungen in den USA, an die ISS ein Modul namens "Enterprise" anzudocken und dort kleine Quartiere für die möglichen Touristen einzurichten. Mit der Unterstützung der NASA konnte man kaum rechnen, und so bleibt "Enterprise" vorerst eine Vision und die ISS wird nur in Einzelfällen zur Herberge mit 20 Millionen Dollar teurer Kost und Logis (immerhin Vollpension inkl. Hin- und Rückflug). Laut russischen Angaben stehen die Bewerber für einen solchen, rund einwöchigen Trip bereits Schlange; immer wieder berichtet die Presse über Schauspieler oder Popstars, die sich dieses extravagante Vergnügen gönnen wollen. Doch vor allem die russischen Ressourcen und die Kapazität der ISS sind für diese Zwecke schlicht zu begrenzt und so wird, in Ost und West, fleißig an anderen Konzepten gewerkelt, die auch der abschreckenden Statistik entgegenwirken sollen, dass auf etwa 300 bemannte Starts eine tödlicher Absturz kommt.
X-Prize Competition
Durchaus realistische und machbare Wege gehen die Projekte im Rahmen des "X-Prize", eines 1994 in den USA ausgeschriebenen und mit 10 Millionen Dollar dotierten Wettbewerbes. Der Preis geht an denjenigen, der es als erster schafft, drei Personen in einem suborbitalen Flug auf eine Höhe von mindestens 100 Kilometern (also etwa die Grenze zum freien Raum) zu bringen, wieder sicher zu landen und die Mission innerhalb von 14 Tagen mit nur einer Person zu wiederholen.
Die rund 20 wirklich ernstzunehmenden Projekte sind vielversprechend und greifen größtenteils auf verschiedene mehr oder weniger erprobte Techniken zurück. Einige der Bewerber sind weit fortgeschritten, andere kapitulierten längst vor den viel zu hohen Entwicklungskosten oder den technischen Problemen. Außerdem sollte man sich ernsthaft Gedanken über Sinn und Unsinn von ballistischen Flügen machen: sie sind im Grunde ein Ausbau von Parabelflügen oder eine Steigerung der Extrem-Flüge mit russischen Kampfjets. Die gut betuchten Touristen würden für maximal 180 Sekunden zwar weit weniger zahlen müssen als für einen Flug zur ISS (die Projekte selbst sprechen von um den Faktor 10 niedrigeren Kosten im Vergleich zu Parabelflügen). Doch: die Fluggäste würden höchstwahrscheinlich weder Aussicht noch Schwerelosigkeit genießen können. Grund ist die bereits angesprochene Weltraumkrankheit. So werden einige der Projekte zwar die Kosten weiter senken und derartige Missionen erschwinglicher machen, doch ein Flug über die Grenze der Atmosphäre hinweg würde sich alles andere als angenehm gestalten. Abenteuer ja, aber wohl eher ein "Hopser ohne Zukunft".
Perspektiven
Die Entwicklung eines eigenen rentablen Marktes für derartige touristischen Missionen ist langwierig, das wissen auch die Befürworter des Cosmic Tourism. Da nützt es auch nichts, wenn 60 Prozent aller Amerikaner laut Umfrage von 1995 an einer solchen Mission teilnehmen würden. Erstens täten es die meisten nur, wenn der Flug wirklich "angenehm" wäre, und zweitens könnte es sich selbst in absehbarer Zukunft nur ein Bruchteil jener überhaupt leisten. Über Ferienanlagen auf dem Mond oder Mars zu diskutieren, würde ich gern den Science Fiction-Autoren überlassen. Die bemannte wie unbemannte wissenschaftliche Erforschung unseres Sonnensystems sollte allen kommerziellen Interessen unbedingt zuvorkommen. Da mag man noch so viele Perspektiven von eigenen Raumstationen speziell für abenteuerwillige Touristen in den Schubladen haben - die Entwicklung eines für jedermann erschwinglichen und auch vielfältig in Anspruch genommenen Systems, was für die Amortisierung derartiger Projekte zwingend von Nöten ist, wird wohl ein Abenteuer für sich werden.
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
Special: Shenzhou 4
|
von Felix Korsch | |
Der vierte Testflug des Shenzhou-Raumschiffes gilt in allen Belangen als finale Generalproble einer bemannten Mission.
