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LRO photographiert russisches Mondmobil

(17. März 2010)
Galileo-IOV-Satelliten mit europäischer SAR-Technik

(17. März 2010)
Name für ATV 3 bekanntgegeben

(16. März 2010)
Erfolgreicher Falcon-9-Triebwerkstest im 2. Anlauf

(13. März 2010)
Erster Falcon-9-Test abgebrochen - UPDATE

(10. März 2010)
Open Mars 3D Workshop

(10. März 2010)
STS 134 verschiebt sich möglicherweise

(06. März 2010)
Chinas neue Raketenfamilie mit Ausblick auf den Mond

(06. März 2010)
China startet Erdbeobachtungssatelliten YaoGan 9

(05. März 2010)
Phoenix schweigt weiter

(02. März 2010)
Glonass-Navigationssatelliten gestartet

(02. März 2010)
Thales Alenia Space baut Jason 3

(25. Februar 2010)
Bahn der ISS angehoben

(23. Februar 2010)
Eutelsats W3B und W3C tauschen Startgelegenheiten

(21. Februar 2010)
Virgin Galactics Testplan für 2010

(20. Februar 2010)
WISE: Erste Ergebnisse und viele Bilder

(18. Februar 2010)
Zieltermin für ersten Falcon-9/Dragon-Test

(15. Februar 2010)
Cygnus-Demo-Frachtmodul wird montiert

(06. Februar 2010)
Transportschiff Progress-M 04M an ISS gedockt

(05. Februar 2010)
Intelsat 4 ausgefallen

(04. Februar 2010)
  17. März 2010 um 14:04 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Roskosmos, UWO


LRO photographiert russisches Mondmobil

Auf einer der Aufnahmen, die der US-amerikanische Mondsatellit Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) von der Mondoberfläche angefertigt hat, sind der russische Mondrover Lunochod 2 und seine Fahrspuren zu sehen.


NASA

Bild vergrößernLunochod 2 - Illustration
(Bild: NASA)
Professor Phil Stooke von der University of Western Ontario (UWO) aus Kanada fand das russische Mondfahrzeug Lunochod 2 auf von der US-amerikanischen Weltraumagentur NASA veröffentlichtem Bildmaterial, berichtete die Universität am 16. März 2010. Neben 35 Kilometer langen Fahrspuren konnte Professor Stooke auch den Standort des als kleiner dunkler Fleck sichtbaren Fahrzeugs ausmachen. Es hatte 1973 die bis heute längste jemals auf einem andern Himmelskörper zurückgelegte Fahrstecke, nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos 37 Kilometer, hinter sich gebracht.

Am 15. Januar 1973 war Lunochod 2 mit dem Lander von Luna 21 nach dem Start auf einer Proton-Rakete und siebentägigem Flug auf der Mondoberfläche angekommen. Der Rover mit einer Masse von 840 Kilogramm begann seine Mission am südlichen Rand des Kraters Le Monnier mit einem Durchmesser von 55 Kilometern auf der der Erde zugewandten Seite des Mondes.

NASA

Bild vergrößernLunochod 2 und Fahrspuren auf dem Mond
(Bildausschnitt: NASA)
Nach der Fahrt in einen kleinen Krater endete die Erforschungstour von Lunochod 2. Vermutlich wurde, so Professor Stooke, ein Radiator, der zum Temperaturmanagement des Rovers benötigt wurde, bei Versuchen, den kleinen Krater zu verlassen, mit Material von der Mondoberfläche bedeckt. Nach dem der Radiator auf diese Weise wirkungslos geworden war, musste das Fahrzeug seinen Betrieb bald wegen Überhitzung einstellen. Offiziell endete der Einsatz von Lunochod 2 nach russischen Angaben am 4. Juni 1973.

Der Rover, der selbst 86 Panoramabilder und rund 80.000 Fernsehbilder zur Erde gesandt hatte, wurde aus knapp 50 Kilometern Höhe über der Mondoberfläche von LRO abgelichtet. Der Orbiter umkreist den Mond seit dem 23. Juni 2009. Im Zuge der Kartierung der Mondoberfläche gelangen dem Mondsatelliten bereits einige Aufnahmen der Landezonen der US-amerikanischen Apollo-Missionen.

Raumcon:



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  17. März 2010 um 09:30 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Spacenews


Galileo-IOV-Satelliten mit europäischer SAR-Technik

Möglicherweise werden die im Bau befindlichen vier Galileo-Satelliten für ein erstes Testnetz nicht mit SAR-Nutzlasten aus China ausgestattet.


ESA

Galileo-Konstellation - Illustration
(Bild: ESA)
SAR steht für Search and Rescue. Für diesen Such- und Rettungsdienst sollen in den Satelliten des europäischen Navigationssatellitennetzes Galileo Geräte integriert werden. Die Geräte sind vorgesehen, einen unverzögerten Empfang von Notrufen von beliebigen Standorten auf der gesamten Erde, eine entsprechende Positionsbestimmung und die Weiterleitung der Daten an ein Netz aus Bodensationen möglich zu machen.

In den vier Satelliten für die Galileo-Testkonstellation namens IOV (engl. in orbit verification, Überprüfung im Orbit), die derzeit von einem Konsortium unter Führung von EADS Astrium und TAS (Thales Alenia Space) gebaut werden, sollten für das SAR-System Komponenten aus China eingesetzt werden. Nach Informationen der Spacenews aus Springfield in Virginia vom 12. März 2010 überlegt die Europäische Kommission nun, die Hersteller der IOV-Satelliten anzuweisen, die chinesischen SAR-Nutzlasten aus die europäische Unabhängigkeit und Sicherheit betreffenden Erwägungen nicht zu verwenden.

