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» Startet Dragon morgen zur Raumstation?
18.05.2012 - Nach vielen Verzögerungen soll es morgen endlich soweit sein: die erste US-amerikanische Kapsel soll zur ISS starten und diese drei Tage später erreichen.
Am Samstag um 10.55 Uhr MESZ soll eine von der Firma SpaceX entwickelte Raumkapsel Dragon zur ISS starten. Der vielerwartete erste Start eines Raumtransporters aus dem COTS-Programm (Commercial Orbital Transportation Services) hatte sich im Vorlauf häufig verschoben und war ursprünglich bereits für Ende 2009 geplant. Im Rahmen des COTS-Programms waren drei Demonstrationsflüge geplant: C1, C2 und C3. Nach dem erfolgreichen ersten Demonstrationsflug C1 im Dezember 2010 hatte SpaceX die NASA jedoch um die Erlaubnis gebeten, die verbleibenden Missionen C2 und C3 zu vereinen. Diesem Ersuchen ist die NASA in diesem Jahr nachgekommen. Die Rakete wurde heute zum Startplatz LC-40 am Cape Canaveral gerollt und aufgerichtet. Im Vorfeld gab es insbesondere Probleme bei der Software für die ISS-Annäherung. Diese wurden jedoch überwunden und das finale ISS-Review am 15. Mai hat die Software abgenommen. Gestern, am 17. Mai 2012, erfolgte das FRR (Flight Readiness Review), welches das "go" für den Start erteilte.
Die Mission
Bei diesem Flug müssen die Ziele der beiden Demonstrationsflüge C2 und C3 erfüllt werden. Konkret geht es bei C2 um den Aufbau der Kommunikation mit der Raumstation mittels der COTS UHF Communication Unit (CUCU). Weiter sollen Astronauten in der ISS der Dragon-Kapsel Befehle mittels des Crew Command Panel (CCP) geben und Dragon soll den Free-Drift-Modus demonstrieren, der notwendig ist, um mit dem ISS-Arm eingefangen zu werden. Die eigentliche ISS-Kopplung ist erst bei C3 geplant. Dabei nähert sich Dragon der ISS und die ISS-Crew testet verschiedene Befehle wie Abbruch, Freiflug und Annäherung an die ISS. Bei der Annäherung an die ISS kommt das Laser Imaging Detection and Ranging System (LIDAR), auch DragonEye genannt, zum Einsatz, das bei STS 127 getestet wurde. Bei dieser Demonstrationsmission werden insgesamt 460 kg Fracht zur ISS gebracht, darunter 306 kg Nahrung, 21 kg Nanoracks, 123 kg Cargobags und 10 kg Computer und Ausrüstung. Sollte der Start morgen stattfinden, ist das Koppeln mit der ISS für Dienstag geplant. Nach dem Erreichen der ISS soll die Fracht entladen werden und um den 5. Juni der Abflug mit 620 kg Fracht, die zur Erde zurückgebracht werden soll, erfolgen.
Dragon
Dragon ("Drache") ist der Raumtransporter von SpaceX. Er besteht aus zwei Komponenten: der Kapsel, in der die druckbeaufschlagte Fracht transportiert wird und dem "Trunk", der unter anderem für die Energieversorgung zuständig ist und nicht druckbeaufschlagte Fracht aufnehmen kann. Die Kapsel verfügt im Gegensatz zu allen anderen ISS-Frachtransportern über einen Hitzeschild und kann somit Fracht zur Erde zurückbringen.
Falcon 9
Falcon 9 ist eine Trägerrakete der mittleren Nutzlastklasse, welche laut Presskit 9.800 kg in einen ISS-Orbit transportieren kann. Sie hat einen Durchmesser von 3,66 m und eine Höhe von 48,1 m. Die Falcon 9 besteht aus zwei Stufen, welche beide flüssigen Sauerstoff und Kerosin als Treibstoffe verwenden. Die erste Stufe wird von 9 Merlin-1C-Triebwerken angetrieben, die einen Schub von 3,8 MN liefern. Die zweite Stufe verfügt über ein Merlin-Vac-Triebwerk, welches ein Merlin 1C mit größerer Düse ist. Dieses ist auch zweimal wiederzündbar.
COTS und CRS
COTS und CRS sind zwei von der NASA im Jahre 2006 gestartete Projekte, die die US-amerikanische ISS-Frachtversorgung an zwei private Anbieter auslagern. Dabei beinhaltet COTS die Entwicklung des Frachtransporters, wohingegen CRS (Commercial Resupply Services) das Programm für den Ankauf der Frachtdienstleistung beinhaltet. Für COTS war ursprünglich ein Budget von 500 Millionen vorgesehen, dieses wurde jedoch 2011 auf 800 Millionen erhöht. CRS hat einen finanziellen Rahmen von 3,5 Milliarden Dollar.
