Delta IV bringt NROL 47 ins All
Delta IV bringt NROL 47 ins All
Astronomie-Meldungen
Raumfahrt-Meldungen
Kurzmeldungen
News-Übersicht
News-Archiv
Alle Meldungen
RSS-Newsfeed
InSpace Magazin

Vierzehntäglich aktuelle Berichte und Meldungen via E-Mail

Autor: Hans Lammersen / 10. März 2013, 11:00 Uhr

Neue Spuren von Europas Ozean

Wissenschaftler aus den USA haben bei spektroskopischen Untersuchungen der Oberfläche des Jupitermondes Europa Hinweise darauf gefunden, dass ein Austausch zwischen der Oberfläche des Mondes und einem darunter vermuteten Ozean bestehen könnte.

Quelle: NASA, Caltech, JPL
Druckansicht RSS Newsfeed
NASA, Caltech, JPL

Vielleicht lässt sich die Zusammensetzung des Ozeans in der Tiefe anhand von Spuren auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa klären. Könnte dies ein neuer Anschub für eine Forschungsmission zu Europa sein?
(Bild: NASA, Caltech, JPL)
Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass sich unter dem Jupitermond Europa ein Ozean verbergen könnte. Die Oberfläche des Mondes mit ihren Strukturen erinnert an die Eisfelder der irdischen Polargebiete. Schätzungen zufolge könnte sich unter der 10 bis 15 Kilometer dicken Eisdecke ein Ozean bis in eine Tiefe von 100 Kilometern erstrecken, der dann mehr Wasser enthalten würde als alle iridischen Ozeane zusammen.

Nun haben zwei amerikanische Wissenschaftler (Mike Brown vom Californian Institute of Technology und Kevin Hand vom JPL) eine Untersuchung vorgestellt, nach der Wasser dieses in der Tiefe vermuteten Ozeans bis an die Oberfläche hervordringen kann. Sie vermuten einen Austausch zwischen der Oberfläche und dem Meer unter dem Eis. Dies würde nach den Worten Browns bedeuten, dass Energie von außen zum Ozean gelange, was bedeutsam sei für die Möglichkeit von Leben sei, und andererseits eine Untersuchung der Oberfläche Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Ozeans zuließe.

Für ihre Untersuchungen nutzten die beiden Wissenschaftler das Keck-II-Teleskop auf dem Mauna Kea auf Hawaii mit seinem OSIRIS-Spektrometer. Sie kartierten die Vorkommen von reinem Wassereis auf der Mondoberfläche und stießen dabei auf bisher unbekannte spektroskopische Signaturen. Weitere Analysen im Labor zeigten, dass es sich dabei nur um Magnesiumsulfat handeln konnte. Das könnte, so vermuten die Autoren der Studie, sich unter anderem aus Stoffen gebildet haben, die aus dem Ozean Europas stammen. Weiterhin schätzen die beiden Wissenschaftler die chemische Zusammensetzung des Ozeans so ein wie die der Ozeane auf der Erde.

Europa ist damit weiter in den Fokus gerückt, wenn es um die Möglichkeit von Leben im Sonnensystem außerhalb der Erde geht. Denn wenn der Ozean Europas eine Zusammensetzung aufweist, die ähnlich der der irdischen Meere ist, dann könnte dort ebenfalls Leben existieren.

Zum Aufsatz von Brown/Hand:
Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:
Diskutieren Sie mit:
Twitter: @Raumfahrer_netFacebook Seite Dieser Beitrag ist mir etwas wert: Flattr? | Spenden
 
Navigation
Anzeige
Anzeige

SPACE 2018

Info

Nach oben © Raumfahrer Net e.V. 2001-2018