PTScientists: Ikarus oder Phönix?
PTScientists: Ikarus oder Phönix?
Astronomie-Meldungen
Raumfahrt-Meldungen
Kurzmeldungen
News-Übersicht
News-Archiv
Alle Meldungen
RSS-Newsfeed
InSpace Magazin

Vierzehntäglich aktuelle Berichte und Meldungen via E-Mail

Autor: Günther Glatzel / 30. April 2011, 12:40 Uhr

Kollision zeigt - Scheila ist ein Asteroid

Eine bei der Auswertung von Durchmusterungsdaten des Catalina Sky Survey Program aufgefallene deutliche Helligkeitszunahme beim Asteroiden (596) Scheila wurde mit den Weltraumteleskopen SWIFT und Hubble näher analysiert.

Quelle: NASA
Druckansicht hören RSS Newsfeed
NASA/Swift/DSS/D. Bodewits (UMD)

Bild vergrößernAufnahme des Asteroiden Scheila durch den Satelliten SWIFT
(Bild: NASA/Swift/DSS/D. Bodewits (UMD))
NASA/ESA/D. Jewitt (UCLA)

Bild vergrößernAuch die Hubble-Aufnahme zeigt die beiden Staubfahnen.
(Bild: NASA/ESA/D. Jewitt (UCLA))
Dabei wurde festgestellt, dass vom erdnahen Himmelskörper zwei Staubschweife ausgehen, die aber nicht die für Kometen typische Zusammensetzung haben. Daraus schlussfolgert man, dass der Asteroid von einem anderen Kleinkörper getroffen wurde.

In den letzten Monaten führten Helligkeitsänderungen bei mehreren Kleinkörpern bei Annäherung an die Sonne zu der Annahme, dass es sich bei dem betreffenden Himmelskörper nicht wie angenommen um einen Asteroiden sondern um einen bis dahin schlafenden Kometen handelte. Bei Scheila ist dies aber nicht so.

Die Helligkeitsänderung auf etwa das Doppelte wurde am 10. Dezember 2010 im Rahmen des Catalina Sky Survey Program der Universität Arizona festgestellt. Nach Durchsehen des Archivs konnte das auslösende Ereignis auf einen Zeitrahmen vom 11. November bis zum 3. Dezember eingeschränkt werden.

Bereits am 13. Dezember nahm der NASA-Satellit SWIFT Scheila aufs Korn, übertrug mehrere Aufnahmen im optischen und ultavioletten Licht und fertigte ein Spektrum an. Hier wurde der Mangel an kometentypischen Gasen festgestellt. Am 27. Dezember 2010 und am 4. Januar 2011 wurden die optischen Instrumente des Hubble Space Telescope auf Scheila ausgerichtet. Auch damit konnte man sowohl die nördliche als auch die schwächere südliche Staubfahne erkennen, die zwischen den beiden Aufnahmen deutlich kleiner wurde.

Simulationen und Laborexperimente ergaben nun, dass die beste Erklärung für die beiden Staubfahnen der Aufprall eines etwa 30 Meter großen Asteroiden in einem Winkel von ungefähr 30 Grad bei einer Geschwindigkeit von ca. 17.000 Kilometern pro Stunde liefert. Dabei wurden geschätzte 660.000 Tonnen Staub ausgeworfen.

Verwandte Meldung:
Raumcon:
Twitter: @Raumfahrer_netFacebook Seite Dieser Beitrag ist mir etwas wert: Flattr? | Spenden
 
Navigation
Anzeige
Anzeige

SPACE 2019

Info
Space SF

Nach oben Anzeige - Drehbare Himmelskarte © Raumfahrer Net e.V. 2001-2019