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» Sternenhimmel im Februar 2010
01.02.2010 - Der Februar ist der zweite Monat des römischen Kalenders. Er wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt.
Auch im Februar ist der Nachthimmel noch winterlich und lang, die Nacht beginnt am Monatsanfang gegen 18.30 Uhr, zur Monatsmitte gegen 19.15 Uhr und am Monatsende gegen 20.00 Uhr. Sonnenaufgang am 1. Februar ist um 7:55 Uhr, am 15. Februar geht die Sonne um 7:35 Uhr auf und am Monatsende um 7:15 Uhr.
Das in in diesem Monat sichtbare Band der Milchstraße erstreckt sich quer über den Himmel, zieht vom Süden bis hinauf zum Zenit und senkt sich im Norden wieder zum Horizont hinab. Besonders auffällig sind die zirkumpolaren Sternbilder Kleiner Bär (Kleiner Wagen) im Norden und Großer Bär (Großer Wagen) im Nordosten, wobei der Wagenkasten vorangeht und die Deichsel folgt. Das wunderbare Sternbild Orion strahlt im Südwesten. Der Kleine Hund, die Zwillinge und der Große Hund zeigen sich im Süden. Der Große Hund ist eigentlich ein Sternbild der Südhalbkugel, das aber im Winter auch in unseren nördlichen Breiten zu sehen ist und dabei fällt natürlich der glänzende Sirius besonders auf.
Das Wintersechseck, eine markante Konstellation von hellen Sternen 1. Größe am südlichen Winterhimmel - das sind die Sterne Capella, 42,2 Lj, -0,48 mag (a Aurigae) im Sternbild Fuhrmann; Aldebaran, 68 Lj, +0,85 mag (a Tauri) im Sternbild Stier; Rigel, 733 Lj, +0,12 mag (ß Orionis) im Sternbild Orion; Sirius, 8,6 Lj, -1,44 mag (a Canis Majoris) im Sternbild großer Hund; Prokyon, 11,2 Lj, +0,38 mag (a Canis minoris) im Sternbild kleiner Hund; Castor, 50 Lj, +1,58 mag (a Geminorum) und Pollux, 33,7 Lj, +1,14 mag (ß Geminorum) im Sternbild Zwillinge - hat sich in diesem Monat in den Südwesten verschoben.
Besonders betrachtenswert sind die 3 offenen Sternhaufen: Messier 45 / Plejaden, Hyaden und Messier 44 / Krippe.
Die hellsten Sterne der Plejaden (Siebengestirn) sind nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt, dem Titanen Atlas (daher auch der Name Atlantiden), seiner Frau Plejone sowie ihren sieben Töchtern Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maja, Merope und Taygete. M 45 ist ein klassisches Feldstecherobjekt. Die Hyaden (Regengestirn) sind ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier, der mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Sie sind als V-förmige Anordnung der hellsten Sterne des Sternhaufens direkt am Hauptstern des Stiers, Aldebaran, leicht zu finden. Unter guten Sichtbedingungen ist die Krippe (Praesepe) im Sternbild Krebs schon mit bloßen Augen zu erkennen. Ein weiterer offener Sternhaufen befindet sich im Sternbild der Zwillinge, nämlich Messier 35. Man sieht ihn am westlichen Ende der Sternenkette, die von Kastor ausgeht.
Dann ist noch das Himmels-W, die fünf Hauptsterne des Sternbildes Kassiopeia, zu betrachten. Es enthält mehrere helle offene Sternhaufen. Gut zu beobachten sind NGC 457 (Eulenhaufen) und der offene Sternhaufen Messier 52. Im Sternbild Walfisch ist der Doppelstern Mira (o Ceti), ein langperiodisch veränderlicher Roter Riese zu sehen, dessen visuelle Helligkeit im Maximum 2 mag erreicht, während sie im Minimum unter 8 mag fallen kann und das in Rhythmus von 331 Tagen. Beim Betrachten des Doppelsternes Omicron 2 im Sternbild Eridanus kann man sehr gut sehen, dass einer der Doppelsternpartner wiederum einen engen Partner hat. Diese Partnerschaft besteht aus einem Roten Zwerg und einem Weißen Zwerg, dieser ist der einzige Weiße Zwerg, der im kleineren Amateurteleskop betrachtet werden kann. Interessant ist auch Mirzam (ß CMa), der zweithellste Stern im Großen Hund. Seine scheinbare Helligkeit liegt bei 2 mag. Er ist aber tausend Mal heller als Sirius, jedoch fast einhundert Mal weiter von uns entfernt als der Hauptstern in Großen Hund.
Die Planeten am 1. Februar:
Merkur taucht um 6.45 Uhr im Südosten auf und wandert durch das Sternbild Schütze, seine Helligkeit liegt bei -0,1 mag. Unser Nachbarplanet Venus befindet sich noch immer recht nah an der Sonne und bleibt vorläufig unbeobachtbar. Mars geht bei Sonnenuntergang im Nordosten auf und bei Sonnenaufgang im Nordwesten unter, er befindet sich im Sternbild Krebs. Seine Helligkeit beträgt -1,3 mag. Der rote Planet gelangt maximal 63° über Horizont. Der Gasplanet Jupiter ist nur für 1 ½ Stunden nach Dämmerungsbeginn am Himmel im Westsüdwesten zu sehen. Er ist -2,0 mag hell und befindet sich im Sternbild Wassermann. Der Ringplanet Saturn geht am Abend um 21.45 Uhr im Osten im Sternbild Jungfrau auf. Er weist eine Winkelentfernung (Elongation) von der Sonne von 129° auf und seine Helligkeit liegt bei 0,7 mag.
Die Planeten am 15. Februar:
Venus wird während der Abenddämmerung um 18.30 Uhr im Westsüdwesten sichtbar und bleibt dann für rund 30 Minuten am Abendhimmel sichtbar. Unser innerer Nachbar ist -3.9 mag hell und wandert durch das Sternbild Wassermann. Der Planet ist 8° weit von der Sonne entfernt. Ein Blick durch ein Teleskop zeigt uns die Venus nahezu voll beleuchtet. Unser äußerer Nachbar Mars zeigt sich um 23.00 Uhr im Sternbild Krebs mit einer Helligkeit von -1,0 mag. Die Kulminationshöhe beträgt dann 64°. Er verschwindet in der Morgendämmerung gegen 7.15 Uhr. Der Gasplanet Jupiter ist nicht mehr lange am Abendhimmel zu bestaunen, denn er zeigt sich nur noch für 30 Minuten nach der Abenddämmerung im Westsüdwesten im Sternbild Wassermann mit einer Helligkeit von -2,0 mag. Der Ringplanet Saturn geht am Abend um 20.45 Uhr im Osten im Sternbild Jungfrau auf. Seine Helligkeit liegt bei 0,7 mag. Im Teleskop zeigt sich nur eine gering geöffnete Saturnringebene (Erhebung 4.3°).
Der 6,1 mag helle Asteroid 4) Vesta erreicht am 18. Februar seine Opposition zur Sonne, er befindet sich dann im Sternbild Löwe. Der Asteroid macht es dem Betrachter leicht ihn aufzufinden, denn er läuft zwischen den beiden Sternen γ und 40 Leonis vorbei. γ Leonis ist 2.3 mag hell und 40 Leonis 4.8 mag. Am 24. Februar erreichen die mit 23 km/s sehr langsamen Delta-Leoniden ihr Maximum mit 2 ZHR.
Der abnehmende Mond geht am 1. Februar um 20.45 Uhr auf und befindet sich im Sternbild Löwe. In den Nachtstunden steht er 38° hoch im Süden, er ist noch zu 88% beleuchtet. Er geht in der Morgendämmerung gegen 8.50 Uhr unter. Am 15. Februar zeigt sich die noch sehr schmale, nur ~ 37 Stunden alte Mondsichel erstmals nach Neumond tief in der Abenddämmerung. Sie ist erst zu 2.4% beleuchtet und geht bereits um 19.30 Uhr im Westen unter. Am 28. Februar geht der volle Mond gegen 18.00 Uhr auf und verschwindet gegen 6.55 Uhr am nächsten Morgen kurz vor dem Sonnenaufgang hinter dem Horizont.
Tagesaktuelle Termine und Ereignisse stehen im Astronomiekalender.
Die aktuelle Sternkarte ist hier zu sehen Sternkarte.
(Autor: Hans J. Kemm - Quelle: eigene Daten)
» Cryosat 2 in Kasachstan operiert
01.02.2010 - Die Startvorbereitungen des europäischen Erdbeobachtungssatelliten Cryosat 2 in Baikonur laufen. Dabei können durchaus Überraschungen auftreten, wie die europäische Weltraumagentur ESA am 29. Januar 2010 berichtete.
Bei den Vorbereitungen des Satelliten musste man die Hilfe einer ortsansässigen Medizinerin in Anspruch nehmen, um ein Problem mit einer Sendeantenne zu lösen. Die Antenne, im konkreten Fall ein sogenannter Aperturstrahler, der dazu dienen soll, erfasste Meßergebnisse zur Erde zu senden, fiel im Testprogramm durch wechselnde Leistung auf, die manches Mal bis auf ein Tausendstel des erwarteten Wertes abfiel.
