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» Mars: Lebenszeichen von Spirit
15.11.2008 - Der durch einen Staubsturm behinderte Rover hat neue Daten vom Mars gesendet.
Anfang der Woche hatte das Roverteam Befehle an den Rover geschickt, um möglichst viel Energie zu sparen. Der Grund dafür war ein neuer Staubsturm über dem Gusev-Krater, wodurch Spirits Energieausbeute am 9. November auf 89 Wattstunden gesunken war, den absolut niedrigsten Wert der gesamten Marsrover-Mission (RN berichtete).
Unter Anderem beinhalteten die Energiesparmaßnahmen eine Sendepause des Rovers bis Donnerstag. Da es nicht möglich war, den erfolgreichen Empfang der Befehle durch den Rover zu prüfen, mussten die Ingenieure die nächsten Tage in Ungewissheit verbringen: Meldete sich der Rover nicht, weil er die Befehle empfangen hatte und sie befolgte? Oder meldete er sich nicht, weil er die Befehle nicht empfangen hatte, zuviel Energie verbraucht hatte und die Bordakkus nun leer waren?
Gestern hatte das Warten ein Ende: Spirit hat sich zurück gemeldet. Er hatte die Befehle wie geplant empfangen und ausgeführt. Die Akkus sind zwar nicht mehr voll geladen, aber die Situation ist vorläufig unter Kontrolle. Der Staubsturm flaut bereits wieder ab. Es bleibt nun abzuwarten, inwieweit der herab sinkende Staub die ohnehin schon niedrige Energieausbeute der verstaubten Solarzellen weiter beeinträchtigt.
Die Solarzellen erzeugen jetzt 161 Wattstunden Energie pro Marstag (0,161 kWh). Durch den neuen Staub auf dem Rover kommen nur 30% der Intensität des relevanten Sonnenlichts durch. Vor dem Sturm waren es 33%. Der Sturm ist noch nicht vollständig abgeklungen. Außerdem soll es zu dieser Jahreszeit öfters solche Stürme geben. Man bleibt vorsichtig und möchte so viel Energie sparen/speichern wie möglich, um einen Puffer aufzubauen. Der Rover wird also weiterhin sein Minimalprogramm der letzten Tage durchführen, mit minimalen Aktivitäten, teilweise deaktivierten Heizelementen und seltener Kommunikation. Ab dem 30. November kann für zwei Wochen keine Kommunikation stattfinden, da die Sonne zwischen Erde und Mars stehen wird.
Raumcon:
(Autor: Axel Orth - Quelle: NASA/JPL)
» Erstmals Direktaufnahmen von Exoplaneten gelungen
14.11.2008 - Astronomen ist ein Meilenstein in der Erforschung von Exoplaneten gelungen. Gleichzeitg haben zwei Astronomenteams insgesamt 4 neue Exoplaneten um 2 Zentralsterne photografisch nachweisen können, mit Hubble und dem Keck-Observatorium.
3 neue Exoplaneten bei HR 8799
Das neue extrasolare Planetensystem befindet sich um den jungen Stern HR 8799. Dieser Stern ist ca. 130 Lichtjahre (= 39 Parsec) von der Sonne entfernt und ungefähr 1,5 Sonnenmassen schwer. Mit einer Helligkeit von 6,0 mag befindet es sich im Sternbild Pegasus (RA = 23h 07m 28.7s; Dec = 21° 07` 03.3``; J2000). Sein Spektraltyp ist A5V mit einer effektiven Oberflächentemperatur von ca. 7.400 Kelvin. Sein Alter wird auf nur 60 Millionen Jahre geschätzt.
Die 3 neuentdeckten Exoplaneten sind jeweils 10, 9 und 6 Mal schwerer als Jupiter (beginnend mit den innersten Planeten dieses Systems). Ihre Entfernungen zum Zentralstern liegen bei 27, 34 und 67 Astronomische Einheiten. Die Größe und Masse der Planeten sinkt dabei mit abnehmender Entfernung vom Zentralstern. Genau dies ist auch in unserem Sonnensystem beobachtbar: Jupiter, der schwerste Planet, kommt an erster Stelle und danach sinken die Masse und Größe der weiteren Gasplaneten Saturn, Uranus und Neptun.
Und dort könnte es noch weitere Planeten geben, die die Wissenschaftler noch nicht entdeckt haben. “Jeder extrasolare Planet wurde bisher mit der Radialgeschwindigkeitsmessung entdeckt. Die neue Entdeckung ist nun das erste Bild eines ähnlichen Systems,” erläuterte Bruce Macintosh, ein Astrophysiker am Lawrence Livermore National Laboratory und ein Autors der zugehörigen Publikation vom 13. November (siehe Quellen). “Wir haben bisher 8 Jahre lang erfolgslos versucht, Planeten abzubilden und nun haben wir Bilder von drei Planeten auf einmal. [...] Dies ist ein Meilenstein in der Suche und der Charakterisierung von Planetensystem um fremde Sterne.”