Als Anbieter wurden zunächst SpaceX und Rocketplane Kistler ausgewählt. Allerdings konnte Kistler im Jahr 2007 die Meilensteine nicht einhalten, worauf sich die NASA entschloss, die Übereinkunft mit Kistler aufzulösen. Als neuer zweiter Partner wurde 2008 Orbital Sciences ausgewählt. SpaceX bekommt dabei ca. 400 Millionen US-Dollar für COTS, wohingegen es bei Orbital ca. 300 Millionen sind. Beide Firmen haben einen Frachtversorungsvertrag für die ISS von 20 Tonnen Nutzlast. SpaceX soll 12 Flüge für 1,6 Milliarden Dollar durchführen, wohingegen Orbital 1,9 Milliarden Dollar für 8 Flüge bekommt.
Gesamtsituation bei SpaceX
Auf der heutigen Pressekonferenz hat SpaceX-Präsidentin Shotwell kurz Stellung zur finanziellen Situation von SpaceX bezogen. Demnach hat man bisher 1,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben, wovon 680 Millionen in COTS geflossen sein sollen. Das Geld soll dabei nicht aussschließlich von der NASA gekommen sein. So will man 300 Millionen US-Dollar von kommerziellen Kunden eingenommen haben und 120 von externen Investoren angeworben haben. SpaceX verfügt inzwischen über ein großes Startmanifest mit vielen kommerziellen und internationalen Kunden, darunter auch große Satellitenbetreiber wie SES. Diesem beeindruckenden Startmanifest stehen jedoch Null Starts und weitere 2011 neu angekündigte Projekte gegenüber, worauf mehrere öffenliche Gegenkampagnen z.B. von PW Rocketdyne implizit und humorvoll hingewiesen haben.
Links:
(Autor: Tobias Willerding - Quelle: SpaceX, NASA)
» Dragon-Start verschoben
19.05.2012 - Durch eine Abweichung von einem der eingestellten Triebwerksparameter wurde der bereits in die Wege geleitete Start kurz nach Zündung der Triebwerke abgebrochen.
Nach Angeben von SpaceX hat ein Sensor einen zu hohen Druck im Triebwerk Nummer 5 der ersten Stufe gemessen. Die Überwachungscomputer haben daraufhin den Startvorgang automatisch unterbrochen und den Status der Rakete gesichert. Ein neuer Startversuch kann am Dienstag gegen 9.44 Uhr MESZ unternommen werden. Bis dahin wird man das Problem analysieren und Korrekturen vornehmen.
Beim zuvor absolvierten zweisekündigen Triebwerkstest am 30. April war dieses Problem offenbar nicht aufgetreten. Ob man Eingriffe an der Rakete vornehmen muss oder nur Parameter in der Überwachungssoftware geändert werden, wird noch bekannt gegeben. Eine erste Äußerung von Elon Musk klang zunächst nach letzterem. Auf einer aktuellen Pressekonferenz war hingegen davon die Rede, dass der erhöhte Brennkammerdruck eine echte Anomalie war. Bis zum Startabbruch verlief der Countdown hingegen offenbar planmäßig und auch das Wetter war für einen Start passend.
Die Rakete Falcon 9 verfügt in der ersten Startstufe über 9 Triebwerke des Typs Merlin 1C, die im Quadrat angeordnet sind, Nummer 5 ist das mittlere. Bisher hat die Falcon 9 zwei weitgehend erfolgreiche Teststarts mit kleineren Problemen absolviert. Der genaue Einschuss in die ISS-Bahn stellt aber höhere Anforderungen an die Genauigkeit der Bahn. Zudem sollen verschiedene Manöver durchgeführt werden, die mit einem erhöhten Treibstoffverbrauch im Dragon-Raumschiff verbunden sind. Neue Triebwerke könnten der Falcon 9 in Zukunft bessere Reserven ermöglichen.
Verwandte Meldungen:
Raumcon-Forum:
(Autor: Günther Glatzel - Quelle: SpaceX, NASA, Raumcon)
» Die Untersuchung Schwarzer Löcher
21.05.2012 - Ein internationales Astronomenteam nutzte für die Erforschung eines Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie NGC 3783 im infraroten Spektralbereich das Very-Large-Telescope-Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO). Die Messmethode der Nahinfrarot-Interferometrie ermöglichte es dem Team, eine ringförmige Ansammlung von Staub in der inneren Region des Galaxienkerns aufzulösen.