Da dafür eine zu hohe entsprechende elektrische Leistung verbraucht wurde, schloss man, dass sich im Satelliten ein Ort mit einer außergewöhnlichen Wärmeentstehung finden lassen müsste. Personal des Kosmodroms Baikonur stellte eine Wärmebildkamera zur Verfügung, um nach der vermuteten Wärmequelle suchen zu können. Im äußerern Bereich der Antenne selbst wurde man jedoch nicht fündig.
Man fand jedoch bei der Untersuchung des hinteren Teils des Satelliten eine außergewöhnliche Erwärmung an einem Bauteil, das Waveguide (engl. für Wellenleiter) genannt wird, einem elektrisch leitenden Rohr, das von der Sendeschaltung im Inneren des Satelliten zu der Antenne führt. Deshalb demontierte man die Antenne, und warf, nachdem man Unterstützung aus dem nächsten Krankenhaus in Form einer mit einem Endoskop ausgerüsteten Medizinerin bekommen hatte, einen Blick in den Wellenleiter.
Im Wellenleiter wurde man tatsächlich fündig. Nach mehreren Stunden war klar, dass zwei Objekte an Positionen lagen, an die sie nicht gehörten. Die Medizinerin Tatiana Zykova konnte eines der suspekten Objekte entfernen. Es handelte sich um ein Stück Ferrit, ein magnetisches Material. Das verbliebene Teil konnte man anschließend mit einem mit einem Magneten versehenen Werkzeug, das von Mitgliedern der Astrium-Arbeitsgruppe vor Ort improvisiert wurde, angeln. Einem der Stücke ist deutlich anzusehen, dass es sich erheblich erwärmte, als es Sendeenergie absorbierte.
Es wird davon ausgegangen, dass sich die beiden Objekte während des Transports des Satelliten innen von der Antenne gelöst haben. Beim Transport zeigte die betroffene Antenne nach oben. Als der Satellit in Baikonur dann um 180 Grad gedreht wurde, fielen die beiden Teile, die sich gelockert hatten, in Positionen im Wellenleiter, in welchen sie die Übertragung der Sendeleistung zur Antenne beeinflussten. Die Bedingungen beim Flugzeugtransport von Cryosat 2 in einer Antonow zwischen München und Baikonur sind vermutlich nicht Ursache für das Malheur. Die Fahrt mit dem Lastkraftwagen vom Flughafen zum Kosmodrom dagegen war trotz einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 15 Stundenkilometer sehr holprig.
Damit das in der Konstruktion verbliebene Ferrit nicht dadruch wieder Probleme versucht, dass sich weitere Bruchstücke lösen, entfernte man das Material vollständig. Dafür entwickelte der Hersteller der Antenne über Nacht entsprechende Anweisungen, die man erfolgreich nachvollziehen konnte.
Die zerlegte und neu montierte Antenne wird auch ohne das Ferrit zuverlässig und mit ausreichender Leistung funktionieren, ist man sich sicher. Der Starttermin von Cryosat 2 wurde nicht verschoben, der Start ist weiterhin für den 25. Februar 2010 vorgesehen und soll um 14:57 Uhr MEZ erfolgen.
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Raumcon:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: ESA)
» Obama lenkt NASA in neue Richtung
01.02.2010 - Nach monatelangen Diskussionen und Spekulationen über den weiteren Kurs der bemannten Raumfahrt in den USA, zeichnet sich nun mit der Veröffentlichung des NASA-Budgets für das Haushaltsjahr 2011 eine neue Richtung ab. Das bisherige Constellation-Programm zur bemannten Erforschung des Mondes ist damit Geschichte.
Nach dem tödlichen Unglück des Space Shuttle Columbia im Jahr 2003 war klar, dass die bemannte Raumfahrt in den USA einen fundamentalen Wandel erleben würde. Die damalige Bush-Administration beschloss daraufhin das Shuttle noch bis zum Ende des Jahrzehnts fliegen zu lassen, um den Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) beenden zu können. Eine neue Zielsetzung erhielt die NASA für die Post-Shuttle-Ära im Jahr 2005 durch die so genannte Vision for Space Exploration (VSE), die die Entwicklung zweier neuer Trägerraketen - der bemannten Ares I und der Schwerlastrakete Ares V - mit dem Zweck der bemannten Rückkehr zum Mond und ultimativ dem Flug zum Mars, vorsah.
Wie bei großen Projekten in der Raumfahrt nicht unüblich, dehnte sich der ursprüngliche Zeitplan erheblich, während die Kosten unaufhaltsam zu steigen schienen. Schon früh in der Entwicklung wurde immer mehr Kritik laut, insbesondere am Design und den Fähigkeiten der relativ leistungsschwachen Ares I, welche mit der ebenfalls neu zu entwickelnden Kapsel Orion die Astronauten starten sollte, und an den immensen projektierten Kosten des Schwerlastträgers Ares V.
Nach dem Wahlsieg Barack Obamas Ende letzten Jahres wurde es zunehmend wahrscheinlicher, dass das Constellation Program nicht in der bisherigen Form weitergeführt werden würde oder sogar ganz gestrichen werden würde. Nachdem sich jedoch bereits die Ernennung des neuen NASA-Administrators nach der Amtsniederlegung des bisherigen Administrators Michael Griffin erheblich verzögerte, wurde die Hoffnung auf eine rasche, richtungsweisende Entscheidung des neuen Präsidenten nicht bestätigt. Da über den weiteren Kurs der NASA auch nach dem Antritt des neuen NASA-Administrators, dem Ex-Astronauten und General Charles Bolden, weiterhin Unklarheit herrschte, wurde im Sommer 2009 die so genannte Augustine-Kommission eingesetzt, welche den Auftrag bekam, mehrere Optionen für die Zukunft der bemannten Raumfahrt herauszuarbeiten, jedoch keine explizite Empfehlung abzugeben.
Die Augustine-Kommission
Das zentrale Ergebnis dieser Untersuchung war, dass mit dem bisherigen Budget der NASA kein Mondflug und allgemein kein Verlassen des niedrigen Erdorbits (LEO) in absehbarer Zeit möglich sein würde - die Ziele der Vision for Space Exploration konnten folglich nicht erreicht werden. Jedoch erhielt eine der vorgeschlagenen Optionen des Kommissionsberichts, der so genannte Flexible Path besonders viel mediale Aufmerksamtkeit. Diese Option brach mit dem bisherigen Paradigma der bemannten Landung auf anderen Hauptkörpern des Sonnensystems, wie Mond oder Mars, und sah stattdessen den Flug zu verschiedenen Zielen wie etwa erdnahen Asteroiden außerhalb der großen Schwerkraftsenken des Sonnensystems vor. Zudem wurden immer mehr Stimmen laut, die der NASA ausschließlich die Durchführung bemannter Flüge außerhalb eines Erdorbits verantworten wollten, während der Transport in den niedrigen Erdorbit durch bisher nicht einsatzbereite kommerzielle Anbieter stattfinden sollte.
Ende von Constellation wahrscheinlich
Nach der heutigen Veröffentlichung des Budgets der NASA für das Fiskaljahr 2011 scheint nun zumindest die Kommerzialisierung der bemannten Raumfahrt beschlossene Sache zu sein. Der US-amerikanische Transport von Astronauten in den LEO soll demnach in Zukunft von Raumfahrtunternehmen übernommen werden. Hierfür sollen im nächsten Fiskaljahr 500 Mio. US-Dollar ausgegeben werden.
Weiterhin wurden Gelder bereitgestellt, um die ISS zumindest bis zum Jahr 2020 betreiben zu können, was weithin erwartet und insbesondere von den internationalen Partnern der NASA explizit gefordert wurde. Für darauf bezogene Aktivitäten wurden für das nächte Fiskaljahr zunächst 183. Mio. US-Dollar bereitgestellt. Die Installation eines Zentrifugenmoduls zur Erforschung der Wirkung verschiedener Schwerkraftumgebungen auf den menschlichen Körper sowie der Einsatz neuer aufblasbarer Stationsmodule sind dabei laut Weißem Haus während der verlängerten Einsatzdauer der ISS geplant.
Pläne für über den Erdorbit hinausreichende Aktivitäten und die damit zusammenhängende Entwicklung eines Schwerlastträgers wurden trotz einer Budgeterhöhung von insgesamt 6 Mrd. US-Dollar über die nächsten 5 Jahre allerdings zunächst auf Eis gelegt. Es wird nach dem Budgetvorschlag Obamas weder die beiden Ares-Raketen geben, selbst die bisher unumstrittene Entwicklung der Orionkapsel soll demnach eingestellt werden. Lediglich in die Entwicklung neuer Technologien für ein künftiges bemanntes Transportsystem wird investiert. Darüber hinaus sollen im Rahmen eines umfassenden Technologieprogramms verschiedene Schlüsseltechnologien wie automatisierte und autonome Dockingsysteme, geschlossene Lebenserhaltungssysteme, orbitale Treibstoffdepots und neue Antriebssysteme entwickelt und getestet werden. Details bleiben bis zu diesem Zeitpunt allerdings unbekannt, auch wenn Charles Bolden in seiner die Budgetveröffentlichung begleitenden Rede blumige, zukünftige Reisezeiten zum Mars "im Bereich von Wochen" verspricht, was die Entwicklung radikal neuer Konzepte der Energieversorgung und des Antriebs im Weltraum voraussetzen würde. Für diese Aktivitäten sind zunächst 1,2 Mrd. US-Dollar vorgesehen. Daneben wird es ein weiteres, 369 Mio. Dollar umfassendes, NASA-weites Technologieentwicklungsprogramm geben.