Die Satelliten des IOV-Programms sollen bei zwei Starts durch Sojus-Raketen von Kourou in Französisch-Guayana aus ins All gebracht und in 23.000 Kilometern Höhe über der Erde eingesetzt werden. Zuletzt erwartete man einen ersten Start mit IOV-Satelliten Mitte 2011. Mit der Entwicklung von Hardware als Ersatz für die chinesischen SAR-Komponenten ist laut Spacenews bereits begonnen worden. Die europäischen Geräte sollen keine größere Masse als die chinesischen aufweisen und so rechtzeitig zur Verfügung stehen, dass die angepeilten Starttermine nicht verschoben werden müssen.

Raumcon:



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  16. März 2010 um 20:11 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: ESA


Name für ATV 3 bekanntgegeben

Die ESA gab am 16. März 2010 in Rom ihre Entscheidung bekannt, das dritte ESA-Frachtraumschiff, das zur Internationalen Raumstation fliegen soll, nach Edoardo Amaldi zu benennen.


ESA

ATV Transporter - Illustration
(Bild: ESA)
Der italienische Physiker Edoardo Amaldi lebte von 1908 bis 1989 und beschäftigte sich im Verlaufe seines Forscherlebens mit Molekül-, Kern- und Teilchenphysik. Außerdem veröffentlichte er Arbeiten zur Theorie magnetischer Monopole und zu Gravitationswellen. Amaldi war einer der Gründer des italienischen Nationalinstituts für Nuklearphysik (Istituto Nazionale di Fisica Nucleare) sowie des Europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf. Das erste Automated Transfer Vehicle (ATV) startete im März 2008 zur ISS und blieb bis September desselben Jahres im All. Es trug den Namen Jules Verne zu Ehren des visionären französischen Schriftstellers. ATV 2 soll im November starten und wurde nach Johannes Kepler benannt. Beim dritten ATV hatte Italien das Vorschlagsrecht für den Namen.

Das ATV ist ein wichtiger Beitrag der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA zum Betrieb der Internationalen Raumstation. Etwa im Abstand von 17 Monaten werden damit jeweils 6-7 Tonnen Fracht zur Station befördert. Außerdem können mit dem ATV Bahnanhebungen und Ausweichmanöver der ISS durchgeführt werden.

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Raumcon:


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  13. März 2010 um 22:31 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: SpaceflightNow, Raumcon


Erfolgreicher Falcon-9-Triebwerkstest im 2. Anlauf

Der am 9. März abgebrochene 3,5-sekündige Testlauf der Triebwerke der ersten Stufe einer Falcon-9-Trägerrakete wurde am 13. März gegen 18:30 Uhr MEZ erfolgreich nachgeholt.


SpaceX

Bild vergrößernstatisches Testfeuern am 13. März 2010
(Bild: SpaceX)
Darüber berichtete SpaceflightNow live. Offenbar verlief der Test erfolgreich. Damit sind alle Voraussetzungen für den Start erfüllt, der frühestens am 12. April erfolgen soll. Dabei soll eine Demonstrationseinheit der in Entwicklung befindlichen Dragon-Kapsel in eine Erdumlaufbahn gebracht werden.

Am Dienstag wurde der erste Versuch automatisch abgebrochen, weil sich ein Ventil des Bodensements, durch das Helium in das Spin Start System der Turbopumpen des Treibstoffsystems geleitet werden sollte, nicht öffnete.

SpaceX entwickelt Trägerrakete und Dragon-Kapsel im Rahmen eines Vertrages im Auftrag der NASA zur Versorgung der Internationalen Raumstation nach Stilllegung der Shuttle-Flotte.

Raumcon:



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  10. März 2010 um 19:30 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: SpaceX, SpaceflightNow, Raumcon


Erster Falcon-9-Test abgebrochen - UPDATE

Der erste Test der Triebwerke der ersten Stufe der neuen SpaceX-Rakete Falcon 9 am 9. März wurde 2 Sekunden vor der eigentlichen Zündsequenz abgebrochen.


SpaceX

Abbruch der Triebwerkszündung
(Bild: SpaceX)
Ursache war offenbar ein nicht öffnendes Ventil an einer Zuleitung für Hochdruckhelium zum Anlassen der Turbopumpen zur Treibstoffförderung. Diese Turbopumpen werden zunächst mit Hilfe des "Spin Start System" genannten Mechanismusses auf eine Mindestdrehzahl beschleunigt, bevor sie von einem kleinen Raketenmotor richtig in Schwung gebracht und gehalten werden. Aufgrund der Abweichung wurde der Startvorgang automatisch unterbrochen. Das Ventil ist Teil des Bodensegments und nicht der Rakete. Das Ventil selbst ist dabei gar nicht defekt, das Kommando zu dessen Öffnung wurde nicht erteilt.

Die trotzdem zu erkennende Zündung wurde durch geringe Mengen von Brennstoff und Oxydator hervorgerufen, die bereits in der Brennkammer angekommen waren. Die Treibstoffzufuhr war aber definitiv gestoppt.