Start: 29. Dezember 2002, 16.40 Uhr UT
Voll ausgestattet mit allen auch für einen bemannten Start nötigen Subsystemen wurde hiermit das Zusammenspiel des Gesamtsystems Shenzhou getestet. Durch den Erfolg dieser Mission erging letztendlich grünes Licht für einen folgenden bemannten Flug mit Shenzhou 5. Übrigens wurde erstmals ein Tagstart einer CZ-2F, begleitet von den Blicken vieler Parteikader, vorgenommen. An Bord befand sich erneut eine umfangreiche Sammlung an insgesamt 52 Experimenten und wissenschaftlichen Nutzlasten, speziell zu den Bereichen der Erdbeobachtung, Mikrogravitations-Physik, Astrophysik und Biotechnologie. Highlight war zweifellos ein an der äußeren Hülle angebrachte Laserreflektor, mit dem z.B. die Höhe des Meeresspiegels auf den Millimeter exakt berechnet werden kann.
Vor dem Start trainierten mehrere Taikonauten in der Kapsel und erprobten dabei den Einstieg und die Bedienung der Flughardware. Der Kurs der Kapsel wurde so gewählt, dass ein Rendezvous mit einem zweiten Shenzhou-Raumschiff leicht möglich gewesen wäre. Auch dies wird als Indikator gewertet, dass Shenzhou 4 die finale Vorbereitung auf einen ersten bemannten Einsatz war. Die Landung erfolgte nach 108 Erdorbits bzw. sechs Tagen und 18 Stunden Flug am 5. Januar 2003 gegen 11.16 Uhr UT, 40 Kilometer entfernt von Hohhot in der Inneren Mongolei. Während des Fluges fanden zumindest zwei größere und aufwendigere Bahnkorrekturen statt. An Bord verstaut waren außerdem Weltraumnahrung und persönliches Equipment, z.B. ein entsprechender Raumanzug und ein Rasierapparat.
Verwandte Webseiten:
- Chinas Raumfahrt
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
Space Focus: Raketenentwicklung in Deutschland IV
|
von Tilman Kaiser | |
Raketenentwicklung im großen Stil und der finanzielle Durchbruch
Nach den Erfolgen mit der A2 machten sich die Raketenkonstrukteure an die Planung einer
größeren Rakete mit einem Triebwerk von 1500 kg Schub. Den Beteiligten war klar, dass dieses ehrgeizige A3-Projekt nicht mehr nur mit den 80 Mitarbeitern um von Braun durchgeführt werden konnte.
Auch das Versuchsgelände in Kummersdorf bei Berlin kam zum einen wegen seiner räumlichen Begrenzung und zum anderen aus Geheimhaltungsgründen nicht mehr in Frage.
Die Ausweitung des Raketenprojekts stand in unmittelbarem Zusammenhang mit einigen Maßnahmen seitens des NS-Regimes im März 1935. Entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrags wurde mit dem Gesetz über den Aufbau der Deutschen Wehrmacht die Wehrpflicht wieder eingeführt und offiziell bekannt gegeben, dass unter dem Dach des Luftfahrtministeriums "insgeheim" die Luftwaffe aufgebaut worden war. Mit der Luftwaffe gab es nun neben Heer und Marine eine dritte Waffengattung, die unter ihrem politisch einflussreichen Oberkommandierenden, Göring, große finanzielle Unterstützung genoss.
Da die finanzkräftige Luftwaffe Interesse an der Entwicklung von raketengetriebenen Jägern hatte und von den Erfolgen des A2-Raketenprojekts des finanzschwächeren Heers beeindruckt war, schlossen sich beide Waffengattungen zusammen, um Raketenprojekte im großen Stil gemeinsam zu stemmen.
Von Braun hatte schon seit Dezember 1935 nach einem geeigneten Ort für die neue Raketenversuchsanstalt entlang der Ostseeküste Ausschau gehalten. Rügen, das er kurz in Erwägung gezogen hatte schied aus, da hier die Deutsche Arbeiter Front (DAF) ein "Kraft durch Freude"-Seebad errichten wollte (Die Ruinen kann man noch heute dort besichtigen). Als von Braun Weihnachten 1935 die Standortsuche im Kreis seiner Familie ansprach, erwähnte seine Mutter einen Ort im nördlichen Teil der Insel Usedom, an dem ihr Vater gerne der Entenjagd nachgegangen sei: Peenemünde.