Die neuen Planeten wurden ausgiebig mit beiden Teleskopen Keck und Gemini unter dem wichtigen Einsatz der Adaptiven Optik untersucht. Adaptive Optik bietet den Astronomen eine sehr gute Möglichkeit, atmosphärische Störungen wie Temperaturschwankungen oder Luftunruhen zu minimieren. Diese würde sonst die Auflösung und die Detailtiefe von astronomischen Aufnahmen stark beeinträchtigen.
Verwendete und weiterführende Quellen:
- Keck-Observatorium: Astronomers Capture First Images of Newly-Discovered Solar System
- Gemini-Observatorium: Gemini Releases Historic Discovery Image of Planetary "First Family"
- Jean Schneider`s Extrasolar Planets Encyclopaedia: Notes about HR 8799
- Preprint: Direct Imaging of Multiple Planets Orbiting the Star HR 8799 (PDF)
- Preprint von S. Marley: Seeing is Believing (PDF)
1 neuer Exoplanet bei Fomalhaut
Neben der Aufnahme durch die beiden Teleskope des Keck-Observatoriums hat nun auch zeitgleich NASA`s Hubble Space Telescope einen Schnappschuss eines weiteren extrasolaren Planeten um einen fremden Stern machen können.
Die Masse des fotografierten Planeten wird auf nicht mehr als 3 Jupitermassen geschätzt. Anhand der gemachten Aufnahmen wird eine Entfernung von ca. 115 AE geschätzt. Dies entspricht einer Umlaufzeit von 872 Jahren. Diese Umlaufzeit stellt im Verhältnis zur Planetenmasse einen neuen Rekord dar. Es wurden zwar schon einige wenige Objekte entdeckt, die eine noch größere Umlaufzeit aufweisen. Leider ist ihre Objektmasse aber derart hoch, dass sie vermutlich nicht mehr als Planeten, sondern als Braune Zwerge gelten.
Der Planet umrundet den bekannten Stern Fomalhaut. Er ist der Hauptstern des Sternbilds „Südlicher Fisch“ (latein: Piscis Australis; RA = 22h 57m 39s, -29° 37` 20``, J2000). Fomalhaut ist ca. 25 Lichjahre (= 7,7 Parsec) von der Sonne entfernt. Mit 1,16 mag kann er problemlos mit bloßem Auge beobachtet werden. Der Stern ist dabei doppelt so schwer und so groß wie die Sonne und mit 0,2 Milliarden Jahre ein sehr junger Stern.
Fomalhaut ist ein exzellenter Kandidat für die Jagd nach fernen Planeten. In den frühen 80er Jahren hatte NASA`s Infrared Astronomy Satellite, IRAS, einen Infrarot-Überschuss entdeckt, der auf eine Staubscheibe hinwies, wie man später feststellte.
Im Jahr 2004 konnte der Koronagraph der High Resolution Camera von Hubble`s Advanced Camera for Surveys eine hochauflösende Aufnahme der Staubscheibe machen, die alle anderen Aufnahmen von Fomalhaut übertraf. Sie zeigte klar und deutlich die inneren Regionen der Staubscheibe. Die Scheibe verhielt sich eher wie ein Ring – deswegen sprechen auch einige Quellen von einem so genannten Staubring. Diese große Staubscheibe kann dabei mit dem Kuiper-Gürtel unseres Sonnensystem verglichen werden, welcher das Sonnensystem eingrenzt und eisige Kleinplaneten enthält.
Hubble-Astronom Paul Kalas und seine Teamkollegen von der University of California vermuteten schon im Jahr 2005, dass der Staubring von Fomalhaut durch einen möglichen Planeten gravitativ gestört wird. Paul Kalas und sein Team führten auch die Aufnahmen am Hubble Space Telescope bereits im Jahr 2004 aus. Zu dieser Zeit vermerkten sie einige helle Lichtquellen in der Staubscheibe als mögliche Planetenkandidaten. Eine spätere Untersuchung im Jahr 2006 zeigte schließlich, dass eine der Lichtquellen seit 2004 ihre Position relativ zu Fomalhaut und innerhalb der Staubscheibe geändert hat. Anhand des Anteils der Ortsveränderung konnte mit Hilfe der Keplerschen Gesetze ein 872 Jahre langen Orbit zurückgerechnet werden.