Geplant war eine 3,5 Sekunden lange Brenndauer für alle 9 Merlin-Triebwerke der ersten Stufe. Der Test soll nun nach gründlicher Analyse der aufgezeichneten Daten möglicherweise bereits in einigen Tagen nachgeholt werden, wenn der Abbruch keine weiteren Ursachen hatte. Ein Starttermin der Rakete im März wird dadurch zwar unwahrscheinlicher. Einziges erklärtes Ziel der SpaceX-Mannschaft ist aber ein erfolgreicher Jungfernflug. Man wird sich zur Vorbereitung so viel Zeit nehmen, wie nötig ist.

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Raumcon:


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  10. März 2010 um 12:12 Uhr / Autor: Axel OrthQuelle: Association Planéte Mars


Open Mars 3D Workshop

Planète Mars, die 1901 gegründete französische Sektion der Mars Society, hat ein freies Projekt gestartet, mit dem jeder Interessierte virtuelle Mars- und wohl überhaupt Weltraummissionen in 3D modellieren kann.



Der Vorbeiflug von Mars Express an Phobos im März 2010 in einer Animation, die mit dem Open Mars 3D Workshop der französischen Sektion der Mars Society erstellt wurde.
(Quelle: Association Planète Mars)
Der Open Mars 3D Workshop der Planète Mars hat sich zum Ziel gesetzt, 3D-Modellierung von Marsmissionen auf Open-Source-Basis anzubieten, miteinander zu teilen und bis Sommer 2010 gemeinsam einen animierten Kurzfilm "On to Mars!" zu erstellen. Die Modellierung basiert auf dem Open-Source-Tool Celestia von Chris Laurel, das man zunächst installieren muss. Es läuft unter Windows, Linux und Mac OS. Ein Beispiel dazu, einen mit 3D Workshop nachmodellierten realen Vorbeiflug von Mars Express am Marsmond Phobos, können Sie in dem eingebetteten Youtube-Video sehen.

In der Regel sucht man sich zunächst ein Objekt aus, das man modellieren will. Man braucht dazu allerdings etwas Geduld; Anfänger im 3D-Modeling sollten sich hier nicht gleich überfordern. Erfahrenere Anwender können beim Modellieren helfen. Wenn man sein Werk abgeschlossen hat und für besonders gelungen hält, kann es als "Add-On" in einem Hauptkatalog veröffentlicht und anderen zur Verfügung gestellt werden. Es sind auch bereits einige fertige Add-Ons abrufbar.

Grundsätzliches dazu und auch den Link zu Celestia können Sie hier in Englisch nachlesen. Noch mehr Informationen enthält die französische Version der Seite.



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  06. März 2010 um 20:36 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: NasaSpaceflight.com, Raumcon


STS 134 verschiebt sich möglicherweise

Offenbar gibt es ein Problem mit der Hauptnutzlast, dem am CERN entwickelten Teilchendetektor Alpha Magnet Spectrometer 2 der ESA.


CERN

Das AMS bei Verladen im CERN (Bild: CERN)
Allerdings ist bisher noch nicht öffentlich bekannt, worin dieses Problem besteht und wie schwerwiegend es ist. Gerüchteweise ist von der Möglichkeit einer Verschiebung der Mission STS 134 bis in das Jahr 2011 zu hören. Am Montag findet dazu ein Treffen verantwortlicher Persönlichkeiten statt.

Falls sich nur eine geringfügige Verzögerung ergibt, so könnten die Missionen STS 133 und 134 ihre Plätze tauschen. STS 133 würde dann Ende Juli, Anfang August und STS 134 als letzte geplante Shuttle-Mission im September/Oktober 2010 ablaufen.

Das AMS ist ein mit superfluidem Helium gefüllter Detektorblock, der Partikel aus Antimaterie oder gar Dunkler Materie nachweisen könnte. Es soll am Gitterstrukturelement S3 befestigt und angeschlossen werden. Mit an Bord der Mission STS 134 sollen auch der Express Logistics Carrier 3 mit Ammoniaktank, Dextre-Ersatzmechanik, Gastank, ELC-Avionic-Box, S-Band-Antennen-Subsysteme und einer Testanlage für das US-Verteidigungsministerium sowie das Materialexperiment MISSE 8 und eine Gefriereinheit GLACIER sein.

Gegenwärtig wird die zukünftige Strategie der USA in der bemannten Raumfahrt kontrovers diskutiert. Nach den Vorstellungen von Präsident Obama soll die NASA auf das Mondprogramm verzichten, verstärkt neue Raumfahrt-Technologien entwickeln und Forschung auf der ISS betreiben. Unbemannte und bemannte Zubringerfahrzeuge und Trägersysteme für den erdnahen Weltraum sollen in Verantwortung der privaten Wirtschaft der USA entwickelt und eingesetzt werden. Dagegen regt sich vor allem im Kongress der USA Widerstand. Hier kursieren Gegenvorschläge, die auch den längeren Einsatz der Shuttle-Flotte vorsehen.

Aus organisatorischem Blickwinkel wären 3 weitere Shuttle-Missionen nach STS 134 möglich, da sich mit bereits vorhandenen Materialien drei weitere externe Tanks fertigen ließen. Raumfähren und Feststoffbooster sind wiederverwendbar.

Das Alpha Magnet Spectrometer 2 befindet sich gegenwärtig im Test auf dem Gelände des Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrums ESTEC im niederländischen Nordwijk. Möglicherweise hat das Gerät eines der Testkriterien nicht bestanden, so dass nachgebessert oder gar umgebaut werden muss.