In vielen Galaxienkernen wurden von den Astronomen in der Vergangenheit supermassive Schwarze Löcher entdeckt, deren Masse oftmals millionenfach größer ausfällt als die Masse unserer Sonne. Diese zentralen Schwarzen Löcher sind von einer sogenannten Akkretionsscheibe, einer heißen, hellen Scheibe aus interstellarem Gas und Staub umgeben. Zur Aufrechterhaltung der von diesen Scheiben ausgehenden hohen Leuchtkraft müssen diese ständig mit frischen Material versorgt werden. Dieses Material stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus einem Staubtorus, welcher die Akkretionsscheiben ringförmig umgibt.
Da dieser das Schwarzes Loch umgebende Staubtorus sehr kompakt ausfällt, stellt seine Untersuchung für die Astronomen eine sehr große Herausforderung dar. Detaillierte Untersuchungen der zentralen Staubansammlungen in Galaxien sind wichtig, um die Struktur des Staubtorus und seine Wechselwirkung mit der Akkretionsscheibe besser zu verstehen. Für die hierfür benötigte Winkelauflösung ist allerdings ein Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von mehr als 100 Metern nötig. Da solche Teleskope derzeit nicht verfügbar sind, stellt sich den Astronomen die Frage nach einer alternativen Lösung.
Eine Möglichkeit für eine erfolgreiche Analyse besteht darin, bei der Beobachtung eines Schwarzen Lochs mehrere Teleskope gleichzeitig auf das zu untersuchende Objekt auszurichten und das so "eingefangene" Licht zu überlagern. Durch diese als Interferometrie bezeichnete Methode können die Astronomen hochaufgelöste Daten über die Umgebung der Schwarzen Löcher gewinnen.
Ein von Prof. Dr. Gerd Weigelt vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn geleitetes internationales Wissenschaftlerteam berichtete jetzt in einem kürzlich in der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics" publizierten Artikel über die auf diese Weise erfolgte Untersuchung des Zentrums der im Sternbild Zentaur (lateinischer Name Centaurus) gelegenen Galaxie NGC 3783 im infraroten Spektralbereich. Für ihre Messungen verwendeten die Astronomen das Interferometrie-Instrument AMBER des Very-Large-Telescope-Interferometers (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO).
Die dabei angewandte Interferometriemethode ermöglicht eine extrem hohe Auflösung des untersuchten Objektes, welche sich proportional zum Abstand der verwendeten Teleskope verhält. Da der größte Abstand zwischen den vier Teleskopen des VLTI 130 Meter beträgt, kann mit ihnen eine Winkelauflösung erreicht werden, welche der theoretische Auflösung eines Teleskops mit einem Spiegeldurchmesser von 130 Metern entspricht. Das ist 15 mal besser als die Auflösung eines einzelnen VLTI-Teleskops, welche über einen Spiegeldurchmesser von acht Metern verfügen.
"Das VLTI der ESO eröffnet für uns eine einmalige Gelegenheit, unser Wissen über Galaxienkerne zu verbessern", so Prof. Dr. Weigelt. "Wir können damit faszinierende physikalische Prozesse mit einer bisher nicht erreichten Auflösung und über einen weiten infraroten Spektralbereich untersuchen. Genau das ist nötig, um die physikalischen Eigenschaften dieser Objekte zu erforschen."
Dr. Makoto Kishimoto vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie, einer der Co-Autoren der Studie, ergänzt: "Wir hoffen, in den nächsten Jahren noch viel mehr Informationen zu bekommen, indem wir bei noch kürzeren Wellenlängen, mit größerem Teleskopabstand und mit höherer spektraler Auflösung messen. Ganz besonders wichtig ist, dass es in einigen Jahren zwei weitere Interferometrie-Instrumente für das VLTI geben wird, die komplementäre Informationen liefern werden."
Für die Untersuchung des Zentrums der Galaxie NGC 3783 fertigten die Astronomen mit dem VLTI mehrere Tausend Interferogramme an, welche sich aus den Einzelaufnahmen von jeweils zwei beziehungsweise drei Teleskopen zusammensetzen. Dabei lagen die Abstände zwischen den eingesetzten Teleskopen im Bereich von 45 bis 114 Metern. Die Auswertung dieser Interferogramme ermöglichte es den Wissenschaftlern, den Radius des kompakten Staubtorus im Zentrum der rund 150 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt gelegenen Galaxie zu bestimmen.
