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Autor: Karl Urban / 03. September 2009, 13:38 Uhr

Mond: LRO entdeckt Spuren rollender Steine

Die Raumsonde LRO der NASA machte Aufnahmen von langgestreckten Spuren, die auf aktive Erosionsprozesse auf der Mondoberfläche hindeuten.

Quelle: NASA, New Scientist
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NASA

Bild vergrößernDie Großaufnahme zeigt den Zentralhügel des Ziolkowski-Kraters
(Bild: NASA)
Neue Aufnahmen der NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zeigen Spuren rollender Gesteinsschollen am Rand des Ziolkowski-Kraters. Die Spuren bis zu 40 Meter großer Brocken weisen geradlinig in eine Richtung und sind ein Zeichen aktiver Oberflächenprozesse auf dem Mond. Gesteinsbrocken dieser Größe würden auf der Erde 20.000 Tonnen und mehr wiegen, bringen auf dem Mond aber nur knapp 2.500 Tonnen auf die Waage.

Der 185 Kilometer große Krater Ziolkowski, benannt nach dem russischen Wissenschaftler und Vordenker der modernen Raumfahrt Konstantin Ziolkowski (1857-1935) liegt auf der Mondrückseite und ist dort eines der auffälligsten Oberflächenmerkmale. Der Kraterrand, bestehend aus hellem Auswurfmaterial eines Impakts, begrenzt den Innenbereich, der aus dunklem Basalt besteht und damit eine ähnliche Zusammensetzung wie die großen Maria (singular: Maar), die wir so gut von der erdzugewandten Seite kennen. Gekrönt wird Ziolkowski von einem zentralen Hügel, der aus hellem Rückwurfmaterial während des Einschlags entstand und der wie ein Sahnehäubchen hervorsticht.

NASA

Bild vergrößernDie vergrößerte Aufnahme zeigt die Gerölle, die bis zu 40 Meter im Durchmesser aufweisen können.
(Bild: NASA)

Interessant ist der Fund aus mehreren Gründen. Zwar sind steile Hänge, wie sie bei Impaktkratern gewöhnlich vorkommen, prädestiniert für Hangrutschbewegungen. Dass dabei so große Objekte in Bewegung kommen, konnte bisher kaum beobachtet werden. Daneben widerlegt die Aufnahme die Faustregel, wonach jüngere Oberflächen auf erosionsarmen Himmelskörpern wie Mond und Mars weniger Krater aufweisen als ältere. Hier weist das jüngste Oberflächenphänomen - das Maar im Kraterinnern - mehr Spuren kosmischer Einschläge auf als die Kraterwände. Diese entstanden aber schon vor dem Maar.

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