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Autor: Maria Steinrück / 17. März 2007, 00:53 Uhr

Dicke Wassereisschicht am Südpol des Mars´

Mit Radardaten der Raumsonde Mars Express konnte die Menge des Wassereises am Südpol des Mars´ genauer als je zuvor bestimmt werden. In geschmolzenem Zustand könnte diese Menge den ganzen Planeten mit einer elf Meter tiefen Schicht bedecken.

ESA
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ESA

Bild vergrößernDiese Grafik zeigt die Dicke der Ablagerungen.
(Bild: NASA/ESA)
Mit dem Instrument Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionospheric Sounding (MARSIS) der europäischen Raumsonde Mars Express wurden über 300 Querschnitte der Ablagerungsschichten erstellt. Mit dem Radar kann die Raumsonde bis zur unteren Grenze der Eisschichten blicken - diese befindet sich bis zu 3,7 Kilometer unter der Marsoberfläche.

"Die Ablagerungsschichten am Südpol des Mars´ bedecken eine Fläche, die so groß wie ein Großteil Europas ist. Die Menge an Wasser, die sie enthalten, wurde bereits früher geschätzt, aber nie mit solcher Sicherheit wie das mit dem Radar möglich ist", sagte Dr. Jeffrey Plaut vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA.

NASA/ESA

Bild vergrößernEin Querschnitt durch die Ablagerungen.
(Bild: NASA/ESA)
Der Großteil des Wassereises auf dem roten Planeten befindet sich in den Polarregionen. Die Wasservorkommen dort reichen aber weit über die weißen Polkappen, die aus hauptsächlich aus gefrorenem Wasser und Kohlendioxid bestehen, hinaus. Viele der Ablagerungsschichten werden jedoch von Staub verdunkelt.
Aus der Stärke des Echos, das MARSIS von den Felsschichten unter den Ablagerungen empfing, schlossen die Forscher, dass diese Ablagerungsschichten sich zu mindestens 90 Prozent aus Wasser zusammensetzen.

Das Radargerät fand jedoch auch eine Stelle, an der das Radarsignal besonders stark zurückgeworfen wurde. Dies ist sehr rätselhaft, denn dieses Echo weist auf eine dünne Schicht aus flüssigem Wasser hin. An dieser Stelle ist es aber viel zu kalt, flüssiges Wasser wäre längst gefroren.

NASA/ESA

Bild vergrößernDiese Karten zeigen den Südpol des Mars und seine Umgebung: Links ist innerhalb der schwarzen Linie die Fläche unter den Ablagerungsschichten dargestellt, auf der rechten Karte ist die Oberfläche zu sehen.
(Bild: NASA/ESA)
Die Radardaten geben auch Aufschluss über tiefere Strukturen auf dem Mars, wie Dr. Plaut erklärt: "Wir wussten nicht wirklich, wo der Boden der Ablagerungen war. Jetzt können wir sehen, dass die Kruste unter den Ablagerungen nicht zusammengedrückt wurde, wie das auf der Erde der Fall wäre. Die Kruste und der obere Mantel sind somit steifer als die der Erde. Vermutlich liegt das daran, dass das Innere des Mars´ so viel kälter ist."

MARSIS führt ähnliche Messungen auch für den Nordpol des Planeten durch.

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