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Autor: Günther Glatzel / 11. Dezember 2008, 19:51 Uhr

Sagittarius A* - 16 Jahre unter Beobachtung

Das seit langem vermutete supermassive Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße ist die plausibelste Erklärung für die Beobachtungen der benachbarten Sterne.

New Scientist
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ESO/S. Gillessen et al.

Galaxiszentrum durch die "Augen" des VLT der ESO
(Bild: ESO/S. Gillessen et al.)
Seit mittlerweile 16 Jahren beobachten Astronomen weltweit und insbesondere der Europäischen Südsternwarte in Chile das Zentrum unserer Galaxis. Die aufgezeichneten Daten wurden nun erstmals zu einem Video zusammengesetzt, das mit 32-millionenfacher Geschwindigkeit die Bewegungen von 28 Sternen in der Nähe des vermuteten supermassiven Schwarzen Loches Sagittarius A* nachvollziehbar macht.

Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik sagte, sein Team habe "den besten empirischen Beweis dafür, dass dieses supermassive Schwarze Loch existiert" gefunden. Es hat eine errechnete Masse, die der von 4 Millionen Sonnen entspricht. Unser Sonnensystem befindet sich 27.000 Lichtjahre davon entfernt.

Der Stern S2 umläuft Sagittarius A* sehr schnell. Er benötigt für einen Umlauf 15,8 Jahre. Mit verschiedenen Telescopen der Europäischen Südsternwarte in Chile konnte ein kompletter Umlauf des Sterns aufgezeichnet werden.

"Das Galaxiszentrum ist ein einmaliges Laboratorium, in dem wir die grundlegenden Prozesse innerhalb starker Gravitation, die Entstehung und Entwicklung von Sternen studieren können", ergänzt Genzel.

Die Beobachtungen, die im Jahre 1992 mit dem 3,5-Meter-NT-Teleskop begannen, wurden später mit dem Very Large Telescope, das über vier 8-Meter-Spiegel verfügt, weitergeführt. In Zukunft sollen im Projekt GRAVITY alle vier Spiegel zeitweilig gemeinsam für die Beobachtung des Zentrums der Milchstraße benutzt werden. Dadurch könnte sich die Genauigkeit der erfassten Daten um den Faktor 100 erhöhen. Damit habe man die Möglichkeit, Aussagen der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein in unmittelbarer Nähe eines Schwarzen Lochs zu überprüfen.



Der Stern S2 wird bereits seit seiner kompletten Umlaufperiode von 15,8 Erdjahren beobachtet.
(Video: ESO)
 
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