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Autor: Simon Plasger / 16. Januar 2012, 21:55 Uhr

Plancks HFI-Instrument stellt die Arbeit ein

Nachdem das Kühlmittel an Bord des Weltraumteleskops zu Neige gegangen ist, musste das Hochfrequenzmessgerät (HFI) seine Suche nach dem Restlicht des Urknalls beenden.

Quelle: ESA
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ESA - C. Carreau

Bild vergrößernKünstlerische Darstellung des Planck-Teleskops
(Bild:ESA - C. Carreau)
Am vergangenen Samstag war das letzte Kühlmittel (Helium) verbraucht und das Teleskop begann sich zu erwärmen. Daraufhin musste das für hohe Frequenzen spezialisierte Instrument seine Arbeit einstellen, da es seine Fähigkeit verlor, die schwachen Energien des Restlichts des Urknalls zu untersuchen.

„Planck war eine wunderbare Mission. Sowohl Raumschiff als auch Instrumente haben hervorragend gearbeitet und dabei eine Schatztruhe mit wissenschaftlichen Daten für uns erstellt, mit denen wir arbeiten können“, sagte Jan Tauber, Planck-Projektwissenschaftler bei der ESA.

Etwa 0,5 Millionen Jahre nach dem Urknall, welcher vor ca. 13,7 Milliarden Jahren stattfand, kühlte sich das Universum auf etwa 4000 °C ab und füllte sich mit sichtbarem Licht. Dadurch, dass das All expandierte, verlor das Licht an Energie und dehnte sich zu Mikrowellen aus. Mit Untersuchungen, die aus Messungen dieses Lichts basieren, hoffen Wissenschaftler, neue Erkenntnisse über den Urknall und das frühe Universum zu gewinnen.

Planck führte diese Messungen mit seinen beiden Instrumenten „HFI“ für hohe und „LFI“ für niedrige Frequenzen durch. Dadurch, dass die Ergebnisse beider Instrumente kombiniert wurden, werden feine Details sichtbar.

Nachdem das Teleskop im Jahr 2009 zusammen mit Herschel gestartet worden war, bestand seine Aufgabe zunächst darin, zwei Himmelsdurchmusterungen durchzuführen. Aufgrund der langen Lebensdauer der Sonde konnten allerdings ganze fünf Durchmusterungen mit beiden Instrumenten durchgeführt werden.

Das zweite Instrument an Bord von Planck, das LFI, wird noch in einem großen Teil des Jahres 2012 weitere Untersuchungen durchführen können, da es auch bei höheren Temperaturen noch verwertbare Daten liefert. Es wird in dieser Zeit Daten kalibrieren, um die Qualität zu erhöhen.

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