Während der letzten 10 Jahre ist die Erforschung von fernen Planeten zu einem bedeutenden Zweig geworden. Es sind nun mehr als 320 ferne Planeten bekannt. Die meisten wurden mit der Radialgeschwindigkeitsmessung entdeckt. Obwohl diese Suchmethode sehr erfolgreich ist, hält sie die Entdeckung doch einem gewissen Rahmen: Nur Gasplaneten mit einem sehr nahen Abstand zum Stern können entdeckt werden. Mit den neuen Entdeckungen der Exoplaneten um HR 8799 und Fomalhaut zeigt sich aber ganz deutlich, dass es auch anders gehen kann: Gasplaneten mit einem sehr weiten Orbit.
Verwendete und weiterführende Quellen:
- Presse-Veröffentlichung auf HubbleSite: Hubble Directly Observes Planet Orbiting Fomalhaut
- Jean Schneider`s Extrasolar Planets Encyclopaedia: Notes about Fomalhaut
- Preprint: Optical Images of an Exosolar Planet 25 Light-Years from Earth (PDF)
- Preprint von S. Marley: Seeing is Believing (PDF)
Raumcon:
(Autor: Michael Johne - Quelle: Keck-Observatorium)
» Nach Phoenix auch Spirit?
12.11.2008 - Die NASA hat zur Zeit kein Glück mit dem Marswetter. Wenige Tage nachdem die US-Weltraumbehörde das etwas verfrühte Ende der Mars-Mission Phoenix aufgrund eines überraschenden Staubsturms mitteilte, muss sie jetzt auch ernsthafte Probleme des Rovers Spirit melden.
Und zwar aus demselben Grund wie bei Phoenix: Ein lokaler Staubsturm über dem Gusev-Krater, dem Landegebiet der rollenden Sonde schränkt die Energieausbeute aus den Solarpaneelen erheblich ein. Da Spirits Solarpaneele ohnehin sehr verstaubt sind - das Glück eines befreienden Wirbelwinds wurde diesem Rover schon lange nicht mehr zuteil - betrug die letzte bekannte Energieausbeute an Sol 1.725 (9. November) nur 89 Wattstunden. Das ist der niedrigste Wert überhaupt in der jahrelangen Geschichte der Marsrover-Mission, für beide Rover, und viel zuwenig, um das Überleben auf Dauer sicherzustellen. Natürlich hat Spirit Akkumulatoren, die zuletzt voll geladen waren und zur Not einige Tage überbrücken können, aber wenn die Energieaufnahme über mehrere Tage so niedrig bleibt, dann besteht ernsthafte Gefahr.
Die Missionsplaner waren gewarnt und haben rechtzeitig dafür gesorgt, dass Spirit möglichst viel Energie spart. So wurden einige Heizelemente abgeschaltet, darunter sogar jenes, das das wissenschaftliche Instrument Mini-THEMIS schützt. Außerdem wurde der sonstige tägliche Kommunikationsaustausch ausgesetzt und der Rover so programmiert, dass er sich erst heute, am Donnerstag, wieder melden soll.
Zwillingsrover Opportunity, auf der anderen Seite des Planeten, hat derzeit keinerlei Probleme. Zwar muss er sich durch schwieriges Terrain kämpfen, schafft aber dennoch im Schnitt 80 Meter pro Tag. Der Staubsturm, der Spirit gerade zu schaffen macht, ist wahrscheinlich ein anderer als der, der Phoenix´ Dasein beendet hat. Laut Marswetter-"Vorhersage" müsste er relativ schnell wieder abklingen, spätestens innerhalb der nächsten Tage. Allerdings bedeutet dies auch, dass vermehrt Staub vom Himmel fallen wird - mit den bekannten Auswirkungen für den Rover. Es bleibt also weiter spannend.
Raumcon:
(Autor: Axel Orth - Quelle: NASA)
» Chandrayaan 1 im Zielorbit um den Mond angekommen
12.11.2008 - Die Indische Weltraumorganisation ISRO berichtete am 12. November 2008, dass es ihr gelungen sei, ihre am 22. Oktober 2008 gestartete Mondsonde Chandrayaan 1 am 12. November 2008 in den vorgesehenen Zielorbit in 100 Kilometern über der Mondoberfläche zu steuern.
Nach dem Start, Anhebungen des Orbits um die Erde und dem Flug auf der Mondtransferbahn wurde die Umlaufbahn der Sonde um den Mond in einer Reihe von Manövern schrittweise abgesenkt. Das Hauptriebwerk der Sonde wurde insgesamt etwa 16 Minuten lang betrieben. Das vom Liquid Propulsion Systems Centre (LPSC) in Thiruvananthapuram gebaute Flüssigkeitshaupttriebwerk der Sonde funktionierte bei insgesamt zehn Zündungen einwandfrei.
Der mondfernste Punkt der Bahn wurde von 7.502 über 255 auf 100 Kilometer über der Mondoberfläche abgesenkt, der mondnächste Bahnpunkt von 200 über 182 auf 100 Kilometer reduziert. Für einen Mondumlauf braucht die Sonde jetzt knapp zwei Stunden.