Nachdem Peenemünde im Januar 1936 von den zuständigen Militärs für gut befunden wurde, teilten Oberstleutnant von Richthofen als Vertreter der Luftwaffe und der inzwischen ebenfalls in den Rang eines Oberstleutnants gehobene von Horstig als Vertreter des Heers das vorgesehene Versuchsgelände in Peenemünde West für die Versuche der Luftwaffe und Peenemünde Ost für die Versuche des Heers ein. Diese räumliche Trennung zwischen den beiden Waffengattungen könnte auch symbolisch dafür stehen, dass sich die Luftwaffe und das Heer nicht "riechen" konnten. Deutlich wird dies auch an einer Äußerung von General Becker vom HWA im Hinblick auf die Zusage der Luftwaffe, dass Raketenprojekt mit fünf Millionen Reichsmark zu finanzieren, an die sich von Braun folgendermaßen erinnerte:
"General Becker war wutentbrannt über die Unverschämtheit der Luftwaffe:
'Diese Emporkömmlinge von der Luftwaffe', schimpfte er [General Becker], 'sobald wir
eine erfolgversprechende Entwicklung haben, kommen die und nehmen sie uns weg! Aber die werden schon sehen, dass sie im Raketengeschäft der kleinere Partner sind!'
'Meinen Sie damit', fragte Oberstlt. von Horstig erstaunt, 'dass sie mehr als fünf Millionen in die Raketentechnik investieren wollen?'
'Genau das', erwiderte Becker, 'ich habe vor, auf Richthofens fünf Millionen noch sechs Millionen draufzuschlagen!'
Auf diese Weise wurde unser maßvolles Projekt, dessen jährlicher Haushalt nie die Summe von 80000 RM überschritten hatte, zu dem ausgeweitet, was die Amerikaner 'big time' nennen."
Literatur
- T.A. Heppenheimer: "A History of space flight", California 1996
- V. Marchis: "Wernher von Braun - Der lange Weg zum Mond", In: Spektr. d. Wissenschaft - Biografie 4/2001
- M.J. Neufeld: "The rocket and the Reich. Peenemünde and the Coming of the Ballistic Missile Era", New York 1995
bzw. die dt. Ausgabe: "Die Rakete und das Reich: Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters / M.J. Neufeld. Aus dem Amerikan. von J. Wagner., wissenschaftliche Betreuung P. Stache , 2. überarb. Aufl. - Berlin: Henschel 1999
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
ISS Weekly Report: Progress M-48 wird entladen
|
von Michael Schumacher | |
Das Entladen der annähernd 2.268 Kilogramm Versorgungsgüter aus dem erst kürzlich angekommenen russischen Versorgungsraumschiff begann diese Woche gewissenhaft an Bord der Internationalen Raumstation. Die siebte Stammbesatzung, die aus Kommandant Juri Malentschenko sowie Bordingenieur und National Aeronautics and Space Administration (NASA) International Space Station (ISS) Science Officer (SO) Edward Lu besteht, verbrachte jeden Tag Zeit damit, die Ausrüstung zu entladen, zu katalogisieren und zu verstauen.
Progress M-48 brachte am 30. August Nahrungsmittel, Treibstoff und Ausrüstung zur Raumstation. In dieser Woche wurden seine Triebwerke erfolgreich getestet, so dass sie nun wenn nötig zur Anhebung der Erdorbithöhe der Raumstation genutzt werden können. Außerdem wurde Stickstoff aus den Tanks von Progress M-48 verwendet, um den Druck der Atmosphäre innerhalb der Raumstation zu beaufschlagen, wohingegen der Transfer von Sauerstoff erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird.
Unter den Versorgungsgütern befanden sich auch zwei Kanister für die Resistive Exercise Device (RED) zum Gewichtheben, die Lu am Freitag, dem 12. September 2003 installierte. Zufälligerweise hatte Lu am Mittwoch, dem 10. September 2003 Probleme damit, den Widerstand an einem der vorherigen Kanister abzustimmen. Er entfernte den betreffenden Satz und wird sich in der nächsten Woche der Reparatur des Probleme bereitenden Kanisters widmen, so dass die beiden neuen Kanister, die an Bord von Progress M-48 die Raumstation erreichten, für die achte Stammbesatzung bestehend aus Kommandant und NASA ISS SO Michael Foale sowie Bordingenieur Alexander Kaleri zurückgehalten werden können.
