InSpace Magazin #336 vom 12. Mai 2008

In Space Magazin
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"In Space" Magazin

Ausgabe #336
ISSN 1684-7407


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Updates / Umfrage

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Nachrichten der Woche

> ISS Weekly Report:
Nächste Space Shuttle-Mission mit 14 Tagen Flugdauer

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Intro von Karl Urban

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

es ist ruhig, sehr ruhig. So ruhig, dass ich gar nicht weiß, worüber ich Sie hier informieren kann. Vielleicht eine Korrektur am Rande: Anders als von mir letzte Woche angekündigt, gibt es noch wenige ISS Weekly Reports von Michael Schumacher, bis er nach sechs Jahren die Feder niederlegt und sich anderen Aufgaben widmet.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Karl Urban
Chefredakteur Raumfahrer.net

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Updates / Umfrage

» Raumfahrtkalender
Aktuelle Ereignisse in der Raumfahrt in den nächsten Jahren

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Aktuelle Information über die ESA-Mission zur Venus finden Sie auf dieser Sonderseite.

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News

• XMM - Fehlende Materie entdeckt «mehr» «online»


» XMM - Fehlende Materie entdeckt
07.05.2008 - In den Daten des Röntgenteleskops XMM-Newton haben Wissenschaftler Spuren des Anteils der normalen (baryonischen) Materie entdeckt, welcher bisher noch nicht beobachtet werden konnte.
Nach heutigem Kenntnisstand besteht das Universum zu 5% aus baryonischer Materie (Protonen, Neutronen, Elektronen). Der Rest besteht zu 23% aus dunkler Materie und zu 72% aus dunkler Energie. Die Hälfte der Baryonen bilden die beobachtbaren Sterne und Galaxien. Die andere Hälfte konnte bisher nicht beobachtet werden. Nach aktuellen Theorien soll sie sich in feinen fadenartigen Strukturen als dünnes Gas zwischen den Galaxien befinden, welche das gesamte Universum durchziehen. An den dichten Knotenpunkten dieses Netzes sitzen die Galaxien. Durch seine Hitze sollte das Gas Röntgenstrahlung abgeben.

Die geringe Dichte des heißen Gases hat eine Entdeckung bisher unmöglich gemacht. Jetzt haben Forscher in den Daten des europäischen Röntgenteleskops XMM-Newton Spuren des heißesten Bestandteils der fehlenden Materie gefunden. Bei der Beobachtung der beiden Galaxienhaufen Abell 222 und 223 in 2,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung wurde eine Verbindung aus heißem Gas zwischen beiden Objekten entdeckt. Die jetzt beobachtete Materie stellt wahrscheinlich nur den wärmsten Teil der in den Fäden befindlichen Materie dar. Zum Aufspüren der kälteren Bestandteile reicht die Empfindlichkeit heutiger Observatorien noch nicht aus. Das Gas zwischen Abell 222 und 223 konnte nur deswegen entdeckt werden, weil beide Haufen von der Erde aus gesehen fast hintereinander liegen, so dass die Beobachtung entlang des gesamten Materiefadens geschehen konnte. Damit haben sich die Intensitäten der gesamten schwachen Röntgenemissionen addiert und konnten aufgefangen werden.

Durch diese erste Entdeckung der postulierten Materieverteilung können deren Eigenschaften, Entwicklung und Verteilung besser abgeschätzt werden. Damit ist es möglich, die Anforderungen an eine Folgemission mit höherer Beobachtungsempfindlichkeit zu definieren, mit der die Jagd nach der "fehlenden" Materie fortgesetzt werden kann. Außerdem können so andere aussichtsreiche Konstellationen für das Auffinden der Materie identifiziert werden.
(Autor: Daniel Schiller - Quelle: ESA)


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ISS Weekly Report: Nächste Space Shuttle-Mission mit 14 Tagen Flugdauer von Michael Schumacher

Auf der International Space Station widmete sich die Expedition Crew 17 wissenschaftlichen Experimenten, regelmäßigen Wartungsarbeiten und der Vorbereitung der nächsten Space Shuttle-Mission, die am 31. Mai 2008 in den Weltraum aufbrechen wird.