Raumcon:



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  06. März 2010 um 12:23 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: AviationWeek


Chinas neue Raketenfamilie mit Ausblick auf den Mond

Nach Konzepten für die ChangZheng 5 vor einigen Jahren und die CZ 6 im letzten, wird die Raketenfamilie durch die CZ 7 abgerundet. Beim Aufbau einer neuen Raketenfabrikation plant man offenbar auch schon größeres mit ein.


Die ChangZheng 5 besteht aus einer neu entwickelten, 5 Meter durchmessenden Zentralstufe, um die Zusatzstufen mit 2,25 m oder 3,35 m Durchmesser gruppiert werden können. Damit ergibt sich eine Trägerrakete mit einer Nutzlastkapazität um 20 Tonnen, vergleichbar mit Ariane 5, Atlas V, Delta IV oder Proton. Die neue Zentralstufe soll ab 2011 im Werk in Tianjin, das gerade erichtet wird, hergestellt werden können. Man plant zunächst die Produktion von 2 Trägern pro Jahr. Die Kapazität des Werkes soll aber eine Versechsfachung der Fertigung erlauben.

Außerdem werden beim Bau des Werkes Erweiterungen auf die Herstellung von Raketenteilen mit Duchmessern von 8 oder sogar 10 Metern bereits berücksichtigt. Eine entsprechende Trägerrakete mit einem Startschub um 3.000 Tonnen ist in der Diskussion. Diese würde für ein bemanntes Mondprogramm, ein erklärtes Ziel chinesischer Raumfahrt, unbedingt benötigt.

Bis dahin soll die ChangZheng 5 sowohl große Nutzlasten wie eine neue Generation chinesischer FengYun-Wettersatelliten (8 - 9 t) in den Geostationären Orbit, Raumstationsmodule mit Massen um 20 Tonnen in niedrige Erdumlaufbahnen sowie größere automatische Stationen zum Mond beschleunigen können.

Die oben genannten Zusatzstufen bilden die Grundlage für die Trägerraketen der Typen ChangZheng 6 und 7. Verschiedene Kombinationen der kleinen oder großen Booster, je nach Nutzlast zusammengestellt, ergäben Trägerraketen aus standardisierten Teilen für Nutzlasten kleiner und mittlerer Masse. Deren Technik wird gegenwärtig an der Chinesischen Akademie für Trägerraketentechnik entwickelt und erprobt. Die CZ 6, die stark auf den bisher eingesetzten Zentralstufen der CZ 2/3/4 beruht, soll 2013 einsetzbar sein, die CZ 5 ein Jahr später.

Im nächsten Jahr soll eine erste kleine Raumstation mit der Bezeichnung TianGong von einer in 38 wesentlichen Attributen modifizierten ChangZheng 2F in eine erdnahe Umlaufbahn befördert werden. Sie soll Ziel für ein unbemanntes und zwei bemannte Shenzhou-Raumschiffe sein. Ihr werden in den darauffolgenden Jahren weitere Ministationen folgen.

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Raumcon:


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  05. März 2010 um 10:57 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: xinhuanet.com


China startet Erdbeobachtungssatelliten YaoGan 9

Der chinesische Erdbeobachtungssatellit YaoGan 9 gelangte am 5. März 2010 in den Weltraum, berichtete xinhuanet.com am gleichen Tag. Der Start erfolgte vom Jiuquan Satellite Launch Center (JSLC) in der inneren Mongolei.


Befördert wurde der Satellit von einer Rakete des Typs Langer Marsch 4C. Es war der 122ste Start einer Rakete des Typs Langer Marsch. Er erfolgte um 12:55 Uhr Pekinger Zeit, das ist 5:55 Uhr MEZ, von dem auch als Shuang Cheng Tze launch center oder Basis 20 bekannten Startgelände (40° 57' 28'' Nord, 100° 17' 30'' Ost).

Erneut handelt es sich lt. Xinhua, wie bei den schon zuvor gestarteten YaoGan-Satelliten, bei YaoGan 9 um einen Satelliten, der bei der Bewältigung von Naturkatastrophen, der Beurteilung von erreichbaren und erzielten Ernteergebnissen im Landbau, der Landvermessung und wissenschaftlichen Untersuchungen nützlich sein soll. Möglicherweise handelt es sich bei YaoGan 9 um einen weiteren Aufklärungssatelliten. YaoGan bedeutet schlicht Fernerkundung.

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Raumcon:


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  02. März 2010 um 12:49 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: JPL


Phoenix schweigt weiter

Am 1. März 2010 gab das Jet Propulsion Lab (JPL) aus dem kalifornischen Pasadena bekannt, dass auch im Verlauf der zweiten Suchkampagne vom Marsorbiter Mars Odyssey kein Signal des Marslanders Phoenix erfasst werden konnte.


JPL

Mars Odyssey über dem Mars - Illustration
(Bild: JPL)
Zwischen dem 22. und dem 26. Februar 2010 überflog NASAs Mars Odyssey sechzig Mal das Landegebiet von Phoenix, und lauschte auf Signale des Landers vom Marsboden. Empfangen wurde dabei nichts.

Die dritte und letzte Suchkampagne soll zwischen dem 5. und 9. April 2010 stattfinden. Da die Sonne im Landegebiet dann dauerhaft über dem Horizont steht, ist es möglicherweise etwas wahrscheinlicher, dass die Solarzellenausleger von Phonix einen Neustart der Landersysteme auslösen, wenn sie und weitere wesentliche Anlagen und Geräte von Phoenix den Marswinter einigermaßen betriebsfähig überstanden haben.