Dabei wurde ein Winkelradius von 0,74 Milli-Bogensekunden ermittelt, was einem Radius des Torus von lediglich einem halben Lichtjahr entspricht. Kombiniert mit früheren Messungen in längeren Wellenlängenbereichen ermöglichten die im nahen Infrarot-Bereich erfolgten Messungen zudem die Ableitung wichtiger physikalischer Eigenschaften des Staubtorus von NGC 3783.
"Die hohe VLTI-Auflösung ist auch bei Untersuchungen von vielen anderen Schlüsselobjekten der Astrophysik wichtig", betont Karl-Heinz Hofmann, ein weiteres Mitglied des Astronomen-Teams. "Es ist klar, dass die Infrarot-Interferometrie die Infrarot-Astronomie in der gleichen Weise revolutionieren wird, wie in der Vergangenheit die Radiointerferometrie die Radioastronomie revolutioniert hat."
Raumcon-Forum:
Abstract des Fachartikels:
(Autor: Ralph-Mirko Richter - Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie)
» Die Radiogalaxie Centaurus A
23.05.2012 - Eine bereits letzte Woche von der Europäischen Südsternwarte (ESO) veröffentlichte Aufnahme zeigt die Galaxie Centaurus A. Mit einer Gesamtbelichtungszeit von mehr als 50 Stunden dürfte es sich hierbei um die am tiefsten gehende Ansicht dieser ungewöhnlichen Galaxie handeln, welche Astronomen jemals aufgenommen haben.
Bei der Galaxie Centaurus A, auch bekannt unter der Bezeichnung NGC 5128, handelt es sich um eine elliptische Galaxie, in deren Zentrum sich ein supermassereiches Schwarzes Loch befindet. Die am 29. April 1826 von dem schottischen Astronomen James Dunlop entdeckte Galaxie befindet sich in einer Entfernung von etwa 12 Millionen Lichtjahren zu unserem Sonnensystem im Sternbild Zentaur (lateinischer Name Centaurus). Mit einer Winkelausdehnung von 25,7 x 20,0 Bogenminuten und einer scheinbaren Helligkeit von 6,6 mag gehört sie zu den hellsten Galaxien am Nachthimmel und kann bereits mit kleineren Teleskopen auch von Amateurastronomen erfolgreich beobachtet werden.
Für die professionellen Astronomen ist Centaurus A besonders deshalb von Interesse, da es sich bei dieser Galaxie um die nächstgelegene Radiogalaxie und zugleich um die dritthellste Radioquelle am Himmel handelt. Die von Centaurus A ausgehende Radiostrahlung konnte bereits in den 1950er Jahren nachgewiesen werden. Die Astronomen gehen davon aus, dass die Radiostrahlung von einem im Zentrum der Galaxie gelegenen supermassereichen Schwarzen Loch verursacht wird, welches über mehr als 100 Millionen Sonnenmassen verfügt. Zusätzlich ist Centaurus A eine starke Quelle von Röntgen- und Gammastrahlung.
Centaurus A wurde in den letzten Jahrzehnten von den Astronomen in diversen Wellenlängenbereichen - von Radiowellen bis hin zur Gammastrahlung - detailliert untersucht. Um die Wechselwirkung der energiereichen Strahlung aus dem zentralen supermassereichen Schwarzen Loch mit der direkten Umgebung des Schwarzen Loches besser zu verstehen, sind speziell die Radio- und Röntgenstrahlung von besonderem Interesse. Aber auch durch Untersuchungen im sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereich des Lichts gewinnen die Astronomen neue Erkenntnisse über den Aufbau der Galaxie.
Die bereits am vergangenen Mittwoch von der Europäischen Südsternwarte (ESO) veröffentlichte Aufnahme von Centaurus A wurde mit dem Wide Field Imager (WFI) am MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop auf La Silla/Chile erstellt. Das Bild wurde aus einem Satz von WFI-Aufnahmen mit langer Belichtungszeit durch Rot-, Grün- und Blaufilter erstellt und durch Aufnahmen mit verschiedenen Spezialfiltern ergänzt, welche lediglich für das Licht leuchtenden Wasserstoffs und ionisierten Sauerstoffs durchlässig sind. Die Gesamtbelichtungszeit der verschiedenen Aufnahmen lag bei mehr als 50 Stunden. Dabei gelang es den Astronomen der ESO auch im sichtbaren Lichtbereich, jene jetartigen Strukturen in der Umgebung von Centaurus A deutlich abzubilden, welche in einer früheren Aufnahme des Wide Field Imager nur andeutungsweise auszumachen waren.