Raumcon:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: ISRO)
» Mondstaubdetektor-Datenbänder für NASA wiederentdeckt
12.11.2008 - 173 Datenbänder, die Daten enthalten, welche die NASA auf Grund eines Fehlers nicht mehr in ihren eigenen Archiven gesichert hatte, wurden in einem klimatisierten Raum in Perth im Westen Australiens lange unbeachtet gelagert. Die Bänder enthalten Daten von bei einem Teil der Apollo-Mondmissionen verwendeten Mondstaubdetektoren. Der Detektor ist eine Erfindung des Physikers Dr. Brian O`Brien aus Perth.
Im Hinblick auf die neuerlich geplanten bemannten amerikanischen Mondlandungen ist der Mondstaub wieder in den Fokus geraten, nachdem sich in den 1970ern niemand besonders für die damaligen Messergebnisse interessiert hatte. Der Mondstaub könnte das am schwierigsten zu beherrschende Umweltproblem auf dem Mond sein.
Bevor die Mondlandungen stattgefunden hatten, glaubte man, dass der Aufstieg des Lunar Modules LM nach einem Mondaufenthalt eine erhebliche Staubschicht auf zurückgelassenen Anlagen mit Experimentierausrüstung hinterlassen würde. Dass derartiges passieren könnte, schrieb man seinerzeit außerdem unbekannten Langzeiteinflüssen zu. Nachdem man auf dem Mond kurze Zündungen der Triebwerke unbemannter Surveyor-Lander vorgenommen hatte, um das Verhalten des Mondstaubes besser einschätzen zu können, zeichnete sich ab, dass sich Staubansammlungen nicht so rasch aufbauen würden wie zunächst angenommen.
Daraufhin wurde der Mondstaubdetektor entwickelt, der bei den Apollomissionen 11, 12, 14 und 15 zum Einsatz kam. Bei Apollo 11 war der Detektor am passiven seismischen Experimentierpaket (EASEP, Early Apollo Scientific Experiments Package) montiert. Gemessen wurde die Leistungsabgabe eines Satzes von Solarzellen. Die Leistungsabgabe nahm langsamer als erwartet ab, die Staubansammlung auf dem Detektor war geringer als vorausgesehen. So konnte der Detektor auch verwendet werden, um die durch Strahlung und Temperatureffekte verursachte Degradation der verwendeten Solarzellen über längere Zeit zu beobachten, was insbesondere bei den Missionen 14 und 15 möglich war. Bei Apollo 12 wurde die zuerst entwickelte Originalversion des Detektors benutzt.
Entsprechend seiner Nutzung wurde das Experiment auch DTERM, Dust, Thermal and Radiation Engineering Measurements package genannt. Ab Apollo 12 war das Experiment Teil des Apollo Lunar Surface Experiments Package, abgekürzt ALSEP, einer komplexen Kombination von auf der Mondoberfläche aufzubauenden Mess-, Registrier- und Kommunikationsausrüstung, die von einem RTG, einem Radioisotopengenerator vom Typ Snap 27 mit etwa 70 Watt Leistung mit Strom versorgt wurde. DTERM bestand aus zwei zentralen Komponeten, einem Sensorpaket, das in einem eigenen Gehäuse oben auf der Central Station von ALSEP montiert war, und einer Elektronik in der Central Station, welche die Verbindung mit einem Messdatenvorverstärker und der Energieversorgung besorgte.
Im Sensorpaket waren drei Siliziumsolarzellen mit je zwei Quadratzentimetern Fläche eingebaut, die Spannungen zwischen Null und 150 Millivolt abgeben konnten. Zwei der Zellen waren mit einem blauen Filterglas versehen, das die Zellen vor Partikel und ultravioletter Strahlung schützte. Eine der beiden geschützen Zellen war zuvor mit einer definierten Menge von Elektronen ganz bestimmter Energie bestrahlt worden. Die dritte der Zellen war weder von einem Filterglas geschützt, noch zuvor bestrahlt. Zusätzlich waren drei Temperatursensoren vorhanden, von denen einer direkt bei den Solarzellen montiert war, ein weiterer innen an der Sensorgehäusewand, und einer außen an der Sensorgehäusewand.
Die Ausgangspannungen der einzelnen Solarzellen und die Messwerte der Temperatursensoren wurden als eine Funktion der Zeit während des Mondtages aufgezeichnet, zur Erde übermittelt, und bei der NASA in den Vereinigten Staaten sowie in Australien an der Universität von Sydney auf den bereits erwähnten Magnetbändern aufgezeichnet. Im Falle der seit 5. Februar 1971 betriebenen Central Station von Apollo 14 wurden die letzten Daten 1976 empfangen, bevor das ALSEP von Apollo 14 im Januar 1976 seine Arbeit einstellte.
