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Autor: Christian Klempsmann / 09. September 2014, 13:52 Uhr

Planetengeburt in der kosmischen Nachbarschaft

Wissenschaftler sind eher zufällig auf Anzeichen für einen Planeten gestoßen, der sich um den Stern HD100546 herum bildet. Bei dem Studium einer protoplanetaren Scheibe in in ca. 335 Lichtjahren Entfernung stießen sie auf Anzeichen für einen bereits gebildeten Planeten in einem frühen Stadium seiner Entwicklung.

Quelle: ScienceDaily
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Wie in der Ausgabe des Astrophysical Journals vom 20.08.14 veröffentlicht, hat ein Wissenschaftsteam des US Naval Reasearch Laboratorys (NRL) um Dr. John Carr Hinweise auf einen jungen Planeten gefunden, der den Stern HD100546 in einer Entfernung von 335 Lichtjahren von der Erde umkreist. Carr und die anderen Mitglieder seines Teams studierten dabei eine protoplanetare Scheibe mit Hilfe der Spectro-Astrometrie, einer Untersuchungsmethode, die es den Astronomen erlaubt, kleine Veränderungen in den Bewegungen von Gasansammlungen zu erkennen. Bei einer protoplanteren Scheibe handelt es sich um eine sehr große Ansammlung von Materie, aus der sich Planeten in einem neuen Sonnensystem entwickeln.

Wikipedia.de

Künstlerische Darstellung einer protoplanetaren Scheibe
(Bild: Wikipedia.de)
Während dieser Untersuchungen stießen die Wissenschaftler auf eine zusätzliche Kohlenmonoxid-Quelle, die nicht alleine mit der Materieansammlung zu erklären war. Im Laufe von mehreren Jahren konnten sie aber nachweisen, dass sich diese Kohlenmonoxid-Emissionen um den jungen Stern HD100546 herum bewegten. Die Abstand zum Stern beträgt ungefähr die Entfernung Sonne - Saturn.

Dr. Sean Brittain, Astrophysiker an der Clemson Universität, gelang es, ausgehend von den Daten des NRL, ein Modell zu entwickeln, dass deutlich machte, dass sich eine kleinere protoplanetare Scheibe um einen neu entstandenen Planeten dreht, die diesen noch immer mit zusätzlicher Materie versorgt. Ausgehend von den Messungen erwarten die beteiligten Wissenschaftler, dass der Planet letztendlich eine Masse haben wird, die dreimal größer ist als die des Saturn.

Die bisherigen Erkenntnisse basieren auf Beobachtungen aus den Jahren 2003, 2006, 2010 und 2013 mit Hilfe des Very Large Teleskops (VLT) und des Gemini-Observatory des European Southern Observatory in Chile.

Sollten die Berechungen des Team stimmen, wird die Materieansammlung um den neuen Planeten, der direkt nicht beobachtet werden kann, noch für ca. 2 Jahre zu sehen sein. Aufgrund der Rotation wird sie sich danach für ca. 15 Jahre hinter der zentralen protoplanetaren Scheibe verbergen.
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