Wirklich erwartet wird ein Erwachen des Landers nicht, er war für die Bedingungen des Marswinters nicht ausgelegt worden. Nach fünf Monaten wissenschaftlicher Untersuchungsarbeit auf dem Mars und zwei Monate nach dem Überschreiten seiner vorgesehenen Lebensdauer auf dem Mars verstummte Phoenix im November 2008.

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  02. März 2010 um 09:57 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Chrunitschew, Roskosmos, glonass-ianc.rsa.ru


Glonass-Navigationssatelliten gestartet

Um 22:19 Uhr MEZ am 1. März 2010 startete eine Proton-M-Rakete von der Rampe 81/24 im kasachischen Baikonur, um drei Glonass-M-Navigationssatelliten vom Typ Uragan-M ins All zu bringen.


Roskosmos

Bild vergrößernProton-M startet mit drei Glonass-M-Satelliten
(Bild: Roskosmos)
Beim ersten Start einer von Chrunitschew gebauten Proton-Rakete mit Glonass-Satelliten im Jahr 2010 wurde der Träger mit einer von RSC-Energia hergestellten Block-DM2-Oberstufe verwendet. Die Orbitaleinheit bestehend aus Oberstufe und den drei Satelliten wurde gegen 22:29 Uhr MEZ vom Proton-Täger abgetrennt. Nach zwei Brennphasen der Block-DM-Oberstufe wurden die jeweils 1.570 Kilogramm schweren Satelliten am 2. März 2010 gegen 1:52 Uhr MEZ in einem zirkularen Orbit in rund 19.200 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche und mit einer Inklination von 64,8 Grad ausgesetzt.

Die drei von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebauten Satelliten haben folgende Bezeichnungen erhalten:

  • NORAD-Nr. 36400 / Objekt 2010-007A / Cosmos 2459 / Satellit Nr. 731 für Ebene 3 Slot 22
  • NORAD-Nr. 36401 / Objekt 2010-007B / Cosmos 2460 / Satellit Nr. 732 für Ebene 3 Slot 23
  • NORAD-Nr. 36402 / Objekt 2010-007C / Cosmos 2461 / Satellit Nr. 735 für Ebene 3 Slot 24

Bis April 2010 soll es dauern, bis die neuen Satelliten mit voller Funktionalität in das russische Glonass-System integriert sind. Mit den drei am 14. Dezember 2009 gestarteten Satelliten befinden sich zur Zeit 20 Satelliten in Orbits in drei verschiedenen Ebenen in der Navigationssatellitenkonstellation, von denen zur Zeit aber nur 18 Satelliten uneingeschränkt betriebsbereit sind. Für eine vollständige Abdeckung Russlands werden 18 aktive Satelliten benötigt, eine weltweite Abdeckung erfordert 24 betriebsfähige Satelliten.

Raumcon:


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  25. Februar 2010 um 09:44 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Thales Alenia Space


Thales Alenia Space baut Jason 3

Am 24. Februar 2010 gab Thales Alenia Space bekannt, von der französischen Raumfahrtagentur CNES den Auftrag zum Bau des Ozeanographiesatelliten Jason 3 erhalten zu haben.


NOAA

Jason 3: Ozeanbeobachtung aus dem All - Illustration
(Bild: NOAA)
Auf dem Proteus-Bus basierend soll Jason 3 unter anderem mit einem Poseidon 3B genannten Altimeter die Messungen von Jason 1 und Jason 2 fortsetzen. Außerdem an Bord: DORIS für die Bereitstellung exakter Bahndaten, ein weiterentwickeltes Mikrowellenradiometer mit der Bezeichnung AMR, eine GPS-Nutzlast mit der Bezeichnung GPSP und ein LRA genannter Reflektor für Laserlicht.

Jason 3 soll wie sein Vorgänger Jason 2 auf einer Bahn mit einer durchschnittlichen Flughöhe von 1.336 Kilometern über der Erde und 66 Grad Bahnneigung arbeiten. Der Start des Raumfahrzeuges mit einer Masse von 553 Kilogramm ist nach den derzeitigen Planungen für Mitte 2013 vorgesehen. Im All soll Jason 3 eine dreijährige Mission durchführen.

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  23. Februar 2010 um 13:12 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: NASA, Roscosmos


Bahn der ISS angehoben

Die Bahn der Internationalen Raumstation ISS ist am 20. Februar 2010 um rund 6,5 Kilometer angehoben worden.


NASA

Bild vergrößernim Vordergrund Progress-M 04M
(Bildausschnitt: NASA)
Mit den acht Triebwerken des am Ende des russischen Stationsmoduls Swesda angekoppelten Transportschiffs Progress-M 04M wurde das als Reboost bezeichnete Manöver zur Bahnanhebung der ISS durchgeführt. Gegen 22:25 Uhr MEZ wurden die Triebwerke gezündet und brannten dann 1.557 Sekunden, also rund 26 Minuten lang.

Die Operation steigerte die Geschwindigkeit der ISS um 3,75 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um rund 6,5 Kilometer auf durchschnittlich 349 Kilometer Höhe an. Die nächste Bahnanhebung durch das russische Versorgungsschiff Progress-M 04M soll am 28. Februar 2010 vorgenommen werden.



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  21. Februar 2010 um 12:34 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Eutelsat, Thales Alenia Space


Eutelsats W3B und W3C tauschen Startgelegenheiten

Am 18. Februar 2010 gab der europäische Betreiber von Kommunikationssatelliten Eutelsat mit Sitz in Paris bekannt, dass die Satelliten W3B und W3C auf getauschten Trägerraketen gestartet werden sollen.