Nachdem jetzt die Aufzeichnungen der Messdaten für die NASA erneut verfügbar sind, will man versuchen, die Bänder mit einem heute sehr selten gewordenen IBM729-Mark-V-Bandlaufwerk aus den 1960ern, das man von einem Australischen Computermuseum zur Verfügung gestellt bekommt, auszulesen, damit die Daten einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. SpectrumData, ein Unternehmen, das sich unter anderem mit Datenwiederherstellung beschäftigt, will das IBM729-Mark-V-Bandlaufwerk im Januar 2009 so weit gereinigt und gewartet haben, dass ein Auslesen der 173 Bänder versucht werden kann. Sofern das ohne besondere Vorkommnisse möglich ist, wird es etwa eine Woche dauern, bis alle Daten transferiert sind.
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: NASA, computerweekly.com)
» Marslander Phoenix antwortet nicht mehr
11.11.2008 - Die NASA hat das Ende der Mission Phoenix bekannt gegeben, da die Raumsonde seit einer Woche auf Kommunikationsversuche nicht mehr reagiert hat. Bedingt durch schlechtes Wetter kam das Ende einige Wochen früher als erwartet.
Schon einmal, in der letzten Oktoberwoche, war die Verbindung zu Phoenix, die indirekt über die Mars-Satelliten Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter stattfindet, abgerissen. Doch war es dem Team des JPL in den Tagen danach gelungen, die Verbindung wieder zu etablieren. Die Sonde war schwach, aber meldete sich zunächst noch täglich. Bei der Auswertung der Telemetrie stellte sich heraus, dass die Sonneneinstrahlung auf den Solarzellen jeden Tag gerade noch bis zum Nachmittag reichte, dann gingen der Sonde die Kräfte aus. Erst am nächsten Morgen genügte die Energie aus dem Sonnenlicht, um Phoenix wieder zum Leben zu erwecken.
Dies ging so bis zum 2. November, dann fiel die Verbindung endgültig aus und konnte seither nicht mehr wieder hergestellt werden. Dass die Mission Phoenix, anders als die Marsrover, ein definiertes und ziemlich frühes Ende haben würde, war von vornherein klar, denn die Sonde ist jenseits des Mars-Polarkreises gelandet, was genau so wie auf der Erde bedeutet, dass an ihrem Landeplatz zu einem Zeitpunkt X dauerhaft Dunkelheit herrschen wird. Für eine rein solar betriebene Sonde bedeutet dies, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt X, sehr wahrscheinlich noch etwas früher, der Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Phoenix ist Ende Mai 2008, also im Mars-Sommer, auf dem Roten Planeten gelandet und sollte mindestens drei Monate arbeiten - daraus sind jetzt fünf Monate geworden.
Optimistische Szenarien gingen allerdings davon aus, dass noch bis Mitte November oder gar Anfang Dezember zumindest Funkkontakt bestehen würde, auch wenn es zu keiner wissenschaftlichen Aktivität mehr reichen würde. Dass es jetzt schneller ging, liegt an einem Staubsturm, der vor einigen Wochen über dem Landegebiet aufgezogen ist, das Sonnenlicht zum Teil abschirmt und die Temperaturen nach unten treibt - unter einem ähnlichen Sturm hatte bekanntlich auch Opportunity vor einiger Zeit zu leiden. Der Sturm kam so überraschend, dass das Team es nicht mehr schaffte, vorsorgende Befehle zur Sonde zu übertragen. Es gibt zwar Pläne, wie der Betrieb der Sonde durch das sukzessive Abschalten von fünf eigentlich überlebenswichtigen Heizelementen um einige Tage bis Wochen verlängert werden könnte, um wenigstens noch einige Wetterdaten des heraufziehenden Winters mitzunehmen. Jedoch dürfte es nicht mehr möglich sein, diese Kommandos noch zu übertragen. Zuletzt hatte Phoenix -45 Grad Celsius am Tag und -96 Grad Celsius in der Nacht gemeldet. Das wissenschaftliche Programm ist ohnehin abgeschlossen, vor allem konnten im Laufe des Oktobers noch letzte Bordlaboratorien befüllt und alle geplanten Proben ausgewertet werden.
Die NASA will zwar noch eine Weile "horchen", ob sich doch noch einmal eine Verbindung ergibt, hat aber das offizielle Ende der Mission verkündet. Dass Phoenix nach der Sommersonnenwende dem Mythos hinter ihrem Namen Ehre macht und noch einmal aus dem Kälteschlaf erwacht, wird als unwahrscheinlich bewertet, da die Tieftemperaturen des Marswinters einige Bauteile irreparabel beschädigen dürften.