Am Freitag, dem 12. September 2003 arbeiten die Flugkontrolleure im Mission Control Center (MCC) in Houston, Texas an der Kommunikationsverbindung zwischen der Raumstation und den Kontrollzentren in Houston, Texas sowie Moskau und Huntsville, Alabama. Die siebte Stammbesatzung bemerkte, dass sie kaum in der Lage war, die Funksprüche der Capsule Communicators (CAPCOMs) aller Kontrollzentren zu hören. Das Problem wurde auf ein Ausrüstungsstück in Houston, Texas eingeschränkt, das die Funksprüche aller Kontrollzentren zur Raumstation überträgt. Die Techniker arbeiten weiterhin an der Problembehebung. Unterdessen wurde die Sprechfunkverbindung zur Raumstation wieder auf ein normales Niveau gebracht, indem dieses spezielle Ausrüstungsstück vorübergehend umgangen wird.
Die Vorbereitungen für die spanische Sojus Mission an Bord der ISS im Herbst diesen Jahres schritten mit der erfolgreichen Ankopplung von Progress M-48 weiter voran. An Bord befand sich europäische Experimentausrüstung, die eine wichtige Rolle bei der Mission des spanischen Kosmonauten der European Space Agency (ESA) Pedro Duque spielen wird. Er wird eine Reihe von physikwissenschaftlichen, geisteswissenschaftlich physiologischen, biologischen und pädagogischen Experimenten durchführen.
Die anstehende Mission an Bord des Sojus TMA-3 Raumschiffes, das Duque zur Raumstation bringen wird, soll am 18. Oktober 2003 vom Baikonur Kosmodrom in Kasachstan starten. Während der spanischen Sojus Mission zur ISS wird Duque auch andere Pflichten haben. Eine wichtige Aufgabe, in die er eingebunden ist, ist der Austausch des Raumschiffes Sojus TMA-2, dem gegenwärtigen Rettungsraumschiff der ISS, das seit dem 28. April 2003 an die Raumstation angekoppelt ist. Dies fällt mit dem Austausch der Stammbesatzung zusammen.
Duque wird bei Sojus TMA-3 als Bordingenieur dienen, das ihn und die achte Stammbesatzung zur Raumstation bringen wird. Er wird an Bord von Sojus TMA-2 zusammen mit der siebten Stammbesatzung, die sich zurzeit an Bord der ISS befindet, zur Erde zurückkehren.
In der Vorbereitung auf seine Mission befindet sich Duque momentan im Sternenstädtchen bei Moskau. Er wird der sechste europäische Raumfahrer sein, der die ISS besucht. Die ihm vorausgegangenen fünf europäischen Raumfahrer waren der italienische Missionsspezialist Umberto Guidoni im Rahmen der Mission STS-100 vom 21. April 2001 bis zum 29. April 2001, die französische Bordingenieurin Claudie Haigneré im Rahmen der Mission Sojus TM-33/ISS/Sojus TM-32 vom 23. Oktober 2001 bis zum 30. Oktober 2001, der italienische Bordingenieur Roberto Vittori im Rahmen der Mission Sojus TM-34/ISS/Sojus TM-33 vom 27. April 2002 bis zum 4. Mai 2002, der französische Missionsspezialist Philippe Perrin im Rahmen der Mission STS-111 vom 7. Juni 2002 bis zum 15. Juni 2002 sowie der belgische Bordingenieur Frank de Winne im Rahmen der Mission Sojus TMA-1/ISS/Sojus TM-34 vom 1. November 2002 bis zum 9. November 2002. Zum ersten Mal wird ein europäischer Kosmonaut Ersatzmann für Duque sein, der niederländische Kosmonaut der ESA André Kuipers, der selbst die niederländische Sojus Mission zur ISS fliegen soll, deren Start für den 25. April 2004 angesetzt ist.
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
Surftipp: SpaceEquity.com
|
von Felix Korsch | |
News rund um die Raumfahrt findet man mittlerweile reichlich im Netz. Dagegen sind fundierte Artikel zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der
Raumfahrttechnik eher selten und der interessierte Leser muss auf
Printpublikationen zurückgreifen. Eine bisherige Nische im Netz füllt hier
SpaceEquity.com, ein monatlischen Onlinemagazin über kommerzielle und
finanzielle Entwicklungen im Aerospace-Sektor. SpaceEquity informiert hierbei über neue Konzepte der Industrie, die aktuelle staatliche Raumfahrtpolitik sowie die Managementproblematiken innerhalb der NASA - letzteres hat sich zum medialen Dauerbrenner entwickelt. Aber auch Analysen über die Pläne für ein neues, wiederverwendbares Raumfahrzeug (RLV) werden vorgestellt. Freilich steht hierbei weniger der technische denn der kommerzielle Gedanke im Vordergrund, doch wird genau dieser Aspekt zum für die Raumfahrt der kommenden Jahre entscheidenden Frage.
