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Autor: Günther Glatzel / 11. Juni 2011, 16:29 Uhr

Markarian 739 hat zwei aktive Galaxienkerne

Entdeckt wurde das zweite, bisher unbekannte Supermassive Schwarze Loch mit den Weltraumteleskopen SWIFT und Chandra.

Quelle: NASA
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Sloan Digital Sky Survey

Bild vergrößernNGC 3758 im sichtbaren Licht. Man erkennt deutlich die beiden Galaxienkerne.
(Bild: Sloan Digital Sky Survey)
Die Galaxie NGC 3758, auch Markarian 739, hat zwei Galaxienkerne, weil sie durch eine Kollision aus zwei eigenständigen Galaxien entstanden ist. Diese Tatsache ist seit langem bekannt. Ebenso weiß man seit Jahrzehnten, dass der östliche Galaxienkern ein supermassives schwarzes Loch enthält. Sowohl im Bereich des sichtbaren Lichts, als auch im Ulravioletten und bei der Radiostrahlung gab es bisher keine klaren Anzeichen dafür, dass der westliche Kern ebenfalls ein supermassives schwarzes Loch enthält. Dem kam man erst jetzt mit Hilfe von Weltraumteleskopen, die den Bereich harter Röntgen- und Gammastrahlung erforschen, auf die Spur.

NGC 3758 befindet sich im Sternbild Löwe, besitzt eine scheinbare Helligkeit von 14,3 mag und ist von uns etwa 425 Millionen Lichtjahre entfernt. Die beiden supermassiven schwarzen Löcher haben einen Abstand von etwa 11.000 Lichtjahren voneinander. Gewöhnlich verschmelzen auch die Kerne zweier kollidierender Galaxien. Dies kann jedoch, wie auch in diesem Falle, eine Weile dauern.

Das Weltraumteleskop SWIFT ist ein Forschungssatellit der NASA mit internationaler Beteiligung. Hauptaufgabe ist das schnelle Aufspüren sogenannter Gammastrahlungsausbrüche. Damit sollen sich deren Ursprünge auf optisch sichtbare Objekte zurückführen lassen. Dabei kommen nach einer Detektion andere Teleskope im All und auf der Erde zum Einsatz. SWIFT startete am 20. November 2004 ins All und umläuft die Erde auf einer 600-Kilometer-Bahn mit einer Inklination von 22 Grad.

Das Chandra X-ray Observatory wurde bereits 1999 ins All transportiert. Im Unterschied zu SWIFT hat es zwar ein kleineres Gesichtsfeld, mit 0,5 Bogensekunden aber ein deutlich höheres Auflösungsvermögen. Es gehört mit seinen knapp 5 t Masse zu den großen Weltraumobservatorien der NASA (Hubble, Compton, Chandra & Spitzer).

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