Wenn auch der neueste Marslander der NASA damit sein kurzes Dasein beendet haben dürfte, steht die Auswertung der durch ihn gelieferten Daten noch immer ganz am Anfang. Allzu spektakuläre Ergebnisse wie etwa Hinweise auf vergangenes oder gegenwärtiges Leben hat seine Grabschaufel zwar nicht zu Tage gefördert, aber doch einige interessante Funde; darunter einen leicht alkalischen Boden, was bisher neu war auf dem Mars; er weist Spuren von Salz auf, wodurch in ihm irdische Pflanzen ohne Weiteres gedeihen könnten, sowie Kalziumcarbonat, was man als Hinweis auf das frühere Vorhandensein von flüssigem Wasser werten kann. Außerdem konnte die geologische Struktur des Mars-Permafrostbodens aus nächster Nähe analysiert werden, mit mindestens zwei Typen von Wassereis-Ablagerungen; Dunst, Wolken, Schnee und Wirbelwinde wurden mit der Kamera beobachtet und ein umfangreiches Archiv von Wetterdaten über die Dauer der gesamten Mission er-messen. Mit den Worten des Chefwissenschaftlers Peter Smith: "Phoenix hat für einige Überraschungen gesorgt, und ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren noch weitere Juwelen aus diesem Datenschatz bergen werden."
(Autor: Axel Orth - Quelle: NASA/Planetary Society)
» Harte Landung des Impaktors MIP von Chandrayaan 1
15.11.2008 - Am 14. November 2008 meldete die Indische Raumfahrtorganisation ISRO, dass der von ihrer Mondsonde Chandrayaan 1 mitgeführte Impaktor am 14. November 2008 um 16:01 Uhr MEZ auf der Mondoberfläche auftraf. Es gibt nach offiziellen Darstellungen keine nachhaltigen Hinweise darauf, dass der Impaktor MIP (Moon Impact Probe) die harte Landung überstanden haben könnte. ISRO gibt an, der Impaktor habe mit der Landung seine Funktion eingestellt.
Die Landung des Impaktors genau am Geburtstag des ehemaligen Premierministers Indiens Pandit Jawaharlal Nehru sei ein historischer Augenblick. Auf die Seitenwände des Impkators war die Indische Flagge aufgemalt, und so habe sie die Mondoberfläche erreicht. MIP soll in der südlichen Polarregion nahe des Shackleton-Kraters aufgetroffen sein.
Der bei Abtrennung vom Mutterschiff Chandrayaan 1 34 Kilogramm wiegende Impaktor sei um 15:36 Uhr MEZ abgestoßen worden. Während seines Abstiegs zur Mondoberfläche seien drei auch für künftige Mondmissionen wichtige Instrumente an Bord eingesetzt worden. Ein Videosystem sollte Bilder von der sich nähernden Mondoberfläche aufnehmen, ein Radarhöhenmesser sollte dazu Höhendaten feststellen, und ein Massenspektrometer sollte zum Studium der extrem dünnen Mondatmosphäre eingesetzt werden.
Nachdem der Subsatellit einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Chandrayaan 1 erreicht hatte, sei MIP mit Zündungen kleiner Triebwerke in eine stabilisierende Rotation versetzt worden. Ein Bremstriebwerk habe dann MIPs Geschwindigkeit vermindert, und den schnellen Abstieg zur Mondoberfläche eingeleitet. Die Messergebnisse und Bilddaten seien während des Abstiegs zum Mutterschiff gesendet worden, das sie gespeichert habe. Eine Auswertung der Daten im Speicher von Chandrayaan 1 wird nach und nach erfolgen. Zwei erste, von Chandrayaan 1 zur Erde gefunkte unbearbeitete Bilder, die MIP von der Mondoberfläche aufgenommen habe, hat die ISRO bereits veröffentlicht.
Die zuächst geäußerte Hoffnung, MIP könnte den Impakt funktionsfähig überstehen, erfüllte sich nicht. Bei Auftreffen auf die Mondoberfläche wurde der Impaktor vermutlich soweit zerstört, dass er keine Signale mehr senden kann. ISRO spricht von einer harten Landung, die das Funktionieren von MIP abschloss.
Raumcon:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: ISRO)
» Russischer Bildaufklärungssatellit gestartet
15.11.2008 - Am 14. November 2008 um 16:50 Uhr MEZ wurde auf einer Sojus-U-Rakete der Aufklärungssatellit Kosmos 2445 von Plesetsk, Startplatz 16/2, gestartet. Der Satellit gehört wahrscheinlich zum Typ Kobalt-M alias Yantar-4K2M und besteht aus einem raumflugtechnischen Teil und einer Wiedereintrittskapsel mit Kamerasystemen. Zusätzlich werden zwei weitere, kleinere Wiedereintrittskapseln mitgeführt.
Kosmos 2445 wurde in einen Orbit mit einem Apogäum von 314 und einem Perigäum von 169 Kilometern über der Erdoberfläche und 67,1 Grad Inklination gesandt. Alternativ wird ein Orbit mit einem Apogäum von 340 und einem Perigäum von 183 Kilometern über der Erdoberfläche genannt.
