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Autor: Michael Clormann / 25. Januar 2013, 22:42 Uhr

Euclid soll Licht ins Dunkel bringen

Gestern wurde offiziell die Kooperation zwischen NASA und ESA im Bezug auf das zukünftige Weltraumteleskop Euclid bekanntgegeben. Euclid wird eine der Missionen des Cosmic Vision-Programms der ESA für den Zeitraum zwischen 2015 und 2025 sein. Der Start zum Lagrange-Punkt 2 soll 2020 erfolgen.

Quelle: ESA, NASA
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ESA

Bild vergrößernStudie: Euclid sucht nach Dunkler Energie
(Bild: ESA)
Ziel Euclids ist es, bisher nicht endgültig geklärte Phänomene im Expansionsverhalten des Universums besser verstehen zu helfen. Inzwischen ist klar, dass das Universum, anders als zunächst angenommen, nicht durch die Gravitation der "gewöhnlichen" in ihm enthaltenen Materie langsam in seiner Expansion gebremst wird. Stattdessen steht fest, dass sich diese Expansion sogar noch beschleunigt. Hierfür wird die sogenannte Dunkle Energie verantwortlich gemacht, die sich allerdings gegenwärtig noch schwer wissenschaftlich dingfest machen lässt.

Das Weltraumteleskop soll im sichtbaren Spektralbereich und im nahen Infrarotbereich arbeiten und eine Vielzahl alter Galaxien im Universum kartieren. Aus der Analyse ihrer Form, ihrer Helligkeit und ihrer räumlichen Verteilung erhofft man sich Rückschlüsse auf die seltsame Wirkung Dunkler Energie und Dunkler Materie.

Die NASA wird, der neuesten Vereinbarung entsprechend, Bauteile für die nah-infrarot Sensorik des 1,2 Meter durchmessenden Teleskops beisteuern. Zusätzlich werden die federführenden europäischen Forscher durch Kollegen aus den USA unterstützt werden. Eine entsprechende Kooperation mit der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde war zuvor schon längere Zeit im Gespräch.

Das Cosmic Vision-Programm nahm Mitte des vergangenen Jahrzehnts Fahrt auf und wurde in seiner Ausrichtung durch wiederholte Auswahlverfahren konkretisiert. Grundsätzlich soll es wissenschaftliche Raummissionen in drei finanziellen Größenordnungen, Large, Medium und Small, umfassen. Euclid ist, neben der priorisierten Mission Solar Orbiter, das zweite Projekt der mittleren Kategorie bis etwa 300 Millionen Euro Kosten. CHEOPS, eine kleinere Mission, soll ab 2017 nach Exoplaneten spähen, während das erste Großprojekt, JUICE, die Jupitermonde Ganymed, Kallisto und Europa genauer erforschen wird. Sein Start ist gegenwärtig für 2022 angesetzt.

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