Die Autoren sind ausschließlich bekannte Namen, unter anderem aus der
National Space Society oder diversen Firmen. Regelmäßiger Autor ist auch Jeff Foust, Betreiber von SpaceToday.net und TheSpaceReview.com. In früheren Ausgaben kann natürlich auch gestöbert werden. Die nächste Ausgabe geht schon
übermorgen online.
|
|
|
|
^ Nach oben
|
|
|
"In Space" Magazin #094 ISSN 1684-7407
Erscheinungsdatum:
13. September 2003
Auflage: 1465 Exemplare
Chefredaktion &
Inhaltlich Verantwortlicher:
Karl Urban
Redaktionsleitung:
David Langkamp
Redaktion:
Birger Böning
Sven Flock
Jan Großmann
Britta Hermes
Tilman Kaiser
Raphael Kallensee
Andreas Kopp
Felix Korsch
Clemens Mach
Sebastian Mateja
Dominik Mayer
Thomas Pallmann
Dominik Puckert
Sabine Rossburg
Gero Schmidt
Michael Schumacher
Guido Schumann
Michael Stein
Mark Weimar
Lorenz Zistler
Freie Mitarbeiter:
Lutz Growalt
Meik Lampmann - Space-Weltraum.de
|
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
Kontakt / Impressum / Disclaimer |
Herausgeber
Das "InSpace"-Magazin ist eine Publikation des Raumfahrer Net e.V.i.G., c/o Karl Urban, Wilhelmstr. 87, 10117 Berlin. Inhaltlich verantwortlich ist Karl Urban.
Abmeldung
Eine sofortige Abmeldung vom Magazin ist jederzeit unter Magazin.Raumfahrer.net möglich. Bei Problemen hierbei können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an webmaster@raumfahrer.net wenden.
Newsletter-Archiv
Sämtliche bisher erschienenen Ausgaben des "InSpace" Magazins können Sie auf dessen Seite unter http://magazin.raumfahrer.net nachlesen.
TrekZone
Raumfahrer.net ist die Raumfahrtrubrik des TrekZone Networks. Es entsteht in enger inhaltlicher und redaktioneller Kooperation mit TrekZone.
Copyrights
Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede
unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
Newsübernahme
Die Übernahme von Newsmeldungen - sowohl in ganzer
Form wie auch sinngemäß - ist nur für gedruckte Publikationen erlaubt. Wir bitten dabei ausdrücklich
um die Nennung unseres Namens (Quellenangabe), "Raumfahrer.net", und einen
Verweis auf unsere Webseiten unter http://www.raumfahrer.net.
Betreibern von Internet-Seiten ist die Übernahme von Newsmeldungen
ohne schriftliche Genehmigung des Redaktionsleiters (E-Mail an david.langkamp@raumfahrer.net) streng untersagt.
Das Umschreiben von Newsmeldungen stellt - wie die ganzheitliche
Übernahme einer Meldung - eine Verletzung unserer Rechte dar. Wir behalten
uns vor, gegen derartige Fälle rechtlich vorzugehen.
Links
Gemäß eines Urteiles des Landgerichts (LG) Hamburg vom 02. Juni 1998 -
Aktenzeichen 312 0 85/98: "Haftung für Links" - distanzieren sich die
Redaktion von Raumfahrer.net sowie sämtliche an der Produktion Beteiligte
hiermit von Aussagen und Inhalten gelinkter Seiten. Jegliche rechtlichen
und gesetzlichen Verstöße auf diesen waren zum Redaktionszeitpunkt nicht
bekannt. Aus diesem Grund sind wir nicht verantwortlich bzw. haftbar für
Probleme oder Schäden in jeglicher Form, die durch Existenz, Kenntnis,
Besuch oder Nutzung gelinkter Seiten entstehen.
Weiterverwendung persönlicher Daten
Hiermit wird gemäß § 28 Abs. 3 und 4 des Bundesdatenschutzgesetzes die Verwendung von persönlichen Daten dieser Publikation zu Werbezwecken sowie zur Markt- und Meinungsforschung ausdrücklich untersagt.
|
|
| © 2003 by Raumfahrer.net.
|
|