Weitere Ausgabenpunkte umfassen unter anderem 3,2 Mrd. Dollar für allgemeine Wissenschafts- und Forschungsaufgaben und eine Reihe von Weltraumteleskopen und Forschungssonden, darunter der Nachfolger des bekannten Hubble-Weltraumteleskops, das James Webb Space Telescope, sowie für unbemannte Missionen zum Mond und Mars. 150 Mio. Dollar sollen für die Entwicklung neuer Erdbeobachtungsaufgaben ausgegeben werden, wobei weitere 170 Mio. Dollar für den Ersatz des im letzten Jahr beim Start abgestürzten Satelliten zur Untersuchung von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre, dem Orbital Carbon Observatory (OCO), eingeplant sind.
Eine wesentliche Verlängerung des Space Shuttle-Programms wird es entgegen den Erwartungen vieler Beobachter nicht geben. Für die letzten fünf Flüge werden insgesamt 600 Mio. Dollar bereitgestellt, um, wie das Weiße Haus in einer Pressemitteilung formuliert, "die sichere und ordentliche Ausserdienststellung des Space Shuttle-Programms sicherzustellen, auch wenn sich diese bis in das Fiskaljahr 2011 verzögern sollte."
Das Gesamtbudget der NASA soll demnach 19 Mrd. US-Dollar für das Fiskaljahr 2011 betragen, was einer Erhöhung um 700 Mio. gegenüber 2010 entspricht. Das Budget muss allerdings noch von beiden Kammern des Kongress abgesegnet werden, wo sich jedoch bereits vor der Budgetveröffentlichung Widerstand abzeichnete. Der endgültige Ausgang der politischen Auseinandersetzung um die Zukunft der bemannten Raumfahrt in den USA ist folglich weiterhin offen.
Verwandte Meldungen:
Raumcon:
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(Autor: Timo Lange - Quelle: nasa.gov, whitehouse.gov)
» Neues zur Vergangenheit der Andromeda-Galaxie
19.01.2010 - Zwei neu entdecke Ströme von Sternen, die die letzten sichtbaren Überbleibsel von lang mit der Andromeda Galaxie verschmolzenen kleinen Satellitengalaxien darstellen, werfen ein neues Licht auf die zugrundeliegenden evolutionären Entwicklungen und Formationsprozesse massereicher Galaxien.
Galaxien, die Bausteine des Universums, kommen in einer überraschend großen Vielzahl auch schon in unserer erweiterten kosmischen Nachbarschaft vor. Großskalig betrachtet, erhöht sich Vielgestaltigkeit sogar noch, so dass sich schon Mitte der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts der amerikanische Astronom Edwin Hubble Gedanken um ihre zweckmäßige Klassifizierung zu machen begann. Von ihm stammt dann auch das sogenannte Stimmgabeldiagramm, sicherlich einer der bekanntesten Vertreter, wenn es um die Galaxieneinordnung geht.
Vor welchem Hintergrund die Galaxien in einer so großen Vielzahl und Formen im Kosmos auftreten, ist bis heute nicht abschließend geklärt und Gegenstand aktueller Forschungsarbeit. Allerdings vermutete auch schon Hubble seiner Zeit, dass sich ihr Evolutionsstatus auf diese Weise formgestaltend ausdrücken könne, eine Annahme, die zwar nicht en detail, a priori jedoch durch die derzeit favorisierte Lehrmeinung untermauert wird.
Gemäß dem Lamdba-Cold-Dark-Matter-Paradigma (L-CDM) findet die Strukturformation großer Galaxien wie der Milchstraße oder der Andromeda Galaxie im Universum im Wesentlichen durch Verschmelzung bzw. Auflösung kleinerer Zwerggalaxien als integraler und mehrere Milliarden Jahre andauernder Bestandteil des Galaxienwachstums statt.
Innerhalb des L-CDM-Paradigmas (dem minimalen und verträglichsten Standardmodell der Kosmologie) steht der Lambda-Wert für die Kosmologische Konstante, jenem Kunstgriff in der Allgemeinen Relativitätstheorie, der derzeit mit der Vakuumenergie oder der Dunklen Energie des leeren Raumes assoziiert wird und der diesem innezuwohnen scheint. Sie wird als Ursache der beschleunigten Expansion des Raumes gegen die Effekte der Gravitation angesehen.
Allerdings wird die Kosmologische Konstante heute nicht mehr als Parameter der Allgemeinen Relativitätstheorie, sondern als die zeitlich konstante Energiedichte des Vakuums interpretiert.
Die kalte Dunkle Materie hingegen ist eine notwendige Einführung, um die in großskaligen Strukturen beobachtbaren gravitativen Effekte (wie beispielsweise Gravitationslinseneffekte durch Galaxiencluster), die durch das alleinige Vorhandensein von beobachtbarer Materie nicht begründet werden können, schlüssig nachzuvollziehen. Als „kalt“ wird diese hypothetische Form von Materie wegen ihrer selbst während der pre-materiedominanten Ära - einer Epoche der Materie-Strahlungs-Gleichheit - nichtrelativistischen, also weit unterhalb der Lichtgeschwindigkeit liegenden Geschwindigkeit, beschrieben. Darüber hinaus wird sie als vermutlich nichtbaryonisch (also nicht aus Protonen und Neutronen bestehend), dissipationslos (sie erfährt durch abstrahlende Photonen keine Kühlung), sowie „reaktionslos“ (eine Interaktion der Partikel untereinander und zu baryonischen Partikeln ist ausschließlich durch gravitative Effekte bemerkbar, da [sichtbares] Licht oder andere elektromagnetische Strahlung nicht oder nur im Rahmen von unnachweisbaren Quantifizierungen ausgesandt, oder reflektiert wird) angesehen. Neueren Bewertungen zufolge stellt diese Materiekomponente bis zu 25 % der Energie/Massen-Dichte an der Gesamtdichte des Universums.
Als charakteristische Signatur eines Verschmelzungsprozesses zweier Galaxien lassen sich in unserer Milchstraße, sowie auch in M31 (der Andromeda-Galaxie), sogenannte Gezeitenströme beobachten. Sie bilden eine Dichteanhäufung von Sternen ab, die sich als kohärente Gruppe durch die neue Elterngalaxie hindurch bewegen. Klassifizierend betrachtet stehen solche Populationen also zwischen den Sternen einer noch intakten Satelliten-Zwerggalaxie, und den bereits in dem Halo der verschluckenden Galaxie aufgegangenen Mitgliedern einer längst verschmolzenen ehemaligen Begleitgalaxie.
Jetzt konnten zwei bislang unbekannte Gezeitenströme im nördlichen Teil der Andromeda-Galaxie in einer Entfernung von ca. 250.000 ly vom Galaxienzentrum mit Hilfe der Verteilungsmessung Roter Riesen bestätigt werden. (Ströme E und F) Die zusammen mit einigen schon länger bekannten Strömen, einschließlich eines diffusen Stromes im südwestlichen Galaxienteil, (Strom SW) gewonnenen spektroskopischen Daten mehrerer hundert Roter Riesen belegen unzweifelhaft das einheitlich zusammenhängende Wandern der beobachteten Populationen mit gleicher Geschwindigkeit und schließen gleichzeitig eine in diesem Zusammenhang unsachgemäße Berücksichtigung etwaiger (roter) Vordergrundsterne aus.
Von weitergehendem Interesse ist die jeweilige chemische Zusammensetzung der Strompopulationen, da der Anteil komplexer Elemente wie Eisen, Magnesium oder Kalzium (die allesamt in Vorgängergenerationen erbrütet wurden) Rückschlüsse auf den Anreicherungsgrad des Gases der Ursprungsgalaxie zulässt.
Denn nicht nur in der Größe ergeben sich nachhaltige Unterschiede zwischen großen Spiralgalaxien wie der Milchstraße und ihren sehr viel kleineren Begleitern. Massive Galaxien, so wie auch M31, verfügen über einen äußerst effektiven chemischen Recyclekreislauf. Als Ergebnis dieses Recyclings stehen in der Milchstraße Sterne wie unsere Sonne, mit relativ starken Anhäufungen komplexer Elemente. Groß genug, um die Entstehung terrestrischer Planeten um sie herum zu gewährleisten und auf ihnen beispielsweise Proteine vorkommen zu lassen.
Zwerggalaxien hingegen sind weniger effektiv in der Wiederverwertung zuvor ausgebrüteter komplexer Elemente. Wesentlicher Grund hierfür ist ihre geringere Gravitation, mit deren Hilfe es ihnen nicht gelingt, das angereicherte Gas (welches durch Supernovaexplosionen ins interstellare Medium verteilt wird) an sich zu binden, was ihre neu entstehenden Sterne in einem anämischen (weniger stark mit komplexen Elementen angereichert) Zustand verharren lässt. Vor dem völligen Zusammenbruch des chemischen Wiederverwertungskreislaufs steht die Zwerggalaxie, wenn sie vor dem Hintergrund einer nahen Begegnung mit der massiven Galaxie komplett ihres Gases beraubt wird.