Nach neun Minuten Flugzeit hatte der Satellit seinen Zielorbit erreicht, nach zehn Minuten konnte das Kommando- und Messzentrum der Russischen Weltraumstreitkräfte die Kontrolle des Satelliten übernehmen.
Die Mission des Satelliten wird, soweit man sich an den Missionzeiten von Vorgängermissionen des gleichen Satellitentyps orientiert, schätzungsweise bis Ende Januar 2009 andauern. Nutzer des Satelliten ist das Russische Verteidigungsministerium.
Katalogisiert ist der Satellit als Objekt 2008-058A bzw. mit der NORAD-Nr. 33439.
Raumcon:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Jonathan`s Space Report, RIA Novosti, itar-tass, russianforces.org)
» Endeavour auf dem Weg
15.11.2008 - Die US-Raumfähre Endeavour ist wie vorgesehen in der Nacht ins All gestartet. Ziel ist die Internationale Raumstation. Vorgesehen sind die Vorbereitung der ISS auf eine sechsköpfige Stammbesatzung sowie Reparaturarbeiten an einem Drehgelenk zur Ausrichtung der Steuerbord-Solarzellenpaneele.
Space Shuttle Endeavour erhellte pünktlich um 1:55 Uhr MEZ den Nachthimmel über Florida und machte sich mitsamt seiner siebenköpfigen Besatzung auf den Weg zur Internationalen Raumstation, um diese auf eine Zukunft mit sechs Besatzungsmitgliedern vorzubereiten.
Nach einem recht ereignislosen Countdown, bei dem es einzig ein Problem mit einer Tür im sogenannten White Room gab, sowie eine fehlerhafte Datenübertragung mit einem Wetterballon, konnte das Team rund um Startdirektor Mike Leinbach grünes Licht für den Start geben. STS 126 vollzog den 31. Nachtstart eines Space Shuttles und war für die Endeavour der insgesamt 22. Start. Nachdem das Space Shuttle die Umlaufbahn erreicht hatte, begannen die routinemäßigen Arbeiten im Orbiter, um das Space Shuttle in ein Raumfahrzeug umzufunktionieren.
Auf die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Chris Ferguson, Pilot Eric Boe und den Missionsspezialisten Donald Pettit, Steve Bowen, Heidemarie Stefanyshyn-Piper, Shane Kimbrough sowie das zukünftige Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus wird in den kommenden 15 Tagen viel Arbeit sowohl im Inneren als auch am Äußeren der Station warten. Mithilfe des in Italien gebauten Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) wird die Crew Geräte zur Raumstation bringen, die in Zukunft ermöglichen werden, die Besatzungsstärke der ISS zu verdoppeln. Neben einer Wasser-Recycling-Anlage und einer zweiten Toilette, werden den zukünftigen Expeditionsmitgliedern auch ein neues Trainingsgerät zur Verfügung stehen, sowie eine weitere neue Bordküche.
Die Shuttlebesatzung wird außerdem in vier Außenbordeinsätzen, neben der Wartung einiger Stationssysteme, versuchen, die beschädigte Drehverbindung am Steuerbord Solargenerator zu reparieren. Experten am Boden vermuten, dass die Beschädigungen am Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) durch eine fehlerhafte Schmierung entstanden sind. Piper, Bowen und Kimbrough werden daher zuerst das SARJ vollständig säubern und anschließend neu schmieren. Zusätzlich werden die Astronauten noch GPS Antennen und neue Fernsehkameras am Träger der Station anbringen.
STS 126 dient des Weiteren dem Austausch von Besatzungsmitgliedern. Sandra Magnus wird Greg Chamitoff an Bord der Internationalen Raumstation ablösen und ihren dreimonatigen Dienst antreten. Magnus soll im Februar wieder zur Erde zurückkehren.
Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 235 Kilometern. Endeavour soll am Sonntag um 23:13 Uhr MEZ an die Internationale Raumstation andocken.
Raumcon:
(Autor: Thomas Pallmann - Quelle: NASA)
» Chandra zeigt Strukturen im Krebsnebel
16.11.2008 - Das Weltraum-Röntgenobservatorium Chandra hat das erste klare Bild von feinen Strukturen im Krebsnebel aufgenommen, die durch das Magnetfeld des zentralen Pulsars verursacht werden.
Der Krebsnebel befindet sich in etwa 6.300 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Stier. Er stammt von einem zusammengebrochenen großen Stern, der vor knapp 1.000 Jahren als Supernova endete und von dem ein schnell rotierender, hoch magnetischer Neutronenstern übrig blieb, kurz: ein Pulsar. Dieser Pulsar ist in der Bildmitte als weißer Punkt zu erkennen.
