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Autor: Hans Lammersen / 03. Oktober 2013, 12:01 Uhr

Wolkenkarte eines Exoplaneten

Astronomen ist es gelungen, eine Wolkenkarte eines Exoplaneten zu erstellen: Die Wissenschaftler nutzten dabei Daten der beiden Sonden Kepler und Spitzer, die in den vergangenen drei Jahren gesammelt wurden.

Quelle: NASA, Sciencedaily.com
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NASA

Darstellung von Kepler-7b im Vergleich zu Jupiter
(Bild: NASA)
Bei dem nun abgebildeten Planeten handelt es sich um den Gasriesen Kepler-7b. Der Planet selber ist schon seit längerem bekannt und gehört zu den ersten Planeten, die die Raumsonde Kepler entdeckt hat. Kepler-7b umläuft seinen Heimatstern auf einer engen Bahn, nur 0,06 astronomische Einheiten entfernt. Er ist einer der Vertreter der so genannten Hot Jupiter, eine Klasse von Exoplaneten mit einer Masse, die man mit der des Jupiter vergleichen kann, die aber näher an ihrem Gestirn und damit wesentlich heißer sind als der größte Planet unseres Sonnensystems. Der Stern Kepler 7 steht im Sternbild Leier und ist etwa 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Die Karte, die auf der Basis der Beobachtungen der Raumsonde Kepler erstellt werden konnte, zeigte nur einen hellen Lichtschein in der westlichen Hemisphäre des Planeten. Doch dies allein reichte nicht aus, um festzustellen, ob es sich um eine Wolkenformation oder um eine Auswirkung des Muttersterns handelte. Daher mussten die Wissenschaftler rund um Brice-Olivier Demory vom Massachusetts Institute of Technology auch auf Daten der Sonde Spitzer zurückgreifen, die auch Daten im infraroten Bereich sammeln kann. Dadurch wurde es möglich, die Temperatur von Kepler-7b auf einen Bereich zwischen 800 und 1000°C zu schätzen. Das ist aber nun zu wenig, um den Lichtschein hervorzurufen, den Kepler beobachtet hat. Demzufolge ist es wahrscheinlich, dass die Beobachtung auf eine Wolkenschicht auf der westlichen Seite des Planeten zurückzuführen ist. Auf der östlichen Seite hingegen, sie die Atmosphäre klar. Außerdem, so bemerken die Wissenschaftler, sei das Klima auf dem Planeten bemerkenswert stabil.

Die Ergebnisse zu Kepler-7b sind ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Beobachtung und Analyse der Atmosphären erdähnlicher Planeten.

Der Originalaufastz bei arxiv.org:
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