Thales Alenia Space

Eutelsat W3B im All - Illustration
(Bild: Thales Alenia Space)
Mit einer europäischen Ariane 5-Rakete soll nach den neusten Planungen nun Eutelsat W3B im August oder September 2010 ins All transportiert werden und Eutelsat W3C auf einer chinesischen Langer-Marsch-3B-Rakete zwischen Juni und August 2011.

Eutelsat W3C basiert auf der Plattform Spacebus 4000C3 von Thales Alenia Space. Das im März 2009 bestellte Raumfahrzeug soll mit 53 Ku-Band-Transpondern und 3 Ka-Band-Transpondern ausgerüstet werden. Diese sollen die Kapazitäten von Eutelsat W3A, welcher 44 Transponder besitzt, ergänzen. Dazu will man W3C wie W3A an einer Position bei 7 Grad Ost im Geostationären Orbit einsetzen.

Eutelsats W3B, ebenfalls basierend auf dem Thales Alenia Spacebus 4000C3 ist aktuell als Ersatz des Satelliten W2 vorgesehen. Der im Februar 2008 bestellte W3B wird mit seinen 53 Ku-Band-Transpondern sowie 3 Ka-Band-Transpondern dringend im All benötigt, da der auf dem Spacebus 3000B2 basierende Eutelsat W2 seine Auslegungsbetriebsdauer im All überschritten hat und am 27. Januar 2010 ausgefallen ist. Es wird nicht erwartet, dass es gelingt, den kommerziellen Betrieb von Eutelsat W2 wieder aufzunehmen. Zur Zeit strahlen drei andere, teilweise dafür extra auf 16 Grad Ost im Geostationären Orbit umpositionierte Satelliten die ehemals über Eutelsat W2 laufenden Dienste aus. Der rechtzeitig in den Weltraum gebrachte, als Ersatz für Eutelsat W2 gedachte W2M kann die für ihn vorgesehene Aufgabe nach einer schweren Betriebsstörung nicht erfüllen.

Für den Start von Eutelsat W3B hatte man ursprünglich die chinesische Trägerrakete ausgewählt. Dafür wurde Eutelsat heftig kritisiert, da die US-amerikanischen ITAR-Bestimmungen, deren Ziel die Verhinderung der Ausfuhr von im Rüstungssektor verwendbarer Hochtechnologie ist, dem Geiste nach umgangen werde, auch wenn der Satellit W3B an sich keine US-amerikanischen Komponenten beinhalten sollte. ITAR steht für International Traffic in Arms Regulation, was übersetzt schlicht "Regeln für den internationalen Verkehr mit Waffen" heisst.

Von einem Erdbeben verursachte Schäden in einem Werk des Herstellers von Euteslat W3B in Italien führten zu der Annahme, dass sich die Fertigstellung des Satelliten verzögern würde. Um den Herstellungsprozeß zu beschleunigen wurde entschieden, bei der Konstruktion dort wo es möglich und sinnvoll ist, kurzfristig verfübares Material einzusetzen. Deshalb ist nicht mehr sichergestellt, dass der Satellit keine Teile aus den Vereinigten Staaten enthält. So bat man in Peking darum, die Nutzlast der für W3C gebuchten Rakete austauschen und zu einem späteren Zeitpunkt starten zu dürfen, um dadruch den ITAR-Bestimmungen gerecht zu werden

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  20. Februar 2010 um 22:07 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: NewSpace Journal, Virgin Galactic (Bild)


Virgin Galactics Testplan für 2010

Die 2008 und im vergangenen Jahr vorgestellten Komponenten des suborbitalen Weltraumtransportsystems von Virgin Galactic werden 2010 im Verbund getestet.


Im ersten Quartal laufen weiterhin Bodentests. Damit überprüft man die Stabilität des Systems aus WhiteKnight Two und SpaceShip Two bei niedrigen Geschwindigkeiten. Erste Flugtests wird es frühestens Ende März geben. Dabei bleibt das Raumschiff allerdings mit dem Trägerflugzeug verbunden.

Mit Abwurftests und passivem Rückflug, sozusagen im Segelflug, will man im dritten Quartal beginnen. Der erste Einsatz für das Antriebssystem von SpaceShip Two wird wohl im nächsten Jahr erfolgen. Wenn alles gut läuft, wird man aber vielleicht wieder den Jahreswechsel für eine erste Demonstration nutzen.

Im Verlaufe des Jahres 2011 soll dann eine Vielzahl von Testflügen des Gesamtsystems vorgenommen werden. "Wir können hier nichts abkürzen", sagte Stephen Attenborough von Virgin Galactic auf der diesjährigen Next-Generation Suborbital Researchers Conference am 18. Februar in Boulder (USA).

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  18. Februar 2010 um 20:43 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: NASA


WISE: Erste Ergebnisse und viele Bilder

Der am 14. Dezember vergangenen Jahres gestartete NASA-Satellit Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) hat mittlerweile eine viertel Million Bilder zur Erde geschickt.


NASA

Bild vergrößernDer Komet C/2007 Q3 "Siding Spring" im Fokus von WISE.
(Bild: NASA)
Die Auswertung ist in vollem Gange. Am 12. Januar wurde ein erster unbekannter Asteroid entdeckt. Er trägt die vorläufige Bezeichnung 2010 AB78, hat etwa einen Kilometer Durchmesser und umläuft die Sonne auf einem recht elliptischen Orbit zwischen den Bahnen der Planeten Erde und Jupiter. Der Asteroid bewegt sich allerdings nicht in der Bahnebene der Planeten (Ekliptik) und wurde mittlerweile durch ein Erdteleskop auf Hawaii bestätigt.