Auf der Aufnahme ist die elliptische Grundstruktur der Galaxie anhand ihres langgestreckten, lichtschwachen Außenbereichs erkennbar. Das Leuchten, welches weite Teiles des Blickfeldes ausfüllt, stammt von den mehreren Hundert Milliarden Sternen, aus denen sich Centaurus A zusammensetzt.
Im Gegensatz zu den meisten elliptischen Galaxien wird das optische Erscheinungsbild von Centaurus A allerdings durch ein breites, verschlissenes Band aus dunklem Material gestört, welches den Kernbereich der Galaxie verdeckt. Dieses dunkle Band enthält große Mengen an Gas, Staub und noch relativ jungen Sternen. An seinem oberen rechten und unteren linken Rand verraten zudem verschiedene helle und noch sehr junge Sternhaufen ihre Anwesenheit durch das rötliche Leuchten von Wolken aus interstellarem Wasserstoffgas, in deren Innerem sich weitere Sterne bilden. Einzelne Staubwolken heben sich dabei als dunkle Silhouetten vor dem Sternhintergrund ab.
In Kombination mit der starken von der Galaxie ausgehenden Radiostrahlung werden diese verschiedenen Strukturen als sichere Anzeichen dafür interpretiert, dass Centaurus A das Endresultat der Verschmelzung zweier ursprünglich unabhängig voneinander existierender Galaxien darstellt. Das Staubband stellt vermutlich die letzten Überreste einer Spiralgalaxie dar, welche einstmals einer massereicheren elliptischen Galaxie begegnete und dabei durch die Schwerkraft der größeren Galaxie vollständig zerrissen wurde.
Bei den rötlichen Strukturen oberhalb der linken Seite des Staubbandes (zu erkennen in der vergrößerten Darstellung des nebenstehenden Bildes) handelt es sich dagegen um Sternentstehungsgebiete, welche eine Vielzahl heißer und relativ junger Sterne enthalten. Die inneren Filamente weisen eine Entfernung von etwa 30.000 Lichtjahren zum Zentrum der Galaxie auf. Die äußeren Filamente liegen dagegen weiter außen und sind rund 65.000 Lichtjahre vom Kern entfernt.
Neben dem ästhetischen Wert dieser Aufnahme wurde mit der Erstellung der dafür verwendeten Einzelaufnahmen jedoch auch ein praktischer Zweck erfüllt. Anhand der Bilder, so die ursprüngliche Zielsetzung der beteiligten Astronomen, sollte überprüft werden, ob es möglich ist, im Rahmen von Himmelsdurchmusterungen mit bodengebundenen Teleskopen in weit entfernten Galaxien Veränderliche Sterne zu entdecken und diese zu überwachen. Im Fall von Centaurus A waren diese Bemühungen erfolgreich. Die Astronomen entdeckten auf den Bildern 200 bisher nicht bekannte Veränderliche Sterne. Diese Entdeckung wurde bereits im Jahr 2008 in der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics" publiziert.
Das MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop wurde im Jahr 1984 in Betrieb genommen und ist eine Leihgabe der Max-Planck-Gesellschaft an die ESO. Sein Wide Field Imager, eine astronomische Kamera mit einem besonders großen Blickfeld und einem Detektor mit 67 Millionen Pixeln, liefert Aufnahmen, welche nicht nur von hohem wissenschaftlichen, sondern auch von besonderem ästhetischem Wert sind. Verschiedene höhere Auflösungen (bis zu 165,5 MB) des veröffentlichten Bildes finden Sie auf der entsprechenden Internetseite der Europäischen Südsternwarte.
Raumcon-Forum:
Astronomy & Astrophysics:
(Autor: Ralph-Mirko Richter - Quelle: ESO, Wikipedia)
» Iranische Hacker hatten Zugriff auf NASA-Netzwerk
23.05.2012 - Eine Gruppe von Hackern aus dem Iran behauptet, nicht ausreichend geschützte Informationen aus einem Computernetzwerk der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) gewonnen zu haben.
Der Branchendienst Space News meldet mit Datum vom 23. Mai 2012, dass die Hacker, angeblich Studenten, sich als Cyber Warriors Team bezeichnen. Sie wollen unter Ausnutzung einer seit längerem bekannten Sicherheitslücke in einem SSL für secure sockets layer genannten Datentransportprotokoll Zugriff auf Emails von tausenden NASA-Forschern und die Computeraccounts weiterer Nutzer gehabt haben.
Spezialisten für Computersicherheit des Softwareherstellers Kaspersky Lab sind nach Angaben der Securitynews Daily davon überzeugt, dass die Iraner eine Software zum automatischen Aufdecken von Sicherheitslücken, hier einen HTTPS-Protokollscanner, einsetzten, dem es ohne weiteres möglich war, das bei der NASA nicht geschlossene Leck zu identifizieren.