(Autor: Lars-C. Depka - Quelle: University of California, Santa Cruz/USA; Lars-C. Depka)
» NSS 12 im kommerziellen Einsatz
19.01.2010 - Am 18. Januar 2010 teilte der weltweit tätige Satellitenbetreiber SES World Skies mit, dass der kommerzielle Einsatz des Kommunikationssatelliten NSS 12 begonnen hat.
Nach der Übergabe des Satelliten durch den Hersteller ist NSS 12 nun der 41. Satellit in der Flotte seines Betreibers. Stationiert ist der mit 48 Ku-Band- und 40 C-Band-Transpondern ausgestattete NSS 12 im Geostationären Orbit an einer Position bei 57 Grad Ost.
Die C-Band-Transponder des Satelliten versorgen zwei große Ausleuchtzonen. Eine umfasst Europa, Afrika mit Mauritius und den Nahen Osten, die andere reicht von Asien bis Australien. Außerdem wird im C-Band-Bereich eine weitere Ausleuchtzone von Großbritannien bis zum Fernen Osten abgedeckt. Mit den Ku-Band-Transpondern werden vier regionale Ausleuchtzonen bedient, was Satellitendirektempfang im Mittleren Osten, in Europa, Zentral- und Südasien und in Ostafrika ermöglicht. Der Betreiber schätzt, dass die Sendungen via NSS 12 rund zwei Drittel der Weltbevölkerung erreichen können.
Sämtliche Telekommunikationsdienste, die SES World Skies bisher auf dem Satelliten NSS 703, dem ehemaligen Intelsat 703, etabliert hatte, sind bereits auf NSS 12 transferiert worden. NSS 703, der von Space Systems/Loral (SS/L) gebaut wurde, erreichte im Jahr 2009 das Ende seiner Auslegungsbetriebszeit und wird durch NSS 12 ersetzt.
NSS 12 war am 29. Oktober 2009 zusammen mit THOR 6 auf einer Arane 5 ECA in den Weltraum gebracht worden. Der ebenfalls von Space Systems/Loral (SS/L) basierend auf dem 1300er Bus gebaute Satellit soll sich 15 Jahre im All nutzen lassen.
NSS 12 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 36032 bzw. als Objekt 2009-058A.
Verwandte Meldung:
Raumcon:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: SES World Skies)
» GOES 10 im Friedhofsorbit
19.01.2010 - An Bord verbliebener Resttreibstoff wurde verwendet, um den Wettersatelliten GOES 10 in einen Friedhofsorbit zu steuern, teilte der Hersteller des Satelliten, Space Systems/Loral aus Palo Alto in Kalifornien am 13. Januar 2010 mit.
Zum 1. Dezember 2009, 13:30 Uhr MEZ wurde die Bereitstellung von Diensten via GOES 10 beendet (GOES steht für "Geostationary Operational Environmental Satellite", übersetzt geostationärer operationeller Umweltsatellit). Seit Ende 2006 war GOES 10 an einer Position bei 65 Grad West in einem geosynchronen Orbit stationiert, wo er insbesondere für Beobachtungen des Südens der Vereinigten Staaten sowie Südamerikas im Rahmen des internationalen globalen Erdbeobachtungssystems GEOSS (für Global Earth Observation System of Systems) benutzt wurde. Bis zum 27. Juni 2006 hatte GOES 10 unter den Wettersatelliten der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA (für National Oceanic and Atmospheric Administration) die Funktion von GOES West inne, und wurde dort von GOES 11 abgelöst. Weil sich das Ende der an Bord von GOES 10 befindlichen Treibstoffreserven bereits abzeichnete, zog man ihn von der Position bei 135 Grad West ab, an der er seit August 1998 stand.
Der Satellit war am 25. April 1997 nach dem Start auf der Rampe 36B auf Cape Canaveral in Florida als GOES-K mit einer Atlas-1-Rakete mit Centaur-Oberstufe in den Weltraum gebracht worden. Am 3. Mai 1997 hatte der Trabant nach einigen Zündungen seines Apogäumsmotors R-4D-11 und diversen Korrekturmanövern eine Position im Geostationären Orbit (bei 105 Grad West) erreicht und wird seit diesem Zeitpunkt offiziell als GOES 10 bezeichnet. Zunächst diente GOES 10 als im Geostationären Orbit verfügbares Backup für seine Vorgänger GOES 8 und 9. Zwischen zwei Phasen der Inaktivität wurde der Satellit am 7. Mai 1998 offiziell an die NOAA übergeben. Richtig zum Einsatz kam der Satellit dann früher als geplant, als Probleme mit den Drallrädern (Gyroskopen) von GOES 9 den Einsatz von GOES 10 an der Position von 135 Grad West erforderlich machten.
Der von Space Systems/Loral gebaute Satellit mit einer Startmasse von 2.105 Kilogramm war für eine Einsatzdauer von 5 Jahren ausgelegt, konnte jedoch 12 Jahre lang auf einer Umlaufbahn in etwas unter 35.800 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche betrieben werden. Im Dezember 2009 wurde die Umlaufbahn im Rahmen der Ausserdienststellung mit übrigem in den Tanks des Satelliten verbliebenen Treibstoff um rund 300 Kilometer angehoben, um das Kollisionsrisiko mit im Geostationären Orbit aktiven Satelliten zu verringern. Obwohl es sich im konkreten Fall um eine Anhebung der Bahn handelte, spricht man von einem Deorbiting. Die entsprechenden Manöver mit GOES-10 wurden am 1. Dezember 2009 begonnen und waren nach drei Brennphasen am 2. Dezember 2009 abgeschlossen.
Aktuell befinden sich vier NOAA-Wettersatelliten im Geostationären Orbit. GOES 11 (West) und GOES 12 (Ost) befinden sich im Regelbetrieb, GOES 13 fungiert als Backup für GOES 12, und ist zur Zeit inaktiv. Zu einem Einsatz von GOES 13 könnte es jedoch recht bald kommen, da die Treibstoffreserven von GOES 12 gering sind. Im April 2010 könnte es soweit sein. Möglicherweise wird GOES 12 dann schon ab Mai oder Juni 2010 die letzte Aufgabe von GOES 10, die Beobachtung des südamerikanischen Kontinents übernehmen, was mit reduziertem Treibstoffeinsatz möglich ist. Der am 28. Juni 2009 gestartete GOES 14 wird das Backup zunächst ergänzen, wenn alle Tests des neuen Satelliten abgeschlossen sind. Vermutlich wird er später GOES 11 ersetzen.
Eine verbesserte, neue Serie Gesostationärer Wettersatelliten soll nach den derzeitigen Planungen beginnend mit einem als GOES-R bezeichneten Raumfahrzeug ab 2015 ins All gelangen. Diese Satelliten soll Lockheed Martin basierend auf einem überarbeiteten A2100-Satellitenbus bauen.
GOES 10 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 24.786 als Objekt 1997-019A.
Verwandte Website:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: NASA, NOAA, Space Systems/Loral)
» Greifvorrichtung und Solarzellenausleger für Cygnus
23.01.2010 - Der ISS-Versorger Cygnus von der Orbital Sciences Corporation (OSC) erhält eine Greifvorrichtung aus Kanada und Solarzellenausleger aus den Niederlanden.
Die Power and Video Grapple Fixture genannte Greifvorrichtung (PVGF) wird von MacDonald, Dettwiler and Associates Ltd. aus Brampton, Ontario, Kanada beigesteuert. Am 19. Januar 2010 teilte das Unternehmen mit, von OSC einen Auftrag im Wert von 2,4 Millionen US-Dollar erhalten zu haben um die Vorrichtung, die ein Roboterarm der Internationalen Raumstation (ISS) zum Greifen und Bugsieren des Cygnus-Transporters benötigt, zu bauen und zu liefern. Die Greifvorrichtung wird am hinteren Ende des Service- und Antriebsmoduls von Cygnus montiert sein.
Eine ähnliche Greifvorrichtung war schon am ersten japanischen ISS-Versorger HTV-1 seitlich angebracht. HTV ist wie Cygnus nicht auf ein selbstständiges automatisches Docking eingerichtet. Künftige HTV- und Cygnus-Versorger werden sich nach dem Start jeweils mit eigenen Triebwerken bis in die unmittelbare Nähe der ISS bewegen um dann von einem Roboterarm der Station erfasst und präzise an der ISS angesetzt zu werden. Die Greifvorrichtung für Cygnus wird mit Schnittstellen für Energieversorgungs- und Datenkommunikationssysteme ausgerüstet sein.
Eine mögliche Auftragserweiterung um weitere 4 Millionen US-Dollar könnte sich durch den Bau zusätzlicher Cygnus-Transporter ergeben.
Im November 2009 beauftragte OSC die niederländische Dutch Space aus Leiden, ein Unternehmen von EADS Astrium, mit der Lieferung der Galliumarsenid-Solarzellenausleger für die Cygnus-Raumschiffe. Dutch Space teilte am 12. November 2009 mit, man habe einen entsprechenden Auftrag im Umfang von 24 Millionen Euro erhalten. Beim Bau der Solarpanele will Dutch Space mit niederländischen Subunternehmern wie Neways, Brandt FMI, Leuveco, Ramaer und Avek zusammenarbeiten, die eigentlichen Solarzellen bezieht Dutch Aerospace von der US-amerikanischen EMCORE Corporation aus Albuquerque, New Mexico.