Dazu gesellte sich am 22. Januar auch der erste bisher unbekannte Komet. P/2010 B2 hat einen Durchmesser von etwa 2 Kilometern und umläuft die Sonne einmal in 4,7 Jahren. Sein Abstand von der Sonne schwankt zwischen 1,6 und 4 Astronomischen Einheiten (1 AE = 1,5 Mio. km). Für einen Kometen ist die Bahn vergleichsweise sonnennah.

Ein besonders gelungenes Bild ist das Foto des bereits bekannten Kometen Siding Spring, welches am 17. Februar veröffentlicht wurde. Das Objekt C/2007 Q3 wurde im August 2007 im Rahmen einer Himmelsdurchmusterung am Siding-Spring-Observatorium in Australien entdeckt und entsprechend benannt. Er ist gegenwärtig mit einem Teleskop auch von Mitteleuropa aus zu beobachten.

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  15. Februar 2010 um 20:18 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: SpaceX, Raumcon


Zieltermin für ersten Falcon-9/Dragon-Test

Nachdem in der letzten Woche die Oberstufe der Falcon 9 in Florida eingetroffen ist, steht nun die Endmontage auf dem Plan.


SpaceX

Alle Teile der Falcon 9 in der Montagehalle
(Bild: SpaceX)
Dabei werden Erst- und Oberstufe sowie die Nutzlast miteinander verbunden. Damit ergibt sich eine 47 Meter hohe und 3,60 m durchmessende Rakete. An deren Spitze wird eine Qualifikationseinheit der Dragon-Kapsel montiert sein. Diese Einheit verfügt noch nicht über Antriebs- und Lageregelungssysteme, hat aber bereits die für das spätere Raumfahrzeug geplante Masse und Form.

Offiziell soll der Erststart der neuen Trägerrakete Falcon 9 innerhalb von drei Monaten nach der Montage erfolgen. Dem gehen noch einige Tests voraus. "Wir erwarten den Start ein bis drei Monate nach erfolgter Montage der kompletten Rakete", sagte Brian Mosdell, Leiter der SpaceX-Mannschaft in Florida. "Unser primäres Ziel ist ein erfolgreicher Erststart und wir nehmen uns dafür so viel Zeit wie nötig, alle Daten auszuwerten, bevor wir den nächsten Schritt machen."

So sind die bekanntgegebenen nächsten Termine auch nur Richtwerte. Am 18. Februar soll an Startkomplex 40 in Cape Canaveral ein Tanktest vorgenommen werden. Für den 22. Februar ist ein Triebwerkstest geplant und der Start der ersten Falcon 9 könnte am 8. März erfolgen.

SpaceX entwickelt und erprobt die Falcon 9 nebst Dragon-Kapsel mit Förderung der NASA im Rahmen des COTS-Programms. In den kommenden Jahren erhält SpaceX für 12 Frachtflüge zur ISS insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar. Außerdem soll die Dragon-Kapsel zunächst zu einem rückkehrfähigen System und später zu einem bemannten Raumfahrzeug für niedrige Erdumlaufbahnen weiterentwickelt werden.

In der Vergangenheit gab es bei SpaceX allerdings mit der Trägerrakete Falcon 1 mehrfach Probleme. Bei 5 Starts wurde lediglich zweimal der vorgesehene Orbit erreicht. Nicht zuletzt deshalb lässt man es bei der größeren und teureren Falcon 9 nun etwas ruhiger angehen.

Update: Mittlerweile wird von einer Verschiebung auf mindestens den 22. März ausgegangen.

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  06. Februar 2010 um 09:58 Uhr / Autor: Günther GlatzelQuelle: Orbital Sciences Corporation


Cygnus-Demo-Frachtmodul wird montiert

Das erste Frachtdruckmodul des künftigen ISS-Zubringers Cygnus der US-Firma Orbital Sciences Corporation mit Sitz in Dulles wird gegenwärtig in Italien zusammengebaut, meldete der Auftraggeber in der ersten Februarwoche.


NASA/Orbital Sciences Corporation

Cygnus soll mit einer Taurus-II-Rakete ins All gelangen.
(Bild: NASA/Orbital Sciences Corporation)
Die Fertigung erfolgt bei Thales Alenia Spazio in Turin. Die Frachteinheit beruht auf einer bewährten Konstruktion, die bereits bei den Mehrzweck-Logistikmodulen (MPLM) angewandt wurde. Thales Alenia Spazio hat im Auftrag von NASA und ESA neben den drei MPLM Leonardo, Raffaello und Donatello auch die Knotenmodule Harmony und Tranquility sowie die Cupola gebaut und ist damit der bedeutendste europäische Zulieferer für die Internationale Raumstation.

Das erste Frachtmodul für die im Rahmen des COTS-Programms (Commercial Orbital Transportation Services) der NASA von Orbital entwickelten Cygnus-Frachter soll nach gegenwärtigen Planungen Anfang des zweiten Quartals 2011 ins All gebracht werden. Dieser Flug wird eine Demonstrationsmission, bei der das Raumfahrzeug noch nicht an die ISS angedockt werden soll. Das Servicemodul des Raumfrachters mit Antrieb, Energieversorgung und Avionik wird bei Orbital selbst gebaut. Ab 2011 sollen 8 Cygnus-Frachter insgesamt etwa 20 t Nutzlast zur Station befördern, 2,0 bis 2,7 t pro Flug.