Die Securitynews Daily berichten außerdem, dass bei der NASA im März 2011 ein Notebook verloren gegangen sei, auf dem sich Algorithmen befunden hätten, die bei der Kontrolle der Internationalen Raumstation (ISS) zur Anwendung gekommen sind. Bei dem Rechner mit der Software zur ISS-Steuerung handelt es sich laut Securitynews Daily nicht um das einzige abgängige Gerät. Zwischen April 2009 und April 2011 sollen der NASA 48 Notebooks und mobile Endgeräte gestohlen worden sein.
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: Securitynews Daily, Space News)
» Chinasat 2A im All
27.05.2012 - Am 26. Mai 2012 wurde der chinesische Kommunikationssatellit Chinasat 2A in den Weltraum gebracht. Sein Ziel ist der Geostationäre Orbit ca. 35.786 Kilometer über dem Erdäquator.
Der Start erfolgte um 17.56 Uhr und 4 Sekunden MESZ vom Startkomplex Nr. 2 auf dem Startgelände Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Es handelte sich um einen Nachtstart, vor Ort war es zu diesem Zeitpunkt kurz nach 23.56 Uhr Pekinger Zeit. Transportiert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B/E (Chang Zheng-3B/E, CZ-3B/E). Sie flog nach chinesischen Angaben die 163. Mission einer Rakete aus der Serie Langer Marsch.
Chinasat 2A ist nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens dazu gedacht, einen Beitrag zur Befriedigung des wachsenden Bedarfs von Übertragungsmöglichkeiten von Radio- und Fernsehprogrammen und der Bereitstellung von Multimediadiensten in China zu leisten. Westliche Beobachter unterstellen dem Satelliten militärische Aufgaben. Das auf dem Satellitenbus DFH-4 basierende Raumfahrzeug wurde von der Chinese Academy of Space Technology (CAST) entwickelt.
Chinasat 2A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.352 bzw. als COSPAR-Objekt 2012-028A.
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: CCTV, Xinhua)
» Chinesischer Kommunikationssatellit für Sri Lanka
28.05.2012 - Die Regierung von Sri Lanka ließ am 25. Mai 2012 vermelden, dass man über ein Privatunternehmen als Mittler den Bau und Start eines Kommunikationssatelliten bei einem chinesischen Partner beauftragt habe.
Dem neu gegründeten Unternehmen SupremeSAT (Pvt) Ltd. aus Sri Lanka wurden im Sinne der Umsetzung des Satellitenprojekts finanzielle Mittel in Höhe von zunächst 20 Millionen US-Dollar zugesichert. Bei entsprechendem Fortschritt könnten es nach Regierungsangaben aus Sri Lanka schließlich insgesamt 320 Millionen US-Dollar werden, die man für das Projekt bereitstellt.
Chinas 1980 gegründete internationale Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten, die China Great Wall Industry Corporation (CGWIC) mit Sitz in Peking, ist Partner von SupremeSAT und soll die Entwicklung und den Bau des Satelliten koordinieren und seinen Start organisieren. Im Jahr 2015 oder 2016 könnte der Satellit an Bord einer Rakete des Typs LM-3B/E bzw. CZ-3B/E eine Umlaufbahn um die Erde erreichen.
SupremeSAT beabsichtigt, das auf Basis des chinesischen Satellitenbus DongFangHong-4 (DFH-4) zu bauende Raumfahrzeug im Geostationären Orbit an einer Position bei 50 Grad Ost zu betreiben. Über den dreiachsstabilisierten Satelliten möchte man Netzwerk- und Breitbanddienste zur Verfügung stellen, außerdem ist beabsichtigt, mit seiner Hilfe spezielle Bedürfnisse von Telekommunikationsunternehmen, der Regierung von Sri Lanka und des Bildungsbereichs zu befriedigen.
Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua werden für die Belange Sri Lankas zur Zeit Transponder auf zwei chinesischen Satelliten eingesetzt. Ein eigener Satellit, möglicherweise mit der Bezeichnung SupremeSAT 1, bietet dem Inselstaat im Indischen Ozean sicher zusätzliche Perspektiven.
Verwandte Website:
(Autor: Thomas Weyrauch - Quelle: CGWIC, priu.gov.lk, Xinhua)
» Yaogan 15 gestartet
29.05.2012 - Vom chinesischen Raumfahrtzentrum Taiyuan startete heute morgen eine Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 4C mit einem staatlichen Fernerkundungssatelliten an der Spitze.