Für OSC war Dutch Aerospace bereits einmal tätig: Die beiden Solarzellenausleger der Asteroidensonde DAWN, welche in Erdnähe zusammen 10 Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen konnten, wurden von Dutch Aerospace gebaut. Auch ein ISS-Versorger war bereits mit Solarpanelen von Dutch Aerospace unterwegs: Das europäische Transportschiff ATV-1 flog mit vier Auslegern von Dutch Aerospace. Die zwei Ausleger von Cygnus sollen nach Angaben von OSC 3,5 Kilowatt elektrischer Leistung erzeugen können.
Das erste Cygnus-Raumschiff soll nach den derzeitigen Planungen im Jahr 2011 die ISS erreichen. Für den Zeitraum zwischen 2011 und 2015 sollen acht Cygnus-Transporter die ISS mit Nachschub versorgen, wie OSC und die US-amerikanische Weltraumagentur NASA in einem Vertrag über einen kommerziellen Versorgungsdienst (engl. Commercial Resupply Services, abgeküzt CRS) vereinbarten.
Verwandte Meldung:
Raumcon:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Dutch Space, MDA, OSC, NASA)
» Indischer Booster S200 im statischen Brennversuch
24.01.2010 - Die indische Raumfahrtorganisation ISRO meldete am 24. Januar 2010 den erfolgreichen Test eines Feststoffboosters, wie er bei GSLV-Mk-III-Raketen verwendet werden soll.
Der als S200-ST-01 bezeichnete Versuch erfolgte im Teststand 6C der Anlagen für Montage und statische Tests (engl. Vehicle Assembly and Static Test Facilites, VAST) des Satish Shawan Space Centre (SDSC) auf der Insel Sriharikota. Teststand 6C war ursprünglich in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts für Tests der PS-1-Motoren der Raketentypen PSLV und GSLV errichtet worden und erfuhr seither Anpassungen und Erweiterungen. So wurde beispielsweise eine Löschanlage eingerichtet, die einen gerade ausgebrannten S200-Motor zunächst mit 1000 Kilogram Halon flutet und später 3600 Liter Wasser in das Aggregat pumpt um zu Verhindern, dass die Wärmeisolierung des Boosters nicht soweit verbrennt, dass ihr Zustand nicht mehr sinnvoll analysiert werden kann und um Verbrennungsrückstände im Motor herunterzukühlen. Fragen der Handhabung und der Passgenauigkeit waren vor dem jetzt erfolgten ersten Test eines S200-Motors unter Verwendung eines in Masse und Abmaßen identischen Mockups überprüft worden.
Nach den Feststoffboostern für die US-amerikanischen Space Shuttle und die europäischen Raketen des Typs Ariane 5 ist der S200 der drittgrößte Feststoffbooster. Zwei solche Booster sollen von der in Entwicklung befindlichen GSLV-Mk-III-Rakete benutzt werden. Der erste Start einer GSLV-Mk-III - sie soll in der Lage sein einen rund vier Tonnen schweren Satelliten in den Geostationären Orbit zu bringen - ist nach derzeitigen Planungen für das Jahr 2011 vorgesehen.
Während des Test am 24. Januar 2010 brannte der Raketenmotor nach Angaben der ISRO (engl. Indian Space Research Organisation) 130 Sekunden und erzeugte dabei einen Maximalschub von rund 500 Tonnen. Er soll sich dabei genau wie vorausgesagt verhalten haben. Rund 600 Parameter wurden während des Brennversuchs aufgezeichnet, deren erste Beurteilung für einen nominalen Versuchsverlauf spricht.
Der 21,9 Meter lange Booster mit einem größen Durchmesser an der Basis von 3,27 Meter besaß drei mit Hydroxyl-Terminiertem Poly-Butadien (HTPB) gefüllte Segmente mit einem Zylinderdurchmesser von 3,2 Metern. Das Kopfsegment war mit 21,7 Tonnen Treibstoff ausgestattet, im mittleren Segment befanden sich 97,28 Tonnen Treibstoff und das hintere Segment mit der Ausströmdüse war mit 82,21 Tonnen Treibstoff versehen. Die Montage des Boosters mit dem Aufeinandersetzen der einzelnen Segmente erfolgte im Gebäude für Feststoffstufenmontage (engl. Solid Stage Assembly Building, SSAB).
Die ISRO nennt in den Plandaten für den S200 einen nominalen Maximalschub von 5.151 Kilonewton in Meereshöhe, und einen durchschnittlichen Schub von 3.578,2 Kilonewton in Meereshöhe. Der Spezifische Impuls auf Meereshöhe wird mit 227 Sekunden angegeben, im Vakuum soll er bei 274,5 Sekunden liegen. Während einer Gesamtbetriebsdauer von 127,7 Sekunden soll ein S200-Motor 103,8 Sekunden brennen. 149,3 Sekunden nach dem Start einer GSLV-Mk-III-Rakete würden die Booster abgeworfen.
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: ISRO)
» Koronas-Photon aufgegeben
25.01.2010 - In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax-AVN sagte Juri Sajzew, wissenschaftlicher Berater der russischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, dass sich Hoffnungen, Koronas-Photon wieder in Betrieb nehmen zu können, zerschlagen haben.
Das Sonnenobservatorium Koronas-Photon war vor nicht ganz einem Jahr am 30. Januar 2009 in den Weltraum gebracht worden. Erste Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten führten zunächst zu Einschränkungen in der Nutzbarkeit der wissenschaftlichen Instrumente an Bord des Erdtrabanten.
Am 2. Dezember 2009 schließlich zeigte sich der Satellit nicht mehr ansprechbar (raumfahrer.net berichtete), nachdem ein Akkumulatorsatz vollständig dektiviert und ein verbliebener Akkumulatorsatz nicht ausreichend nachgeladen worden war.
Man hatte gehofft, dass die Solarzellenausleger des Satelliten genug Licht einfangen könnten und nachgeladene Akkumulatoren eine Wiederbelebung ermöglichen würden, wenn sich der Satellit auf einer Umlaufbahn mit geringer Abschattung durch die Erde bewege. Zwar konnten Ende Dezember 2009 noch einmal Signale des Raumfahrzeugs empfangen werden, zu einer Wiederaufnahme des wissenschaftlichen Einsatzes kam es jedoch nicht.
Nach den von Interfax-AVN am 15. Januar 2010 veröffentlichen Angaben von Juri Sajzew hatte man Koronas-Photon bei Entwurf und Bau nicht mit ausreichend Akkumulatorenkapazität bedacht, da man den Verbrauch der elektrischen Geräte und Anlagen an Bord des Satelliten unterschätzte.
Koronas-Photon hätte nach Angaben des Herstellers, des russischen Staatsunternehmens VNIIEM drei Jahre im All funktionieren sollen, erreichte aber nicht einmal ein Drittel dieser Auslegungslebensdauer.
Koronas-Photon ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 33.504 bzw. als Objekt 2009-003A.
Verwandte Meldungen:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Interfax-AVN/militarynews.ru, rt.com)
» SES World Skies: neue Namen für neue Satelliten
27.01.2010 - Der Betreiber von kommerziellen Kommunikationssatelliten SES World Skies berichtete am 22. Januar 2010 über geplante Erweiterungen seiner Satellitenflotte und damit zusammenhängende Umzeichnungspläne.
Ein SES 1 genannter Kommunikationssatellit ist als Ersatz für die auf inklinierten Bahnen fliegenden, von Lockheed Martin gebauten AMC 2 und AMC 4 vorgesehen und soll nach derzeitigem Planungstand im Frühjahr 2010 ins All gebracht werden. Im Geostationären Orbit ist für den bei der Orbital Sciences Corporation (OSC) entstandenen SES 1 alias AMC 4R eine Position bei 101 Grad West über Nordamerika vorgesehen. AMC 2 soll anschließend bei 79 Grad West Stellung beziehen, um bis zum erwarteten Ende seiner Lebensdauer im Jahr 2011 als Ersatz für AMC 5 Gebiete in Nordamerika und dem Golf von Mexiko abzudecken.
Für als SES 2 und SES 3 hat SES World Skies einen Einsatz der Trabanten als Ersatz für weitere über Nordamerika positionierte Satelliten bereits angekündigt. SES 2 alias AMC 5R, auch von OSC gebaut, könnte im vierten Quartal 2010 gestartet werden und ist vorgesehen, als Nachfolger des AMC-2 von einer Position bei 79 Grad West 48 US-Staaten zu versorgen. Die für SES 3 im Jahr 2012 geplante Position hat SES World Skies bereits einmal mit 101 Grad West angeben, für den gleichen Zeitpunkt nannte man für SES 1 103 Grad West. Am 22. Januar 2010 gab SES World Skies an, Positionen und Startdaten für SES 2 und 3 in Kürze zur Verfügung zu stellen.