NASA/Orbital Sciences Corporation

Die Ankopplung an die ISS erfolgt nach Einfangen durch den Stationsmanipulator Canadarm2.
(Bild: NASA/Orbital Sciences Corporation)
Ebenfalls eine Neuentwicklung ist die Trägerrakete Taurus II. Im vergangenen Jahr waren Tests mit beiden Raketenstufen getrennt absolviert worden. In diesem Jahr stehen Strukturtests für Rakete und Nutzlastverkleidung sowie weitere Triebwerkszündungen auf dem Programm. Den Jahresabschluss bildet ein Gesamttest des Systems auf der Startrampe auf Wallops Island.

Zum Einsatz kommt dann aber die zweite Rakete. Sie könnte im April 2011 den ersten Cygnus-Frachter in eine niedrige Umlaufbahn um die Erde transportieren. Verläuft dieser erste Flug erfolgreich, so könnte die erste Fracht noch im selben Jahr zur Internationalen Raumstation gebracht werden.

Neben der Orbital Sciences Corporation hat auch die Space Exploration Technologies Corporation (kurz SpaceX) im Rahmen eines NASA-Wettbewerbs einen Auftrag zu Fertigung und Start mehrerer Transportraumkapseln zur ISS erhalten. Der Demonstrationsflug der Dragon genannten Einheit soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden.

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  05. Februar 2010 um 06:35 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Roskosmos


Transportschiff Progress-M 04M an ISS gedockt

Am 5. Februar 2010 dockte das Transportschiff Progress-M 04M, nach amerikanischer Zählweise auch Progress 36 genannt, um 05:26 Uhr MEZ an der Internationalen Raumstation ISS an. Der Vorgang lief automatisch ab.


NASA TV

Bild vergrößernDie am 5. Februar 2010 an der ISS gedockten russischen Schiffe
(Bild: NASA TV)
Das automatische Rendezvoussystem KURS wickelte den Dockingvorgang am hinteren Dockingport des ISS-Moduls Swesda wie vorgesehen ab. Der Kosmonaut Maxim Surajew war an Bord der ISS bereit, jederzeit mit der manuellen Dockingfernsteuerung TORU einzugreifen, was jedoch nicht erforderlich wurde. Er kontrollierte zusammen mit Oleg Kotow und den Astronauten Jeffrey Williams, T. J. Creamer und Soichi Noguchi im Modul Swesda den Ablauf.

Mit dem mit Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und Trockenfracht beladenen Versorger sind jetzt zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Raumstation vier russische Raumschiffe an der ISS gedockt. Es sind dies neben Progress-M 04M der Versorger Progress-M 03M sowie die beiden Crewtransporter Sojus-TMA 16 und Sojus-TMA 17.

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  04. Februar 2010 um 09:40 Uhr / Autor: Thomas WeyrauchQuelle: Boeing, Intelsat S.A., Harland/Lorenz: Space Systems Failures


Intelsat 4 ausgefallen

Der Kommunikationssatellit Intelsat 4 ist am 1. Feburar 2010 ausgefallen, teile die Intelsat S.A. aus Luxembourg am gleichen Tag mit.


Intelsat 4 versagte gegen 01:28 MEZ am 1. Ferbuar, Intelsat und der Hersteller des Trabanten, Boeing, untersuchen den den Vorfall. Mit seinen Kunden, für die Dienste auf Intelsat 4 etabliert waren, arbeitet Intelsat daran, entsprechend notwendige Kapazitäten nutzbar zu machen.

Am 3. August 1995 als PAS 4 auf einer Ariane-4-Rakete in den Weltraum gebracht war der Satellit zum Schluß an einer Position von 72 Grad Ost im geostationären Orbit positioniert. Das auf dem Boeing 601er Satellitenbus basierende Raumfahrzeug wird Ende 2010 seine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren erreicht haben.

Im August 1998 hatte der formalige Betreiber PanAmSat eingräumt, dass ein Steuerrechner an Bord des Satelliten (SCP, engl. für satellite control processor) nicht mehr arbeite, aber ein Backuprechner das Weiterbetreiben des Satelliten ermögliche. Eine Unverträglichkeit von Metallen unter bestimmten Umgebungsbedingungen in einem Typ von elektrischen Schaltern hat damals vermutlich dazu geführt, dass ein solcher Schalter nach dem Wachsen einer Art kristallinen Struktur kurzgeschlossen wurde, was schließlich zum Ausfall des Steuerrechners mit dem betroffenen Schalter führte.

Der Backupsteuerrechner könnte aus dem selben Grund ausgefallen sein; Intelsat hat Erkenntnisse über die Ausfallursache bisher nicht mitgeteilt. Der Steuerrechner wird für die Lageregelung des Raumfahrzeugs sowie zur Ausrichtung der Solarzellenausleger und Antennen benötigt.

Wegen eines Ausfalls beider SCP mussten bisher die auf dem gleichen Satellitenbus wie Intelsat 4 basierenden Kommunikationssatelliten Galaxy 3R, Galaxy 4, Galaxy 7 und Solidaridad 1 aufgegeben werden. In später gebauten und nach 1997 gestarteten Satelliten hat der Hersteller modifizierte Bauteile verwendet, sodass deren Steuerrechner nicht aus dem gleichen Grund ausfallen sollten.

Intelsat 4 alias PAS 4 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 23636 bzw. als Objekt 1995-040A.



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