Raumfahrt Astronomie Multimedia Forum
Navigation Startseite
Mars Odyssey ändert seinen Orbit
Mars Odyssey ändert seinen Orbit
Astronomie-Meldungen
Raumfahrt-Meldungen
Kurzmeldungen
News-Übersicht
News-Archiv
Alle Meldungen
RSS-Newsfeed
InSpace Magazin

Wöchentlich aktuelle Berichte und Meldungen via E-Mail

Autor: Günther Glatzel / 20. Juni 2008, 19:21 Uhr

Saturn - Polarlicht durch Mondpartikel

Neben den durch den Sonnenwind verursachten Polarlichtern haben britische Wissenschaftler eine weitere Aurora am Südpol des Ringplaneten entdeckt.

Quelle: New Scientist
Druckansicht RSS Newsfeed
J. Trauger/NASA

Polarlichter am Saturn
(Bild: J. Trauger/NASA)
Die Sonne sendet neben Licht und weiteren elektromagnetischen Strahlen auch massenhaft Teilchen aus. Treffen diese auf planetare Magnetfelder, dann werden sie entlang der Magnetfeldlinien zu den magnetischen Polen des Planeten abgelenkt. Treffen die hochenergetischen Teilchen dann auf die Moleküle der Atmosphäre, werden sie stark abgebremst und ihre Energie teilweise in Form von Licht abgegeben. In den Polarregionen der Erde kann man diese Leuchterscheinungen als Nord- oder Polarlichter beobachten.

Auch die anderen Planeten unseres Sonnensystems, die ein Magnetfeld und eine Atmosphäre besitzen, zeigen derartige Auroren. Zusätzlich haben Wissenschaftler der Universität Leicester von der Erde aus Emmissionen im Infrarotbereich gemessen, die ebenfalls ein ovales Maximum um den Saturnsüdpol besitzen. Die Forscher vermuten, dass die Teilchen, die dieses sehr schwache Leuchten verursachen, aus den Ringen oder von den Monden des Planeten stammen. Am wahrscheinlichsten ist Enceladus Quelle der Partikel.

Vor Jahren bereits wurden auch beim Jupiter wurden derartige Effekte gefunden. Dabei hat man festgestellt, dass die Polarlichter in der Nähe des Mondes Io am stärksten sind. Auf Io gibt es die aktivsten Vulkane im Sonnensystem. Sie schleudern Materie mit einer solchen Wucht aus, dass Teile davon in das Weltall entweichen können und die Umgebung des Planeten Jupiter "verschmutzen". Auf dem Saturnmond Enceladus existieren Geysire, die ständig Eispartikel ins Weltall schleudern. Deshalb ist die Annahme, Enceladus sei die Quelle der die Polarlichter speisenden Partikel, recht naheliegend.
Diskussion zu diesem Artikel
 
Navigation
Tipp
Tipp

GPE-R114M

Info
VIXEN GPE-Teleskope sind die beste Wahl für den Einstieg ins Astro-Hobby.

bestellen

Nach oben Tipp - Neptunmond Triton © Raumfahrer Net e.V. 2001-2008