Der als NSS 14 bei Space Systems/Loral (SS/L) in Auftrag gegebene Kommunikationssatellit wird künftig als SES 4 gelistet. Er soll nach dem Start im ersten Quartal 2011 mit seinen 52 C-Band- und 72-Ku-Band-Transpondern den von Lockheed Martin gebauten NSS 7 über dem Atlantischen Ozean ersetzen, und die amerikanischen Kontinente sowie Europa, Afrika und den Mittleren Osten abdecken. NSS 7 möchte SES World Skies anschließend als Nachfolger von NSS 5 an einer Position bei 340 Grad Ost im Geostationären Orbit betreiben.
Die C-Band-Nutzlast mit 24 Transpondern vom ebenfalls bei SS/L entstehenden Satelliten Sirius 5 will SES World Skies künftig als SES 5 bezeichnen. Nach dem Start, angesetzt für das vierte Quartal 2011, soll der entsprechende Satellit an einer Position bei 5 Grad Ost im Geostationären Orbit eingesetzt werden.
SES 6 wird den Ersatz für den von Lockheed Martin gebauten NSS 806 bei 319,5 Grad Ost darstellen. Sein Start ist für das Jahr 2013 vorgesehen.
Protostar 2, ein von Boeing konstruierter Kommunikationssatellit, soll ebenfalls eine Bezeichnung, die der neuen Nomenklatur folgt, erhalten. Der am 16. Dezember 2009 ersteigerte Erdtrabant könnte künftig bei 108,2 Grad Ost im Geostationären Orbit NSS-11 verstärken.
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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: SES World Skies)
» Sterchs geknickte Flügel
27.01.2010 - Nach Informationen der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti funktionieren die beiden im letzten Jahr gestarteten russischen Such- und Rettungssystemsatelliten Sterch 1 und Sterch 2 nicht wie vorgesehen.
RIA Nowosti berichtete am 19. Januar 2010 von einem Interview mit dem Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, der Angaben zum Status der beiden Satelliten des internationalen Such- und Rettungssystems COSPAS-SARSAT machte.
Einer der beiden Satelliten sei zur Zeit überhaupt nicht benutzbar, und Bemühungen, ihn in Funktion zu versetzen, seien bisher gescheitert. Probleme mit dem zweiten Satelliten würden zur Zeit analysiert, da ein Kontakt zu ihm möglich ist.
Bei dem völlig funktionslosen Satelliten handelt es sich um den am 21. Juli 2009 in den Weltraum gebrachten Sterch 1 alias COSPAS-11, dessen Solarpanele nach inoffiziellen Angaben nicht wie vorgesehen ausgerichtet worden sein sollen, was durch eine Störung des Kontrollsystems des Satelliten verursacht wurde und die Energieversorgung zusammenbrechen ließ. Sterch 1 gelangte nach dem Start mit dem Satelliten Parus 98 alias Kosmos 2454 in einen annähernd polaren Orbit zwischen 910 und 950 Kilometern über der Erde mit einer Bahnneigung von 83 Grad.
Der am 17. September 2009 ins All gebrachte Sterch 2 alias COSPAS-12 fuhr seinen in betriebsbereitem Zustand über acht Meter langen Ausleger zur Stabilisierung durch die Erdgravitation nicht aus, und kann deswegen nicht dem vorgesehenen Zweck dienen. Der Satellit befindet sich in einer Umlaufbahn in Höhen zwischen 815 und 830 Kilometern und mit einer Bahnneigung von 98,8 Grad.
Das Versagen der beiden nach dem sibirischen weißen Kranich (russisch: Стерх) benannten Satelliten könnte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos veranlassen, für weitere Satelliten des Such- und Rettungssystems statt der mittlerweile zu Chrunitschew gehörenden NPO Poljot aus Omsk einen anderen Produzenten auszuwählen. COSPAS 11 und 12 für den LEOSAR (engl. für low earth orbit search and rescue) genannten Teil des Weltraumsegmentes des Systems sollten jeweils fünf Jahre im Weltraum betrieben werden können. COSPAS 13 und 14 sind als Sterch 3 und 4 projektiert, und sollten im Jahr 2012 bzw. 2013 gestartet werden. COSPAS, russ. für Cosmitscheskaja Sistema Poiska Awarinitsch Sudow, bedeutet soviel wie weltraumgestütztes System zur Suche in Not geratener Schiffe.
Die ersten russischen COSPAS-Nutzlasten flogen auf Navigationssatelliten des Typs Nadjeschda mit, im Juni 1982 erreichte die erste COSPAS-Nutzlast an Bord von Kosmos 1383 eine Erdumlaufbahn. Bei den Sterch-Trabanten handelte es sich um den russischen Versuch, kleine Raumfahrzeuge exklusiv für das Such- und Rettungssystem zu etablieren. Das Vorhaben kann man nach dem Ausfall der beiden Satelliten mit einer Masse von je rund 170 Kilogramm als gescheitert betrachten. Ob dem zugrundeliegenden Satellitenbus eine Zukunft beschieden ist, sei dahingestellt.
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(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: COSPAS-SARSAT, NPO Poljot, RIA Novosti, Roscosmos)
» Raduga-1M 2 auf Proton-M gestartet
28.01.2010 - Am 28. Januar 2010 hob pünktlich um 01:18 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 81/24 im kasachischen Baikonur ab, um den militärischen Kommunikationssatelliten Raduga-1M 2 für das russische Verteidigungsministeriun in den Weltraum zu befördern. Der Start wurde von den russischen Raketentruppen durchgeführt, es war der erste Satellitenstart in Baikonur im Jahr 2010.
Der von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-Träger verwendete drei Raketenstufen, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M und der Nutzlast, auf den Weg zu bringen. Nachdem die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt war, brachte eine erste Zündung der Breeze-M-Oberstufe diese in einen Parkorbit. Nach weiteren Brennphasen der Breeze-M-Oberstufe wurde der Satellit schließlich um 10:19 Uhr MEZ in einem Geotransferorbit ausgesetzt.
Der mit C- und Ku-Band-Transpondern ausgerüstete Satellit soll eine Position im geostationären Orbit einnehmen, die er unter Nutzung eigener Triebwerke erreichen wird. Dort wird er Bestandteil eines Systems aus Kommunikationssatelliten mit der Bezeichnung JeSSS-2 (Jedinnaja Sistema Sputnikovoj Svjazi / ЕССС-2), dessen Raduga-Raumfahrzeuge zusammen mit den Satelliten des Typs Meridian für eine weltweite Verfügbarkeit von Kommunikationsmöglichkeiten für Nutzer aus den Truppen Russlands und alliierter Nationen sorgen.
Raduga-1M 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 36.358 bzw. als Objekt 2010-002A.
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Chrunitschew, Roscosmos, russianforces.org)
» Alternder Eutelsat W2 in Schwierigkeiten
29.01.2010 - Der mittlerweile über zwölf Jahre im All befindliche Kommunikationssatellit Eutelsat W2 hat sich am 27. Januar 2010 nach einer Anomalie in einen Sicherheitsmodus versetzt.
Der Betreiber des Satelliten, Eutelsat Communications mit Sitz in Paris, bestätigte am 28. Januar 2010 das Vorliegen der Betriebsstörung und teilte weiter mit, man arbeite zusammen mit dem Hersteller des Satelliten, Thales Alenia Space, ehemals Alcatel, an einer Untersuchung des Vorfalls. Eine Kommunikation mit dem Trabanten ist möglich, aber eine Nutzung des Raumfahrzeugs zur Sendung der üblicherweise ausgestrahlten Progamme nicht, da es im Sicherheitsmodus nicht entsprechend ausgerichtet ist.
Die Aufgaben des am 5. Oktober 1998 an Bord einer Ariane 4-Rakete von Kourou in Französisch-Guayana aus ins All transportierten und am 19. Oktober 1998 an Eutelsat betriebsbereit übergebenen W2 haben zwischenzeitlich Eurobird 16 sowie Eutelsat W2M und SESAT 1 übernommen. W2M, den ins Betriebsnetz zu übernehmen Eutelsat nach Problemen mit dessen Stromversorgungssystem abgelehnt hatte, und SESAT 1, eine Konstruktion aus russischem Satellitenbus und europäischer Kommunikationsnutzlast, wurden dafür kurzfristig auf Eutelsats Position an 16 Grad Ost im Geostationären Orbit verschoben. Eurobird 16 alias Atlantic Bird 4 war dort bereits stationiert.
Der auf dem Spacebus 3000B2 basierende Eutelsat W2 hat das Ende seiner Auslegungslebensdauer erreicht. Es war vorgesehen, W2 durch W2M abzulösen, wozu es wegen der Probleme mit dem auf der indischen Satellitenplattform I3K basierenden W2M jedoch nicht kam.
Im März 2009 beauftragte Eutelsat Communications Thales Alenia Space daher mit dem Bau eines weiteren Satelliten (W3C) auf Basis des Spacebus 4000C3. Der bei Thales Alenia Space bereits in Bau befindliche W3B ist nun vorgesehen, der Nachfolger von W2 zu werden. Der Start des im Februar 2008 bestellten W3B auf einer chinesischen Trägerrakete ist derzeit für Ende 2010 geplant. W3C ist dazu gedacht, die eigentlich für W3B vorgesehen Aufgaben zu erfüllen, er soll im dritten Quartal 2011 gestartet werden und im Geostationären Orbit eine Position bei 7 Grad Ost beziehen.
Eutelsat W2 ist katalogisiert mit der NORAD Nr. 25.491 bzw. als Objekt 1998-056A.