Am 06. Mai 2008 war Garrett Reisman, Flight Engineer (FE) der Expedition Crew 17 (EC-17), damit beschäftigt, die Werkzeuge im Schleusenmodul Quest für die drei Extravehicular Activities (EVAs) herzurichten, die während der Zusammenarbeit mit der Mannschaft der Space Shuttle-Mission Space Transportation System 124 (STS-124) durchgeführt werden. Im Verlauf der Space Shuttle-Mission STS-124 werden das Japanese Experiment Module (JEM) Pressurized Module (PM) Kibo und das JEM Remote Manipulator System (RMS) zur International Space Station (ISS) gebracht und installiert werden.

Derweil wurde die Flugdauer der Space Shuttle-Mission STS-124 mit Start am 31. Mai 2008 um 16:02 Uhr Eastern Standard Time (EST) um 1 Tag auf 14 Tage erweitert, um während dem zusätzlichen Tag, an dem die zwei Weltraumfahrzeuge, Space Shuttle und ISS, gekuppelt bleiben, Batterien im Schleusenmodul Quest zu wechseln. Damit wird die Space Shuttle-Mission STS-124 am 14. Juni 2008 zur Erde zurückkehren. An die ISS ankuppeln wird der Space Shuttle am 02. Juni 2008, während die Abkupplung am 11. Juni 2008 durchgeführt werden wird. Die drei EVAs werden am 03. Juni 2008, am 05. Juni 2008 und am 08. Juni 2008 durchgeführt werden. Das JEM PM Kibo wird am 03. Juni 2008 am Backbord-Common Berthing Mechanism (CBM) des Kupplungsmoduls Nummer 2 Harmony installiert werden. Am 06. Juni 2008 wird außerdem die während der Space Shuttle-Mission STS-123 am zum Weltraum zeigenden CBM des Kupplungsmoduls Nummer 2 Harmony installierte JEM Experiment Logistics Module (ELM) Pressurized Section (PS) zum zum Weltraum zeigenden Kupplungsaggregat des JEM PM Kibo umgekuppelt werden.

Im Steuerungsmodul Sarja installierte Oleg Kononenko, FE der EC-17, mehrere Behälter für zusätzlichen Stauraum, die mit dem Automated Transfer Vehicle (ATV) zur ISS gebracht wurden. Außerdem wurde das selbsttätige System zur Steuerung der Annäherung des nächsten Weltraumfrachters Progress M-64 mehrfach durch Spezialisten auf der Erde überprüft. Mit mehr wie 2.000 kg an Fracht wird die Progress M-64 am 14. Mai 2008 um 15:22 Uhr EST vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS aufbrechen, um schließlich am 16. Mai 2008 an das Steuerungsmodul Sarja anzukuppeln.

Am 07. Mai 2008 packte Reisman Materialien für die Rückkehr zur Erde zusammen. Im Verlauf der Space Shuttle-Mission STS-124 wird FE Gregory Chamitoff für Reisman zur ISS gebracht werden, der nach 95 Tagen im Weltraum zur Erde zurückkehren wird. Währenddem war Sergej Wolkow, Commander (CDR) der EC-17, mit dem Installieren der Behälter für zusätzlichen Stauraum im Steuerungsmodul Sarja beschäftigt.

Mit dem Space Station Remote Manipulator System (SSRMS) Canadarm 2 ergriff Reisman am 08. Mai 2008 den Special Purpose Dexterous Manipulator (SPDM) Dextre, um die Systeme des Greifers zu überprüfen. Anschließend arbeitete Reisman an der Microgravity Science Glovebox (MSG), um sie zu säubern und um die Temperaturfühler und Luftumwälzer zu überprüfen.


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"In Space" Magazin #336
ISSN 1684-7407


Erscheinungsdatum:
12. Mai 2008
Auflage: 4083 Exemplare


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