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Autor: Martin Ollrom / 25. August 2004, 09:50 Uhr

Kleines Teleskop findet gewaltigen Planet

Forscher haben mittels eines Netzwerks von kleinen Teleskopen einen neuen, gewaltigen Planeten gefunden.

NCAR/UCAR
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Dieser Planet umkreist einen Stern, der 500 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt ist. Die Intensität des Lichts dieses Sterns ist so beschaffen, dass man den Planeten ohne Probleme mit zukünftigen Observatorien untersuchen kann. So kann man zum Beispiel die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre dieses Planeten messen, aber natürlich erst mit zukünftigen Raumsonden. Dies ist der erste extrasolare Planet der von der Erde aus, in mitten einer Flut von Sternen, am Himmel entdeckt wurde. Es ist auch der erste Funde des Trans-Atlantic Exoplanet Survey (TrES), einem Netzwerk von kleinen und nicht allzu teuren Teleskopen, die extra gebaut wurden, um solche extrasolaren Planeten zu finden.



Sofort wurde eine Zeichnung angefertigt, wie der neue Planet aussehen könnte (Grafik: SpaceFlightNow)
Die Technik, mit der man diesen Planet fand, ist außergewöhnlich. Man benutzte hier die sogenannte Transit Technique, bei der die Forscher den Schatten analysierten, als der Planet zwischen Stern und Erde war. Nachdem das Team über drei Jahre permanent nach neuen Planeten gesucht hat, ist es endlich eine Erfolgsmeldung. "Die Tatsache, dass wir etwas über einen 500 Lichtjahre entfernten Planeten wissen, ist beeindruckend", sagt Dr. Brown. Mit der Transit Methode sind kleinere Teleskope effektiver als so manches großes. Des Weiteren wurden noch 16 mögliche Sterne bestimmt, bei denen die Transit-Technik angewandt werden soll, da sie sehr wahrscheinlich auch Planeten haben. Diese Auswahl wurde nicht mit den kleinen Teleskopen vorgenommen, sondern mit dem Keck I Teleskop auf Hawaii, und das in einer Zeit von nur zwei Monaten.

Die bisher am häufigsten verwendete Methode zur Auffindung von Planeten ist die so genannte "Doppler Methode". Hierbei wird die Gravitation rund um den Stern überprüft. Nachteil ist allerdings, dass man mit dieser Methode nur Gasriesen wie Jupiter finden könnte und keine erdähnlichen Planeten, während man mit der "Transit-Technik" Planeten aller Größen auffinden könnte. Diese Methode wurde zum ersten Mal 1999 eingesetzt als man eine Entdeckung mit der "Doppler Methode" nachprüfen wollte.
 
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