Verwandte Meldungen:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Eutelsat, Thales Alenia Space)
» Satmex 5 verliert Ionenantrieb
30.01.2010 - Der mexikanische Betreiber von Kommunikationssatelliten Satélites Mexicanos S.A. de C.V. (Satmex) teilte am 28. Januar 2010 in einer Presseerklärung mit, dass der Kommunikationssatellit Satmex 5 nach seinem sekundären jetzt auch sein primäres Ionentriebwerkssystem verloren hat.
Der Ausfall geschah am 27. Januar 2010, der primäre Teil des XIPS genannten elektrischen Triebwerkssystems schaltete sich unerwarteterweise ab. XIPS steht für Xenon Ion Propulsion System, übersetzt Xenonionenantriebssystem, es wurde mit 4 XIPS-13-Triebwerken an Bord des Satelliten insbesondere zum Positionshalten des Raumfahrzeugs verwendet. Der sekundäre Teil des Triebwerkssystems mit zwei von vier Triebwerken mit je 13 Zentimetern Durchmesser und einem Schub von je 18 Millinewton ist bereits vorher ausgefallen, und man erwartet nicht, dass sich der primäre Teil noch einmal starten lassen wird. Deshalb ist der Satellit nun allein auf sein chemisches Triebwerkssystem, das mit zwei Treibstoffkomponenten arbeitet, angewiesen.
Nach Schätzungen von Satmex reduziert sich die verbleibende mögliche Betriebsdauer von Satmex 5 an seiner Position bei 116,8 Grad West im Geostationären Orbit von rund 3,97 auf 2,7 Jahre. Der am 5. Dezember 1998 auf einer Ariane 4-Rakete in der Variante 42L H10-3 in Kourou in Französisch-Guayana gestartete Satellit sollte ursprünglich eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren erreichen.
Satmex, der Betreiber, und Boeing, der Hersteller des mit je 24 C- und Ku-Band-Transpondern ausgestatteten Satelliten arbeiten bei der Untersuchung des Ausfalls zusammen. Vorkehrungen für den Fall, dass Satmex 5 ersetzt werden muss, zieht Satmex in Betracht. Die Kunden von Satmex sollen von dem Ausfall des Antriebssystems nicht betroffen sein, und durch einen später anstehenden Umzug der auf Satmex 5 etablierten Dienste auf einen neuen oder einen Ersatz-Satelliten nicht beeinträchtigt werden.
Gegen einen Totalverlust des Satelliten infolge des Ausfalls des Ionenantriebssystems ist Satmex 5 nicht versichert. Satmex begründet das damit, dass auch andere Satelliten XIPS-Funktionsstörungen erlitten haben. Satmex 5 war der fünfte von Boeing mit XIPS ausgerüstete Erdtrabant und basiert auf dem Satellitenbus 601HP.
Satmex 5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 25.558 bzw. als Objekt 1998-070A.
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Satmex, Boeing)
» NASA-Raumfahrzeuge mussten 2009 neun Mal ausweichen
31.01.2010 - NASA-betriebene Raumfahrzeuge mussten im vergangenen Jahr neun Ausweichmanöver durchführen. Dies geht aus dem vierteljährlich herausgegebenen Bericht des NASA Orbital Debris Program Office hervor.
Von unserem Gastautoren Thomas Wehr.
Alle NASA Programme und Projekte, welche manövrierbare Raumfahrzeuge in niedrigen oder geostationären Erdorbits betreiben, sind gezwungen, regelmäßig Annäherungs- bzw. Kollisionsrisiko-Abschätzungen durchzuführen, um Kollisionen zu vermeiden.
Diese Annäherungs-Berechnungen werden vom Joint Space Operations Center (JSpOC) des US Strategic Command in der Vandenberg AFB in Kalifornien durchgeführt. Für die Internationale Raumstation oder das Space Shuttle, wird diese Analyse drei Mal täglich durchgeführt. Automatische Raumflugkörper, welche normalerweise in größeren Höhen operieren, wo atmosphärische Effekte geringer sind, werden durchschnittlich einmal täglich bewertet.
Typischerweise werden Annäherungs-Alarmmeldungen herausgegeben, wenn der berechnete Abstand vom NASA-Raumfluggerät nur wenige Kilometer beträgt. Während die Sensoren des US-Raumüberwachungs-Netzwerks (U.S. Space Surveillance Network) zusätzliche Daten erfassen, um die kürzeste Annäherung zu berechnen, ermitteln NASA-Spezialisten daraus die jeweils aktuelle Kollisionswahrscheinlichkeit.
Während in der bemannten Raumfahrt Ausweichmanöver (CAM - Collision Avoidance Maneuvers) bereits bei einer Kollisionswahrscheinlichkeit von 1 zu 10.000 durchgeführt werden, akzeptiert man bei automatischen Raumfahrzeugen (in der Regel Satelliten) ein deutlich höheres Risiko in der Größenordnung von 1 zu 1000.
Die meisten Alarmmeldungen führen jedoch nicht zu Ausweichmanövern. Häufig führt eine Neuberechnung der Annäherungsbetrachtung mit aktuelleren Bahndaten und einer dann kürzeren und somit genaueren Vorhersageperiode zu einem größeren Passierabstand und zu einer niedrigeren Kollisionswahrscheinlichkeit. So ist es auch nicht unüblich, dass bereits geplante Ausweichmanöver, nach Eintreffen neuer Daten abgesagt werden. Beispielsweise wurde für die Internationale Raumstation für den 17. März 2009 ein Manöver geplant, um einem Trümmerstück eines Satelliten der ehemaligen Sowjetunion auszuweichen, welcher 1981 explodierte. Eine spätere Berechnung ergab, dass das Ausweichmanöver unnötig sei. Das Trümmerstück trat am 04. April 2009 in die Erdatmosphäre ein und ist somit nicht mehr länger eine Gefahr für die internationale Raumfahrt.
2009 führten solcherlei „conjunction assessments“ zu neun Ausweichmanövern von NASA-betriebenen Raumfahrzeugen.
Nur zwei der Manöver wurden durch intakte Raumflugkörper verursacht (ein Satellit und eine Raketenstufe). Die anderen Manöver dienten der Kollisionsvermeidung mit kleineren Trümmern, inklusive zweier durch den chinesischen Anti-Satelliten-Test im Jahre 2007 erzeugte Objekte und einem Trümmerteil, welches durch die Kollision von Kosmos 2251 und Iridium 33 im Februar 2009 entstand.
Letztendlich musste im März 2009 die Besatzung der Internationalen Raumstation vorübergehend die Sojus-Rückkehrkapsel aufsuchen, als eine gefährliche Annäherung eines Trümmerstück einer US-amerikanischen Oberstufe errechnet wurde. Der hochelliptische Orbit (145 km mal 4.230 km) führte zu einer sehr späten Warnung, die keine Zeit mehr für ein Ausweichmanöver ließ.
Verwandte Meldungen:
Raumcon:
(Autor: Raumfahrer.net Gastautor - Quelle: NASA Orbital Debris Programm Office – Quarterly News 1/2010)
» Japans Neuentwicklungen H-II B und HTV
31.01.2010 - Die japanische Raumfahrtagentur JAXA denkt über die Aufnahme bemannter Flüge nach. Mit dem Frachter für die ISS und einer leistungsstärkeren Rakete ist die nötige Technik dafür vorhanden. Ein Wettlauf oder eine Kooperation mit dem raumfahrtambitionierten China ist denkbar.
Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat Ende 2009 zwei technische Neuheiten in ihr Repertoir aufgenommen, die der Raumfahrtbehörde weiterhin einen Platz unter den Nationen der Welt sichert, die fortgeschrittene Raumfahrt betreiben: zum einen die neue Trägerrakete H-II B, die für schwere Nutzlasten bis zu 19 Tonnen ausgelegt ist und zum anderen das H-2 Transfer Vehicle (HTV), ein Transportmodul, das vor allem für den Betrieb der ISS sehr nützlich sein wird.
Auf den ersten Blick scheint die H-II B-Rakete lediglich eine Weiterentwicklung der H-II A zu sein. Design und Konstruktion ähneln sehr den Vorläufermodellen und die Antriebsmodule wurden sogar unmodifiziert übernommen. Doch neben der erhöhten Nutzlastkapazität hat die H-II B vor allem das Potential Japan den Einstieg in die bemannte Raumfahrt zu ermöglichen. Das speziell für die H-II B entwickelte HTV Modul besitzt neben einer geräumigen Ladefäche von bis zu sechs Tonnen auch eine Druckkammer mit einer stetigen Atmosphäre von einem bar, was den Transport von Menschen zulässt.
Wenn in diesem Jahr das Space Shuttle in den Ruhestand tritt, wird das HTV das einzige Raumfahrzeug sein, das in der Lage ist Außenbordexperimente und größere Lasten zur ISS zu transportieren - neben dem europäischen Frachter ATV, der ähnliche Kapazitäten bereitstellt. Das HTV, sobald es die Trägerrakete verlassen hat, kann anhand von GPS-Daten unabhängig von der Bodenstation seine genau Position relativ zur ISS erfassen und nähert sich dieser automatisch an bis es mit gleicher Geschwindigkeit wie die ISS selbst unter dem Harmony Modul zum "stehen" kommt und schließlich mit dem Canadarm ergriffen werden kann.