Der Start von Yaogan 15 erfolgte gegen 9.31 Uhr MESZ. Wenige Minuten später befand sich die Nutzlast im sonnensynchronen Zielorbit in einer Höhe von etwa 1.200 Kilometern bei einer Bahnneigung von ca. 100 Grad.
Der Satellit soll nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua für wissenschaftliche Experimente, Landvermessung, Landwirtschaft und Katastrophenvermeidung verwendet werden. Er verfügt dazu über optische Systeme, zwei Solarzellenpaneele zur Energieversorgung sowie Kommunikationsanlagen.
Staatliche Satelliten der Yaogan-Serie werden sowohl für zivile als auch militärische Zwecke eingesetzt. Aus diesem Grund werden nur wenige Angaben zur Ausrüstung und Nutzung veröffentlicht.
Der heutige Start war der 9. chinesische in diesem Jahr, bei denen insgesamt 11 Satelliten in Erdumlaufbahnen transportiert wurden. Außerdem war dies der 28. erfolgreiche Raumfahrtstart 2012.
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(Autor: Günther Glatzel - Quelle: Xinhua, Skyrocket, Raumcon)
» SpaceX gibt weiter Gas
29.05.2012 - Die letzten Tage brachten für die US-Firma nicht nur einen erfolgreichen Flug ihres Dragon-Raumschiffes zur ISS. Am Boden werden fleißig Neuentwicklungen getestet, Allianzen geschmiedet und Kunden gewonnen.
Neuester Coup ist die Unterzeichnung einer Vereinbarung durch Intelsat, einen geostationären Satelliten mit einer Falcon Heavy zu starten, wenn die Trägerrakete gründliche Flugtests erfolgreich absolviert hat. Intelsat ist einer der führenden Betreiber geostationärer Kommunikationssatelliten weltweit.
Vor zwei Wochen hatte Space Exploration Technologies (SpaceX) eine Vereinbarung mit Bigelow getroffen, die eine Zusammenarbeit beim Betrieb einer Bigelow-Station anvisiert. Die Falcon Heavy wäre mit einer projektierten Nutzlastkapazität von 53 Tonnen für erdnahe Umlaufbahnen auch für den Start großer entfaltbarer Raumstationsmodule geeignet. Außerdem entwickelt SpaceX seinen gegenwärtig erstmals an der ISS angekoppelten Frachter Dragon zu einem bemannten Raumschiff weiter.
In den letzten Wochen waren auch verbesserte Triebwerke getestet worden. Super Draco soll im Dragon-Raumschiff für im Notfall erforderliche Fluchtmanöver bei Problemen mit einer Trägerrakete verwendet werden und für die Rettung der Besatzung sorgen. Außerdem überlegt man auch, diese Triebwerke bei der Landung der Dragon-Kommandokapsel ohne Unterstützung durch Fallschirme einzusetzen.
Ebenfalls im Test befindet sich das Triebwerk Merlin 1D, eine Weiterentwicklung des gegenwärtig in der Falcon 9 eingesetzten Merlin 1C. Mit verlängerter Erststufe und vergrößertem Tankvolumen würde sich die Nutzlastkapazität der Falcon 9 deutlich erhöhen oder Sicherheitsreserven bei Triebwerksausfällen bieten. Drei der vergrößerten Erststufen mit verbesserten Triebwerken sollen dann die Basis der Falcon Heavy bilden, die bereits 2013 erstmals getestet werden könnte.
Schließlich präsentierte Elon Musk ein Bild von einem Landegestell, genannt Grashopper (Grashüpfer), welches bei der Landung der Erststufe nach erfolgreichem Start eingesetzt werden soll. Damit will man die Erststufe für eine Wiederverwendung fit machen, was unter Umständen die Startpreise senken könnte.
Währenddessen entladen Raumfahrer an Bord der Internationalen Raumstation die Fracht des ersten Drachens, der dort angelegt hat. Dragon soll am 31. Mai wieder von der Raumstation gelöst werden und seine Kommandokapsel im Pazifischen Ozean wassern. Die Abbremsung erfolgt aerodynamisch und in der Endphase über mehrere Fallschirme. Mehr als 600 kg Fracht sollen so auf die Erde zurück transportiert werden.
Gestern wurde zudem der hohle Rumpfteil des Dragon-Raumschiffes mit einer Kamera am Ende des Stationsmanipulatorsystems Canadarm2/Dextre unter die Lupe genommen. Hier sollen bei späteren Missionen Außennutzlasten für die ISS transportiert werden können. Dieser Teil wird nach dem Ablegen von der Station abgetrennt und verglüht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Bei der gegenwärtigen Mission dient er als Wärmeabstrahler und Träger für die beiden Solarzellenpaneele des Dragon-Raumschiffs.
Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:
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(Autor: Günther Glatzel - Quelle: SpaceX, NASA, Hobbyspace, Raumcon)
» Venus zieht am 6. Juni an der Sonne vorbei
30.05.2012 - Auf der ganzen Welt bereiten sich Astronomen auf das seltene Ereignis vor. War der letzte Venustransit noch im Juni 2004, wird der nächste erst wieder im Jahr 2117 stattfinden. Also definitiv eine einmalige Gelegenheit, die Sie nicht verpassen sollten. Wir zeigen Ihnen, was zu tun ist, um in den Genuss der Beobachtung zu kommen.
Es muss einiges stimmen, damit wir auf der Erde das Vorbeiziehen der Venus an der Sonne beobachten können. Nur wenn die Bahn der Venus genau im Sichtfeld zwischen Erde und Sonne liegt, kann es überhaupt eine Möglichkeit geben, etwas zu sehen. Doch nicht nur die Bahn muss stimmen, auch Venus muss zum gleichen Zeitpunkt an dieser Stelle ihrer Bahn auftauchen. Da die Umlaufbahn der Venus eine geringfügig andere Neigung als die der Erde aufweist, sind derartige Transits sehr selten. Sie treten paarweise im Abstand von jeweils acht Jahren auf, dann allerdings über ein Jahrhundert lang nicht mehr.
Vergangene Transits brachten neue Erkenntnisse
In der Vergangenheit konnte die Menschheit viel von dem Transit der Venus lernen. Im 18. Jahrhundert maß man an verschiedenen Orten die Zeit, die Venus für einen Vorbeiflug an der Sonne benötigte. Durch die Anwendung einfacher Trigonometrie konnten man so den Abstand der Erde zur Sonne messen. Doch das war nicht alles. Durch genauere Beobachtung mit den ersten Teleskopen konnte auch ein leuchtender Halo am Rand des Planeten ausgemacht werden, ein erster Beweis für die Existenz einer Venus-Atmosphäre wurde erbracht.
Mit Transits auf der Jagd nach einer zweiten Erde
Transits sind nicht nur für die Erforschung unseres Sonnensystem wertvoll. In den Tiefen des Alls wurden durch diese Ereignisse schon Planeten um andere Sonnen gefunden. Die sogenannten Exoplaneten verdecken dabei einen Teil vom eintreffenden Licht ihres Sterns und besitzt dieser Planet eine Atmosphäre, verändert diese das bei uns ankommende Licht. Durch das Erstellen eines genauen Spektrums vom empfangenen Licht kann sogar nachgewiesen werden, aus welchen Stoffen die Atmosphäre des fernen Planeten besteht. Die Passage am 6. Juni versetzt Astronomen nun in die Lage, diese Techniken weiter zu testen und bereits vorhandene Daten zu ergänzen, um in Zukunft noch präziser Exoplaneten zu jagen, auf der Suche nach einem erdähnlichen Planeten.
Transit mit bloßem Auge sichtbar - Aber Vorsicht!
Auf keinen Fall dürfen Sie mit bloßem Auge, einer Sonnenbrille oder durch ein Teleskop direkt in die Sonne schauen. Wenn am 6. Juni bei uns die Sonne aufgeht, nur mit speziellen Sofi-Brillen (Sofi = Sonnenfinsternis) in ihr Richtung blicken. Eine kurze Recherche bei google bringt Sie zu einem Händler, der diese günstig (unter 10 €) anbietet. Zwar können wir in Europa nur noch das Ende dieses Transits beobachten, aber bei gutem Wetter wird definitiv etwas zu sehen sein. Gleichzeitig wird die ESA von Spitzbergen, wo die Sonne um diese Jahreszeit niemals untergeht, live berichten und faszinierende Bilder von der Sonne zu uns nach Hause schicken. Zu gegebener Zeit einfach auf www.esa.int gehen und nach Sonnenaufgang mit Sonnenfinsternisbrille bei gutem Wetter selbst rausgehen und staunen. Der komplette Transit ist von 0.04 Uhr MESZ am 6. Juni bis 6.52 Uhr MESZ zu beobachten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Sonne zwischen 4.40 Uhr und 5.40 Uhr MESZ aufgehen. Also früh aufstehen für dieses, zumindest in unserem Leben, letzte Schauspiel dieser Art!
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(Autor: Klaus Donath - Quelle: ESA)