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Autor: Simon Plasger / 30. September 2011, 17:59 Uhr

Weniger Asteroiden in Erdnähe als erwartet

Das Infrarotteleskop WISE war erfolgreich hat auf seiner Mission NEOWISE eine Menge Asteroiden im erdnahen Raum entdeckt. Jedoch befinden sich dort weniger, als man gedacht hatte.

Quelle: NASA
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NASA

Bild vergrößernDas neue Asteroidenmodell. Rechts ist die früher angenommene Asteroidenanzahl zu sehen, links die, die nun nach NEOWISE angenommen wird.
(Bild: NASA)
Die neuesten Untersuchungen von WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer) zeigen, dass die Anzahl der erdnahen Asteroiden, der sogenannten NEOs (Near Earth Objects), wesentlich geringer ist, als zuvor angenommen wurde. Sie zeigen auch, dass die NASA mittlerweile mehr als 90 Prozent der größeren Objekte mit mehr als 100 Metern Durchmesser gefunden hat, ein Ziel, welches im Jahr 1998 mit dem US-Kongress vereinbart wurde.

Die Astronomen schätzen nun, dass es anstatt 35.000 nur ungefähr 19.500 erdnahe Asteroiden mittlerer Größe gibt. Jedoch muss der Großteil dieser noch entdeckt werden. Außerdem ist zu untersuchen, ob weniger mittelgroße (100 -1000 m Durchmesser) Asteroiden auch bedeutet, dass es weniger potenziell gefährliche Objekte gibt, die sich der Erde annähern und mit ihr zusammenstoßen könnten.

Diese Daten stammen aus der genauesten Zählung der NEOs, welche WISE im Rahmen der NEOWISE-Mission durchgeführt hat. Dabei konnten mit der Infrarotkamera von WISE mehr Asteroiden gefunden worden, als dies vorher mit reinen Lichtteleskopen möglich war, denn nun waren auch Himmelskörper durch ihre Wärmestrahlung sichtbar, die den Astronomen zuvor aufgrund fehlender Reflexion entgangen waren. Außerdem konnten kleine Asteroiden mit hoher Reflexion nun besser von großen mit weniger Reflexion unterschieden werden, da diese im optischen Bereich nahezu gleich aussehen.

WISE war am 14. Dezember 2009 gestartet worden und hat zuerst eine Himmelsdurchmusterung durchgeführt, wobei es von festem Wasserstoff auf eine Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt herabgekühlt wurde. Nachdem das Kühlmittel verdampft war, wurde die Mission mit den nun noch funktionierenden Detektoren weitergeführt, bis WISE im Januar dieses Jahres abgeschaltet wurde.

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