Yoshihiku Torano, Projektmanager des HTV-Teams hebt in einem Interview auch den bemannten Raumflug hervor. Mit der H-II B und dem HTV sei theoretisch auch eine Reise zum Mond möglich. Wie üblich in Japan spielt die Sicherheit jedoch eine große Rolle, so dass diese Option des HTVs vorerst noch getestet wird. Konkrete Pläne für einen bemannten Flug sind bisher noch nicht veröffentlicht. Japan wäre nach der damaligen Sowjetunion, den USA und China das vierte Land, das eigenständig einen bemannten Flug mit selbstentwickelten Raketen durchführt.
Fest steht allerdings, dass Japan mit der Entwicklung und dem Bau dieser Kapazität zu seinem Rivalen China aufgeschlossen hat, der in der Vergangenheit ebenfalls des öfteren laut über bemannte Raumfahrten zum Mond und "zu anderen Planeten" nachgedacht hat. Im Gegensatz zu China hat Japan durch seine Zusammenarbeit mit den Anderen am ISS-Programm beteiligten Staaten jedoch sehr konkrete Nutzungsanwendungen seiner Technik. China hingegen, das in der Raumfahrt weitgehend frei von der Staatengemeinschaft agiert, dienen die jüngsten Entwicklungen seines Weltraumprogramms zuallererst einmal dazu seine technische Macht zu propagieren. Rein wissenschaftliche Missionen ohne direkten finanziellen oder reputativen Nutzen sind kaum zu finden. Dabei wäre China als neue, alte Weltmacht mit seinem enormen finanziellen Potential eine große Chance für die internationale Staatengemeinschaft, die Raumfahrt im Allgemeinen und für die ISS im Besonderen programmatisch voranzutreiben und auch Möglichkeiten für Projekte, die über die ISS hinausgehen, voranzutreiben.
Gerade hinsichtlich großer Projekte, wie einer Rückkehr zum Mond oder gar einem Aufbruch zum Mars in den nächsten Jahrzehnten, sind es die westlichen Staaten, die durch ihre Erfahrungen mit ISS und zahlreichen Sonden und Rovern das Knowhow besitzen. Doch China ist es, welches dies auch finanziell umsetzen könnte. In der Geschichte der Raumfahrt gab es schon einmal eine vergleichbare Situation: So waren die Raketenstarts der Anfangszeit der ISS mit russischen Raketen durchgeführt worden - finanziert von den USA.
Verwandte Links
Raumcon
(Autor: Markus Rösken - Quelle: JAXA)
» Asiasat 2 heißt jetzt Amos 5i
31.01.2010 - Der Kommunikationssatellit Asiasat 2 wird seit Ende Januar 2010 von Spacecom aus Israel unter der neuen Bezeichnung Amos 5i an einer Position über Afrika betrieben, teilten Asiasat und Spacecom am 28. Januar 2010 mit.
Mit 24 C-Band- und 9 Ku-Band-Transpondern wird Amos 5i an seiner Position bei 17 Grad Ost im Geostationären Orbit eingesetzt, um Kunden aus Afrika, Europa und dem mittleren Osten zu versorgen. Das i im Namen des Satelliten steht für interim und zeigt an, dass es sich beim Einsatz des Raumfahrzeugs um eine Zwischenlösung handelt.
Amos 5i ist bereits über vierzehn Jahre im All. Der von Lockheed Martin Astro Space basierend auf dem Satellitenbus AS-7000 gebaute Erdtrabant mit einer Startmasse von 3.460 Kilogramm und einer Auslegungslebensdauer von dreizehn Jahren war am 28. November 1995 als Asiasat 2 auf einer chinesischen Langer Marsch 2E-Rakete in den Weltraum transportiert worden.
Lange Jahre stand Asiasat 2 bei 100,5 Grad Ost im Geostationären Orbit und wurde von der Asia Satellite Telecommunications Co. Ltd. (Asiasat) mit Sitz in Hong Kong benutzt, um Kunden im gesamten asiatischen Raum zu bedienen. Nach dem Start von Asiasat 5 am 11. August 2009 und dessen erfolgreicher Inbetriebnahme war es möglich, nach einer neuen Nutzungsmöglichkeit für Asiasat 2 zu suchen.
Ende 2009 hatte die Space-Communication Ltd. (Spacecom) den Satelliten erworben, und will ihn bis zur Verfügbarkeit von Amos 5, einem Satelliten bestehend aus russischem Satellitenbus und europäischer Kommunikationsnutzlast, bei 17 Grad Ost nutzen. Der Start von Amos 5, der für eine Betriebszeit von fünfzehn Jahren ausgelegt sein soll, ist nach derzeitigem Planungsstand spätestens am 31. März 2011 vorgesehen. Mitte 2011 will man den kommerziellen Betrieb von Amos 5 aufnehmen.
Um Bahnverfolgung und Steuerung von Amos 5i sowie die Telemetrie wird sich weiterhin Asiasat kümmern, welche von Spacecom entsprechend beauftragt wurde.
Amos 5i alias Asiasat 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 23723 bzw. als Objekt 1995-064A.
Verwandte Meldung:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Asiasat, Spacecom)
» Amateurastronomen entdecken Nova U Scorpii zuerst
31.01.2010 - Um 6 Uhr Ortszeit des 28. Januar 2010 entdeckte die Amateurastronomin Dr. Barbara Harris, wenig später bestätigt durch Shawn Dvorak in Florida unanbhängig voneinander die Sternenexplosion mit einer Magnitude von maximal 8,05.
Bei U Scorpii handelt es sich um eine sogenannte wiederkehrende oder periodische Nova, deren letzter Ausbruch am 25. Februar 1999 (Magnitude 7,5) beobachtet wurde. 2005 hatte Dr. Bradley Schaefer einen erneuten Ausbruch innerhalb eines Zeitfensters von März 2008 bis März 2010 vorausgesagt. Deshalb stand der Stern seit Frühjahr 2008 unter ständiger Beobachtung.
Die American Association of Variable Star Observers (AAVSO) ist eine Vereinigung von Astronomen, die sich die Aufklärung der Mechanismen, die zu wiederkehrenden Novae führen, auf die Fahnen geschrieben hat. Berufs- und Amateurastronomen arbeiten hierbei weltweit zusammen.
Nach Bekanntwerden der Entdeckung wurden sowohl bodengestützte als auch Weltraum-Teleskope auf U Scorpii ausgerichtet. Dazu gehörten auch die Satelliten Rossi und Integral. In einem breiten Spektralbereich soll der Stern nun über mindestens 6 Monate genauer beobachtet werden.
Raumcon:
(Autor: Günther Glatzel - Quelle: American Association of Variable Star Observers)
» Sterneköche in der Gerüchteküche
31.01.2010 - Nach der Rede des US-Präsidenten Barack Obama und vor den Verlautbarungen des NASA-Chefs Bolden am Montag kochen die Gerüchte allerorten auf großer Flamme.
Zum Einen soll der komplizierten wirtschaftlichen Lage entsprochen werden, zum anderen stehen aber auch technologische Führung und eine große Zahl wichtiger Arbeitsplätze auf dem Spiel. Berücksichtigt man zudem, dass der Präsident alle seine Vorschläge noch durch die beiden Häuser des US-Kongresses bringen muss, braucht man wohl keine Einstellung der bemannten Raumfahrt in den USA zu befürchten. Eine deutliche Änderung der Zielstellungen ist aber zu erwarten.
So wird man wohl das Constellation-Programm als Komplex aufgeben. Stattdessen soll mit mehr privatwirtschaftlicher Initiative bei gleichzeitig wachsender staatlicher Unterstützung in möglichst kurzer Zeit ein neues Raumschiff für den Erdorbit entwickelt werden. Damit kann die bereits existierende Internationale Raumstation als Forschungsbasis für die nächsten 10 Jahre und möglicherweise darüber hinaus genutzt werden. Dies würden auch die internationalen Partner begrüßen.
Die Planungen darüber hinaus werden aber wohl neu vorgenommen werden. Dazu gehören eine Schwerlastrakete und das bemannte Anfliegen weiter entfernter Ziele, möglicherweise nach dem sogenannten "flexiblen Pfad", auf dem man sich schrittweise und unter ständiger Überprüfung der Ziele und Mittel einer erneuten Landung auf dem Mond bzw. späteren Marsflügen nähern könnte. Selbst die Orion-Kapsel könnte dabei eine Rolle spielen, möglicherweise in veränderter Form.
Barack Obama ist angetreten, den US-Bürgern einen Weg in eine gerechtere und bewusstere Zukunft zu weisen. Wenn dabei sicherlich auch mancher Posten zusammengestrichen wird, die Zukunftsbranche Raumfahrt wird er hingegen wohl nicht opfern, oder doch?
Letztlich werden wir den morgigen Abend allerdings abwarten müssen. Dann soll NASA-Chef Bolden genaueres zu Budget und Planungen der US-Raumfahrtbehörde bekannt geben. Vieles was bisher zu hören und lesen war, wird sich dann als Produkt einer brodelnden Gerüchteküche erweisen.
Raumcon:
(Autor: Günther Glatzel - Quelle: NASA, HSF-Comitee, Raumcon, aktuelle Nachrichtenmeldungen)