Der Krebs-Pulsar dreht sich in einer Sekunde 30 Mal um sich selbst. Diese rasante Rotation erzeugt in Kombination mit einem starken magnetischen Feld ein intensives elektromagnetisches Feld. Dies verursacht wiederum Strahlungsjets, die von den Polen des Pulsars ausgehen, sowie einen kraftvollen Sonnenwind in seiner Äquatorialebene.
Wo dieser magnetisch geladene Sonnenwind des Pulsars auf die Teilchen des umgebenden Nebels trifft, bewegen sich elektrisch geladene Teilchen, Elektronen und Positronen (= Anti-Elektronen) spiralförmig um die magnetischen Feldlinien und strahlen Energie ab. Man nimmt an, dass in dem Bild der innere Ring die Schockwelle markiert, wo die Strahlung aus dem Pulsar erstmals auf den umgebenden Nebel trifft. Davon ausgehend bewegen sich energetische Elektronen und Positronen, die im Magnetfeld des Pulsars gefangen sind, nach außen und erzeugen einen im Röntgenbereich glühenden äußeren Ring. Viele fadenartige Strukturen aus heißem Gas, auch als Filamente bezeichnet, durchziehen den Nebel selbst.
Die Schockfront ist hochdynamisch, ihre Form und Position ändert sich ständig. Weiter draußen zeigen sich "Finger" und "Schleifen" aus Materie sowie "Buchten", die wiederum nahezu materiefrei sind. Die Teilchen können sich sehr schnell entlang der Feldlinien bewegen. Sie können Lichtjahre weit fliegen, bis sie ihre Energie verloren haben. Im Kontrast dazu stehen Teilchen, die sich senkrecht zu den Feldlinien bewegen, deren Bewegung ist langsamer und führt nicht so weit. Die auffälligen dunklen Buchten unten rechts und links im Chandra-Bild stammen wahrscheinlich von Überbleibseln des Magnetfelds, das vom ursprünglichen Vorgängerstern des Krebsnebels ausging.
(Autor: Axel Orth - Quelle: Chandra X-Ray Observatory)
» Endeavour an ISS angedockt
17.11.2008 - Die Endeavour bringt Ausrüstungen und Verpflegung zur Aufstockung der Besatzung der Station ab Mai nächsten Jahres. Vorgesehen sind auch Reparaturarbeiten und ein teilweiser Besatzungswechsel.
Um 23:01 Uhr MEZ dockte das Space Shuttle Endeavour, unter dem Kommando von Shuttlekommandant Chris Ferguson, an die Internationale Raumstation an und läutete damit 11 Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung der ISS ein.
Zu Beginn des Tages vollführte die Besatzung des Orbiters eine Reihe von Steuermanövern, um das Space Shuttle präzise ca. 182 Meter unterhalb der Station zu platzieren. Von dort initiierte Ferguson das sogenannte Rendezvous Pitch Manöver (RPM), eine 360-Grad-Drehung um die Querachse, um damit der Besatzung im Inneren der Raumstation die Möglichkeit zu geben, Fotos vom Hitzeschild des Orbiters zu machen. Die Aufnahmen wurden mit einer 400 mm Linse und einer 800 mm Linse gemacht. Die Fotos wurden nach Abschluss des RPM an die Bodenkontrolle übermittelt, wo sie in den nächsten Tagen eingehend analysiert werden.
Ferguson steuerte anschließend die Endeavour ca. 120 Meter direkt vor die Raumstation und begann von dort das Andockmanöver. Er steuerte das Space Shuttle langsam auf den Pressurized Mating Adapter Nummer 2 zu und dockte wenig später dort an, als sich beide Raumfahrzeuge über Indien befanden.
Nachdem auf beiden Seiten der Luke erfolgreich überprüft wurde ob die Verbindung zwischen den beiden Fahrzeugen dicht genug ist, konnten sich die Besatzungen um 01:16 Uhr MEZ endlich begrüßen. Nach einem Sicherheitsbriefing machten sich die beiden Crews wieder an die Arbeit. Don Pettit und Stationskommandant Mike Fincke nutzten den Roboterarm der Raumstation, um das Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht zu heben und es an den Roboterarm des Space Shuttles zu übergeben für den Fall das detaillierte Untersuchungen des Hitzschildes notwendig werden sollten.
Sandra Magnus installierte zusätzlich ihren Sojus-Sitz und wurde dadurch offiziell ein Mitglied der Expedition-18-Besatzung der Raumstation. Greg Chamitoff wechselte zur selben Zeit auf die Shuttleseite und ist nun offiziell ein Missionsspezialist der STS-126-Mission. Chamitoff wird mit dem Shuttle zur Erde zurückkehren und seine sechsmonatige Mission an Bord der ISS beenden.
(Autor: Thomas Pallmann - Quelle: NASA)